CH414643A - Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderivaten

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CH414643A
CH414643A CH1421762A CH1421762A CH414643A CH 414643 A CH414643 A CH 414643A CH 1421762 A CH1421762 A CH 1421762A CH 1421762 A CH1421762 A CH 1421762A CH 414643 A CH414643 A CH 414643A
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dibenz
acid
azepine
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hydrogen
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CH1421762A
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Walter Dr Schindler
Blattner Hans
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Geigy Ag J R
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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

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      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    ein Verfahren  zur Herstellung von neuen     Azepinderivaten,    die wert  volle     pharmakologische    Eigenschaften besitzen.  



  Verbindungen der Formel I  
EMI0001.0007     
    in welcher X und Y unabhängig voneinander Wasser  stoff, Chlor- oder Bromatome oder niedere     Alkylreste          R,    Wasserstoff oder einen     Methylrest,          R2    Wasserstoff oder einen niederen     Alkylrest,          R3    einen niederen     Alkylrest,          R4    Wasserstoff oder einen niederen     Alkylrest    und  n 0 oder 1 bedeuten,  sind bisher nicht bekannt geworden.

   Wie nun gefun  den wurde, besitzen solche     Verbindungen    und     ihre          Salze    mit anorganischen und organischen Säuren       wertvolle    pharmakologische Eigenschaften, insbe  sondere     reserpinantagonistische,    narkosepotenzierende,       histaminantagonistische    und     anticonvulsive        Wirksam-          keit,    während die     anticholinergischen    Wirkungskom  ponenten sehr gering sind.  



  Sie können oral oder in Form von     wässrigen    Lö  sungen ihrer Salze auch     parenteral        angewendet    wer  den.  



  In den     Verbindnugen    der     Formel    I ist X     beispiels-          weise    Wasserstoff     oder    ein     Chloratom    oder Brom  atom in     7-Stellung    und Y Wasserstoff oder ein Chlor-    oder Bromatom in     3-Stellung.    Halogenatome X und Y  sind vorzugsweise gleich und in derselben relativen  Stellung zum     Ringstickstoffatom.    Ferner sind X und  Y z.

   B.     Methylreste    in 3- und     7-Stellung    oder 2- und       8-Stellung    oder Y ist     beispielsweise    ein     Äthylrest     in     3-Stellung    und X ein Wasserstoffatom.

       R2        ist    bei  spielsweise Wasserstoff oder ein     Methyl-    oder     Äthyl-          rest,    R3 ein     Methy'1-,    Äthyl-,     nLPropyl-    oder     n-Butyl=          rest,    und     R4    Wasserstoff oder einer der für R3 ge  nannten Reste.  



  Die Herstellung der neuen Verbindungen der       Formel    I erfolgt dadurch, dass man eine Verbindung  der Formel     II,     
EMI0001.0057     
    in welcher X, Y,     R1,    R2,     R3,        R4    und n die oben ange  gebene Bedeutung haben,     mittels    eines komplexen  Hydrids, insbesondere     Lithiumaluminiumhydrid    in  einem ätherartigen     Lösungsmittel    wie z.

   B.     Diäthyl-          äther,        Dibutyläther,        Tetrahydrofuran    oder     Dioxan,     reduziert und     gewünschtenfalls    eine     Verbindnug    der  Formel I     mit    einer anorganischen oder     organischen     Säure in ein Salz überführt.  



  Die     Reduktion    der Verbindungen der     Formel        1I     kann bei Raumtemperatur oder mässig erhöhter Tem  peratur erfolgen.  



  Ausgangsstoffe der Formel     II    sind     beispielsweise     ausgehend von den     bekannten        10-Methyl-    und 10-           Athyl-5II        dibenz[b,f]azepinen        erhältlich.    Die     genann-          ten    Verbindungen werden vorzugsweise zunächst       acyliert,    zum Beispiel     acetyliert    durch Kochen mit       Acetylchlorid    in einem geeigneten     inerten    organi  schen Lösungsmittel, wie zum Beispiel     Toluol,

       und     dheerhaltenen    5 -     Acyl    -1,0 -     alkyl-   <B>511</B> -     dibenz-          [b,f]azepine    am besten durch     Bromierung,    vor  zugsweise mittels     Bromsuccinid        in        Tetrachlorkohlen-          stoff    oder in einem anderen     perhalogenierten    niederen       Alkan,    in     5-Acyl-10-(a-brom-alkyl)-5H-dibenz[b,f]-          azepine    übergeführt.

   Diese Bromverbindungen kann  man entweder mit     einem        Alkalicyanid        umsetzen    und  die so erhaltenen     10-(a-Cyanoalkyl)-verbindung    unter  gleichzeitiger Abspaltung des     5-Acylrestes    zu den  gegebenenfalls in den     Benzolkernen    substituierten       5H-Dibenz[b,f]azepin10-essigsäuren    bzw.

       a-Methyl-          5H-dibenz[b,f]azepin-10-essigsäuren        hydrolysieren,     zur     Herstelllung    von Verbindungen mit n = 0 ent  sprechend der Formel     III,     
EMI0002.0037     
    in welcher R5 Wasserstoff oder einen niederen       Alkanoylrest    bedeutet und X, Y und     R1    die oben an  gegebene Bedeutung haben, oder man kann die  Bromverbindungen     mittels        Alkalimetallalkoholaten     mit     Cyanessigsäurealkyestem,

          Malonsäuredialkyl-          estern    oder deren     a-Alkylderivaten    kondensieren, un  ter nachfolgender Hydrolyse und     Decarboxylierung     der Kondensationsprodukte zu gegebenenfalls a- und/  oder     ss-alkylsubstituierten    sowie     gegebenenfalls        ring-          substituierten        5H-Dibenz[b,f]azepin-10-propionsäuren,     das heisst Verbindungen mit n = 1 entsprechend der  Formel IV,  
EMI0002.0052     
    in welcher     R5    Wasserstoff oder einen niederen       Alkanoylrest    bedeutet und X, Y,

       R1    und     R2    die oben  angegebene Bedeutung haben.  



  Diese Säuren bzw. die weiter oben genannten,  gegebenenfalls substituierten 5H-Dibenz[b,f]azepin-         essigsäuren   <I>der Formel</I>     III    werden nun vorzugsweise  in geeignete reaktionsfähige funktionelle Derivate um  gewandelt;     sie    werden beispielsweise     durch    Konden  sation mit     p-Nitrophenol    mittels     Dicyclohexylcarbo-          diimid    in einem geeigneten     inerten    organischen Lö  sungsmittel in     p-Nitro-phenylester    übergeführt oder  mit     Diazomethan    zu     Methylestern    umgesetzt.

   Solche  reaktionsfähige funktionelle Derivate oder die ent  sprechenden freien Säuren selbst (gegebenenfalls z. B.  in     Gegenwart    von     Dicyclohexylcarbodiimid)    werden  beispielsweise mit niederen     Alkylaminen    oder mit  niederen     Dialkylaminen        kondensiert.    Gegebenenfalls  erfolgt     anschliessende    Einführung eines niederen     Hy-          droxyalkylrestes,    wodurch schliesslich die     Amide    der  Formel     II    erhalten werden können.

   Als weitere Mög  lichkeiten zur Herstellung dieser     Amide    aus den  ihnen zugrunde liegenden Säuren seien die Umsetzung  derselben mit niederen     Schwefligsäure-alkylester-di-          alkylamiden    in     Pyridin    bei Raumtemperatur unter       mehrtägigem        Stehenlass    en, oder die     Umsetzung    der  Säuren mit niederen     Alkylisocyanaten    und anschlie  ssendes Erhitzen zur Kohlendioxydabspaltung,

   sowie  die     Umsetzung    von     Salzen    der genannten Säuren mit  niederen     Dialkylcarbaminsäurechloriden    und anschlie  ssendes Erhitzen genannt.  



  Mit anorganischen und organischen Säuren, wie       Salzsäure,        Bromwasserstoffsäure,    Schwefelsäure, Phos  phorsäure,     Methansulfonsäure,        Äthandisulfonsäure,        ss-          Hydroxyäthansulfonsäure,    Essigsäure, Milchsäure,       Oxalsäure,        Bernsteinsäure,        Fumarsäure,        Maleinsäure,          Äpfelsäure,    Weinsäure,     Citronensäure,        Benzoesäure,          Salicylsäure,

          Phenylessigsäure    und Mandelsäure bil  den die neuen Verbindungen der Formel I     Salze,    wel  che zum Teil wasserlöslich sind.  



  Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Her  stellung der neuen Verbindungen der Formel I     näher,     stellen jedoch keineswegs die einzigen Ausführungs  formen derselben dar. Die Temperaturen sind in  Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  In eine Lösung von 4,94 g     Lithiumaluminiumhy-          drid    in 75 ml     Tetrahydrofuran    lässt man unter Rühren  21,5 g     SH-Dibenz[b,f]azepin-10-essigsäure-dimethyl-          amid    in 200     ml        Tetrahydrofuran        zutropfen    und     rührt     das Gemisch 16 Stunden bei 50  . Nach starkem Ab  kühlen wird das überschüssige Hydrid mit der berech  neten Menge Wasser zersetzt und das Reaktionsge  misch     im    Rotationsverdampfer eingedampft. Der  Rückstand wird mit Äther extrahiert.

   Der ätherischen  Lösung werden die basischen Anteile durch dreimaliges       Ausschütteln    mit 2n     Salzsäure    entzogen. Die sauren  Auszüge werden alkalisch gestellt und wieder     ausge-          äthert.        Durch    Zugeben der berechneten Menge     Fu-          marsäure    zur ätherischen Lösung wird das     Fumarat     des     10-(ss-Dimethylamino-äthyl)-5H-dibenz[b,f]azepin     vom     Smp.    200 bis 204  erhalten.  



  Das als Ausgangsstoff zu verwendende     5H-          Dibenz[b,f]azepin-10-essigsäure-dimethylamid    kann  wie folgt hergestellt werden:      a) Zu 207 g     10-Methyl-5H-dibenz[b,f]azepin    in  620 ml     Toluol    lässt man unter Rühren 87 g     Acetyl-          chlorid        zutropfen    und kocht anschliessend das Reak  tionsgemisch 2 Stunden unter     Rückfluss.    Hierauf wird  es im Vakuum eingedampft und der Rückstand in  500 ml Äther gelöst.

   Beim Stehenlassen in der Kälte  kristallisiert das     5-Acetyl-10-methyl-5H-dibenz[b,f]-          azepin    vom     Smp.    97 bis 98 .  



  b) 228 g     5-Acetyl-10-methyl-5H-dibenz[b,f]azepin     werden in 1900 ml     Tetrachlorkohlenstoff    und mit  169 g     Bromsuccinimid    versetzt. Unter Einleiten von  Stickstoff und Rühren wird das Reaktionsgemisch  zum Sieden erwärmt und mit 2 Lampen stark be  lichtet. Man hält so lange im Sieden, bis alles     Succin-          imid    auf der Lösung schwimmt, was etwa 11/2 Stunden  in Anspruch nimmt. Hierauf kühlt man es auf etwa  50  ab und saugt das     Succinimid    ab.

   Beim Eindamp  fen der     Tetrachlorkohlenstofflösung    im Vakuum er  hält man das     10-Brommethyl-5-acetyl-5H-dibenz[b,f]-          azepin    vom     Smp.    133 bis 135 .  



  c) 90 g 10     Brommethyl-5-acetyl-SH-dibenz[b,f]-          azepin    werden unter Rühren und leichtem     Erwärmen     in 900 ml absolutem Äthanol gelöst und bei 40  eine  Lösung von 80 g     Natriumcyanid    in 30 ml Wasser  langsam     zutropfen    gelassen. Anschliessend rührt man  noch 20 Stunden bei dieser Temperatur. Hierauf wird  das Lösungsmittel im Vakuum abgedampft und der  Rückstand aus     Äthylacetat-Äther    kristallisiert, wobei       mandas        10-Cyanmethyl-5-acetyl-5H-dibenz[b,f]azepin     vom     Smp.    137 bis 138  erhält.  



       d)    60 g     10-Cyanmethyl-5-acetyl-5H-dibenz[b,f]-          azepin    werden in 430 ml Äthanol und 111,5     ml     Teilen 50 %     iger    Kalilauge 16 Stunden unter     Rückfluss     gekocht. Das Äthanol wird im Rotationsverdampfer  abgedampft und die zurückbleibende     wässrige    Lösung  mit     30%iger    Schwefelsäure angesäuert. Die ausge  fallene     5H-Dibenz[b,f]azepin-10-essigsäure    wird ab  filtriert und aus 80%igem Äthanol     umkrisallisiert,          Smp.    167 .  



  e) 10 g     5H-Dibenz[b,f]azepin-10-essigsäure    wer  den in 150 ml trockenem     Äthylacetat    gelöst. Zu dieser  Lösung gibt man 5,6 g     p-Nitro-phenol    und anschlie  ssend in kleinen Portionen 8,2g     Dicyclohexylcarbodi-          imid.    Die Lösung wird 20 Stunden gerührt und nach die  ser     Zeit    vom     Dicyclohexylharnstoff        abfiltriert.    Das Fil  trat wird eingedampft und der Rückstand aus Benzol  umkristallisiert, wobei man den     5H-Dibenz[b,f]azepin-          10-essigsäure-p-nitrophenylester    vom     Smp.    124 bis  127  erhält.  



       f)    37,2 g     5H-Dibenz[b,f]azepin-10-essigsäure-p-          nitrophenylester    werden in 200 ml Chloroform gelöst.  Bei 5 bis 10  lässt man eine Lösung von 10 g     Di-          methylamin    in 50 ml     Chloroform        zutropfen    und rührt  anschliessend eine Stunde bei 35 bis 40 . Die Reak  tionslösung wird     gründlich    mit Wasser gewaschen, ge  trocknet und eingedampft. Der Rückstand wird aus  Äther umkristallisiert, wobei man das     5H-Dibenz-          [b,f]azepin-10-essigsäure-dimethylamid    vom     Smp.    196  bis 198  erhält.  



  g) In analoger Weise kann das 10-(ss-Diäthylamino-         äthyl)-5H-dibenz[b,f]azepin,        Kpo,oos    180 , hergestellt  werden.  



  <I>Beispiel 2</I>  In eine Lösung von 2,2 g     Lithiumaluminiumhydrid     in 75 ml     Tetrahydrofuran    lässt man unter Rühren eine  Lösung von 9 g     5H-Dibenz[b,f]azepin.-10-propion-          säure-dimethylamid    in 200     ml        Tetrahydrofuran    ein  tropfen und rührt anschliessend 16 Stunden bei 50 .  Nach Aufarbeitung analog Beispiel     1g)    und Destilla  tion der rohen Base im Hochvakuum erhält man das       10-(y-Dimethylamino-propyl)-5H-dibenz[b,f]azepin     vom     Kpo,ooi    162 bis 163 .  



  Das als Ausgangsstoff zu     verwendende        5H-          Dibenz[b,f]azepin-10-propionsäure-dimethylamidkann     wie folgt hergestellt werden:  a)     In    eine Lösung von 34g Natrium in 600 ml  absolutem Äthanol lässt man unter Rühren bei 0 bis  5  164 g     Cyanessigsäure-äthylester        zutropfen.        An-          schliessend    werden bei 0 bis 5  124 Teile     5-Acetyl-          10-brommethyl-5H-dibenz[b,

  f]azepin    innerhalb 2 Stun  den     zutropfen    gelassen und das     Gemisch    vorerst  2 Stunden im Eisbad und dann 14 Stunden bei Raum  temperatur gerührt. Hierauf kühlt man es wieder auf  0  ab und lässt 67     ml    Eisessig     zutropfen,    worauf  das Gemisch schwach sauer reagieren soll.

   Das Lö  sungsmittel wird im     Rotationsverdampfer    abgedampft  und der     zurückbleibende        ölige    Rückstand auf Eis  und Wasser gegossen und erschöpfend     ausgeäthert.     Beim Eindampfen der Ätherlösung bleibt der     a-          Cyano        @    5 -     acetyl-5H-dibenz[b,f]azepin-10-propion-          säure-äthylester    zurück.  



  b) 125 g des vorgenannten Esters werden eine  halbe Stunde mit 1000     ml    2n Natronlauge auf dem  siedenden Dampfbad verseift. Die klare Lösung wird  mit konzentrierter     Salzsäure    angesäuert und die aus  gefallene Säure in     Äthylacetat    aufgenommen. Nach  dem Trocknen wird das     Lösungsmittel    abgedampft  und in die als Öl zurückbleibende rohe     a-Cyano-säure     zur     Decarboxylierung    im Ölbad auf 180  (Radtem  peratur) erhitzt, bis kein Kohlendioxyd mehr abgeht  (etwa eine Stunde).

   Das erhaltene     5-Acetyl-5H-dibenz-          [b,f]azepin-10-propionitril    wird nach dem Erkalten  zur     Verseifung    mit 220     ml        50%iger    Kalilauge und  500 ml 95 %     igem    Äthanol 2 Stunden unter     Rückfluss     gekocht. Nach dem Abkühlen giesst man die Lösung  auf Eis und säuert sie mit konzentrierter     Salzsäure     an.

   Die ausgefallene     5-Acetyl-5H-dibenz[b,f]azepin-          10-propionsäure    wird     abfiltriert    und aus     Äthylacetat          umkristallisiert.        Smp.    169 bis 170 .  



  c) 2,0 g     5-Acetyl-5H-dibenz[b,f]azepin-10-pro-          pionsäure    werden mit einer Lösung von 2,0g Kalium  hydroxyd in 8 g absolutem Äthanol 16 Stunden unter       Rückfluss    gehalten. Man giesst auf viel Wasser und  säuert     mit    verdünnter     Salzsäure    an, wobei die     5H-          Dibenz[b,f]azepin-10-propionsäure    ausfällt. Man     kri-          stallisiert    sie aus 80 %     igem    Äthanol um,     Smp.    193 bis  195 .  



       d)    30 g     5H-Dibenz[b,f]azepin-10-propionsäure     werden in 600     ml        Äthylacetat    gelöst und bei 25  mit  16 g     p-Nitro-phenol    versetzt. Unter Rühren gibt man           portionsweise    23g     Dicyclohexylcarbodiimid    zu,     rührt     16 Stunden bei 20 bis 25  weiter, filtriert dann vom       Dicyclohexylharnstoff    ab und dampft das Filtrat ein.

    16 g des     öligen    Rückstandes werden in 120 ml       Chloroform    gelöst, bei 20 bis 25  7 ml     Dimethylamin     zugefügt und die Lösung 3 Stunden bei 35  gerührt.  Die abgekühlte Reaktionslösung wird mit Wasser ge  waschen und eingedampft. Der Rückstand wird aus       Äthanol    umkristallisiert, wobei man das     5H-Dibenz-          [b,f]azepin-10-propionsäure-dimethylamid    vom     Smp.     187 bis 188  erhält.  



  <I>Beispiel 3</I>  2 g     Lithiumaluminiumhydrid    werden     in    75 ml  absolutem     Tetrahydrofuran    unter Rühren suspendiert,  die Suspension auf 0  abgekühlt und 9 g     ss-Methyl-          5H-Dibenz[b,f]azepin-l0-propionsäure-dimethyl'amid',     gelöst in 100 ml absolutem     Tetrahydrofuran,        zutropfen     gelassen, wobei man die     Temperatur    bis auf 20  stei  gen lässt. Dann rührt man das Reaktionsgemisch  noch 16 Stunden bei 45 bis 50      Innentemperatur,     kühlt es ab, zersetzt es bei höchstens 10  mit 50 ml  Wasser und dampft es im Rotationsverdampfer ein.

    Der Rückstand wird mehrmals     mit    Äther extrahiert,  die vereinigten     Atherextrakte    werden ihrerseits drei  mal mit 2n     Salzsäure    ausgezogen, die sauren Extrakte  alkalisch gestellt und     ausgeäthert.    Die Ätherlösung  wird gewaschen, über     Kaliumearbonat    getrocknet und  eingedampft. Der Rückstand wird im Hochvakuum       destilliert,    wobei man das     10-(y-Dimethylamino-ss-          methyl-propyl)-5H-dibenz[b,f]azepin    vom     Kpo,ooo    172  bis 174  erhält. Das in üblicher Weise bereitete       Fumarat    schmilzt bei 154 bis 158 .  



  Das als Ausgangsstoff zu verwendende     ss-Methyl-          5H-dibenz[b,f]azepin-10-propionsäure-dimethylamid     kann wie folgt hergestellt werden:       a)    7,7 g Natrium werden in 200 ml absolutem  Äthanol aufgelöst, zur erhaltenen     Natriumäthylatlösung     unter     Rühren    bei 20  58g     Methylmalonsäurediäthyl-          ester    zugegeben und dann     innerhalb    einer Stunde eine  Lösung von 109,5 g     10-Brommethyl-5-acetyl-5H-di-          benz[b,f]azepin    in 100 ml absolutem     Äthanol    zu  tropfen gelassen,

   wobei die Temperatur des     Reak-          tionsgemisches    auf etwa 35 bis 40  steigt. Hierauf  wird es eine     Stunde    unter     Rückfluss    gekocht, worauf es  neutral reagiert. Dann wird es im Rotationsverdamp  fer     eingedampft    und der Rückstand mit Wasser ver  setzt und zweimal     ausgeäthert.    Die Ätherlösung wird  mit Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat    getrocknet  und eingedampft, wobei der rohe a-(5-Acetyl-5H       dibenz[b,f]azepin-10-ylmethyl)-a-methyl-malonsäure-          diäthylester    als dickflüssiges Öl zurückbleibt.  



  <I>b)</I> Der     gemäss   <I>a)</I> erhaltene rohe     Diäthylester     (133 g)     wird    in 100 ml Äthanol gelöst, die Lösung mit  1000     ml    2n Natronlauge     versetzt    und 16 Stunden  unter Rühren unter     Rückfluss    gekocht. Nach dem  Erkalten     dekantiert    man von ausgeschiedenem Harz  ab und     säuert    die     Reaktionslösung    mit     konzentrierter          Salzsäure    an.

   Die     wässrige    Phase     wird    abgegossen und  der Rückstand in     Äthylacetat    gelöst, die Lösung mit    Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat    getrocknet und  eingedampft, wobei die rohe     disubstituierte        Malon-          säure    als Öl zurückbleibt.  



  c) Das bei der Hydrolyse erhaltene Öl (78 g) wird  im Ölbad bei 180      Badtemperatur    bis zur Beendigung  der Kohlendioxydentwicklung erhitzt (etwa eine  Stunde). Nach dem Abkühlen versetzt man das     Roh-          produkt    mit     Ätihylacetat,    wobei Kristallisation     eintritt.     Die Kristalle werden abgesaugt und aus     Äthylacetat          umkristallisiert.    Die     so        erhaltene        ss-Methyl=5-acetyl-          5H-dibenz[b,

  f]        azepin-10-propionsäure        schmilzt    bei 203  bis 205 .  



       d)    19 g der nach c)     erhaltenen    Säure werden mit  der Lösung von 19g     Kaliumhydroxyd    in 76 ml ab  solutem Äthanol 40     Stunden    unter     Rückfluss    gekocht.  Nach dem Abkühlen versetzt man die Lösung     mit     100     ml    Wasser und säuert sie mit konzentrierter       Salzsäure    an. Die langsam auskristallisierende     ss-          Methyl-5H-dibenz[b,f]azepin-10-propionsäure    wird  abgesaugt und in Äther aufgenommen, die Äther  lösung mit Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat    ge  trocknet und eingedampft.

   Der Rückstand wird  aus     70%Igem        Äthanol    umkristallisiert, worauf die  Säure einen     Smp.    von 169 bis 172  aufweist.  



  e) 14,3 g der nach     d)    erhaltenen Säure, 7,7 g       p-Nitrophenol    und 11 g     Dicyclohexylcarbodiimid     werden in 300 ml     Äthylacetat    16 Stunden bei Raum  temperatur gerührt. Der ausgeschiedene     Dicyclo-          hexylharnstoff    wird abgesaugt und das Filtrat zweimal  mit eisgekühlter     Natriumbicarbonatlösung    und einmal  mit Wasser gewaschen, über     Natriumsulfat    getrocknet  und im Rotationsverdampfer eingedampft.

   Der     p-          Nitaro-phenylester    der     ss-Methyl-5H-dibenz[b,f]azepin-          10-propionsäure    bleibt als dickflüssiges Öl     zurück.     



       f)    22 g des nach e) erhaltenen rohen Esters wer  den in 200 ml Chloroform gelöst und mit 11     ml        Di-          methylamin    (100 %     ig)    versetzt, wobei die Temperatur  auf etwa 35  steigt. Man rührt die Reaktionslösung  eine Stunde bei 35 bis 40 , kühlt sie dann ab, wäscht  sie zunächst mit Wasser und dann mit konzentrierter       Natriumcarbonatlösung,    trocknet sie über     Natrium-          sulfat    und dampft sie ein.

   Auf Zusatz von Äther kri  stallisiert das     zurückbleibende        ss-Methyl-5H-dibenz-          [b,f]azepin-10-propionsäure-dimethylamid,        Smp.    140  bis 141  .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Azepinderi- vaten der Formel 1, EMI0004.0124 in welcher X und Y unabhängig voneinander Wasser stoff, Chlor- oder Bromatome oder niedere Alkylreste R, Wasserstoff oder einen Methylrest, R2 Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest, R3 einen niederen Alkylrest, R4 Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest und n 0 oder 1 bedeuten,
    und ihren Salzen mit anorganischen und organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ver bindung der Formel 1I, EMI0005.0014 mittels eines komplexen Hydrids in einem ätherartigen Lösungsmittel reduziert. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn- kennzeichnet, dass man erhaltene Verbindungen der Formel I mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre Salze überführt.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2043486A1 (de) * 1969-05-28 1971-02-19 Roussel Uclaf
US3624075A (en) * 1968-02-29 1971-11-30 Geigy Chem Corp Dibenzazepine acetic acid derivatives
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FR2088214A2 (en) * 1970-05-28 1972-01-07 Roussel Uclaf 10-alkylaminoethyl-5-methyl benzo (b,f) azepines - with anti-depressa activity
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