Schneefangzaun Die Erfindung betrifft einen Schneefangzaun, bei dem eine Reihe ortsfester Stützen Schneefangmittel tragen.
Es sind Schneefangzäune aus Holz bekannt, bei denen einzelne Zaunteile aus zwei horizontalen Latten gebildet sind, auf denen mit Zwischenraum querliegende Latten aufgenagelt sind. Es werden dann jeweils zwei derartige Zaunteile im Winkel gegeneinandergestellt, so dass sie sich gegenseitig halten. Derartige Schneefangzäune sind verhältnismässig aufwendig, da sie von Hand aus Latten zusammengenagelt werden müssen. Vor allem sind sie aber auch schwer, und sie nehmen einen grossen Platz ein, so dass sie sich schlecht transportieren und lagern lassen.
Ausserdem unterliegen diese Schneefangzäune wegen des verwendeten Materials sehr stark der Alte rung, und ihre geringe Stabilität führt ausserdem sehr leicht zu Brüchen der Latten oder Zaunteile bei der Handhabung, dem Transport oder der Lagerung.
Diese Nachteile werden zum Teil durch einen be kannten Schneefangzaun vermieden, bei dem zwischen vertikal in den Boden eingeschlagenen Pfählen Maschen draht gespannt ist, in dessen Maschen mit Abstand zueinander dem Wind einen Widerstand entgegensetzen de Streifen eingezogen sind. Die Streifen können jedoch sehr leicht aus dem Maschendraht herausrutschen oder herausgezogen werden, so dass in jedem Jahr verhältnis- mässig grosse Reparaturarbeiten ebenso wie bei den bekannten Holzzäunen anfallen.
Der Maschendraht ist ausserdem aus Gewichts- und Kostengründen verhält- nismässig dünn, was wiederum die Gefahr des schnellen Durchrostens mit sich bringt. Dadurch wird der Ma schendraht für den gewünschten Zweck schon nach wenigen Jahren unbrauchbar, und das um so mehr, als beim Aufwickeln des Maschendrahtes nach Gebrauch im Frühjahr sich gerade die durch Rost geschwächten Teile der Drähte biegen, und an diesen Stellen reisst dann der Maschendraht bei der geringsten Beanspruchung.
Das Einziehen der Streifen in den Maschendraht bei der Herstellung stellt einen beträchtlichen Aufwand dar, und ausserdem führt die Verwendung eines durchgehenden Maschendrahtzaunes als Träger für die Streifen zu hohen Kosten, die insbesondere im Hinblick auf die weiterhin bestehenden Nachteile hinsichtlich der schnellen Alte rung zu einer Unrentabilität eines solchen Schneefang zaunes führen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alle diese Nachteile der bekannten Schneefangzäune zu vermeiden und einen Schneefangzaun zu schaffen, der äusserst billig, wirksam, leicht auf- und abzubauen, einfach zu transportieren, raumsparend zu lagern, einfach zu repa rieren und auch alterungsbeständig ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird da durch gelöst, dass die Schneefangmittel aus einer im wesentlichen der Breite des Schneefangzauns entspre chenden fortlaufenden Bahn aus Kunststoff oder Metall bestehen, die mit einem im wesentlichen regelmässigen Muster von Durchbrüchen versehen und die durch Haltemittel an den Stützen gehalten ist.
Die Erfindung verwendet also nicht wie bei dem bekannten Schneefangzaun Streifen als windhemmende Mittel, die eine Halterung durch einen Maschendraht erfordern, sondern ganz einfach eine fortlaufende Bahn, die sich im einfachsten Fall selbst halten kann. Die Bahn hat eine der Breite bzw. der Höhe des Schneefangzauns entsprechende Abmessung und ist so mit Durchbrüchen versehen, dass insgesamt ein Muster gebildet ist, von dem man auch sagen könnte, dass es aus einzelnen Stegen oder Streifen aufgebaut ist, die an den Verbindungspunk ten ineinander übergehen und so eine aus einem Stück bestehende Bahn bilden.
Während bei dem bekannten Schneefangzaun ein Maschenwerk zur Halterung von geradlinigen Windfangstreifen verwendet ist, wird bei der Erfindung praktisch ein Maschenwerk aus schneefangen den Streifen verwendet, und dieses Maschenwerk kann sich unmittelbar an den Stützen halten. Dadurch ergeben sich ganz grundlegende Vorteile.
Die Durchbrüche bzw. das Muster der Streifen lassen sich sehr einfach maschinell herstellen. Sie können im einfachsten Fall auch zur Halterung an den Stützen beitragen, die dabei abwechselnd durch die Durchbrüche gesteckt und in das Erdreich eingeschlagen sind. Zweck- mässig ist es auch, Drähte zur Halterung der Bahn zu verwenden, die abwechselnd horizontal durch die Durch brüche gefädelt und zwischen den Stützen verspannt sind.
Die Drähte zur Halterung der Bahn sind wegen der aufzunehmenden Kräfte verhältnismässig dick und kunst stoffummantelt, so dass keine Gefahr des schnellen Durchrostens besteht, wie das bei den Drähten des Maschendrahts für den oben geschilderten bekannten Schneefangzaun der Fall ist. Die Dauerhaftigkeit des erfindungsgemässen Schneefangzauns ist daher so gross, dass er sogar im Sommer stehenbleiben kann. Bricht trotzdem ein Draht, so kann dieser Schaden ganz einfach durch erneutes Verbinden der gerissenen Enden behoben werden.
Ist der Draht zu alt geworden, so dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, so ist es zur Behebung dieses Schadens lediglich erforderlich, einen neuen Draht einzu ziehen, was wegen der geschilderten Grösse der Durch brüche überhaupt keine Schwierigkeiten bereitet.
Trotz der guten Eigenschaften hinsichtlich der Unver- rutschbarkeit der Windfangelemente und der Festigkeit und Dauerhaftigkeit der haltenden Drähte ist die Flexibi lität des aus Abspanndrähten und Bahn bestehenden Gebildes gross und die Baudicke verhältnismässig gering, so dass es keine Schwierigkeiten bereitet, den Zaun nach Gebrauch im Winter aufzuwickeln. Solche Wickelrollen können sehr leicht gehandhabt und transportiert wer den.
Ihr Gewicht ist wegen des überwiegenden Anteils an Kunststoff gering.
Zweckmässigerweise verlaufen zwei Drähte jeweils an den Rändern der Bahn, so dass insbesondere die Ränder gehalten sind. In der Regel wird dann ein in der Mitte zwischen diesen beiden äusseren Drähten verlaufender mittlerer Draht zur Halterung der gesamten Bahn genü gen. Die Befestigung der Drähte kann in der bekannten Weise an vertikal stehenden Stützen erfolgen, zweckmäs- sig ist jedoch auch die Befestigung gemäss einer Weiter bildung der Erfindung an geneigt stehenden Stützen, so dass auch der Schneefangzaun schräg oder geneigt ver läuft.
Nach Aufstellen der schrägen Stützen, die zweck- mässig erweise aus Winkeln bestehen können, kann eine aufgerollte Bahn sehr einfach über die geneigten Schen. kel der Winkel gerollt werden, sie liegt dann bereits durch die Schwerkraft in der richtigen Lage auf, und dann braucht nur noch die Befestigung der Drähte an den Stützen zu erfolgen, um die Bahn endgültig ortsfest zu halten.
Gemäss einer anderen zweckmässigen Ausführungs form der Erfindung sind die Bahnen an den Stützen durch Stangen gehalten, die an den Stützen befestigt sind. Da die Halterung der Bahn bei dieser Ausführungsform der Erfindung über die gesamte Höhe und gleichmässig erfolgt, ist die Sicherheit gegen ungleichmässige Belastun gen der Bahn und damit die Sicherheit gegen Risse sehr hoch. Dadurch ist es möglich, die Bahn ohne horizontale Querdrähte zu halten.
Natürlich können zusätzlich zu den haltenden Stangen noch horizontal verlaufende Drähte eingezogen sein, die jedoch nicht durch Ösen oder Löcher in den Stützen gezogen zu werden brauchen, sie werden ebenfalls zwischen den Stangen und den Stützen gehalten. Dadurch vereinfacht sich der Aufbau beträcht lich, insbesondere bei Verwendung der schrägen Stützen. Nach Abrollen der Bahn und Auflegen auf die schräglie genden Stützen brauchen nur noch die Stangen in entsprechende Ösen an den Stützen eingeschoben zu werden. Die durch die Durchbrüche in der Bahn zu der Stange hin greifenden Ösen verhindern dabei gleichzeitig ein Verrutschen der Bahn entlang der Stützen.
Um den horizontalen Zug an den Enden der Bahn aufzufangen, ist es zweckmässig, die zugehörige Stange abwechselnd durch die Durchbrüche zu stecken, so dass der Horizon talzug über diese Stange auf die Stütze übertragen wird.
Neben Kunststoffbahenn können gegebenenfalls mit den gleichen Vorteilen auch Bahnen aus Metallfolien, beispielsweise aus Aluminiumfolien, verwendet wer den.
Anhand in der Zeichnung dargestellter Ausführungs beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsge- mässen Schneefangzauns, bei dem eine Kunststoffbahn im wesentlichen senkrecht steht, Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform des erfin- dungsgemässen Schneefan-Zauns, bei dem die Kunst stoffbahn geneigt, und zwar um 30 , verläuft,
Fig.3 und 4 zeigen verschiedene Muster für die Anordnung der Durchbrüche und Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfin- dungsgemässen Schneefan-Zauns, bei der die Kunststoff bahn durch Stangen an den Stützen gehalten ist.
In Fig.l sind zwischen senkrecht in den Boden geschlagenen Pfählen 1 Drähte 2, 3 und 4 gespannt, die abwechselnd von der einen und von der anderen Seite durch Durchbrüche 5 in einer Kunststoffbahn 6 gefädelt sind und dadurch die Kunststoffbahn 6 festhalten. Die Drähte 2 und 4 verlaufen an den Rändern durch die Durchbrüche 5 und geben dadurch nicht nur den Rän dern 7 und 8 der Kunststoffbahn 6 einen ausreichenden Halt, vielmehr sichern sie auch die Kunststoffbahn 6 gegen Verschiebungen quer zu ihrer Längsausdehnung.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel endet die Kunststoffbahn 6 vor den Pfählen 1, und zu dem nächst benachbarten Pfahl hin beginnt eine neue Kunststoffbahn 9. Eine derartige Unterteilung der im Grunde fortlaufen den Kunststoffbahn ist aus Gründen der einfachen Reparatur, Handhabung und Lagerung zweckmässig, jedoch können die Kunststoffbahnen auch durchaus an den Pfählen 1 vorbeilaufen und so alle aus einer langen Bahn gebildet sein.
Der linke der Pfähle 1 ist durch Drähte 10, 11 und 12 abgespannt, die so die Spannkräfte für die Drähte 2, 3 und 4. aufnehmen.
Fig.2 zeigt eine andere Ausführungsform des erfin- dungsgemässen Schneefangzauns, bei dem die Drähte 2. 3 und 4 zwischen Schenkeln 13 von mit ihren Enden auf dem Erdboden sich abstützenden Winkeln 14 gespannt sind. Die Kunststoffbahn 6 verläuft in diesem Fall also in einer Ebene, die zur Senkrechten um 30 geneigt ist. Durch eine derartige Neigung soll die Wirkung des Schneefangzaunes verbessert und ausserdem soll dadurch die Aufstellung erleichtert werden.
Die Abstützung der Schenkelenden der Winkel 14 erfolgt über Füsse 15, die senkrecht stehen und gleichzei tig als Abstützungen für die Kunststoffbahn dienen und sich beim Aufstellen des Schneefan-Zauns und beim Spannen der Drähte etwas in das Erdreich eingraben und dadurch die Standfestigkeit des Schneefa ngza,uns erhö hen. Der linke der Winkel 14 am Ende des Schneefan zauns ist durch einen Abspanndraht 16 und einen Pflock 17 abgespannt, damit so die Zugkräfte an den Drähten 2, 3 und 4 aufgenommen werden.
Bei dem in Fig.2 dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich zwischen den einzelnen Abstützungen nicht jeweils Einzelbahnen wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1, vielmehr läuft die Kunststoffbahn 6 über alle Stützen hinweg und besteht so aus einem Stück.
Sie weist jedoch anders als bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 schlitzförmige Durchbrüche 18 auf, die mit ihrer längsten Ausdehnung in der Horizontalen liegen. Dies kann unter Umständen für das Einfädeln der Drähte 2, 3 und 4 günstiger sein.
In Fig. 3 ist ein Teil der Kunststoffbahn 6 dargestellt, in dem Durchbrüche 19 zwar im wesentlichen die gleiche Form und Ausrichtung haben wie die Durchbrüche 18 bei dem Schneefangzaun gemäss Fig. 2, jedoch sind die in benachbarten Reihen nebeneinanderliegenden Durchbrü che 19 gegeneinander versetzt, wodurch sich eine gewisse Elastizität quer zur Längsausdehnung der Kunststoff bahn 6 ergibt.
Fig.4 zeigt eine Kunststoffbahn 6, deren Durchbrü che 20 in Form und Ausrichtung im wesentlichen den Durchbrüchen 5 in Fig. 1 entsprechen, jedoch sind die in Längsrichtung in zwei Reihen parallel nebeneinanderlie- genden Durchbrüche gegenseitig versetzt. Dadurch erge ben sich im Prinzip die gleichen Vorteile hinsichtlich der Elastizität in Querrichtung wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform eines erfindungs- gemässen Schneefangzauns dargestellt, die im wesentli chen der Ausführungsform gemäss Fig. 2 entspricht, und entsprechend sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszei chen versehen.' Ein Unterschied besteht jedoch darin, dass keine Drähte 2, 3 und 4 wie in Fig. 2 abwechselnd durch die Durchbrüche gezogen sind, vielmehr wird die Kunststoffbahn durch eine Stange 21 an dem Schenkel 13 gehalten. An dem Schenkel 13 befinden sich Ösen 22, die durch die Durchbrüche in der Kunststoffbahn ragen und durch die die Stange 21 gesteckt ist.
Die Montage ist bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemässen Schneefangzauns ganz besonders einfach und haltbar. Die Kunststoffbahn wird abgerollt und dabei auf die Schenkel 13 aufgelegt. In diesem Zustand werden die Kunststoffbahnen bereits proviso risch durch die Schwerkraft und auch durch die durch die Durchbrüche ragenden Ösen 22 gehalten. Danach werden die Stangen 21 durch die Ösen 22 gesteckt. Damit ist die Montage bereits beendet. Die Demontage ge schieht entsprechend einfach in umgekehrter Reihenfol ge.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 ist das linke Ende der Kunststoffbahn des nur teilweise dargestellten Schneefangzauns durch Drähte 23 an dem zugehörigen Schenkel 13 befestigt. Stattdessen ist es unter Umständen zweckmässig, durch die am Ende liegenden Durchbrüche eine Stange 21 abwechselnd und dabei gleichzeitig durch Ösen 22 zu stecken, die dann auch an dieser Stütze vorhanden sind. Bei dieser Ausführungsform sind dann alle Stützen und alle Befestigungen der Kunststoffbahn an allen Stützen gleich.