CH372249A - Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten

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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/34Treatment of water, waste water, or sewage with mechanical oscillations
    • C02F1/36Treatment of water, waste water, or sewage with mechanical oscillations ultrasonic vibrations

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Description


  Verfahren zur     Entkehnung    von Flüssigkeiten    Es ist bekannt, dass für die     oligodynamische     Entkeimung von Flüssigkeiten, insbesondere Wasser,  längere Behandlungszeiten,<B>d.</B> h. Wartezeiten zwi  schen der     oligodynamischen    Aktivierung und dem  Abschluss der     Entkeimung,    erforderlich sind, die  einer Anwendung dieses Sterilisationsverfahrens, ins  besondere zur Entkeimung des Trinkwassers ländli  cher Gemeinden, vielfach hinderlich im Wege stehen.  



  Es wurde daher bereits vorgeschlagen, durch  Kombination der     oligodynamischen    Methode mit  Chlor, Ozon oder Wasserstoffperoxyd kürzere     Steri-          lisierzeiten    zu erzielen. In der Praxis haben aber  diese kombinierten Verfahren keine     allzugrosse        Be-          deutu,ng    erlangen können, was, wohl hauptsächlich  auf die hohen Betriebskosten und die Unzulänglich  keiten zurückzuführen ist, die mit der technischen  Durchführung zusammenhängen.  



  Es hat sich nun gezeigt, dass, mit der     oligo-          dynamischen        Entkeiniung    gegebenenfalls verbunde  nen Schwierigkeiten dadurch behoben werden kön  nen, wenn man das Behandlungsgut sowohl mit     oli-          godynamisch    wirksamen Substanzen als auch mit  Ultraschall behandelt, und zwar vorzugsweise mit  einer Dosierung     bzw.    Intensität, die<B>-</B> jede für sich  betrachtet<B>-</B> nicht in der Lage wäre, den Erfolg<B>zu</B>  sichern.  



  Der Erfolg des erfindungsgemässen Verfahrens  ist insoweit durchaus überraschend, als den verschie  denen Ultraschallmethoden bisher auf dem Gebiete  der Entkeimung von Flüssigkeiten, so insbesondere  Trinkwasser. ein zuverlässiger Erfolg versagt geblie  ben ist.  



  Es liegt wohl eine grosse Zahl von Untersuchun  gen vor über die biologische Wirkung des Ultra-         schalls,    die praktische Auswertung ist jedoch an den  wechselnden Ergebnissen gescheitert.  



  So ist es beispielsweise gelungen, infolge der bei  der Ultraschallbehandlung durch die     Kavitation    auf  tretenden Druckunterschiede     Protozoen        (Infusorien     und dergleichen) zu zerstören. Sehr verschieden er  weist sich dagegen der Einfluss der Ultraschallwellen  auf Bakterien und Krankheitserreger. Teils konnte  hierbei eine erhöhte Agglutination und ein Nachlas  sen der     Virulenz    beobachtet werden, teils trat der  umgekehrte Effekt ein.

   Hinsichtlich der     Colibakte-          rien,        diie    als Masstab für die     Beurteihinig    der     b#akterio-          logischen    Beschaffenheit eines Trinkwassers heran  gezogen werden, gehen die Meinungen über den Wert  der Schallbehandlung ebenfalls stark auseinander.  



  Hefezellen sollen durch die Ultraschallbestrah  lung ihre Vermehrungsfähigkeit verlieren, allerdings  erst bei einer Intensität und Dauer der Behandlung,  die geeignet ist, die natürliche Beschaffenheit der  betreffenden Flüssigkeit, so insbesondere     Fruchsaft-          getränke,    nachteilig zu verändern.  



  Demgegenüber erweist es sich, dass mit dem     er-          findungsgemässen        Konibinationsverfahren    eine eben  so rasche wir, nachhaltige     Entkeimung    durchgeführt  werden kann und zwar gleichgültig, ob man beide       Verfahreneleinente    gleichzeitig oder in, beliebiger  Reihenfolge zur Anwendung bringt.  



  Man kann so: vorgehen, dass die Flüssigkeit, und  zwar insbesondere Wasser, zunächst der Ultraschall  behandlung unterzogen wird und unmittelbar     an-          schliessend    mit einer     oligodynamisch    wirkenden  Substanz (z. B. Quarzsand oder     Raschigringe,    versil  bert) in Berührung gebracht wird. Eine andere<B>Mög-</B>           lichkeit    besteht darin, dass man die Flüssigkeit ent  weder vor oder nach der Beschallung einer     elektro-          oligodynamischen    Behandlung unterwirft, oder dass  man     oligodynamisch    wirksame Metallsalze zusetzt.

    Diese Methode würde sich insbesondere für die Be  handlung von Trinkwasser städtischer Wasserwerke  eignen.  



  Technologisch kann das neue Verfahren so aus  geführt werden, dass man z. B. bei der     Trinkwasser-          entkeimung    das Wasser zunächst durch ein Ultra  schallgerät leitet, das für die     Durchflussbehandlung     geeignet ist, und es anschliessend der     oligodynanii-          sehen    Behandlung ebenfalls im     Durchlaufverfahren     unterwirft.

   Die gemeinsame     Durchfiihrung    beider       Verfahrensschritte    in einem Behandlungsgefäss bietet  im übrigen den Vorteil, dass infolge der bei der  Ultraschallbehandlung auftretenden mechanischen  Erschütterung der Elektroden die sonst üblichen, bei  der Elektrolyse auftretenden     Elektrodenniederschläge     weitgehend verhindert werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur schnellen Entkeimung von Flüs sigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssig keiten mit oligodynamisch wirksamen Substanzen und mit Ultraschall behandelt werden. UNTERANSPRüCHE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Grad der Ultraschallbehand lung und der oligodynainischen Behandlung unter halb der Grenze gehalten wird, bei welcher die ein zelne Behandlungskomponente eine zureichende Entkeimung bewirken würde. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlungskomponenten gleichzeitig angewendet werden.
    <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Behandlungskomponenten in beliebiger Reihenfolge nacheinander angewendet werden.
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