CH477244A - Verfahren zur Rückbildung von Verwerfungen von Wandelementen einer Plattenkokille zum Stranggiessen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Rückbildung von Verwerfungen von Wandelementen einer Plattenkokille zum Stranggiessen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH477244A
CH477244A CH1757268A CH1757268A CH477244A CH 477244 A CH477244 A CH 477244A CH 1757268 A CH1757268 A CH 1757268A CH 1757268 A CH1757268 A CH 1757268A CH 477244 A CH477244 A CH 477244A
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CH
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bending stress
mold
wall elements
wall element
wall
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Application number
CH1757268A
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English (en)
Inventor
Arvid Bertland Ture
Ljungstromer Lars-Einar
Stockinger Walther
Original Assignee
Concast Ag
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/04Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into open-ended moulds
    • B22D11/043Curved moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description


  Verfahren zur Rückbildung von     Verwerfungen    von Wandelementen einer Plattenkokille  zum     Stranggiessen    und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur Rück     bil-          dung    von     Verwerfungen    von     War_delementen    einer Plat  tenkokille zum     Stranggiessen,    bei welcher die den Form  hohlraum bildenden Wandelemente aus mehreren, mit  einander verbundenen Teilen bestehen sowie eine Vor  richtung zur Durchführung des Verfahrens.  



       Beim        Stranggiessen,        insbesondere    von     Strängen    mit  grösseren Querschnitten, wie     z.B.        Brammen,    kommen       Durchlaufkokillen    zur Anwendung, deren Formhohl  raum von plattenförmigen Wandelementen, zusammen  gesetzt aus miteinander verbundenen Teilen, gebildet  wird, wobei in einem der Teile     eine    Anzahl von senk  rechten Kanälen eingefräst ist, in welchen das Kühl  wasser zirkuliert.  



  Durch die hohen Temperaturen, welchen die Wand  elemente ausgesetzt sind sowie durch die, infolge der  Schrumpfung des Stranges auftretenden unterschiedli  chen     Kokillenwandtemperaturen,    kommt es zu Ver  werfungen der     Kokillenwände.    Diese     Verformungen,    die  auch     als    Ausbauchungen bezeichnet werden, können  sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung  auftreten und führen zu Rissen im gegossenen Strang.  



  Bei Plattenkokillen bekannter Bauart weisen die Wand  elemente eine Stahlplatte und eine auf deren Innenseite  festgeschraubte Kupferplatte auf. Dabei werden die bei  den     Schmalseitenplatten    zwischen sie übergreifende Breit  seitenplatten eingesetzt. Zur Halterung und Fixierung der  übergreifenden Wandteile dienen Träger, Platten oder der  gleichen. Die Schmalseiten werden durch in deren  Bereich wirkende Abstützungen und durch eine Ein  spannvorrichtung gehalten. Die Breitseiten sind nur im  Bereich der     Schmalseitenwände    durch Druck     beauf-          schlagt.    Dadurch, dass den Wänden die Möglichkeit  zum Ausdehnen gegeben wird, sollte das Verwerfen  der     Kokillenplatten    verhindert werden.

   Die     Praxis    hat  jedoch gezeigt, dass durch Konstruktion ein Verwerfen    der Wandelemente nicht wirksam vermieden werden  kann.  



  Weiters wurde schon versucht, durch massiv aus  geführte Stahlplatten, an welchen die Kupferplatten mit  einer besonders grossen Anzahl von Schrauben befestigt  sind, eine Deformation zu vermeiden. Aber auch diese  Massnahme konnte nicht     verhindern,    dass sich die  Breitseiten der Kokillen ausbauchen und fehlerhafte  Stränge entstehen.  



  Treten bleibende Ausbauchungen, die, wie bereits  ausgeführt, zu Rissen im vergossenen Material führen,  an der Kokille auf, so muss letztere demontiert werden,  damit die Kupferplatten durch eine mechanische  Bearbeitung wieder ihre vorgeschriebene Form erhalten.  Dies ist zeitraubend und verursacht grosse Kosten.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren und die Vorrich  tung haben zum Ziel, die nachteiligen Wirkungen von  Verwerfungen der Wandelemente einer Plattenkokille  zu verhindern, so dass einwandfreie Gussprodukte  erhalten werden.  



  Dieses Ziel wird nach der Erfindung dadurch er  reicht, dass bei Auftreten von Deformationen minde  stens eines Teiles des Wandelementes an mindestens  einem Wandelement durch äussere Kräfte eine einstell  bare     Biegebeanspruchung    erzeugt wird, so dass die  aufgetretenen Deformationen rückgebildet werden.  



  Bei der Vorrichtung zur Durchführung des Ver  fahrens wirkt mindestens ein     Ballken    auf der Aussen  seite je eines     übergreifenden    Wandelementes mit  mindestens einer Schraube zusammen, welche     im    Wand  element eine Biegebeanspruchung erzeugt.  



  Die Biegebeanspruchung kann bei Auftreten von  Deformationen sowohl vor bzw. nach als auch während  des     Giessbetriebes    aufgebracht werden. Durch äussere  Kräfte, die von den Schrauben oder äquivalenten Mit  teln ausgeübt werden, wird das Wandelement derart  beansprucht, dass aufgetretene Deformationen bzw. Ver-           werfungen        rückgebildet    werden. Es kann jedoch auch so  verfahren werden, dass     im        Hinblick    auf zu erwartende  Verwerfungen eine     Art        Vorspannung    im Wandelement,  und zwar vor dem erstmaligen Erwärmen der an den  Formhohlraum angrenzenden Fläche erzeugt wird.

    Üblicherweise werden die beiden     Schmalseiten    von Breit  seiten, die wiederum mit zwei     Schraubenbolzen    mit  einander verbunden sind, eingeklemmt.  



  Vorzugsweise werden die den Spannrahmen bildenden  Balken an der Aussenseite der beiden     Breitseitenplatten     derart befestigt, dass die Befestigungsmittel,     z.B.    Schrau  ben, gegenüber den vorhin erwähnten     Schraubenbolzen     etwa seitlich gegen die Mitte der Längsseite hin ange  bracht sind. Es ist klar, dass auch mit     Hilfe    dieser  Befestigungsschrauben auf die Kokille eingewirkt wer  den kann, wobei jedoch beachtet werden soll, dass durch  das Zusammenwirken der     Befestigungssehrauben    und  der die Biegebeanspruchung erzeugenden Schrauben der       Anpressdruck    auf die festgeklemmten Wandelemente  etwa konstant bleibt.  



  Im weiteren kann auch ein aus gelenkig miteinander  verbundenen Balken bestehender Spannrahmen verwen  det werden, der die Kokille allseitig umgibt. Diese Lö  sung hat den     Vorteil,    dass der Spannrahmen bei even  tueller Demontage der Kokille unverändert in seiner  Lage bleiben kann. Eine Nachbearbeitung der Kupfer  platten der     Kokillenwand    kann daher mit geringstem     Ar-          beits-    und Materialverlust geschehen, was natürlich die  Lebensdauer der Kokille verlängert.  



  Es besteht aber auch die     Möglichkeit,    die beiden  Balken des Spannrahmens durch Schraubenbolzen, die  mit Spiel durch die überstehenden     Breitseitenplatten    hin  durchgeführt werden, miteinander zu verbinden.  



  Im weiteren besteht noch die Möglichkeit, mit Schrau  benbolzen sowohl das Festklemmen der Schmalseiten  zwischen den Breitseiten zu bewirken als auch den  Spannrahmen auf Biegung zu beanspruchen. Von Vorteil  kann in diesem Fall ein zwischen die überstehenden       Breitseitenplatten    eingeschobenes Distanzstück sein.  



  Weitere     Einzelheiten    der Erfindung ergeben sich aus  der Beschreibung eines nachfolgenden, anhand von Fi  guren erläuterten Ausführungsbeispiels.  



       Fig.    1 zeigt einen Aufriss einer     Stranggiesskokille.          Fig.    2 eine teilweise geschnittene Draufsicht der  selben     Stranggiesskokille    und       Fig.    3     einen    Schnitt nach der Linie     111-III    der     Fig.    1.

    Die     Fig.    1, 2 und 3 zeigen     eine    Plattenkokille zum  Giessen von     Brammen    aus Stahl mit an den Breitseiten  angeordneten Spannrahmen 1     in    Form von     Balken.    Die  Befestigung des Spannrahmens 1 geschieht mit     Hilfe    der  Schrauben 2.     In    diesem Spannrahmen 1 ist eine Anzahl  von Zugschrauben 3 sowie Druckschrauben 4 angeordnet.  Diese Schrauben, deren     Plazierung    je nach den Erfor  dernissen     geändert    werden kann, stehen in Wirkverbin  dung mit dem Wandelement B. Das Wandelement  besteht aus der Stahlplatte 6 und der Kupferplatte 7,  die miteinander verbunden sind.

   Die, die Schmalseiten  bildenden Wandelemente 12 und 12' werden von den  übergreifenden Wandelementen 8, 8', die durch die  Schraubenbolzen 14, 14' verbunden sind, festgeklemmt.  Bei Auftreten einer Deformation mindestens eines Teiles  des Wandelementes, wie sie     z.B.    durch     Innenlehren     oder     Dehnmesstreifen    festgestellt werden kann, und  zwar sowohl nach Gussende als auch während des Giess-    Betriebes, wird durch äussere Kräfte, hervorgerufen  durch die Schrauben 3, 4, im     deformierten    Wand  element eine Biegebeanspruchung erzeugt.

   Diese Biege  beanspruchung wird durch Verstellung der Schrauben 3,  4 so eingestellt, dass die aufgetretenen schädlichen De  formationen rückgebildet werden und dadurch die Aus  wirkung der Verwerfungen verhindert werden.  



       Fig.    3 zeigt das     Zusammenwirken    des     Balkens    1 auf  der Aussenseite des Wandelementes mit den Schrauben  3, 4, welche im Wandelement eine Biegebeanspruchung  erzeugen.  



  Die Deformation tritt vornehmlich nach erstmaligem  Erwärmen, beispielsweise durch den ersten Guss, der  an den Formhohlraum angrenzenden Fläche auf. Daher  ist es vorteilhaft, die Biegebeanspruchung nach einma  ligem Erwärmen zu erzeugen. Tritt die Deformation aber  bereits vor dem erstmaligen Erwärmen auf, kann die Bie  gebeanspruchung auch zu diesem Zeitpunkt erfolgen.  Wird die Verwerfung jedoch während des Giessens fest  gestellt, beispielsweise mit Hilfe von     Dehnmesstreifen,    so  ist es in diesem Fall von Vorteil, auch die Biegebean  spruchung während des Giessbetriebes an der Platten  kokille aufzubringen.  



  Häufig tritt die grösste Ausbauchung im Bereich des       Badspiegels    auf, so dass damit auch die Biegebeanspru  chung in diesem Bereich grösser gehalten werden muss  als im übrigen Bereich in der Kokille, um die Verwer  fungen zurückzudrücken.  



  Selbstverständlich ist die Erfindung nicht nur auf das  angeführte Beispiel beschränkt, sondern es können auch  weitere Lösungen im Rahmen der Erfindung getroffen  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Rückbildung von Verwerfungen von Wandelementen einer Plattenkokille zum Stranggiessen, bei welcher die den Formhohlraum begrenzenden Wand elemente aus mehreren, miteinander verbundenen Tei len bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass bei Auf treten von Deformationen mindestens eines Teiles des Wandelementes an mindestens einem Wandelement durch äussere Kräfte eine einstellbare Biegebeanspru chung erzeugt wird, so dass die aufgetretenen Deforma tionen rückgebildet werden. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Biegebeanspruchung aufgebracht wird, nachdem das Wandelement durch einmaliges Er wärmen, beispielsweise durch den ersten Guss, der an den Formhohlraum angrenzenden Fläche beansprucht wurde. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Biegebeanspruchung vor dem erstmaligen Erwärmen der an den Formhohlraum an grenzenden Fläche des Wandelementes erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Biegebeanspruchung währenddes Betriebes an der Plattenkokille erzeugt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Biegebeanspruchung im Bereich des Badspiegels grösser gehalten wird als im übrigen Bereich der Kokille.
    PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, wobei zwei Wandelemente einer Plattenkokille durch zwei übergreifende Wandelemente festgeklemmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass min destens ein Balken (1) auf der Aussenseite je eines über- greifenden Wandelementes (8, 8') mit mindestens einer Schraube (3, 4) zusammenwirkt, welche im Wandele ment eine Biegebeanspruchung erzeugt.
CH1757268A 1968-11-26 1968-11-26 Verfahren zur Rückbildung von Verwerfungen von Wandelementen einer Plattenkokille zum Stranggiessen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens CH477244A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0086405A1 (de) * 1982-02-12 1983-08-24 Concast Service Union Ag Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen und Stützen eines Stranges in einer Plattenkokille einer Stahlstranggiessanlage

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EP0086405A1 (de) * 1982-02-12 1983-08-24 Concast Service Union Ag Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen und Stützen eines Stranges in einer Plattenkokille einer Stahlstranggiessanlage

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