Druckgaspackung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Druckgaspackung, also z. B. eine sogenannte Aerosol-Pakkung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine durch einen Stopfen verschliessbare Einfüllöffnung aufweist, wobei der Stopfen mit einem abreissbaren Fortsatz versehen ist, an welchem er vom Behälterinnern nach aussen in die Öffnung hineingezogen werden kann.
Falls die Druckgaspackung mit einem das auszutreibende Gut vom Druckgas trennenden, verschiebbar angeordneten Kolben versehen ist, kann der Stopfen zweckmässigerweise auf der dem Druckgas ausgesetzten Seite des Kolbens abreissbar befestigt sein, wobei die Abreissstelle zwischen Stopfen und Kolben schwächer sein muss, als die Abreissstelle zwischen Stopfen und Fortsatz. In diesem Fall befindet sich die Einfüllöffnung im Behälterboden.
Damit der Stopfen die Einfüllöffnung auch dann dicht verschliesst, wenn er nicht vollständig glatt oder die Öffnung nicht vollständig rund ist, kann man den Rand der Einfüllöffnung mit einem Dichtungsmittel versehen, bei welchem es sich um einen den Öffnungsrand einfassenden Formteil oder um eine Anstrich oder eine anderswie aufgetragene Masse handeln kann, die beim Eintrocknen einen dichten Film bildet. Es hat sich auch als zweckmässig erwiesen, den Stopfen mit Verankerungsmitteln zu versehen, die ein Zurückschieben des in die Öffnung hereingezogenen Stopfens in das Behälterinnere verhindern.
Die erfindungsgemässe Druckgaspackung kann für Gut jeder Art verwendet werden, also z. B. für flüssiges, pastenförmiges, pulverförmiges Gut oder Gut einer andern Zustandsform. Es kann ein Zerstäuben, ein Ausdrücken, ein Auspressen oder eine andere Art des Austreibens stattfinden.
Nachstehend werden anhand der Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung und Varianten davon beschrieben. Die Zeichnung zeigt den untern Teil der erfindungsgemässen Druckgaspackungen; es zeigen die Fig. 14 Schnitte durch das erste Ausführungsbeispiel und zwar die Fig. 1 mit noch offener Einfüllöffnung, die Fig. 2 mit geschlossener Einfüllöffnung vor und die Fig. 3 die geschlossene Einfüllöffnung nach dem Abbrechen des Fortsatzes und die Fig. 4 ein Detail aus der Fig. 3, jedoch unter Verwendung eines leicht geänderten Stopfens;
die Fig. 5 zeigt eine Einfüllöffnung, deren Rand von einem Formteil umgeben ist, die Fig. 6 eine weitere Einfüllöffnung mit eingesetztem Formteil und Stopfen, die Fig. 7 und 8 zeigen ein anderes Ausfiihrungs- beispiel der Erfindung und zwar die Fig. 7 im Längsschnitt und die Fig. 8 im Querschnitt nach der Linie VIII -VIII der Fig. 5.
Bei dem in den Fig. 1-3 dargestellten Beispiel besteht die Druckgaspackung aus einem zylindrischen Mantel 1 und einem mit ihm fest verbundenen Boden 2 sowie einem in der Zeichnung nicht dargestellten Auslassventil, das auf der dem Behälterboden 2 entgegengesetzten Seite der Packung angeordnet ist. Das Behälterinnere ist durch einen verschiebbaren Kolben 3 in einen Raum 4 für das auszutreibende Gut und einen Raum 5 für das Druck- oder Treibgas, das auch in flüssiger Form eingebracht werden kann, un- terteilt. Im Boden 2 ist eine Einfüllöffnung 2a angel ordnet, die mit einem sich nach innen erstreckend°n Rand versehen ist.
Der Kolben 3 besitzt auf der dem Druckgas ausgesetzten Seite einen Stift 6, der aus drei Abschnitten aufgebaut ist: der mittlere Abschnitt 6b ist als Verschlussstopfen für die Öffnung 2a ausgebildet, während der Abschnitt 6a als Verbindungsstück zum Kolben 3 und der Abschnitt 6c als Stiel ausgebildet ist Wichtig ist nun, dass sowohl das Verbindungsstück 6a wie auch der Stiel 6c eine Schwächungsstelle aufweisen. Während sich die Schwächungsstelle im Verbindungsstück 6a irgendwo befinden kann, soll sie sich am Stiel 6c möglichst an der Ansatzstelle beim Stopfen 6b befinden. Des weitern muss die erstgenannte Schwächungsstelle schwächer sein als die andere Schwächungsstelle.
Bei der Herstellung der Druckgaspackung wird zuerst in den Mantel 1 der mit dem Stift 6 versehene Kolben 3 eingesetzt und dann der Behälterboden befestigt, so dass man eine Packung erhält, wie sie in der Fig. 1 dargestellt ist. Alsdann wird von oben das auszutreibende Gut eingefüllt und die obere Öffnung durch ein handelsübliches Ventil verschlossen. Nun wird durch die Öffnung 2a das Druckgas im flüssigen oder gasförmigen Aggregatzustand eingefüllt, worauf der Stopfen 6b durch Zug am Stift 6c vom Kolben 3 getrennt und in die Einfüllöffnung 2a hineingezogen wird, wie das in der Fig. 2 dargestellt ist. Der zwischen dem Kolben 3 und dem Boden 2 herrschende Druck wird den Stopfen 6b in der Einfüllöffnung 2a dicht festhalten.
Alsdann wird der Stiel 6c abgerissen oder abgebrochen, wie das in der Fig. 3 dargestellt ist, worauf man gewünschtenfalls das von aussen sichtbare Ende des Stopfens 6b mit einem Klebstreifen oder einem andern dazu geeigneten Material zudecken kann.
Um ein Zurückschieben des in die Öffnung 2a hineingezogenen Stopfens in das Behälterinnere zu verhindern, kann man diesen auch mit Verankerungsmitteln versehen, beispielsweise so, wie das in der Fig. 4 dargestellt ist, wo der mit 7b bezeichnete Stopfen einen ringsherumlaufenden Absatz 7d aufweist, der als Widerhaken dient. Natürlich könnten statt des ringsherumlaufenden Absatzes auch zwei oder drei widerhakenförmige Vorsprünge vorgesehen sein, welche denselben Zweck erfüllen.
Falls das für den Stopfen 6 beziehungsweise 7 verwendete Material aus irgendwelchem Grunde am Rand der Einfüllöffnung 2a nicht dicht anliegt, oder falls bei der Serienfabrikation bei der Verwendung gewisser Materialien die Gefahr besteht, dass nicht alle Stopfen wirklich dicht in der Öffnung sitzen werden, empfiehlt es sich, den Rand der Einfüllöffnung mit einem Dichtungsmittel zu versehen. So kann man diesen Rand z. B. durch Anstreichen oder Besprühen mit einer flüssigen Gummimasse benetzen, die nach dem Auftrocknen einen Gummifilm rings um das Loch hinterlässt. Diese Benetzung kann gleichzeitig mit der Gummierung das äusseren Dosenbodenrandes erfolgen und zwar beispielsweise mit einer Gummilösung oder einer Gummiemulsion oder natürlich auch mit irgendeinem andern passenden Klebemittel, um so eine zuverlässige Dichtung zu erhalten.
Anderseits kann man auch einen Formteil aus einem elastischen Werkstoff, der etwa die Form eines Hohlniets aufweist, in die Einfüllöffnung einsetzen, wie das in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, in welchen der Dosenboden mit 9 bzw. 11 und der Formteil mit 10 bzw. 12 bezeichnet ist. Im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5 ist dabei der Rand 9a der Einfüllöffnung nach aussen gebördelt, während im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 6 der Rand lla nach innen gebördelt ist.In der Fig. 6 ist auch ein Stopfen 13 dargestellt, der die Einfüllöffnung dicht abschliesst und der an seinem äusseren Ende eine Verdickung 13a aufweist, durch welche ein Zurückschieben ins Behälterinnere verunmöglicht oder zumindest sehr erschwert wird.
Die Verwendung eines Formteils 10 oder 12 kann sich überall dort empfehlen, wo das für den Stopfen verwendete Material zu wenig elastisch ist, um eine einwandfreie Dichtung zu gewährleisten.
Das in den Fig. 7 und 8 dargestellte Ausführungsbeispiel weist keinen das Innere der Packung unterteilenden Kolben auf. Der Mantel ist hier mit 14 bezeichnet. Es kann sich hier, wie auch in den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen, um eine zylindrische oder um eine eckige Packung handeln. Der Boden 15 ist mit einer Öffnung 15a versehen, die zum Einfüllen des Druckgases im gasförmigen oder flüssigen Zustand oder unter Umständen auch zum Einbringen des gesamten Inhaltes der Druckgaspackung, also auch des auszutreibenden Gutes dienen kann. Die Öffnung 15a weist hier einen nach aussen vorstehenden Rand 1 5b auf, der allerdings auch nach innen vorstehen könnte, wie das bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1-3 und 6 der Fall ist.
Je nach dem Herstellungsverfahren für die Öffnung 15a kann auch überhaupt auf einen vorstehenden Rand verzichtet oder es kann der Rand mit einem elastischen Formkörper etwa in der Form eines Hohlniets eingefasst werden, wie das aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist.
In der Öffnung 15a steckt nun der mit einem abreissbaren Fortsatz 16a versehene Stopfen 16b, der sich vom Behälterinnern nach aussen in die Öffnung hineinziehen lässt und der gewünschtenfalls mit widerhakenähnlichen Vorsprüngen versehen sein kann. Der Durchmesser des Fortsatzes 16a entspricht dem kleinsten Innendurchmesser der Öffnung 15a, damit so der Fortsatz in der Öffnung festsitzt. Zum Füllen des Behälters dienen die Rillen 16c. In der Füllmaschine wird wie beim Füllen der in den übrigen Figuren dargestellten Behälter ein Füllkopf verwendet, der sich dicht auf den Behälterboden aufsetzen lässt und der in seinem Innern eine Spannzange zum Festhalten des Fortsatzes 16a enthält. Diese hält so den Stopfen fest und zieht ihn nach beendigter Füllung nach aussen soweit in die Öffnung hinein, bis diese ganz verschlossen ist. Dann reisst sie den Fortsatz 16a vom Stopfen 16b ab.