CH412552A - Verfahren zur Herstellung von weissem Holzschliff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von weissem Holzschliff

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CH412552A
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CH
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wood
impregnation
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wood pulp
impregnated
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CH523563A
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Wilhelm Dr Gaertner
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Degussa
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • D21B1/14Disintegrating in mills
    • D21B1/16Disintegrating in mills in the presence of chemical agents

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von weissem     Holzschliff       Schon lange ist man bestrebt, einen weissen  Holzschliff mit besonders hoher Festigkeit herzustel  len. Das konnte man bisher nur bei der Herstellung  von sogenanntem Braunschliff erreichen. Bei diesem  Verfahren wird das Holz vor dem Schleifen bei Tem  peraturen von etwa 160 bis 180  C mehrere Stunden  lang mit Dampf behandelt. Wie der Name schon be  sagt, wird das Holz dabei dunkelbraun. Der aus  einem solchen Holz gewonnene Braunschliff kann  nur beschränkt verwendet werden.  



  Man hat auch schon vorgeschlagen, das     Holz    vor  dem Schleifen mit     heissen    sauren Lösungen zu be  handeln, z. B. mit Lösungen von schwefliger Säure,       Sulfiten,        Bisulfiten    oder     Hydrosulfiten.    Hierbei wird  das Holz ähnlich wie bei dem Dämpfprozess mehrere  Stunden bei höherer Temperatur unter Druck ge  kocht. Der Zweck dieses Arbeitens war es, die  Festigkeitseigenschaften zu erhöhen, ohne dass der  Schliff eine braune Farbe besitzt.

   Man konnte aber  nur kleine Verbesserungen erzielen, weil eine     gleich-          mässige        Tränkung    des Holzes mit diesen Lösungen  nicht möglich ist,     insbesondere    des     Kernholzes;     Nadelholz lässt sich nur von der Stirnseite auf 1 bis  3 cm Länge imprägnieren. Bei Laubholz dringt dage  gen die Imprägnierflüssigkeit nur von der Längsseite  etwa 1 cm tief ein, von der Stirnseite überhaupt nicht.  Gemäss dem Stande der Technik wird das Impräg  nieren mit sauren Chemikalien dadurch verbessert,  dass man das Holz mit Schnitten und Bohrlöchern  versieht.

   Es wird hierbei auf die schon bekannte Tat  sache verwiesen, dass man     Holz    selbst unter Zuhilfe  nahme besonderer Massnahmen mit alkalischen  Lösungen nicht tränken kann. Durch die starke       Quellung    des Holzes wird das Eindringen der  Imprägnierflüssigkeit sowohl von der Stirnseite wie  von der Längsseite aus verhindert.    Daher muss man, wenn man     Holz    mit Alkalien  tränken will, es vorher besonders sorgfältig zerklei  nern. Bisher gelang es nicht, ganze     Holzrollen    von  beispielsweise 1 m Länge und einer Dicke von bei  spielsweise 5 bis 50 cm<I>,</I>     mit    Alkalien ganz     gleichmäs-          sig    zu tränken.

   Auch die Anwendung höherer Tem  peraturen führte nicht zum Erfolg. Es zeigte sich  vielmehr, dass mit der Erhöhung der Temperatur die       Quellung    verstärkt und damit die     Durchdringung    ver  ringert wird.  



  Es wurde nun     überraschenderweise    gefunden,  dass man     ein    Eindringen wässriger     alkalischer     Lösungen in Holz ermöglicht, wenn man Lösungen  verwendet, die gleichzeitig     Oxydationsmittel    enthal  ten. Im Einzelnen ist es noch nicht geklärt, wie diese  Oxydationsmittel wirken. Vielleicht setzen sie die       Quellfähigkeit    der Holzfaser herab. Jedenfalls gelingt  es auf diese Art,     Holz    mit wässrigen Lösungen von       Alkalien,    wie Natronlauge, Kalilauge oder     Natrium-          carbonat,        gleichmässig    und sehr tief zu imprägnieren.

    Durch die Oxydation im Innern des     Holzes    entsteht  hierbei gleichzeitig eine Temperaturerhöhung von 20  bis 50  C.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    demnach ein  Verfahren zur Herstellung von     weissem.        Holzschliff     mit besonders hoher Festigkeit und ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man entrindetes Holz mit einer  wässrigen alkalischen Lösung, die ein Oxydations  mittel enthält, tränkt und das so vorbehandelte Holz       schleift.     



  Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemässen  Verfahrens besteht darin, dass der aus so vorbehan  deltem     Holz    erzeugte Schliff sehr hell ist und gleich  zeitig eine besonders hohe Festigkeit besitzt.  



  Nach dem Verfahren der Erfindung ist es bei  spielsweise möglich,     Fichtenholz    oder     Pappelholz    mit      Lösungen zu tränken, die auf 100 Teile     Holz    etwa 1  bis 6 Teile     Ätznatron    enthalten. Das so behandelte       Holz    hat im Innern keine dunklen Teile und kann  daher in üblicher Weise zu     Holzschliff    verarbeitet  werden.  



  Um die Zeit für eine vollständige Imprägnierung  von     unzerkleinerten    dicken     Holzrollen    oder Knüp  peln zu verkürzen, kann man das     Holz    mit senkrecht  zu seiner Achse verlaufenden     dünnen    Einschnitten  oder Bohrungen versehen. Ein weiteres Mittel zur  Verkürzung der     Imprägnierungszeit    ist das Arbeiten  unter Druck.  



  Es hat sich ferner überraschenderweise gezeigt,  dass zwar bei     Nadelholz    ein Eindringen der Impräg  nierflüssigkeit vorzugsweise von den Stirnseiten her       stattfindet.    Bei     Laubholz    findet die     Durchtränkung    in  überwiegendem Masse von den Längsseiten aus statt.  Daher ist es bei solchen     Hölzern        zweckmässig,    die  Rolle vor der Imprägnierung zu spalten.  



  Als Oxydationsmittel im Sinne der Erfindung  kommen in erster Linie anorganische Peroxyde, z. B.  Wasserstoffperoxyd oder     Natriumperoxyd,    in Be  tracht. U. U. kann man auch     Kaliumpermanganat     verwenden. Die Imprägnierlösungen können die übli  chen     Stabilisierungsmittel,    wie     Magnesiumsulfat,     Wasserglas oder Polyphosphat enthalten.  



  Nach dem Verfahren der Erfindung getränktes       Holz    benötigt zum Schleifen erheblich weniger Kraft  als     ungetränktes        Holz.     



  <I>Beispiel I</I>  1000 kg     Fichtenrundholz    wurde nach der     Entrin-          dung    mit 1,5 mm breiten Einschnitten bis zur Mitte  des     Holzes    im Abstand von 5 cm versehen. Dieses       Holz    wurde     dann    in einen Druckkessel gegeben und  mit einer 5     o/oigen        Ätznatronlösung,    die 2,5      /o        H.02,     bezogen auf das trockene     Holzgewicht,    enthielt, bei  einer Anfangstemperatur von 20  C und einem  Druck von 10 atü 3 Stunden imprägniert. Der Druck  wurde mittels einer Pumpe während der Reaktions  zeit bei 10 atü gehalten.

   Nach 1 Stunde betrug die  Temperatur in dem Kessel 30  C und am Ende der  Reaktionszeit 45  C. Die überschüssige Lösung  wurde dann abgelassen und das     Holz    aus dem Kessel  genommen. Nach 24 Stunden wurde dieses     Holz    in  üblicher Weise in einem     Stetigschleifer    verschliffen.  Im Vergleich zu einem Schliff aus dem unbehandel  ten gleichen Holz, bei dem die Reisslänge bei einem  Mahlgrad von 65  SR 2 200 m     betrug,    war die     Reiss-          länge    bei dem Schliff aus dem     vorbehandelten    Holz  bei einem Mahlgrad von 36  SR 5 800 m.

   Der Kraft-         bedarf        war        um        30        %        geringer        bei        dem        vorimprägnier-          ten        Holz.     



  <I>Beispiel 2</I>  <B>1000</B> kg Fichtenholz, das in derselben Weise ent  rindet und vorbehandelt wurde wie bei Beispiel 1,       wurde        mit        einer        Sodalösung,        die        2,5        %        Kaliumper-          manganat,    bezogen auf das     atro        Holzgewicht,    ent  hielt, 3 Stunden bei 10 atü imprägniert. Die Anfangs  temperatur der Lösung betrug 22  C, die     Endtempe-          ratur    40  C.

   Auch bei diesem Holz wurde eine voll  kommen gleichmässige Durchdringung und nach dem  Schleifen auch die gleiche Qualitätsverbesserung wie  bei Beispiel 1 erzielt.  



  <I>Beispiel 3</I>  1000 kg     Pappelholz    wurde nach der     Entrindung     in der Längsrichtung gespalten und dann in den  Druckbehälter gegeben. Dort wurde das Holz mit  einer 3     ohigen        Ätznatronlösung,    die mit einer  2,5     o/oigen        Natriumperoxydlösung    vermischt war, 3  Stunden bei einem Druck von 9 atü imprägniert. Das       Holz    war nach dieser Zeit vollkommen     gleichmässig     durchtränkt und wurde nach 24 Stunden verschliffen.

    Die Reisslänge des nicht vorbehandelten Holzschlif  fes betrug bei 68  SR 1500 m, nach der     Vorbehand-          lung    des Holzes bei einem Mahlgrad von nur 34  SR  5 400 m. Die Einsparung an Kraft betrug bei dem mit  Alkali     imprägnierten    Holz 50 0/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von weissem Holz schliff mit besonders hoher Festigkeit, dadurch ge kennzeichnet, dass man entrindetes Holz mit einer wässrigen alkalischen Lösung, die ein Oxydations mittel enthält, tränkt und das so vorbehandelte Holz schleift. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man zum Tränken eine Lösung verwendet, die als Oxydationsmittel ein Peroxyd ent hält. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Holz bei gewöhnlicher Raum temperatur, jedoch unter Anwendung von mehr als 5 atü Druck, imprägniert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das gewählte Holz vor dem Imprägnieren gespalten wird.
CH523563A 1962-06-09 1963-04-26 Verfahren zur Herstellung von weissem Holzschliff CH412552A (de)

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