Verfahren zur Betätigung <B>und</B> Überwachung <B>von</B> Nebenuhren und Vorrichtung zur Durchführung <B>des</B> Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Be tätigung und überwachung von Nebenuhren nmit :den von einer Hauptuhr gesendeten Impulsen, die in den Nebenuhren empfangen werden;
ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Bei bekannten Arten von Nebenuhren werden die Uhrzeiger in der Regel .unmittelbar mit ,den von einer Hauptuhr gesendeten elektrischen Impulsen an- getrieben. Die hierfür erforderlichen Impulse müsset unbedingt nicht nur eine beträchtliche Intensität, sondern auch eine zur überwindung des Trägheits- moments bzw.
Beharrungsvermögens *,der beweglichen Bestandteile hinreichende Dauer aufweisen. Die bei den Eigenschaften wenden jedoch & rch die unver- m-":
dlichen, veränderlichen Leitung & beeinflussungen beeinträchtigt. Die Anforderungen än die @Betriebs- zuverlässigkeit zwingen daher zu einer übermässigen Steigerung der Intensität .der Treibim@@ ulse sowie eine mehrfache Verlängerung von deren Zeitdauer. Dem zufolge halben
die mit Leistungsimpulsen arbeken- den Nebenuhren einen übergrossen Stromverbrauch, was umfangreiche und kostspielige Batterien erfor dert.
Noch unangenehmer bemerkbar macht .sich dieser Umstand beim Bestreben nach einer vollkommeneren Zeitangabe vor allem der moderner Verkehrsmittel, deren Abfertigung bereits in den Bruchteilen einer Minute erfolgt.
Die Uhren mit einem Minutenantrieb reichen dabei nicht mehr aus, und die viertelminut- lichen Zeitangaben sind nur schwer ablesbar. 1?ie sich aufdrängende sekundliche Zeitangabe erfordert aber einen sechzigmal anspruchsvolleren Betrieb ge genüber dem üblichen
minutlichen System. Einte zu- verlässige Sendung von 86 400 Impulsen in 24 Stun- ,den erwies sich als ein recht schwieriges technisches und wirtschaftliches Problem für eine verbreitete An#- wenJung. Selbst Einrichtungen dieser Art, die auf der übertragung von direktiven Impulsen beruhen,
erfordern einen ziemlich grossen Stromverbrauch und eine untragbare Instandhaltung der Stromquellen (Batterien). Auch die Lebensdauer und Zuverlässig keit sowohl der Hauptuhr als auch der daran ange schlossenen Nebenuhren leiden darunter, und deren vielfältige Störungsmöglichkeiten entwerten die Verlässlichkeit,3er Zeitangaben.
Es sind auch Nebenuhren mit einem dauernd eingeschalteten Motor und einer von einem Impuls- Empfangsrelais gesteuerten Auslöseeinrichtung be kannt, wobei zwischen Motor und Auslöseeinrichtung eine elastische Rutschkupplung angeordnet ist.
Die Anordnung eist so getroffen, dass im Falle eines Stromunterbruches und deshalb stillstehendem Motor die Auslöseeinriohtung mittels ider,im Empfangsrelais von der Hauptuhr empfangenen Energie die Weiter schaltung der Uhr übernimmt. Deshalb muss die ganze Anlage zur Erzeugung, Übertragung, :
den Emp fang und die Verarbeitung von Leistungsimpulsen ,ausreichender Intensität und Dauer bemessen sein, ,da jederzeit mit einem Stromausfall zu rechnen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die erwähnten Schwierigkeiten und Mängel zu beheben und insbesondere den Betrieb von Neben uhren-Anlagen mit geringer Übertragungsleistung und entsprechend niedrigem Aufwand bei der Dimen- sionierung der entsprechenden Anlegeteile zu
er- möglichen. Das erfindungsgemässe Verfahren .ist @da- durch gekennzeichnet, @dass die Hauptuhr an die Ne- benuhren lediglich schwache, direktive Impulse .alter nierender Polarität zur Erzielung und Einhaltung des erforderlichen Gangrhythmus sendet und da in jeder Nebenuhr bei Empfang dieser Impulse jeweils die Fortschaltung :
der Uhr mit ihrer eigenen Kraft quelle ausgelöst wird, wobei .diese Kraftquelle sowohl den schrittweisen Vorschub des Minutenzeigers im Rhythmus der empfangenen Impulse besorgt als auch den Sekundenzeiger ununterbrochen antreibt,
und zwar beides in Zusammenwirkung mit der Auslöse- tätigkeit. Die Vorrichtung zur Durchführung des er findungsgemässen Verfahrens die als Empfänger ödes Gangrhythmus und des Energiebedarfes aus einer Kraftquelle vermittels der von einer Hauptuhr ge sendeten Impulse ausgebildet ist, ist gekennzeichnet durch die Kombination einer Verbindungsleitung mit der Hauptuhr, die Aden Nebenuhren lediglich schwache,
direktive Impulse alternierender Polarität zur Erzielung und Einhaltung des erforderlichen Rhythmus übermittelt, und Mittel in Form eines Empfangsrelais und eines Federhaus-Energiespeichers für den Empfang und die Verarbeitung der emp fangenen polarisierten Impulse mit ihrer eigenen Kraftquelle sowie einer Kraftquelle, welche sowohl den Vorschub des Minutenzeigers im Rhythmus der empfangenen Impulse besorgt als auch den Sekun denzeiger ununterbrochen antreibt, und zwar beides in Zusammenwirkung mit de.m Auslöser.
Im Gegensatz zu bekannten Nebenuhren-Antagen ermöglicht die Erfindung die Weiterschaltung der Zeiger durch Auslösung der im Federbaus gespeicher ten Energie mittels der empfangenen schwachen Steuerimpulse. Es ist klar, dass hierfür die über- tragung von weit schwächeren Impulsen genügt, als sie für eine herkömmliche Nebenuhr erforderlich sind.
Eine solche arbeitet beispielsweise etwa mit Impulsen von 0,01 Ampere bei 24 Volt (0,24 Watt) und einer minimalen Impulsdauer von 2 Sekunden, während die erfindungsgemässe Nebenuhr mit Im pulsen von 0,001 Ampere bei 24 Volt (0,024 Watt) und einer Impulsdauer von nur 0,1 Sekunden aus kommt. Hieraus ergeben sich ganz erhebliche Ein sparungen sowohl bei den Anlagekosten als auch im Betrieb.
Ausserdem ist während eines Stromausfalls @Jer Betrieb durch Auslösung der im Federhaus ge speicherten Energie weit zuverlässiger als selbst durch Übertragung von Leistungsimpulsen.
Die direktiven Impulse der Hauptuhr werden zweckmässig von einem polarisierten Relais @in der Nebenuhr empfangen, welches wechselweise den zu gehörigen, vom Federhaus angetriebenen Gangregler betätigt. Für eine solche Betätigung besitzt die Neben uhr vorzugsweise ein Federhaus, .dessen ,zweckmässig von einem Netzstromelektromotor, wie Ferrarismotor oder Synchronmotor,
nachgezogene Feder in dem festgesetzten Rhythmus die Hauptwelle des Uhr werkes dreht, die mit einem drehbaren, ungleieh- armigen, an einem Vorgelege .festsitzenden Hebel zusammen arbeitet, der .abwechselnd von einem pola- visierten Relais im Rhythmus der direktiven, von der Hauptuhr gesendeten Impulse freigesetzt wird.
Es hat sich ferner gezeigt, dass eine weitere Vervollkommnung des in Rede stehenden Verfahrens zur Betätigung von Nebenuhren mit direktiven, von :der Hauptuhr gesendeten und erst in .den Nebenuhren mit ihrer eigenen Kraftquelle ausgeführten Impulsen erzielt wird, wenn mit .dieser eigenen Kraftquelle unmittelbar die Welle des Sekundenzeigers und zu gleich über einen geeigneten Sammler der Antriebs kraft ebenfalls die Welle des Minutenzeigers im Rhythmus der direktiven Impulse der Hauptuhr an getrieben werden.
Dabei wird der Gang der Welle des Sekundenzeigers mit dem Gang des Minutenzeigers unmittelbar durch die Jirektiven, für denselben von der Hauptuhr gesendeten Impulsen ununterbrochen synchronisiert.
Für eine solche Betätigung erhalten die Neben uhren vorzugsweise als eigene Kraftquelle einen Syn chronmotor, der in ständigem direktem Eingriff mit ,der Welle des Sekundenzeigers und über ein von ihr nachgezogenes Federhaus gleichfalls in Eingriff mit :der Welle des Minutenzeigers steht, welch letztere mit einem drehbaren, ungleicharmigen, auf einem Vorgelege festsitzenden Hebel zusammenwirkt, des sen Arme abwechselnd vom polarisierten Relais .im Rhythmus der direktiven Impulse der Hauptuhr frei gesetzt werden.
Dabei ist vorzugsweise auf der Welle des Sekundenzeigers ein fester Daumen vorgesehen, der von einer gleitbaren Kupplung bis zum Eingriff mit einem an einem Vorgelege befestigten Sternrad mitgeschleppt wird, welches Vorgelege in treibenden Eingriff mit dem Federhaus und in einer Arbcits- abhängigkDit von den direktiven Impulsen der Haupt uhr steht.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand an zwei Ausführungsbeispielen .anhand :der Zeichnung eingehend erläutert. Darin zeigen: Fig. 1 und 2 schematisch die eine Ausführung und Fig. 3 und 4 die andere Ausführung, beidemal in Ansicht und im lotrechten Schnitt.
Bei der ersteren Ausführung besorgt den Antrieb ein Federhaus, an dessen Welle 1 das eine Zahnrad 2 :drehbar gelagert und .das andere Zahnrad 3 fest- gesetzt dst. Das :drehbare Zahnrad 2 trägt die Trom mel 4, in deren Innern eine spiralförmig gewundene Fader 5 untergebracht ist.
Das innere Ende dieser Feder 5 ist @an einer Zunge .des verstärkten Wellen teiles und das äussere Ende an einer Zunge der Innenwandung der Trommel 4 festgehalten, welch letztere mit dem Deckel 6 verschlossen ist. Zur Einschränkung der maximalen und minimalen Vor spannung der Feder 5 .ist :das Federhaus mit einer bekannten nicht eingezeichneten Stellvorrichtung er gänzt.
Das eine Zahnrad 3 kämmt mit dem Ritzel 7 eines nicht dargestellten Motors, welcher mit einer einseitig wirkenden Kupplung versehen ist: Diese verhindert den Rückgang dessen Rotors.
Das zweite Zahnrad 2 kämmt mit dem Rtzel 8, das ein Ganzes mit der Hauptwelle 9, mit dem Zahnrad 10 und mit dem Minutenzeiger 11 @bildet, .dessen Bewegung mit eurer geeigneten Übersetzung an den nicht ein gezeichneten Stundenzeiger übertragen wird. Das Zahnrad 1-0 steht in Eingriff mit dem Ritzel 12, das mit :
dem Vorgelege 13 und mit einem dteh- baren ungleicharmigen Hebel 14 mit einem kürzeren Arm 15 und einem längeren Arm 16 ein festes Ganzes bildet. Die beiden Arme 15, 16 wirken mit ihren gebogenen Enden mit dem Anker 17 zu sammen, der das Arbeitsglie3 :eines polarisierten Re lais 18 bildet.
Dieser schwingbar zwischen den Stiften 19, 20 gelagerte Anker 17 wird mit einem Pol und die Kerne der beiden Spulen 21, 22 mit dem anderen Pol des nicht veranschaulichten Permanent magneten vormagnetisiert.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist nun wie folgt: Das Ritzel 7 eines nicht veranschaulichten Motors treibt das Zahnrad 3 und dadurch .auch die Welle 1 an, wobei an dem verstärkten Teil dieser Welle ;die Feder 5 gewunden wird.
Somit wird das Feder haus systematisch bis .an die Grenze der erforder- lichen Verspannung ,aufgewunden, wonach die nicht eingezeichnete Stellvorrichtung das weitere Aufziehen verhindert und den Motor abstellt.
Das zweite Zahn- rad 2 des Federhauses überliefert die aufgespeicherte Energie an das Ritzel 8 der Hauptwelle 9, den Minutenzeiger 11 und über Zahnübersetzung 10,<B>12</B> ebenfalls an den drehbaren Heul 14.
Dieser Hebel wirkt mit seinen beiden Armen 15, 16 .mit dem Anker 17 des polarisierten Relais 18 zusammen. Falls nun die Hauptuhr .ihre Impulse einer regel mässig abwechselnden Polarität aussendet, so legt der Anker 17 seine Lage -um .und setzt die Laufbahn für das .abgebogene Ende des kürzeren Armes 15 frei,
sobald er das Hindernis dem abgebogenen Ende des längeren Armes 16 stellt und umgekehrt. Auf diese Art und Weise wird mit einer mechanischen Verlässlichkeit der Schrittvorrichtungen der drehbare Hebel 14 bei einem jeden Impuls um eine halbe Umdrehung angedreht, und deren Drehbewegung folgt natürlich der Minutenzeiger 11.
Dieser wind .durch Auswirkung der erwählten Übersetzung um 6 verstellt, die einer Minutenbahn des Zifferblattes entsprechen.
Durch einseitig wirkende Kraft - selbst zur Zeit dessen Abstellung - getrieben, verhindert der Zeiger das Zittern bzw. Vibrieren und sichert die Genauigkeit der eingenommenen Lage.
Das Über- setzungsverhältnis äussert sich proportional auch in der Bewegungsenergie der einzelnen Bestandteile. Das Drehmoment des drehbaren Hebels 14 macht 30mal weniger aus als das Drehmoment des Minutenzeigers <B>11,</B> und der Stützdruck der abgebogenen Endest der beiden Arme 15, 16 :
ist darüber hinaus durch deren Länge reduziert. Das Umlegen des Ankers 17 er fordert aber daher eine ganz geringe Kraft und einen ganz geringen Hub, und das polarWerte Rel" 18, welches nur den Gangrhythmus der -beschriebenen Anordnung bestimmt,
arbeitet vollkommen verl'ä13- lieh -bereits mit den Impulsen einer minimalen Inten- sitätund Dauer bzw. Länge. .Der Antrieb von Neben uhren ist mit der einzigen Kraftquelle des Feder hauses gesichert. Das Federhaus wind systematisch von einem nicht veranschaulichten Motor nachge- gezogen, der an ein normales Wechselstromnetz an geschlossen ist.
Der Gefahr einer eventuellen Unter brechung des Nachziehens kann mit einem passend erwählten Vorrat der nufgespoicherten Energie vor- gebeugt werden, die alsdann verlässlich die Dauer einer geläufigen Stromstörung überdeckt.
Sollte es sich dabei um keinen ausgesprochenen Havariezu- stand handeln, so wird die Stromlieferung noch vor Beendigung der zulässigen Entfaltung der Felderhaus- feder erneuert, und die Feder wird von dem wieder holt angelassenen Motor schnell nachgezogen.
Bei der anderen Ausführung .ist an der Welle 101 des Sekundenzeigers 102 die Büchse 103 des Minutenzeigers 104 drehbar gelagert, die ihre Be wegung durch eine ,geeignete Übersetzung an den nicht eingezeichneten Stundenzeiger überträgt.
Die iBüchse 103 trägt ein Zahnrad 105, das mit einem Ritzel 106 kämmt, welches mit dem Vorgelege 107, mit dem Zahnrad 108 und mit denn Sternrad 109 ein festes Ganzes bildet.
Das Zahnrad 108 steht mit dem Ritzel 110 in Eingriff, das mit der Welle 111, mit der hemmenden Windflügelbremse 112 und mit dem drehbaren ungleicharmigen Hebel 113 mit einem längeren Arm 114 und einem kürzeren Arm 115 ein festes Ganzes bilden. Die beiden Arme 114, 115 arbeiten mit ihren .abgebogenen Enden mit dem Anker 116 zusammen, der im wesentlichen das Arbeitsglied eines polarisierten Relais 117 bildet.
Der schwingbar zwischen zwei Stiften 118, 119 ge- lagerte Anker wird mit einem Pol und die Kernen der beiden Spulen 120, 121 mit dem anderen Pol eines nicht .abgebildeten Permanentmagneten vor- magnetisiert. Das Zahnrad 105 der Büchse 103 ist fest mit einem Ritzel 122 verbunden, welches mit einem drehbar an der Welle 124,
gelagerten Zahnrad 123 des Federhauses in Eingriff steht. Das Zahnrad 123 trägt die Trommel 125, in deren Innern die spiralförmig .gewundene Feder <B>126</B> gelagert ist.
Das innere Ende dieser Feder ist ,an einer Zunge des verstärkten Wellenteils 124 und -das äussere Ende an einer Zunge der Innenwandung der Trommel festgehalten,
welch letztere mit einem Deckel 127 verschlossen ist. Das zweite Zahnrad 128, welches mit dem Ritzel <B>129</B> eines nicht abgebildeten > Syn chronmotors in Eingriff steht, kämmt mit dem drohbar an der Welle 101 des Sekundenzeigers 102 :
gelagerten Zahnrad 130. So bildet das Zahnrad 128 im wesentlichen ein Einschaltrad, das fest mit seiner Welle 124 nur in der zum Aufziehen der Feder 126 nötigen Zeitspanne verbunden ist und selbst <B>tätig</B> im Zeitpunkt deren fertigen Aufzuges freige- setzt wind. Das zwischen dem Teller 132 und der <RTI
ID="0003.0246"> Büchse 133 mit einer -Druckfeder 131 festgeklemmte Zahnrad 130 bildet eine gleitbare Kupplung. Die Büchse 133 ist mit der Sekundenwelle 101 und mit dem Stehdaumen 134 fest verbunden, welch letz terer mit dem Sternrad<B>109</B> zusammen arbeitet.
Der nicht veranschaulichte Synchronmotor ist mit einer einseitig wirkenden Kupplung versehen, die Iden Rückgang dessen Rotors verhindert.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist nun wie folgt: Das Ritzel <B>129</B> des nicht veranschaulichten Syn chronmotors treibt das Zahnrad 128 und dadurch auch die Welle 124 an, wobei an dem verstärkten Teil dieser Welle die Feder .aufgewunden wird.
Somit wird das Federhaus systematisch bis an die Grenze der verlangten Vorspannung aufgezogen, worauf die feste Verbindung mit der Welle 124 selbsttätig ge lockert und das mit dem Ritzel 129 angetriebene Zahnrad 128 des Federhausaufzuges ungeachtet dauernd gedreht wird.
Das zweite Zahnrad 123 des Federhauses überliefert die aufgespeicherte Energie dem Ritzel 122 und der Büchse 103 des Minuten zeigers 104 und über Zahnrad 105 dem Ritzel 106 des Vorge.leges <B>107.</B> Dieses Vorgelege 107 überliefert die Energie dem hemmenden Sternrad 109 und über Zahnübersetzung 108, 110 auch der Windflügel bremse 112 und dem drehbaren Hebel 113. Dieser Hebel arbeitet mit seinen Armen 114, 115 mit dem Anker des polarisierten Relais <B>117</B> zusammen.
Falls die Hauptuhr ihre minutlichen Impulse einer regel mässig abwechselnden Polarität sendet, so legt der Anker 116 seine Lage um und setzt somit die Lauf bahn dem abgebogenen Ende .des längeren Armeis 114 frei, falls er ein Hindernis dem abgebogenen Ende des kürzeren Armes 115 stellt und umgekehrt.
So wird mit einer mechanischen Verlässlichkeit der Schrittvorrichtungen er drehbare Hebel<B>113</B> -bei einem jeden Impuls um eine halbe Umdrehung an gedreht, und deren Drehbewegung folgt natürlich sowohl der Minutenzeiger 104 als auch das hem mende Sternrad<B>109.</B> Die Übersetzungsverhältnisse werden derart gewählt, @dass der Minutenzeiger 104 um 6 verstellt wird, was einer Minute des Ziffer- @blattes entspricht, während das hemmende Sternrad 109 um einen Viertel einer Umdrehung angedreht wird.
Die Bewegung der sämtlichen Bestandteile wird durch die Auswirkung der Hemmung der Wind flügelbremse 112 verlangsamt. Der Minutenzeiger 104 mit dem hemmenden Sternrad<B>109</B> sind der einseitig wirkenden Kraft des Federhauses auch zur Zeit deren Abstellung ausgesetzt. Somit scheiden sie das Zittern bzw.
Vibrieren aus und gewährleistet die Genauigkeit der eingenommenen Lagen. Das Ober setzungsverhältnis äussert sich proportional auch ,in ;der Bewegungsenergie der einzelnen Bestandteile. Das Drehmoment des drehbaren Hebels 113 macht drei- ssigmal weniger aus, ,als das Drehmoment des Minu- tenzeigers 104, und der Stützdruck der abgebogenen Enden der beiden Arme 114,
115 ist darüber hinaus durch deren Länge reduziert. Das Umlegen des Ankers 116 erfordert daher eine ganz geringe Kraft und einen ganz geringen Hub, und das polarisierte Relais <B>117,</B> welches nur Aden Gangrhythmus der be- schriebenen Anordnung bestimmt, arbeitet vollkom men verlässlich bereits mit den Impulsen einer mini malen Intensität und Dauer bzw. Länge.
Die Zeitangaben des Minutenzeigers 104 werden durch die Wirkung des Sekundenzeigers 102 er gänzt und präzisiert. Diese Wirkung wird mit dem selben nicht eingezeichneten Synchronmotor hervor gerufen, der zum Aufziehen des Federhauses dient .und mit einem normalen Wechselstrom angetrieben wird. Dessen Ritzel 129, das dauernd das Zahnrad 128 des Federhauses dreht, überliefert somit die Be wegung an das Zahnrad<B>130</B> der Reibkupplung.
Diese Kupplung dreht die Welle des Sekundienzeigers 102, :bis der Stehdaumen 134 den Arm des hemmenden Sternrades 109 berührt und von demselben ange halten wird. Der Sekundenzeiger 102, durch die Rei bung :des nun gleitenden Raides 130 getrieben, bleibt in eindeutig festgestellter Lage stillstehen, die der sechzigsten Minute des Zifferblattes entspricht.
So bald aber von der Nebenuhr ein weiterer von der Hauptuhr gesandter minutlicher Impuls empfangen ,ist, wird der Minutenzeiger 104 auf die bereits<B>b</B>e schriebene Art verstellt und zugleich auch das hem mende Sternrad 109 angedreht. Der Stehdaumen 134 wird somit freigelassen, und das Zahnrad 130 der Reibkupplung fängt ,an, die Welle 101 des Sekun- denzeigers 102 wieder umzudrehen. Der beschriebene Vorgang wird ständig wiederholt.
Da die Perioden eines normalen Wechselstromnetzes schwanken, so wird dementsprechend auch die Drehzahl des nicht abgebildeten Synchronmotors zeitweise abgeändert. Die maximal tolerierten Abweichungen der Strom frequenz rufen während einer Minute nur eine ge- ringfügige Zeitabweichung hervor.
Damit ideren Zu sammenzählung vorgebeugt wird, sind die überset- zungsverhältnisse derart gewählt, dass der Sekunden zeiger 101 eine volle Umdrehung von 360 genau in 60 Sekunden selbst bei einem höchstens noch tolerablem Senkungsmass der Stromfrequenz ausfüh ren. Somit wird das Nachgehen der Uhrenzeiger vermieden. Bei einer höheren Frequenz läuft der Sekundenzeiger dieselbe Strecke entsprechend schnel ler durch.
Im Höhepunkt des Zifferblattes wird er jedoch stillstehen bleiben, @da er auf die bereits be schriebene Art durch den Arm des Sternrades 109 angehalten wird. Dessen Loslösen bewirkt erst der nachfolgende, genau in .der .sechzigsten Sekunde von der Hauptuhr gesandte min@utliche Impuls. Auf diese Art und Weise wird eine durch unstabile Strom frequenz verursachte Abweichung des Sekundenzei gers 102 eine jede Minute ausgeglichen, und deren geringfügiges Ausmass kann praktisch ohne weiteres vernachlässigt werden.
Die beschriebene Nebenuhr wird daher lediglich durch die direktiven, in minutlichen Zeitabständen gesendeten Impulse gesteuert, die einen minimalen Gleichstromverbrauch .aus einer Batteriequelle er fordern. Trotzdem wird somit das optimale Bedürfnis einer sekundlichen Zeitinformation erfüllt. Deren An trieb bewirkt der billige Wechselstrom eines normalen lichtelektrischen Stromnetzes.
Im Falle einer Unter brechung der Stromlieferung bleibt lediglich der Se kundenzeiger stehen, der jedoch beim Wiedereinsetzen ,der Stromlieferung sogleich in Bewegung gesetzt wird und in einer unvollständigen Minute automatisch die richtige Normalzeit .anzeigt, da derselbe eine jede Minute mit dem Gang des Minutenzeigers durch ,die direktiven Impulse der Hauptuhr ununterbrochen synchronisiert wird.
Der Minutenzeiger wird jedoch inzwischen mit dem systematisch nachgezogenen Fe derhaus angetrieben, dessen Vorrat an der aufge speicherten Energie verlässlich die .Dauer einer Strom störung überdeckt und mit einer vollständigen Sicher heit irgendein Stehenbläiben desselben ausschliesst.