Hydraulischer Kopiersupport einer Drehbank mit selbsttätiger Mehrschnitteinrichtung Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Kopier support einer Drehbank mit einer selbsttätigen Mehr schnitteinrichtung, die eine am Kopierschlitten schrittwei se drehbar gelagerte Anschlagtrommel zur Bestimmung der Spanstärke der einzelnen Schnitte, ein elektromagne tisches Stellwerk für den Umsteuerschieber des hydrauli schen Kopierschlittens und einen elektrischen Schalter enthält, der nach jedem Schnitt mit der durch die Anschlagtrommel bestimmten Spanstärke das elektroma gnetische Stellwerk zwecks Rücklaufs des Kopierschlit tens schaltet.
Es ist bereits der Vorschlag bekannt geworden, diesen elektrischen Schalter am Kopierschlitten derart anzuord nen, dass er durch die unter der Kraft einer Feder erfolgende axiale Verschiebung der Anschlagtrommel zum Erregen des Elektromagneten und infolgedessen zum Herbeiführen des Kopierschlittenrücklaufs geschal tet wird, wenn die Anschlagtrommel von ihrem am Längsschlitten vorgesehenen Gegenanschlag frei kommt. Das geschieht aber, wenn der Taster nach Vorlauf des Kopierschlittens auf die Schablone getroffen ist und unter dem Einfluss einer Schulter dieser Schablone den Rücklauf des Kopierschlittens herbeiführt. Die Schalt trommel verschiebt sich nämlich entgegen der Kraft ihrer Feder mit Bezug auf den Kopierschlitten zunächst in dessen Rücklaufrichtung, wenn ein Anschlag der Kopier trommel auf den Gegenanschlag am Bettschlitten trifft.
Erst der durch den Taster im Zusammenwirken mit der Schulter der Schablone herbeigeführte Rücklauf des Kopierschlittens zieht die Anschlagtrommel von dem Gegenanschlag fort und gestattet daher der Feder, sich auszudehnen und die Anschlagtrommel wieder in die Anfangstellung zu verschieben, wobei der Schalter geschaltet wird, der dann den Magneten erregt, welcher mittels des von ihm bewegten Stellwerkes den Umsteuer schieber in die Rücklaufendstellung bringt. Das hat den Rücklauf des Kopierschlittens mit voller Geschwindigkeit zu Folge. Eine betriebsfähige konstruktive Ausgestaltung dieses hydraulischen Kopiersupports, mit welcher dieser Vor schlag verwirklicht werden könnte, ist indessen in der Vorveröffentlichung nicht offenbart.
Diese zeigt nur eine schematische Darstellung des Kopiersupports, die indes sen praktisch nicht durchführbar ist. In der ersten Phase des Kopiervorgangs soll sich der Steuerschieber unter der Kraft seiner eigenen Feder in seine Endlage einstellen, in welcher er den Vorlauf des Kopierschlittens herbeiführt, damit sich der Taster auf die Schablone zu, der Drehstahl auf das Werkstück zu und die Anschlagtrommel auf den am Bett befestigten Gegenanschlag zu bewegen kann. Der Urheber des bekannt gewordenen Vorschlages hat aber übersehen, dass in dieser ersten Phase bereits der elektrische Schalter geschlossen ist, der den Magneten erregt.
Dieser verhindert daher, dass sich der Steuerschie ber unter der Kraft seiner eigenen Feder in die Endstellung für Vorlauf einstellen kann; vielmehr ver schiebt der Magnet den Steuerschieber in dessen Endstel- lung für den Rücklauf. Da bei Beginn des Kopierens der Kopierschlitten aber bereits die äusserste Rücklaufstel- lung einnimmt, bedeutet das, dass der Kopierschlitten seinen Vorlauf gar nicht beginnen kann.
Aus diesem Grunde ist der bekannt gewordene Vorschlag praktisch nicht durchführbar.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen Kopiersupport der eingangs geschilderten Gattung zu schaffen, bei welchem der elektrische Schalter, der das elektromagnetische Stellwerk steuert, den Vorlauf des Kopierschlittens aus seiner Anfangsstel lung nicht verhindert.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, dass die Kontakte des das elektromagnetische Stellwerk steuernden Schal ters von der Schablone und dem Taster gebildet werden. Infolgedessen kann ein Schliessen dieses Schalters erst nach Beendigung der ersten Phase des Arbeitsganges erfolgen, bei welcher der Kopierschlitten von seiner Anfangsstellung ausgehend in Richtung auf die Schablo ne und das Werkstück vorläuft. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
In diesen zeigen Fig. 1 ein Beispiel eines unter Steuerung durch die Schablone und durch die Mehrschnitteinrichtung nach der Erfindung zu bearbeitenden Werkstücks, wobei die bei den einzelnen Schnitten verspannten Werkstoffmen gen schraffiert dargestellt und die Wege des Drehstahls schematisch wiedergegeben sind, Fig. 2 das Werkstück und den Kopiersupport wäh rend des vierten Schnittes im Grundriss, teilweise in einem waagerechten Schnitt mit schematischer Wiederga be der hydraulischen Kanäle und der Schablone, Fig. 3 einen Aufriss der mit dem Kopiersupport und der Mehrschnitteinrichtung ausgerüsteten Drehbank und einer an ihrem Bett angebrachten Nockenleiste zur Steuerung des Kopiersupports, Fig. 4 den zur Fig. 3 gehörigen Grundriss der Dreh bank, Fig.
5 eine Seitenansicht des Kopiersupports in Rich tung des Pfeiles V der Fig.4 betrachtet, zum Teil im Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 6, Fig. 6 den Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 den Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 5, ergänzt durch den Umriss des Kopiersupports, Fig. 8 den Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 6 mit schematischer Darstellung des Umrisses des Kopier supports, Fig. 9 den senkrechten Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 5, Fig. 10 den waagerechten Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 5 und Fig. 11 die Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles XI der Fig.2 und 5 zur Darstellung eines auf den Tasthebel wirkenden elektromagnetischen Stellwerks.
Die in den Fig. 3 und 4 veranschaulichte Drehbank, deren Bett 10 das Spindelstockgehäuse 12, den Bettschlit ten 14 mit der Schlossplatte 15 und den Reitstock 16 trägt, ist mit einem Kopiersupport 18 ausgerüstet. Dieser sitzt auf dem Planschlitten 20 der quer zur Spindelachse 22 auf dem Bettschlitten 14 verschiebbar ist und besteht aus einer Tragplatte 24, einer darauf um eine lotrechte Achse schwenkbar angebrachten Drehscheibe 26, 30 und aus dem darauf verschiebbaren Kopierschlitten 32. An dem Kopierschlitten 32 ist eine Anschlagspindel 28 angeordnet. Der Unterteil 30 trägt eine über ihm angeordnete parallel zur Stellspindel 28 verlaufende Kolbenstange 34, die mit einem Kolben 36 versehen ist. Der Kopierschlitten 32 bildet einen waagerechten Zylin der mit einer lotrechten Stirnwand 38. Dieser hat eine Bohrung, durch welche die Kolbenstange 34 hindurch geht.
Der Kolben 36 unterteilt den Zylinderraum in eine stirnseitige Kammer 40 und eine ringförmige Kammer 42, die durch einen Kanal 44 ständig mit einer hydraulischen Druckleitung 46 in Verbindung steht. Die Kammer 40 aber kann durch einen im Kopierschlitten 32 untergebrachten waagerechten Umsteuerschieber 48 wahlweise an die Druckleitung 46 oder eine Abflusslei- tung 50 angeschlossen werden. Bei Anschluss an die Druckleitung 46 verschiebt sich der Kopierschlitten 32 auf dem den Kolben 36 tragenden Unterteil 30 in der durch den Pfeil 52 wiedergegebenen Rücklaufrichtung; bei Anschluss an die Ablaufleitung 50 hingegen ver schiebt sich der Kopierschlitten in der Vorlaufrichtung 54.
Der Kopierschlitten trägt um eine lotrechte Achse 56 schwenkbar einen Werkzeughalter 58 mit dem Drehstahl 60. Im Kopierschlitten ist um eine lotrechte Achse 62 schwenkbar eine Buchse mit zwei Armen gelagert, deren einer 64 an dem Steuerkolben des Steuerschiebers 48 anliegt und deren anderer 66 den Taster 88 trägt, der die am Bett der Maschine befestigte Schablone 90 abtasten kann.
Der Steuerkolben 97, der durch eine Feder 92, Fig. 2 und 10, ständig in Anlage an dem Tastarm 64 gehalten wird, hat zwei Ringnuten, deren eine 94 die innere Mündung der Druckleitung 46 und deren andere 96 die innere Mündung der Abflussleitung 50 ständig über deckt. Zwischen diesen beiden Ringnuten 94 und 96 verschliesst der Steuerkolben 97 in seiner in Fig.2 gezeigten mittleren Lage die Mündung eines Kanals 98, der im Kopierschieber vorgesehen ist und mit der stirnseitigen Kammer 40 in Verbindung steht. Diese wird daher auf Abfluss geschaltet, wenn der Schieberkolben in Richtung auf den Arm 64 hin verschoben wird und daher die Mündung des Kanals 98 mit der Ringnut 96 in Deckung bringt.
Umgekehrt wird bei Verschiebung des Steuerkolbens in Richtung vom Arm 64 fort die Ringnut 94 in Deckung mit der Mündung des Kanals 98 gebracht, so dass dieser mit Drucköl aus der Leitung 46 beschickt wird.
Die Drehscheibe 26 wird in eine solche Winkellage gebracht, dass die Achse der Kolbenstange 34 einen Winkel von beispielsweise 60 mit der Spindelachse 22 der Drehbank bildet.
Will man mit Hilfe des Kopiersupports 18 ein Werkstück bearbeiten, dessen Längsprofil im Zickzack verläuft, etwa, wie es das Beispiel der Fig. 1 zeigt, und geht man dabei von einer zylindrischen Stange aus, dann muss man beim ersten Schnitt die Werkstoffschicht<B>100,</B> beim zweiten Schnitt die Schicht 101, und so fort bis 106, zerspanen. Anschliessend erfolgt dann ein letzter Schruppschnitt. Um nun diese acht Schnitte selbsttätig nacheinander herbeizuführen, ist der Kopiersupport mit einer Mehrschnitteinrichtung ausgerüstet.
Zu diesem Zweck ist der Kopierschlitten 32 mit einer schrittweise drehbaren und in ihrer Achsrichtung verschiebbaren Anschlagtrommel 108 ausgerüstet, die auf einer Welle 110 gegen Drehung durch eine Nut 112 und einen Stift 114 gesichert verschiebbar gelagert und auf ihrem Umfang mit acht achsparallelen Nuten 116 versehen ist. In jeder dieser Nuten kann ein Anschlag 118, Fig. 5 und 7, eingesetzt werden, der an der Trommel durch eine Schraube 120 befestigt ist, die durch ein Langloch des Anschlages hindurchgeht und dessen Verschiebung längs der Nut 116 ermöglicht.
Die Welle 110 ist mit ihrem einen Ende in einer ausgebuchsten Bohrung einer Wand 122 gelagert, wäh rend ihr anderes Ende mittels eines Kugellagers 124 in einem Block 126 gelagert ist. Dieser sitzt auf einem Ansatz einer Wand 128 und ist in Anlage an dieser Wand mit dieser verschraubt. Die beiden Wände 122 und 128 sind durch Schrauben 130 an der Seitenwand des Kopierschlittens 32 befestigt. An der linken Stirnseite der Trommel 108 liegt eine an ihr durch Schrauben 132 befestigte Scheibe 133 an, an die ein in einer Bohrung des Blockes 126 geführter Stössel 134 durch eine Schrauben feder 136 angedrückt wird. Diese Schraubenfeder ist vorgespannt, umgibt den Stössel 134 und legt sich einerseits an den Block 126 und andererseits an einen Kopf des Stössels an.
An der Drehscheibe 26, 30 des Kopiersupports ist durch Schrauben 137 eine Schiene<B>138</B> befestigt, die einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt hat und sich parallel zum Kopierschlitten 32 erstreckt. Auf dieser Schiene sind zwei Anschläge 140 und 142 verschiebbar und feststellbar gleitend geführt. Sie tragen Schrauben 144 zum Festklemmen auf der Schiene.
Der Anschlag 140 ragt mit seinem oberen Ende in die Bahn desjenigen Anschlages 118, der sich jeweils unter der Welle 110 befindet. Stösst beim Vorlauf des Kopierschlittens in Richtung des Pfeiles 54 dieser vom Kopierschlitten und der Schalttrommel 108 mitgeführte Anschlag 118 auf den am Unterteil 30 sitzenden Anschlag 140, dann hält dieser die Schalttrommel 108 fest, während der Kopierschlitten mit der Welle 110 weiterläuft und diese Welle in der Schalttrommel 108 mit Bezug auf Fig.5 nach rechts verschiebt. An dieser Verschiebung nimmt auch der Block 126 teil, so dass dieser auf dem Stössel 134 gleitet. Die die Schalthebelarme 64 und 66 tragende Buchse, deren Drehachse 62 in Fig. 5 gezeigt ist, hat einen dritten Arm 144, der durch einen Ansatz 146 verlängert ist.
Verschiebt sich der Stössel 134 mit Bezug auf den Block 126 nach links (Fig. 5), dann stösst er gegen den Ansatz 146 und verschwenkt dadurch die Buchse mit dem Tastarm 64 im Uhrzeigersinn, Fig. 2, entgegen der Kraft der Feder 92 so weit, dass der Steuerkolben 97 in die in Fig.2 gezeigte Mittellage gebracht wird, in welcher der Kanal 98 durch den Schieberkolben 97 verschlossen ist. Sobald diese Stellung erreicht ist, kommt daher der Kopierschieber 32 auf seinem Unterteil 30 zum Still stand. Die Trommel 108 wird am Ende eines jeden in Richtung des Pfeiles 52 erfolgenden Rücklaufes des Kopierschlittens um einen Schritt gedreht.
Zu diesem Zweck ist auf der Welle 110 ein Schaltrad 148 befestigt, Fig. 5 und 9, dessen Nabe das linke Ende der Welle 110 umgibt und das Kugellager 124 trägt. In einer lotrechten Bohrung 150 des Blockes 126 ist ein Stössel 152 auf- und abbeweglich geführt, der einen quer zur Welle 110 verlaufenden lotrechten Schlitz zur Aufnahme einer Schaltklinke 154 hat. Diese sitzt drehbar auf einem Querstift 156 des Stössels und legt sich in dessen unterer Lage an einen Stift 158 an, der in den Block 126 eingesetzt ist und in dessen Bohrung 150 hinein vorspringt. Die Klinke 154 wird durch diesen Stift 158 derart ausgeschwenkt, dass sie bei Aufwärtsbewegung des Stössels 152 die Verzahnung des Schaltrades 148 ergreift.
Die Aufwärtsbewegung des Stössels 152 erfolgt entgegen der Kraft einer Feder 153 beim Kopierschlitten rücklauf durch einen unten am Block 126 gelagerten Hebel 160, Fig. 5, der um einen Querstift 162 mit Bezug auf Fig. 5 im Gegenuhrzeigersinn schwingt, wenn er auf eine Schrägfläche des Anschlages 142 aufläuft. Dann stösst das Ende des Hebels 160 von unten gegen den Stössel 152 und schiebt diesen aufwärts, wodurch die Trommel 108 um einen Schritt gedreht wird und dadurch den nächsten Anschlag 118 gegenüber dem Anschlag 140 ausrichtet.
Eine die Buchse des Schaltrades 148 umgebende Schraubenfeder 164, Fig. 5, die mit ihrem einen Ende an der Wand<B>128</B> und mit dem anderen Ende an der Nabe des Schaltrades befestigt ist, sucht dieses mit Bezug auf Fig.9 im Uhrzeigersinn zu drehen. Ist das Schaltrad entgegen der Kraft dieser Torsionsfeder durch die Klinke 154 um einen Schritt geschaltet worden, dann legt sich das Schaltrad mit einem Zahn an eine Halteklinke 166, Fig. 9, die im Block 126 um einen waagerechten Zapfen 168 schwenkbar gelagert ist und durch eine Zugfeder 170 an das Schaltrad angedrückt wird.
Hat das Schaltrad ebensoviel Schritte zurückgelegt, als nacheinander Schnitte am Werkstück auszuführen sind, dann stösst beim letzten Schaltschritt ein auf der Trommel befestigter Anschlag 172 mit Bezug auf Fig. 7 von rechts her gegen einen abwärts ragenden Zapfen 174 schwenkbar an der Unterseite einer Brücke 180 drehbar eines Hebels 176, der um einen lotrechten Zapfen 178 gelagert ist. Diese sitzt oben auf dem Block<B>126</B> und ist an ihm durch Schrauben 181 befestigt. Der Hebel 176 schwingt daher mit Bezug auf Fig. 6 im Gegenuhrzeiger sinn und gleitet mit seinem linken Ende über die Halteklinke 166 und verschwenkt diese bis in eine Lage, in der sie aus dem Schaltrad ausgerückt ist.
Das Schaltrad dreht sich alsdann getrieben durch die Torsions feder mit Bezug auf die Fig. 7 und 9 im Uhrzeigersinn, bis ein auf der Schalttrommel befestigter Anschlag 182 bei Annäherung an die Lage der Fig. 7 von links her an den Zapfen 174 stösst und den Hebel 176 wieder in die in Fig.6 gezeigte Lage zurückschwenkt, in der er die Halteklinke 166 freigibt und es der Feder 170 ermöglicht, die Halteklinke 166 wieder in das Schaltrad einzurük- ken.
Das rechte Ende der Welle 110 ist durch Zahnräder 184 und 186, Fig. 5, mit einer auf der Wand 122 drehbar gelagerten Anzeigescheibe 188 gekuppelt, auf der man die jeweilige Winkelstellung der Trommel 108 ablesen kann.
Die Tastarme 64, 66 sind nicht nur durch Einwirken der Schablone 90 auf dem Taster 88 und durch Einwirken des Stössels 134 auf den Ansatz 146 aus schwenkbar, sondern auch durch ein elektromagnetisches Stellwerk, dessen Elektromagnet 190, Fig.5 und 11, bei seiner Erregung einen Ankerstössel<B>192</B> mit Bezug auf Fig. 11 in Richtung des Pfeiles 194 entgegen der Kraft einer Schraubendruckfeder 195 verschiebt, die zwischen einem Bund 198 des Stössels und einer Schulter des Kopierschiebers eingespannt ist. Der Stössel 192 verläuft parallel zum Steuerschieber 48 in einigem Abstand unter diesem und geht durch eine Bohrung einer Stange 196 hindurch, die starr am Ende des Armes 64 befestigt ist und von diesem aus abwärts ragt. Das Ende des Ankerstössels 192 trägt rechts vom Arm 196 eine Stellmutter 199.
Wird der Magnet 190 stromlos und drückt daher die Feder 195 den Ankerstössel<B>192</B> mit Bezug auf Fig. 11 nach links, dann drückt die Mutter 199 von rechts her auf die Stange 196 und verschwenkt dadurch den Tasthebel 64 mit Bezug auf Fig.2 im Uhrzeigersinn, wodurch der Rücklauf des Kopierschlit tens bewirkt wird. Wird der Magnet 190 aber erregt, dann drückt er den Ankerstössel<B>192</B> nach rechts.
Dadurch wird es der Feder 92 ermöglicht, den Steuer schieber 48 mit Bezug auf Fig.2 nach links zu ver schieben und die Tastarme 64, 66 im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken, so dass der Kopierschieber in Richtung des Pfeiles 54 vorläuft, sofern diese Verschwenkung der Tasthebel nicht durch die Schablone 90 oder durch die den Stössel 134, Fig. 5, verhindert ist.
Am Bett der Drehbank sind einstellbar zwei Grenz- schalter b1 und b2 befestigt, die beiderseits des Bettschlit tens in dessen Bahn angeordnet sind. Schaltet der Bettschlitten den Schalter b1, so wird dadurch der Eilrücklauf des Bettschlittens stillgesetzt. Schaltet der Bettschlitten indessen den Grenzschalter b2, dann wird dadurch der Magnet 190 stromlos gemacht und über den Haltekontakt eines Schaltschützes zunächst stromlos gehalten, wenn der Grenzschalter b2 vom Bettschlitten wieder freigegeben wird.
Ein dritter Grenzschalter b3 ist am Unterteil 30 des Kopiersupports an dessen mit Bezug auf Fig. 2 rechts liegenden Seite angebracht und ist durch einen Nocken umschaltbar, der am Kopierschlitten befestigt ist. Dieser Grenzschalter schaltet den Eilrück- lauf des Bettschlittens 14 ein. Ein vierter Grenzschalter b4 ist auf der Brücke 180 angeordnet und wird durch einen Hebel 200 geschaltet, der in einem Schlitz 201 der Brücke 180 auf einem waagerechten, zur Welle 110 parallellen Zapfen 202 schwenkbar gelagert ist und mit seinem unteren Ende in die Kreisbahn der Anschläge 172 und 182 ragt.
Der Stössel des Schalters b4 wird durch den Hebel 200 daher jedes Mal gedrückt, wenn die Anschlag trommel 108 während des Rücklaufes nach dem vorletz ten Schnitt 106 und nach dem letzten Schnitt gedreht wird. Dadurch wird in einer später im einzelnen zu beschreibenden Weise die elektrische Auslösung des Rückzuges des Tasters von der Schablone und des Werkzeuges vom Werkstück verhindert und infolgedes sen die vollständige Abtastung der Schablone durch den Taster unter rein hydraulischer Steuerung herbeigeführt. Auch sorgt der Schalter b4 dafür, dass der Kopiersup port nach dem letzten Längsrücklauf stehen bleibt.
Der Taster 88 sitzt in einer aus elektrischem Isolierstoff bestehenden Hülse 204, Fig. 5, am Schaltarm 66 und ist durch ein Kabel 206 in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet, der über die Masse der Drehbank geschlossen wird, wenn der Taster 88 die Schablone berührt. In diesem Stromkreis liegt ein Schaltschütz zur Steuerung des Magneten 190.
Der Schieberkolben 97 des Steuerschiebers 48 ist von einer in Fig.2 nicht gezeigten Buchse 208 umgeben, Fig. 10, die in Achsenrichtung verschoben werden kann. Der Zweck dieser Verschiebung wird später erläutert werden. Die Verschiebung erfolgt hydraulisch. Zu diesem Zweck ist auf der Stirnwand der Buchse 208 ein Rohrstutzen 210 angeflanscht, der durch eine Bohrung der unteren Stirnwand eines Zylinders 212 hindurchgeht, welcher in der die Buchse 208 aufnehmenden Bohrung des Kopierschlittens 32 befestigt ist und aus dieser Bohrung herausragt. Das aus der Seitenwand des Kopierschlittens 32 herausragende Ende des Zylinders 212 ist durch einen Zylinderdeckel 214 verschlossen, in den eine Anschlagschraube 216 eingeschraubt ist. Sie ist durch eine Gegenmutter 218 gesichert.
In dem Zylinder ist ein Kolben 220 verschiebbar, der in den Rohrstutzen 210 eingeschraubt ist und in dem Zylinder 212 von seiner einen Grenzlage in die andere dadurch verschoben werden kann, dass die Zylinderkammer 222 und 224 wahlweise auf Druck oder Abfluss geschaltet werden. Die Zylinderkammern sind zu diesem Zweck an Rohrleitun gen 225 angeschlossen, die zu einem elektromagnetisch steuerbaren Umsteuerschieber führen. Steht die Kammer 224 unter Druck und die Kammer 222 auf Abfluss, dann wird der Kolben 220 an die Stellschraube 216 ange drückt. Ist aber die Kammer 222 auf Druck und die Kammer 224 auf Abfluss geschaltet, dann schiebt der Kolben 220 über den Flansch 210 die Buchse 208 bis zu der in der Zeichnung nicht sichtbaren Stirnwand ihrer zugehörigen Zylinderbohrung.
Vorn am Bett zwischen diesem und der Schlossplatte 15 des Bettschlittens ist eine Schiene 226 befestigt, die auf ihrer Oberseite und auf ihrer Unterseite in ihrer Längsrichtung versetzbare Nocken 228 trägt. Diese dienen dazu, Steuerschalter 230 und 231 zu schalten, die an der Schlossplatte 15 befestigt sind und deren Steuerwirkung bei Erläuterung der Wirkungsweise be schrieben werden wird.
Die Wirkungsweise ist folgende: Befindet sich der Bettschlitten in seiner rechten Endstellung, in der er den Grenzschalter b1 geschaltet hat, und befindet sich der Kopierschlitten 32 in der äussersten zurückgezogenen Lage, in welcher die Quer wand 38 des Kopierschlittens an dem Kolben 36 anliegt bzw. der Rücklauf durch Muttern auf Anschlagspindel 28 begrenzt wird, und der Magnet 190 stromlos ist - die Feder 195 hat dann den Tastarm 64 mit der Stange 196 im Uhrzeigersinn verschwenkt und den Steuerkolben 97 entgegen der Wirkung der Feder 92 verschoben, so dass die Zylinderkammer 40 unter Druck steht - dann befindet sich der Drehstahl 60 an der Ausgangsstelle A der Fig. 1.
Man drückt dann den in der Zeichnung nicht dargestellten Startknopf, wodurch der selbsttätige Arbeits ablauf eingeleitet wird. Durch Drücken des Startknopfes wird ein Stromkreis für den Elektromagneten 190 geschlossen und durch einen Haltekontakt des Schützes auch nach dem Loslassen des Startknopfes erregt. Infolgedessen wird der Ankerstössel 192 mit Bezug auf Fig. 11 nach rechts verstellt und gestattet der Feder 92, die Zylinderkammer 40 mittels des Steuerkolbens 97 auf Abfluss zu schalten.
Der in der Kammer 42 ständig herrschende Flüssigkeitsdruck, der auf die Querwand 38 des Kopierschlittens drückt, lässt diesen daher in Richtung des Pfeiles 54 vorlaufen, bis der unter der Welle 110 befindliche Anschlag 118 auf den Anschlag 140 trifft und dadurch in der bereits beschriebenen Weise mittels des Stössels 134 die Schaltarme 64, 66 in die Lage verschwenkt, in der sie den Steuerkolben 97 in die in Fig.2 gezeigte Mittellage schieben und dadurch den Kopierschlitten 32 stillsetzen. Der Drehstahl 60 befindet sich nun an der Stelle 1 der Fig.l. Durch einen Zeitschalter, der beim Drücken des Startknopfes einge schaltet worden war, wird nunmehr der Längsvorschub des Bettschlittens 14,
15 in Gang gesetzt, so dass der Drehstahl 60 in Richtung auf die Stelle C wandert und dabei die erste Schicht 100 vom Werkstück abnimmt. Die Spanstärke wird also durch die Einstellung des Anschla ges<B>118</B> bestimmt, der den Kopierschlitten 32 bei Erreichen der Stellung 1 stillgesetzt hat. Sobald der Drehstahl 60 die Stelle C erreicht, läuft der Taster 88 an die Schulter 232 der Schablone 90 an und schliesst einen elektrischen Stromkreis, der über die Schablone 90, den Taster 88 und die Wicklung eines Schaltschützes verläuft, der den seit Drücken des Startknopfes erregten Magneten 190 wieder stromlos macht.
Das hat in der bereits erläuterten Weise zur Folge, dass der Ankerstössel 192 den Arm 64 im Uhrzeigersinn über die in Fig. 2 gezeigte Mittelstellung hinaus verschwenkt und dadurch den hydraulischen Rücklauf des Kopierschlittens 32 herbei führt. Bei diesem Rücklauf entfernt sich zunächst der Anschlag 118 vom Anschlag 140, was zur Folge hat, dass sich die Feder 136 wieder dehnt und die Schalttrommel bis in Anlage an der Wand 122 verschiebt.
Am Ende des Rücklaufes, kurz bevor die Querwand 38 des Kopier schlittens an den Kolben 36 anstösst, oder die auf der Anschlagspindel 28 befindlichen Muttern anstossen, läuft der Hebel 160 über die Schrägfläche des Anschlages 142 und bewirkt in der beschriebenen Weise die Drehung der Schalttrommel um eine Teilung, wodurch der in der nächsten Nut 116 eingesetzte Anschlag 118 dem An schlag 140 gegenüber ausgerichtet wird.
Ferner läuft gegen Ende des Rücklaufes des Kopier schlittens der an diesem sitzende Grenzschalter b3 auf den ihm zugeordneten, am Unterteil 30 sitzenden Nocken auf und setzt den Eilrücklauf des Bettschlittens 14, 15 in Gang. Dadurch gelangt der Bettschlitten wieder an die Stelle A, wo er den Grenzschalter b1 schaltet. Dieser schaltet den Rücklauf wieder ab und bringt den Bettschlitten an der Stelle A zum Stillstand. Gleichzeitig bewirkt der Grenzschalter b1 dieselben Schaltungen, die bei Beginn des Vorganges durch Drücken der Anlasstaste in Gang gesetzt wurden. Infolgedessen läuft nunmehr der Kopierschlitten vor, bis der Drehstahl 60 die in Fig. 1 mit 2 bezeichnete Stelle erreicht. Dann wiederholt sich der beschriebene Vorgang.
Es wird also die Werkstoffschicht 101 verspant, worauf wiederum der Taster 88 auf die Schulter 232 der Schablone trifft und den Rücklauf des Drehstahls 60 längs der Bahn 133 bewirkt. Nach Eilrücklauf des Längsschlittens bewirkt der Grenzschal- ter b1 wiederum den Vorlauf des Kopierschlittens bis an die Stelle 3 in Fig.1, wo dann der Vorschub des Kopierschlittens durch Anlaufen des betreffenden An schlages 118 seiner Anschlagtrommel an den Anschlag 140 beendet wird und danach durch den Zeitschalter der Längsvorschub des Bettschlittens eingeschaltet wird.
Bei diesem Längsvorschub trifft der Taster 88 auf die Schulter 234 der Schablone, wenn der Drehstahl die Stelle G erreicht. Mangels besonderer Vorkehrungen würde dies dieselben Folgen haben wie das Auftreffen des Tasters 88 auf die Schulter 232 der Schablone beim Anlangen des Drehstahls bei C. Es würde also in dem durch die Leitung 206, den Taster 88 und die Schablone 90 verlaufenden Stromkreis ein Schaltschütz erregt werden, der den Magneten 190 stromlos machen und dadurch den Rücklauf des Kopierschlittens bis zum Grenzschalter b3 einleiten würde. Das muss aber verhindert werden, weil der Drehstahl das Werkstück von der Stelle G bis zur Stelle H abdrehen soll und der Taster 88 darum die Schablone weiter abtasten muss, ohne von ihr durch Rücklauf des Kopierschlittens fortgezogen zu werden.
Aus diesem Grunde sind die Schalter 230 und<B>231</B> vorgesehen. Wird der Schalter 231 durch einen Nocken 228 geschaltet, so unterbricht er den durch die Leitung 206, den Taster 88, die Schablone 90 und das Schalt schütz verlaufenden Stromkreis. Dieser bleibt so lange unterbrochen, bis der Schalter 230 geschaltet wird, der dann den Stromkreis wieder herstellt. Die Unterbrechung dieses Stromkreises hat zur Folge, dass der Magnet 190 beim Auftreffen des Tasters 88 auf die Schablone 90 erregt bleibt, so dass die Feder 195 den Tasthebel nicht auf Rücklauf des Kopierschlittens 32 schalten kann.
Der Drehstahl überfährt also die Strecke von G bis H unter rein hydraulischer Kopiersteuerung durch die Schablone, wobei diese durch den Taster 88 abgetastet wird. Beim Auftreffen auf die Schulter 234 schaltet der Taster nicht auf elektrischem Wege, sondern durch seine mechanische Verschwenkung den Rücklauf des Kopier schlittens 32 ein, der im Zusammenwirken mit dem Vorschub des Bettschlittens dazu führt, dass der Taster 88 auf der Schulter 234 entlang läuft, bis er von dieser frei kommt und alsdann auf der Schablone entlang gleitend den Kopierschlitten 32 stillsetzt.
Kurz vor Erreichen der Stelle H schwingt der Tastarm 66 im Gegenuhrzeigersinn und schaltet den Vorschub des Kopierschlittens ein, dessen Geschwindigkeit so bemes sen wird, dass sie zusammen mit dem Längsvorschub den Drehstahl bis zur Stelle H wandern lässt. Langt der Drehstahl bei der Stelle H an, dann trifft der vom Kopierschlitten 32 mitgenommene, unten an der Trom mel 108 sitzende Anschlag 118 auf den Anschlag 140, wodurch in der bereits beschriebenen Weise der Kolben 97 des Steuerschiebers 48 in die neutrale Mittelstellung gebracht wird, in welcher der Kopiervorschub aufhört. Kurz darauf wird durch den am weitesten links sitzenden Schaltnocken 228 der Schalter 230 umgeschaltet und stellt den Stromkreis durch den Taster 88 wieder her.
Beim Auftreffen des Tasters auf die Schulter 232 der Schablone wird daher der Rücklauf des Kopierschlittens 32 eingeschaltet und lässt den Drehstahl bis zu der Stelle 1 laufen, wobei die Schalttrommel 108 um einen Schritt weitergedreht wird und der Kopierschlitten den Grenz- schalter b3 schaltet und damit den Eilrücklauf des Bettschlittens herbeiführt.
Beim nächsten Arbeitsspiel setzt der nunmehr unter die Welle 110 gelangte Anschlag<B>118</B> den von neuem vorlaufenden Kopierschlitten still, wenn der Drehstahl die Stelle 4 erreicht. Bei dem dann erfolgenden Vorschub des Bettschlittens wird die Werkstoffschicht 103 zerspant. Trifft der Taster 88 auf die Schulter 234 der Schablone, dann führt er auf elektrischem Wege den Rücklauf des Kopierschlittens 32 bis zur Stelle K herbei, wobei wiederum die Weiterschaltung der Schalttrommel und der Eilrücklauf des Bettschlittens herbeigeführt wird.
Beim nächsten Arbeitsspiel bringt der vorlaufende Kopierschlitten 32 den Drehstahl an die Stelle 5 der Fig.l, worauf der nunmehr unter der Welle 110 befindliche Anschlag 118 den Kopierschlitten stillsetzt. Beim anschliessenden Längsvorschub des Bettschlittens wird die Werkstoffschicht 104 zerspant und der Schalter 231 durch den am weitesten rechts gelegenen Nocken 228 umgeschaltet, bevor der Drehstahl den Bund 236 des Werkstücks und der Taster die entsprechende Schulter der Schablone erreicht. Infolgedessen verbleibt der Taster beim Auftreffen auf die Schablone in Anlage an dieser und führt den Drehstahl um den Bund 236 herum.
Kurz darauf wird der Schalter 230 durch den zweiten Nocken 228 von rechts umgeschaltet und stellt den elektrischen Stromkreis durch den Taster 88 wieder her, damit dieser beim Auftreffen auf die Schulter 234 den Rücklauf des Kopierschlittens herbeiführt, durch den der Drehstahl an die Stelle L gebracht wird.
Beim Rücklauf des Kopierschlittens 32 nach Zerspa- nen der vorletzten Werkstoffschicht 106 gelangt dann der Drehstahl an die Stelle M. Die bei diesem Rücklauf erfolgende Weiterdrehung der Schalttrommel 108 führt nun dazu, dass der Anschlag 172 den Hebel 200 ausschwenkt und dieser auf den Schaltstössel des Schalters b4 drückt und dass unter die Achse 110 eine Nut 116 gelangt, die nicht mit einem Anschlag 118 besetzt ist. Das Eindrücken des Schaltstössels des Schalters b4 führt erstens zu einer Unterbrechung des durch den Taster 88 verlaufenden Stromkreises und zweitens zur Vorbereitung einer Schaltung, die beim nächsten Eindrücken des Stössels des Schalters b4 vollendet werden wird.
Wenn nun beim nächsten Arbeitsspiel der Kopierschlitten vorläuft, wird der Vorschub nicht wieder durch Auftreffen eines Anschla ges 118 auf den Gegenanschlag 140 beendet, sondern dauert an, bis der Taster 88 auf die Schablone trifft und auf mechanischem Wege den Schieberkolben 97 in die neutrale Mittelstellung bringt. Bei dem folgenden Vor schub des Bettschlittens tastet der Taster 88 die ganze Schablone ab, so dass der Drehstahl bei der Stelle 8 beginnend die verbleibenden Werkstoffschichten ab nimmt, die in Fig. 1 dunkel angelegt sind.
Soll im Anschluss an die Schruppschnitte ein Schlichtschnitt erfolgen, so sind nur sieben Schruppschnitte möglich, wobei beim siebten Schruppschnitt der Taster an der Schablone entlangläuft. Da die Schalttrommel nur acht Stellungen hat, wird die achte Schalttrommelstelle für den Schlichtschnitt benutzt.
Trifft nämlich der Bettschlit ten nach Beendigung des letzten Schruppschnittes auf den Endanschlag b2, dann macht dieser den Magneten 190 stromlos, so dass der Kopierschlitten 32 zurückläuft und den Drehstahl an die Stelle F bringt und dabei den Grenzschalter b3 schaltet, der seinerseits den Eilrücklauf des Bettschlittens herbeiführt. Bei diesem Rücklauf des Kopierschlittens erfolgt wiederum eine Weiterschaltung der Trommel 108. Dabei wird der Hebel 200 zunächst durch den Anschlag 172 freigegeben, sofort darauf aber durch den folgenden Anschlag 182 von neuem geschaltet. Das hat nun zur Folge, dass auf elektromagnetischem Wege der die Zylinderkammern 222 und 224 steuernde Umsteuerschieber umgeschaltet wird und die Kammer 224 unter Druck, aber die Kammer 222 auf Ablauf schaltet.
Infolgedessen wird die Buchse 208 in Richtung von dem Tasthebel 64 fort verschoben, was eine entsprechende Verschiebung des Kopierschlittens 32 in der Richtung des Pfeiles 54 um das Mass der zum Schlichten erforderlichen Beistellung des Drehstahls zur Folge hat. Auch die nunmehr unterhalb der Welle<B>110</B> befindliche Nut 116 der Schalttrommel ist mit keinem Anschlag 118 besetzt. Infolgedessen wird bei dem nun folgenden Arbeitsspiel, bei welchem der Stromkreis durch den Taster 88 abermals unterbrochen ist, das Werkstück unter Steuerung durch den Taster 88 ge schlichtet, der dabei wiederum die Schablone vollständig abtastet. Am Ende des Schlichtschnittes im Punkt F wird der Schalter b4 durch einen zweiten Nocken gedrückt und der Bettschlitten bleibt in der Stellung A stehen.
Durch die zweite Schaltung des Schalters b4 wird auf elektrischem Wege dafür gesorgt, dass nunmehr die selbsttätige Erregung des Magneten 190 unterbleibt und der Drehstahl daher an der Stelle A stehenbleibt.
Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, ist die Unteraufgabe gelöst, das durch die Berührung der Schablone mit dem Taster elektrisch gesteuerte elektro magnetische Stellwerk so auszugestalten, dass es sich durch eine hohe Betriebssicherheit auszeichnet. Gemäss dem bekannt gewordenen Vorschlag enthält das elektro magnetische Stellwerk eine Feder, die den Anker des Elektromagneten verstellt, wenn dieser stromlos wird. Die Unteraufgabe ist nun durch eine solche Anordnung der Feder 195 gelöst, dass diese mittels des Stellwerks den Umsteuerschieber 48 in die den Rücklauf des Kopierschlittens 32 bewirkende Lage verschiebt. Infolge dessen führt ein etwaiger Ausfall der elektrischen Spannung zu einem Rücklauf des Kopierschlittens.
Nach dem bekannt gewordenen Vorschlag sollte der Umsteuer schieber nicht durch die Feder, sondern durch Erregung des Magneten in die Rücklauflage verschoben werden. Das würde aber dazu führen, dass bei Ausfall der elektrischen Spannung die Feder des elektromagnetischen Stellwerks den Kopierschieber in die Vorlaufstellung verschiebt und dieser das Werkzeug zur Unzeit vorlaufen lässt.
Nach dem bekannt gewordenen Vorschlag soll die Steuerung des elektromagnetischen Stellwerks durch den elektrischen Schalter unterbleiben, wenn der Kopier schlitten nicht durch die Anschlagtrommel, sondern durch den Taster gesteuert werden soll. Dadurch wird es ermöglicht, nach Beendigung der vorbereitenden Schnitte das Werkstück unter Steuerung durch die Schablone abzudrehen und ihm dadurch seine endgültige Gestalt zu geben. Bei dem bekannten Kopiersupport ist diese Unteraufgabe dadurch gelöst, dass die Anschlagtrommel beim letzten Schnitt keinen Anschlag zur Wirkung bringt und sich daher nicht in Achsenrichtung verschiebt.
Diese Massnahme würde beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung nichts helfen, weil das elektromagnetische Stellwerk mangels besonderer Vorkehrungen sofort den Rücklauf einleiten würde, sobald der Taster die Schablo ne berührt. Aus diesem Grunde kann vorzugsweise der durch die Schablone 99 und den Taster 88 verlaufende elektrische Stromkreis durch einen Schalter b4 unterbro chen werden, der durch Drehung der Schalttrommel 108 umschaltbar ist. Sobald diese nach Beendigung der vorbereitenden Schnitte in die entsprechende Winkelstel lung gelangt, unterbricht sie den elektrischen Stromkreis und ermöglicht es daher dem Taster, die ganze Schablone abzutasten, ohne dadurch den Rücklauf des Kopierschlit tens in die Ausgangslage auszulösen.
Weiter ist die Unteraufgabe gelöst, die Bearbeitung von Werkstücken zu ermöglichen, die mit Bunden versehen sind. Bei dem bekannt gewordenen Vorschlag ist diese Unteraufgabe nicht gelöst. Denn dort würde das elektromagnetische Stellwerk für den Umsteuerschieber in Gang kommen und den Kopierschlitten in die Ausgangslage zurücklaufen lassen, wenn der Drehstahl den Aussendurchmesser eines Bundes abgedreht hat und alsdann der Taster auf eine abfallende Schulter der Schablone gerät.
Beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung kann nun vorzugsweise der durch die Schablone 90 und den Taster 88 verlaufende Stromkreis durch Schalter 230, 231 unterbrochen und wiederhergestellt werden, die am Bettschlitten 14, 15 sitzen und durch eine am Bett der Drehbank befestigten Nockenschiene 226 umschaltbar sind. Diese Nockenschiene macht das elektromagnetische Stellwerk jeweils für die Dauer der Bearbeitung eines Bundes des Werkstücks unwirksam. Während dieser Periode des Arbeitsganges untersteht daher der Umsteu- erschieber nur der Steuerung durch den Taster und durch die Anschlagtrommel.
Wie bei dem bekannten Kopiersupport ist eine Schalt klinke für die schrittweise Drehung der Schalttrom mel vorgesehen. Während jedoch diese Schaltklinke nach dem bekannten Vorschlag durch den Elektromagneten antreibbar ist, ist sie (154) beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung vorzugsweise durch eine Bewe gung antreibbar, die vom Rücklauf des Kopierschlittens 32 mittels eines am Unterteil des Kopiersupports angeordneten Anschlages abgeleitet ist.
Zu diesem Zweck ist die Anschlagtrommel 108 durch ihre Feder 164 in die Ausgangslage zurückdrehbar, und eine sie gegen Rück drehung sichernde Halteklinke 166 ist bei Vorwärtsdre hung der Anschlagtrommel in ihre letzte Winkelstellung durch einen ihrer Anschläge 172 oder 182 ausrückbar. Sobald die Anschlagtrommel ihre letzte Winkelstellung erreicht hat, wird daher die Halteklinke ausgerückt und lässt die Anschlagtrommel unter der Kraft ihrer Feder in die Ausgangslage zurückkehren.
Vorzugsweise wird der Anschlaghebel 176 vorgese hen, der bei Drehung der Anschlagtrommel 108 in ihre letzte Winkelstellung durch einen Anschlag 172 oder 182 in eine Lage verschwenkbar ist, in der er die Halteklinke 166 solange ausgerückt hält, bis er nach Rückdrehung der Trommel in die Anfangsstellung durch einen Trommelanschlag wieder zurückgestellt wird.
Der Schalter, der den Stromkreis durch den Taster zu unterbrechen vermag und durch Drehung der Schalt trommel umschaltbar ist, steuert vorzugsweise den elektromagnetischen Umsteuerschieber, durch den ein hydraulischer Kolben 220 verschiebbar ist; dieser ver stellt durch Einwirkung auf den Umsteuerschieber den Kopierschlitten zwecks Beistellung des Drehstahls um die Schlichtspanstärke. Das bietet den Vorteil, dass sich anschliessend an das Schruppen des Werkstücks selbsttä tig ein Arbeitsgang anschliesst, in welchem das Werk stück unter Steuerung durch die Schablone und den Taster geschlichtet wird.
Nach dem bekannten Vorschlag ist ein Endschalter zum Einrücken des Eilrücklaufes des Bettschlittens vorgesehen. Es ist dies der Schalter, der auch das elektromagnetische Stellwerk für den Umsteuerschieber schaltet. Bei der neuen Maschine ist ebenfalls vorzugs weise ein Endschalter b3 zum Einrücken des Eilrücklaufs des Bettschlittens vorgesehen, wobei dieser Endschalter vorzugsweise durch die relative Verschiebung des rück laufenden Kopierschlittens 32 zum Unterteil 30 des Kopiersupports umschaltbar ist. Der Endschalter wird daher geschaltet, wenn der Kopierschlitten zurückgelau fen ist. Erst dann beginnt der Eilrücklauf des Bettschlit tens. Das bietet den Vorzug, dass unter allen Umständen ein Antossen des Drehstahls an zuvor abgedrehte Bunde des Werkstücks verhindert ist.
Das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung kann in mannigfacher Weise abgeändert werden. So ist es z. B. möglich, den Längsvorschub bereits beginnen zu lassen, wenn der Drehstahl die Ausgangsstellung A verlässt, statt in erst verspätet durch einen Zeitschalter in Gang zu setzen. In diesem Falle liegt die Ausgangsstelle A etwas weiter rechts als in Fig. 1 gezeigt ist, damit der Drehstahl durch die gleichzeitigen Vorschübe des Ko pierschlittens und des Bettschlittens in die richtigen Ausgangsstellungen für die Bearbeitung des Werkstücks gelangt.
Ferner besteht die Möglichkeit, die Schalttrommel 108 auf der Welle 110 unverschiebbar zu befestigen. In diesem Falle fallen der Stössel 134 und der Arm 144 mit dem Ansatz 146 fort. Das hat zur Folge, dass der Anschlag<B>118</B> an den Gegenanschlag 140 mit dem in der Zylinderkammer 40 erzeugten hydraulischen Druck angepresst wird, und zwar für die ganze Dauer der Schnitte, insoweit dabei der Taster 88 von der Schablone 90 abgehoben bleibt. Infolgedessen muss der Anschlag 118 am Kopierschlitten und der Anschlag 140 am Unterteil 30 des Kopiersupports entsprechend starr abgestützt sein.
Ferner kann der durch den Taster 88 verlaufende Stromkreis Schaltmittel enthalten, die beim Schliessen dieses Stromkreises den Längsvorschub des Bettschlittens unterbrechen und solange unterbrochen halten, bis der Grenzschalter b3 den Eilrücklauf des Längsschlittens in Gang setzt.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel setzt sich der Längsvorschub des Bettschlittens 14, 15 nämlich nach dem elektrischen Einschalten des Kopierschlitten rückzuges fort und hört erst auf, wenn der Eilrückzug durch den Grenzschalter b3 eingeschaltet wird. Die Rücklaufbahnen, wie zum Beispiel die Bahn 233, bilden daher mit der Spindelachse 22 einen etwas grösseren Winkel als 60 .