CH405883A - Abschrägwerkzeug für Metallkanten - Google Patents
Abschrägwerkzeug für MetallkantenInfo
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Description
Abschrägwerkzeug für Metallkanten Um plattenartige Werkstücke durch Schweiss nähte zu verbinden, werden die Werkstücke zunächst bearbeitet, um eine Schweissfuge .zu erzielen. Je nach dem Schweissverfahren werden verschiedene Fugenformen verwendet, insbesondere wählt man V- und X-Fugen. Die Kanten der Werkstücke wunden bei den bisher bekannten Verfahren durch Kreis scheren, Hobel-, Nibbel- oder Brennschneidemaschi- nen bearbeitet.
Die Kreisscheren, haben Aden Nachteil, dass für verschiedene Werkstückdicken und Werk- stoffe unterschiedlicher Qualität jeweils ein besonde res Schneidrad gewählt werden muss. Hinzu kommt, ,
dass mit einer solchen Maschine nur ein bestimmter Neigungswinkel hergestellt werden kann und das Werkstück eine bestimmte Mindestbreite haben muss. Ausserdem ist die Herstellung solcher Maschinen ausserordentlich teuer,
und sie sind aus Gewichts- gründen nur in stationärer Form zu verwenden. Auf Hobelmaschinen können nur geradlinige Kanten vorbereitet werden, und auch diese Konstruktionen haben den Nachteil, dass sie .in der Herstellung teuer sind.
Die Verwendung von Nibbelwerkzeugen ist eben falls nicht zweckmässig, weil die Verarbeitung grösse rer Werkstücke unmöglich äst und Idas Nibbelwerk zeug für aridere Voraussetzungen konstruiert ist, insbesondere ist als Nachteil die geringe Standzeit anzusehen.
Vielfach werden die Werkstücke auch durch Brennschneldeeinrichtungen für das Verschweissen vorbereitet. Die Betriebskosten fürderartige Ma schinen sind verhältnismässig hoch. Ausserdem ist die Führung an Kurven schwierig, und es können nur Kurven mit schwachen Krümmungen hergestellt werden.
Hinzu kommt, dass keine saubere, sondern eine verzünderte und oxydierte Schnittkante, unter Umständen unter metallurgischen Veränderungen des Werkstoffes, erreicht wenden kann, die beim Ver schweissen oft hinderlich ist. Es ist ,daher meist noch eine zusätzliche Nachbearbeitung erforderlich.
Um ein einfaches und in der Herstellung billiges Handwerkzeug zum Abschrägen von Metallkanten zu .schaffen, ist bei einem solchen Werkzeug mit einem an einem hin und her gehenden Stössel befe stigten Stossstahl und einer Auflageplatte für das Werkstück erfindungsgemäss der Stossstahl schräg zur Führungsfläche der Auflageplatte- angeordnet,
wobei gegenüber der Führungsfläche ein Niederhalter und in einem Winkel zu ihr ein Gegenhalter für das Werkstück vorgesehen sind. Ein solches. Werk zeug kann von Hand .am Werkstück angesetzt wer den, und ges ist ohne weiteres möglich, Kanten für die üblichen V- und X-Fugen herzustellen.
Hierbei können Aussenkurven mit beliebigem Radius rund In nenkurven mit ausserordentlich kleinem Radius her gestellt werden.
Auch ist es möglich, insbesondere zur Verarbeitung kleinerer Werkstücke, Idas Werk zeug stationär,<U>mm</U> .Beispiel durch ,Einspannen in einen Schraubstock, zu verwenden. Hinzu kommt, dass keinerlei Schmieren der Schnittlinien notwendig ist, was für ein Verschweissen der Teile als vorteil haft angesehen werden muss.
Die erzeugte Sehweiss- kantenfläche ist metallisch blank, und idie erzielte Oberfläche entspricht u ngefähr der durch sein Dreieck gekennzeichneten Oberflächengüte. Die mit dem er- findungsgemässen Abschrägwenkzeug bearbeiteten Werkstücke sind
sofort ohne jede weitere :Bearbei- tung zum Verschweissen fertig.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind die Auflageplatte, ,der Gegen- und der Niederhalter -an einem am Antriebskopf des Werkzeuges lösbar befestigten Bügel angeordnet.
Der Bügel kann ohne weiteres (ausgewechselt werden, und zwar gegen an- dere Bügel, die durch entsprechend angeordnete bzw. gestaltete Auflageplatten einen anderen Kantenwinkel ermöglichen. Auf diese Weise ist es möglich, dass jeder übliche Kantenwinkel hergestellt werden kann.
Um das Auswechseln der :Bügel zu erleichtern und zu beschleunigen, ist vorzugsweise der reit Gewinde versehene Bügeloberteil in den Antriebskopf einge- schraubt.
Anstatt zur Winkeländerung Aden Bügel auszu- wechseln, kann vorzugsweise auch mindestens die Auflageplatte in bezug auf ihre Winkelstellung zurr Stossstahl schwenk- und feststellbar am Bügel gelagert sein. Wenn man .nunmehr einen anderen Kantenwin kel einzustellen wünscht, ist lediglich noch ein Schwenken oder Auflageplatte in die erforderliche Richtung nötig.
Vorzugsweise ist nicht nur die Auf lageplatte, sondern auch der Gegen- und der Nieder halter auf einer schwenkbar am Bügel gelagerten Halterung angeordnet.
Um das Werkzeug auf verschiedene Stärken <B>des</B> Werkstückes oder verschiedene Steghöhen und Kan ten einzustellen, sind bei einer weiteren Ausführungs form der Erfindung die Auflageplatte, der Gegen und der Niederhalter lösbar durch<B>je</B> eine Schraub- verbindung mit dem Bügel oder der Halterung ver bunden.
Die verschiedenen Materialstärken können nunmehr durch verschieden hohe Auflageplatten. ohne weiteres ausgeglichen werden. Ebenso können der Gegen-und der Niederhalter den jeweiligen Werk stückformen auf diese Weise angepasst werden.
Es ist auch möglich, die Auflageplatte und den Gegen- und Niederhalter senkrecht zu ihren Füh- rungsflächen für das Werkstück einzeln verstellbar anzuordnen. Auf diese Weise ist ein Auswechseln dieser Teile bei den verschiedenen Materialstärken nicht mehr erforderlich.
Um eine ,definierte Vorschublänge bei jedem Hub des Werkzeuges zu erreichen, ist vorzugsweise seit lich am Werkzeug ein .Anschlag zur Vorschubbe grenzung vorgesehen. Der Anschlag kann entweder am Stossstahl oder aber feststehend am Bügel bzw. der Halterung vorgesehen sein. Zweckmässig wind der Anschlag lösbar angeordnet, um ihn für irgend- welche Sonderzwecke entfernen :zu können.
Beson dere Vorteile erreicht man, wenn ,an beiden Seiten des Werkzeugs .Befestigungsvorrichtungen für den Anschlag vorgesehen sind, dann ist es nämlich mög lich, mit dem Werkzug in beiden Richtungen zu arbeiten, wobei man den Anschlag lediglich ,
auf der der Arbeitsrichtung entgegengesetzten Seite des Werkzeuges befestigt.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung. Es stellen dar: Fig. 1 die teilweise nach der .Linie I-1 ,in Fig. 2 geschnittene und abgebrochene Rückansicht eines Abschrägwerkzeuges, Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht nach Fig. 1, Fig. 3 den Schnitt III--III nach Fig. 1, Fig. 4 eine Ansicht nach Fig. 3, Fig. 5 die abgebrochene, teilweise geschnittene Seitenansicht eines Abschrägwerkzeuges in einer an deren Ausführungsform.
Im Antriebskopf 1 des elektromotorisch ange triebenen Werkzeuges 2 wird in nichtdargestellter Weise ein Stössel 3 durch einen Exzenter in eine hin und her gehende Bewegung versetzt. Der An triebskopf 1 weist eine mit Innengewinde versehene Ausnehmung 4 auf, .in welche das Aussengewinde 5 eines Oberteiles 6 eines Bügels 7 eingeschraubt ist. In den ;Bügel 7 ragt ein Stossstahl 8 hinein, der in den Stössel 3 eingeschraubt ist.
Der Stossstahl 8 ist ,an seiner Schneidfläche 9 abgeschrägt, um ein sicheres Angreifen auf ,der Oberfläche des strich punktiert dargestellten Werkstückes 10 zu gewähr- leisten.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist der obere Bügelteil 6 gabelförmig ausgebildet und nimmt den unteren ;Bügelteil 11 in sich auf. Die Verbindung ;der Teile erfolgt dabei durch einen lösbaren Bolzen 12. In einem Winkel 13 von 30 zur Längsachse des Stossstahls 8 ist eine Auflage platte 14 mittels einer Schraube 15 am Bügel 7 befestigt. An oder Auflageplatte 14 befindet sich ein Gegerhalter 16, der am Bügelunterteil 11 mittels eines Stiftes 17 befestigt äst.
Gegenüber der Füh rungsfläche 18 der Auflageplatte 14 ist ein Nieder- halter 19 verschiebbar angeordnet. Der untere Bügel teil .Il ist mit einem Schlitz 20 versehen, in dem der Niederhalter 19 ;gelagert .ist. Zur Führung dient ein mit dem Bügelteil 11 verbundener Bolzen 21, der durch einen Schlitz 22 )des Niederhalters 19 hindurchnagt. Die Abstandseinstellung erfolgt durch eine verstellbare Schraube 23, die sich am oberen Bügelteil 6 abstützt.
Aus den Fig. 3 und 4 ist die Anordnung eines der Vorschubbegrenzung :dienenden .Anschlages 23 zu erkennen. Dieser ist lösbar mittels einer Schraube 25,am ,unteren Bügelteil 11 -befestigt. Der Anschlag 24 kann, wie sich ,aus Fig. 3 erkennen lässt, wahl- weise auf beiden Seiten des unteren Bügelteils 11 befestigt werden, so dass mit :dem Werkzeug in .beiden Richtungen gearbeitet werden kann.
Zur Abschrägung der Kannten wird das Werk stück 10 in die durch die Auflageplatte 14, den Gegenhalter 16 rund den Niederhalter 19 ;gebildete, etwa U-förmige Führung eingeschoben. Bei jedem Hub des Stossstahls 8 wird ein seiner Breite ent sprechendes Metallstück 26 .abgetrennt, worauf dann ,
das Werkzeug bis .zum Anschlag des Vorschubbe- grenzers 24 .an dem noch stehengebliebenen Metall vorgeschoben wird und dann der nächste Hub erfolgt.
Um einen anderen Abschrägungswinkel zu errei chen, kann. entweder die Auflageplatte 14, der untere Bügelteil<B>11</B> oder der ganze Bügel 7 ausgewechselt werden. ,Durch verschieden hohe Auflageplatten 14 kann man das Werkzeug den verschiedenen Stärken .des Werkstückes 10 ianpassen. ,
Auch die Steghöhe 27 der Kante 28 kann auf diese Weise geändert werden. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 wird ein anders gestalteter Bügel 29 verwendet. Dieser ist gabelförmig ausgebildet, wobei zwischen seinen Ga belteilen eine Halterung 30 schwenkbar gelagert ist.
In ,dieser Halterung ist eine Auflageplatte 3<B>,</B>1 angeordnet, die aus einem Stück mit einem Gegen halter<B>32</B> besteht. Die ,Auflageplatte 31 ist dabei in einer besonderen Lagerschale 33 der beiden Gabel- teile des Bügels 29 zusätzlich abgestützt. Zur Füh rung der Halterung dient ein mit Odem Bügel 29 fest Schraubbolzen 34,i der in einem Schlitz 35 der Halterung 30 .gleitet.
Mittels dieses Schraubbolzens erfolgt auch die Feststellung der Teile gegeneinander. Die Halterung 30 weist ausser dem einen Niederhalter 36 auf, der sich gegenüber der Auflageplatte 3,3 mit einem verstellbaren Schraubbolzen 37 am Werkstück 10 abstützt rund am entgegengesetzten Ende mit einer Rolle 38 ver sehen ist. Wenn man bei dieser Ausführungsform den Anschrägungswinkel ändern will, ist lediglich eine .Schwenkung der Halterung 30 gegen Iden Bügel 29 erforderlich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Abschrägwerkzeug für Metallkanten mit einem an einem hin und her gehenden Stössel befestigten Stossstahl und einer Auflageplatte für das Werkstück, dadurch gekennzeichnet, dass der Stossstahl (8) schräg zur Führungsfläche (18) der Auflageplatte (14, 31) angeordnet ist, wobei gegenüber der Führungsfläche ein Niederhalter (19, 36) und in einem Winkel zu ihr ein Gegenhalter (16, 32) für Idas Werkstück (10)vorgesehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Werkzeug ,nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auflageplatte (14, 31), der Gegen- (16, 32) und der .Niederhalter (19, 36) an einem im Antriebskopf (1) des Werkzeugs (2) lösbar befestigten Bügel (7, 29) angeordnet sind. 2. Werkzeug nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Gewinde (5) versehene Bügeloberteil (6) in den Antriebskopf (1) einge schraubt ist. 3.Werkzeug nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Auflageplatte .(31) 'n bezug auf ihre Winkelstellung zum Stossstahl,(8) schwenk und fest stellbar am Bügel (29) gelagert ist. 4. Werkzeug nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Auflageplatte (31),i der Gegen halter (32) und der Niederhalter<B>(</B>36), auf einer schwenkbar= Bügel (29) gelagerten Halterung (30) angeordnet sind.5. Werkzeug nach ,Patentanspruch und Unter- ansprüchen 1 Ibis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageplatte (14), der Geigenhalter (16) und der Niederhalter (19) lösbar, insbesondere durch je eine Schraubverbindung (15, 17, 21) mit dem Bügel (7) oder der Halterung (30) verbunden sind.6. Werkzeug ,nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 Ibis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageplatte (14), der Gegenhalter (16) und der Niederhalter (19) etwa senkrecht zu ihren Füh- rungsflächen (18)i für Idas Werkstück (10) einzeln verstellbar angeordnet sind.7. Werkzeug nach Patentanspruch und Unter- iansprüchen 1 Ibis 16, gekennzeichnet durch die seit- liche Anordnung eines Anschlages (24) zur Vor- schubbegrenzung. g.Werkzeug nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, !dass der Anschlag (24), am Stossstahl (8) vorgesehen 'Lit. 9. Werkzeug nach Unteranspruch <B>7,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass der Anschlag :(24) am Bügel (11) oder (der Halterung .(30) vorgesehen ist. 10. Werkzeug nach Unteransprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (24) lös bar befestigt ist.11. Werkzeug nach Unteransprüchen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten des Stossstahls @(8), des .Bügels i(11) oder der ,Halterung (30) Befestigungsvorrichtungen (25) für Iden An- schlag i024) ungeordnet sind. 12.Werkzeug nach Unteransprüchen 1 bis 11, ,dadurch gekennzeichnet, dass (der Bügel (7) zwe,i- teidg ausgebildet ist, wobei ider obere Bügelteil (6).und der untere .(11) idurch einen lösbaren Bolzen :(12) miteinander verbunden sind.
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