AT241798B - Verfahren zur Herstellung eines mit einer kaschierten Kunststoffolie überzogenen glasfaserverstärkten Polyesterformteiles - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines mit einer kaschierten Kunststoffolie überzogenen glasfaserverstärkten PolyesterformteilesInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines mit einer kaschierten Kunststoffolie überzogenen glasfaserverstärkten Polyesterformteiles Formteile aus glasfaserverstärkten Polyesterharzen finden heute für vielerlei Zwecke Verwendung. Als Beispiel seien hier nur Behälter für Flüssigkeiten genannt. Durch die Glasfasern werden die mechanischen Eigenschaften des Polyesters beträchtlich verbessert. Unangenehm ist lediglich, dass der Polyester und die Glasfasern in verschiedener Weise schrumpfen. Während Glas nur einen sehr kleinen Schrumpfeffekt aufweist, liegt dieser bei den Polyestertypen zwischen 3 und 8%. Infolgedessen löst sich beim langen Lagern von Polyesterformteilen die Verbindung zwischen der Glasfaser und der direkt anliegenden Polyestermasse. Es bilden sich zwischen beiden Kanäle aus, wodurch der Zerstörung des gesamten Materials Vorschub geleistet wird. Es kann sogar so weit kommen, dass die Glasfaserenden aus der Polyestermasse herausragen. Es war zu erwarten, dass diese Nachteile weitgehend verhindert werden, wenn es gelingt, die Oberfläche des glasfaserverstärkten Polyesterformteiles mit einer inerten Kunststoffolie zu überziehen. Bisher sind aber alle Versuche, bereits fertig vorliegende glasfaserverstärkte Polyesterformteile nachträglich mit einer solchen Schutzfolie dauerhaft zu überziehen, gescheitert. Es wurde nun gefunden, dass man glasfaserverstärkte Polyesterformteile dennoch mit einer solchen Schutzschicht überziehen kann. Allerdings muss dieselbe bereits während der Herstellung des Polyesterformteiles nach dem sogenannten Wickelverfahren erzeugt werden. Bei diesem an sich bekannten Verfahren wickelt man Glasfaserstränge, die kurz vorher durch einen flüssiges Polyesterharz enthaltenden Behälter liefen, um einen Zylinder. Die Glasfaserstränge nehmen dabei relativ grosse Mengen an Harz auf. Auf die so gebildete Schicht von mit Polyesterharz imprägnierten Glasfasersträngen wird dann ein Glasfasergewebe, dessen Schussfäden wesentlich stärker sind als die Kettfäden, derart aufgelegt, dass die Schussfäden mit den Glasfasersträngen der ersten Schicht einen rechten Winkel bilden. Dann werden wieder mit Polyesterharz imprägnierte Glasfaserstränge aufgewickelt, anschliessend ein zweites Glasfasergewebe usw. Da das nicht ausgehärtete Polyesterharz eine erhebliche Klebewirkung besitzt, muss verhindert werden, dass es mit der Oberfläche des zur Formgebung verwendeten Zylinders in Berührung kommt. Zu diesem Zweck umwickelt man den Formzylinder mit einer inerten Kunststoffolie (z. B. Polyäthylenfolie). Auf diese werden dann die polyesterharzgetränkten Glasfaserstränge gewickelt. Nach dem Aushärten des Harzes lassen sich die Formteile von dem zu ihrer Formgebung verwendeten Hilfskörper leicht entfernen. Die Folie selber fällt dabei sowohl vom Formteil als auch vom formgebenden Körper ab, da sie zu keinem von beiden eine Klebewirkung entfaltet. Wie schon eingangs erwähnt, wäre es nun vorteilhaft, wenn man diese inerte Folie fest mit der Oberfläche des zu erzeugenden Polyesterformteiles verbinden könnte. In diesem Fall würde der Polyester vor Luftsauerstoff, Wasser und Chemikalien geschützt, wodurch das Schrumpfen weitgehend verhindert werden könnte. Ausserdem wird der Gebrauchswert von mit einer inerten Schutzschicht ausgekleideten Polyesterbehältern insbesondere dann erhöht, wenn Lebensmittel aufbewahrt werden sollen. Aus hygienischen Gründen ist nämlich die Verwendung von Behältern mit ungeschützter Oberfläche bedenklich. Es war zwar bislang schon möglich, mit Hilfe von Speziallacken einen gewissen Oberflächenschutz zu erzielen. Jedoch sind die Kosten hiefür sehr hoch. Ausserdem lässt sich das Auftreten von Sprüngen im Lack nicht mit Sicherheit vermeiden. Es wurde nun gefunden, dass man eine dauerhafte Verbindung zwischen der glasfaserverstärkten Polyestermasse und einer Folie dadurch erzielen kann, dass man eine kaschierte Kunststoffolie mit der <Desc/Clms Page number 2> Folienseite auf einen formgebenden Zylinder auflegt und anschliessend die mit Polyesterharz imprägnier- ten Glasfaserstränge aufwickelt, anschliessend aushärtet und den formgebenden Zylinder entfernt. Als Kunststoffolien können verwendet werden : Folien aus Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid und Polyester. Beim erfindungsgemässen Verfahren dringt das Polyesterharz in die hinter der Kunststoffolie liegende Gewebe-oder Vliesstoffschicht ein und bindet diese fest an die Oberfläche des glasfaserverstärk- ten Polyesterformteiles. Da anderseits diese Gewebe- oder Vliesstoffschicht schon vorher (durch Kalandrie- ren oder Verkleben) mit der inerten Folie verbunden wurde, wird letzten Endes die. Oberfläche der glas- faserverstärkten Polyesterformteile mit einer inerten Folie überzogen, wobei die Bindung äusserst fest und dauerhaft ist. Anschliessend wird bei einer unterhalb des Schmelzpunktes der Folie liegenden Temperatur getempert. Wenn die kaschierte Folie inForm eines Bandes schraubenförmig um den formgebenden Zylinder ge- wickelt wurde, dann überlappen sich verständlicherweise die Ränder des Bandes mehrfach. An diesen Stel- len könnte Polyesterharz eindringen und so bis an die Oberfläche gelangen. Der Schutz wäre also unvoll- ständig, da rückwirkend auch Luftsauerstoff, Wasser und Chemikalien an diesen Stellen den Polyester an- greifen könnten. Es müssen daher diese Stellen durch das bekannte übliche Verschweissen oder durch Be- streichen mit einem Anlösemittel beseitigt werden. Es entsteht dann wieder eine einheitliche Folie. Ist die Deckfolie nicht brennbar-wie bei der Verwendung von PVC-so wird zusätzlich ein Flammschulz für die Polyestermasse erreicht. Die Erfindung sei durch folgende Zeichnungen näher erläutert : Fig. 1 zeigt die Herstellung der erfin- 'dungsgemäss kaschierten Folie, Fig. 2 das Aufwickeln der kaschierten Folie auf einen formgebenden Zy- linder und Fig. 3 das Aufbringen der ersten mit Polyesterharz imprägnierten Schicht aus Glasfasersträngen. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt eines erfindungsgemäss hergestellten Polyesterformteiles mit inerter Ober- - fläche. Eine Vliesstoff- oder Gewebeschicht aus Glasfasern a wird mit einer inerten Kunststoffolie b im Kalander 11, 11'vereinigt (Fig. l). Diese nunmehr-lzaschierte Folie wird als endloses Band auf einen Zylinder 12 schraubenförmig aufgewickelt (Fig. 2). Die Folie liegt dabei auf dem formgebenden Zylinder 12 auf, während die Gewebe- oder Vliesstoffschicht dem Beschauer zugekehrt ist. Beim Auf- wickeln des schmalen Bandes entsteht an dessen Längsrändern eine Überlagerung. Diese wird durch Ver- schweissen oder Bestreichen mit einem Anlösemittel beseitigt, so dass der formgebende Zylinder 12 mit einer fugenlosen kaschierten, inerten Folie umgeben ist. Nunmehr werden mit Polyesterharz imprä - gnierte Glasfaserstränge ebenfalls schraubenförmig aufgewickelt (Fig. 3). In Fi. 4 ist schematisch der Aufbau des fertigen Formeteiles gezeigt. Dabei stellt 13 die glasfaser- verstärkte Polyestermasse dar, während a die Gewebe- oder Vliesstoffschicht zeigt, an die sich aussen die inerte Schutzfolie b anschliesst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines mit einer kaschierten Kunststoffolie überzogenen glasfaserverstärkten Polyesterformteiles, dadurch gekennzeichnet, dassmaneinekaschierteKunststoffolie (a, b) mit der Folienseite (b) auf einen formgebenden Zylinder (12) auflegt und anschliessend mit Polyesterharz im- prägnierte Glasfaserstränge (13) aufwickelt, anschliessend aushärtet und den formgebenden Zylinder (12) entfernt.
Priority Applications (1)
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1961
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