Schaltanordnung zum Betätigen von Verschlussrelais in Eisenbahnstellwerken mit dem Spurplan nachgebildeten Schaltungsnetzen Die Erfindung bezieht sich auf eine Scheltanordnung zum Betätigen von Verschlussrelais in Eisenbahnstell werken, in denen den Weichen und' Signalen zugeordnete Relaissätze über dem Spurplan nachgebildete Schal tungsnetze verbunden sind und beim Auswählen einer Fahrstrasse, z. B. durch Betätigen einer dem Startpunkt und einer dem Zielpunkt zugeordneten Taste, die der Fahrspur .entsprechenden Spurleitungen zwischen einem dem Startpunkt und einem dem Zielpunkt zugeordneten Relaissatz über die Relaissätze der in der Fahrspur le genden Weichen durchgeschaltet werden.
Nach dem Auswählen des Start- und des Zielpunktes wird zu nächst in automatisch ablaufenden Schaltvorgängen ge prüft, ob eine :Fahrstrasse zwischen diesen Punkten zu gelassen und gestellt werden kann. Ist die Geradeaus fahrstrasse nicht stellbar, weil beispielsweise ein zuge höriger Gleisabschnitt besetzt oder eine Weiche in der anderen Lage für eine bereits gestellte Fahrstrasse ver schlossen ist, so kann durch zusätzlich betätigte Tasten oder automatisch eine Umwegfahrstrasse ausgewählt und auf Stellbarkeit geprüft werden.
Ist eine stellbare Fahr strasse ermittelt worden, wird für jede in der Fahrstrasse liegende Weiche bei falscher Weichenlage das Umstellen der Weiche ausgelöst. Ferner werden in den Relais gruppen, die dem Startpunkt, dem Zielpunkt sowie den Weichen und Signalen der Fahrstrasse zugeordnet sind, weitere Schalt- und Prüfvorgänge vorbereitet oder aus gelöst, die zum Anschalten des Signalbegriffs Fahrt am Startsignal erforderlich sind. Beispielsweise muss überwacht werden,
ob die in der Fahrspur liegenden und die zum Flankenschutz dienenden Weichen in der richtigen Endlage sind. Die Weichen müssen dann durch ein zugehöriges Verschlussrelais gegen Umstellen ver schlossen werden. Ferner müssen dem Start- und dem Zielpunkt zugeordnete Verschlussrelais betätigt werden, damit über diese Punkte keine andere Fahrstrasse aus gewählt und eingestellt werden kann. Ferner wird ge fordert, dass die an der Fahmspur angeordneten Signale für Fahrten in Gegenrichtung durch ein Verschlussrelais gegen Anschalten des Signalbegriffs Fahrt gesperrt werden.
Diese Schaltvorgänge laufen bisher vielfach parallel ab. Beispielsweise wird jede Weiche sofort verschlossen, wenn sie in der erforderlichen Endlage ist. Bei anderen Ausführungen von Spurplanstellwerken werden die beim Stellen von Fahrstrassen zu betätigenden Verschluss relais über eine Spurleitung folgeabhängig nacheinander mach Art einer Relaiskette in die erforderliche Stellung gesteuert, und erst durch ein am Ende der Kette betätig tes Relais in der dem Start- oder Zielpunkt zugeordneten Relaisgruppe werden weitere Schalt- und Prüfvorgänge ausgelöst.
Diese Vorgänge sind vielfach in der dem je weils anderen Ende der Fahrstrasse zugeordneten Relais gruppe erforderlich. Dann müssen entsprechende Mel dungen gegenläufig zur Fortschaltrichtung der Relais kette übertragen werden. Hierfür werden bisher ge sonderte Schaltungsnetze verwendet, in denen zum Aus wählen und Durchschalten der Spurleitungen weitere Kontakte erforderlich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde. die An zahl der benötigten Schaltungsnetze zu verringern, also Spurleitungen und darin angeordnete Kontakte zum Durchschalten in Abhängigkeit von der Weichenlage und von anderen zu überwachenden Zuständen der Weichem und Signale zu ersparen. Dies wird erfindungs gemäss durch folgender Merkmale erreicht: Beim Stellen der Fahrstrasse zu betätigende Ver schlussrelais für den Startpunkt, den Zielpunkt und die zu befahrenden Weichen sind als bistabile Relais mit mindestens einer Einstellwicklung zum Steuern aus der Grundstellung :in die Verschlussstellung ausgebildet.
Diese Wicklungen sind über einen bei Grundstellung des zugehörigen Relais geschlossenen Ruhekontakt an eine der Fahrstrasse entsprechende Spurleitung ange schlossen. Der nach dem Auswählen des Startpunktes das niederohmige Startpunktverschlussrelais und über die Spurleitung das hochohmibge Weichenverschlussrelais der ersten Weiche der Fahrstrasse durchfliessende Strom reicht nur zum Betätigen des Weichenverschluss relais aus, das dabei den Ruhekontakt öffnet und durch Schliessen eines Arbeitskontaktes die Spurleitung zum nächsten in gleicher Weise arbeitenden hochohmigen Verschlussrelais durchschaltet.
Erst das nach dem Durch schalten der Spurleitung bis zum Zielpunkt betätigte hochohmige Zielpunktverschlussrelais legt durch Schlie ssen eines Arbeitskontaktes an die Spurleitung eine Spannung, bei der ein zum Betätigen des Startpunkt verschlussrelais ausreichender Strom fliesst. Das Betäti gen des Zielpunktverschlussrelais erfolgt auf diese Weise unter Verwendung nur einer Spurleitung folgeabhängig erst nach dem kettenförmigen Betätigen aller Ver schlussrelais der zur Fahrspur gehörigen Weichen und des Zielpunktverschlussrelais.
Um die Verschlussstellung aller dieser Relais bis zum Auflösen der Fahrstrasse ständig überprüfen zu können, ist folgende Weiterbildung zweckmässig: Ein Kontakt des betätigten Startpunktverschlussrelais schal tet an die Spurleitung ein dem Startpunkt zugeordnetes monostabiles Überwachungsrelais, das nach dem Ab schalten des Startpunktverschlussrelais die vom Start zum Zielpunkt durchgeschaltete Spurleitung überwacht und nur im betätigten Zustand das Anschalten eines Signalbegriffs Fahrt für die Fahrstrasse freigibt. Fer ner ist es möglich, zu überprüfen, dass die an die Spur leitung angeschlossenen Verschlussrelais nicht durch Fremdspannung, z.
B. infolge Leitungsberührung mit einer anderen Leitung, in die Verschlussstellung geschal tet worden sind. Dies kann in Ausgestaltung der Er findung dadurch erreicht werden, dass jedem Zielpunkt ausser einem Zielpunktverschlussrelais ein Hilfsrelais zu geordnet ist, dass diese Relais nach dem Durchschalten der Spurleitung bis zum Zielpunkt folgeabhängig nach einander arbeiten und dabei über Kontakte an die Spur leitung zunächst die zum Betätigen des Startpunktver schlussrelais erforderliche Spannung und danach eine Spannung entgegengesetzter Polarität anschalten,. bei welcher das dem Startpunkt zugeordnete monostabile Überwachungsrelais anspricht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Fi- auren der Zeichnung dargestellt und nachstehend er läutert: Fig. 1 zeigt den Spurplan eines kleinen Bahnhofes. Fig. 2 zeigt schematisch einen Teil aus den dem Spurplan nachgebildeten Schaltungsnetzen zum Verbin den von Relaisgruppen, die den Start- und Zielpunkten, Weichen und Signalen zugeordnet sind und die zum Auswählen, Stellen und Verschliessen der Fahrstrasse er forderlichen Relais enthalten.
Fig. 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der Er findung mit einer Spurleitung zum Umstellen von Wei chenverschlussrelais sowie Start- und Zielpunktver schlussrelais in die Verschlussstellung beim Einstellen von Fahrstrassen für Fahrten von links nach rechts auf dem unteren Gleis in Fig. 1.
Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem nach dem Umstellen der Ver schlussrelais die Spurleitung an eine Spannung anderer Polarität angeschaltet wird und die in der durchgeschal teten Spurleitung liegenden Kontakte durch ein mono stabiles Relais dauernd überwacht werden.
Fig. 5 und 6 zeigen Teilschaltungen für eine Weiche, dessen Verschlussrelais bei Fahrten .in entgegengesetzten Richtungen über dieselbe. jeweils vom Start- zum Ziel- punkt durchgeschaltete Spurleitung in die Verschluss stellung gesteuert werden kann.
Fig. 7 zeigt für ein Signal, das als Start- und Ziel punkt ausgewählt werden kann, eine Teilschaltung mit einem Ziel- und einem Startpunktverschlussrelais für an diesem Signal endende bzw. beginnende Fahrstrassen und mit einem Signalverschlussrelais, das bei Fahrten in Gegenrichtung zum Signal in die Versehlussstellung gesteuert werden soll.
In dem Bahnhof nach Fig. 1 können von und nach den Streckengleisen TA und TB über die Gleisabschnitte T 1 bis T6 und die Weichen W 1 bis W4 Ein- bzw. Aus fahrstrassen gestellt werden. Für Fahrten von links nach rechts sind die Signale X1 bis X3 und für Fahrten von rechts nach links die Signale Y4 bis Y6 vorgesehen. Ferner sind zwei Rangiersignale R1 und R2 angedeutet R1 und R2 angedeutet, die nur für Rangierfahrten vorgesehen sind.
In Fig. 2 sind nur die Relaisgruppen G dargestellt, welche die Verschlussrelais der Start- und Zielpunkte sowie der Weichen und Signale enthalten, die zur Fahrspur TA-T1-W1-T2-W2-T3-W4-T4-TB gehö ren. Diese Relaisgruppen sind miteinander über mehrere der Fahrspur entsprechende Spurleitung in dem Spur plan nachgebildeten Schaltungsnetzen verrunden. Allen in der Fahrspur liegenden Weichen W1, W2 und W4 ist eine eigene Relaisgruppe GW1, GW2 bzw. GW4 zugeordnet. Ferner sind für die zur Fahrspur gehörigen Ausfahrsignale X2 und Y5 sowie für das Rangiersignal R1 die Relaisgruppen GX2, GY5 und GRl vorge sehen. Dem Streckengleis TA und dem Einfahrsignal X1 bzw. dem Streckengleis TB und dem Einfahrsignal Y4 ist eine gemeinsame Relaisgruppe GX1TA bzw. GY4TB zugeordnet.
Durch die Buchstaben Z und S in den Relaisgruppen für Signale ist angedeutet, dass diese Gruppen Start- und Zielpunktverschlussrelais ent halten.
In Fig. 3 bis 7 sind bistabile Relais durch ein Qua drat und monostabile Relais durch einen Kreis dar gestellt. Als bistabile Relais können sogenannte Stütz relais mit zwei durch gesonderte Wicklungen steuerba ren Ankern vorgesehen sein, von denen der jeweils ab gefallene Anker den anderen Anker in angezogener Stellung mechanisch abstützt. Es ist aber auch möglich, Relais mit nur einem in angezogener Stellung perma nentmagnetisch gehaltenen Anker zu verwenden, der beim Anschalten einer Rückstellwicklung abgeworfen wird.
Bei diesen bistabilen Relais ist es möglich, die Betätigungswicklung nach dem Anziehen des Ankers durch einen eigenen Kontakt abzuschalten. Durch die an, die Relaissymbole gezeichneten Pfeile ist angedeutet, dass der von der dargestellten Wicklung anziehbare An ker in abgefallener Stellung (Grundstellung) ist. Relais kontakte sind symbolisch durch senkrechte Querstriche zu der entsprechenden Leitung dargestellt.
Bei einem geschlossenen Kontakt (Ruhekontakt) endet der Quer strich auf der entsprechenden Leitung und bei einem geöffneten Kerntakt kreuzt er die Leitung. Der Kontakt VW11 ist also geschlossen und der Kontakt VW12 gc- öffnet. In den Fig. 3 bis 7 sind ferner für einander ent sprechende Relais. und Kontakte gleiche Bezugszeichen verwendet worden.
In Fig. 3 und 4 ist angenommen, dass zum Um stellen der Verschlussrelais in die Versch,lussstellung bei Fahrstrassen für Fahrten von links nach rechts oder von rechts nach links je ein gesondertes dem Spurplan nach- gebildeWs. Schaltungsnetz vorgesehen ist.
Fig. 3 zeigt von dem für Fahrten von lins. nach rechts vorgesehenen Schaltungsnetz die Spurleitung Lx und die daran angeschlossenen Einstellwicklungen aller Verachlussrelais, die bei einer Fahrstrasse vom Signal X1 (Startpunkt) über die Weichen W l und W2 zum Si gnal X2 (Zielpunkt) oder vom Signal X2 (Startpunkt) zum Streckengleis TB (Zielpunkt) in die Verschluss stellung geschaltet sein müssen, ehe am Startsignal X1 der Signalbegriff Fahrt angeschaltet werden kann.
Es sei angenommen, dass eine dem Signal XI zu geordnete Starttaste und eine dem Signal X2 zugeordnete Zieltaste gedrückt worden sind und die Geradeausfahr strasse X1-T1-W1-T2-W2-T3-X2 als einstellbar fest gestellt worden ist. Dann werden in nicht dargestellten Stromkreisen Relais betätigt, welche die Kontakte SX11 und ZX21 schliessen. Ferner werden den Weichen W1 und W2 zugeordnete Relais betätigt, die bei falscher Weichemlage das Umstellen der Weiche in die erforder liche Lage auslösen.
Durch die geschlossenen Kontakte LW 11 und LW22 von Weichenlagerelais und die ge schlossenen Kontakte UW11 und UW21 von Über- wachungsrelais für diese Weichen ist angedeutet, dass die Weichen; W 1 und W2 bereits die erforderliche Wei chenlage einnehmen. Bei der anderen Weichenlage wä ren die Kontakte LW12 und LW21 geschlossen, da gegen die Kontakte LW11 und LW22 geöffnet.
Beim Betätigen der Weichenlagerelais würden diese Kontakte, in die dargestellte Stellung gesteuert, die Kontakte UW11 und) UW21 .der Weichenüberwachungsrelais beim Umstellen der Weiche geöffnet und erst beim Erreichen der geforderten Weichenendlage wieder geschlossen wer den.
Die bisher beschriebenen Schaltvorgänge sind dem Fachmann bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung. Die Erfindung betrifft das folgeabhängige Betätigen der in Fig. 3 bis 7 dargestellten Verschlussrelais über eine der Fahrstrasse entsprechende Spurleitung Lx.
In Fig. 3 fliesst beim Schliessen des Kontaktes SX11 vom Pluspos P zum Minuspol M einer nicht darge stellten Stromquelle im Stromkreis P-SX11-SVX1- SVX11-UW11 VWll-VW1-M durch die in Reihe lie genden Wicklungen der Startpunktverschlussrelais SVX1 und des Weichenverschlussrelais VW1 ein Strom, durch den nur das Relais VW1 betätigt und aus der Grund stellung in die Verschlussstellung gesteuert wird, während das Relais SVX1 nur mit Fehlstrom erregt wird, der zum Betätigen dieses Relais nicht ausreicht. Diese Ar beitsweise der Relais wird dadurch erreicht, dass das Relais SVX1 eine niederohmige Wicklung, z.
B. mit wenigen Windungen von 1´ D Widerstand, dagegen das Relais VW1 eine hochohmige Wicklung, z. B. mit vie len Windungen von 1000 d2 Widerstand, hat. Auch die übrigen an die Spurleitung Lx angeschlossenen Ver schlussrelais VY5, VW2, VR1 und ZVX2 sowie die Relais VW4 und ZVTB haben hochohmige Wicklungen, während das Relais SVX2 eine niederohmige Wicklung hat.
Das betätigte Relais <B>V W 1</B> schaltet durch öffnen des Ruhekontaktes V W 11 seine Einstellwicklung ab und schaltet durch Schliessen des Arbeitskontaktes VW12 die Spurleitung Lx zum Verschlussrelais VY5 durch. Durch den jetzt die Relais SVX1 und VY5 durch fliessenden Strom wird wiederum nur das hochohmige Relais VY5 betätigt, das Relais SVX1 dagegen in folge Fehlstromerregung nicht.
Auch .das betätigte Re lais VY5 öffnet den zugehörigen Ruhekontakt VY51 und schliesst dem Arbeitskontakt VY52, so dass das Relais VYS von der Spurleitung Lx abgeschaltet ist und diese zum Verschlussrelais VW2 der Weiche W2 durch geschaltet wird. Danach wird auch dieses Relais, dann folgeabhängig das VerschlussreIais VR1 des Rangier- signals R1 und schliesslich das dem Zielpunkt der Fahr strasse zugeordnete Zielpunktverschlussrelais ZVX2 be tätigt, wobei diese Relais die Ruhekontakte VW21, VR11 und ZVX21 öffnen und die Arbeitskontakte VW22, VR12 und ZVX22 schliessen. über den Kontakt ZVX22 ist dann die Spurleitung Lx unmittelbar mit dem Minuspol M der Stromquelle verbunden.
Der nun fliessende Strom reicht aus zum Steuern dies Startpunkt verschlussrelais SVX1 in die Verschlussstellung. Dieses Umstellen erfolgt nur, wenn auch alle in der Spurlei tung liegengen Kontakte UW 11, V W 12, LW 11, VY52, LW22, UW21, VW22 und VR12 noch geschlossen sind. Durch das betätigte Relais SVX1 ist also geprüft, dass alle über die Spurleitung kettenförmig betätigten Versehlussrelais zu diesem Zeitpunkt in der Verschluss stellung und auch die Weichen W1. und W2 in der er forderlichen Lage sind. Das Relais SVX1 kann daher in nicht dargestellten Stromkreisen am Signal Xl das Anschalten des Signalbegriffs Fahrt bewirken.
Die in Fig. 3 noch dargestellten Verschlussrelais SVX2, VW4 und ZVTB werden beim Einstellen einer Fahrstrasse vom Startpunktsignal X2 zum Zielpunkt- streckenglens TB in entsprechender Weise folgeabhängig in die Verschlussstellung geschaltet. Ist diese Fahrstrasse einstellbar, so werden die Kontakte SX21 und ZTB 1 geschlossen. Bei ordnungsgemässer Endlage der Weiche W4 sind die Kontakte LW41, LW42 und UW41 in der dargestelltem Stellung. Dann wird zunächst das Weichenverschlussrelais WV4 betätigt, das dabei den Ruhekontakt VW41 öffnet und den Arbeitskontakt VW42 schliesst.
Beim Betätigen des Zielpunktverschluss- relaxs ZVTB wird der Ruhekontakt ZVTB 1 geöffnet ,und :der Arbeitskontakt ZVTB2 geschlossen. Dann erst liegt an der Spurleitung für diese Fahrstrasse die zum Steuern des Verschlussrelais SVX2 in die Verschluss stellung erforderliche Plus-Spannung der Batterie.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel werden die Verschlussrelais VWI, VY5, VW2 und VR1 in gleicher Weise kettenförmig In die Verschlussstellung ge steuert wie in Fig. 3. Nach dem Schliessen des Kontaktes VR12 spricht jedoch in der Relaisgruppe GX2 zunächst das Hilfsrelais ZHX2 über die Kontakte ZX21 und ZVX23 an und betätigt die Kontakte ZHX21 bis ZHX24. Beim Schliessen des Kontaktes ZHX22 wird das Zielpunktverschlussrelais ZVX2 in die Verschluss stellung gesteuert, so dass die Kontakte ZVX21 bis ZVX23 betätigt werden.
Erst nachdem der Kontakt ZVX22 den Stromzweig M-ZHX23-K2-ZVX22 mit dem nmederohmigen Widerstand K2 geschlossen hat, ist der die Spurleitung Lx und das Startpunktverschluss- rela s SVXI durchfliessende Strom gross genug,
um dieses Reims in die Verschlussstellung zu steuern. Dabei werden nacheinander der Ruhekontakt SVXll geöffnet und der Arbeitskontakt SVX12 geschlossen. Das mono stabile Hilfsrelais ZHX2 wird durch Öffnen des Kon taktes SVX1 stromlos, so dass seine Kontakte wieder die dargestellte Stellung einnehmen.
Dann ist die Spur leitung über die Kontakte ZHX24 und ZVX22 mit dem Pluspol P verbunden, so dass das dem Startpunkt zuge ordnete monostabile Relais SUXl ansprechen und das Anschalten des Signalbegriffs Fahrt am Signal X1 be wirken kann. Das beschriebene folgeabhängige Betätigen der in Fig. 4 dargestellten Relais ist nur möglich, wenn an der Spurleitung keine Fremdspannung liegt, z. B. infolge Berührung mit einer anderen Leitung.
Bei Plus-Span nung an der Spurleitung können zwar die rechte vom Berührungspunkt angeschlossenen Verschlussrelais und das Hilfsrelais ZHX2 betätigt werden, das Startpunkt verschlussrelais SVX1 dagegen nicht. Bei Minus-Span nung kann zwar das Startpunktverschlussrelais SVXl betätigt werden, dagegen alle anderen Relais nicht. Durch das Ansprechen des Relais SUX1 ist also der ordnungsgemässe Zustand der Spurleitung und: der Ver schlussrelais überprüft. Dieser Zustand wird auch wei terhin bis zum Auflösen der Fahrstrasse überwacht, wo bei die Verschlussrelais durch Anschalten einer Rück stellwicklung in die dargestellte Grundstellung :gesteuert werden.
Das gesonderte Schaltungsnetz zum Betätigen der erforderlichen Verschlussrelais beim Einstellen von Fahr strassen für Fahrten von rechts nach links, beispielsweise vom Ausfahrsignal Y5 zum Streckengleis TA, kann in gleicher Weise aufgebaut sein wie in, Fig. 3 oder 4.
In diesem Schaltungsnetz ist an die dieser Fahrstrasse entsprechende Spurleitung ausser einem dem Startpunkt Signal Y5 und einem dem Zielpunkt Streckengleis TA zugeordneten Verschlussrelais eine zweite Einstellwick lung des Versehlussrelais VW1 der Weiche Wl ange schlossen, wobei lediglich die den Kontakten UW11 und W4'12 entsprechenden Kontakte vertauscht sind.
Es ist aber auch möglich, zum Betätigen der Start- und Zielpunktverschlussrelais und der Verschlussrelais für Weichen und Signale beim Einstellen von Fahr- strassen für Fahrten in den entgegengesetzten Richtungen dasselbe Schaltungsnetz zu verwenden.
Fig. 5 zeigt ein erstes Beispiel einer in einem solchen Schaltungsnetz verwendeten Teilschaltung für eine Weiche, z. B. die Weiche W1. Liegt der Startpunkt links von der Weiche, so wird das Verschlussrelais VW1 durch den von der Relaisgruppe GX1TA über die Spurleitung Lxy und die Kontakte UW11 und VW1l der Wicklung 1 zugeführten Strom in die Verschlussstellung gesteuert. Liegt der Startpunkt rechts von der Weiche, so wird das Relais durch den von der Relaisgruppe GY5 über die Spurleitung Lxy und die Kontakte LW11, UW12 und VW13 der Wicklung 2 zugeführten Strom betätigt.
In beiden Fällen werden nach dem Umstellendes Re lais die Wicklungen 1 und 2 durch Öffnen der Kon takte V W 11 und V W 13 abgeschaltet und die Spurlei tung Lxy durch Schliessen des Kontaktes VW12 zum jeweiligen Zielpunkt durchgeschaltet.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten Beispiel für eine Teilschaltung der Weiche W1 benötigt das Weichen verschlussrelais nur eine Einstellwicklung. Dieses Bei spiel ist für Stellwerke geeignet, bei denen jeder Weiche mindestens ein Richtungsgleis zugeordnet ist, das beim Einstellen einer Fahrstrasse über die Weiche in die der jeweiligen Fahrrichtung zugeordnete Stellung ge steuert wird.
In Fig. 6 ist die Einstellwicklung des Weichenver schlussrelais an die Spurleibung Lxy zwischen zwei ge öffneten Arbeitskontakten VW12 und VW14 ange schlossen, denen je ein Kontakt NW 12 bzw. NW 14 des Richtungsrelais parallel geschaltet ist.
Irr Fig. 6 ist angenommen, dass der Startpunkt links von der Weiche liegt und das Richtungsrelais seine Kontakte NW11 und'- NW12 in die bei dieser Fahr richtung erforderliche dargestellte Stellung gesteuert hat.
Der in der Spurleitung Lxy - von der Relaisgruppe GX1TA gesehen - vor dem Anschlusspunkt des Weichenverschlussrelais VW1 liegende Arbeitskontakt VW14 ist dann durch den geschlossenen Kontakt NW14 überbrückt. Daher kann der von der Relaisgruppe GX1TA über die Spurleitung und die Kontakte UW11, NW 14 und V W 11 zugeführte Strom das Relais V W 1 in die Verschlusssbellung steuern, wobei der Kontakt V W l 1 geöffnet und die Kontakte V W 12 und V W 14 geschlossen werden. Die Spurleitung ist jetzt nach rechts zur Relaisgruppe GY5 durchgeschaltet.
Beim Einstel len einer Fahrstrasse für die entgegengesetzte Fahr richtung schliesst das Richtungsrelais den Kontakt NW12 und öffnet dien Kontakt NW11. Das Relais VW1 erhält dann Strom von der Relaisgruppe GY5 über die Kontakte LW11, UWl2, NW12 und VW11 und schaltet durch Schliessen seines Kontaktes VW14 die Spurleitung nach links zur Relaisgruppe GX1TA durch.
In Fig. 7 ist für das Signal X2 eine Teilschaltung durchgeschaltet, die bei Verwendung eines gemeinsamen Schaltungsnetzes zum Umsteuern der Verschlussrelais in die Verschlussstellung bei beiden Fahrrichtungen ver- wendet werden kann. Ist das Signal X2 als Zielpunkt für eine Einfahrstrasse von links nach rechts ausgewählt worden, so arbeiten die Relais ZHX2 und ZVX2 in gleicher Weise folgeabhängig, wie es für Fig. 4 beschrie ben worden ist.
Der zusätzlich vorgesehene Kontakt ZVX24 schaltet bei Verschlussstellung des Zielpunkt verschlussrelais ZVX2 den der eingestellten Einfahr strasse entsprechenden Teil von dem der anschliessenden Ausfahrstrasse entsprechenden Teil der Spurleitung Lxy ab. Wird die nach rechts weiterführende Ausfahrstrasse gestellt, so ist das Signal X2 Startpunkt, und die Kon takte SX21 und SX22 werden betätigt. Die Relais SVX2 und SUX2 und die Kontakte SVX21 und SVX22 ar beiten dann in gleicher Weise, wie es für die Relais SVX1 und SUX1 in Fig. 4 beschrieben wurde. Da der Kontakt SX22 geöffnet ist, kann das Verschluss relais VX2 nicht ansprechen und sein Kontakt VX22 bleibt geöffnet.
Wird eine Einfahrstrasse vom Startsignal Y4 über die Weiche W4 zum Zielsignal Y5, also für Fahrten in Gegenrichtung zum Signal X2, gebellt, so ist das Signal X2 weder Start- noch Zielpunkt. Dann sind alle Kon takte der Relaisgruppe GX2 in der gezeichneten Stel lung. Daher kann nach dem Durchschalten der Spur leitung Lxy von der Relaisgruppe GW4 zur Relais gruppe GX2 das Verschlussrelais VX2 betätigt werden, seinen Ruhekontakt VX21 öffnen und durch Schliessen seines Arbeitskontaktes VX22 die Spurleitung zur Re laisgruppe GRl durchschalten.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf die dargestellten Beispiele beschränkt. Beispielsweise kön nen in den Spurleibungen noch weitere Kontakte ange ordnet sein, deren geschlossene Stellung vor dem Um- estern der Verschlussrelais überprüft werden muss, z. B.
Kontakte von, Überwachungsrelais für Gleis- und Wei chenabschnitte oder für den bestehenden Flankenschutz. Es ist auch möglich,
die Richtungsrelais zum Steuern der Kontakte NW11 und NW14 in Fig. 6 über die Spurleitung Lxy vor dem Betätigen des Weichenver- schlussrelais VW1 in die der jeweiligen Fahrrichtung entsprechende Stellung zu steuern. Anderseits können die Verschlussrelais der Signale über ein gesondertes Schaltungsnetz betätigt werden,
das beispielsweise auch zum Steuernder Richtungsrelais dienen kann. Ferner isst die Erfindung nicht nur für Verschluss relais anwendbar, die Zn der Verschlussstellung das Um stellen der zur Fahrstrasse gehörigen Weichen oder das Anschalten des Signalbegriffs Fahrt> an den Signalen für Fahrten in Gegenrichtung verhindern. In gleicher Weise können beispielsweise auch andere den Weichen, Signalen, Start- und Zielpunkten zugeordnete bistabile Relais betätigt werden, die in einigen Stellwerken vor oder nach diesen Verschlussrelais in eine vorgegebene Stellung gesteuert werden müssen.
Dies gilt beispiels weise für Sperrelais, -die nach dem Ermitteln einer stell baren Fahrstrasse aber noch vor dem Betätigen der Verschlussrelaüs der zu dieser Fahrstrasse gehörigen Wei chen verhindern, dass die Weichen in eine andere in zwischen ausgewählte Fahrstrasse einbezogen werden. Ferner gilb dies auch für die sogeniannten Festlege- nelais, die nur beim Stellen von Zugfahrstrassen, also nicht bei Rangierfahrstrassen, und erst nach den Ver schlussrelais betätigt werden und das Zurückstellen der Verschlussrelais in die Grundstellung nur unter vorge gebenen Bedingungen ermöglichen, z.
B. durch ord nungsgemässes Arbeiten der Gleisrelais beim Durch fahren der Fahrstrasse oder durch Betätigen von ge sonderten Hilfstasten.