CH448704A - Verfahren zum Schmelzen, Reinigen und Entlüften von Honig - Google Patents

Verfahren zum Schmelzen, Reinigen und Entlüften von Honig

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CH448704A
CH448704A CH1037563A CH1037563A CH448704A CH 448704 A CH448704 A CH 448704A CH 1037563 A CH1037563 A CH 1037563A CH 1037563 A CH1037563 A CH 1037563A CH 448704 A CH448704 A CH 448704A
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CH
Switzerland
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honey
melting
distillate
vacuum evaporation
cleaning
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CH1037563A
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Inventor
Kranz Berthold Ing Dr
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Canzler Fa Carl
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L21/00Marmalades, jams, jellies or the like; Products from apiculture; Preparation or treatment thereof
    • A23L21/20Products from apiculture, e.g. royal jelly or pollen; Substitutes therefor
    • A23L21/25Honey; Honey substitutes

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  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Jellies, Jams, And Syrups (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


  Verfahren zum     Schmelzen,    Reinigen und Entlüften von Honig    Wegen der     Temperaturempfindlichkeit    des Honigs  wird beim üblichen Schmelzen von Honig häufig eine  Schädigung des Honigs herbeigeführt. Es wurde bereits  ein Verfahren zum Schmelzen von Honig vorgeschlagen,  bei dem eine Schädigung des Honigs durch Beachtung  bestimmter Schmelztemperaturen und     -zeiten    vermieden  werden soll. Es hat sich indessen gezeigt, dass Honige mit  sehr niedrigem Wassergehalt mit dem erwähnten Verfah  ren nicht klar geschmolzen werden können, sondern  trübe bleiben.

   Bei sehr wasserarmen Honigen, wie sie im  Handel häufig auftreten, gelingt es zudem nicht, die  schlecht schmelzenden Bestandteile des Honigs bei der  maximal zulässigen Temperatur innerhalb der für diese  Honige höchstzulässigen Zeiten einwandfrei zu schmel  zen. Im Hinblick auf die Reinigung des Honigs von  Schmutzteilen ist es jedoch zweckmässig, sämtliche Ho  nigsorten möglichst leicht fliessbar zu verschmelzen, so  dass der Honig ohne Schwierigkeiten durch ein feinma  schiges Sieb gegeben werden kann. Schliesslich aber ist  ein klar     geschmolzener    Honig eine Forderung des Han  dels, da sich klare Honige leichter verkaufen lassen als  trübe.  



  Bei den bisher bekanntgewordenen Verfahren ist es  weiterhin nachteilig, dass es bei niedrigen Temperaturen  nicht gelingt, die im Honig fein verteilten Luftbläschen  restlos zu beseitigen. Die Beseitigung dieser Luftbläschen  ist     erforderlich,    da der Honig sonst auch aus diesem       Grunde    nicht klar werden würde. Man hat bereits  vorgeschlagen, die Luftteilchen durch Evakuieren des  Honigs zu beseitigen. Versuche haben jedoch gezeigt,  dass es bei zähflüssigen Honigen und niedrigen Tempera  turen nicht gelingt, die Luftbläschen ausschliesslich durch  Evakuieren zu entfernen.  



  Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde,  dass das Schmelzen des Honigs grundlegend dadurch  verbessert werden kann, dass man den Wassergehalt des  zu verarbeitenden Honigs erhöht. Der Zusatz von Fremd  wasser ist jedoch im Hinblick auf     gesetzliche    Vorschrif  ten nicht möglich.  



  Gemäss der Erfindung soll nun das Schmelzen,  Reinigen und Entlüften von Honig in der Weise erfolgen,  dass dem Honig das durch Vakuumverdampfung von    bereits geschmolzenem und gereinigtem Honig erhaltene  Destillat zugesetzt und die Mischung bei einer Tempera  tur, die noch keine Schädigung des Honigs hervorruft,  einige Stunden gerührt wird, wonach die Lösung gesiebt  und ihr im Vakuum soviel Destillat entzogen wird, dass  der Honig wieder den ursprünglichen Wassergehalt auf  weist.  



  Der Honig lässt sich durch die Behandlung nach dem       erfindungsgemässen    Verfahren ohne Verwendung von  Fremdwasser in einen leicht flüssigen Zustand bei     ver-          hältnismässig    niedrigen Temperaturen versetzen, so dass  er sowohl ohne Schwierigkeiten durch ein feinmaschiges  Sieb gegeben und von mechanischen Beimengungen  gereinigt als auch von sehr feinen Luftbläschen befreit,  das heisst also in einen klarflüssigen Zustand versetzt  werden kann.  



  Eine nach dem Verfahren gemäss der Erfindung  arbeitende Anlage wird anhand eines in der Abbildung  dargestellten     Ausführungsbeispieles    näher beschrieben.  Das Schmelzen des Honigs erfolgt in einer Schmelz- und  Löseeinrichtung bekannter Bauart. So ist in der Abbil  dung ein Schmelzkessel 1 dargestellt, der von einem       Warmwassermantel    2 beheizt wird. In ihm befindet sich  ein     Rührer    3. Über eine Rohrleitung 4 wird dem  Schmelzkessel laufend Honigdestillat zugesetzt. Der Zu  satz des Honigdestillates kann auch absatzweise erfolgen.  Es hat sich als günstig erwiesen, im Schmelzkessel eine       Beheizungstemperatur    von zirka 46 C möglichst nicht zu  überschreiten, damit eine Schädigung des Honigs vermie  den wird.

   Die Lösezeit, die bei dieser Temperatur       erforderlich    ist, bis sämtliche schwer löslichen Bestand  teile des Honigs in Lösung gegangen sind, ist in der  Weise vom Wassergehalt des Honigs abhängig, dass bei  einem Wassergehalt des Honigs von etwa 16 Gewichts  prozent es ohne Schädigung des Honigs praktisch nicht  möglich ist, alle Bestandteile zu lösen. Erhöht man  hingegen den Wassergehalt um zirka 2 bis     5%    durch  Zusatz von Honigdestillat, so gehen sämtliche schwer  löslichen Bestandteile des Honigs bereits innerhalb weni  ger Stunden in Lösung über, ohne dass eine Schädigung  des Honigs eintritt.

        Sobald sich im Schmelzkessel sämtliche Bestandteile  des Honigs gelöst haben, wird der gesamte Inhalt gemäss  dem Ausführungsbeispiel diskontinuierlich über eine  Siebeinrichtung 5, in welcher Schmutzteile beseitig wer  den, in einen beheizbaren Vorratsbehälter 6 abgelassen.  Von diesem fliesst der Honig über eine Rohrleitung 7  kontinuierlich zu einem Vakuumverdampfer B. Soweit es  aus örtlichen Verhältnissen erforderlich ist, kann zwi  schen dem Vorratsbehälter 6 und dem Vakuumverdamp  fer 8 eine Förderpumpe vorgesehen werden.  



  Als Vakuumverdampfer wird am besten ein Dünn  schichtverdampfer mit kurzer     Verweilzeit    verwendet,  dessen Mantel durch eine Warmwasserheizung beheizt  wird. Der     Warmwassereintritt    erfolgt bei 9, der Warm  wasseraustritt bei 10. Der auf die Ausgangskonzentration  eingedampfte Honig wird mittels einer Pumpe 11 zu  einem Lagerbehälter 12 abgepumpt. Es genügt, wenn in  dem     Dünnschichtverdampfer    eine     Honigdestillatmenge    in  der Grössenordnung von 2 bis     5Q/o    des durchgesetzten  Honigs abgedampft wird, um einen einwandfreien Löse  vorgang zu erzielen.  



  Die in dem     Dünnschichtverdampfer    8 abgedampften       Brüdendämpfe    werden in einem wassergekühlten Kon  densator 13 niedergeschlagen. Das Kühlwasser tritt bei 16  ein und fliesst bei 17 ab. Die austretende Luft sowie das  Honigdestillat werden mit einer Vakuumpumpe 14 abge  pumpt und das     Luft-Wasser-Gemisch    zu einem     Entlüf-          tungsgefäss    15 gebracht, aus welchem die Luft durch eine  Austrittsleitung 18 ins Freie entweicht, während das  Honigdestillat über die Rohrleitung 4 zurück zum  Schmelzkessel 1 gelangt.  



  Das Abdampfen des     Brüdenkondensates    aus dem  Honig erfolgt in dem     Dünnschichtverdampfer    bei einem  Vakuum von zirka 40     Torr.    entsprechend einer Siedetem  peratur des Honigs von zirka 45 C.  



  Das Honigdestillat besteht in der Hauptsache aus  Wasser. Es enthält jedoch ausserdem wertvolle Aroma  stoffe, die gemäss der Erfindung im Hinblick auf die  Rückführung des gesamten Destillates nicht verlorenge  hen. Die Durchführung des erfindungsgemässen Verfah  rens unter Zugabe von Fremdwasser verbietet sich also  nicht nur im Hinblick auf gesetzliche Vorschriften,  sondern ist wegen der entsprechenden     Aromaverluste     nicht ratsam, da bei Verwendung von Fremdwasser für  die Honigschmelze das Destillat zusammen mit den       Aromastoffen    abgelassen werden müsste. Hierdurch wür  den ausserdem auch Wärmeverluste entstehen.  



  Die bei der Vakuumverdampfung des geschmolzenen  Honigs gleichzeitig abgeschiedenen, im Honig enthalte  nen Luftbläschen werden durch die Dampfbildung mit  aus dem Honig herausgeführt und entweichen aus dem  Entlüftungsgefäss 15 über die Rohrleitung 18 ins Freie.  



  Bei der erstmaligen Inbetriebsetzung der gesamten  Apparatur beginnt man, wie bereits erwähnt,     zweckmäs-          sig    mit einem Honig von relativ hohem Wassergehalt,  damit die für den Kreislauf erforderliche Honigdestillat  menge erzeugt werden kann, die verhältnismässig gering    ist. Notfalls kann jedoch ein kleiner Lagervorrat an  Honigdestillat in dem Entlüftungsgefäss 15 gesammelt  werden. Nach Durchsatz der ersten Honigcharge durch  die Gesamtanlage können dann     wasserarmere    Honige  durch die Apparatur geschickt werden.

   Im Dauerbetrieb  wird bei der beschriebenen Arbeitsweise der Wasserge  halt in dem verarbeiteten Honig stets der gleiche sein, wie  in dem frisch ankommenden Honig, da sich die zum  Schmelzen erforderliche     Honigdestillatmenge    lediglich  innerhalb der Apparatur im Kreislauf befindet, so dass  an der     Gesamtwasserbilanz    des Honigs zwischen     Ein-          und    Austritt in die Apparatur keine Änderung auftritt.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren bietet nicht nur bei  wasserarmen Honigen, sondern auch bei wasserreichen  Vorteile. Bei letzteren kommt nämlich trotz niedriger  Temperatur eine einwandfreie Entlüftung des Honigs in  dem Vakuumverdampfer durchaus zustande, wobei sich  durch das im Vakuumverdampfer erzeugte Honigdestillat  in der Schmelzeinrichtung eine wesentliche Abkürzung  des Schmelz- und Lösevorganges ergibt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Schmelzen, Reinigen und Ent lüften von Honig, dadurch gekennzeichnet, dass dem Honig das durch Vakuumverdampfung von bereits ge schmolzenem und gereinigtem Honig erhaltene Destillat zugesetzt und die Mischung bei einer Temperatur, die noch keine Schädigung des Honigs hervorruft, einige Stunden gerührt wird, wonach die Lösung gesiebt und ihr im Vakuum soviel Destillat entzogen wird, dass der Honig wieder den ursprünglichen Wassergehalt auf weist.
    1I. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen Schmelz kessel mit Rührer (1 bis 3), eine nachgeschaltete Siebein richtung (5) und eine Vakuumverdampfungsanlage (8 bis 17), deren Leitung (4) für das Honigdestillat in dem Schmelzkessel führt. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeich net durch die Verwendung eines Dünnschichtverdam- pfers. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeich net durch ein absatzweise arbeitendes Rührwerk und einen zwischen Siebeinrichtung (5) und Vakuumverdamp fer (8) eingeschalteten, vorzugsweise wärmeisolierten bzw. beheizbaren Vorratsbehälter (6). 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeich net durch ein der Vakuumverdampfungsanlage nachge schaltetes Entlüftungsgefäss (15) für das Honigdestil lat.
CH1037563A 1963-08-22 1963-08-22 Verfahren zum Schmelzen, Reinigen und Entlüften von Honig CH448704A (de)

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