Verstellbarer Stecker Um den Übergang vom alten zum neuen schwei zerischen Steckkontaktsystem 10A 250V für Haushalt und ähnliche Zwecke nach den Normblättern SNV 24505...24509 zu beschleunigen und sicherheits technisch zu verbessern, ist gemäss der Hauptpatent- Beschreibung ein verstellbarer Stecker mit zwei Pol kontaktstiften, einer Schutzkontaktbüchse und einem Schutzkontaktstift vorgeschlagen worden, bei dem die Schutzkontaktteile von Hand und ohne Werkzeuge derart verstellbar sind, dass der Stecker wahlweise in eine genormte Steckdose Typ 2 oder in eine genormte Steckdose Typ 13 gesteckt werden kann,
wobei er in beiden Fällen die Schutzkontaktverbindung mit der Steckdose zwangläufig herstellt. In beiden Fällen kann nun dieser Stecker auch in die Steckdose Typ 12, die in den weniger gefährlichen und somit in den weitaus meisten Räumen gesetzt wird, gesteckt werden; dabei wird aber die Schutzkontaktverbindung mit der Steckdose nur im zweiten Falle hergestellt, während sie im ersten Falle nicht zustande kommt.
Dieser Stecker bietet gegenüber dem genormten Übergangsstecker Typ 14 sicherheitstechnisch den Vorteil, dass mit ihm ausgerüstete Apparate in An lagen, in denen während der Übergangszeit sowohl alte Steckdosen Typ 2 in besonders gefährlichen Räumen als auch neue Steckdosen Typ 12 in weniger gefährlichen Räumen vorhanden sind, die durch die Steckdose Typ 12 dargebotene Schutzmöglichkeit auch vom Laien in jedem einzelnen Falle sofort aus genützt werden kann: der Stecker kann, nachdem er in eine Steckdose Typ 2 gesteckt war, durch eine ein fache Manipulation so verstellt werden, dass er mit der Steckdose Typ 12 die Schutzkontaktverbindung her stellt.
Nun ist aber vorauszusehen, dass der Laie diese Möglichkeit in vielen, wahrscheinlich sogar in den meisten Fällen nicht ausnützt, weil er sie entweder gar nicht kennt oder vergisst, und weil er den Stecker auch in der der Steckdose Typ 2 entsprechenden Stellung in die Steckdose Typ 12 stecken kann, wobei aber, wie erwähnt, die Schutzkontaktverbindung mit der Steck dose nicht hergestellt wird, was dem Laien aber kaum bewusst wird.
Die vorliegende Erfindung begegnet diesem nach teiligen Umstand und hat einen Stecker nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes zum Gegenstand, bei dem ein Schutzkontaktteil unter einem derart elastisch wirkenden Mittel steht und derart verstellbar ist, dass er von Hand in die der Steckdose Typ 2 ent sprechende Stellung gebracht werden kann, dass er aber in nicht eingestecktem Zustand des Steckers selbsttätig in die der Steckdose Typ 13 entsprechende Stellung zurückgeführt und eindeutig in dieser Stellung gehalten wird. Dieser Stecker ist also bei Nichtgebrauch stets in der Stellung, in welcher er in keine Steckdose gesteckt werden kann, ohne zugleich die Schutz kontaktverbindung herzustellen.
Die Wahrscheinlich keit, dass dieser Stecker auch vom Laien in der Stellung in die neuen Steckdosen Typ 12 gesteckt wird, in der er mit denselben die Schutzkontaktverbindung her stellt, ist daher so gross, dass voraussichtlich bei Anwen dung dieses Steckers der mit dem neuen schweizerischen Steckkontaktsystem bezweckte Aufbau der Sicher heit durch Schutzkontaktverbindungen schon während der Übergangszeit auf den höchstmöglichen Stand gebracht wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt und Fig. 2 einen Querschnitt X-X des Steckers mit der Steckdose Typ 13 entsprechend gestelltem Schutzkontaktteil und Fig. 3 eine Frontansicht und Fig. 4 einen vertikalen Längsschnitt des Steckers mit der Steckdose Typ 2 entsprechend gestelltem Schutzkontaktteil. a ist der Isolierkörper des Steckers mit einem in die Steckdosen Typen 2 und 13 passenden Profil.
<I>b</I> und<I>b'</I> sind die im Isolierkörper<I>a</I> festsitzenden Polkontaktstifte. c ist ein kombiniertes Schutzkontakt organ, das den der Steckdose Typ 13 entsprechenden Schutzkontaktstift und die der Steckdose Typ 2 ent sprechende Schutzkontaktbüchse in sich vereinigt und um eine am Isolierkörper<I>a</I> festliegende Achse<I>d</I> schwenkbar gelagert ist. An dem am Organ c fest sitzenden Bolzen e ist ein Stössel f angelenkt, der am andern Ende als Druckknopf ausgebildet ist und zugleich als Schulter für die Druckfeder g dient. Diese stützt sich an ihrem andern Ende auf einen schräg liegenden Rand des Isolierkörpers a und drückt den Stössel f nach oben.
Dieser Stössel hat daher das Be streben, das Organ c in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zu schwenken, in der es mit seinem hintern obern Ende am Isolierkörper<I>a</I> anschlägt. Die Feder<I>g</I> ist in dieser Stellung noch vorgespannt, so dass die Stellung ein deutig eingehalten wird. Die Schraube h ist in der Fig. 1 vorgeschraubt und arretiert das Organ c derart, dass es nur zwischen der voll gezeichneten und der strich punktiert angedeuteten Stellung schwenken kann.
Der Stecker kann dann in keine Steckdose gesteckt werden, ohne die Schutzkontaktverbindung zu vermitteln; das Organ c kann aber äussern Biegekräften auf sein stift- förmiges Ende, wie sie z. B. beim Treten auf den Stecker vorkommen, bis in die in Fig. 1 strichpunktiert gezeichnete Stellung ausweichen, wodurch die Schwenk achse<I>d</I> und die Schraube<I>h</I> von der Auswirkung solcher Kräfte weitgehend verschont bleiben.
Wird die Schraube h aus der in Fig. 1 gezeigten Stellung zurück geschraubt, so kann das Organ c durch Drücken auf den Druckknopf in die Stellung nach Fig. 4 gebracht werden, in der der Stecker unter Vermittlung der Schutzkontaktverbindung in die Steckdose Typ 2 ge steckt werden kann. Bei vollständigem Niederdrücken des Druckknopfes vor dem Stecken schwenkt das Organ c so weit, bis es mit seinem stiftförmigen Ende oben am Isolierkörper a anschlägt und sich dann in einer leicht schrägen Lage befindet.
Sobald beim Ein stecken des Steckers in eine Steckdose Typ 2 deren Schutzkontaktstift in die Schutzkontaktbüchse des Organs c eingefahren ist, bestimmt dieser Schutz kontaktstift die Stellung des Organs e, wobei durch das Drücken auf den Druckknopf die Kontaktgabe zwischen der Büchse und dem Stift gewährleistet ist. Lässt man den Druckknopf los, so übernimmt die Feder g diese Kontaktgabe, indem sie, im entgegen gesetzten Sinne, ein Drehmoment auf das Organ c ausübt; eine oesondere Kontaktfeder erübrigt sich daher.
Der Stecker kann mit Sicherheit ohne Drücken auf den Druckknopf aus der Steckdose Typ 2 heraus gezogen werden, weil die dabei an der Schutzkontakt büchse entstehenden, durch die Feder g bewirkten Reibungskräfte eine Verklemmung mit dem Schutz kontaktstift der Steckdose verhindern.
Die Feder g bewirkt aber auch einen dauernd guten Kontakt zwischen dem Organ c und der Achse d, so dass der Schutzleiter der mit dem Stecker zu ver bindenden Anschlussschnur mit Vorteil an dieser Achse angeschlossen wird.