Selbstschaltende Synchronkupplung Die vorliegende Erfindung betrifft eine selbst schaltende Synchronkupplung gemäss dem Patent anspruch des Hauptpatentes.
Bei Kupplungen dieser Bauart weist die Rätsch- vorrichtung ein oder mehrere Rätschorgane, z. B. Klinken, auf, welche beispielsweise am ersten Kupp lungsglied oder am Zwischenglied angeordnet sind und mit Vorsprüngen, beispielsweise in Form von Rätschzähnen, zusammenarbeiten, welche am andern Kupplungsglied angeordnet sind. Die Rätschorgane können z. B. federbetätigte Klinken sein, die um eine zu der Kupplungsachse parallele Achse schwenk bar angeordnet sind, wie dies beispielsweise im briti schen Patent Nr. <B>645528</B> beschrieben ist.
Die vor liegende Erfindung betrifft eine Kupplung, bei wel cher eine oder mehrere Klinken vorhanden sind und mit Vorsprüngen an einem Kupplungsteil zusammen arbeiten.
Bei Kupplungen dieser Art ergeben sich bei stei gender Rätschgeschwindigkeit und Dauer sowie zu nehmender Kupplungsgrösse Nachteile, die in der steigenden Tendenz des Klapperns und Zurückpral- lens der Klinke oder Klinken liegen, weil ein ent sprechendes Aufschlagen ein Abnützen der Vor sprünge und der mit diesen zusammenarbeitenden Flächen der Klinke oder Klinken ergibt. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diese Schwierig keiten mindestens zu verringern.
In der Beschreibung des Hauptpatentes sind Kupplungen dieser Bauart, wie sie vorstehend er wähnt ist, beschrieben. Gemäss dieser Beschreibung werden die vorerwähnten Schwierigkeiten dadurch überwunden, dass die Rätschbewegungen der Klinke bzw. der Klinken durch Flüssigkeit gedämpft werden, welche annähernd ungestört ist von sich bezüglich dieser Flüssigkeit bewegenden Teilen, ausser von den Klinken selbst. In einer der beschriebenen Ausfüh- rungen sind die Klinken am Zwischenglied befestigt und werden durch Flüssigkeit in einem mit dem ersten Kupplungsglied rotierenden Raum gedämpft.
Bei einer andern Ausführungsform, welche in die sem Patent beschrieben ist, sind die Klinken am ersten Kupplungsglied befestigt und werden mittels einer Flüssigkeit gedämpft, die sich in einem mit dem ersten Kupplungsglied umlaufenden Raum befindet.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiter entwicklung der in diesem Schweizer Patent dargeleg ten Konstruktion. Die erfindungsgemässe, selbstschal tende Synchronkupplung ist dadurch gekennzeich net, dass die Rätschvorrichtung mindestens eine auf dem Zwischenglied angeordnete Klinke aufweist, welche zur Zusammenarbeit mit Vorsprüngen auf dem ersten Kupplungsglied vorgesehen ist, und dass die Mittel zum Dämpfen der Klinke mittels Flüssig keit während des durch eine Relativdrehung des Zwischengliedes bezüglich des ersten Kupplungsglie des bedingten Rätschens eine Flüssigkeit aufneh mende Kammer umfassen, die mit dem Zwischen glied rotiert, wobei sich ein Teil der Klinke in dieser Kammer befindet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes wird anschliessend anhand von Zeichnungen erläutert.
Es zeigt: Fig. <B>1</B> einen Längsschnitt durch eine selbstschal tende Synchronkupplung, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Kupplung ge mäss Fig. <B>1</B> nach Linie II-11.
Wie aus den Fig. <B>1</B> und 2 ersichtlich, ist ein erstes Kupplungsglied<B>1</B> mittels eines Kugellagers 2,<B>3</B> auf einem zweiten Kupplungsglied gelagert, welches Glied als Welle 4 ausgebildet und mit äussern schrauben- linienförmigen, rechtsgängigen Nuten<B>5</B> versehen ist. Das erste Kupplungsglied.<B>1</B> ist weiterhin mittels eines Kugellagers<B>6, 7</B> in einem Gehäuse<B>8</B> gelagert.
Auf der Welle 4 ist ein Zwischenglied<B>9</B> mit innern, schraubenlinienförinigen Vorsprüngen<B>9'</B> angeord net, welche in die Nuten<B>5</B> eingreifen, so dass das Zwischenglied<B>9</B> zwangläufig bei axialer Verschie bung bezüglich der Welle 4 eine Drehbewegung aus führt. Das Zwischenglied<B>9</B> besitzt einen radial an geordneten Flansch<B>10,</B> der mit einem äussern zylin drischen, sich parallel zur Welle 4 erstreckenden Teil <B>11</B> versehen ist.
Am Flansch<B>10</B> ist mittels Bolzen 12 ein auf einem Kreis angeordneten Kupplungszähnen 14 versehener Ring<B>13</B> angeschraubt, welcher mit Aussparungen im Flansch<B>10</B> eine Anzahl Kammern <B>10'</B> bildet, die gegen die Welle 4 zu offen sind. Klin- kentragbolzen <B>15</B> gehen durch den Flansch<B>10</B> und den Ring<B>13</B> durch. Jeder Bolzen<B>15</B> trägt eine Klinke<B>16,</B> die fast vollständig in ihrer Kammer<B>10'</B> liegt, mit Ausnahme eines kleinen Teils des Sperr armes, welcher Teil sich von der Kammer aus radial nach innen erstreckt, wie aus r-ig. 2 ersichtlich ist.
Das erste Kupplun 'gsglied <B>1</B> besitzt einen ring förmigen Teil<B>18, 19,</B> welcher mittels Schrauben bolzen<B>17</B> am Hauptteil befestigt ist. Dieser Teil weist einen Ring<B>18</B> auf, der radial nach innen gegen das Zwischenglied<B>9</B> vorsteht und welcher innen in einen hülsenförmigen Teil<B>19</B> übergeht. Dieser hülsenförmige Teil<B>19</B> ist mit dem Kugellagerring <B>6</B> verbunden und weist eine Verlängerung 20 auf, wel che gleichachsig mit der Welle 4 angeordnet ist und einen Kranz von Kupplungszähnen 21 besitzt, die sich unmittelbar neben den Kupplungszähnen 14 befinden (Fig. <B>1).</B>
Es können z. B.<B>36</B> Kupplungszähne 21 vorge sehen werden, welche, wie in Fig. 2 ersichtlich ist, abwechselnd niedriger und höher sind. Es sind vier Klinken<B>16</B> vorhanden, die zu zweit einander dia metral gegenüberliegend angeordnet sind, so dass, wenn die Klinken eines der Paare von sich gegen überliegenden Klinken in Eingriff mit den höheren Zähnen 21 stehen, die Sperrnasen der Klinken der andern Paare sich zwischen zwei sich folgenden höheren Zähnen 21 befinden. Steuerfedern drücken die Nasen der Klinken radial nach innen.
Betrachtet man die Kupplung gemäss Fig. <B>1</B> von der linken Seite her, so erscheinen die Klinken<B>16</B> und die Zähne 21 (Fig. 2) in einer Stellung, in welcher die Sperrarme der Klinken<B>16</B> in Uhrzeiger richtung weisen. Wenn die Welle 4 bezüglich des Kupplungsgliedes<B>1</B> sich im Gegenuhrzeigersinn dreht, so bewegen sich die Klinken<B>16</B> im Gegenuhr- zeigersinn bezüglich der Kupplungszähne 21 und rätschen auf diesen, so dass das Zwischenglied<B>9</B> in der in Fig. <B>1</B> ersichtlichen axialen Lage verbleibt, in welcher seine Kupplungszähne 14 sich mit den Kupplungszähnen 21 ausser Eingriff befinden.
Wenn die relative Rotationsbewegung der Welle 4 bezüg lich des Kupplungsgliedes<B>1</B> im Begriffe ist, den Richtungssinn zu wechseln, so gelangt ein Paar von sich diametral gegenüberliegenden Klinken<B>16</B> mit höheren Zähnen 21 in Eingriff, und das Zwischen glied<B>9</B> wird schraubenlinienförmig längs der Welle 4 von rechts (Fig. <B>1)</B> nach links verschoben, wobei die Kupplungszähne 14 mit den Kupplungszähnen 21 in Eingriff gelangen. Eine axiale Bewegung des Zwischengliedes<B>9</B> über diejenige Lage, in welcher die Zähne in vollem Eingriff stehen, wird mittels einer Schulter 22 auf der Welle 4 verhindert.
Bei Umkehr des relativen Drehsinns rätschen die Klinken<B>16</B> wieder über die Zähne 21, und das Zwischenglied <B>9</B> gleitet wiederum in schraubenlinienförmiger Be wegung längs der Welle 4 zurück, wobei die Kupp lungszähne 14 und 21 ausser Eingriff gelangen. Das Zwischenglied<B>9</B> verschiebt sich dabei so lange, bis es auf einem Anschlagring<B>23</B> aufläuft.
Die Klinken<B>16</B> liegen, wie erwähnt, zum grössten Teil in den Kammern<B>10'</B> des Zwischengliedes<B>9,</B> in welche ständig eine derart grosse Flüssigkeitsmenge zufliesst, dass wührend der Umdrehung des Zwischen gliedes<B>9</B> die Kammer<B>10'</B> vollständig mit Flüssig keit gefüllt ist und somit der grösste Teil jeder Klinke<B>16</B> in der Flüssigkeit liegt. Es kann spe ziell für diesen Zweck<B>öl</B> in Form eines Flüssigkeits strahls den Kammern zugeführt werden; aber es kann auch das normale, der Kupplung reichlich zugeführte, der Schmierung des Kugellagers 2,<B>3</B> dienende Schmieröl zum Füllen der Kammern<B>101</B> benützt werden.