CH397228A - Verfahren zum Aufbringen einer Schutzfolie auf Formteile aus glasfaserverstärkten Polyestern - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen einer Schutzfolie auf Formteile aus glasfaserverstärkten PolyesternInfo
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Description
Verfahren zum Aufbringen einer Schutzfolie auf Formteile aus glasfaserverstärkten Polyestern Zur Herstellung von Zylinderwandungen aus glasfaserverstärkten Polyestermassen kann man wie folgt verfahren: Um einen Zylinder wickelt man Rovings, die kurz vorher durch einen flüssiges Polyesterharz ent- haltenden Behälter liefen. Die Rovings nehmen dla- bei genügende Harzmengen auf. Auf die so gebildete Schicht von mit Polyesterharz imprägnierten Rovings wird dann ein Glasfasergewebe gelegt, dessen Schussfäden wesentlich stärker ausgeprägt sind als die Kettfäden. Dieses Glasfasergewebe wird derart auf die erste Schicht aufgelegt, dass die Schussfäden mit den Rovings der ersten Schicht einen rechten Winkel bilden. Anschliessend werden wieder mit Polyesterharz imprägnierte Rovings aufgewickelt usw. Da das nicht ausgehärtete Polyesterharz eine erhebliche Klebewirkung besitzt, muss verhindert werden, dass es mit dem zur Formgebung verwendeten Zylinder in Berührung kommt. Zu diesem Zweck umwickelt man den Formzylinder mit einer inerten Kunststoff-Folie ( Cellophan -Folie). Auf diese werden dann die polyesterharzgetränkten Rovings gewickelt. Nach dem Aushärten des Harzes lassen sich die Formteile von den zu ihrer Formgebung verwendeten Hilfskörpern leicht entfernen. Die Folie selber fällt dabei vom Formteil als auch vom formgebenden Körper ab, da sie zu keinem von beiden eine Klebewirkung entfaltet. Aus verschiedenen Gründen wäre es aber vorteilhaft, wenn man eine Folie fest auf die Oberfläche des glasfaserverstärkten Polyesterteils aufbringen könnte. Bekanntlich ist die Oberfläche des letzteren gegen die Einwirkung von Luftsauerstoff, Wasser (Korrosion) und Chemikalien nicht besonders resistent. Ferner ist die Verwendung von Polyesterbehältern mit ungeschützter Oberfläche zum Aufbewahren von Lebensmitteln bedenklich. Es ist zwar möglich, mit Hilfe von besonderen Lacken einen besseren Oberflächenschutz zu erzielen, jedoch sind die Kosten hierfür sehr hoch. Ausserdem lässt sich das Auftreten von Sprüngen in dem Lacküberzug nicht 100Saig vermeiden. Diese Nachteile können mit Hilfe des nachstehend näher beschriebenen Verfahrens zum Überzie- hen eines glasfaserverstärkten Polyesterformteils mit einer Schutzfolie überwunden werden. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst die Folie mit einem Gewebe oder Vliesstoff zusammenkalandriert oder zusammenklebt, anschliessend die kaschierte Folie derart mit einem noch nicht ausgehärteten Polyester enthaltenden glasfaserverstärkten Polyesterformteil zusammenbringt, dass die Gewebe- oder Vliesstoffseite der kaschierten Folie der Oberfläche des Polyesterformteils zugewandt ist. Die Folie kann beispielsweise aus Polyäthylen-, Polypropylen-, Polyvinylchlorid, Polyester oder Styroflex bestehen. Eine derartige Folie wird bei einer praktischen Ausführung zunächst nach dem Heisskalandrieren mit einem Textilgewebe oder einer Vliesstoffschicht in üblicher Weise mit der unkaschierten Seite auf den formgebenden Teil aufgewickelt. Das Polyesterharz dringt dabei in die Gewebe- oder Vliesstoffschicht ein und bindet diese fest an die Oberfläche des glasfaserverstärkten Polyesterformteils. Da anderseits diese Gewebeschicht oder Vliesstoffschicht schon vorher (durch Kalandrieren oder Verkleben) mit der inerten Folie verbunden wurde, wird letzten Endes die Oberfläche der glasfaserverstärkten Polyesterformteile mit einer inerten Folie überzogen, wobei die Bindung äusserst fest und dauerhaft ist. Vorteilhaft wird anschliessend bei einer unterhalb des Schmelzpunktes der Folie liegenden Temperatur getempert. Die Nahtstellen können nachträglich durch das übliche Verschweissen oder Bestreichen mit einem Aniösemittel beseitigt werden. Ist die Deckfolie nicht brennbar (PVC), so wird zusätzlich ein Flammschutz für die Polyestermasse erreicht. Die Erfindung sei durch folgende Zeichnung näher erläutert. Diese beispielhafte Ausführungsform soll jedoch die Erfindung in keiner Weise beschränken. Fig. 1: Eine Vliesstoff- oder Gewebeschicht a wird ; mit einer Folie b im Kalander 11, 11' zu- sammenkalandriert. Fig. 2: Die kaschierte Folie wird in Form eines Bandes auf den formgebenden Zylinder 12 aufgewickelt. Fig. 3: Auf den mit der kaschierten Folie umgebenen Zylinder 12 werden mit Polyesterharz imprägnierte Rovings aufgewickelt. Fig. 4: Nach Aushärtung des Polyesterharzes und Herausnahme des formgebenden Zylinders 12 erhält man einen Zylinderformteil, der im Querschnitt einen Dreischichtenaufbau zeigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum überziehen eines glasfaserverstärkten Polyesterformteils mit einer Schutzfolie, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst die Folie mit einem Gewebe oder Vliesstoff zusammenkalandriert oder zusammenklebt, anschliessend die kaschierte Folie derart mit einem noch nicht ausgehärteten Polyester enthaltenden glasfaserverstärkten Polyesterformteil zusammenbringt, dass die Gewebeoder Vliesstoffseite der kaschierten Folie oder Oberfläche des Polyelstersformteils zugewandt ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Aufbringen der kaschierten Folie auf die zu schützende Oberfläche das resultierende Mehrschichtengebilde nachtempert.2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Nahtstellen der kaschierten Folie durch Hitzebehand lung oder Anlösen des Folienmaterials verschweisst.
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