CH413598A - Elektrolytischer Kopierapparat zum Betrachten und elektrolytischen Kopieren eines Lichtbildes - Google Patents

Elektrolytischer Kopierapparat zum Betrachten und elektrolytischen Kopieren eines Lichtbildes

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CH413598A
CH413598A CH6429858A CH6429858A CH413598A CH 413598 A CH413598 A CH 413598A CH 6429858 A CH6429858 A CH 6429858A CH 6429858 A CH6429858 A CH 6429858A CH 413598 A CH413598 A CH 413598A
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electrolytic
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CH6429858A
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G Johnson Edgar
W Neher Byron
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Minnesota Mining & Mfg
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Description


      Elektrolytischer    Kopierapparat zum Betrachten und     elektrolytischen    Kopieren  eines Lichtbildes    Die vorliegende Erfindung betrifft einen elek  trolytischen Kopierapparat zum Betrachten und elek  trolytischen Kopieren eines     L.ächtbildes,    zur Aus  führung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 des  Hauptpatentes, mit einer Projektionsvorrichtung, die  eine Strahlungsquelle aufweist,     ideren    Strahlung durch  eine Linse gerichtet wird, die in einer Öffnung der  Gehäusewand des     Apparates    vorgesehen ist, derart,  dass     die    Strahlung auf eine andere Wand des Gehäu  ses gerichtet ist,

   sowie mit Mitteln zum     Abstützen     einer elektrophotographischen Kopierfolie, die     einen     stark photoleitenden     überzug    vom     n-leitenden    Typ  auf einem elektrisch leitenden Träger aufweist, und       Mitteln,    die über dem photoleitenden Überzug einen       Elektroly        tüberzug        anbringen.     



  Der elektrolytische Kopierapparat nach der Er  findung ist gekennzeichnet durch eine im Gehäuse  vorgesehene     langgestreckte    Öffnung     zum        Herausneh-          men    der elektrophotographischen Kopierfolie aus  dem Gehäuse, Mittel, die die Kopierfolie quer durch  den Strahlungspfad und aus der     langgestreckten    Öff  nung herausführen, eine     hydrophile    Elektrode, welche  bei der genannten Öffnung angeordnet ist und die  Kopierfolie berührt, einen in einer Seitenwand des       Gehäuses    angeordneten     Betrachtungsschirm,    einen  schwenkbar gelagerten Reflektor, welcher von einer  ersten Lage,

   in der er sich gegenüber dem     genannten     Schirm und ausserhalb der genannten Strahlung be  findet, in eine zweite Lage geschwenkt werden kann,  in der er in dem genannten :Strahlungspfad     liegt     und die von der genannten Strahlungsquelle     aus-          gehende    Strahlung auf den genannten Betrachtungs  schirm reflektiert,

   sowie Mittel zur     .Anlegung        eines     elektrischen     Potentials    zwischen     die        hydrophile    Elek  trode und die elektrophotographische     Kopierfolie.            Einwehr    wichtige     kommerzielle    Ausführungs  form der Erfindung betrifft eine Einrichtung zum  raschen Betrachten und     elektrolytischen    Elektroko  pieren von Informationen, die in Form von Mikro  filmkopien gespeichert sind. Der     Zweckmässigkeit     halber wird .die Erfindung vorwiegend an Hand eines  solchen     Ausführungsbeispieles    beschrieben.  



  Das Mikrofilmen von Dokumenten gestattet die  Speicherung von enormen Mengen von Informationen  auf relativ kleinem Raum und das rasche Betrachten  von derartigen Informationen. In vielen Fällen     ist     es jedoch erwünscht, die Kopie der     ursprünglichen     Seite oder des     ursprünglichen    Dokuments in gedruck  ter Form zu erhalten.     Die        Erfindung    schafft Mittel  zum Betrachten von Mikrofilmdokumenten und zum  Reproduzieren der     gewünschten    Bildfelder in ver  grösserter, gedruckter Form.

       Die    Reproduktion wird  in der Zeit durchgeführt, die     normalerweise    zur  Betrachtung des nächstfolgenden Bildfeldes erforder  lich ist, und die gedruckte Kopie kann sofort mani  puliert oder abgelegt werden.  



  In der Zeichnung     zeigt:          Fig.    1 im Schnitt eine vereinfachte Darstellung  eines erfindungsgemäss ausgebildeten     Mikrofilm-Be-          trachtungs-    und Kopiergerätes.  



       Fig.    2 zeigt seine Vorderansicht der Einrichtung  nach     Fig.    1.  



       Fig.    3 ist ein Schaltschema für die Einrichtung  nach     Fig.    1.  



       Fig.    4 und 5 stellen abgeänderte Ausführungs  formen der Vorrichtungen zum Entwickeln und     zum     Vorschub der Kopie in der Einrichtung nach     Fig.    1  und 2 dar.  



  Die Einrichtung nach     Fig.    1 und 2 besitzt ein  Gehäuse, das einen oberen Teil 10 und einen unteren      Teil 11     aufweist.    Der untere Teil enthält Mittel     zur     Erzeugung einer Reihe von Lichtbildern. Diese Mittel  umfassen     hier        beispielsweise    eine Lampe 12 in einem  Gehäuse 13, ein     Beleuchtungslinsensystem    14 und  ein     Vergrösserungslinsensystem    15.

   Der Mikrofilm  16 wird .im Bereich des Lichtstrahles von einer nicht  gezeigten, bekannten Führung getragen und durch  entsprechendes Drehen eines Drehknopfes 19 von  einer     Vorratsrolle    17 einer     Aufwickelspule    18 zu  geführt.  



  Der     Oberteil    10 .ist auf seiner Vorderplatte mit  einer Mattscheibe 21, einem     Milliamperemeter    22  und     ein--m    Regelwiderstand 23 versehen. Ein Hebel  24 bestimmt die Stellung eines Spiegels 25, der  um eine Achse 26 zwischen Innenspiegeln 27 und  28 schwenkbar ist. Eine Spindel 31 trägt eine Vor  ratsrolle 29 von lichtempfindlichem Kopierpapier 30.  Dieses durchwandert den offenen Bereich zwischen  einer     St-uerrolle    32 und einem     Austrittsschlitz    33  und wird längs beider Ränder von Flanschen 34  getragen und von einer Feder 36 in Berührung mit  einem     Auftragkissen    35 gehalten, das die Form eines  porösen Schwammes hat.

   Dieses Kissen und die  Feder erstrecken sich über     idie    ganze Breite dies Pa  piers und wirken als Sperre gegen den     Eintritt    von  Licht durch den Schlitz 33. Das     Auftragkissen    ist  in einem Behälter 37 gelagert. Eine Stromquelle,  z.

   B. die Batterie 38,     säst    mit einem Schalter 20,  dem Regelwiderstand 23, dem Kissen 35, dem     Am-          meter    22 und dem     lichtempfindlichen    Papier 30  in Reihe geschaltet, wie in     Fig.    3 genauer     dargestellt     ist. über das Kissen 35 erfolgt der     Anschluss    an  den Behälter 37 und über die     Spindel    31 an     das     lichtempfindliche Papier 30, dessen leitende Unter  lage an die Spindel angeschlossen ist.  



  Im Betrieb wird der Spiegel 25 mit Hilfe des  Hebels 24 in die gestrichelt bei<I>25a</I> angedeutete  offne Stellung     verschwenkt    und der Mikrofilm 16  mit Hilfe des Drehknopfes 19 Bildfeld für     Bildfeld     verschoben, bis -das gewünschte Bildfeld auf die  Mattscheibe 21 projiziert wird. Dann wird der Spiegel  25 in die dargestellte geschlossene     Stellung    bewegt,  in der er als Verschluss wirkt und gestattet, dass  das Lichtbild auf die aktive Fläche des     lichtemp-          findlichen        Kopierpapieres    30 fällt.

   Nach einer ent  sprechenden Zeitspanne wird der Spiegel 25     in    die  Stellung     25a    zurückbewegt, der Schalter 20 einge  schaltet und der bildtragende     Teil    des     Kopierpapiers     30 durch den Schlitz 33 aus dem Gehäuse heraus  gezogen,     wobei    die lichtempfindliche Fläche einheit  lich das Kissen 35     berührt,    das aus dem Behälter  37 :ständig mit Lösung befeuchtet     wird.    Das Bild  wird auf     idem    Kopierpapier durch die elektrolytische  Wirkung in dem Berührungsbereich entwickelt.

   Die       vollständig    entwickelte Kopie wird in der Nähe des       Schlitzzs    abgetrennt, worauf die Einrichtung zur Wie  derverwendung bereit ist.  



  Es hat ;sich gezeigt,     ,dass    bei der vorstehend be  schriebenen Anwendung     ider        Einrichtung    :eine voll  ständig entwickelte, vergrösserte Kopie eines Mikro-         filmbildfeldes    innerhalb einer Gesamtzeit von nicht  mehr als etwa 5 Sekunden     erzeugt    werden kann.  Das ist normalerweise weniger als die zum Betrachten  des nächstfolgenden Bildfeldes des Films     erforderliche     Zeit. Die Kopie wird in im wesentlichen trockenem  Zustand erzeugt     urd    kann ohne Schwierigkeiten     ma-          nipz:lizrt,    gefaltet     oder    abgelegt werden.  



  Bei dir vorstehend beschriebenen Handbetätigung  erhält man annehmbar     ceinheitliche    Kopien, wenn  dafür gesorgt wird,     idass    die     Kopie    mit einer ein  heitlichen,     vorherbestimmten    Geschwindigkeit aus der  Einrichtung herausgezogen wird. Die Einrichtung  kann aber auch mit einer Automatik zur Durch  führung der -einzelnen Schritte .in der     erforderlichen     Reihenfelge und mit der erforderlichen Geschwin  digkeit versehen werden.     Fig.    4 und 5     zeigen    Bei  spiele von Mechanismen zum mechanischen Vor  schub des Kopierpapiers.  



  Gemäss     Fig.    4 dreht sich .ein-, untere Walze 40  frei in einem den Elektrolyten enthaltenden     Behälter     41. Eine mit nicht gezeigten Mitteln mechanisch  angetriebene obere Walze 42 drückt das belichtete  Kopierpapier 30 gegen die untere Walze und schiebt  das Papier durch einen Austrittsschlitz 43 vor. Die  Walze 40 tritt in dem Stromkreis der     Fig.    3 an die  Stelle des Kissens 35. Die Elektrolyse erfolgt an  der     Oberfläche    des Kopierpapiers im     Bcrührungs-          bereich.    Die auf dem Papier verbleibende Menge  der Lösung wird :durch die     Wringwirkung    der beiden  Walzen begrenzt, die zweckmässig mit zusammen  drückbarem Gummi überzogen sind.

   Man kann die  Lösung auch mit Walzen aus anderem, beispiels  weise     keramischem    Material auf     das    Kopierpapier  übertragen, wobei der Strom durch den auf der       Walzenfläche    befindlichen Lösungsfilm übertragen  wird. Zusammen mit einem geeigneten     Elektrolyten     kann eine Metallwalze selbst als Quelle von Metall  ionen dienen, welche auf die Oberfläche des Kopier  papiers übertragen werden sollen. Besonders zweck  mässig ;sind Walzen oder Bänder mit einem Überzug  aus Gelatine oder dergleichen, die mit Glyzerin oder  einem anderen Anfeuchter weichgemacht und mit  Formaldehyd oder einem anderen Härtemittel  etwas gehärtet wurden.

   Derartige Walzen und  Platten sind in Form von Druckwalzen und       Hektographierplatten    gut bekannt. Das Ko  pierpapier kann geeignete trockene Salze ent  halten, die zusammen mit der in der     Gelatinewalze     vorhandenen Feuchtigkeit den     erfonderlichen    Elek  trolyten bilden. Die Salze und andere in der Walze  vorhandenen     ionisierbaren    Verunreinigungen     ergeben     gewöhnlich eine     Leitfähigkeit,    welche die Elektrolyse  an der Oberfläche des Kopierpapiers     gestattet.    An  dernfalls können solche Materialien auch zugesetzt  werden. Insbesondere kann     ider    Elektrolyt vollständig  der Walze einverleibt werden.

   Dabei     @dient    der An  feuchter zur Aufrechterhaltung einer für die Elektro  lyse erforderlichen Feuchtigkeitsmenge. In diesen Fäl  len kann der Trog 41 der     Fig.    4 entfallen. Die den  elektrolytischen Entwickler tragende Walze ist über      ihre leitende Spindel direkt in den elektrischen Strom  kreis eingeschaltet und wird nach Verbrauch     des     Elektrolyten ausgetauscht. Die glattflächige,     hydro-          phile,    für den Elektrolyten durchlässige     Walze    dient  somit sowohl als Elektrode als auch als Behälter für  den elektrolytischen Entwickler.  



  In     Fig.    5 ist     anstelle    des     .Kissens    35 der     Fsg.    1  und 3 eine Bürste 51 vorgesehen, die ferner dazu  dient, das Kopierpapier 50 gegen eine Führung 56  anzudrücken, die anstelle der Feder 36     edler        Fig.    1       vorg.seh@en    ist. In diesem Falle ist das Kopierpapier  50 mit Randperforationen versehen und wird von  Fort     chalträdern    54, die mit nicht     gezeigten    Mitteln  mechanisch angetrieben werden, an einer Führung  52 vorbei durch einen Schlitz 53 vorgeschoben.

   An  stelle von Zähnen können die     Fortschalträder    auch  mit     scharfen    Stiften versehen sein, welche durch die       RanJbereiche    des Kopierpapiers hindurch mit der  leitenden Unterlage in elektrische     Berührung    treten.  In diesem Fall ist kein Kontakt zwischen der Unter  lage und der Spindel 31 erforderlich. Zum Schluss  des Vorganges wird die Kopie mittels einer     Scher-          klinge    55, die wie dargestellt mit einer Kante der  Führung 52 zusammenwirkt, von ,dem Vorrat 30 ab  geschnitten.  



  Anstelle von endlosen Rollen von Kopierpapier  können auch einzelne     Blätter    oder Karten verwendet       werden,    wobei der Kontakt mit deren leitender Unter  lag,- während des Entwicklungsvorganges beispiels  weise gemäss -der Ausführungsform nach     Fig.    5     her-          g.-,stellt    werden kann.  



  Ein zur Verwendung in einer Einrichtung der vor  stehend beschriebenen und dargestellten Art     geeigne-          t2s    Kopierpapier besteht aus einem     Schichtkörper     aus Papier und einer dünnen Aluminiumfolie, die  auf der sauberen, spiegelnden Metalloberfläche mit  einer glatten, einheitlichen, stark     photokonduktiven     Schicht aus wasserunlöslichem     Photokonduktorpulver     und einem biegsamen, wasserfesten .harzartigen iso  lierenden Bindemittel überzogen ist.

   Vorzugsweise  wird ein Gemisch von vier     Gewichtsteilen    stark       photokonduktivem    Zinkoxyd und einem Teil eines  wasserfesten isolierenden     Bindemittels,    beispielsweise  eines harzartigen     Butadsen-Styrol-Copolymers    ver  wendet. Zweckmässig     wird,das    Pigment dem in einem  flüchtigen Lösungsmittel, beispielsweise     Toluol,    gelö  sten Bindemittel durch Verreiben in     einer    Kugel  mühle zugesetzt. Der getrocknete Überzug hat     vor-          zugswese    eine Dicke von etwas     weniger    als  0,025 mm.  



  Die Leitfähigkeit des     überzuges    wird zweck  mässig dadurch bestimmt,     idass    ein Teil des über  zogenen Blattes, das an der     Rückseite    und den Rän  dern zweckmässig isoliert ist, in     eine        zehntelmolare          Ammonsulfatlösung        @eingetaucht    und die bei einer  angelegten Spannung erhaltene Stromstärke pro Flä  cheneinheit durch die     gemessene        Dicke    des über  zuges bei einer dem Gleichgewicht entsprechenden  Dunkelheit und bei Beleuchtung gemessen wird.  Zweckmässig verwendet man ein Potential von 10 V.    Dieser Wert ist aber nicht kritisch.

   Man     kann    (die  Werte für mehrere Dicken bestimmen     und    den Wert  für .eine Normdicke durch     Interpolation    erhalten.  Bei einem Potential von 10 V und einem Überzug  von einer Dicke von 0,02 mm zeigte ein wie vor  stehend beschrieben hergestelltes Kopierpapier eine  Dunkelleitfähigkeit der Grössenordnung von 5     .10-9          mho/cm.    Bei einer 5 Sekunden dauernden Beleuch  tung mit     Licht    von     einer        Glühfadenlampe    von 500 W,  d. h. bei einer Beleuchtungsstärke von etwa 400 Lux,  stieg die Leitfähigkeit des Papiers auf ;etwa 1,8 bis  2,2 - 10-6     mho/cm.     



  Nach der Belichtung     nimmt    die     Leitfähigkeit          ,d:-,r        photokonduktiven    Oberfläche des soeben be  schriebenen     Kopierpapieres    im Dunkeln rasch     wieder     ab;

   die Oberfläche bleibt aber genügend lange so leit  fähig, dass die anschliessende Entwicklung in der  Einrichtung und nach den an Hand der     Fig.    1 bis 5       beschriebenen    Verfahren möglich ist.     Beispielsweise     zeigt es sich, dass die Leitfähigkeit eines Kopier  papiers, das nach einer     Belichtung    von 5 Sekunden  eine Leitfähigkeit von 2,1 - 10-6     mho/cm    hatte,  3 Sekunden nach     Aufhören    der Belichtung auf  <B>1,5-</B>     10-13        mho/cm    .und 14 Sekunden nach Auf  hören der Belichtung auf 1,05     -10-6        mho/cm    zurück  gegangen war.

   Die     Belichtungs-    und     Entwicklungs-          zeit    werden so geregelt, dass die Leitfähigkeit an den  belichteten Stellen zwar langsam     abnimmt,    aber auf  genügend hohen Niveau gehalten wird, um eine  genügende elektrolytische     Wirkung    in der zur Ver  fügung stehenden Zeit zu gestatten.

   In     Einrichtungen     der in     Fsg.    4 und 5 gezeigten Art wird der zeitliche  Ablauf vorzugsweise     automatisch    mit     voreingestellten     Zeitbegrenzern gesteuert,     idoch    können von befähig  tem Bedienungspersonal gute Ergebnisse auch bei  manueller Betätigung der Einrichtung nach     Fig.    1  und 2 erzielt werden.  



       Die    elektrolytische Entwicklung der vom Licht  getroffenen Flächen erfolgt zweckmässig mit einem  Metallionen enthaltenden elektrolytischen Entwickler.  Kupfersulfat- und Silbernitratlösungen haben sich     als     brauchbar erwiesen, ebenso eine Lösung von 10       Nickel-II-Chlorid    und 5 %     Natriumthiosulfat.    Zum  Auftragen mit einem Kissen oder Schwamm nach       Fig.    1 wird eine     Entwicklerlösung    bevorzugt, die  3 Gewichtsteile     Kadmiumnitrattetrahydrat,    je 0,5 Teil       Kaliumantimonyltartrat    und Silbernitrat und 100 Tei  len Wasser besteht.

   Der     elektrolytische    Entwickler  kann wie nach     Fig.    1, 4 oder 5 als dünner Film  aufgebracht werden. Man kann einen     elektrolytischen     Entwickler auch dadurch herstellen, dass Wasser auf  eine     lichtempfindliche        Oberfläche        aufgebracht    wird,  welche die gewünschten     Entwicklersalze    oder son  stigen Materialien in trockener Form enthält, wie  vorstehend an Hand     ider        Fig.    4     beschrieben    wunde.  



  Derzeit werden die besten Ergebnisse durch galva  nische     Abscheidung    -aus einem elektrolytischen     Ent-          Wickler    in Form einer Metallionen enthaltenden     wäss-          rigen    Lösung erzielt. Andere elektrolytische Ent  wickler erzeugen brauchbare sichtbare Bilder bei-           spi.elswei:se    .durch Oxydation von     Leukofarbstoffen     oder durch die galvanische     Abscheidung    von     idfi-          spersen    organischen Kolloiden.

   Die Kopien     sind    als  solche verwendbar und eignen     sich    ferner zur Her  stellung weiterer Kopien durch andere Vervielfälti  gungsverfahren. Beispielsweise hat es sich gezeigt,     dass     eine durch     galvanische        Abscheidung    aus einer elek  trolytischen     Entwicklerlösung        (pH    6)

   von     Ndckel-          ammoniumsulfat    auf den     belichteten    leitfähigen Stel  len eines mit einem     Zinkoxydüberzug        versehenen     Kopierpapiers erzeugte Kopie als Druckfolie für den  lithographischen Offsetdruck geeignet ist.

   Die Ab  bildungsstellen und     :d;er    aus dem     unbelichteten    Oxyd  bestehende     Hintergrund    haben gegenüber     aufgespritz-          ten    wässerigen Lösungen und wasserfreien Druck  farben entgegengesetzte     Netzbarkeitseigenschaften.     Ebenso hat es sich gezeigt,     idass    durch Elektrolyse  eines einen löslichen Farbstoff enthaltenden elektro  lytischen     Entwicklers    erzeugte Kopien     farbstoffhaltige     Abbildungsstellen haben,

   von denen der Farbstoff  bei Anwesenheit von     kleinen    Mengen eines geeigne  ten flüchtigen Lösungsmittels auf Papier übertragen  werden kann. Die     Vervielfältigung    von wie vor  stehend beschrieben elektrolytisch erzeugten Origina  len durch diese und andere     :direkte        Druckverfahren     ist in der Photokopier- und photographischen Tech  nik von grosser Bedeutung. Beispielsweise ist eine  photographische     Apparatur    möglich,     mit    der sofort  nach der Belichtung mit dem gewünschten Lichtbild  jede gewünschte Anzahl von positiven Kopien direkt       erzeugt    werden kann.  



  Die     Erfindung    ist zwar vor allem an Hand des  Kopierens von     Mikrofilm    beschrieben worden, doch  eignet sie     :sich    :ebenso gut für     zahlreiche        ähnliche     Zwecke. Beispielsweise können Kopien der ver  schiedenartigsten graphischen     Originale,    beispiels  weise von gedruckten Büchern, gedruckten     Papieren,     Zeichnungen, Lichtpausen, Skizzen und Gemälden  auf zweckmässige Weise     erzeugt    werden. Durch Ver  wendung     geeigneter    Filter können     Farbauszüge    her  gestellt werden.

   Bei entsprechender Wahl     des    Hinter  grundes und des     elektrolytischen    Entwicklers können  die vom Licht     getroffenen    Stellen ohne     weiteres    ent  weder in einem dunkleren oder     einem        leichteren    Ton  entwickelt werden, als der damit     kontrastierende    Un  tergrund,     @so    dass je nach Wunsch entweder     Positive     oder Negative erzeugt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Elektrolytischer Kopierapparat zum Betrachten und elektrolytischen Kopieren eines Lichtbildes, zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I des Hauptpatentes, mit einer Projektionsvorrichtung, die eine Strahlungsquelle aufweist, deren Strahlung durch eine Linse gerichtet wird, die in einer Öffnung der Gehäusewand des Apparates vorgesehen ist, der art, dass die Strahlung auf eine andere Wand ides Gehäuses gerichtet ist, sowie mit Mitteln zum Ab stützen einer elektrophotographischen Kopierfolie,
    die einen stark photoleitenden überzug vom n-leiten- den Typ auf einem :elektrisch leitenden Träger auf weist, und Mitteln, die über Odem photoleitenden überzug einen Elektrolytüberzug anbringen, gekenn zeichnet durch eine im Gehäuse (10) vorgesehene langgestreckte Öffnung (33) zum Herausnehmen der elektrophotographischen Kopierfolie aus dem Ge häuse, Mittel (32, 34), die die Kopierfolie querdurch den Strahlungspfad und aus der langgestreckten öff- nung herausführen,
    eine hydrophile Elektrode (35), die bei der genannten Öffnung angeordnet ist und die Kopierfolie berührt, einen in einer Seitenwand des Gehäuses angeordneten Betrachtungsschirm (21), einen schwenkbar gelagerten Reflektor (25), der von einer ersten Lage, in der er sich gegenüber dem genannten Schirm und ausserhalb der genannten Strahlung befindet, in eine zweite Lage geschwenkt werden kann, in der in dem genannten Strahlungs pfad liegt und die von der genannten Strahlungs quelle ausgehende Strahlung auf den gemannten Be trachtungsschirm reflektiert, sowie Mittel (20)
    zur Anlegung eines elektrischen Potentials zwischen die hydrophile Elektrode und die elektrophotographische Kopierfolie. UNTERANSPRÜCHE 1. Apparat nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die hydrophile Elektrode (35) .ein elektrolytisches Entwicklermaterial enthält und für dieses durchlässig ist. 2.
    Apparat nach Patentanspruch oder Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hydro- phile Elektrode (35) Gelatine und einen feuchtenden Weichmacher für letztere enthält. 3.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine automatische Steuereinrich tung die Folge von Stufen in folgender Reihenfolge steuert: Projektion auf den Leuchtschirm (21), Pro jektion auf die elektrophotographische Folie (30) und Durchlaufenlassen der belichteten Kopierfolie über die Elektrode (35) zum Entwickeln der Folie und Herausnehmen der Folie aus dem Behälter (10) durch die langgestreckte Öffnung (33) hindurch.
CH6429858A 1956-03-30 1958-09-24 Elektrolytischer Kopierapparat zum Betrachten und elektrolytischen Kopieren eines Lichtbildes CH413598A (de)

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