CH396382A - Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster - Google Patents
Dreh-, Wende- und SchwingflügelfensterInfo
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Description
Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster Es sind Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster mit mindestens einer den Flügel in der Schliesslage nach beiden Seiten kraftschlüssig hemmende, ela stisch nachgiebigen Dichtungsleiste aus gummiela stischem Material bekannt, die zwischen dem An schlagrahmen und dem Flügelrahmen angeordnet ist. Bei den bekannten Fenstern dieser Art lässt sich keine zuverlässige Dichtung erreichen, weil die Dichtungs leiste nicht in Form einer biegsamen Zunge Verwen dung finden kann, wie sie sich bei Anschlagfenster flügeln bewährt hat.
Es ist bereits bekannt, die Dich tungsleiste in Form eines Hohlwulstes aus Gummi auszubilden, die mit einem starren Widerlager des anderen Rahmens zusammenarbeitet. Jedoch ist die Federung einer solchen Leiste ungenügend, um eine sichere Dichtung zu erreichen ohne eine unzulässig grosse Hemmung des Flügels in der Schliesslage.
Die vorliegende Erfindung vermeidet die Nach teile der bekannten Ausführungen dadurch, dass die Dichtungsleiste in Längsrichtung der sie tragenden Rahmenleiste sowie quer zu deren beidseitigen Flan schen angeordnet und auf der dem anderen Rahmen zugekehrten Seite mit Längsrippen versehen ist, die mit mindestens einem Wid'erlager dieses Rahmens dichtend zusammenarbeiten,
wobei die Dichtungs leiste unter Vorspannung mit ihren Randteilen in den genannten Flanschen verankert und in der Schliess lage derart nach der Innenseite elastisch durchgebo gen ist, dass ihre Rippen in der Dichtungsleisten- querrichtung kraftschlüssig dichtend an den Wider lagern anliegen.
Hierdurch kann die ganze Distanz zwischen den beiden Rahmenflanschen, d. h. also fast die ganze Rahmenbreite, für die Biegungslänge der Dichtungsleiste ausgenützt werden, wodurch der elastische Anlagedruck der Leiste am Widerlager auf einen genügend kleinen Wert herabgesetzt werden kann, um die Flügelhemmungskraft in der Schliess- lege in der gewünschten Grösse zu halten.
Hierbei lässt sich jedoch eine genügend grosse Durchfederung der Dichtungsleiste erreichen, um ein sicheres, ein wandfrei dichtendes Anliegen der Dichtungsleiste am Widerlager zu gewährleisten, selbst wenn ungün stige, im Rahmen der Toleranzen liegende Dimen- sionierungen der beiden Rahmen sowie der Dich tungsleiste und des Widerlagers bestehen. Es findet daher eine selbsttätige Anpassung an solche Unzu- länglichkeiten statt, so dass die- Dichtung den gestell ten Anforderungen entspricht.
Die Zeichnung zeigt im Querschnitt ein Ausfüh rungsbeispiel.
Innerhalb des Anschlagrahmens 1 ist in üblicher, nicht dargestellter Weise der Flügelrahmen 2 schwenkbar gelagert. Die veranschaulichten beiden einander zugekehrten Rahmenleisten sind in der Schliesslage dargestellt, wobei die auf der Aussenseite liegenden Flansche 3 bzw. 4 der Anschlag- bzw. Flü- gelrahmenleiste zwischen sich die Wetterrille 5 bil den, hinter welcher der Raum 6 zwischen den beiden Rahmenleisten in bekannter Weise erweitert ist.
In- nerhalb dieses Raumes ist die Anschlagleiste mit einem Steg 7 versehen, an welchem zwei symmetrisch zur Rahmenmittelebene angeordnete Widerlager 8 bzw. 9 angeordnet sind. Diese bestehen aus Leicht metall und sind mit der Rahmenleiste aus einem Stück hergestellt. Auf der dem Flügelrahmen 2 zu gekehrten Seite sind die Wid'erlager mit einem nach aussen konvex gewölbten Arm 10 versehen.
Die Flügelrahmenleiste ist auf der Innenseite der Flansche 4 bzw. 11 mit je einer längs durchlaufen den, nach den Anschlagrahmen zu offenen Nut 12 versehen, wobei die die Nuten auf den einander zu gekehrten Seiten begrenzenden Teile 13 durch einen Steg 14 starr miteinander verbunden sind. Die Teile 13 sind am freien Ende mit einem Wulst 15 versehen. In die Nut 12 greift je ein klinkenförmiger Randteil 16 einer aus Gummi oder anderem gummielastischem Material bestehende Dichtungsleiste 17 ein.
Die Rand teile 16 sind auf den einander zugekehrten Seiten mit je einer längs durchlaufenden Rille versehen, in welche der benachbarte Wulst 15 eingreift und dadurch das Herausziehen der Randteile 16 aus den Nuten 12 kraftschlüssig unterbindet. Die Dichtungsleiste 17 verläuft in Längsrichtung der Flügelrahmenleiste und quer zu deren Flanschen 4, 11 und ist auf der dem Anschlagrahmen zugekehrten Seite mit vier Längsrip pen 18, 19, 20, 21, versehen. Die Längsrippen sind am freien Rand mit je einem Hohlwulst 22 versehen.
Die Rippen arbeiten mit ihrem Hohlwulst 22 paar weise mit je einem der Widerlager 8 bzw. 9 zusam men, wobei in der dargestellten Fensterflügelschliess- lage die Kuppe 23 des betreffenden Widerlagers mindestens angenähert mittig zu den beiden diesem Widerlager zugeordneten Rippen 18,<B>19</B> bzw. 20, 21 liegt.
Die Dichtungsleiste 17 ist unter Vorspannung mit ihrein Randteil 16 in den Flanschnuten 12 ver ankert und in der Schliesslage derart nach der Innen seite des Flügelrahmens elastisch durchgebogen, dass ihre Rippen mit den Wulsten 22 kraftschlüssig dich tend an den Widerlagern 8 bzw. 9 anliegen. Die Durchbiegung der Leiste 17 ist so gewählt, dass auch unter Berücksichtigung der Toleranzen in den Di mensionen aller Einzelteile die Dichtungsrippen noch eine genügende kraftschlüssige Anlage an den Wider lagern zur Gewährleistung einer einwandfreien Dich tung haben.
Dagegen ist die Flügelrahmenleiste gegen seitliches Verschieben nach beiden Richtungen ge sichert, so dass der Flügel in der Schliesslage kraft schlüssig nach beiden Seiten gegen Herausbewegen aus der Schliesslage gehemmt ist.
Beim Öffnen des Flügels bewegt sich die darge stellte Flügelleiste konzentrisch zur Schwenkachse in der einen oder anderen, durch den Doppelpfeil 24 angedeuteten Richtung. Hierbei wird unter 'Ober windung der Hemmkräfte die Dichtungsleiste 17 mit genommen, wobei die in der Bewegungsrichtung hin tere Rippe 19, 21 bzw.
20, 18 jedes Rippenpaares über die betreffende Widerlagerkuppe 23 geschoben wird, unter entsprechender Durchbiegung des Steges der Dichtungsleiste im dargestellten Krümmungs- sinne. Nach Erreichen der Kuppe federt bei der Weiterbewegung die Dichtungsleiste zurück und ge langt alsdann in ihre freie Lage mit urigekrümmtem, flachem Steg.
Beim Wiederschliessen des Flügels spielen sich dieselben Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab. Es ist beim Zusammenarbeiten der Dichtungs rippen mit den Wid'erlagern ohne Belang, ob die Rip pen 18, 19, 20, 21 Querbiegung erleiden, die nur in verhältnismässig kleinem Ausmass eintreten können, verglichen mit den Verbiegungen, welche bei Dich tungszungen aus gummielastischem Material eintre ten bei Anschlagflügelfenster.
Bei verhältnismässig kleinen Rahmen kann der 9 Steg 14 wegfallen. Da die Rahmenleiste genügend starr ist, um der von den Randteilen 16 der Dich tungsleiste ausgeübten Zugkraft zu widerstehen.
Zur Montage der Dichtungsleiste 17 wird diese vorerst am einen Rand mit dem entsprechenden An teil 16 in. die Nut 12 eingesetzt, wobei sie hinter dem Wulst 15 einklinkt. Alsdann wird unter Span nung der Dichtungsleiste in der Querrichtung der andere Randteil 16 in die betreffende Nut 12 ein geklinkt. Wie ersichtlich genügt es, zur Erreichung der Dichtung ein einziges Rippenpaar und ein einziges mit diesem zusammenarbeitendes Wid'erlager vorzu sehen.
Durch die Verwendung von zwei Widerlagern und Rippenpaaren in der dargestellten Anordnung wird jedoch nicht nur eine verbesserte Dichtung, son dern auch eine Unterteilung des Raumes 6 in mehrere Einzelkammern erzielt, wodurch die Wärmeisolierung verbessert und die Bildung von Kondenswasser herab gesetzt wird.
Wie für die obere Flügelrahmenleiste in der Zeichnung dargestellt ist, empfiehlt es sich zum Schutze der Dichtungsleiste gegen direkte Sonnenbe strahlung, eine Schutzleiste 25 aus Kunststoff vorzu sehen-, deren dem Flansch 4 zugekehrter Randteil 26 bei der Verankerung des benachbarten Randteils 16 der Dichtungsleitste 17 zwischen dem Randteil 16 und dem Flansch 4 festsitzend eingespannt ist.
Damit sich die Schutzleiste 25 nicht ungewollt lösen kann, ist der Randteil 26 auf der Aussenseite mit einem längsdurchlaufenden Vorsprung 27 versehen, der beim Einsetzen mit dem Randteil 16 der Dichtungs leiste 17 in die Nut 12 selbsttätig in die Nut 27 ein schnappt.
Die Schutzleiste 25 ist zwar lediglich an denjeni- gen-Stellen erforderlich, die in irgendeiner Schwenk lage des Flügels der Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. Es empfiehlt sich jedoch der einheitlichen Herstellung wegen sie an sämtlichen Verankerungsstellen der Dichtungsleiste 17 vorzusehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster mit min destens einer den Flügel in der Schliesslage nach bei den Seiten kraftschlüssig hemmenden, elastisch nach giebigen Dichtungsleiste aus gummielastischem Ma terial, die zwischen dem Anschlagrahmen und dem Flügelrahmen angeordnet ist, dadurch gekennzeich net, dass die Dichtungsleiste (17) in Längsrichtung der sie tragenden Rahmenleiste (2) sowie quer zu de ren beidseitigen Flanschen (4, 11) angeordnet und auf der dem anderen Rahmen (1) zugekehrten Seite mit Längsrippen (18, 19, 20, 21) versehen ist, die mit mindestens einem Widerlager (8, 9) dieses Rahmens (1) dichtend zusammenarbeiten, wobei die Dichtungs leiste (17)unter Vorspannung mit ihren Randteilen (16) in den genannten Flanschen (4, 11) verankert und in der Schliesslage derart nach der Innenseite elastisch durchgebogen ist, dass ihre Rippen (18, 19, 20, 21) in der Dichtungsleistenquerrichtung kraft- schlüssig dichtend an den Widerlagern (8, 9) anlie gen. UNTERANSPRÜCHE 1.Fenster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rippen (18, 19, 20, 21) der Dich tungsleiste (17) am freien Rand einen mit dem Wi- derlager (8, 9) zusammenarbeitenden Hohlwulst (22) aufweisen. 2. Fenster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ein Rippenpaar (18, 19; 20, 21) mit einem konvex gewölbten Widerlagerteil (10) zusam menarbeitet, wobei in der Schliesslage die Kuppe (23) des Widerlagerteils (10) mindestens angenähert mittig zu den beiden Rippen (18, 19; 20, 21) liegt. 3.Fenster nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei mit je einem Widerlager (8; 9) zusammenarbeitende Rippenpaare (18, 19; 20, 21) symmetrisch zur Mittelquerebene der Dich tungsleiste (17) angeordnet sind. 4. Fenster nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Dichtungsleiste (17) klinken förmige Randteile (16) aufweist, die in entsprechende auf den Flanschinnenseiten angeordnete Nuten (12) eingreifen. 5.Fenster nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die die Nuten (12) auf den einan der zugekehrten Seiten begrenzenden Teile (13) durch einen Steg (14) miteinander verbunden sind. 6. Fenster nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Randteile (16) der Dichtungsleiste (17) mindestens zum Teil unter Zwischenschalten des einen Randteils einer sie vor Sonnenstrahlen schüt zenden Schutzleiste (25), z. B. Kunststoffleiste, an den Flanschen (4, 15) verankert sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH1072262A CH396382A (de) | 1962-09-11 | 1962-09-11 | Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster |
| AT730163A AT244046B (de) | 1962-09-11 | 1963-09-11 | Dichtung an einem Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH1072262A CH396382A (de) | 1962-09-11 | 1962-09-11 | Dreh-, Wende- und Schwingflügelfenster |
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| CH396382A true CH396382A (de) | 1965-07-31 |
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Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20150082705A1 (en) * | 2013-09-24 | 2015-03-26 | Press-Seal Gasket Corporation | Trailer door seal |
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1962
- 1962-09-11 CH CH1072262A patent/CH396382A/de unknown
-
1963
- 1963-09-11 AT AT730163A patent/AT244046B/de active
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| US20150082705A1 (en) * | 2013-09-24 | 2015-03-26 | Press-Seal Gasket Corporation | Trailer door seal |
| US9151107B2 (en) * | 2013-09-24 | 2015-10-06 | Press-Seal Gasket Corporation | Trailer door seal |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT244046B (de) | 1965-12-10 |
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