CH375970A - Verfahren zum maschinellen Verwinden von kaltverformten Profilstählen, insbesondere Betonarmierungsdrähten, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum maschinellen Verwinden von kaltverformten Profilstählen, insbesondere Betonarmierungsdrähten, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens

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CH375970A
CH375970A CH8087159A CH8087159A CH375970A CH 375970 A CH375970 A CH 375970A CH 8087159 A CH8087159 A CH 8087159A CH 8087159 A CH8087159 A CH 8087159A CH 375970 A CH375970 A CH 375970A
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    • B21D11/15Reinforcing rods for concrete
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    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D8/00Modifying the physical properties by deformation combined with, or followed by, heat treatment
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Description


  Verfahren zum maschinellen     Verwinden    von kaltverformten     Profilstählen,     insbesondere     Betonarmierungsdrähten,        und    Maschine zur     Durchführung    des Verfahrens    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zum maschinellen Verwinden von     kaltverformten     Profilstählen sowie eine Maschine zur Durchführung  des Verfahrens.  



  Solche Verfahren und hierzu geeignete Maschi  nen sind bereits bekannt. Es liegen dem folgende  Erkenntnisse zugrunde:  Die Zugfestigkeit des Betons beträgt etwa     1110     der Druckfestigkeit. Die     übertragung    der dem Beton  aufgezwungenen äussern     Kräfte    ist nur über die be  rührende Oberfläche möglich. Um die Kräfteüber  tragung     zu    steigern, sucht man durch vom Rund  querschnitt abweichende Profile und Knoten das  Haftvermögen zu steigern. Da der     Stabquerschnitt     aber im Quadrat wächst und die Oberfläche linear,  ist eine Stahlausnützung im Eisenbeton auf dünne  Querschnitte beschränkt.  



  Die höchsten Zugspannungen ergeben sich bei       Vorspannbeton,    dessen Armierung unter zulässigen  Lasten die     Betonzugzone    komprimiert und damit die       Rissbreiten        vermindert,    sofern Risse auftreten. Da bei  allen Stählen der     Elastizitätsmodul    derselbe bleibt,  ergeben sich für höhere Spannungen höhere Dehnun  gen und somit unter gleichen Verhältnissen höhere       Betonrissbreiten    für schlaffe Armierung ohne Vor  spannung. Beim heutigen Stand der     Vorspanntechnik       beschränkt sich die Wirtschaftlichkeit auf Spezial  konstruktionen mit anomal grossen Spannweiten  (Brücken usw.).

   Für weitaus die grösste Eisenbeton  anwendung     dienen    die     schlaffen        Armierungen,    wo  bei dünnste     Armierungen    die theoretisch höchsten  zulässigen Spannungen ertragen und heute nur mit       kohlenstoffreichen    oder legierten Stählen ausgeführt  werden können. Die billigen     kohlenstoffarmen    Eisen  sorten scheiden bisher bei den heute noch beschränk  ten zulässigen     Stahlspannungen    aus.  



  Mit wachsendem Eisenquerschnitt sinkt bei sonst  gleichen Verhältnissen das Haftvermögen. Schon bei  Querschnitten von 3,14 cm" können die Zugfestig  keit und Streckgrenze der hochwertigen Stähle nicht  mehr ausgenutzt werden.  



  Ein Mass für die     Möglichkeit    der Stahlausnützung  gibt die Theorie der Verbundcharakteristik, die sich  auf das     Verhältnis    des Stahlquerschnittes zum     Stahl-          umfang    stützt und in grossen Zügen folgende zulässi  gen Spannungen ermöglicht,     sofern    es gelänge, für  die dünnen Querschnitte     kohlenstoffarme,    billige  Stahlsorten mit genügender Zugfestigkeit und für die  dickeren     Sorten    Stähle mit genügendem Haftvermö  gen zu     entwickeln.     



  Verbundcharakteristik für normale und hoch  wertige Betonqualitäten:  
EMI0001.0034     
  
    <I>Fe <SEP> =</I> <SEP> Stahlquerschnitt <SEP> in <SEP> cm2. <SEP> <I>U</I> <SEP> = <SEP> Umfang <SEP> in <SEP> cm.
<tb>  <I>FeJU <SEP> U/Fe</I> <SEP> Rundprofil <SEP> zulässige <SEP> Spannung <SEP> Zu <SEP> garantierende
<tb>  Stahlzugfestigkeit
<tb>  über <SEP> 0,5 <SEP> cm <SEP> unter <SEP> 2,0 <SEP> cm= <SEP> über <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> 0 <SEP> 1700 <SEP> kglcm2 <SEP> 3030 <SEP> kg/cm2
<tb>  0,2 <SEP> bis <SEP> 0,35 <SEP> cm <SEP> 5,0 <SEP> bis <SEP> 2,86 <SEP> cm= <SEP> 8 <SEP> bis <SEP> 14 <SEP> mm <SEP> 0 <SEP> 2500 <SEP> kg/cm2 <SEP> 4500 <SEP> kgjcm2
<tb>  0,075 <SEP> bis <SEP> 0,2 <SEP> cm <SEP> 13,3 <SEP> bis <SEP> 5,

  0 <SEP> cm <SEP> = <SEP> 3 <SEP> bis <SEP> 8 <SEP> mm <SEP> 0 <SEP> 4000 <SEP> kg/cm2 <SEP> 7200 <SEP> kg!cm2         Die     Zugfestigkeit    des gewöhnlichen Eisens kann  nicht ausgenutzt werden, da infolge ungenügender       Oberfläche    das     Haftvermögen    nicht mehr ausreicht,  die vom Beton übertragenden Kräfte zu übernehmen.  Eisenverschwendung ist unvermeidlich, da schon bei  1700     kg/cm2        Rissbreiten    zu erwarten sind, die das  zulässige Mass von 1/4 mm weit überschreiten.  



  Sowohl bei     beruhigten        Martinstählen    wie bei den  billigen     tordierten    Stählen sind     Sprödbrüche    bekannt  geworden. Das Tordieren von     härteren    Stählen mit       Ausgangsfestigkeiten    von 6000     kg/cm2    war bisher  unbefriedigend. Infolge der grossen Toleranzen und  der Härteunterschiede, wie sie bei     unberuhigten          billigen    Stählen unvermeidlich sind, ergeben sich  beim Tordieren grosse Unterschiede in der Ganghöhe.

    Nun bedingen die     unausgenutzten    schwereren Quer  schnitte einerseits und die von den Stahlwerken be  nötigten     Qualitätszuschläge    für geschältes Knüppel  material oder Legierungszusätze anderseits, dass weit  aus die     unregelmässigsten    Eisensorten dem     Armie-          rungsbau    zufallen und eine     Prüfung    der Querschnitte,  die statisch     beansprucht    werden, sich aufdrängt.

    Hierfür eignet sich vor allem die alle Stäbe erfassende       Prüfung    durch     Torsion.    Schon bei der heute üblichen  niedrigen     Verformungsgeschwindigkeit    werden     Lun-          ker    offenkundig. Eine Ausscheidung von     sprödbruch-          anfäl'ligem    Material wird allerdings erst bei hoher       Verformungsgeschwindigkeit    möglich.  



  Aus der     Praxis    weiss man, dass das Tordieren bei  hoher     Verformungsgeschwindigkeit        wertvolle    Auf  schlüsse über     Sprödbruchanfälligkeit    bei kalttordier  ten Stählen bereits ergibt. So kann der kritische  Querschnitt je nach vorangegangener Kaltverformung  festgestellt werden.  



  Man war bisher der Ansicht, dass eine die Festig  keitseigenschaften ändernde Umwandlung der Struk  tur     kohlenstoffarmer    Stähle erst bei einer Glühtempe  ratur von 520  C eintritt, und dass tiefere Tempera  turen darauf nur einen geringen Einfluss haben.  Durch Versuche wurde     hingegen    festgestellt, dass für  das Verhalten solcher Stähle beim Tordieren ein  vorausgehendes Glühen auf wesentlich niedrigeren  Temperaturen äusserst günstig wirkt.

   Dies gilt in  erster Linie für durch Walzen oder Ziehen kalt  verformte,     kohlenstoffarme,    billige Stähle.     Insbeson-          ders    bei Drähten von weniger als 5 mm Durch  messer, wie sie sich gemäss der vorstehenden     Ver-          bundscharakteristik    für die Betonarmierung am  günstigsten erweisen, und die durch     Kaltziehen    bzw.       Kaltwalzen    hergestellt sind, ergibt sich bei einer  solchen Behandlung eine bedeutende Verbesserung  der     Sprödbrüchigkeit.     



       Erfindungsgemäss    werden diese bereits kalt  verformten Werkstücke durch Glühen auf eine  Temperatur zwischen 360 und 450  C gebracht und  dann erst bei einer Temperatur von höchstens 300  C       tordiert.     



  Auf diese Weise ist es möglich, auch relativ  billige und     unberuhigte    Stähle mit einem niedrigen,       unter        0,25%        liegenden        C-Gehalt        einwandfrei        zu    tor-         dieren    und im Eisenbetonbau mit weit höheren zu  lässigen Spannungen als die heute üblichen, also  für Aufgaben zu gebrauchen, für welche bisher  teurere Stähle mit höherem     C-Gehalt    verwendet  werden mussten. Daraus ergeben sich bedeutende       wirtschaftliche        Vorteile.     



  Es kann in manchen Fällen     vorteilhaft    sein,  das Werkstück zwischen dem Glühen und Tordieren  abzuschrecken bzw. nach dem Tordieren nochmals  bei Temperaturen von höchstens 450  C ein zweites  Mal zu glühen.  



  Es hat sich ferner gezeigt, dass bei manchen  Stählen die besten Werte erst erhalten werden, wenn  die Einwirkungszeit der     Vorglühung    auf der genann  ten Temperatur ziemlich lang ist, nämlich 10 Mi  nuten bis 4 Stunden beträgt.  



  Will man besonders enge     Verwindungsgang-          höhen        erzielen,    so ist es zweckmässig, diese in mehre  ren Stufen durchzuführen, wobei jedesmal eine     Vor-          glühung    auf eine Temperatur um 360 bis 450  C  vorgeschaltet wird.  



  Nachstehend werden zur Erläuterung der über  raschenden Wirkung des Verfahrens nach der Er  findung einige Versuchsergebnisse näher beschrieben.  In der nachstehenden Tabelle bedeutet:       Dmin    Durchmesser des Prüfgerätes in mm  To     Vorglühtemperatur    in Celsiusgraden       tinin    Dauer der     Vorglühung    in Minuten       pilg    Bruchlast in kg  p kg/mm spezifische Bruchlast in     kg;mm-          n    Anzahl der Verwindungen, bei welchen  der Bruch eintrat (in Klammer:     Verwin-          dungslänge    in cm).  



  Aus dem Ansteigen von n auf den doppelten bis  dreifachen Wert (Versuchstabelle) ist deutlich zu er  sehen, dass ein Optimum der     Verwindungsfestigkeit     bei     minimalem        Abfall    der Zugfestigkeit im     Gegensatz     zu den bisherigen Anschauungen bereits bei     Vorglüh-          temperaturen    zwischen 360 und     450     C, und zwar  bei einer     Vorglühdauer    eintritt, die meistens zwi  schen 10 Minuten und 4 Stunden liegt. Nur in ein  zelnen Fällen zeigt sich bereits eine     Vorglühdauer     von wenigen Minuten als ebenso wirksam.

   Die  grossen Unterschiede sind offenbar darauf zurück  zuführen, dass es sich um kaltgezogene oder kalt  gewalzte Drähte verschiedener Herkunft und unregel  mässigem Kristallgitter handelte.  
EMI0002.0082     
  
    <I>Versuchsergebnisse</I>
<tb>  Untersuchung <SEP> der <SEP> Verwindungsbruchfestigkeit <SEP> bei
<tb>  kaltverformten <SEP> Stahldrähten <SEP> verschiedener <SEP> Durch  messer <SEP> nach <SEP> Vorglühen <SEP> auf <SEP> 360 <SEP> bis <SEP> 440  <SEP> C.
<tb>  Dinin <SEP> tniin <SEP> <I>To</I> <SEP> pkg <SEP> p <SEP> kg/mrn= <SEP> n
<tb>  a) <SEP> 3,12 <SEP> 1 <SEP> 360  <SEP> 682 <SEP> 90,8 <SEP> 3
<tb>  60 <SEP> 644 <SEP> 84,2 <SEP> 10       
EMI0003.0001     
  
    Daa <SEP> taia <SEP> TC <SEP> <I>pl;

  s <SEP> p</I> <SEP> kgimm= <SEP> <I>n</I>
<tb>  b) <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 360  <SEP> 565 <SEP> 73,9 <SEP> 3
<tb>  8 <SEP> 534 <SEP> 69,8 <SEP> 4
<tb>  60 <SEP> 528 <SEP> 69,0 <SEP> 16
<tb>  c) <SEP> 3,12 <SEP> 1 <SEP> 360  <SEP> 568 <SEP> 74,2 <SEP> 3
<tb>  8 <SEP> 544 <SEP> 71,1 <SEP> 5
<tb>  60 <SEP> 525 <SEP> 68,6 <SEP> 7
<tb>  240 <SEP> 520 <SEP> 68,0 <SEP> 11
<tb>  d) <SEP> 3,12 <SEP> 1 <SEP> 400" <SEP> 685 <SEP> 89,5 <SEP> 5
<tb>  8 <SEP> 665 <SEP> 86,9 <SEP> 9
<tb>  60 <SEP> 630 <SEP> 82,4 <SEP> 10
<tb>  e) <SEP> 3,12 <SEP> 1 <SEP> 4000 <SEP> 553 <SEP> 72,3 <SEP> 4
<tb>  8 <SEP> 517 <SEP> 67,6 <SEP> 9
<tb>  60 <SEP> 510 <SEP> 66,7 <SEP> 13
<tb>  f) <SEP> 3,12 <SEP> 1 <SEP> 440n <SEP> 660 <SEP> 86,2 <SEP> 6
<tb>  2 <SEP> 654 <SEP> 85,5 <SEP> 9
<tb>  4 <SEP> 630 <SEP> 82,3 <SEP> 10
<tb>  60 <SEP> 604 <SEP> 78,

  9 <SEP> 9       Die Erfindung     betrifft    weiter eine Maschine zur  Durchführung des beschriebenen Verfahrens. Die  Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass vor der       Verwindeeinrichtung    ein Glühofen angeordnet ist,  den das zu tordierende Werkstück durchläuft.  



  Es kann hinter der     Verwindemaschine    ebenfalls  eine Einrichtung zum Glühen des Werkstückes vor  gesehen sein.  



  Es ist, auch bei Verwendung dickerer Quer  schnitte, weiterhin zweckmässig, dass zur Vermeidung  einer zu starken     Querschnittsverformung    im Moment  der Überschreitung der maximal möglichen Ver  festigung des Werkstückes ein     Auslösemechanismus     an der     Torsionsmaschine    vorgesehen ist.  



  Die mittleren Querschnitte werden     wirtschaftlich          vielfach    in Form von     Walzdraht    mit grösster Durch  laufgeschwindigkeit hergestellt. Dabei ist mit einem  entsprechenden Anfall von     Ringmaterial    zu rechnen,  das hinsichtlich     Kaliberhaltigkeit    (einseitige     Walzung,          Flachwalzung,        Überwalzung    usw.) den normalen Ab  satzbedürfnissen nicht mehr genügt und nun als  Streckdraht für den     Armierungsbau        in    Frage kommt.

    In diesem Sektor ist die     Querschnitthaltigkeit    als  statisch beanspruchtes Bauelement wichtig, die Pro  fil- oder     Kaliberhaltigkeit    tritt hingegen stark zurück.  Um aber Fehlerstellen wie     Lunker    ausfindig zu ma  chen, ist auch hier die     Tordierung    zweckmässig.  Schwache Querschnitte werden dabei durch das  Tordieren gekennzeichnet durch anomal enge Gang  höhen.

   Trotz dem möglichen     Spielraum    in den  Ganghöhen werden zu weiche Stähle mit erhöhter       Sprödbruchanfälligkeit    übertordiert (enge Gang  höhen), während die härteren und grösseren Quer  schnittsabschnitte zu wenig verformt werden, wo  durch die Streckgrenze und Zugfestigkeit nicht die  gewünschte Erhöhung erfährt.         Vorteilhaft        wird    diesem Übelstand dadurch ge  steuert, dass bei abschnittweisem Tordieren bei hoher       Verformungsgeschwindigkeit    der jeweils folgende       Stababschnitt    hinsichtlich seiner Dimensionen abge  tastet wird.

   Entsprechend dem effektiven Mass stellen  sich die     Torsionsorgane    automatisch ein und er  möglichen ein praktisch gleichmässiges Tordieren  auch bei nicht     kaliberhaltigem        Stabmaterial.    Damit  wird auch die     Sprödbruchanfälligkeit    gemildert und  besonders     anfällige    Abschnitte durch     Verformungs-          arme    Brüche ausgeschieden.

   Einer Ausnützung der ;       billigen        unberuhigten    Stähle, die gegenüber Siemens  Martin und beruhigten     Stählen    weit höhere     Verfor-          mungswerte    der Streckgrenze und Zugfestigkeit er  geben, stehen keine Bedenken mehr entgegen. An  der     Maschine        wird    dazu zweckmässig eine     Abtast-          einrichtung    zum     Erfassen    der     Toleranzquerschnitte     des zu tordierenden Werkstückes vorgesehen.  



  Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel  einer     Maschine    zur Durchführung des erfindungs  gemässen Verfahrens dar.  



       Fig.    1 zeigt die     Verwindeeinrichtung        in    Längs  ansicht und teilweise im Längsschnitt,     Fig.    2 dasselbe  im Grundriss und     teilweiser    Ansicht von oben, das       Ganze    schematisch dargestellt, während     Fig.    3 bis 5       Einzelheiten    veranschaulichen.     Fig.    6 bis 8 zeigen  weitere     Einzelheiten    der Maschine, während     Fig.    9  ein Diagramm darstellt.  



  In den Figuren bezeichnet 1 den     Fixkopf    und 2  den     Torsionskopf.    Mit 3 ist die Antriebsscheibe be  zeichnet, welche von einem nicht gezeichneten An  triebsmotor mittels der     Riemen    4 in Bewegung ge  setzt wird und den     Torsionskopf    2 in Drehung ver  setzt. 5 stellt die mit 3 gekuppelte Schnecke mit  Bohrung 6 zum     Durchlass    des verwundenen Eisens 7  dar. Mit 8 ist das Schneckenrad bezeichnet, welches  mit den beiden     Pleuelscheiben    9     (Fig.    2) gekuppelt  ist. 10 bedeuten die beiden Pleuelstangen, 11 die  eine Lagerung derselben     in    der     hintern    Traverse 12.

    Diese Traverse ist mit der vordern 13 mittels der  Zugstangen 14 fest verbunden, so dass 12 und 13  eine hin und her gehende Bewegung in der Achs  richtung der Maschine ausführen können, welche an  genähert der Grösse des Durchmessers des     Pleuel          zapfenkreises    15 entspricht. Dieser Durchmesser  grösse entspricht auch die     Einspannstrecke    Zungen  ende     Fixkopf    - Zungenanfang     Torsionskopf    des     zu     verwindenden Materials. Die Traversen 12 und 13  sind     in    den Kulissen 16 und 17 bzw. 18 und 19  geführt.

   Die gleiche Hublänge (Durchmesser des       Pleuelzapfenkreises)    besitzen auch der     hintere    20  und der vordere     Mitnehmer    21, welche mittels der  Zugstangen 22 fest miteinander verbunden sind und  wobei 20 und 21     ihrerseits    in weiteren     Kulissen    23  und 24 bzw. 25 und 26 gelagert sind.

   Mit der     vor-          dern    Traverse 13 greift eine Klinke 27     in    den     vor-          dern        Mitnehmer    21 ein und zieht ihn beim Links  gang so lange mit, bis die Gabel 28 am Auslöser 29  anstösst, die     Klinke    27 aus 21 aushängt und sich  damit der vordere und der mit ihm gekuppelte hin-           tere        Mitnehmer    21 und 20 zufolge     Niederfallens     von Gewicht 31 sehr rasch in die rechte     Extremlage     begeben und dort so lange     verweilen,

      bis auch die  vordere Traverse 13 in der rechten     Extremlage    an  gekommen ist, die     Klinke    27 damit     im    vordern       Mitnehmer    21 wiederum einhängt und nun beim fol  genden Linkshub den vordern und den hintern Mit       nehmer    in die     linke        Extremlage    zieht, wobei sich  das Gewicht 31, welches mit dem hintern     Mitnehmer     20 durch Seil oder Kette 32 verbunden ist, entspre  chend     in    die Höhe hebt.

   Es ist klar, dass sich die  beiden Traversen 12 und 13, falls die Tourenzahl  der     Pleuelscheiben    9 nicht übermässig gross ist,       immer    etwas langsamer nach rechts bewegen als die  mit dem fallenden Gewicht 31 verbundenen Mit  nehmer 20 und 21.  



  Bei jedem Hub (von 30 cm) nach rechts gleich  dem Durchmesser des     Pleuelzapfenkreises    bewegen  sich auch die an den Pleuelstangen 10 befestigten  Rollen 33 um ungefähr 30 cm nach rechts und er  teilen damit sinngemäss den beiden Spannhebeln 34  eine     Gegenzeigerbewegung.    Damit bewegt sich auch  Zapfen 35 nach rechts. Mit Zapfen 35 sind die La  schen 36 verbunden, und an 36 greifen die beiden  schräg verlaufenden Züge 37     (Fig.    2) an, welche mit  38 ein Stück bilden. An 38 befestigt ist Federbüchse  39 mit Druckfeder 40.

   Zugstange 41 besitzt an     ihrem     rechten Ende einen     Teller    42 und durchsetzt die  Feder 40 so, dass Teller 42 am rechten Ende von  Feder 40     angreift.    In diese Zugstange 41 ist noch  eine nicht dargestellte Mutter eingebaut, welche  sich an der Federbüchse 39     abstützt    und womit die  Druckfeder 40 vorgespannt werden kann. Schliesslich  endigt die Zugstange 41 in der Traverse 43, mit  welcher sie fest verbunden ist.  



  Eine Rechtsbewegung von Zapfen 35 hat also,  generell gesehen, auch eine Rechtsbewegung von  Traverse 43 zur Folge. Diese Bewegung wird sinn  gemäss auf die Traverse 44     übertragen,    da 43 und  44 durch die beiden Zugstangen 45 und 46 fest mit  einander verbunden     sind.    Diese beiden Zugstangen  durchsetzen die Druckfedern 47 und 48, welche sich  am Zylinder 49     abstützen.    Dieser Zylinder ist dreh  bar gelagert in den beiden Druckhebeln 50 und 51,  welche im Support 52     gelagert    sind.  



  Aus dieser Darstellung geht hervor; dass erstens  eine Rechtsbewegung von Zapfen 35 ein Spannen  der Druckfedern 47 und 48 zur Folge hat,     sofern     die Druckhebel 50 und 51 aus irgendeinem Grunde       ortsfest    gehalten werden.  



  Zweitens     schliesst    auch eine Rechtsbewegung von  Zapfen 35 des Knies 53, denn die Rechtsbewegung  macht auch Zapfen 54 mit und     damit        erteilt    er mit  tels des Lenkers 55 dem Kniehebel 53 eine Zeiger  drehung, so dass     seine    Nase 56 in der Klinke 57  einhängen kann. Diese Klinke bleibt nun so lange  geschlossen und hält den Kniehebel 53     also    so  lange in der     strichpunktiert    dargestellten Lage, bis  Magnet 58 einen elektrischen Impuls erhält und  damit der Kniehebel aus seiner     Totpunktlage    empor-    geschlagen wird.

   Damit öffnet sich das Knie schlag  artig,     sofern    die Druckfedern 40 und 47, 48 unter  Spannung waren.  



  Es soll nun untersucht werden, weshalb diese  Druckfedern unter Spannung kommen.  



  Falls sich die beiden Druckhebel 50 und 51 im  Zeigersinn bewegen, stossen ihre Nasen 59 auf die  Zungen 60 des     Fixkopfes    1. Wurde zuvor zu     ver-          windendes    Eisen sowohl durch die     Fixkopf-    wie  durch die     Torsionkopfzungen    61 hindurchgestossen,  so legen sich sowohl die Zungen 60 als auch 61 bei  einer Rechtsbewegung von Nase 59 an das Eisen,  da die Zungen an den Drucklaschen 62 gelenkig  aufgehängt sind. Damit finden die Zungen 60 bzw.  61 einen natürlichen Widerstand, das heisst, die  Hebel 50 und 51 können keinerlei Drehbewegung     im     Zeigersinn mehr ausführen.

   Bewegt sich indessen  der Zapfen 35 trotzdem weiter nach rechts, so wer  den gezwungenermassen die verhältnismässig schwa  chen Druckfedern 47 und 48 gespannt, das heisst,  diese Federn werden gespannt, weil sich die Tra  verse 44 bei einer Rechtsbewegung von 35 eben  auch nach rechts bewegt.  



  An der Traverse 44 ist ein gestuftes Keilstück  63 befestigt. Ein     Gegenkeilstück    64 ist am Zylinder  49 befestigt. Aus     Fig.    1 geht hervor, dass sich die  beiden     Keilstufen    in einem gewissen Abstand von  eihander befinden, wenn sich der     Pleuelzapfen        lla,     wie in     Fig.    1 dargestellt, eben etwas aus der linken       Totpunktlage    heraus im Zeigersinn bewegt hat.

    (Diese Lage des     Pleuelzapfens        lla    wurde in der  Zeichnung gewählt, um zu zeigen, wie Klinke 27  aus dem     Mitnehmer    21 eben ausgehängt hat.)  Eine Rechtsbewegung von Zapfen 35 hat also  auch eine Annäherung von Keilstück 63 an Keil  stück 64 zur Folge.  



  Wie aus den     Fig.    1 und 2 hervorgeht, ist Keil  stück 64 mit seinem Schwalbenschwanz 65 ver  schiebbar     im    Gegenstück 66 gelagert. Eine Verschie  bung von 64 nach oben oder unten besorgt der  Lenker 67, welcher am Kniehebel 68     angelenkt    ist.  Der eine Schenkel von 68 ist mit der Zugstange 69  verbunden, und diese ist gelagert im Winkelstück 70  und abgefedert mittels Druckfeder 71.  



  Sinngemäss bewegt sich Keilstück 64 nach oben,  wenn sich die Hebel 50 und 51 im Zeiger-, nach  unten, wenn sich 50 und 51 im     Gegenzeigersinn    be  wegen.  



  Bewegt sich also Zapfen 35 nach rechts, so wird  sich Keilstück 64 so lange nach oben bewegen, bis,  die Hebel 50 und 51 bei ihrer Zeigerdrehung zum  Stillstand kommen, weil sich, wie oben dargestellt,  die Zungen 60 bzw. 61 auf dem     eingeführten,    zu       verwindenden    Eisen     auflegen.     



  Bewegt sich nun aber Zapfen 35 weiterhin nach  rechts, so ist die Vertikalbewegung von Keilstück  64 nach oben wohl abgeschlossen; es erfolgt nun  aber die Horizontalbewegung von Keilstück 63  nach rechts, das heisst, letzteres nähert sich mehr  und mehr dem Keilstück 64, bis schliesslich die bei-      den Zahnstufen von 63 und 64     ineinandergreifen,     womit auch diese Bewegung blockiert ist. Wenn sich  Zapfen 35 trotzdem noch weiter nach rechts bewegt,  so bleibt nichts anderes übrig, als dass Zugstange 41  von der Druckfeder 40 an Weg konsumiert, das heisst  diese spannt.  



  Nun ist zu sagen, dass die beiden Druckfedern  47 und 48 so schwach gewählt sind, dass sie niemals,  Eisen verwinden könnten, sondern dass sie     lediglich     vorhandene Reibungen und die     Kopföffnungsfeder     72     zu    spannen vermögen. Für den eigentlichen     Ver-          windungsvorgang    muss also unter allen Umständen  die sehr starke Druckfeder 40 herausgezogen werden.  



  Würden sich z. B. die Zungen 60 und 61 schon  auf dem Eisen befinden, wenn sich der     Pleuelzapfen     von links kommend noch nicht in der rechten Tot       punktlage    befinden würde, und wäre die starke  Druckfeder 40 schon wirksam, so würde das ge  streckte Eisen, bis sich der     Pleuelzapfen        lla    in der  rechten     Totpunktlage    befände,

   um einen durch ma  schinelle Einstellung nicht     erfassbaren    Betrag     vorver-          wunden.    (Die eigentliche     Verwindungsperiode    liegt  von der rechten bis zur linken     Totpunktlage    im  untern     180"-Halbkreis.    Der obere 180  Halbkreis ist  dem reinen Nachschub     reserviert.)     Weiterhin ist zu bemerken, dass eine Inanspruch  nahme der starken Druckfeder 40, bedeutend vor  der rechten     Totpunktlage    von     11a,    das Schnecken  getriebe 5, 8, durch welches über     Spannhebel    34  erstere überhaupt gespannt wird, zerstören könnte.  



  Die Maschine muss also derart eingestellt werden,  dass die Kraft von Feder 40 erst etwas vor der  rechten     Totpunktlage    von 11a herangezogen wird.  



  Das geschieht in der Weise, dass ein genormter  Lehrstab von vorn in den     Fixkopf    und ein eben  solcher von hinten in den     Torsionskopf        eingelegt     wird. Nun wird durch Drehen an der Antriebsscheibe  3 die Situation     Pleuelzapfen    11a etwas vor der  rechten     Totpunktlage    eingestellt. Die Zungen 60  und 61 müssen nun auf diesen Lehrstäben     aufliegen.     Nun wird an der Antriebsscheibe 3 weitergedreht,  bis sich der     Pleuelzapfen    11a genau in der rechten       Totpunktlage    befindet.     Es    ist klar, dass die Druck  feder 40 nun einen, wenn auch kleinen Federweg  absolviert haben muss.

   Das konnte nur der Fall sein,  wenn die Stufenverzahnungen von Keilstück 63 und  64     ineinandergreifen.    Stehen diese Verzahnungen  dabei um einen gewissen Betrag auseinander, so muss  die Situation:     Pleuelzapfen        lla    etwas vor der rechten       Totpunktlage,    wieder hergestellt und durch Anziehen  der Muttern 73 und 74 die Traverse 44 und damit  Keilstück 63 so lange nach rechts verschoben wer  den, bis erstens die Stufenverzahnungen in der Tot       punktlage    von     lla        ineinandergreifen    und     zweitens     die Feder 40 einen, wenn auch nur geringen Feder  weg     gewandert    ist.

   Da die eingelegten     Lehrenstäbe     eine gewisse Bedeutung haben, wie sich noch     zeigen.     wird, ist darauf zu achten, dass sich in dieser Tot  punktlage das Keilstück 63 ungefähr in der Mitte  der Stufenverzahnung von 64 befindet. Das     kann       durch Lösen bzw. Anziehen der Muttern 75 bewerk  stelligt werden. Die Druckfeder 71 übernimmt den  Ausgleich,     falls    die Keilstücke 63 und 64 ineinander  greifen, die Hebel 50 und 51 sich aber noch weiter  im     Zeigersinn    bewegen. Dies ist bei einer falschen  Einstellung der Keilstücke der Fall.  



  Die     Lehrenstäben    wurden verwendet, um zu einer  Einstellung der Maschine für toleranzhaltiges Eisen  zu gelangen. Weist das zu verwindende Eisen aber       hinsichtlich    der Durchmesser Unter- bzw.     übermass     bzw.     baides    zugleich auf,     dann    muss die     Einrichtung     der     Stufenkeile    diese     Abmasse    korrigieren.  



  Das geschieht wie folgt:  Es wurde oben dargelegt, dass die beiden Druck  federn     _47    und 48 die Funktion haben, die Zungen  an das Eisen zu legen, gewissermassen die Qualität  des Eisendurchmessers abzutasten. Weiterhin wurde  festgestellt, dass sich Keilstück 64 ganz nach oben  verschiebt, wenn die beiden Hebel 50 und 51 eine  grosse Winkeldrehung nach rechts machen, dass dieses  Keilstück sich aber in der tiefsten Lage befindet,  wenn sich die Hebel 50 und 51 in der     linken    Winkel  extremlage befinden. Mit andern Worten: Der Win  kel a ist indirekt ein Mass     dafür,    um welchen Be  trag das Keilstück 64 überhaupt von einer Extrem  lage zur andern wandern kann.

   Es ist bekannt, dass  die Köpfe 1 und 2 ganz geöffnet sind, wenn sich  die Hebel 50 und 51 in der linken     Extremlage    be  finden, wie sie in     Fig.    1 ungefähr dargestellt ist, und  dass die Köpfe 1 und 2 ganz geschlossen sind, wenn  die Hebel 50 und 51 den Winkel u beschrieben  und die rechte     Extremlage    erreicht haben.  



  Diese Spanne:  Zungen ganz offen  bis  Zungen  ganz geschlossen , kann angenähert ein Mass     dafür     abgeben, wieviel das Unter- bzw.     übermass    des zu       verwindenden    Eisens betragen darf.     Angenähert,     denn der volle Bereich  ganz     offen     bis  ganz ge  schlossen      kann    nicht ausgenützt     werden,-sonst    liesse  sich das Eisen bei Position  Köpfe geöffnet  nicht  nachschieben.  



       Angenommen,    das Eisen weise gegenüber dem  Normaldurchmesser des     Lehrenstabes        einmal        ein          übermass    von     -I-    1 mm auf, ein andermal ein Unter  mass von -1 mm, dann muss das Keilstück aus der  in     Fig.    1 gezeichneten Mittellage im ersten Fall     in.     die unterste,     im    zweiten Fall in die oberste Extrem  lage wandern, das heisst, die     Abmasse      1 mm sind  ein Kriterium dafür, wie weit sich über- bzw. Unter  mass erstrecken darf, um von der Maschine sicher  erfasst werden zu können.  



  Werden diese     Abmasse    eingehalten (das über  mass     kann,    ja an und für sich nicht überschritten  werden), so kann sowohl beim gegenüber dem Nenn  mass zu dicken bzw. zu dünnen Eisen an der starken  Druckfeder 40 festgestellt werden, dass sie in beiden  Extremfällen um das     nämliche    Mass beim Köpfe  schliessen nachgespannt wird, das heisst, es gibt       beim    zu dicken Eisen kein     Vorverwinden    bis zur Er  reichung der rechten     Totpunktlage    von Zapfen 11a,  und das zu dünne Eisen wird genau gleich wie das           normale    oder das     zu    dicke vom genau gleichen  Zeitpunkt an tordiert,

   nämlich von der genauen rech  ten     Totpunktla-ge    des Zapfens     lla    an. -Selbstver  ständlich können die zu verwindenden Stäbe bzw.  Drähte als Über- bzw. Untermasse alle möglichen       Werte    zwischen der       1-mm-Grenze    aufweisen.  Die Variation dieser Durchmesser wird einfach durch  eine andere Einstellung der Stufenkeile erfasst.  



  Es wurde eingangs erwähnt, dass der gegenüber  den Traversen 12 und 13 doppelt so grossen Ge  schwindigkeit der beiden     Eisenmitnehmer    20 und  21 beim Rechtsgang, das heisst beim eigentlichen  Nachschub, durch das fallende Gewicht 31 eine  grosse Bedeutung zukommt.     Denn    würde das Eisen  nur mit der Geschwindigkeit der vom     Pleuelantrieb     abhängenden Bewegung der Traversen 12 und 13  nachgeschoben, so würde der Nachschub vom Eisen  mit Übermass durch das zu     frühe    Anlegen der Zungen  an das Eisen abgebremst, und zwar durch die Ab  tastfedern 47 und 48.

   Das kann bei Eisen mit       +    1     mm        Übermass        einem        Nachschubverlust        von        50%     gleichkommen. Es ist also notwendig, die     Naehschub-          geschwindigkeit    des Eisens mindestens derart zu  steigern, dass das nachgeschobene Eisen seine     End-          position    schon erreicht hat, wenn sich die Köpfe  1 und 2 eben anschicken, den Schliessvorgang vorzu  nehmen.  



  Es sei nun die Bedeutung der Darstellung von       Fig.    3     betrachtet,    welche dieses     Köpfeöffnen    statt  von der Maschine vom zu     verwindenden    Eisen selbst  abhängig macht. In diesem Falle ist -der     Fixkopf    1  um das in der Maschinenachse liegende Eisen 7  drehbar gelagert, so dass er um einige Winkelgrade  nach rechts oder links drehen kann. Am     Fixkopf    1  befestigt ist Schwenkarm 76 mit Zugfeder 77     (Fig.    1  und 3).

   Die Zugstange 78     besitzt    an     ihrem        obern     Ende Gewinde, das Muttergewinde     liegt    im     Handrad     79, welches sich auf Traverse 80     abstützt.        Mittels     des Handrades 79 kann     also    die Zugfeder 77 ge  spannt bzw. entspannt werden. Am     Schwenkarm     76 befestigt ist auch der eine elektrische Kontakt  81; sein Gegenkontakt 82 ist ortsfest     -mit    der Ma  schine verbunden.

   Eine Drehung von     Fixkopf    1 im       Gegenzeigersinn        schliesst    die Kontakte 81 und 92,     ;eine          Zeigersinndrehung    öffnet sie. Durch das     Schliessen     von 81, 82 wird     Magnet    58 betätigt, das     heisst    die  Köpfe 1 und 2     geöffnet.    Die Maschine     verwindet    im       Gegenzeigersinn.    Ist also ein bestimmter     Verwin-          dungsgrad    überschritten,

   welcher die Kraft der ein  gestellten Zugfeder 77 zu     überwinden        vermag,    so  werden die Köpfe 1 und 2 automatisch     geöffnet.     



  Nun kann noch eine Einrichtung vorhanden  sein, durch welche die     Verhältnisse    nach     Fig.    4 be  rücksichtigt werden. In     Fig.    4 ist der Kraftanstieg       beim    Verwinden von Eisen     dargestellt,    das heisst das  Drehmoment, das die Zugfeder 77 gegenüber dem       beim    Verwinden allmählich sich     steigernden        Dreh-          moment        entgegenbringen        muss;

          dieses        Ansteigen    des  Drehmomentes zeigt     Fig.    4.     Im        Punkt    83 hat dieses  Drehmoment sein     Maximum        erreicht.    Um dieses         Maximum    durch die Maschine voll zu erfassen, ge  nügt es nicht, den Punkt 83 festzuhalten, denn das  Maximum selbst kann mechanisch nicht ermittelt  werden, wohl aber der Moment, da dieses     Maximum     eben wieder verlassen wird, das Drehmoment bei 76  also um einen     minimalen    Betrag absinkt. Und eben  in diesem Augenblick werden die Köpfe geöffnet.

         Gemäss    einem bekannten Diagramm     (Fig.    9), in  welchem die Festigkeitswerte     ss,/ss9    eines bekannten  Stahlstabes über die     Verwindung        gjd    aufgetragen  sind, ist das der Punkt A.  



  Damit ist eine Vorrichtung gegeben, durch welche  ein Stab auf der ganzen Länge den gleichen Kraft  aufstieg     erfahren    hat; man könnte sagen, dass das  Eisen     materialkonform    verwunden wurde.  



  In     Fig.    5 ist noch einer der     Mitnehmer    20 bzw.  21 dargestellt. Solange das Eisen ein normales       Durchmessermass    nicht über- oder unterschreitet, die  Durchmesser vom Nennmass also nur um die üblichen  Toleranzen abweichen, ist der Nachschub kein Pro  blem. Die Schwierigkeit ergibt sich auch hier erst  mit dem -Moment, da beim Eisendurchmesser die  normalen     Abmasse    über- oder unterschritten werden,  das     heisst    wesentliche Über- bzw. Untermasse vor  handen sind.

   Mit 20, 21 in     Fig.    5 ist der in     Fig.    1  symbolisch dargestellte, in den     Kulissen    23 und 24  bzw. 25 und 26 hin und her verschiebbare Mit  nehmer     (Nachschubapparat)    bezeichnet. Auf ihm  fest verschraubt befindet sich ein Keilstück 84,  längs dessen schräger Linie sein Partner 85 hin und  her gleiten     kann.    Der Winkel dieser schrägen Keil  linie ist so gewählt, dass die Keile Selbsthemmung  besitzen, für Stahl     also    etwa 15 . Auf der     Stirnseite          von    85 befindet sich, mit 85 verbunden, die Füh  rungsplatte 86.

   Eine ebensolche Führungsplatte 87  besitzt das     Einstellstück    88, welche Teile miteinan  der -fest verbunden sind. Auf der Platte 20, 21 ist  ein Hebel 89 um die Schraube 90 drehbar gelagert,  wobei -eine (nicht dargestellte) starke Druckfeder       zwischen    89 und 20, 21 dem Hebel     eine    gewisse       Reibung    sichert. Je. nach der Grösse der Durchmesser  des Eisens 7 wird ein     Stift    91 in eines der Löcher  92 gesteckt. Eine     Zugfeder    93 bezweckt, die     Füh-          ngsplatte    86     stets    satt an     Glas    Eisen 7 zu legen.

   An       der    schrägen     Keillinie    des Keilstückes 85 befindet  sich     eine        Sperrverzahnung    94,     in    welche     Klinke    95       eingreifen    kann. Diese Klinke 95 ist bei 96 drehbar       gelagert,    wobei die Drehachse 96 mit 84 fest ver  bunden ist.- Der Hebel 89 ist in geschlossener Stel  lung des     Mitnehmers    gezeichnet; geöffnet liegt 89  etwa um     15     nach links     verschwenkt    gegenüber der       gezeichneten    Lage.  



  Zur     Einstellung        dieser        Mitnehmervorrichtung          wird        dieselbe    gegenüber den Anschlägen 98, 99 und  1.00 und 101 in die gezeichnete Lage gebracht, wo  bei der     ,Hebel    89 in einer etwa 15  geneigten     Stel-          lungmit    dem eingelegten     Lehrenstab    7 etwas     zurück-          leicht.    Wenn die Klinke 95     in    der gezeichneten       Stallung    steht,

       also    ausser     Eingriff    mit der     Ver-          za#muug        "94        ist,        so    wird sich     Führungsplatte    86 durch      den Einfluss von Zugfeder 93 nun sofort an den       Lehrenstab    ebenso anlehnen.     In    dieser Situation muss  sich Schraube 102 ungefähr -in der Mitte des Schlitzes  103 befinden. Ist das nicht der Fall, so muss Stift 91  herausgezogen und     in    dasjenige Loch 92 gesteckt  werden, dass diese Normalausgangsposition erreicht  ist.  



  Wandert der     Mitnehmer    20, 21 beim Linkshub  der Maschine in seine linke Ausgangsposition, so  wird Hebel 89 zufolge des Anschlages 101 in die in       Fig.    5 gezeichnete     Schliesslage    gebracht. Das Eisen  7 ist damit zwischen den Führungsplatten 86 und 87  verklemmt. In dieser Lage hat auch Anschlag 99  die Gabel 97 von     Klinke    95 nach rechts verschoben,  das heisst die Klinke 95 ausser Eingriff von Ver  zahnung 94 gebracht, so dass Keilstück 85 zufolge  Zuges der Feder 95 nach links. nachschieben kann,  wodurch erst das     Verklemmen    des     Eisens    7 zwi  schen den Führungsplatten 86 und 87     möglich    wurde.

    Wandert die Platte 20, 21 in ihre rechte     Extremlage,     so öffnet     sinngemäss    Anschlag 100 den Hebel 89.  Etwas zuvor hat Anschlag 98 die Klinke 95 in  Schliessposition gebracht, so dass die durch Hebel 89       hergestellte        öffnungsposition    der Vorrichtung     min-          destens    so lange erhalten bleibt, bis die Vorrichtung  wieder in der linken     Extremlage    angekommen ist.  Damit bleibt das Eisen 7 in der     Verwindungsperiode     von den Führungsplatten 86 und 87 unberührt.  



  Es ist einleuchtend, dass die Keilstücke 84 und  85 dieselbe Funktion gegenüber Eisen mit über  bzw. Untermassen übernehmen wie die     Keilstücke     63, 64 nach     Fig.    1. Ist nämlich das Eisen gegenüber  dem Normalmass zu dick, so liegt Keilstück 85 mehr  rechts von seiner Mittellage, ist es dagegen zu dünn,  mehr links. Damit ist eine automatische Erfassung  der Über- bzw. Untermasse gewährleistet.  



  Vor dem Verwinden durchlaufen die Drähte  einen Glühofen.     Fig.    6 zeigt die Drahtspulen 110,  die im Glühofen 111 auf eine Temperatur zwischen  360 und 450  C geglüht werden, bevor die Drähte  in die     Torsionsmaschine    114 gelangen     (Fig.    7). Aus  der     Torsionsmaschine    114 heraus gelangt das ver  wundene Werkstück 115 gemäss     Fig.    8 in einen       Hochfrequenzofen    116, um nochmals geglüht zu  werden. Der     Hochfrequenzofen    116 erhält den  Strom durch einen von einem Elektromotor 117 an  getriebenen     Hochfrequenzgenerator    118. Am Hoch  frequenzofen ist eine Kühlleitung 119 vorgesehen.  



  Die Einrichtung gemäss     Fig.    8 kann jedoch auch  weggelassen werden,     wenn    das Werkstück nach  seiner Verwindung nicht mehr geglüht werden soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum maschinellen Verwinden von kaltverformten Profilstählen, dadurch gekennzeich net, dass das bereits kaltverformte Werkstück auf eine Temperatur zwischen 360 und 450 C gebracht und dann bei einer Temperatur von höchstens 300 C tordiert wird. II. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Verwindeeinrichtung ein Glühofen angeord net ist, den das zu tordierende Werkstück durchläuft. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das auf die Temperatur zwischen 360 und 450 C gebrachte Werkstück während einer Zeit von 10 Minuten bis 4 Stunden auf dieser Temperatur gehalten wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung besonders kleiner Verwindungsganghöhen die Torsion stufenweise mit jeweils vorheriger Glühung auf 360 bis 45011C durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück jeweils zwischen dem Glühen und Tordieren abgeschreckt wird. 4. Maschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Verwindemaschine ebenfalls eine Einrichtung zum Glühen des Werk stückes vorgesehen ist (Fig. 8). 5.
    Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung einer zu starken Querschnittsverformung ein Auslösemechanismus an der Verwindemaschine vorgesehen ist. 6. Maschine nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass dieser Auslösemechanismus eine Feder (77) ist, die über ein Relais (81, 82) die Klemmbacken des Fix- und des Torsionskopfes (1 bzw. 2) öffnet (Fig. 3). 7.
    Maschine nach Unteranspruch 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Fixkopf (1) um wenige Grade drehbar am Maschinengestell gelagert ist und einen Schwenkarm (76) aufweist, der auf die am Maschi nengestell abgestützte Zugfeder (77) einwirkt (Fig. 3). B. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abtasteinrichtung zum Er fassen der Toleranzquerschnitte des zu tordierenden Werkstückes an der Verwindemaschine angeordnet ist. 9.
    Maschine nach Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass diese Abtasteinrichtung durch Federn (47 und 48) gebildet ist, die über Traversen (44 und 43) und Zugstangen (45 und 46) sowie einen Zylinder (49) und Druckhebel (50 und 51) auf die Zungen (60 und 61) des Fixkopfes (1) und des Torsionskopfes (2) einwirken. 10. Maschine nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einstellbare Keilstücke (63 und 64) vorgesehen sind, die mit der Bewegung einer weiteren Feder (40) zusammenwirken, welche Feder (40) in ihrer Stärke die erstgenannten Federn (47 und 48) überwiegt. 11.
    Maschine nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachschubbewegung des ab schnittsweise tordierten Werkstückes durch zwei Mit nehmer (20 und 21) erfolgt, deren einer (20) durch ein Zugorgan (32) mit einem Gewicht (31) verbun den ist. 12. Maschine nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Mitnehmer (20 und 21) zwei Keilstücke (84 und 83) aufweist, die ihrerseits zur Erfassung der Querschnittstoleranzen des Werk stückes eingerichtet sind. 13.
    Maschine nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass am einen Keilstück (84) eine Sperrklinke (95, 97) drehbar angeordnet ist, die mit einer Verzahnung (94) des Keilstückes (85) zusam menarbeitet, während das Keilstück (85) in einem Schlitz (103) entlang einer Schraube (l02) geführt ist.
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