CH463525A - Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergsäure-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergsäure-Derivaten

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CH463525A
CH463525A CH1468565A CH1468565A CH463525A CH 463525 A CH463525 A CH 463525A CH 1468565 A CH1468565 A CH 1468565A CH 1468565 A CH1468565 A CH 1468565A CH 463525 A CH463525 A CH 463525A
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CH
Switzerland
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acid
general formula
new
salts
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Application number
CH1468565A
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English (en)
Inventor
Albert Dr Hofmann
Franz Dr Troxler
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D457/00Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid
    • C07D457/04Heterocyclic compounds containing indolo [4, 3-f, g] quinoline ring systems, e.g. derivatives of ergoline, of the formula:, e.g. lysergic acid with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached in position 8
    • C07D457/06Lysergic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergsäure-Derivaten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen der allgemeinen Formel I (siehe Formelblatt), worin   Rt    für Wasserstoff oder die Methylgruppe steht und   R2    und R3 je eine durch eine Hydroxygruppe substituierte Alkylgruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen bedeuten und    xy    für die Gruppierung
EMI1.1     
 steht und ihren Salzen.



   Zu den Verbindungen der allg. Formel I und ihren Salzen kann man gelangen, indem man ein reaktionsfähiges funktionelles Säurederivat einer Säure der allgemeinen Formel II, worin    xy    und   Rj    obige Bedeutung haben, mit Verbindungen der allg. Formel III, worin R2 und R3 obige Bedeutung haben, auf an sich bekanne Weise umsetzt und die so erhaltenen Verbindungen der allg. Formel I gegebenenfalls anschliessend auf an sich bekannte Weise in ihre Salze überführt.



   Als reaktionsfähige funktionelle Säurederivate der Säuren der allg. Formel II kommen deren Azide, deren Säurechloride-hydrochloride und deren gemischte Anhydride mit Schwefelsäure in Betracht.



   Eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass man die auf an sich bekannte Weise erhaltene Lösung des Azids einer Säure der allg. Formel II in einem inerten organischen Lösungsmittel mit einem   Überschuss    eines Amins der allgemeinen Formel III (zumindest 2 Mol) vorzugsweise bei Temperatur von   0-5"    versetzt und das Reaktionsgemisch einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lässt. An Stelle eines Überschusses an Amin können auch andere säurebindende Mittel verwendet werden, so hat sich z. B. die Verwendung einer Suspension von Kaliumcarbonat in einem Gemisch des Amins mit Isopropanol und abs. Äther als vorteilhaft erwiesen.

   Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches und die Isolierung der Verbindung der allgemeinen Formel I daraus geschieht zweckmässigerweise nach für Amide der Lysergsäure an sich bekannten Methoden, z B. Chromatographie, Kristallisation und/oder Reinigung über Salze mit organischen oder anorganischen Säuren.



   Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass man eine auf an sich bekannte Weise bereitete Lösung (z. B. in Acetonitril oder Dimethylformamid) eines gemischten Anhydrids einer Säure der allg. Formel II und Schwefelsäure mit 3-5 Mol eines Amins der allgemeinen Formel III, zweckmässigerweise in Verdünnung mit dem gleichen Lösungsmittel versetzt und zur Umsetzung während einiger Minuten bei -30 bis   +20     stehen lässt. Zur Aufarbeitung wird der entstandene Komplex bei tiefer Temperatur durch Zusatz von Wasser zerstört und aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch die Verbindung der allgemeinen Formel I auf an sich bekannte Weise z. B. durch Extraktion, Chromatographie und/oder Kristallisation isoliert und gereinigt.



   Weiter können die neuen   d-Lysergsäure-alkanol-    amide der allgemeinen Formel I erfindungsgemäss auch durch Umsetzung von Säurechloriden-hydrochloriden von Verbindungen der allgemeinen Formel II mit entsprechenden Aminen der allgemeinen Formel III in einem organischen Lösungsmittel hergestellt werden.



  Dieses Verfahren wird vorteilhafterweise so durchge  führt, dass man die Säurechloride-hydrochloride in abs. Chloroform, Methylenchlorid, Schwefelkohlenstoff, Tetrahydrofuran oder einem Gemisch dieser Lösungsmittel mit Isopropanol oder tert. Butanol aufschlämmt und mit einem   Überschuss    (zumindest 2 Mol) der Aminkomponente, gegebenenfalls in einem organischen Lösungsmittel, versetzt. Die Reaktionslösung wird hiernach mit verdünnter Sodalösung versetzt und das Amid mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel extrahiert. Nach Abdampfen dieses Lösungsmittels kristallisiert das gewünschte Amid entweder als freie Base aus dem Eindampfrückstand aus oder wird durch Chromatographie und/oder Kristallisation gereinigt oder lässt sich als Salz einer organischen oder anorganischen Säure isolieren.

   Auch in dieser Verfahrensvariante kann der   Überschuss    eines Amins der allgemeinen Formel III durch ein anderes säurebindendes Mittel ersetzt werden.



   Die nach den obigen Verfahren erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I, die nach der Aufarbeitung in amorpher oder kristalliner Form vorliegen, können anschliessend auf an sich bekannte Weise durch Reaktion mit organischen oder anorganischen Säuren in ihre Säureadditionssalze übergeführt werden.



  Als Säuren kommen hierfür beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Fumarsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Essigsäure oder Weinsäure in Betracht.



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I und ihre Salze mit physiologisch verträglichen organischen oder anorganischen Säuren zeichnen sich durch starke serotoninantagonistische Aktivität in vitro und in vivo sowie durch eine gewisse   konstriktorische    Wirkung auf die glatte Gefässmuskulatur aus. Sie sind geeignet zur chronischen Intervallbehandlung von vaskulären Kopfschmerzen wie Migräne, Horton-Syndrom und ähnlichen Krankheitsbildern. Sie können auch mit Erfolg in der Therapie von rheumatischen Affektionen, insbesondere bei entzündlichen Formen wie primär chronischem Gelenkrheumatismus, Bursitiden und Tendinosen verwendet werden. Sie sind auch geeignet zur Behandlung des Carcinoidsyndroms.



   Die Verbindungen und ihre Salze mit therapeutisch verträglichen Säuren können als Arzneimittel allein oder in entsprechenden Arzneiformen für enterale oder parenterale Verabreichung verwendet werden. Zwecks Herstellung geeigneter Arzneiformen werden diese mit anorganischen oder organischen, pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verarbeitet. Als Hilfsstoffe werden verwendet zum Beispiel für Tabletten und Dragees: Milchzucker, Stärke, Talk,
Stearinsäure usw. für Sirupe: Rohrzucker-, Invert zucker-,   Glucoselösungen    u. a. für   Injektionspräparate:    Wasser, Alkohole,
Glycerol, pflanzliche Öle und dergl.



   Natürliche oder gehärtete für Suppositorien: Öle und Wachse u. a. mehr
Zudem können die Zubereitungen geeignete Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel, Lösungsvermittler, Süss- und Farbstoffe, Aromantien usw. enthalten.



   In den nachfolgenden Beispielen, die die Ausführung des Verfahrens erläutern, den Umfang der Erfindung aber in keiner Weise schmälern sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden. Die Schmelzpunkte sind korrigiert.
EMI2.1     




   Formel I Formel   II    Formel   111   
Beispiel 1 d-Lysergsäure-diäthanolamid
Zu einer auf   0"    gekühlten Suspension von 5 g   d-Lysergsäure-chlorid-hydrochlorid    in 350 ml Methylenchlorid lässt man unter Rühren eine Lösung von 5 g Diäthanolamin in 50 ml abs. Tetrahydrofuran laufen, rührt noch 30 Min. ohne Kühlung, schüttelt hierauf zwischen verdünnter Sodalösung und Chloroform aus und verdampft die über Potasche getrocknete organische Phase. Den Trockenrückstand löst man in Chloroform   + 10      o/o    Methanol und filtriert die Lösung durch eine kurze Säule aus Silicagel; nach dem Verdampfen des Filtrats zur Trockne verbleibt ein farbloser Schaum, der nicht zur Kristallisation zu bringen ist.



     [a] D20    = +160 (c = 0,5 in Pyridin).



   Keller'sche Farbreaktion: blau.  



   Beispiel 2
1-Methyl-d-lysergsäure-diäthanolamid
Zu einer auf   0     gekühlten Suspension von 6 g 1-Methyl-d-lysergsäure-chlorid-hydrochlorid in 350 ml abs. Methylenchlorid gibt man unter Rühren eine Lösung von 10 g Diäthanolamin in 100 ml Tetrahydrofuran, führt noch 30 Minuten ohne Kühlung, schüttelt hierauf zwischen verdünnter Sodalösung und Chloroform aus, und verdampft die über Potasche getrocknete organische Phase im Vakuum zur Trockne. Den Trockenrückstand chromatographiert man an einer Säule von Aluminiumoxyd, wobei die im Titel genannte Verbindung mit Chloroform   +1-3 O/o    Alkohol ins Filtrat gewaschen wird.



     [a] D20    =   +290    (c = 0,5 in Pyridin).



     Bimaleinat:    Smp.   i42-1440       [a] 20    = +250 (c = 0,5 in Wasser)
Keller'sche   Farbreaktion:    blau.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin Rt für Wasserstoff oder die Methylgruppe steht und R2 und R3 je eine durch eine Hydroxygruppe substituierte Alkylgruppe mit 14 Kohlenstoffatomen bedeuten und xy für die Gruppierung EMI3.1 steht, und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein reaktionsfähiges funktionelles Säurederivat einer Säure der allgemeinen Formel II, worin Rt und xy obige Bedeutung haben, mit einem Amin der allgemeinen Formel III, worin R2 und R3 obige Bedeutung haben,
    umsetzt und die dabei erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel I gegebenenfalls anschliessend durch Reaktion mit organischen oder anorganischen Säuren in ihre Säureadditionssalze überführt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als reaktionsfähige funktionelle Säurede private einer Säure der allgemeinen Formel II deren Azide, Säurechloride-hydrochloride oder deren gemischte Anhydride mit Schwefelsäure verwendet werden.
CH1468565A 1965-10-25 1965-10-25 Verfahren zur Herstellung von neuen Lysergsäure-Derivaten CH463525A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP4219490A1 (de) * 2019-03-07 2023-08-02 Arbormentis LLC Zusammensetzungen und verwendung von substanzen mit neuralen plastizitätsaktionen mit nichtpsychedelischer/psychotomimetischer dosierung und deren formulierungen

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EP4219490A1 (de) * 2019-03-07 2023-08-02 Arbormentis LLC Zusammensetzungen und verwendung von substanzen mit neuralen plastizitätsaktionen mit nichtpsychedelischer/psychotomimetischer dosierung und deren formulierungen

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