CH447201A - Verfahren zur Herstellung von neuen carbocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen carbocyclischen Verbindungen

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CH447201A
CH447201A CH918564A CH918564A CH447201A CH 447201 A CH447201 A CH 447201A CH 918564 A CH918564 A CH 918564A CH 918564 A CH918564 A CH 918564A CH 447201 A CH447201 A CH 447201A
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CH
Switzerland
Prior art keywords
preparation
podophyllotoxin
carbocyclic compounds
solution
compounds
Prior art date
Application number
CH918564A
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English (en)
Inventor
Emil Dr Schreier
Original Assignee
Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D493/00Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system
    • C07D493/02Heterocyclic compounds containing oxygen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system in which the condensed system contains two hetero rings
    • C07D493/04Ortho-condensed systems

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen carbocyclischen Verbindungen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I (siehe Formelblatt), worin R für eine niedere Alkylgruppe steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Podophyllotoxin mit niederen   Diazoalkanen    in Gegenwart eines Katalysators umsetzt.



   Als Diazoalkane kommen z. B. Diazomethan, Diazoäthan oder Diazopropan in Betracht, als Katalysatoren eignen sich vorzugsweise starke   Lewis-Säuren,    wie   Bortriflhoridätherat    oder   Fluorborsäure;    daneben auch niedere Alkoxyde des Aluminiums, Bors und Antimons.



   Eine   vorzugsweise    Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass man Podophyllotoxin in   einem    inerten Lösungsmittel, wie z. B.



  Dioxan, löst und die Lösung bei   0     nach Zugabe von Bortrifluoridätherat portionenweise mit einer Lösung von Diazomethan in Äther versetzt. Anschliessend lässt man noch   einige    Stunden bei 50 stehen, giesst das Reaktionsgemisch zur Zersetzung auf eine Mischung von Eiswasser und gesättigter wässriger Kaliumhydrogen  carbonatlösung    und extrahiert die wässrige Lösung mit einem mit Wasser   nicht    mischbaren organischen Lösungsmittel, z. B. Methylenchlorid. Aus der so erhaltenen organischen Lösung wird der Podophyllotoxinmethyläther auf an sich bekannte Weise isoliert, z. B. durch Kristallisation oder Chromatographie.



   Die verfahrensgemäss hergestellten Verbindungen der Formel I sind bei Raumtemperatur beständige kristalline Verbindungen. Sie haben eine ausgeprägte   selektive      Hemmwirkung    auf die Teilungsvorgänge des Zellkerns bei sehr geringer Toxizität und sollen daher als Cytostatica in der Therapie zur Bekämpfung maligner Tumore verwendet werden.



   Die verfahrens gemäss hergestellten Verbindungen können entweder als   Arznelimittel    allein oder in entsprechenden Arzneiformen für parenterale, enterale oder intranasale Verabreichung verwendet werden. Zur Herstellung geeigneter   Arzneitormen    können verschiedene anorganische oder organische pharmakologisch indifferente Hilfsstoffe verwendet werden, z. B. für Tabletten und Dragees: Milchzucker, Stärke, Talk, Stearinsäure usw.; für Sirupe: Rohrzucker, Invertzucker-,   Glukoselösungen    u. a.; für   Injektionspräparatci:    Wasser, Alkohole, Glycerol, pflanzliche Öle und dergleichen; für Suppositorien: natürliche oder gehärtete Öle und Wachse u. a.

   Zudem können die Zubereitungen geeignete Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel, Lösungsvermittler, Süss- und Farbstoffe,   Aro, mantien    usw. enthalten
In dem nachfolgenden Beispiel, welches die Ausführung des Verfahrens erläutern, den Umfang der Erfindung aber in keiner Weise einschränken soll, erfolgen die Temperaturangaben in Celsiusgraden.



   Beispiel
Podophyllotoxin-methyläther
Eine Lösung von 4,14 g Podophyllotoxin in 40 ml Dioxan wird nach der Zugabe von 10 Tropfen Bor  trifluoridätherat    bei   0     portionenweise mit getrockneter, zweifach   destillilelrter    ätherischer Diazomethanlösung versetzt. Nach einigen Stunden Stehen bei   5     giesst man die hellrot Lösung auf eine Mischung von 100 g Eiswasser und 20 ml gesättigter Kaliumhydrogencarbonatlösung, extrahiert dreimal mit 100 ml Me  thyienchlorid,    dampft die organische Phase nach dem Waschen mit Wasser im Vakuum zur   Trockene    ein und kristallisiert den verbleibenden Rückstand aus Alkohol um.



   Smp. des   Podophyllotoxinmethyläthers      177-17XO.       k]D    = 1560 (Chloroform).



   UV-Spektrum:   i      MeatXhaml,      /10    g   e    =   292/3,63.   



     Minimum    bei 259   m, u.   



   IR-Spektrum (in   CHCie):    1778   cm-1.     
EMI2.1     
   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I (siehe Formeiblatt), worin R für eine niedere Alkylgruppe steht, dadurch gekennzeichnet, dass man Podophyllotoxin mit niederen Diazoalkanen in Gegenwart eines geeigneten Katalysators umsetzt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator BortrifIuorid ätherat oder Fluorborsäure verwendet.
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