CH443271A - Verfahren zur Herstellung von neuen, akarizid-wirksamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und dersamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und deren Verwendung zur Bekämpfung von pflanzenschädigenen den Spinnentieren, insbesondere Milben - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, akarizid-wirksamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und dersamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und deren Verwendung zur Bekämpfung von pflanzenschädigenen den Spinnentieren, insbesondere Milben

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CH443271A
CH443271A CH955364A CH955364A CH443271A CH 443271 A CH443271 A CH 443271A CH 955364 A CH955364 A CH 955364A CH 955364 A CH955364 A CH 955364A CH 443271 A CH443271 A CH 443271A
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bromoethyl
sulfide
aromatic
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lower alkyl
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CH955364A
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Ishida Shuichi
Kirihara Shigeki
Usukura Shinichi
Original Assignee
Nippon Kayaku Kk
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C323/00Thiols, sulfides, hydropolysulfides or polysulfides substituted by halogen, oxygen or nitrogen atoms, or by sulfur atoms not being part of thio groups

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Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen, akarizid-wirksamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und  deren Verwendung zur Bekämpfung von pflanzenschädigenden Spinnentieren, insbesondere     Milben       Die     vorliegende        Erfindung        betrifft        Verfahren        zur     Herstellung neuer, akarizid wirksamer, aromatisch-ali  phatischer Thioäther, sowie die Verwendung dieser       neuen.        Verbindungen        zur        Bekämpfung    von     pflanzen-          schädigenden        Spinnentieren,

          insbesondere        von.        Milben     und deren Entwicklungsstadien einschliesslich der Eier.  



  Es sind schon einige aromatisch-aliphatische     Thio-          äther,    welche in der aliphatischen Seitenkette halogeniert       sind,    als     Insektizide,        insbesondere    gegen     Blattläuse    be  kannt geworden, z. B. Cyanoalkyl- und Halogenalkyl  phenylsulfide, wie ss-Bromäthyl-p-chlorphenyl-sulfid,  ss-Chloräthyl-phenylsulfide, sowie Tolylalkyl-thioäther.  



  Es ist bekannt,     dass        pflanzenparasitäre        Spinnmilben     der Familie Tetranychidae verschiedenen Obstbäumen,  Gemüse- und     Zierpflanzen,    wie<B>Äpfel-,</B> Orangen-, Bir  nen-,     Kirschen-,        Gurken-,        Nelkenplantagen        usw.        be-          trächtliche        Schäden        zufügen.    Daher     sind        bereits    zahl  reiche Akarizide zur Bekämpfung dieser Spinnmilben in  Gebrauch.

   Diese     Spinnmilben        ,entwickeln    jedoch     bedeu-          tend    rascher :als andere     Schädlinge        "eine        Resistenz    gegen  übliche akarizide Wirkstoffe,. sodass eine Abnahme der       Wirksamkeit    bei den     üblichem.        Wirkstoffen        unvermeidbar     ist.

   Für praktische Zwecke ist es deshalb     wichtig,    das       Auftreten        resistenter        Milben    zu vermeiden und neue  akarizide Wirkstoffe zu entwickeln, gegen welche noch  keine     Resistenz        vorhanden    ist     und    welche     insbesondere     die Eier dieser Spinnmilben spezifisch und     wirksam        ab-          täten.    Diesem     Bedürfnis,

          entsprechen        die        erfindungs-          gemäss        in        Vorschlag        gebrachten        Wirkstoffe        in    hervor  ragender     Weise.     



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren    zur     Herstellung     akarizid wirksamer aromatisch-aliphatischer Thioäther  der     Formel     R-S-CH2-CH2Br I  in der R eine in o- oder m-Stellung ,durch ein Halogen  atom oder einen niederen Alkylrest oder eine in belie  biger Stellung durch die Nitro- oder Formylgruppe oder  durch einen niederem, Alkaxy- oder Carbalkoxyrest  mono-substituierte Phenylgruppe oder eine durch Halo-    gen, niedere Alkyl- oder Alkoxyreste disubstituierte  Phenylgruppe, oder einen vorzugsweise umsubstituierten  oder durch ein Halogenatom, die Nitro- oder     Formyl-          gruppe    oder durch einen niederen Alkyl-, Alkoxy- oder  Carbalkoxyrest mono-substituierten bzw.

   einen durch  Halogen, niedere Alkyl- und Alkoxyreste disubstituierten  a- oder ss-Naphthylrest bedeutet, ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man .ein entsprechend substituiertes     Thio-          phenol    oder ein Thionaphthol mit einem     1,2-Äthylen-          halogen-hydrin,    vorzugsweise mit Äthylenchlorhydrin  oder Äthylenbromhydrin in Gegenwart eines     Säure-          akzeptors,    wie z. B. Natriumperoxyd, einem     Alkalimetall-          alkoholat    oder einer tert. organischen Base wie     Triäthyl-          amin    in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt.  



  Als     geeignete        Lösungsmittel        kommen        dafür    Wasser  oder organische,     zwischen.    0 und     150     C     siedende    Lö  sungsmittel in. Betracht. Die so,entstandenen     ss-Hydroxy-          äthyl-phenyl-sulfide    bzw.     ss-Hydroxyäthyl-naphthyl-sus-          fide    werden dann mit einem Bromierungsmittel, wie z. B.  Phosphortribromid in einem organischen Lösungsmittel,  z.

   B.     Benzol    und     in        Gegenwart        einer        organischen    Base  zum     Endprodukt    der     Formel    I     umgesetzt;        diese    Um  setzung     wird        vorzugsweise    bei     einer    Temperatur zwi  schen. 0 und<B>25'</B> C     bewerkstelligt.     



  Nach     einer        Variante        dieses        Verfahrens        kann    man  neue     Wirkstoffe,der        Formel    I auch     erhalten,        indem    man  ein entsprechend substituiertes Thiophenol bzw.     Thio-          naphthol    in einem organischen Lösungsmittel, wie z. B.

    Benzol,     Chlorbenzol    usw. bei einer     Temperatur        zwischen     50 und 200  C mit Äthylenoxyd reagieren lässt und das  so erhaltene Hydroxyäthyl-phenyl bzw. -naphthyl-sulfid  wie vorher beschrieben bromiert.  



  Schliesslich kann man die neuen Verbindungen der       Formel    I auch     erhalten,        indem    man     ein        substituiertes     Thiophenol oder Thionaphthol direkt mit :einem über  schu'ss an 1,2     Dibromäthan        (Äthylenbronid)    meinem       organischen        Lösungsmittel,    vorzugsweise in     Anwesenheit          einer    Base, wie z.

   B.     Natriummethylat    oder     Natrium-          äthylat    bei     Temperaturen    zwischen 20     und    150  C     um-          setzt.         Besonders bevorzugte akarizide Wirkstoffe der For  mel I sind diejenigen, in denen Reine in. o- oder     m-Stel-          lung    durch ein Chloratom oder einen niederen Alkyl-,  Alkoxy- oder Carbalkoxyrest, insbesondere durch den  Methyl-, Methoxy- und Carbomethoxyrest monosubsti  tuierte Phenylgruppe bedeutet.  



  Unter den Mono-substituenten des aromatischen  Restes R kommen insbesondere Alkylreste mit 1-4.     C-          Atomen,    in erster Linie der Methylrest, Halogenatome,  wie Chlor, Fluor und Brom. und Alkoxyreste mit 1-4  C-Atomen, insbesondere der Methoxyrest sowie     Carb-          alkoxyreste    mit 1-4 C-Atomen in der Estergruppe neben  dem Nitro- und Formylrest in erster Linie in Betracht.

    Falls der aromatische Rest R doppelt :substituiert ist,  so kommen :als Subsiituenten Halogenatome, insbeson  dere Chlor, sowie Alkyl- und Alkoxyreste mit 1-4     C-          Atomen,    insbesondere die Methyl-, Äthyl- rund     Methoxy-          reste    in Betracht, wobei diese beiden Substituenten unter  sich     identisch        oder    verschieden     ,sein        können.     



  Diese     neuen        Wirkstoffe        sind.        Saufgrund        ihrer        ausge-          zeichneten        Wirksamkeit    gegen     Spinnentiere,        insbeson-          dere    Milben, und deren     Entwicklungsstadien    im     Pflan-          zenschutz    in Gartenbau, Obstbau und     Landwirtschaft     von     grosser        Bedeutung.     



  Sie besitzen neben einer guten Wirksamkeit gegen,  adulte Milben insbesondere eine ausgezeichnete Wirk  samkeit gegen die Eier der     pflanzenparasitären        Spinn-          milben.    Die ovozide Wirksamkeit ist so ausgeprägt, dass  sogar die Eier im Körper der weiblichen adulten Milben;.

    abgetötet werden, sodass nach     Eiablage        durch        die    Weib  chen aus diesen     Eiern    keine     Jungtiere        schlüpfen.    Da  adulte Milben und Milbeneier im allgemeinen nebenein  ander vorkommen, ist es oft vorteilhaft, die     erfindungs-          gemässen    Wirkstoffe der Formel I in; Mischung mit  anderen Akariziden anzuwenden, welche insbesondere  auf die adelten Stadien wirksam sind, wie z. B. mit  Alkylestern der 4,4'-Dichlorbenzilsäure.  



  Akarizide Mittel können hergestellt werden, indem  man     einen        Wirkstoff        der        Formel    I mit     geeigneten    Träger  stoffen, gewünschtenfalls unter Zusatz von Haftmitteln,  Dispergatoren oder Lösungsmitteln vermischt oder     ver-          mahlt.    Man kann     diese        Mittel        in        fester        Form        als        Stäube-          oder    Streumittel herstellten, oder in Form von Konzen  traten d er Wirkstoffe, die in.

   Wasser dispergiert werden  können, wie z. B. als nutzbare Pulver, Pasten oder Emul  sionskonzentrate oder schliesslich in flüssiger Form :als,  Lösungen     oder        in        Formulierungen,        die        geeignet        sind,        als          Aerosole    oder Nebel     zerstäubt    zu     werden;;        schliesslich     können die akariziden Mittel auch in Form von     Räucher-          mitteln    vorliegen.  



  Die     Erfindung        wird        anhand        folgender        Beispiele        näher     beschrieben, in welchen die Temperaturen. in Celsius  graden angegeben sind und Teile und Prozentangaben  sich auf     Gewichtsteil:.    und     Gewichtsprozente        beziehen,          falls    nicht     ausdrücklich        etwas        anderes        angegeben    wird.

           Beispiel   <I>1</I>  Herstellung von ss-Bromäthyl-m-tolyl-sulfid  a) m-Thiokresol wird. entsprechend den Angaben in  Org. Synth. 27, 81 aus einer Lösung von 126 Teilen  Natriumxanthat in 180 Teilen Wasser durch Unisetzung  mit einer kalten Diazoniumlösung von an Toluidin über  das so entstehende m-Tolyl-äthylxanthat hergestellt.  



  b) 21,5 Teile m Thiokresol werden meiner Lösung  von 18,5 Teilen KOH und 70 Teilen Wasser gelöst. Zu  dieser Lösung gibt man bei 70  21 Teile     Äthylenchlor-          hydrin    und. setzt das Reaktionsgemisch wahrend 1i/2 Std.    bei 90  um. Das so entstehende ss-Hydroxyäthyl-m-tolyl  sulfid wird mit Benzol ausgezogen und. destilliert.  



  c) In     ein        unter        Eiskühlung        hergestelltes        Gemisch    von  20 Teilen Phosphortribromid, 15 Volumenteilen Benzol  und 2,7 Teilen Pyridin wind. im Verlaufe von 1 Std. bei       einer        Temperatur        zwischen    -5  -und 0      ein        Gemisch    von  34,5 Teilen ss-Hydroxyäthyl-m-tolyl-sulfid und 1,4 Tei  len Pyridin eingetragen.

   Das Reaktionsgemisch wird  unter Kühlen im Eisbad 1 Std. gerührt und dann bei       Raumtemperatur    stehen gelassen.     Hierauf        wird    das Re  aktionsgemisch mit salzsäurehaltigem Eiswasser versetzt  und mit Benzol ausgezogen. Nasch Abdestillieren des       Benzols    wird     nach        Destillation        des        verbleibenden    End  produktes das gewünschte ss-Bromäthyl-m-tolyl-sulfid  :erhalten, welches bei 1,5 mm Hg einen Siedepunkt von  112-114      besitzt.     



  Es seien noch     folgende        Wirkstoffe        der        allgemeinen          Formel    I     aufgeführt,    welche gemäss     dem    vorstehenden  Beispiel     hergestellt        werden,        können:

         ss-Bromäthyl-2-chlorhenyl-sulfid,  Sdp. 130-131 /3 mm Hg,  ,B-Bromäthyl-3-chlorphenyl-sulfid,  Sdp. 124--126 /2,5 mm Hg,  ss-Bromäthyl-3-carbomethoxy-phenyl-sulfid,  Sdp. 135-139 /0,6 man Hg,  ss-Bromäthyl-3-methoxyphenyl-sulfid,  Sdp. 130-133 /2,5 mm Hg,  B-Bromäthyl-3-chlor-4-methoxyphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3,4-dimethylphenyl-sulfid,  B-Bromäthyl-3-methyl-4-methoxyphanyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2-carbomethoxy-phenyl-sulfid,  Smp. 71-72 ,  B-Bromäthyl-2,5-dichlorphenyl-sulfid,  B-,Bromäthyl-2-methylphenyl-sulfid,  Sdp. 107-108 /1 mm Hg,  ss-Bromäthyl-2-methyl-5-isopropylphenyl-sulfid,  f-Bromäthyl-2-methyl-4-methoxyphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2-methoxyphenyl-sulfid,  Sdp.

   134-136 /3 mm Hg,  ss-Bromäthyl-2,4-dimethoxyphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2,5-dimethoxyphenyl-sulfid,  ,ss-Bromäthyl-2-methoxy-5-chlorphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3-carbäthoxyphenyl-sulfid,  Sdp. 142-144 /0,6 mm Hg,  r6- Bromäthyl-3-isopropoxycarbonyl-phenyl-sulfid,  Sdp. 139-144 /0,7 man Hg,  ,ss-Bromäthy-3-n-propoxycarbonyl-phenyl-sulfid,  Sdp. 145-148 /0,7 mm Hg,  ss-Bromäthyl-3-n-butoxycarbonyl-phenyl-sulfid,  Sdp.

   157-159 /0,8 mm Hg,  ss-Bromäthyl-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3-formylphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3-bromphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-4-chlor-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2-chlor-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-4-nitro-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-6,8-dinitro-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-1-äthoxy-2-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3-carbomethoxy-2-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-2,4-dibrom-1-naphthyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-4-formylphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-4-nitrophenyl-sulfid,  B-Bromäthyl-3-nitrophenyl-sulfid,       ss        Bromäthyl-2-nitrophenyl        sulfid,          ss        Bromäthyl-        4-carbomethoxyphenyl-sulfid,

           ss-Bromäthyl-4-methoxyphenyl-sulfid,  ss Bromäthyl-2-chlor-5-methylphenyl-sulfid,  ss-Bromäthyl-3-methyl-6-methoxyphenyl-sulfid.  



  Die akarizide Wirksamkeit von oben erwähnten.       erfindungsgemässen        Wirkstoffen.    geht aus     folgenden        Ver-          suchen        hervor:     <I>Versuch Nr. 1</I>  Wirksamkeit gegen die Eier und adulten Formen vom,  Tetranychus telarius L.  



       Methode:     Die     Erstlingsblätter    (2     Blätter)    von     in    einem Topf  von 6 cm Durchmesser gezogenen. französischen Zwerg  bohnen wurden in 2,5 cm2 grosse Stücke zerschnitte,  und mit 6     bis    8     ausgewachsenem    Weibchen der Spinn  milbe Tetrachynus telarius L. besetzt. Nachdem man die       Weibchen    2 Tage     lang    Eier auf     diese        Blattflächen    hat    ablegen lassen, werden die adulten Tiere entfernt und  die Eier gezählt.

   Dann wurden die Blattstücke 10     Sekun-          dien    lang in, eine wirkstoffhaltige Versuchslösung einge  taucht und die ungeschlüpften Eier 6 bis 8 Tage nach  der     Behandlung        und.        Aufbewahrung    in     einer        Zucht     kammer mikrokopisch ausgezählt, d. h. also zu einem.       Zeitpunkt,        nachdem    die     unbehandelten    Eier     eines        Kon-          trollversuches        geschlüpft    waren.  



  Es wurden folgende     erfindungsgemäss    e     Wirkstoffe    I,  II und III nach dieser Methode getestet und mit der  bekannten Verbindung IV (Chem. abstr. 53, 7493)     wir-          sungsmässig        verglichen:     
EMI0003.0035     
  
   
EMI0003.0036     
  
    Verbindung <SEP> ungeschlüpfte <SEP> (abgetötete) <SEP> Eier <SEP> in <SEP> %
<tb>  Konz.:

   <SEP> 0,1 <SEP> 0,05 <SEP> 0,025 <SEP> 0,0125 <SEP> 0,0063 <SEP> 0,00375 <SEP> 0,0025
<tb>  <B>1</B> <SEP> 99(9) <SEP> 100(8) <SEP> 95 <SEP> 89 <SEP> 80
<tb>  II <SEP> 98(100) <SEP> 97 <SEP> 97 <SEP> 85 <SEP> 77
<tb>  III <SEP> 97(100) <SEP> 96 <SEP> 91 <SEP> 85 <SEP> 66 <SEP> '
<tb>  IV <SEP> 66(-)       Die ovizide Wirksamkeit .der obenstehenden Wirk  substanzen,     insbesondere    der     Verbindung    I, ist fast so  hoch als derjenige von akariziden Wirkstoffen, aus der  Reihe der     Dithiophosphorsäure-S-phenyl-mercapto-          methyl-dialkyl-ester    des Typs  Phenkapton .  



  Die Klammnerausdrücke in obiger Tabelle bezeichnen  die prozentuale- Wirksamkeit gegen die adulten Spinn  milben. Die     untersuchte,        erfindungsgemässen        Wirkstoffe     zeigten keine Phytotoxizität gegenüber den im Test ver  wendeten     Pflanzen.     



  Die bekannte     Verbindung    IV, welche     mit        dien        erfin-          dungsgemässen    Verbindungen II und III sehr nahe ver  wandt ist, wirkt als Insektizid gegen Blattläuse (Aphis    fabae) und gegen Macrosiphum pisi, besitzt aber     konzen-          trationsmässig    eine mehr als 10-fache geringere akarizide  Wirksamkeit als die stellungsisomeren     erfindungsgemäs-          sen    o.- und. m-Chlorphenylderivate II und III.

   Die, Stel  lung     des        Chloratoms    ist     a        l    o     von        entscheidender    Bedeu  tung für die akarizide Wirksamkeit, wie aus obigem Ver  such     hervorgeht.     



  <I>Versuch Nr. 2</I>  Die Wirksamkeit geigen die Eier von Tetranychus       telarius    L.     wurde    nach     der        gleichen,    oben     beschriebenen          Methodik    noch für     folgende,        zusammen    mit den     erhalte-          nen        Resultaten        tabellarisch        aufgeführten        Verbindungen          bestimmt.     
EMI0003.0076     
  
     <I>Versuch Nr.

   3</I>       Wirksamkeit        gegen    Eier innerhalb des     Körpers    von  Weibchen der     Tetmnychus        belarius    L.    Methode:  Blätter der französischen     Zwergbohne        werden        in          gleicher        Weise        präpariert    wie     in.        Versuch    1     beschrieben,

       und     mit    10     .ausgewachsenen    Weibchen     dieser        Spinn         milbenart besetzt. Nachdem die Milben stationär gewor  den;     waren,        wurden,

  die        Blätter        während    10     Sekunden        in     die     Testlösung        eingebracht.    Nach 2 Tagen     wurden    die       überlebenden    Weibchen     entfernt    und die     inzwischen    ab  gelegten Eier     gezählt,    worauf nach     weiteren    7 Tagen die  nicht     geschlüpften    Eier     nochmals        gezählt        wurden.     
EMI0004.0018     
  
     <I>Versuch Nr.

   4</I>       Wirksamkeit    gegen ausgewachsene     Weibchen    von  Tetranychus telarius L.  



  Entsprechend der     vorher    beschriebenen Methode  wurden die Blätter der französischen Zwergbohne mit  10 ausgewachsenen Weibchen besetzt. Nachdem die Mil  ben stationär geworden waren, wurden die Blätter wäh  rend 10 Sekunden in die Versuchslösung eingetaucht.

    Nach 2 Tagen     wurden    die überlebenden     und        totem    Mil  ben     ausgezählt.     
EMI0004.0026     
  
     Wie aus obigen Tabellen hervorgeht, besitzen die       erfindungsgemässen        Wirkstoffe        eine        hervorragende        Wir-          kung    gegen     die    Eier oder     Spinnmilben        und,

      sind     zudem          teilweise    noch sehr     gut        wirksam    gegen     die        ausgewachse-          nen        Spinnmilben        .selbst.        Ferner        besitzen    sie die     spezielle          Eigenschaft,    bewirken zu     können,        dass    Eier, welche von  behandelten Weibchen gelegt werden, nicht schlüpfen.

    Daher können     die        erfindungsgemässen    Wirkstoffe, die       Spinnmilben        daran        hindern,    sich zu     vermehren.    Durch  Kombination mit bekannten akariziden Wirkstoffen, wel  che     insbesondere        .auf        die        ausgewachsenen        Spinnmilben     wirksam sind, können.

   äusserst wirksame Akarizide her  gestellt werden,     welche    sowohl     ausgewachsene    Tiere als  auch junge, Tiere     und        Eier        gleichermassen        abtöten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung neuer; akarizid wirksamer aromatisch-aliphatischer Thioäther der Formel R-S-CH2-CH2-Br I in der R eine in o- oder m-Stellung durch ein Halogen atom oder einen niederen Alkylrest oder eine :in belie biger Stellung durch die Nitro- oder Formylgruppe oder durch einen niederen Alkoxy- oder Carbalkoxyrest monosubstituierte Phenylgruppe oder eine durch Halo gen, niedere Alkyl- oder Alkoxyreste disubstituierte Phenylgruppe, oder einen vorzugsweise unsubstituierten oder durch ein Halogenatom, die Nitro- oder Formyl- gruppe oder durch einen niederen Alkyl-, Alkoxy- oder Carbalkoxyrest mono-substituierten bzw.
    einen durch Halogen, niedere Alkyl- und Alkoxyreste disubstituierten a- oder ss-Naphthylrest bedeutet, dadurch gekennzeich net, .dass man ein entsprechend substituiertes Thiophenol oder ein Thionaphthol der Formel R-SH mit einem 1,2- Äthylenhalogenhydrin in, Gegenwart ;eines Säureakzep- tors m einem inerten Lösungmittel umsetzt und das so erhaltene ss-Hydroxyäthyl-aryl-Sulfid der Formel R-S-CH2-CH,- OH hierauf mit einem Bromierungs- mittel unter solchen Bedingungen behandelt, :dass die Hydroxylgruppe durch ein Bromatom ausgetauscht wird.
    <B>PATENTANSPRUCH</B> 11 Verwendung der nach Patentanspruch I herstellbaren ,B-Bromäthyl-aryl-thioäther der Formel I als Wirkstoffe zur Bekämpfung von pflanzenparasitären Spinnmilben und deren Entwicklungsstadien einschliesslich d er Eier.
CH955364A 1963-07-23 1964-07-22 Verfahren zur Herstellung von neuen, akarizid-wirksamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und dersamen, aromatisch-aliphatischen Thioäthern und deren Verwendung zur Bekämpfung von pflanzenschädigenen den Spinnentieren, insbesondere Milben CH443271A (de)

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