CH367169A - Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen

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CH367169A CH5208457A CH5208457A CH367169A CH 367169 A CH367169 A CH 367169A CH 5208457 A CH5208457 A CH 5208457A CH 5208457 A CH5208457 A CH 5208457A CH 367169 A CH367169 A CH 367169A
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Sadolin Und Holmblad A S
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/62Oxygen or sulfur atoms
    • C07D213/63One oxygen atom
    • C07D213/65One oxygen atom attached in position 3 or 5

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen
In dem Patent Nr. 346544 ist ein Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen, die gegebenenfalls in 2-Stellung durch Alkylgruppen substituiert sind, beschrieben. Das Verfahren gemäss diesem Patent ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Furan der Formel
EMI1.1     
 in der R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bezeichnet, und die Aminogruppe durch eine durch Hydrolyse abspaltbare Gruppe, z. B. eine Acyl-, Ester-, Amido- oder Carbamidogruppe bzw. einen Rest der Formel
EMI1.2     
 geschützt sein kann, z. B. in Lösung, oxydiert wird, und dass das so oxydierte Furan, z. B. nach evtl.



  Verseifung, dadurch weiter hydrolysiert wird, dass es in saurem Medium gelagert oder erwärmt oder in neutralem Medium erwärmt wird, wobei sich durch Kondensation der Pyridinring bildet.



   Gemäss den in dem erwähnten Patent angegebenen Ausführungsformen kann die Oxydation beispielsweise elektrolytisch in Gegenwart eines Elektrolyten, z. B. Ammoniumbromid, oder unter Anwendung von Chlor oder Brom in einem wässerigen oder wasserfreien Alkohol, vorzugsweise in Methanol, durchgeführt werden. Im ersten Fall wird primär ein 2,5-Dialkoxy-2,5-dihydro-furan gebildet, das isoliert werden kann und das dann in der vorstehend angegebenen Weise in 3-Pyridinol umgewandelt wird.



  Wenn mittels Chlor oder Brom in einem wasserfreien Alkohol oxydiert wird, werden ebenfalls Alkoxygruppen in die 2- und 5-Position eingeführt, wobei ein 2,5-Dihydro-furan gebildet wird. Wenn mittels Chlor und Brom in wässerigem Alkohol, vorzugsweise Methanol, oxydiert wird, erhält man das gewünschte 3-Pyridinol direkt, und es ist nicht notwendig, das durch Einführung von Alkoxygruppen in 2- und 5-Position gebildete Oxydationsprodukt zu isolieren, da es dank der Gegenwart von Säure und Wasser unter Bildung des 3-Pyridinols hydrolysiert wird.



   Es hat sich nun erwiesen, dass man auch unter solchen Bedingungen die Oxydation durchführen kann, bei denen keine Addition von Alkoxygruppen in 2- und 5-Position des als Ausgangsmaterial angewandten Aminoalkylfurans in Betracht kommt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen der Formel
EMI1.3     
 in der R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.4     
 in der R' Wasserstoff oder eine durch Hydrolyse abspaltbare Gruppe bedeutet, oder ein entsprechendes Salz in einer Lösung oxydiert, die Wasser als einziges Lösungsmittel enthält, und anschliessend das Oxyda  tionsprodukt hydrolysiert, wobei durch Kondensation der Pyridinring gebildet wird. Es können beliebige Oxydationsmittel angewandt werden, z. B. Chlor und Brom, Halogensäuren und unterhalogenige Säuren und ihre Salze, wie unterchlorige, unterbromige Säure und ihre Alkali- und Erdalkalisalze, z. B.

   Natriumhypochlorit und Natriumchlorat, ferner Wasserstoffsuperoxyd, anorganische Persäuren und ihre Salze, wie die Alkali-, Erdalkali- und Ammoniumsalze, z. B. Peroxyschwefelsäure (Carosche Säure) und Peroxydischwefelsäure   (Uberschwefelsäure)    und ihre Ammoniumsalze, organische Persäuren, wie Perbenzoesäure und Peressigsäure, Chromsäure, Dichromate, z. B. Kaliumdichromat, in Gegenwart von Schwefelsäure, und Permanganate, z. B. Kaliumpermanganat in Gegenwart von Schwefelsäure, Salpetersäure und Stickoxyden.



   Die Durchführung in einer Lösung, die Wasser als einziges Lösungsmittel enthält, hat teils den Vorteil, dass jegliche Verluste an teuren andern Lösungsmitteln vermieden werden und teils, dass die Isolierung des primär gebildeten Oxydationsproduktes nicht notwendig ist, da das Oxydationsprodukt direkt durch Hydrolyse in das gewünschte 3-Pyridinol übergeführt werden kann. Gemäss der Oxydationsaktivität des angewandten Oxydationsmittels kann die Temperatur, bei der die Oxydation vorgenommen wird, innerhalb eines weiten Bereiches variieren, das heisst, die Oxydation kann bei Temperaturen zwischen 0 und   1000 C    durchgeführt werden.



   Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird die Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd als Oxydationsmittel durchgeführt, und in diesem Fall ist es zweckmässig, die Temperatur zwischen 60 und   1000 C    zu halten, bevorzugt zwischen 70 und   900 C.    Die Oxydation und die Hydrolyse sind zweckmässigerweise unter Umrühren des Reaktionsmediums vorzunehmen.



   Die zur Vervollständigung der gewünschten Reaktion, das heisst der Oxydation und der Hydrolyse, erforderliche Zeit kann innerhalb eines weiten Bereiches variieren, z. B. zwischen wenigen Minuten und etwa 75 bis 100 Stunden in Abhängigkeit von der Temperatur, dem angewandten Oxydationsmittel und den sonstigen Reaktionsbedingungen. Die Oxydation wird üblicherweise in gewöhnlicher Atmosphäre durchgeführt; sie kann aber auch, falls gewünscht, in einem inerten Gas, wie Stickstoff, vorgenommen werden. Der pH-Wert des Reaktionsmediums kann während des Fortschrittes der Reaktion zwischen etwa 10 und 0 variieren, in Abhängigkeit von dem angewandten Oxydationsmittel. Ein pH-Wert zwischen 7 und 0 wird vorzugsweise angewandt.

   Der pH-Wert des Reaktionsmediums kann, falls notwendig, mittels sowohl anorganischen Säuren, vorzugsweise Halogenwasserstoffsäuren, wie Chlorwasserstoffsäure, oder Schwefelsäure, als auch organische Säuren eingestellt werden.



   Es ist festgestellt worden, dass alle üblichen Oxydationsmittel die gewünschte Oxydation geben, aber dass die Ausbeute wechselt, und dass die vorstehend erwähnten Oxydationsmittel ein besonders gutes Resultat geben. Wenn einige der erwähnten Oxydationsmittel angewandt werden, kann die Oxydation auch in Gegenwart eines Katalysators, wie Ferrosulfat und Vanadinpentoxyd, durchgeführt werden, wobei eine gesteigerte Oxydationsgeschwindigkeit erzielt wird.



   In dem als Ausgangsmaterial angewandten Aminoalkylfuran kann R, wie gesagt, Wasserstoff oder eine Alkylgruppe sein, und in der Aminogruppe NHR' kann R'Wasserstoff oder eine durch Hydrolyse abspaltbare Gruppe bedeuten. Als abspaltbare Gruppen kommen Acyl-, Ester-, Amido- oder Carbamidogruppen bzw. Reste der Formel
EMI2.1     
 in Betracht. Gewöhnlich ist es aber vorteilhafter, von einem Aminoalkylfuran mit ungeschützter Aminogruppe auszugehen, da man dann zu besseren Ausbeuten gelangt.



   Geeignete Aminoalkylfurane, die bei dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung angewandt werden können, sind: Furfurylamin,   2-(a-Amino-    äthyl)-furan, 2-(a-Amino-propyl)-furan und   2-(c(-    Amino-hexyl)-furan. Das Furan kann, wie gesagt, entweder in Form der freien Base oder in Form des Säureadditionssalzes angewandt werden. Unter den Säuren, deren Additionssalze bei dem erfindungsgemässen Verfahren anwendbar sind, seien die Mineralsäuren, z. B. Schwefelsäure, Salpetersäure und insbesondere Chlorwasserstoffsäure, genannt.



   Besonders günstige Resultate erhält man, wenn man eines der folgenden Oxydationsmittel anwendet: Halogen, wie Chlor und Brom, unterhalogenige Säuren und ihre Salze, wie die Alkali- und Erdalkalisalze der unterchlorigen Säure, z. B. Natriumhypochlorit, und Wasserstoffsuperoxyd.



   Wenn ein Metallhypochlorit, z. B. Natriumhypochlorit, angewandt wird, so kann es der Reaktionsmischung als Hydrat zugefügt werden; besonders zweckmässig ist aber die Zufügung des Oxydationsmittels in gelöster Form, z. B. als 0,755 normale wässerige Lösung. In dieser Konzentration ist Natriumhypochlorit ein Handelsprodukt, das unter dem Namen  Chlorox  verkauft wird. Dem Mengenverhältnis Hypochlorit zu Furan kommt keine kritische Bedeutung zu, und es kann so niedrig sein, wie es der stöchiometrischen Forderung entspricht, das heisst 1 Mol Hypochlorit pro Mol Furan; vorzugsweise verwendet man aber zwecks Sicherstellung erhöhter Ausbeuten das Hypochlorit im   Überschuss;    optimal ist ein Verhältnis von 1,2 bis 1,4 Mol Hypochlorit pro Mol Furan.

   Zwecks Sicherstellung des Verlaufes der Reaktion unter sauren Bedingungen kann auch eine Säure dem Reaktionsmedium zugeführt werden. Obwohl jede beliebige Säure verwandt werden kann, wird doch eine Mineralsäure,  vorzugsweise Chlorwasserstoffsäure, bevorzugt. Die Säuremenge ist nicht kritisch, ist aber z. B. so zu wählen, dass sie ausreichend ist, um das Reaktionsmedium während der ganzen Reaktion sauer zu halten.



   Wenn die Oxydation unter Verwendung von Chlor (oder Brom) als Oxydationsmittel ausgeführt wird, verwendet man vorzugsweise etwa 1 Mol Chlor oder Brom oder einen leichten Überschuss hierüber pro Mol des angewandten Furans. Während sich die Chlormenge als nicht kritisch erwiesen hat, ist gefunden worden, dass mit mehr als 3 Mol Chlor pro Mol Furan kein besseres Resultat als mit etwa 1 bis 3 Mol Chlor pro Mol Furan erzielt wird. Nach abgeschlossener Oxydation erhitzt man die Reaktionslösung zwecks Durchführung der Hydrolyse des Oxydationsproduktes. Besonders zweckmässig ist es, während einer kurzen Zeit von etwa 10-30 Minuten die Reaktionsmischung in einem offenen Gefäss zu kochen. Während der Erhitzung der Reaktionsmischung lagert sich das durch die Oxydation erhaltene Produkt direkt in das gewünschte 3-Pyridinol um.



   Bei Durchführung der Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd wird das als Ausgangsmaterial angewandte   2-(cc-Amino-alkyl)-furan    vorzugsweise in Form des entsprechenden Chlorwasserstoffsäure Additionssalzes angewandt und die wässerige Lösung dieses Salzes mit Chlorwasserstoffsäure angesäuert.



  Eine besonders gute Ausbeute des gewünschten 3-Pyridinols erhält man, wenn die   Menge    des angewandten Wasserstoffsuperoxyds zwischen etwa   0,5    und etwa 6 Mol, am besten zwischen etwa 2 und etwa 4 Mol, pro Mol a-Amino-alkyl-furan-hydrochlorid liegt; ein noch höherer Überschuss an Wasserstoffsuperoxyd dürfte keinen ungünstigen Einfluss auf die Ausbeute haben und kann, falls gewünscht, vcrwandt werden. Die Menge zugesetzter Chlorwasserstoffsäure variiert vorzugsweise zwischen etwa 0,5 und etwa 3 Mol pro Mol a-Amino-alkyl-furanhydrochlorid. Eine Chlorwasserstoffsäuremenge unter der angegebenen untern Grenze gibt geringere Ausbeute, und ein erheblicher Überschuss über die obere Grenze scheint keine weiteren Vorteile zu geben.



   Wenn Wasserstoffsuperoxyd als Oxydationsmittel angewandt wird, löst man z. B. zuerst das a-Aminoalkyl-furan-hydrochlorid in Wasser, worauf Chlorwasserstoffsäure und Wasserstoffsuperoxydlösung (vorzugsweise eine solche, die etwa 0,1 bis 0,2 g pro ml enthält) zugesetzt wird. Die Lösung kann dann während einer gewissen Zeit, wie etwa 1-10 Stunden, auf eine Temperatur zwischen etwa 60 und   100"    C, vorzugsweise zwischen 70 und   90O    C, unter Rühren erhitzt werden. Das gewünschte 3-Pyridinol wird während des Erhitzens der Reaktionsmischung gebildet und kann dann, wie im folgenden beschrieben, isoliert werden.



   Beispiel 1
Eine Natriumhypochloritlösung wurde auf folgende Weise hergestellt: Eis (35 g) wurde zu einer Lösung von Natriumhydroxyd (5,75 g, 0,143 Mol) in Wasser (8,5 ml) zugegeben und Chlor (2,78 ml   bei-800 C,    0,065 Mol) wurde dann in die Lösung eingeleitet. Diese Lösung wurde dann während 5 Minuten bei   20-25  C    (äussere Kühlung) zu einer Lösung von Furfurylamin (4,85 g, 0,050 Mol) in 3normaler Chlorwasserstoffsäure (37,5 ml, 0,113 Mol) zugegeben. Die hellgelbe Lösung wurde auf   800 C    erhitzt und während 30 Minuten auf   80-85O C    gehalten. Die Farbe wurde hierbei dunkelbraun. Die Lösung wurde dann im Vakuum auf etwa 50 ml eingedampft und in zwei gleiche Teile A und B geteilt.



   A wurde unter Anwendung einer kontinuierlichen Atherextraktion, so wie im Beispiel 11 des Patentes Nr. 346544 angegeben, aufgearbeitet. Die Ausbeute war 1,71 g   (720/o)    3-Pyridinol in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 120 bis   124  C.   



   Berechnet: C   63, 2so    H   5, 3  /o    N   14,7 0/o   
Gefunden: C   63, 1 /o    H   5,26/o.    N   14,70/o   
B wurde ohne Anwendung einer kontinuierlichen Atherextraktion unter Anwendung folgenden Verfahrens aufgearbeitet :
Kaliumcarbonat wurde zugefügt und das Wasser unter Anwendung von   n-Butylalkohol    azeotropisch abdestilliert, wobei die anorganischen Salze ausgefällt wurden. Die alkoholische Lösung wurde mit Aktivkohle behandelt, abfiltriert und durch Zusatz von konzentrierter Chlorwasserstoffsäure angesäuert. Die Fällung wurde dann durch Filtration entfernt, mit Äther gewaschen und getrocknet, wobei 2,84 g rohes 3-Pyridinol-Hydrochlorid erhalten wurden.

   Dieses wurde in   99 0/o    Äthanol gelöst, und nach   Abfiltrie-    rung einer kleinen Menge unlöslichen Materials erhielt man durch Ausfällung mit Äther 2,44 g   (74 /o)    3-Pyridinol-Hydrochlorid in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 105 bis   1080 C,    während gemäss früheren Angaben der Schmelzpunkt   106-109  C    beträgt.



     CSH6ONC1    (131,6)
Berechnet:
C   45,66/o    H   4,69/o    N   10,60/ &       C1      27,0'/o   
Gefunden:
C   45,30/o    H   5,00/o    N   10, 8 /o    Cl   27,00/o   
Beispiel 2    2-(a-Amino-äthyl)-furan    (1,11 g, 0,010 Mol) und 6normale Chlorwasserstoffsäure (3,85 ml, 0,023 Mol) wurden unter Kühlung gemischt.   9,71Rlaiges    Na  triurnhypochlorit    (9,20 g, 0,012 Mol) wurde bei 0 bis   10"C    zugefügt. Die nahezu farblose Lösung wurde während 30 Minuten auf   80-85o C    gehalten.



  Die braune Reaktionsmischung wurde dann in üblicher Weise aufgearbeitet. Die Ausbeute betrug 0,68 g   (620/au    2-Methyl-3-pyridinol in Form leichtbrauner Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 165 bis   168     C.  



   Beispiel 3
2-(a-Amino-äthyl)-furan (2,78 g, 0,025 Mol) und 3normale Chlorwasserstoffsäure (25 ml, 0,075 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. 300/oiges Wasserstoffsuperoxyd (3,40 g, 0,030 Mol) und Wasser (5 ml) wurden zugesetzt. Die schwachgelbe Lösung wurde unter Rückfluss während   3Q    Minuten erhitzt.



  Die rotbraune Lösung wurde in üblicher Weise aufgearbeitet. Die Ausbeute betrug 2,12 g (770/0) 2-Methyl-3-pyridinol in Form von nahezu weissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   167-169     C.



   Beispiel 4
Furfurylamin (3,43 g, 0,025 Mol) wurde in 3normaler Chlorwasserstoffsäure (25 ml, 0,075 Mol) gelöst.   30   ! o iges    Wasserstoffsuperoxyd (3,40 g, 0,030 Mol) und Wasser (5 ml) wurden zugesetzt. Die Mischung wurde unter Rückfluss während einer Stunde erhitzt. Die dunkelbraune Lösung wurde in   üblicher    Weise aufgearbeitet. Die Ausbeute betrug 1,73 g   (73O/o)    3-Pyridinol in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von 123 bis   1260 C    (Hershbergapparat, korrigiert).



   Beispiel 5
Furfurylamin (1,94 g, 0,020 Mol) und 3normale Salpetersäure (20 ml, 0,060 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. Die Lösung wurde während 15 Minuten gekocht, dann abgekühlt und Kaliumcarbonat wurde zugesetzt. Die Mischung wurde mit Äther über Nacht kontinuierlich extrahiert. Der Äther wurde weggedampft und 0,82 g eines festen braunen Rückstandes blieben zurück. 50 mg dieses Rückstandes wurden bei einem Druck von 0,05 mm Hg und einer Temperatur von   1000 C    sublimiert. Die Ausbeute betrug 40 mg   (350/a)    3-Pyridinol in Form von weissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   124-1260    C (Hershbergapparat korrigiert).



   Beispiel 6
Furfurylamin (1,94 g, 0,020 Mol) und 3normale Schwefelsäure (20 ml, 0,060 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. Eine Lösung von Kaliumdichromat (2,35 g, 0,0080 Mol) in Wasser (50 ml) wurde bei 0 bis +   5o    C während 5 Minuten zugesetzt. Die Lösung wurde 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen und dann 10 Minuten auf 600 C gehalten.



  Nach Kühlung der Mischung wurde wie im Beispiel 5 angegeben aufgearbeitet. 1,34 g eines braunen Öls wurden erhalten. 80 mg dieses Öls wurden bei   100"    C und einem Druck von 0,05 mm Hg destilliert. Die Ausbeute betrug 20 mg   (18 O/o)    3-Pyridinol in Form von weissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   124-126     C.



   Beispiel 7
Furfurylamin (1,94 g, 0,020 Mol) und 3normale Schwefelsäure (20 ml, 0,060 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. Eine Lösung von Kaliumpermanganat (1,52 g, 0,0096 Mol) in Wasser (50 ml) wurde bei 0 bis   +50    C während 5 Minuten zugefügt. Die Lösung wurde 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen und dann während 10 Minuten bei 600 C gehalten. Nach Abkühlung wurde die Mischung wie im Beispiel 5 angegeben aufgearbeitet.



  0,64 g eines braunen Öls wurden erhalten. 100 mg des Öls wurden bei   1000 C    und einem Druck von 0,05 mm Hg destilliert. Die Ausbeute betrug 15 mg   (5 O/o)    3-Pyridinol in Form von weissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   122-124  C.   



   Beispiel 8
Furfurylamin (1,94 g, 0,020 Mol) und 3normale Chlorwasserstoffsäure (20 ml, 0,060 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. Eine Lösung von Natriumchlorat (2,13 g 0,020 Mol) in Wasser (10 ml) wurde zugefügt und die Mischung erhitzt. Bei etwa   900 C    setzte plötzlich eine lebhafte Reaktion ein, und die Mischung kochte während 2 Minuten ohne äussere Wärmezufuhr. Die Farbe änderte sich von hellgelb in hellbraun. Die Mischung wurde dann unter Rückfluss 10 Minuten lang erhitzt, wobei die Farbe dunkelbraun wurde. Nach Abkühlung wurde Kaliumcarbonat zugesetzt. Die Farbe wurde grünschwarz.



  Die Mischung wurde wie im Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet. Die Ausbeute betrug 0,91 g   (48  /o)    3-Pyridinol in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   123-125O    C (Hershbergapparat korrigiert).



   Beispiel 9
Die Reaktion wurde wie im Beispiel 8 angegeben begonnen. Sobald die Farbe von gelb in hellbraun umzuschlagen begann, wurde die Mischung auf Zimmertemperatur abgekühlt. Kaliumcarbonat wurde zu der hellbraunen Lösung zugefügt, wobei die Farbe in grünschwarz umschlug. Die Ausbeute betrug 0,92 g   (48 O/u)    3-Pyridinol in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   122-124     C.



   Beispiel 10
Furfurylamin (1,94 g, 0,020 Mol) und 3normale Chlorwasserstoffsäure (20 ml, 0,060 Mol) wurden unter Kühlung gemischt. Eine Lösung von Natriumchlorat (0,85 g, 0,0080 Mol) in Wasser (5 ml) wurde zugefügt und die Mischung während 10 Minuten gekocht. Die Farbe wurde dunkelbraun. Die Mischung wurde wie im Beispiel 1 angegeben aufgearbeitet.



  Die Ausbeute betrug 0,66 g   (350/a)    3-Pyridinol in Form von gelblichweissen Kristallen mit einem Schmelzpunkt von   121-124     C.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen der Formel EMI4.1 in der R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI5.1 in der R'Wasserstoff oder eine durch Hydrolyse abspaltbare Gruppe bedeutet, oder ein entsprechendes Salz in einer Lösung oxydiert, die Wasser als einziges Lösungsmittel enthält, und anschliessend das Oxydationsprodukt hydrolysiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation bei einer Temperatur zwischen 0 und 1000 C durchgeführt wird.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation und die Hydrolyse bei einem pH-Wert zwischen 10 und 0 durchgeführt wird.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrolyse bei einem pH-Wert zwischen 7 und 0 durchgeführt wird.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation und die Hydrolyse in einer wässerigen Lösung durchgeführt wird, die durch Zusatz von Chlorwasserstoffsäure angesäuert worden ist.
    5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt wird.
    6. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart von Ferrosulfat als Katalysator durchgeführt wird.
    7. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart von Vanadinpentoxyd als Katalysator durchgeführt wird.
    8. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd in einer mit Chlorwasserstoffsäure angesäuerten Lösung durchgeführt wird, wobei die Menge Wasserstoffsuperoxyd zwischen etwa 0,5 und 6 Mol pro Mol 2-(a-Amino- alkyl)-furan-hydrochlorid beträgt und wobei die Menge angewandter Chlorwasserstoffsäure zwischen etwa 0,5 und 3 Mol pro Mol 2-(u-Amino-alkyl)-furan- hydrochlorid liegt.
    9. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge Wasserstoffsuperoxyd zwischen etwa 2 und 4 Mol pro Mol 2-(a-Amino-all;yl)-furan-hydrochlorid liegt.
    10. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation bei einer Temperatur zwischen 60 und 100" C erfolgt.
    11. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation bei einer Temperatur zwischen etwa 70 und 900 C durchgeführt wird.
    12. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation und Hydrolyse unter Umrühren vorgenommen wird.
CH5208457A 1953-11-30 1957-10-29 Verfahren zur Herstellung von 3-Pyridinolen CH367169A (de)

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