CH429568A - Verpackung - Google Patents
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Description
Verpackung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung mit innerer, flexibler Tüte und äusserer Umhüllung aus Pappe, die die gefüllte Tüte an den Breitseiten sowie oben und unten umgibt. Viele Waren, z, B. solche, die für den Verkauf in Selbstbedienungsläden bestimmt sind, werden mit Hinblick auf die mechanische Widerstandsfähigkeit der Verpackung in Schachteln verkauft. Viele von diesen Waren werden auch ausserdem wegen ihrer Eigenschaft in eine besondere Hülle, wie Beutel oder Tüte verpackt, wobei der Beutel oder die Tüte luftdicht oder feuchtigkeitsdicht verschlossen werden kann. Beispielsweise kann die Tüte aus mit Kunststoff belegtem Papier hergestellt werden. Solche bekannten Doppelverpackungen sind bisher in der Weise hergestellt worden, dass der Beutel oder die Tüte lose innerhalb einer Kartonverpackung liegt, oder man hat den Beutel oder die Tüte als Futter der Schachtel ausgebildet. Dabei ist die Schachtelugewöhn- licherweise aus einem gestanzten und mit Faltlinien versehenen Werkstück gebildet. Die Erfindung bezweckt eine schachtelähnliche, mit innerer Hülle versehene Verpackung zu schaffen, die den Eindruck einer Schachtelverpackung vermittelt, auch eine befriedigende mechanische Widerstandsfähigkeit aufweist und gleichzeitig billiger ist als die bekannten Doppelverpackungen mit Schachtel und Tüte oder mit Futter versehenen Schachteln. Die erfindungsgemässe Verpackung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tüte durch zwei gegenüberliegen d e Seitenflächen, dazwischen angeordneten einfaltbaren Seitenwänden und geschlossenem Boden gebildet wird und nach Ausspreizung einen rechteckförmigen Querschnitt hat und dass die äussere Umhüllung, die ausschliesslich aus an den zwei nicht einfaltbaren Seitenflächen der Tüte befestigten Streifen besteht, die breiter sind als die Tüte, oben und unten durch Biegelinien abgetrennte Lappen aufweist. Die erfindungsgemässe Verpackung kann demzufolge eine Kombination von Tüte und Schachtel darstellen mit dem Charakter einer Tüte, deren Breitseiten, Boden und Kopfende schachtdartig verstärkt sind. Dabei hat die erfindungsgemässe Verpackung bei Stapelung etwa eine entsprechende Widerstandsfähigkeit gegen Druckbeanspruchungen wie eine geschlossene Kartonschachtel mit sechs Seiten. Im Verhältnis zu einer sechsseitigen Karton schachtel hat indessen die erfindungsgemässe Verpackung den Vorteil einer erheblichen Materialersparnis, weil Stanzabfällevermieden werden. Die erfindungsgemässe Verpackung ist insbesondere vorteilhaft, wenn die beiden Seitenstreifen ein Stück bilden, d. h. am Bodenende miteinander zusammenhängen und querverlaufende Schwächungs- oder Biegelinien aufweisen. Dadurch kann die Verpackung wie eine Tüte ausgespreizt und gefüllt werden und braucht danach ausschliesslich am Kopfende geschlossen zu werden, wodurch einfachere Maschinen verwendet werden können. Die Erfindung wird im folgenden näher anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen erklärt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung vom Aussenteil einer Verpackung nach der Erfindung, Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des unteren Teiles - in Querrichtung abgebrochen - einer Verpackung nach der Erfindung in einer ersten Ausführung, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des unteren Teiles - in Querrichtung abgebrochen - einer Verpackung nach der Erfindung in einer anderen Ausführung, und Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer völlig geschlossenen Verpackung nach Fig. 1 und 2. Der in Figur 1 gezeigte Aussenteil einer Verpackung nach der Erfindung besteht aus einem zusammenhängenden Streifen von steifem Verpackungsmaterial, z. B. Karton, der aussenseitig mit einer ansprechenden Werbebedruckung und der Angabe des Inhaltes der Verpackung versehen ist. Der Streifen nach Figur 1 wird ein fester Bestandteil eines Beutels oder einer Tüte als schachtelähnliche Umhüllung der Tüte an den Breitseiten sowie oben und unten. Zu diesem Zweck ist der Streifen mittels Biegelinien in Abschnitte unterteilt, und zwar Seitenabschnitte 10 und 12 und die durch Biegelinien 16 und 18 von Deckellappen 20 und 22 getrennt sind. Durch andere Biegelinien 24 und 26 sind die Seitenabschnitte von den Bodenabschnitten 28 und 30 getrennt. Unten sind die beiden Bodenabschnitte verbunden, und zwar über eine Biegelinie 32, damit der Streifen mit eingeklebter Tüte flach gestapelt und im Vorrat gehalten werden kann. Die in Figur 1 gezeigte Ausführung weist zusätzlich eine Stecklasche 34 auf zum Einstecken in einen Spalt, der an der Mitte der Biegelinie 18 liegt. Der in Figur 1 gezeigte Streifen ist in der in Figur 2 veranschaulichten Weise mit einer Tüte vereinigt, und zwar derart, dass die Tüte 36 mittels an den Tütenlängskanten vorgesehener Klebezonen 38, 40, 42 und 44 an den Seitenabschnitten 10 und 12 angeklebt ist, in einer solchen gegenseitigen Lage, dass der Tütenboden, wenn die Verpackung flach liegt, etwa zwischen den Bodenteilen 28 und 30 flach liegen kann und bei ausgespreizter Tüte der Tütenboden sich auf die ausgespreizten Bodenteile 28, 30 abstützt. Wie auch in Figur 2 veranschaulicht, überragen die Kanten des Streifenmateriales die Längskanten der ausgespreizten Tüte, wodurch besonders die Ecken die bei Tüten die empfindlichen Stellen sind, innerhalb des die Tüte in schachtelähnlicher Weise an den vier Seiten ungebenden Streifens geschützt liegen. Die streifenartige Anklebung vermindert die Forderungen an Genauigkeit und vermeidet unzulässige Spannungen zwischen den beiden Verpackungsteilen, wobei auch im Falle einer Verwendung eines Verschlusslappens 34 das Einstecken des Verschlusslappens dadurch ermöglicht wird. Der Beutel oder die Tüte kann eine gewöhnliche Tüte sein, vorzugsweise ein Flachtüte, d. h. eine Tüte, die flach gefaltet ist und vorzugsweise auch eine Tüte mit einwärts gefalteten Seiten. Falls gewünscht, kann die Tüte auch am Boden ganz oder teilweise mit dem Bodenstreifen des Aussenteiles verklebt werden. Wie aus dem Obigen verständlich, ermöglicht die erfindungsgemässe Verpackung im Verhältnis zu sechsseitigen Schachtelverpackungen eine Materialersparnis, insofern als die bei Ausstanzen von den zur Herstellung einer sechsseitigen Schachtel unvermeidliche Abfälle vermieden werden. Obwohl bei der erfindungsgemässen Verpackung die Schmalseiten der inneren Hülle frei zugänglich sind, hat es sich gezeigt, dass die erfindungsgemässe Verpackung eine für die meisten Fälle befriedigende Widerstandsfähigkeit aufweist und wegen ihrer Billigkeit mit Vorteil verwendbar ist, z. B. als Verpackung für gefrorene Waren bei denen schon der gefrorene Inhalt zur Widerstandsfähigkeit beiträgt. Die erfindungsgemässe Verpackung lässt sich indessen auch für andere Waren als gefrorene Waren verwenden. Vorzugsweise ist der Streifen des Aussenteiles, wenn es sich um einen Kartonstreifen handelt, in Faserlängsrichtung zugeschnitten, d. h. die Längsrichtung des Streifens fällt mit der Richtung zusammen, in der das Kartonmaterial hergestellt ist. Hierdurch wird die Biegungsfestigkeit vergrössert. Die Biegelinien 16, 18, 24 und 26 können vorzugsweise in Form von zwei dicht nebeneinander liegenden Einprägungen hergestellt werden, um die Faltung zu erleichtern, und am Boden können an der Biegelinie 32, um das Flachliegen der Verpackung zu erleichtern, drei dicht nebeneinander vorgesehene Einprägungen verwendet werden. Die Verpackung kann als Flachverpackung hergestellt und versandt werden. Zum Zwecke der Füllung wird die im Charakter tütenartige und mit dem steifen Aussenteil verstärkte Verpackung wie eine Tüte ausgespreizt, und nach der Füllung wird zuerst die oben aus der beidseitigen Umfassung herausragende Innentüte verschlossen, wonach die Deckellappen 20, 22 nach innen eingeschlagen werden. Die Stecklasche 34 ist selbstverständlich nur notwendig bei Verpackungen, die nach Öffnung wiedei verschlossen werden sollen. Bei anderen Typen von Verpackungen können die beiden Kopfteile zusammengeklebt werden. Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführung ist eine an sich bekannte Tüte gezeigt, bei welcher die Breitseiten 48 und 50 mit den schmalen Querseiten 52 und 54 derart verbunden sind, dass an den Kanten flanschartige Zonen 56, 58, 60 und 62 entstehen, so dass also die eigentlichen Kanten 64, 66, 68 und 70 der Füllraumumschliessung der äusseren Begrenzungskanten der Tüte liegen. Eine solche Tüte kann an den Flanschen entlang durch Verschweissen der Kunststoffbeschichtung auf Papier oder dgl. hergestellt werden, wobei quer zu den Längsflanschen an den Kanten am Boden eine Querschweisszone vorgesehen wird, wonach die Querschweissung wie bei 72 gezeigt gefaltet wird. Eine solche Tüte kann feucht- oder luftdicht hergestellt werden. Bei dieser Tüte kann man die Kanten von den Flanschen mit den Seitenkanten des Aussenstreifens zusammenfallen lassen, und die Klebezonen können, wie auch in Figur 3 veranschaulicht, an den flanschartigen Kanten angeordnet werden. Bei der in Figur 3 gezeigten Verpackung kann man also das Schneiden der Streifen für die Seitenstücke 48 und 50 zur Herstellung der Tüten sowie der Aussenstreifen, d. h. den Aussenteil auf derselben Maschine ohne irgendeine Umstellung durchführen. Wenn auch die oben beschriebenen und gezeigten Ausführungsbeispiele nur viereckige schachtelförmige Verpackungen zeigen, bedarf es keiner besonderen Betonung, dass es im Rahmen der Erfindung liegt, der erfindungsgemässen Verpackung auch andere Raumformen zu geben. Es versteht sich auch, dass es im Rahmen der Erfindung liegt, die beiden Bodenstücke 28 und 30 getrennt zu halten, also zwei getrennte Aussenstreifen zu verwenden, wobei die Bodenstücke so breit sein müssen, dass sie nach Ausspreizung der Tüte einander überlappen und in irgendeiner Weise, z. B. durch Kleben, miteinander verbunden werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verpackung mit innerer, flexibler Tüte und äusserer Umhüllung aus Pappe, die die gefüllte Tüte an den Breitseiten sowie oben und unten umgibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Tüte durch zwei gegenüberliegende Seitenflächen, dazwischen angeordneten einfaltbaren Seitenwänden und geschlossenem Boden gebildet wird und nach Ausspreizung einen rechteckförmigen Querschnitt hat und dass die äussere Umhüllung, die ausschliesslich aus an den zwei nicht einfaltbaren Seitenflächen der Tüte befestigten Streifen (10, 12) besteht, die breiter sind als die Tüte, oben und unten durch Biegelinien (16, 18; 24, 26) abgetrennte Lappen (20, 22 bzw.28, 30) aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verpackung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die äussere Umhüllung aus einem zusammenhängenden Streifen besteht, der kontinuierlich um den Boden der Tüte verläuft mit zusammenhängenden Bodenlappen (28, 30) die in der Mitte eine Biegelinie (32) aufweisen und die gemeinsam eine etwa der Breite der aufgespreizten Tüte entsprechende Länge haben.2. Verpackung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Verbindung zwischen Tüte und äusserer Umhüllung Klebezonen (38, 30, 42, 44) vorgesehen sind, die im Bereich der Tütenkanten liegen.3. Verpackung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegelinien zwischen den Seitenstreifen (10, 12) und den Bodenlappen (20, 22; 28, 30) in Form von parallel laufenden Doppelprägungen vorgesehen sind.4. Verpackung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegelinie (32) im Bodenteil der äusseren Umhüllung alss Dreifachprägung ausgebildet ist.5. Verpackung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Tüte mit an den Seitenkanten verlaufenden, den Tütenquerschnitt übergreifenden, flanschartigen Rand streifen (56, 58, 60, 62) versehen ist, wobei die Breite der die äussere Umhüllung bildenden Verstärkungsstreifen (10, 12) etwa der Breite der Tütenflächen entspricht, in deren Ebenen die Randstreifen (56, 58, 60, 62) liegen.6. Verpackung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Klebezonen mindestens im Bereich der Randstreifen (56, 58, 60, 62) vorgesehen sind.
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