CH411429A - Verfahren zur Herstellung eines Schmuckstückes und nach dem Verfahren hergestelltes Schmuckstück - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Schmuckstückes und nach dem Verfahren hergestelltes SchmuckstückInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Schmuckstückes und nach dem Verfahren hergestelltes Schmuckstück Das herkömmliche Verfahren, Edel- und Schmuck steine in Schmuckstücken zu befestigen, besteht darin, dass eine Fassung in Form einer Zarge aus Blech mit oder ohne Boden hergestellt wird, oder aber dass in das als Fassung dienende Metall eine der Steinform und Steingrösse entsprechende Oeffnung oder Auf lage gesägt oder gestochen wird.
Nachdem der zu fassende Stein in diese Fassung gelegt wurde, wird in der Regel die Zarge oder der über den grössten Durchmesser des Steines überstehende Rand mit Hilfe eines Punzens über den Rand des Steines geschlagen oder aber mit Hilfe eines Polierstahles oder eines Sti chels über den Steinrand gedrückt. Dann wird die Fassung verputzt und zum Schmuckstück passend verarbeitet. Es sei festgestellt, dass nach diesem Ver fahren der zu fassende Stein immer schon fertig ge schliffen und poliert ist. Seine Form wird durch das Fassen nicht mehr verändert.
Dieses herkömmliche Verfahren zeigt die Nach teile, dass immer ein kleiner Teil des zu fassenden Steines durch die Fassung verdeckt wird, dass die Fas sung nur eine beschränkte Dicke haben kann, weil bei zu dicker Zarge das Metall nur schwer über den Stein gedrückt werden kann und dann die Gefahr der Zerstörung des Steines besteht. Auch in gestalterischer Hinsicht sind bei diesem herkömmlichen Verfahren die Möglichkeiten beschränkt. Nachteilig ist ferner, dass sich solcherart gefasste Steine mit der Zeit in ihrer Fassung lockern können.
Die Möglichkeiten in der Steinschleiferei sind da durch beschränkt, dass der nach der herkömmlichen Art geschliffene und zu fassende Stein entweder aus sich unter einem spitzen Winkel treffendem Unter- und Oberteil bestehen muss, oder, wenn es sich um einen als planparallele Platte geschliffenen Stein han delt, im Oberteil eine schräge Facette, über welche das Metall der Fassung gedrückt werden kann, auf weisen muss.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, welches erlaubt, einen Edel- oder Schmuckstein gleich welcher Art und Form auf eine Art und Weise mit einem Metall in einem Schmuckstück zu verbinden, dass 1. die ganze Oberfläche des Steines dem Auge des Beschauers dargeboten wird, 2. der Stein ganz oder nur teilweise von Metall um geben ist, 3. das den Stein umgebende Metall von jeder belie bigen Dicke und Ausdehnung sein kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge kennzeichnet, dass der erst teilweise bearbeitete Stein in den Träger eingepasst und mit diesem zusammen durch Schleifen in seine endgültige Form gebracht wird.
Der erst teilweise bearbeitete Schmuckstein kann durch einen Klebstoff am Träger befestigt werden. Das Patent betrifft auch ein nach dem Verfahren hergestelltes Schmuckstück. Dieses ist dadurch ge kennzeichnet, dass der oder die Schmucksteine mit dem Träger zusammen überschliffen sind, so dass Träger und Stein eine ununterbrochene Oberfläche bilden.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele von nach dem Verfahren hergestellten Schmuckstük- ken dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Fingerring vor seiner Fertigbearbeitung mit erst teilweise bear beitetem, in den Träger eingesetztem Stein, Fig. 2 einen Querschnitt durch ein fertig bearbei tetes Schmuckstück, und Fig. 3 die perspektivische Ansicht eines fertig be arbeiteten Fingerringes. Der in Fig. 1 dargestellte Fingerring weist einen Träger 1 z. B. aus Gold auf, in den ein an drei Flä chen bearbeiteter Schmuckstein eingesetzt ist.
Der Stein 2 ist in den Träger eingeklebt, wobei vorzugs weise ein Zweikomponentenklebstoff, z. B. Epoxal- harz, verwendet wird. Nach der Erhärtung des Kleb stoffes werden der Stein zusammen mit dem Träger 1 überschliffen bis Stein und Träger eine einzige unun terbrochene Oberfläche bilden.
Je nach Stein- und Metallart werden für das Schleifen Arbeitstechniken angewandt, welche nach dem lose Korn Verfahren oder aber mit gebunde nen Scheiben arbeiten. Stein und Träger können nach der Bearbeitung ebene, gewölbte, erhabene oder kon kave Oberflächen bilden. Die Oberfläche kann auch je nach Schleiftechnik profiliert oder unregelmässig sein. Das Polieren der nun aus Metall und Stein be stehenden Flächen geschieht nach herkömmlicher Ma nier mittels legierter Zinn- oder Holzscheiben.
In Fig.2 ist ein Querschnitt durch ein fertiges Schmuckstück dargestellt, das eine Metallzarge 3 mit eingelötetem Boden 4 aufweist. Der darin befestigte Stein 5 ist samt der ihn umgebenden Zarge hohl aus- geschliffen. Es hat sich gezeigt, dass bei solchen Schmuckstücken das Einkleben des Steines nicht un- bedingt erforderlich ist.
Der Stein kann vor der End- bearbeitung in die Zarge 3 eingepasst werden und sitzt nach dem Ueberschleifen fest, da das weichere Metall der Zarge durch das Schleifen in die nur roh geschlif fenen Seitenflächen des Steines gewissermassen ein greift und den Stein festhält.
In Fig. 3 ist als weiteres Ausführungsbeispiel eines nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Schmuckstückes ein Fingerring dargestellt. Er weist zwei viereckige Metallplatten 6, 7 auf, die durch Stege 8 aus gleichem Metall miteinander verbunden sind.
Die Platten 6, 7 enthalten durchgehende Löcher in Fingergrösse. An zwei gegenüberliegenden Schmal seiten sind Schmucksteine 9 nach dem beschriebenen Verfahren eingepasst, also in teilweise bearbeitetem Zustand eingeklebt und dann zusammen mit dem Metallträger überschliffen. Durch das beschriebene Verfahren lassen sich neue Formen von Schmuck stücken schaffen, die mit den herkömmlichen Metho den der Fassung von Schmucksteinen nicht herstell- bar sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Herstellen eines Schmuckstückes mit mindestens einem Schmuckstein und einem metallischen Schmucksteinträger, dadurch ge kennzeichnet, dass der erst teilweise bearbeitete Stein in den Träger eingepasst und mit diesem zu sammen durch Schleifen in seine endgültige Form gebracht wird. Il. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Schmuckstück, dadurch gekennzeich net, dass der oder die Schmucksteine mit dem Träger zusammen überschliffen sind, so dass Trä ger und Stein eine ununterbrochene Oberfläche bilden. UNTERANSPRUCH 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man den erst teilweise bearbeite ten Schmuckstein durch einen Klebstoff am Träger befestigt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1299963A CH411429A (de) | 1963-10-21 | 1963-10-21 | Verfahren zur Herstellung eines Schmuckstückes und nach dem Verfahren hergestelltes Schmuckstück |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH411429A true CH411429A (de) | 1966-04-15 |
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ID=4388373
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH411429A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| USD258642S (en) | 1978-02-17 | 1981-03-24 | Bartkowski Walter B | Ring |
-
1963
- 1963-10-21 CH CH1299963A patent/CH411429A/de unknown
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