CH451889A - Verfahren zum Aufarbeiten einer gasförmigen Mischung von Ammoniak und Kohlendioxyd - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten einer gasförmigen Mischung von Ammoniak und Kohlendioxyd

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CH451889A
CH451889A CH572362A CH572362A CH451889A CH 451889 A CH451889 A CH 451889A CH 572362 A CH572362 A CH 572362A CH 572362 A CH572362 A CH 572362A CH 451889 A CH451889 A CH 451889A
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ammonia
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carbon dioxide
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alkanolamine
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CH572362A
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O Wentworth Theodore
W Jr Nisbet Lawrence
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Allied Chem
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/12Separation of ammonia from gases and vapours

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  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description


  Verfahren zum Aufarbeiten einer gasförmigen Mischung von Ammoniak und       Kohlendioxyd       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbei  tung von     Gasgemischen    aus Ammoniak und Kohlen  dioxyd.  



  Gemische aus Ammoniak und Kohlendioxyd, ent  weder allein oder     in    Verbindung mit anderen Gasen,  wie z. B. Wasserdampf fallen in einer Anzahl von  Industrien an. Zum     Beispiel    treten Mischungen aus  Ammoniak, Kohlendioxyd und Wasserdampf bei be  kannten     Harnstoffsyntheseverfahren    auf,     in    denen Harn  stoff aus Ammoniak und Kohlendioxyd hergestellt wird,  die in einer ersten Reaktionsstufe     Ammoniumcarbaminat          (Ammoniumcarbamat)    ergeben, welches unter gleich  zeitiger Wasserbildung     in    Harnstoff umgewandelt wird.  In diesem Zusammenhang wird auf den Artikel von  W.

   H.     Tonn,        Jr.    in      Chemical        Engineering ,    Oktober  1955, Seiten 186-190 verwiesen. Die Umwandlung von       Carbaminat    in Harnstoff ist jedoch nicht vollständig,  und ein relativ grosser     überschuss    an Ammoniak wird  gewöhnlich verwandt, um die Reaktion zu vollenden.  Wird der     Produktefluss    aus solcher Reaktion durch ein       Druckminderungsventil    geleitet, so spaltet sich das un  veränderte     Carbaminat    in dem     Produktefluss    in Am  moniak und Kohlendioxyd, wobei ein Abgasstrom ent  steht, der Ammoniak, Kohlendioxyd und Wasserdampf  enthält.

   Die Wirtschaftlichkeit des bekannten Harn  stoffherstellungsverfahrens erfordert die Wiedergewin  nung und/oder erneute Wiedereinführung der nicht  umgesetzten Stoffe in den Abgasstrom, besonders des  Ammoniaks, und es     ist    wünschenswert, das gesamte  Ammoniak von dem Kohlendioxyd zu trennen, um die  Bildung von     Ammoniumcarbonat    oder     Ammonium-          carbaminat    in den Kompressoren,     Kondensoren    oder  den     Rückführleitungen    zu verhindern.  



  Die Entfernung von Kohlendioxyd auch Ammoniak  enthaltenden Gasgemischen durch Absorption mittels  schwacher Basen, wie z. B.     Natriumcarbonat,        Kalium-          carbonat    und wasserlöslichen Aminen, insbesondere  wasserlöslichen     Alkanolaminen,    wie z. B. Mono-, Di-    und     Tri-äthanolamin,        Propanolamin    und dergleichen,  ist bereits vorgeschlagen worden.

   Die Verwendung sol  cher Verbindungen, besonders der     Alkanolamine,    zur  Trennung von Kohlendioxyd von Ammoniak führt zu  Schwierigkeiten, da auch     Alkanolamine    etwas Ammo  niak absorbieren, und bei der Regenerierung wiederum  eine Mischung aus Kohlendioxyd und Ammoniak ent  steht. Die vorliegende Erfindung liefert jedoch Möglich  keiten zur vollständigen Trennung des Ammoniaks aus  einer Mischung von Ammoniak und Kohlendioxyd, in  der das     Molverhältnis    von Ammoniak zu Kohlendioxyd  mindestens 1 : 1 beträgt und bis zu 95 : 1 gehen kann  und auch aus einer solchen     :Mischung    aus Ammoniak  und Kohlendioxyd, die Wasserdampf bis zur Sättigung  enthält.

   Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass  die Mischung     in    einer ersten     Siufe    mit in flüssiger Form  vorliegendem     Alkanolamin        in    Kontakt gebracht wird,  wobei Kohlendioxyd und Ammoniak absorbiert wer  den, dass ferner in der ersten Stufe nicht absorbiertes       Ammoniakgas    entfernt wird und das mit Kohlendioxyd  angereicherte     Alkanolamin    von- der ersten Stufe einer  zweiten Stufe zugeführt und darin zur Freisetzung von  Kohlendioxyd und Ammoniak erwärmt wird; dass wei  terhin das in flüssiger Form vorliegende     Alkanolamin     von der zweiten Stufe und ferner freigesetztes Kohlen  dioxyd und Ammoniak von dieser Stufe abgezogen wer  den;

   dass ferner das freigesetzte Kohlendioxyd und  Ammoniak in einer dritten Stufe mit Wasser zusammen  gebracht werden, dass das Ammoniak gelöst wird und  das Kohlendioxyd von der dritten Stufe abgeleitet wird;  dass weiterhin das gelöstes Ammoniak enthaltende  Wasser von der dritten Stufe abgeleitet und dann in  eine Trennzone gebracht wird, deren Druck grösser als  der der ersten Stufe ist, und in der es erhitzt wird, wobei  gasförmiges Ammoniak erzeugt wird, das von der  Trennzone abgeleitet und in die erste Stufe zurück  geführt wird; und dass schliesslich das fast vollständig  von gelöstem Ammoniak freie Wasser von der vierten  Stufe abgezogen wird.

        Zwar kann das     Molverhältnis    von Ammoniak zu  Kohlendioxyd in der Gasmischung von mehr als<B>95:</B> 1  bis 1 : 1 schwanken, liegt aber     vorzugsweise    in der  Grössenordnung von etwa 8: 1 bis 1 : 1. Wird eine  Wasserdampf enthaltende Mischung erfindungsgemäss  behandelt, so übersteigt das     Molverhältnis    von Wasser  zu der Gesamtzahl von Molen an Ammoniak und Koh  lendioxyd vorzugsweise nicht den Wert von etwa  0,25 : 1.  



  Die für das erfindungsgemässe Verfahren geeigneten       Alkanolamine    umfassen Mono-,     Di-    und     Triäthanol-          amin,        Propanolamin    und dergleichen. Es wurde gefun  den, dass es besonders günstig ist,     Monoäthanolamin    in  dem erfindungsgemässen Verfahren zu verwenden.  



  Die in jeder Stufe der Erfindung angewandten  Arbeitsbedingungen können innerhalb oberer und unte  rer Grenzen schwanken, die sich aus für den Fachmann  gegebenen praktischen Erwägungen ergeben. So z. B.  ist das flüssige     Alkanolamin,    das in die erste Stufe ein  geführt wird, dasjenige, das in der zweiten regeneriert  wurde, und es kann in die erste Stufe bei einer Tem  peratur von etwa     24=    bis etwa     60i    eingeführt werden  und kann bis 50     Gew.        ,lo#    Wasser enthalten.

   Die Tem  peratur des von dem Boden der ersten Stufe ab  geleiteten angereicherten     Alkanolamins    kann gleicher  massen schwanken, wobei die Temperatur weitgehend  von der Temperatur der in die erste Stufe kommenden  Gasmischung, der Temperatur des hinzukommenden  regenerierten     Alkanolamins,    dein Wassergehalt des hin  zukommenden regenerierten     Alkanolainins,    dem Be  triebsdruck, der Anzahl an in der ersten Kontaktstufe  verwendeten wärmeabführenden Kühlvorrichtungen ab  hängt und davon, wieviel flüssiges Ammoniak in die  Absorptionsvorrichtung     zurückfliesst.    Vorzugsweise wird  die höchste einen übermässigen     Alkanolaminabbau    aus  schliessende Temperatur verwendet, d. h.

   eine Tem  peratur der Böden der Absorptionsvorrichtung, die für       Monoäthanolamin    in der Grössenordnung von 104     bis          160     C liegt.  



  Die Temperatur in der zweiten Stufe, in der das  angereicherte     Alkanolamin    erwärmt wird, um das ab  sorbierte Kohlendioxyd, Ammoniak und Wasserdampf  frei zu geben, kann innerhalb der Grössenordnung von  etwa 149-C bis zu einer Temperatur, bei der ein  übermässiger     Alkanolaminabbau    stattfindet, schwanken,  d. h. für     Monoäthanolamin    bei 188  C, wobei die bei  dem Verfahren angewandte spezielle Temperatur von  dem Druck in der zweiten Stufe, dem besonderen ver  wendeten     Alkanolamin    und dem Wassergehalt des ab  geleiteten regenerierten     Alkanolamins        abhängt.     



  Der     Wasserwaschprozess    wird in der dritten Stufe  ausgeführt, zweckmässig mit einer Wassermenge und bei  einer Temperatur, bei denen das Ammoniak gelöst und  der grösste Teil des Kohlendioxyds nicht gelöst wird,  wobei die Temperatur vorzugsweise zwischen 0 und       49'i    C liegt. Das gelöstes Ammoniak enthaltende Wasch  wasser wird dann in die vierte Stufe gepumpt, die als  Trennzone dient und bei einem Druck, der grösser als  der der ersten Stufe ist, gehalten wird.

   Das Waschwasser  wird in der Trennzone erhitzt, vorzugsweise durch Ein  führung von Dampf bis zu einer Temperatur, die aus  reicht, einen     Ammoniakgasstrom    zu schaffen, der bei  einem Druck, der etwas über dem der ersten Stufe liegt,  etwas Kohlendioxyd enthält, so dass der Ammoniak  gasstrom unmittelbar in die erste Stufe zurückgeführt  werden kann. Die Temperatur der in der vierten Stufe  liegenden Trennzone liegt gewöhnlich in einem Bereich    von etwa 102 bis 218  C und der Druck kann, wie in  der ersten Stufe,     in        einer    Grössenordnung von 1 bis  20 Atmosphären liegen oder höher sein, sofern er     grösser     als in der ersten Stufe ist.  



  Schliesslich kann das erfindungsgemässe Verfahren  unter allen geeigneten     Druckverhältnissen    einschliesslich  atmosphärischem Druck ausgeführt werden. Wenn das  Ammoniak verflüssigt werden soll, z. B. um es der       Harnstoffsynthese    wieder zuzuführen, wird die erste  Stufe vorzugsweise bei Drücken über     Atmosphärendrük-          ken    bis zu 20 atü oder mehr betrieben. Für das Absorp  tionsverfahren bei so hohen Drücken wird das vorzugs  weise flüssige Ammoniak in die     Absorptionsvorrichtung     zurückgeleitet.

   Gleichermassen können die zweite Stufe,  in der das     Alkanolamin    regeneriert wird und die dritte       Ammoniakabsorp".ionsstufe    bei etwas erhöhten Drücken  betrieben werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird beispiels  weise in Verbindung mit der Zeichnung im folgenden  näher erläutert:  <I>Beispiel</I>  Eine aus 3193 kg;     Std.    Ammoniak, 4132     kg/Std.     Kohlendioxyd und 857 kg;     Std.    Wasserdampf bestehende  Gasmischung, die bei einer Temperatur von 127v C und  einem Druck von 2.10 atü bei der     Harnstoffsynthese     erhalten wird, wird mittels der Leitung 10 in den Boden  der Absorptionsvorrichtung 11 eingeführt. Ebenfalls in  den Boden der Absorptionsvorrichtung wird durch die  Leitung 13 ein aus 703     kg/Std.    Ammoniak, 417 kg/Std.

    Wasserdampf und 1003     kg/Std.    Kohlendioxyd beste  hendes Gasgemisch bei einer Temperatur von<B>931</B> C  und einem Druck von 2.10 atü eingeführt. Die Gas  mischung in der Absorptionsvorrichtung 11 wird mit  dem aus 43 190     kg%Std.        Monoäthanolamin,    163 kg/Std.  Kohlendioxyd, 200 kg/Std. Wasser bestehenden Strom,  der in den oberen Teil der Absorptionsvorrichtung 11       b--i    einer Temperatur von 38  C und einem Druck  von 2.10 atü durch Leitung 14 eingeleitet wird, in Kon  takt gebracht. Das     Monoäthanolamin    absorbiert das  gesamte Wasser und Kohlendioxyd und einen Teil des  in der Absorptionsvorrichtung 11 anwesenden Ammo  niaks.

   Somit wird ein aus 43 190 kg     /Std.        Monoäthanol-          amin,    5080     kg%Std.    Kohlendioxyd, 703 kg/Std. Ammo  niak und 1475     kg/Std.    Wasser bestehender flüssiger  Strom bei einer Temperatur von 135  C und einem  Druck von 2.24 atü von dem Boden der Absorptions  vorrichtung 11 durch eine Leitung 15 abgeleitet. Durch  eine Leitung 16     wird    ein Strom aus flüssigem Ammoniak  bei einer Temperatur von 15'i C und einem Druck von  10.5 atü als nicht absorbierter     Rückfluss    in den oberen  Teil der Absorptionsvorrichtung mit einer Geschwindig  keit von 955 kg/Std. geleitet.

   Ein Strom aus     flüssigem     Ammoniak wird bei einer Temperatur von -9.44  C  und einem Druck von 2.10 atü von dem oberen Teil  der Absorptionsvorrichtung 11 durch eine Leitung 17  mit einer Geschwindigkeit von 4151     kg/Std.    abgezogen  und in ein nicht gezeichnetes Kondensationssystem ge  leitet.  



  Der flüssige Strom der Leitung 15 wird in den  oberen Teil     eines        Desorbers    18 geleitet, der bei einer  Temperatur von<B>90'</B> C und einem Druck von 0,07 atü  gehalten wird, wobei absorbiertes Ammoniak, Kohlen  dioxyd und Wasser in Form von Gasen frei werden.  Die frei gewordenen Gase werden von dem oberen Teil  der     Desorptionsvorrichtung    18 durch die Leitung 19  mit     einer    Geschwindigkeit von 703     kg/Std.    Ammoniak,      5131     kg/Std.    Kohlendioxyd und 1275 kg/Std. Wasser  dampf abgeleitet. Ein aus 43 190 kg/Std. Monoäthanol  amin, 163 kg/Std. Kohlendioxyd und 200 kg/Std.

   Was  ser bestehender flüssiger Strom wird bei einer Tempera  tur von 177  C und einem Druck von 0.35 atü von dem  Boden der     Desorptionsvorrichtung        mittels    einer Leitung  21 abgezogen, durch den     Kühler    22 geleitet, in dem die       Temperatur    des Stromes auf 38  C     reduziert    wird und  wird dann durch die     Leitung    14 zurück in die     Absorp-          tionsvorrichtung    11 geleitet.  



  Die Gase der Leitung 19 werden in den Boden einer  Waschvorrichtung 23 geleitet, die bei einer Temperatur  von 60  C und einem Druck von 0.14 atü gehalten wird.  An dem oberen Teil des     Skrubbers    23 wird     mittels     einer Leitung 24 5615 kg/Std. Wasser bei einer Tem  peratur von 38  C eingeleitet, wodurch ein Gegenstrom  von Wasser und einem Ammoniak enthaltenden Gas  entsteht, was zu Absorption von Ammoniak durch das  Wasser führt. Die nicht absorbierten Gase werden von  dem oberen Teil des     Skrubbers    23     mittels    einer Leitung  25 in Form eines 4132     kg/Std.    Kohlendioxyd und  122 kg/Std.

   Wasserdampf enthaltenden Stromes bei  einer Temperatur von 38 C     und    einem Druck von 0 atü  abgeleitet. Von dem Boden des     Skrubbers    23 wird       mittels    einer     Leitung    26 ein aus 703 kg/Std. Ammoniak,  1003     kg/Std.    Kohlendioxyd und 10 223 kg/Std. Wasser  bestehender Strom bei einer Temperatur von 60  C  und einem Druck von 0.14 atü abgeleitet.  



  Der Strom der Leitung 26 wird dann durch einen Er  hitzer 27 hindurch     in    den oberen Teil der     Abtrennvor-          richtung    28 geleitet, wo er gegenläufig mit 2567 kg/Std.  Dampf     in    Kontakt gebracht wird, der bei einem Druck  von 2.31 atü durch eine Leitung 29 eingeführt wird,  und wo die Trennung des Ammoniaks vom Wasser be  wirkt wird. Ein aus 703 kg/Std. Ammoniak, 417 kg/Std.  Wasserdampf und 1003 kg/Std.     Kohlendioxyd    bestehen  der Strom wird von dem oberen     Teil    der     Abtrennvor-          richtung    bei einer Temperatur von<B>93'</B> C und einem  Druck von 2.10 atü mittels Leitung 13 abgeleitet.

   Dieser  Strom wird, wie oben erwähnt, zu dem Absorber 11  zurückgeleitet.  



  Ein aus 8917 kg/Std. Wasser bestehender Strom  wird bei einer Temperatur von 134  C von dem Boden  der     Abtrennvorrichtung    28 durch eine Leitung 30 ab  geleitet. Dieser Strom wird durch den     Austauscher    27  hindurchgeleitet und verteilt sich dann in Leitungen 31  und 33. Durch die Leitung 31 werden 3302 kg/Std.  Wasser dem System entzogen und durch die Leitung 33  werden 5615 kg/Std. Wasser durch den     Austauscher    32  geleitet, in dem die Temperatur des Wassers auf 38  C  vermindert wird. Dieser Strom wird aus dem     Aus-          tauscher    32 mittels der Leitung 24 abgeleitet und zu  dem     Skrubber    23 zurückgeführt.  



  Der     Ammoniakstrom    der Leitung 17 kann gekühlt,  komprimiert und in die     Harnstoffsynthese    zurückgeleitet  werden. Der aus Kohlendioxyd und Wasser bestehende  Strom der Leitung 25 kann entweder ohne Ausnutzung  abgeleitet werden oder einem Trennverfahren zur Tren  nung des Kohlendioxyds vom Wasser unterzogen wer  den. Der Wasserstrom der Leitung 31     kann    ohne Aus  nutzung abgeleitet oder als Kühlwasser in dem System  verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Aufarbeiten einer gasförmigen Mi schung von Ammoniak und Kohlendioxyd, in der das Molverhältnis von Ammoniak zu Kohlendioxyd min destens 1 : 1 beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung in einer ersten Stufe mit in flüssiger Form vorliegendem Alkanolamin in Kontakt gebracht wird, wobei Kohlendioxyd und Ammoniak absorbiert wer den,
    dass ferner in der ersten Stufe nicht absorbiertes Ammoniakgas entfernt wird und das mit Kohlendioxyd angereicherte Alkanolamin von der ersten Stufe einer zweiten Stufe zugeführt und darin zur Freisetzung von Kohlendioxyd und Ammoniak erwärmt wird, dass wei terhin das in flüssiger Form vorliegende Alkanolamin von der zweiten Stufe und ferner freigesetztes Kohlen dioxyd und Ammoniak von dieser Stufe abgezogen werden;
    dass ferner das freigesetzte Kohlendioxyd und Ammoniak in einer dritten Stufe mit Wasser zusammen gebracht werden, dass das Ammoniak gelöst wird und das Kohlendioxydgas von der dritten Stufe abgeleitet wird; dass weiterhin das gelöstes Ammoniak enthaltende Wasser von der dritten Stufe abgeleitet und dann in eine Trennzone gebracht wird, deren Druck grösser als der der ersten Stufe ist, und in der es erhitzt wird, wobei gasförmiges Ammoniak erzeugt wird, das von der Trennzone abgeleitet und in die erste Stufe zurück geführt wird; und dass schliesslich das fast vollständig von gelöstem Ammoniak freie Wasser aus der Trenn zone abgezogen wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Wasserdampf in dem in flüssiger Form vorliegenden Alkanolamin in der ersten Stufe absorbiert wird und das aus der ersten Stufe abgeleitete angerei cherte Alkanolamin gelöstes Wasser enthält, dass dieses Wasser durch Erwärmen des angereicherten Alkanol- amins in der zweiten Stufe als Dampf freigesetzt wird, dass der freigewordene Wasserdampf von der zweiten Stufe abgeleitet und in der dritten Stufe mit Wasser in Kontakt gebracht wird,
    und dass Wasser von der dritten Stufe entfernt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gelöstes Ammoniak enthaltende Wasser durch Dampf in der Trennzone erhitzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Alkanolamin bis zu 50 Gewichts prozent Wasser enthält, vorzugsweise jedoch bis zu etwa 25 %. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Alkanolamin Monoäthanolamin auf weist. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Molverhältnis von Ammoniak zu Kohlendioxyd in der gasförmigen Mischung 95 : 1 bis 1 : 1, vorzugsweise jedoch 8 : 1 bis 1 : 1 beträgt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die gasförmige Mischung Wasser bis zur Sättigung enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Molverhältnis von Wasser zu der Gesamtzahl an Molen Ammoniak und Kohlendioxyd bis zu 0,25 : 1 beträgt.
CH572362A 1961-05-12 1962-05-11 Verfahren zum Aufarbeiten einer gasförmigen Mischung von Ammoniak und Kohlendioxyd CH451889A (de)

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