CH367128A - Vorrichtung zur beliebig oft wiederholbaren Messung eines Zeitraumes - Google Patents

Vorrichtung zur beliebig oft wiederholbaren Messung eines Zeitraumes

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CH367128A
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Wwe Friedrich Schenk S Soehne
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    • G04F1/04Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity
    • G04F1/06Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals without driving mechanisms, e.g. egg timers by movement or acceleration due to gravity by flowing-away of a prefixed quantity of fine-granular or liquid materials, e.g. sand-glass, water-clock

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Vorrichtung   zur beliebig oft    wiederholbaren   Messung eines Zeitraumes Die vorliegende Erfindung    betrifft   eine Vorrichtung zur beliebig oft wiederholbaren Messung eines    Zeitraumes,   mit einem    Gefäss-System   und einem Antrieb für dasselbe    derart,   dass zu    Beginn   jedes zu messenden Zeitraumes durch plötzliches, stets    gleichartiges   Kippen des    Gefäss-Systems   eine in demselben enthaltene Menge einer    fliessenden   Substanz auf ein erhöhtes Niveau gebracht wird, worauf durch ihr    allmähliches      Überfliessen   auf ein tiefer liegendes Niveau die Dauer des Zeitraumes bestimmt wird.

   Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art sind auf eine Welle zwei symmetrisch gegenüberliegende Räume angeordnet, die über ebenfalls bezüglich der Welle symmetrisch angeordnete Verbindungsgefässe    kommunizieren.   Das    Gefäss-      System   kann    schrittweise   in gleichem    Drehsinne   in je eine von zwei möglichen Ruhelagen    fortgeschaltet   werden, in welchen je einer der Räume höher liegt als der andere und die Substanz aus dem höher liegenden Raume durch die Verbindungsgefässe in den tiefer liegenden Raum fliesst. Bei dieser bekannten Vorrichtung, die als automatische Sanduhr bezeichnet werden kann, fliesst die Substanz abwechslungsweise in entgegengesetzter Richtung mit etwa gleicher Geschwindigkeit von einem Raum in den anderen.

   Es ist dabei fast ausgeschlossen, für beide Ruhelagen gleiche    Fliessbedingungen   zu schaffen, so dass die bemessenen Zeiträume verschiedene Dauer aufweisen. Die    Fortschaltung      erfolgt   jeweils während des    überfliessens   der Substanz, d. h. keiner der    erwähnten   Räume wird je vollständig entleert, so dass die    Fortschaltung   bzw. die Bemessung der Dauer jedes Zeitraumes durch einen Füllungszustand der beiden oder des einen Raumes gegeben ist, was nur schwer für beide Ruhelagen gleich und eindeutig    bestimmbar   ist. Es ist das Ziel der Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden.

   Die    erfindungsgemässe      Vorrichtung   ist dadurch    gekennzeichnet,   dass das    Gefäss-System   zwei zur Aufnahme der Menge einer fliessenden Substanz dienende Räume aufweist, die miteinander    in   der Weise    kommunizieren,   dass die    Substanz   rasch in einer Richtung vom einen Raum in den    anderen      überfliessen   aber nur langsam vom erwähnten anderen    in   den    erwähnten   einen Raum    zu-      rückfliessen   kann. Damit ist für die Bestimmung jedes Zeitraumes derselbe Vorgang massgebend.

   Es ist dabei auch leicht möglich, die zeitbestimmende    Durchflussgeschwindigkeit   und/oder    Durchfluss-      menge   einzustellen, ohne Rücksicht auf symmetrische Verhältnisse für zwei    Durchflussrichtungen   nehmen zu müssen. 



  In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der    erfindungsgemässen      Vorrichtung   dargestellt. 



     Fig.   1 zeigt eine    Vorrichtung   zur    periodischen   Messung bestimmter Zeiträume, teilweise geschnitten,    Fig.   2-4    veranschaulichen   verschiedene Zustände der Vorrichtung nach    Fig.   1,    Fig.   5 zeigt die Vorrichtung nach    Fig.   1 im Querschnitt,    Fig.   6-8 veranschaulichen schematisch einen Zeitschalter mit einstellbarer Ablaufzeit und    Fig.   9-13 veranschaulichen    schematisch   Zeitschalter mit einstellbarer Ablaufzeit und einstellbarer, verzögerter    Ansprechwirkung.   



  In den    Fig.   1 bis 5 ist ein einfacher Treppenhausschalter dargestellt. Das geschlossene    Gefäss-      System   22 ist durch einen dreieckigen Füllkörper 23 in einen Raum 24, in einen Raum 25 und einen engen Durchlass 26    unterteilt.      Unmittelbar   über 

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 dem    Durchlass   26 ragen zwei    Elektroden   27 in den Raum 25, welche über flexible    Leiter   28 mit den Klemmen 29 des Treppenhausschalters verbunden sind. Im    Gefäss-System   22 befindet sich eine fliessende, elektrisch leitende Substanz 29, beispielsweise Quecksilber, ein geeigneter Elektrolyt oder gegebenenfalls ein    fliessendes   Metallpulver.

   Auf der dem engen    Durchlass   26 gegenüber liegenden Seite des Raumes 25 ist über einem Blech 30 ein weiter Durchlass 31 zwischen den Räumen 24 und 25 gebildet. 



  Auf der horizontalen Drehwelle 32 des    Gefäss-      Systems   22    sitzt   ein    Ritzel   33, welches mit einer Zahnstange 34 eines Betätigungsklotzes 35 kämmt. Durch Druck auf einen aus dem Gehäuse herausragenden Knopf 36 kann der Klotz 35 entgegen der Wirkung einer Feder 37 in    Fig.   1 nach rechts verschoben werden, wobei die nach rechts bewegte Zahnstange 34 eine Drehung des    Ritzels   33 im    Gegenuhrzeigerdrehsinn   bewirkt. Wird der Knopf 36 wieder Iosgelassen, so führt die Feder 37 den    Klotz   35 und    somit   das    Ritzel   33 und das    Gefäss-      System   22 wieder in die Ruhelage zurück. 



  Diese Ruhelage ist in    Fig.   2 schematisch dargestellt. Die Menge der elektrisch leitenden Substanz 29 befindet sich zur Hauptsache im Raume 24 und reicht jedenfalls nicht bis    zu   den Elektroden 27, so dass der    Stromkreis   unterbrochen ist.

      Drückt   man wie erwähnt auf den Knopf 36, so wird das    Gefäss-      System   im    Gegenuhrzeigerdrehsinn   um rund 900 in die in    Fig.   3 dargestellte Lage    übergeführt,   wobei die Substanz 29 durch den weiten    Durchlass   31 rasch in den jetzt im    Wesentlichen   unten liegenden Raum 25    überfliesst.   Die Elektroden 27 tauchen dabei    augenblicklich   in die Substanz ein, womit der Stromkreis geschlossen wird.

   Wird der Knopf 38 losgelassen, so kehrt das    Gefäss-System   22 in die in    Fig.   7 dargestellte Ruhelage zurück, wobei sich jedoch nun die Substanz 29, in dem wieder oben liegenden Raum 25 befindet und die Elektroden 27 nach wie vor leitend verbindet. Die Substanz    beginnt   jedoch bereits aus dem Raum 25 durch den engen    Durch-      lass   26 in den Raum 24    zurückzufliessen   und nach einer bestimmten Zeit wird sie die Elektroden 27 wieder verlassen und    damit   den    Stromkreis   öffnen. 



  Während die Schliesszeit des Schalters nach    Fig.   1-5 nicht veränderbar ist, kann es oft erwünscht sein, eine Veränderung der Schliesszeit zu ermöglichen. In den    Fig.   6-8 ist eine    einfache   Ausführung eines solchen Zeitschalters mit variabler Schliesszeit    dargestellt.   Das    im      Querschnitt   rechteckige    Gefäss-      System   38 ist durch eine Trennwand 39 in einen Raum 40 und einen Raum 41 aufgeteilt. Zwischen der Trennwand und der einen Aussenwand des    Gefäss-Systems   38 ist ein weiter Durchlass 42 gebildet und in der    Trennwand   selbst ist ein enger Durchlass 43 vorhanden, in welchen    ein   Paar von Elektroden 44 hineinragt.

   In einer Abschlusswand 45 der Trennwand 39 ist eine Kerbe 46 vorgesehen, welche der genauen Dosierung der im Raume 41 befindlichen Substanzmenge dient. Es handelt sich auch in diesem Falle wieder um eine elektrisch leitende Substanz. Auf der horizontalen Achse 47 des    Gefäss-Systems   ist an der Aussenseite eines Schaltergehäuses 48 ein Betätigungsknopf 49 mit Zeiger 50 befestigt. Der    Zeiger   50 bewegt sich bei der Drehung des Knopfes bzw. des    Gefäss-Systems   38 zwischen zwei Anschlagbolzen 51 und 51' längs einer Skala 52. Die Ruhestellung des Schalters entspricht derjenigen Lage, in welcher sich der Zeiger 50 am Anschlag 51    bzw.   an der Stelle Null der Skala 52 befindet.

   Das ganze System ist in diesem Falle noch etwas mehr im    Uhrzeigerdrehsinn      ver-      schwenkt,   als in    Fig.   6 dargestellt. Die Substanz befindet sich im unteren Raum 40 des Systems 38. Im oberen Raume 41 befindet sich keine Flüssigkeit, so dass der    Stromkreis   zwischen den Elektroden 44 unterbrochen ist. Zum Einschalten des Stromkreises wird nun das System vorerst im Gegenuhrzeigerdrehsinn gedreht, bis der Zeiger 50 am obern    Bolzen   51' anschlägt. Bei dieser Drehung wird die Substanz rasch durch den Durchlass 42 in den Raum 41 überfliessen. Das    System   wird sodann zurückgedreht bis sich der Zeiger 50 an der die gewünschte Schliesszeit anzeigenden Stelle der Skala 52 befindet.

   Bei dieser Rückdrehung des Systems verbleibt der grösste Teil der Substanz im Raum 41. In    Fig.   7 ist die Situation für den Fall veranschaulicht, dass die maximale Schliesszeit entsprechend dem    Skalenwert   4 eingestellt wird. Es    fliesst   daher bei der Rückdrehung des Systems praktisch keine Substanz durch die deren Niveau genau bestimmende Kerbe 46 und den weiten Durchlass 42 in den Raum 40 zurück, so dass eine dem in    Fig.   7    mit   IV bezeichneten Niveau entsprechende maximale Substanzmenge im Raum 41 verbleibt.

   Dementsprechend wird auch eine maximale Zeit entsprechend dem Skalenwert 4 verstreichen, bis die gesamte Substanzmenge durch den engen Durchlass 43    in   den Raum 40 zurückgeflossen ist, d. h. bis der Stromkreis zwischen den Elektroden 44 wieder unterbrochen wird. Wird in entsprechender Weise die anfängliche Einstellung auf den    Skalenwert   3 erfolgen, so wird eine    End-      stellung   erreicht, welche gegenüber der in    Fig.   7 dargestellten etwas mehr im    Uhrzeigerdrehsinn      ver-      schwenkt   ist, so dass mehr Substanz durch die Kerbe 46 und den weiten Durchlass 42 sogleich    zurück-      fliessen   wird,

   so dass nur eine Substanzmenge entsprechend dem    in      Fig.   7 angedeuteten Niveau    III   im Raume 41 verbleibt. Das    Überfliessen   dieser Substanzmenge durch den engen Durchlass 43 erfordert geringere Zeit, so    dass   eine entsprechend niedrigere Schliesszeit des Schalters eintritt. Bei entsprechenden Einstellungen auf die    Skalenwerte   2 und 1 verbleiben    Flüssigkeitsmengen   entsprechend den Niveaus    II   bzw. 1 im Raume 41, was entsprechend kürzere Schliesszeiten des Schalters ergibt. 



  Natürlich stehen auch andere    Möglichkeiten   offen, die    Schliesszeit   eines    derartigen   Schalters    zu   

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 verändern. Es kann beispielsweise stets die gleiche Substanzmenge in den Raum 41 gefördert, jedoch der    Abfluss   aus diesem Raum durch den engen Durchlass 43 verschieden rasch gestaltet werden, indem der    Durchflussquerschnitt   dieses Durchlasses durch Ventile, Schieber, Klappen oder dergleichen von aussen reguliert wird.

   Bei einer    Ausführung      ge-      mäss      Fig.   1-5 wäre es beispielsweise auch möglich, entweder den Verdrängungskörper 23 innerhalb des Gefässes 22 verstellbar anzuordnen und durch Verstellen dieses Verdrängungskörpers den engen    Durch-      fluss   26 nach Wunsch einzustellen, so dass ein rascheres oder langsameres Abfliessen der Substanz 29 aus dem Raum 25 in den Raum 24 stattfindet. In ähnlicher Weise wäre es auch möglich, die den Durchlass 26 einseitig begrenzende Aussenwand des Gefässes 22 aus einem    deformierbaren   Material, beispielsweise Kunststoff,    auszuführen   und durch Deformation dieser Gefässwand den Querschnitt des Durchlasses 26 nach Wunsch einzustellen. 



  Oft ist es erwünscht, dass der Stromkreis erst nach einer gewissen Zeit von der Einschaltung des Zeitschalters an gerechnet geschlossen werde. Zu diesem Zweck können    Mittel   vorgesehen sein, die dafür sorgen, dass die vom höheren Niveau durch den engen Durchlass    zurückfliessende   leitende Substanz die Kontaktelektroden des Zeitschalters erst nach einer gewissen Verzögerungszeit erreicht, indem in den    Durchlass   irgendwelche Auffangmittel beispielsweise eine Schale, ein    Syphon   oder dergleichen eingeschaltet sind, deren Fassungsvermögen    ausser-      dem   mit Vorteil durch verschiedene Neigung der Schale oder des    Syphons   oder durch Eintauchen von Verdrängungskörpern einstellbar sein kann.

   In den    Fig.   9-12 ist ein erstes    Ausführungsbeispiel   eines solchen verzögerten Zeitschalters dargestellt. Das eigentliche    Gefäss-System   53 ist auf einer Hohlwelle angebracht, welche von einem äusseren Betätigungsknopf 54    (Fig.   12) in der anhand der    Fig.   6-8 beschriebenen Weise betätigt werden kann. Der zugeordnete Zeiger 55 läuft auf einer Skala 56. Die Anschläge 57 und 58 entsprechen den Anschlägen 51 nach    Fig.   6. In der nicht näher dargestellten Hohlwelle des    Gefäss-Systems   53 ist eine weitere Welle konzentrisch    gelagert,   welche aussen einen Betätigungsknopf 59 mit Zeiger 60 und innen eine im wesentlichen halbzylindrische Schale 61 trägt.

   Der Zeiger 60 weist auf eine Skala 62, welche ebenfalls in Zeiteinheiten geeicht ist. Im Gefäss 53 ist eine Trennwand 63 eingesetzt, welche ähnlich ausgebildet ist, wie die Trennwand 39 nach    Fig.   6-8 und welche in der Mitte einen engen Durchlass 65 aufweist. In der Schale 61 ist ein enger Durchlass 65 vorgesehen, in welchen von entgegengesetzten Seiten Kontaktelektroden 66 ragen. Seitlich über diesem Durchlass 65 ist eine    Ablenkwand   67 angeordnet.

   Die Wellen des    Gefäss-Systems   53 und der Schale 51 sind    derart   ineinander gelagert, dass die Schale unter    überwindung   einer gewissen Reibung gegen- über dem    Gefäss-System   53 gedreht werden kann, jedoch bei Drehungen des gesamten    Gefäss,Systems   mit demselben gedreht wird. 



     Fig.   9 zeigt eine Schalterstellung, bei welcher eine bestimmte Einschaltzeit ohne    Verzögerung   eingestellt ist. Der Zeiger 60 steht also in der in    Fig.   12 dargestellten Lage auf Null der Skala 62 und die Schale 61 nimmt dabei eine solche Lage ein, dass sich ihr Durchlass 65 praktisch    senkrecht   unter dem    Durchlass   64 der Trennwand 63 befindet und    somit   die durch den Durchlass 64 austretende Substanz direkt auf die Elektroden 66 fällt und sofort einen Kontaktschluss bewirkt. Der Schalter wird also während einer bestimmten anhand der Skala 56 in der anhand der    Fig.   6-8 erläuterten Weise eingestellten Zeit geschlossen sein.

   Das Einschalten des Schalters nach    Fig.   9-12    erfolgt   ebenfalls in der anhand der    Fig.   6-8 erläuterten Weise, indem das ganze    Gefäss-System   durch Drehen am Knopf 54 um rund    18011   in die in    Fig.   10 dargestellte Lage    verschwenkt   wird, wobei die Substanzmenge über die Trennwand gelangt. Das Gefäss wird sodann zurückgeschwenkt bis der Zeiger 55 auf der gewünschten durch die Skala 56 angezeigten Zeit steht. 



  Soll die Einschaltung mit einer bestimmten Verzögerung erfolgen, so wird dafür gesorgt,    dass   nach erfolgtem Einschalten des Schalters der Zeiger 60 auf die die    gewünschte      Verzögerung   anzeigende Stelle der Skala 62 weist. Die Schale 61 wird daher in der Einschaltstellung des Schalters aus der in    Fig.   9 dargestellten Lage im    Uhrzeigerdrehsinn   z.

   B. in die in    Fig.   11 dargestellte Lage    verschwenkt   sein, in welchem Falle die durch den Durchlass 64 austretende Substanz durch die    Ablenkwand   67 vom Durchlass 65 weg in die Schale 61 gewiesen wird, wo sich die Substanz bis zu einem    bestimmten   Niveau ansammeln muss, bevor sie in den    Durch-      lass   65 übertreten und die Kontaktelektroden 66 miteinander verbinden kann. Die definitive Einstellung der Schalterelemente kann dadurch am einfachsten erfolgen, dass der Zeiger 55 vorerst vom Anschlag 57 an den Anschlag 58 und dann zurück an die die gewünschte Ablaufzeit des Schalters anzeigende Stelle der Skala 56    verschwenkt   wird.

   Damit ist die Substanzmenge über die Trennwand 63 gehoben und beginnt durch den Durchlass 64    abzufliessen.   Sodann wird auch noch der Zeiger 60 an die der gewünschten    Verzögerungszeit   entsprechende Stelle der Skala 62 gebracht, wodurch die Einstellung beendet ist.

   Natürlich ist es auch    möglich,   vorerst die Verzögerungszeit durch Einstellung des Zeigers 60 vorzuwählen, was aber insofern erschwert ist und eine Umrechnung erfordert, als die endgültige Stellung des Zeigers 60, bzw. der Schale 61 noch davon abhängt, auf welche Stelle    nachträglich   der Zeiger 55 bzw. das gesamte    Gefäss-System   gebracht wird, weil ja gemäss    obenstehender   Beschreibung die Schale 61 bei Drehung des Gefässes 51    mitgedreht   wird. 

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 Dieser gewisse Nachteil kann bei der in    Fig.   13 schematisch angedeuteten Ausführungsform vermieden werden, indem eine Einstellung der Schale 61    unabhängig   von der Einstellung des Gefässes 53    möglich   ist.

   Die Drehungen des Gefässes 53 werden also bei dieser    Ausführung   nicht auf die Schale 61 übertragen.    In   diesem Falle ist der Betätigungsknopf 59 zur Einstellung der Schale 61 mit einem Zeiger 68 versehen, welcher längs der die    Verzögerungszeit   anzeigenden Skala 62 läuft. Mit dem Zeiger 68 ist eine gebogene Skala 69 verbunden, längs welcher der Zeiger 55 des Einstellknopfes 54 für das Gefäss 53 läuft.

   Da bei dieser    Ausführungsform   die Einstellung nach höheren    Verzögerungszeiten   in umgekehrtem Drehsinn    erfolgt   als gemäss    Fig.   9-12 ist die Schale 61    bezüglich   einer Vertikalebene entgegengesetzt symmetrisch zur Schale 61 nach    Fig.   9-12 auszubilden und anzuordnen, so dass also die    Verzögerungszeit   zunimmt, wenn die Schale im    Gegenuhrzeigerdrehsinn   gedreht wird. 



  Bei dieser    Ausführung   nach    Fig.   13 ist es nun möglich, die    Verzögerungszeit   vorerst durch Drehung des Knopfes 59 bzw. des Zeigers 68 an die gewünschte    Verzögerungszeit   anzeigende Stelle der Skala 62 vorzuwählen. Mit der Drehung des Zeigers 68 wird auch die Skala 69 im Gegenuhrzeigerdrehsinn gedreht, was den Vorteil hat, dass die gewünschte    Schliesszeit   direkt eingestellt werden kann. Stellt man nämlich beispielsweise eine Verzögerungszeit von zwei Einheiten ein, so wird der    Nullpunkt   der Skala 69 auch bereits um zwei Einheiten verschoben.

   Auf der Skala 69 kann also beim Einschalten des Schalters sogleich die gewünschte effektive Schliesszeit eingestellt werden, also beispielsweise    eine      Schliesszeit   von zwei Einheiten, in welchem    Falle      sogleich   eine Substanzmenge auf das höhere Niveau gebracht wird, welche einer Ablaufdauer von vier Einheiten entspricht, wobei aber entsprechend der    eingestellten      Verzögerungszeit   von zwei Einheiten der    Kontaktschluss   erst nach zwei Zeiteinheiten andauern wird. 



  Bei allen dargestellten Vorrichtungen könnte anstelle von zwei ungleich weiten Durchlässen ein einziger    Durchlass      zwischen   den Gefässräumen vorgesehen sein, wobei Schikanen, z. B. Klappen in den Durchlass eingebaut sind, welche einen raschen    Durchfluss   in der einen Richtung und einen langsamen    Durchfluss,   in der anderen Richtung erlauben. Auch hier könnten ausserdem die Schikanen ver- änderbar ausgebildet sein, um zur Einstellung verschiedener Schliesszeiten des Schalters einen verschieden raschen    Durchfluss   der Substanz zu erzielen. 



  Bei den dargestellten Vorrichtungen wurde die Einschaltbewegung als aus zwei gegenläufigen    Kipp-      bewegungen   um    9011   bzw. 1800 bestehend beschrieben. Es wäre jedoch z. B. bei der Anordnung nach    Fig.   9-12 auch möglich, zur Einschaltung eine volle Drehung im    Uhrzeigerdrehsinn   auszuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur beliebig oft wiederholbaren Messung eines Zeitraumes, mit einem Gefäss-System und einem Antrieb für dasselbe derart, dass zu Beginn jedes zu messenden Zeitraumes durch plötzliches, stets gleichartiges Kippen des Gefäss-Systems eine in demselben enthaltene Menge einer fliessen- den Substanz auf ein erhöhtes Niveau gebracht wird, worauf durch ihr allmähliches überfliessen auf ein tiefer liegendes Niveau die Dauer des Zeitraumes bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss-System zwei zur Aufnahme der Menge einer fliessenden Substanz dienende Räume aufweist, die miteinander in der Weise kommunizieren,
    dass die Substanz rasch in einer Richtung vom einen Raum in den anderen überfliessen aber nur langsam vom erwähnten anderen in den erwähnten einen Raum zurückfliessen kann. UNTERANSPRGCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei verschieden weite Durch- lässe zwischen den Räumen an verschiedenen Stellen vorgesehen sind, oder dass in einem einzigen Durch- lass eine Schikane eingebaut ist, welche ein rascheres Durchfliessen in einer Richtung und ein langsameres Durchfliessen in der anderen Richtung bewirkt. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, ausgebildet als Zeitschalter, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des GefässrSystems die Betätigung eines Schalters bewirkt, oder dass die fliessende Substanz, z. B. Quecksilber, Metallpulver oder eine Elektrolytlösung als Verbindungsleiter zwischen Elektroden benutzt wird. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein willkürlich betätigbarer Antriebsmechanismus ein plötzliches Kippen des Ge- fäss-Systems aus der einen in eine andere und ein nachfolgendes Rückkippen aus der erwähnten anderen in die erwähnte eine Lage gestattet, um die fliessende Substanz aus dem erwähnten einen in den erwähnten anderen Raum und zugleich auf ein erhöhtes Niveau überzuführen, wobei das Kippen und Rückkippen entweder in entgegengesetzter Richtung um mindestens annähernd eine halbe Drehung oder durch fortlaufendes Drehen in gleicher Richtung um mindestens annähernd eine halbe Drehung oder durch fortlaufendes Drehen in gleicher Richtung um mindestens annähernd eine volle Drehung erfolgt. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausmass der Rückkippbe- wegung einstellbar ist, derart, dass das Gefäss- System je nach dem Ausmass dieser Rückkippbe- wegung eine verschiedene Lage einnimmt, und dass das Gefäss-System derart ausgebildet ist, dass eine von seiner Lage abhängige Menge der fliessenden Substanz auf das erhöhte Niveau gebracht wird, wodurch die Dauer des überfliessens der Substanz bzw.
    die Dauer des Zeitraumes einstellbar sind, oder <Desc/Clms Page number 5> dass einstellbare Mittel vorhanden sind, welche die Geschwindigkeit des überfliessens der Substanz vom höheren zum tieferen Niveau und damit die Dauer des Zeitraumes einzustellen gestatten. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, wobei sich ein durch eine leitende Substanz zu verbindendes Paar von Elektroden in der Nähe oder in einem das überfliessen vom höheren zum tieferen Niveau ge- stattenden Teil des Gefäss-Systems befinden, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Elektroden an einer Stelle dieses Teils des Gefäss-Systems befinden, an welchem die überfliessende Substanz erst mit einer Verzögerung nach dem Kippen des Gefäss- Systems ankommt und den Schaltzustand ändert. 6.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im erwähnten Teil des Gefäss- Systems eine Auffangvorrichtung vorhanden ist, aus welcher die vom höheren Niveau überfliessende Substanz erst nach Füllen derselben austritt, wobei am Austritt der Auffangvorrichtung das Elektrodenpaar angeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Fassungsvermögen der Auffangvorrichtung veränderbar ist, indem diese verschieden geneigt wird, oder indem Füllkörper verschieden tief in die Auffangvorrichtung eingetaucht werden, wodurch eine Veränderung der Verzögerung eintritt.
    B. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 4 und 5. Wwe Friedrich Schenk's Söhne Stadtmühle Bern Vertreter: Ammann & Co., Bern Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Schweizerische Patentschrift Nr. 46460 Deutsche Patentschrift Nr. 64'9115 Französische Patentschrift Nr. 781703
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