Einrichtung an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich tung an einem Webstuhl zum Einweben von Zei chenfolgen nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, bei welcher die Mustervorrichtungen in Längs- und Querreihen angeordnete Steuermittel und je einer Querreihe von Steuermitteln zugeordnete Abtastmittel besitzen, wobei die Abtastmittel von entsprechenden Querreihen jeder Mustervorrichtung miteinander und mit der Wicklung eines die einem Kettfaden zugeordnete Stossnadel im Bereiche eines Stosselementes steuernden Steuerrelais elektrisch ver bunden sind.
Bei der Ausführungsform wie sie im Hauptpatent dargestellt und beschrieben ist, ist das Stosselement als Stosschiene ausgebildet, wie dies im allgemeinen bei Webstühlen üblich ist. Es hat sich nun gezeigt, dass durch eine andere Ausbildung dieses Stoss- elementes sowohl eine Vereinfachung und Verbilli- gung der Einrichtung als auch eine Vermehrung der mit der Einrichtung webbaren Bindungen erzielt wer den kann.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Stosselement als Steuer prisma ausgebildet ist, dessen Querschnitt ein gleich seitiges Vieleck ist, dessen Seitenzahl gleich dem Rapport der bei unwirksamen Mustervorrichtungen entstehenden Bindung ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh rungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 ein Zusammensetzungsschema für die in den Fig. 2-5 dargestellten Vorrichtungen ; Fig. 2 eine schematische Darstellung des Such gerätes und des Wählers ; Fig. 2a einen Schnitt nach der Linie X-X in Fig. 2 ; Fig. 3 eine schematische Darstellung der Muster vorrichtungen ;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einzelner Teile der Webmaschine sowie der dazu gehörenden Kettfaden-Steuervorrichtung ; Fig. 4a eine Ansicht einer Nockenwalze ; Fig. 4b eine Draufsicht auf die Nockenwalze unter Weglassung der Kontaktfedern, und Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Ab- mess- und Abstellvorrichtung.
Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungs beispiel der erfindungsgemässen Einrichtung besitzt ein Suchgerät 1, von welchem nur die zum Verständ nis der Erfindung notwendigen Teile zeichnerisch dargestellt sind. Solche Teile sind eine Trommel 2 mit einem elektrisch leitenden Mantel 3, auf dessen Aussenseite Y axial verlaufende Kontaktlamellen paare 4 an ihrem einen Ende befestigt sind, wobei die Länge der Kontaktlamellen so bemessen ist, dass diese mit ihren freien Enden bis über die eine Stirn- fläche der Trommel 2 hinausreichen.
Die Anzahl Y entspricht der Höchstzahl von Zeichen einer Zeichenfolge, wobei die Zeichen Buch staben, Zahlen oder Satzzeichen sein können. Die Anzahl Y kann, je nach dem besonderen Verwen dungszweck der Einrichtung, grundsätzlich beliebig gewählt werden. Die freien Enden der Lamellen jedes Paares 4 sind mit gegeneinander gerichteten Kontaktstücken versehen, welche zusammen Y-Kon- takte 5', 5", 5"' usw. bilden. All diese Kontakte, von denen in der Zeichnung nur drei dargestellt sind, sind rund um die Trommel 2 angeordnet.
Auf die gleiche Weise sind auf der Trommelaussenseite drei einen Doppelkontakt 5a bildende Lamellen 4a vor gesehen und zwar als letzte in der Bewegungsrichtung (Pfeil B) des zusammen mit einer Rolle 7a fest mit der Trommelachse verbundenen Sucherarmes 7. Die Länge des Sucherarmes und der Durchmesser der Rolle sind dabei so bemessen, dass der betr. Kontakt geschlossen wird, wenn der Arm radial gegen ein Kontaktlamellenpaar bzw. gegen die drei Lamellen 4a gerichtet ist.
Weiter ist auf der Achse 6 ein Klin kenrad 8 befestigt, welches mit einer federnden Klinke 9 zusammenarbeitet, wobei der Klinkenarm 10 als ein in 11 drehbar gelagerter Doppelhebel aus gebildet ist, dessen anderes Ende dem Suchermagne ten 12 als Anker 13 dient. Unter Einwirkung der Feder 10a stützt sich der Klinkenarm 10 gegen den Anschlag 10b ab. Kommt der Suchermagnet 12 auf, so schleift die Klinke 9 über den vorderen Zahn des Klinkenrades 8 bis in die vordere Zahnlücke, wäh rend nach dem Abfallen des Suchermagneten die Fe der lOa den Klinkenarm 10 wieder in die gezeichnete Ruhelage bewegt, so dass das Klinkenrad in Rich tung des Pfeiles B um eine Zahnteilung verdreht wird.
Die Abmessungen sind dabei so gewählt, dass nach jedem Abfallen des Suchermagneten 12 die Trommel 2 um einen solchen Winkel in Richtung des Pfeiles B verdreht wird, der dem Winkelabstand zwischen zwei benachbarten Kontakten entspricht, so dass nach jedem Abfallen des Suchermagneten 12 der folgende Kontakt 5", 5"' usw. bzw. die Kontakte 5c! geschlossen werden.
Die Kontakte 5', 5", 5"' sind einzeln mit Kon taktstücken eines Wählers 14 verbunden, der im vor liegenden Ausführungsbeispiel als Stecktafel ausge bildet ist, ebenso gut aber die Form irgend eines Wählers haben könnte, wie sie aus der Schwach stromindustrie bekannt sind (z. B. Scheibenwähler usw.). Die Stecktafel 14 besteht im wesentlichen aus zwei senkrecht zueinander und im Abstand überein ander angeordneten Reihen von parallelen, elektrisch leitenden Schienen. In der Zeichnung sind die beiden Reihen mit 15 und 16 bezeichnet. Die Zahl der Schienen 16 entspricht der Zahl der Kontakte 5', 5", 5"'...
(Y) und die Zahl der Schienen 15 der Anzahl Zeichen, die für die Einwebung überhaupt in Frage kommen (Alphabet, evtl. Zahlen, Satzzeichen usw.) vermehrt um zwei. Von diesen beiden zusätzlichen Schienen 15 ist auf später beschriebene Weise die eine einer Leerwalze und die andere Zierwalzen zu geordnet.
Die Schienen 16 sind mit je einem Kontakt des Suchgerätes 1 elektrisch verbunden, d. h. die Schiene 16' mit dem Kontakt 5', die Schiene 16" mit dem Kontakt 5", die Schiene 16"' mit dem Kontakt 5"' usw. An den Kreuzungsstellen der Schienen 15', 15" ... der obern und der Schienen 16', 16"... der untern Reihen sind sämtliche Schienen mit Bohrungen 17 versehen, in welche zum Zwecke der elektrischen Verbindung einer Schiene der oberen Reihe mit einer solchen der untern Reihe Stecker 18', 18", 18<B>'</B> ein gesetzt werden können. Die dadurch erreichten elek trischen Verbindungen sind beispielsweise solche zwischen den Schienen 16' und 15', 16" und 15" sowie 16"' und 15"'.
Das Schablonengerät 19 besitzt als Mustervor richtungen eine Reihe von je einem einzuwebenden Zeichen zugeordnete Walzen 20', 20", 20"'. Da jede Walze, abgesehen von an späterer Stelle behandelten Unterschieden, gleich aufgebaut ist, beschränkt sich die zeichnerische Darstellung der Einzelheiten auf eine der Walzen, die Walze 20"'. Die diesbezüglichen Ausführungen gelten aber auch für alle anderen. Jede Walze ist elektrisch leitend und besitzt über ihre Mantelfläche hinausragende, radial abstehende, leitende und als Steuermittel dienende Bolzen 22.
Diese Bolzen 22 sind auf dem Walzenmantel in Längs- und Querreihen angeordnet, wobei im dar gestellten Ausführungsbeispiel die Querreihen 23 durch senkrecht zur Walzenachse liegende Kränze und die Längsreihen 24 durch zur Walzenachse parallele Reihen gebildet werden. Aus den später folgenden Erläuterungen wird sich ergeben, dass, ab gesehen von zwei noch zu behandelnden Ausnahmen, jeder Kranz einer Walze einem Kettfaden entspricht und so viele Längsreihen vorgesehen sind, als zum Einweben des betr. Zeichens Schüsse notwendig sind.
Die Bolzen sind auf den Walzen derart angeordnet und auf den Kränzen so verteilt, dass wenn sie in eine bestimmte Stellung gelangen, pro Schuss die ihnen zugeordneten Kettfäden in eine Lage gebracht werden, die eine dem einzuwebenden Zeichen entspre chende Bindung entstehen lässt. Auf später beschrie bene Weise löst eine volle Umdrehung einer Walze 20 sämtliche Steuervorgänge für das Einweben eines Zeichens aus, wobei nach erfolgter voller Umdre hung, wie später erläutert werden wird, die dem fol genden Zeichen zugeordnete Walze in Umlauf ver setzt wird.
Damit nun die Zeichen in einem richtigen Zwischenraum voneinander eingewoben werden, einem Zwischenraum, der nicht zwischen allen Zei chen derselbe ist und dessen Bestimmung sich nach ästhetischen Belangen richtet, darf die Einwebung eines folgenden Zeichens nicht beginnen, bevor die ser Zwischenraum gewoben ist. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel ist jedem Zeichen ein Feld zu geordnet, welches aus der durch das Zeichen selbst eingenommenen Fläche und beidseitig dieses Zei chens aus je einer Leerfläche (Randteil) besteht, deren Grösse dem betr. Zeichen angepasst ist. Das gesamte Zeichenfeld besitzt demnach eine je nach dem betr.
Zeichen verschieden grosse Fläche, in deren Mitte das Zeichen angeordnet ist, wobei vor und hinter dem Zeichen ein Randteil vorgesehen ist, so dass die aneinander stossenden Randteile von auf einanderfolgenden Zeichen den Zwischenraum zwi schen diesen Zeichen ergeben. Was die Steuerung des Webevorganges angeht, so beschränkt sich die Wirkung einer Zeichenwalze (20) auf das Einweben des Zeichens selbst, während das Weben der Rand teile durch später beschriebene Mittel gesteuert wird. Da aber nach einer vollen Umdrehung einer Walze die den nächstfolgenden Zeichen entsprechende Walze wirksam wird, muss dafür gesorgt werden, dass diese volle Umdrehung nicht beendet ist, bevor der Randteil gewoben ist.
Zu diesem Zwecke sind die Reihen 24 unmittelbar vor und unmittelbar nach der Ruhelage jeder Walze leer, d. h. nicht mit Bolzen 22 versehen. Bei der Walze 20"' ist diejenige Reihe, welche in der dargestellten Ruhelage den Lamellen 25 gegenübersteht, mit 24a bezeichnet. Wie später beschrieben werden wird, entspricht jede Reihe 24 einem Schuss. Nimmt man nun an, die Randteile des der Walze 20"' zugeordneten Zeichens hätten eine Breite von je vier Schuss, so müssen demzufolge aus- ser der Ruhereihe 24a weiter sieben benachbarte Reihen leer, d. h. ohne Bolzen sein.
Abgesehen von diesen, den Webevorgang steuern den Bolzen 22 sind auf zwei weitern, in der Zeich nung auf den beiden vordersten Kränzen 23a und 23b Bolzen<I>22a</I> bzw.<I>22b</I> angeordnet, welchen an dere Funktionen zugedacht sind. Es betrifft dies den Fortschaltbolzen 22a und die Synchronisierungsbol- zen 22b.
Von diesen zusätzlichen Bolzen ist der Fort schaltbolzen 22a auf dem vordersten Kranz und der in der Umlaufrichtung (Pfeil D) in der der Ruhereihe 24a vorhergehenden Reihe 24 angeordnet, während die Synchronisierungsbolzen 22b je um vier Reihen 24 versetzt auf dem zweitvordersten Kranz 23b an geordnet sind.
Jedem der Kränze 23 einer jeden Walze ist eine Kontaktlamelle 25 und den Kränzen 23a bzw. 23b je eine Kontaktlamelle 25a bzw. 25b zugeordnet. Die als Abtastmittel dienenden Lamellen sind dabei in bezug auf die Walzen so angeordnet, dass wenn sie einem Bolzen 22, 22a oder 22b gegenüberstehen, eine elektrische Verbindung zwischen der betr. La melle und der Walze hergestellt wird. Eine solche Verbindung wird in der Folge als Bolzenkontakt be zeichnet werden.
Elektrisch sind alle den entsprechenden Kränzen zugeordneten Kontaktlamellen 25 miteinander und je mit einem Steuerrelais 47 verbunden. Über sche matisch angedeutete Verbindungsstellen 21 sind sämtliche Walzen an den positiven Pol einer Batterie 37 angeschlossen, so dass bei der Schliessung eines Bolzenkontaktes das positive Potential auf das betr. Relais 47 übertragen wird. Gleich wie die Lamellen 25 stehen auch alle Lamellen 25a einerseits und alle Lamellen 25b andrerseits miteinander in Verbindung, wobei die Lamellen 25a an je ein Kontaktstück des Relaiskontaktes 83a und 84b und die Lamellen 25b an das eine Kontaktstück des Synchronisierungs- kontaktes 85 angeschlossen sind.
Die schrittweise Verdrehung der Walzen ge schieht über einen, jeder Walze zugeordneten Fort- schaltmagnet 36. Jeder Fortschaltmagnet ist einer seits verbunden mit derjenigen Schiene 15, welche der betr. Walze des Fortschaltmagneten zugeordnet ist. Jede Schiene 16 steht ihrerseits in elektrischer Verbindung mit dem ihr entsprechenden Kontakt paar 5', 5", 5"' usw. des Suchers.
Vom Doppelkon takt 5a liegt die mittlere Lamelle an einer Steck tafel 92, und kann so durch das Einstecken eines Kontaktstöpsels in eine der drei Fassungen 92a wahl weise mit dem Fortschaltmagnet der einen oder an dern von drei nicht dargestellten Ziermusterwalzen verbunden werden, deren Bolzen so eingesetzt sind, dass durch die später erklärten Steuervorgänge ein Ziermuster gewoben wird. Eine weitere elektrische Verbindung besteht zwischen der den Ziermuster walzen zugeordneten Schiene 15 und der Stecktafel 92.
Die Zuleitungen zu den Fortschaltmagneten der Ziermusterwalzen sind mit 92b bezeichnet. Der An ker 40 des Fortschaltmagneten 36 bildet den einen Arm eines doppelschenkligen Klinkenhebels 41, der in 42 drehbar gelagert ist, unter Einfluss einer Feder 43 steht und an seinem freien Ende eine Klinke 44 trägt, welche mit einem auf der Achse der betr. Walze 20 befestigten Klinkenrad 45 zusammenarbei tet, wobei die Feder 43 den Klinkenhebel 41 gegen einen entsprechenden Anschlag 41a andrückt.
Dar aus ergibt sich, dass jedesmal, wenn ein Magnet 36 aufkommt, die zugeordnete Walze 20 um eine Zahn teilung des Klinkenrades verdreht wird, wobei der Verdrehwinkel so gewählt ist, dass nacheinander die axialen Reihen 24 von Steuerbolzen 22 in den Be reich der Kontaktstücke der Kontaktlamellen 25 ge langen. Wenn demnach die Walze eine volle Umdre hung ausgeführt hat, so wurden sämtliche Steuer bolzen durch die entsprechenden Kontaktlamellen 25 abgetastet.
Die Betätigungseinrichtung 46 für die Fachbil dung weist eine der Zahl der Bolzenkränze 23 ent sprechende Zahl von Steuerrelais 47 auf, deren Ma= gnete 47a, 47b usw. mit je einer Lamelle 25 einer jeden Walze verbunden sind. Der drehbar gelagerte und unter Einwirkung einer Feder 49 stehende An ker eines jeden Steuerrelais ist als Doppelhebel 48 ausgebildet, dessen einer Arm 48a unter der Ein wirkung einer Feder 49 steht, während der andere Arm 48b, dessen Ende zu einer Stützfläche 50 ab gebogen ist, als Magnetanker ausgebildet ist.
Ist das Steuerrelais 47 nicht erregt (in Fig. 4 gestrichelt), so befindet sich die Stützfläche 50 dank der Ein wirkung der Feder 49 in der Bahn einer senkrecht gleitbar geführten Suchnadel 51, deren oberes Ende als Öse ausgebildet ist, durch welche die in 52 ver- schwenkbar und verschiebbar gelagerte Stossnadel 53 hindurchtritt. Das freie Ende der Stossnadel 53 ruht auf einer Hebeschiene 54, welche, wie dies bei Web stühlen üblich ist, sich alternierend auf- und ab bewegt, welche Bewegung so auf die im Bereich eines an Stelle der üblichen Stosschiene tretenden,
aber wie diese durch bekannte Mittel senkrecht zu den Suchnadeln hin- und herbewegten Steuerprismas 55 angeordneten Stossnadeln übertragen wird. Das als Stosselement dienende Steuerprisma 55 ist als, neben der Hin- und Herbewegung, drehbare Walze von quadratischem Querschnitt ausgebildet und besitzt auf jeder Seitenfläche zwei Reihen von Durchbre- chungen 86.
Die gegenseitige Lage des Steuerprismas 55, der Stossnadeln 53 und der Hebeschiene 54 ist dabei so gewählt, dass die dem Steuerprisma zuge- wendeten Enden der Stossnadeln, je nachdem ob sich die ihnen zugeordnete Suchnadel 51 in ihrer oberen (in Fig. 4 gestrichelten) oder in ihrer unteren (in Fig. 4 ausgezogenen) Stellung befindet, in der Höhe der oberen oder der unteren Reihe von Durch brechungen 86 liegen.
Daraus ergibt sich, dass bei jeder Stossbewegung (in Fig. 4 nach rechts) des Steuerprismas 55 all diejenigen Stossnadeln 53 be wegt werden, deren dem Steuerprisma zugewendete Enden nicht in eine Durchbrechung 86 eintreten kön nen, und so durch die wirksame Seitenwand dieses Steuerprismas mitgenommen werden. Die Verteilung der Durchbrechungen in der unteren und oberen Reihe ist eine wechselweise, in dem Sinne, dass in der unteren Reihe überall da Durchbrechungen vor gesehen sind, wo solche in der oberen Reihe fehlen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Durch brechungen so angeordnet, dass jeweils auf eine kurze, nur einer Stossnadel zugeordnete Durchbre- chung in der oberen Reihe eine lange, drei weiteren Stossnadeln zugeordnete Durchbrechungen in der unteren Reihe kommt, so dass, wenn alle Relais 47 stromlos sind und somit sich alle Stossnadeln in der gestrichelt gezeichneten oberen Stellung befinden, die erste, fünfte, neunte usw.
Nadel bei einer Stossbewe- gung des Steuerprismas in Durchbrechungen der oberen Reihe eintreten, während die restlichen ge- stossen werden. Wie aus der nachfolgenden Erklä rung hervorgehen wird, hat dies zur Folge, dass da durch von einer Vierergruppe von aufeinanderfolgen den Kettfäden nur einer, nämlich der erste, angeho ben wird, während die andern drei aus der Mittel lage abgesenkt werden.
Das Steuerprisma ist vermittels eines Malteser kreuzantriebes um Schritte von 90o drehbar, wobei die Antriebsscheibe 88 über ein nicht dargestelltes Zwischentrieb von der Hauptsteuerwelle 89 her an getrieben wird, so dass nach jeder Viertelsdrehung die nächstfolgende Seitenfläche in die wirksame Stel lung gegenüber den Stossnadelenden gelangt.
Auf je der in der Drehrichtung (Pfeil E) folgenden Seiten fläche sind nun die Durchbrechungen um eine Tei lung oder ein Mehrfaches davon in Fig. 4 nach rechts versetzt, so dass bei der nächsten Stossbewegung des Steuerprismas nunmehr die zweite, sechste, zehnte usw. Stossnadel in eine Durchbrechung einer oberen Reihe gelangt und so nicht nach vorn geschoben wer den kann. Bei der nächsten Viertelsdrehung treten die dritte, siebente, elfte usw. Nadel in eine Durch brechung ein, bis mit der ersten Seitenfläche der Zy klus von neuem beginnt.
Die Durchbrechungen sind demnach so angeordnet, dass alle jeweils an einem Bindungsrapport teilnehmenden Stossnadeln pro volle Umdrehung des Steuerprismas einmal in eine Durchbrechung eintreten. Im Hinblick auf die er wähnte Wirkung auf die Kettfäden ergibt sich, dass durch eine solche Steuerung der Stossnadeln bei stromlosem Steuerrelais 47, d. h. ohne irgend welche Steuerimpulse der Steuerwalzen eine glatte Köper- bindung entsteht.
Durch entsprechend andere Ausgestaltung des Steuerprismas können natürlich auch andere Bindun gen erzeugt werden. Wählt man beispielsweise ein Steuerprisma mit einem regelmässigen Fünfeckquer- schnitt, verdreht es schrittweise um 72o und ordnet die Durchbrechungen einer Seitenfläche so an, dass auf je eine Fünfergruppe von Stossnadeln eine kurze in der oberen und eine vier weiteren Nadeln zuge ordnete lange Durchbrechung in der unteren Reihe liegen, so ergibt sich aus dem vorher beschriebenen Bewegungsablauf in analoger Weise eine Atlas bindung.
Die untern Durchbrechungen spielen im hier be sprochenen Zusammenhang, wo es darum geht, bei stromlosen Steuerrelais 47 ein bestimmtes Gewebe zu erhalten, keine Rolle. Sie dienen ausschliesslich dazu, um auf hier nicht weiter interessierende Weise zusammen mit den Steuerelais 47 jedes beliebige Muster weben zu können.
Das Steuerprisma besitzt weiter einen kreisring- sektorförmigen Nocken 90, in dessen Bahn ein Stift 91 einer federnden Kontaktlamelle des Synchronisie- rungskontaktes 85 erreicht, so dass dieser Kontakt jedesmal geschlossen wird, wenn der Nocken 90 in den Bereich des Stiftes 91 gelangt.
Die betreffende Kontaktlamelle bildet zusammen mit den Synchroni- sierungsbolzen 22b, den Walzen und den entspre chenden Lamellen 25b die Synchronisierungsmittel. Sie liegt über den irgend einer Abstellvorrichtung zuge ordneten Abstellmagneten 81 am negativen Pol der Batterie 37.
Wie erwähnt, bewegt sich das Steuerprisma 55 in Richtung der Achse der Stossnadeln 53 hin und her, so dass diejenigen Nadeln, welche nicht in eine Durchbrechung eintreten, wenn sich das Steuer prisma gegen den Haken 56 zu bewegt, vermittelst des Kopfes 52a gegen den einen Schenkel 56a des betr. Hakens 56 anstossen und so dessen oberes abgebo genes Ende 56c aus dem Bereich des Messers 57 bringen. Das freie Ende des anderen Hakenschenkels 56b ist ebenfalls umgebogen und liegt im Bereich des unteren Messers 58.
Wie üblich sind die Messer 57 und 58 in senkrechter Richtung zu einer Auf- und Abbewegung angetrieben, wobei das obere Messer sich von der dargestellten Mittellage nach der ge strichelten oberen Stellung und zurück bewegt, wäh rend das untere Messer 58 zwischen der Mittellage und einer unteren gestrichelten Stellung beweglich an geordnet ist. An jedem Haken 56 ist ein Chorfaden 59 und an diesem die Litze 60 befestigt, durch deren Schlaufe 60a der Kettfaden 61 durchgeführt ist.
Das freie Ende der Litze 60 ist über eine Feder 62 mit einem festen Gestellteil verbunden, so dass der Ha ken stets nach unten gezogen ist und nur durch die Aufwärtsbewegung der Messer entgegen der Wirkung der Feder 62 nach oben mitgenommen wird.
Ausser mit den Kontaktlamellen 25 sind die Re lais 47 mit dem Schalter 63 elektrisch verbunden, welcher ebenso wie die Schalter 38 und 64 durch ein Kontaktlamellenpaar gebildet wird. Die drei Kontakt- Lamellen liegen im Bereich einer auf der Hauptsteuer welle 89 sitzenden Nockenwalze 66, welche an ihrem Umfang drei in axialer Richtung gegeneinander ver setzte, radial hervorstehende Nocken 66a, 66b und 66e besitzt, in deren Bahn sich je eine der Lamellen jedes Schalters 38, 63 und 64 befinden, so dass wenn die Nocken 66a bis 66c gegen die betr. Lamellen anstossen, der entsprechende Schalter geschlossen wird. Im übrigen ergibt sich die elektrische Schaltung aus der Zeichnung.
Aus der beschriebenen Anordnung geht hervor, dass jeder Bolzenkranz 23 durch eine ihm zugeord nete Kontaktlamelle 25 abgetastet wird. Das Resultat der Abtastung hängt davon ab, ob in der abgetaste ten Reihe 24 ein der betr. Kontaktlamelle zugeord neter Steuerbolzen 22 eingesetzt ist oder nicht. Die Kontaktlamellen für entsprechende Bolzenkränze 23 der verschiedenen Walzen 20', 20", 20"'... sind mit- einander elektrisch verbunden.
Durch die Kontakte zwischen den je einem Bolzenkranz jeder Walze zu geordneten Kontaktlamellen und einem Steuerbolzen des betr. Kranzes wird über ein Relais 47 und einen Haken 56 ein Kettfaden 61 gesteuert, so dass, wie schon erwähnt, die Anzahl der Bolzenkränze der zum Einweben des betr. Zeichens notwendigen Anzahl von Kettfäden entspricht, während die Anzahl der Bolzenreihen 24 gleich der notwendigen Schusszahl ist.
Besteht die Aufgabe beispielsweise darin, in einem Handtuch die Buchstabenfolge EFG einzu weben, so werden in der Stecktafel Stecker 18', 18" und 18"' so eingesteckt, dass die erste Schiene (16') der Reihe 16 mit derjenigen Schiene (15') der Reihe 15 verbunden wird (Stecker 18'), welche ihrerseits mit dem Fortschaltmagnet derjenigen Walze (20') verbunden ist, die dem Buchstaben E entspricht. Zur Erleichterung der übersieht sind die 16er Schienen von links nach rechts entsprechend der Zeichenfolge fortlaufend numeriert, während die 15er Schienen von oben nach unten die Bezeichnung der betr.
Zei chen (E, F, G usw.) tragen. Die zweite Schiene 16" aus der Reihe 16 wird vermittels des nächsten Stek- kers 18" mit derjenigen Schiene (15") aus der Reihe 15 verbunden, die der F-Walze entspricht, die dritte (16") mit derjenigen (15 "' ), die der G-Walze ent spricht usw.
Nimmt man in bezug auf den Sucher die gezeichnete Lage als Ausgangslage an, so schliesst der Sucherarm 7 den Kontakt 5', so dass bei ge schlossenem Hauptschalter 39 und umlaufender Hauptsteuerwelle 89 und nachdem sich die Nocken walze 66 so weit verdreht hat, dass der Nocken 66b den Schalter 64 schliesst, der Fortschaltmagnet 36 der E-Walze 20"' einerseits über die Stecktafel 14, Kontaktpaar 5' und den Mantel der Trommel am 1-Pol, und andrerseits über den Schalter 64 am -Pol der Batterie 37 liegt. Der Magnet 36 kommt so auf und schaltet die E-Walze um eine Reihe 24 weiter.
Wie schon ausgeführt, befinden sich aber in den ersten vier Reihen keine Bolzen 22, ausser in der von der Ruhelage aus zweiten Reihe 24 der Syn- chronisierungsbolzen 22b. Mangels Bolzen 22 in die ser ersten Reihe kommt somit keiner der Steuermagnete 47 auf und sämtliche Suchnadeln 51 verbleiben in ihrer oberen Stellung (in Fig. 4 gestrichelt).
Das direkt durch die Hauptsteuerwelle 89 sowohl rotativ als auch translatorisch in der Richtung der Stossnadeln 53 hin und her angetriebene Steuerprisma 55 stösst nun in der beschriebenen Weise die drei letzten Stossnadeln je einer Vierergruppe nach vorn.
Sobald nun die Hauptsteuerwelle 89 sich so weit verdreht hat, dass der Nocken 66b die Öffnung des Schalters 64 zulässt, fällt der Fortschaltmagnet wie der ab, um bei einer Weiterdrehung der Hauptsteuer welle erneut die E-Walze 20"' um eine Reihe zu ver drehen, wobei die neue, sich nunmehr den Lamellen 25 gegenüberliegende Reihe 24 ebenfalls keine Bol zen besitzt.
Während dieser Zeit hat sich nun auch das Steuerprisma auf bekannte Weise in Fig. 4 nach links bewegt und gleichzeitig um 900 verdreht, so dass nunmehr die nächste Seitenfläche mit den um eine Teilung in Fig. 4 nach rechts verschobenen Durchbrechungen 86 den Stossnadeln 53 gegenüber steht. Wie vorher werden die Stossnadeln, nur aber mit Ausnahme der zweiten jeder Vierergruppe, wie der nach vom gestossen.
Die gleichen Bewegungen und Steuerfunktionen wiederholen sich, bis die E- Walze sich so weit verdreht hat, dass der Synchroni- sationsbolzen 22b mit seiner Lamelle 25b in Berüh rung kommt. Dies ist nach zwei Weiterschaltungen der Walze 20"' der Fall, während welcher Zeit das Steuerprisma sich ebenfalls um zwei Schritte ver dreht hat, wodurch der Kontaktstift 91 vom Nocken 90 freigegeben wurde, so dass der Synchronisierungs- kontakt 85 sich öffnet. Der Kreis des Abstellmagne- ten 81 bleibt so unterbrochen.
Nach der übernäch sten Verdrehung der Walze 20"' stehen nun die La mellen 25 einer mit Bolzen 22 versehenen Reihe 24 gegenüber, und der vordere Randteil des Buchsta bens E in der Form einer glatten Körperbindung ist fertiggestellt.
Es ist klar, dass der Synchronisierung der Be wegung der jeweiligen Walze 20 und derjenigen des Steuerprismas 55 eine grosse Bedeutung zukommt. Der Überwachung der Synchronisierung dienen einer seits die Synchronisierungsbolzen 22b und die ent sprechenden Kontaktlamellen 25b und andererseits der Nocken 90 und der Synchronisierungskontakt 85.
Aus dem Zentriwinkel des Nockens 90 von ca. 2700 ergibt sich, dass der Kontakt 85, während einer Hin- und Herbewegung des Steuerprismas offen und wäh rend drei solcher Bewegungen geschlossen ist. Die Synchronisierungsbolzen 22b sind, wie schon er wähnt, in jeder vierten Reihe 24 der Walze 20 an geordnet und zwar so, dass sie gerade dann mit ihrer Lamelle 25b in Berührung kommen, wenn der Kon takt 85 offen ist.
Solange diese Verhältnisse und da mit die Synchronisierung bestehen bleiben, ist der Kreis ;-Pol - Walze - Bolzen 22b - Lamelle 25b Kontakt 85 - Abstelimagnet 81 - -Pol stets offen.
Fallen die Verdrehunen der Walzen und des Steuer <B>t></B> prismas je ausser Tritt, so tritt früher oder später der Fall ein, wo der genannte Kreis geschlossen ist und der Abstellmagnet aufkommt. Dieser Magnet kann relaisartig die Abstellung des Webstuhles alternativ über Kupplung, Kettfadenwächter, Schussfadenwäch- ter, Antriebsstromkreis des Webstuhlmotors oder sonstige bekannte Abstellmechanismen bewirken.
Steht nun nach der vierten Weiterschaltung der Walze 20"' eine mit Bolzen 22 versehene Reihe 24 den Lamellen 25 gegenüber, so wird zwischen jedem Bolzen und der ihm zugeordneten Lamelle eine elek trische Verbindung hergestellt. Dies hat so lange keine weitere Bedeutung, bis die Nockenwalze 66 sich so weit verdreht hat, das der Nocken 66a den Schalter 63 schliesst, was bewirkt, dass überall da, wo ein Steuerbolzen 22 einer Kontaktlamelle 25 gegenübersteht, vom negativen Batteriepol aus über den Hauptschalter 39, den Schalter 63, die Wicklung des betr. Steuerrelais 47, die betr.
Kontaktlamelle 25, den betr. Bolzen 22, die Walze 20"' und zurück zum positiven Batteriepol der Stromkreis für die Magnete <I>47a, b ...</I> geschlossen wird. Die Verdrehung der Walze bewirkt demnach die Vorbereitung der Schal tung für die durch die Steuerrelais 47 auszulösende Bewegung, welche Schaltung erst dann vollständig ist, wenn die Nockenwalze 66 bzw. der Nocken 66a den Schalter 63 schliesst.
Das Aufkommen der Steuerrelais 47 hat zur Folge, dass denjenigen Suchnadeln 51 die Stützfläche 50 entzogen wird, welche den aufkommenden Relais entsprechen. Die übrigen Funktionen sind abgesehen vom Ersatz der Stosschiene durch das Steuerprisma 55 denjenigen der bekannten Einwebmaschinen gleich. Die Suchnadeln werden durch die Hebe schiene 54 auf- und abbewegt. Die Bewegungen zwi schen der Hebeschiene 54 und dem Steuerprisma 55 sind so koordiniert, dass sich das Steuerprisma 55 in der Zeichnung nach rechts bewegt, sobald die Hebeschiene sich im unteren Teil ihrer Bewegung befindet.
Diejenigen Suchnadeln, denen durch das Auf kommen ihres Relais 47 die Stützfläche 50 entzogen ist, senken sich der Hebeschiene 54 folgend aus dem Bereich der oberen Reihe von Durchbrechungen 86 in den Bereich der unteren Durchbrechungsreihe. Ob nun eine einer Suchnadel entsprechende Stossnadel durch das Steuerprisma vorgestossen wird oder nicht, hängt davon ab, ob das dem Steuerprisma zugewen dete Stossnadelende in eine Durchbrechung eintritt oder gegen eine Steuerprismaseitenwand ansteht, so bald die Stossbewegung dieses Steuerprismas einsetzt.
Daraus ergibt sich, dass die Anordnung der Bolzen 22 auf den Walzen 20 so gewählt werden muss, dass bei der gegebenen Anordnung der Durchbrechungen auf den Steuerprismaseitenwänden die gewünschte Bindung entsteht. Weiter ist aus dieser Abhängig keit der Bolzenanordnung von der Verteilung der Durchbrechungen ersichtlich, dass das gewünschte Resultat nur durch einen genau synchronisierten Um- lauf der Walzen und des Steuerprismas erreicht wer den kann.
Die Bewegung einer Stossnadel hat wie üblich zur Folge, dass der betr. Hakenschenkel 55a aus dem Bereich des Messers 57 verschwenkt wird (in Fig. 4 gestrichelt), so dass der betr. Haken die Auf wärtsbewegung dieses Messers nicht mitmacht und ausschliesslich dem Messer 58 von der Mittellage in die untere Lage folgt.
Sobald der Nocken 66a den Bereich der Kontakt lamellen des Schalters 63 verlassen hat, fallen die vorher erregten Steuerrelais 47 ab und deren Anker kehren unter Einfluss der Federn 49 in die gestrichelt gezeichnete Ausgangslage zurück.
Durch die Weiterverdrehung der Nockenwalze 66 wird nun der Schalter 64 wieder geschlossen, wo durch der Fortschaltmagnet 36 wieder aufkommt und die unter Spannung stehende E-Walze um den Winkelabstand zweier Bolzenreihen 24 verdreht, so dass nunmehr die nächstfolgende Steuerbolzenreihe zur Abtastung gelangt. Der Nocken 66a bewirkt dann erneut die Schliessung der Stromkreise der Steuerrelais 47, welche auf die bereits beschriebene Art und Weise die entsprechende Steuerung der Ha ken 56 und damit der Kettfäden 61 zur Folge hat.
Es gelingt demnach durch die aufeinanderfolgende Abtastung der Steuerbolzenreihen der durch den Wähler 14 ausgewählten und das Suchgerät 1 unter Spannung gesetzten Walze die Kettfäden so zu steuern, dass grundsätzlich jede beliebige Bindung hergestellt werden kann, insbesondere eine solche, die ein eingewobenes Zeichen erscheinen lässt. Sind auf die beschriebene Weise sämtliche Steuerbolzenreihen der E-Walze abgetastet, so stehen den Lamellen wie der nacheinander leere, d. h. bolzenfreie Reihen 24 gegenüber, und das Steuerprisma 55 steuert direkt und ohne Aufkommen der Relais 47 das Weben des zweiten Randteiles des Buchstabenfeldes E.
In der Reihe 24 vor der Ruhestellung befindet sich nun der Fortschaltbolzen 22a, der nunmehr mit der Lamelle 25a in Berührung kommt. Sobald nun durch die Verdrehung der Nockenwalze 66 der Nocken 66a den Schalter 63 schliesst, so kommt Re lais 82 über den Kreis : negativer Batteriepol Hauptschalter 39 - Schalter 63 - zweite Wicklung des Relais 82 - Kontakt 83a - Lamelle 25a - Fort schaltbolzen 22n. - Walze 20"' - positiver Batterie pol auf und schliesst die Kontakte 82a und 82b.
Bei einer weitern Verdrehung der Nockenwalze schliesst der Nocken 66c den Schalter 38 und zwar, wie aus den aus Fig. 4ca und<I>4b</I> ersichtlichen Zentriwinkeln dieser Nocken hervorgeht, ohne dass vorerst der Schalter 63 wieder geöffnet wird.
Der Schalter 38 schliesst nun den Kreis : negativer Batteriepol Hauptschalter 39 - Schalter 38 - Kontakt 82b erste Wicklung des Relais 82 - positiver Batteriepol, so dass das Relais 82 gehalten bleibt, auch wenn nunmehr der Schalter 63 sich öffnet, und der Nocken <I>66b</I> den Schalter 64 schliesst, wodurch einmal der Fortschaltmagnet 36 der E-Walze aufkommt und diese in die Ruhestellung verdreht.
Bei aufgekom menem Relais 82 hat aber die Schliessung des Schal ters 64 weiter das Aufkommen des Suchmagneten 12 über den Kreis: negativer Batteriepol - Hauptschal ter 39 - Schalter 64 - Kontakt 82a - Suchermagnet 12 - positiver Batteriepol zur Folge, was aber noch nicht die Verdrehung des Sucherarmes bewirkt, wel cher der gewählten Klinkenanordnung wegen erst beim Abfallen des Suchermagneten verschwenkt wird. Eine weitere Verdrehung der Hauptsteuerwelle 89 mit der Nockenwalze bringt die Nocken 66b und 66c gleichzeitig ausser Bereich der betr. Kontakt lamellen, so dass die Schalter 64 und 38 sich gemein sam öffnen.
Damit fällt das Relais 82 ab, der Su chermagnet 12 wird stromlos und der Sucherarm wird um den Winkel zweier benachbarter Kontakt lamellenpaare verschwenkt. Beim beschriebenen Aus führungsbeispiel schliesst der Sucherarm nun den Kontakt 5", wodurch die Schiene 16" und mit ihr durch den Stecker 18" die Schiene 15" aus der 15er Reihe unter Spannung gesetzt wird, so dass an Stelle des Fortschaltmagneten 36 der E-Walze nun der jenige der F-Walze unter Spannung kommt, so dass diese Walze angetrieben und abgetastet wird und entsprechend der Anordnung ihrer Bolzen die Haken 56 steuert.
Die beschriebenen Steuerungen wiederholen sich nun bis die in der Stecktafel 14 gesteckte Buchsta benfolge EFG gewoben ist, indem der Sucherarm 7 in der beschriebenen Weise in den betreffenden Buchstaben zugeordneten Walzen wirksam werden liess, wobei die Randteile der Buchstabenfelder ohne Relais-Steuerung mit Hilfe des Steuerprismas 55 ge woben werden.
Soll nun beispielsweise eine aus meh reren \Aorten bestehende Inschrift eingewoben wer den, so wird durch Einsetzen eines Steckers 18 die auf die Schiene 16 des letzten Buchstabens des ersten Wortes folgende Schiene 16 mit der einer Leerwalze (nicht dargestellt) zugeordneten Schiene 15 verbun den, so dass nach Beendigung des ersten Wortes diese Leerwalze wirksam wird.
Diese Leerwalze be sitzt ausser dem Fortschaltbolzen 22a und den Syn- chronisierungSbolzen 22b keine Bolzen 22, so dass die Steuerung der Stossnadeln gleich wie beim We ben der Randteile allein durch das Steuerprisma 55 übernommen wird. Sonst arbeitet die Leerwalze gleich wie irgend eine Zeichenwalze, wobei auch hier ihr Durchmesser, d. h. die Anzahl Reihen , der gewünschten Breite eines Leerfeldes angepasst wer den muss.
Es kann nun ein Bedürfnis bestehen, nach der eingewobenen Zeichenfolge ein Ziermuster zu we ben. Zu diesem Zwecke wird durch einen entspre chenden Stecker in der Stecktafel 14 das nächstfol gende Kontaktpaar 5 über eine Schiene 16 mit der den früher erwähnten Ziermusterwalzen zugeord neten Schiene 15 verbunden. Die betr. Schiene 15 ist an die Stecktafel 92 angeschlossen, von deren drei Fassungen 92n. jede mit dem Fortschaltmagneten einer Ziermusterwalze verbunden ist. Durch das Ein- führen eines Steckers in eine der Fassungen 92a kann somit die Verbindung der betr.
Schiene 15 mit dem Fortschaltmagneten einer der Ziermusterwalzen her gestellt werden. Es besteht so die Möglichkeit, aus einer Reihe von Ziermustern ein bestimmtes auszu wählen.
In der Umlaufrichtung des Sucherarmes 7 ist an letzter Stelle auf dem Umfang der Trommel 2 der Doppelkontakt 5a vorgesehen, durch dessen Schliessung durch den Sucherarm und nach dem Ein führen des erwähnten, nicht dargestellten Steckers in die Stecktafel 92 das positive Potential des Trom melmantels direkt auf den Fortschaltmagneten einer der drei Ziermusterwalzen gegeben wird, welche grundsätzlich gleich arbeiten wie die beschriebenen Zeichenwalzen 20. Daraus geht hervor, dass der Su cherarm der Reihe nach die Kontakte 5', 5"...
schliesst, wodurch die einzelnen Walzen wirksam werden. Ist die einzuwebende Zeichenfolge beendet, so sind die restlichen, noch nicht in Funktion getre tenen Schienen 16 durch entsprechendes Einstecken von Steckern mit der den Ziermusterwalzen entspre chenden Schiene zu verbinden. Sind alle diese Kon takte 5', 5"... der Reihe durch den Sucherarm be tätigt worden, so trifft dieser Sucherarm als letzten auf den Kontakt 5a, durch deren Schliessung eine direkte Verbindung zur Stecktafel 92 hergestellt wird.
Die Schliessung des Kontaktes<I>5a</I> hat weiter das Auf kommen des Relais 83 und damit die Öffnung des Kontaktes 83a zur Folge. Die im einzelnen später erklärte Wirkung des Aufkommens des Relais 83 be steht nun darin, dass die durch das Einstecken eines Steckers in eine der Fassungen 92a der Stecktafel 92 ausgewählte Ziermusterwalze beliebig.
viele Um drehungen ausführen kann, während bei der Speisung des Fortschaltmagneten über eine Schiene 16 der Sucherarm nach jeder vollen Umdrehung der Zier musterwalze weiterschaltet. Dieses stete Weiterschal ten ist auch der Grund dafür, dass wenn ein Zier muster gewoben werden will, bevor der Sucherarm sämtliche Kontaktpaare betätigt hat, durch das Ein führen von Steckern in die Tafel 92 das Weiter weben des Ziermusters veranlasst werden muss.
In Fig. 5 ist eine Abstell- und Messeinrichtung dargestellt, dank welcher die Trennstellen zwischen fortlaufend gewobenen Tüchern (z. B. Handtüchern) sowie die Lage der eingewobenen Beschriftung zwi schen diesen Trennstellen bestimmt werden können und welche es gestattet, nach einer gewissen Anzahl von Tüchern den Webstuhl selbsttätig abzustellen.
Die Abmesseinrichtung weist zwei koaxiale Trommeln 94 und 95 auf, von welchen die Trommel 95 fest auf der gemeinsamen, z. B. vom Kratzbaum des Webstuhles angetriebenen Achse sitzt, während die Trommel 94 nur durch eine vermittels der Schraube 96 regulierbaren Feder 97 gegen die Stirn fläche der ersten angedrückt ist und sowohl antriebs- mässig von der ersten Trommel mitgenommen wird, gegenüber dieser aber auch verdreht werden kann. Der Antrieb der Trommeln ist dabei so gewählt, dass einer vollen Umdrehung der Trommeln die Länge z. B. eines herzustellenden Handtuches entspricht.
Die Trommel 94 besitzt einen radial nach aussen ab stehenden Kontaktstift 98, welcher bei jeder Umdre hung dieser Trommel einmal den Doppelkontakt 99 schliesst. Die Schliessung des Kontaktes 99 bewirkt einmal das Aufkommen des Relais 100, nachdem dessen Wicklung einerseits am negativen Batteriepol liegt und andrerseits die innerste Lamelle des Dop pelkontaktes 99 mit dem positiven Batteriepol ver bunden ist.
Der am positiven Batteriepol liegende Anker 100a des Relais 100 ist nun so ausgebildet, dass er beim Aufkommen des Relais sämtliche La mellen 25 kurz schliesst und damit alle Relais 47 zum Aufkommen bringt. Dadurch verschwenken sich alle Stossnadeln in die untere Lage und es werden nur die unteren Reihen des Steuerprismas wirksam. Es entstehen so, solange der Kontakt 99 geschlossen ist, was der Weiterverdrehung der Trommel 94 we gen nicht lange dauert, Fehlbindungen, welche in der fertigen Stoffbahn sichtbar sind und Marken darstel len, bei welchen die Stoffbahn in einzelne z. B. Hand tücher geschnitten werden kann.
Sobald der Kontakt 99 sich wieder öffnet, fällt das Relais 100 wieder ab und der normale Webvorgang geht weiter.
Eine weitere Folge der Schliessung des Kontaktes 99 ist das Aufkommen des Zählrelais 75, dessen Anker als Klinkenhebel 74 ausgebildet ist und bei jedem Aufkommen des Zählrelais 75 das Klinkenrad 73 samt einem fest mit ihm verbundenen Zeiger 77 um eine Zahnteilung verdreht. Der Zeiger 77 läuft über eine Skala 76. Zu Beginn des Webvorganges wird der Zeiger auf die herzustellende Stückzahl z. B.
von Handtüchern eingestellt, wobei er sich auf die beschriebene Weise bei jeder der Länge eines Hand tuches entsprechenden Umdrehung der Trommel 94 auf die beschriebene Weise um eine der Zahnteilung gleiche Skalenteilung der in Fig. 5 dargestellten Null- lage nähert, in welcher ein am Klinkenrad 73 be festigter Kontaktbolzen 72 den Kontakt 79 schliesst. Dadurch kommt der Abstellmagnet 81 auf und legt den Webstuhl still.
Die Trommel 95 besitzt auf drei Kränzen ange ordnet einen Stift 101 sowie zwei Stiftpaare 102a und 102b bzw. 103a und 103b, wobei sowohl der Einzelstift als auch die beiden Stiftpaare je mit der einen Federlamelle von Kontakten 104 bzw. 105 bzw. 106 zusammenarbeiten. Die betr. Federlamellen liegen alle am positiven Batteriepol, während die Gegenlamellen dieser Kontakte zu einer Stecktafel 107 geführt sind und durch Einführen eines Steckers über die zweite Wicklung des Relais 84 an den ne gativen Batteriepol gelegt werden können. An den gegeneinander gerichteten Enden ihrer Mantelflächen ist die Trommel 95 mit einer Skala 108 und die Trommel 94 mit einer Marke 109 versehen.
Stösst der Stift 101 gegen die ihm zugeordnete Kontaktfederlamelle, was bei jeder Umdrehung der Trommel 95 einmal der Fall ist, und ist in Fig. 5 in der untersten Fassung der Steckdose 107 ein Stecker eingeführt, so kommt das Relais 84 über den Kreis positiver Batteriepol - Stecktafel 107 - zweite Wick lung des Relais 84 - negativer Batteriepol auf und schliesst die Kontakte 84a und 84b. Der Kontakt 84a ist ein Selbsthaltekontakt für das Relais 84.
Der Sinn der Anordnung dieses Selbsthaltekontaktes ist, das Relais 84 mit Sicherheit so lange unter Strom zu halten, dass ein Fortschaltbolzen der Ziermusterwalze wirksam wird, unbekümmert darum, ob der Kontakt 104 so lange geschlossen bleibt.
Die Schliessung des Kontaktes 84b bewirkt bei geschlossenem Schalter 63, bei geöffnetem Kontakt 83a und wenn ein Fort schaltbolzen 22a mit seiner Lamelle 25a in Berüh rung kommt, das Aufkommen des Relais 82 über den Kreis : negativer Batteriepol - Hauptschalter 39 - Schalter 63 - zweite Wicklung des Relais 82 Kontakt 84b - Lamelle 25a - Fortschaltbolzen 22a Walze 20"' - positiver Batteriepol. Dies hat aber, wie schon früher erwähnt, zur Folge, dass bei ge schlossenem Schalter 38 der Suchmagnet 12 aufkom men und der Sucherarm 7 verdreht werden kann.
Das Schliessen des Kontaktes 104 hat demnach zur Folge, dass wenn eine Ziermusterwalze wirksam und , demzufolge durch das Aufkommen des Relais 83 der Kontakt 83a geöffnet ist, d. h. eine Fortschaltung des Suchers durch einen Fortschaltbolzen nicht ein treten kann, diese Fortschaltung über Relais 84 nun mehr eingeleitet und mit der Namenseinwebung be gonnen wird.
Um nun die einzuwebende Zeichenfolge in die Mitte des Handtuches, d. h. in die Mitte zwischen zwei durch den Stift 98 veranlasste Schnittmarken bringen zu können, ist es notwendig, die Möglichkeit zu haben, je nach der Länge dieser Zeichenfolge die relative Stellung der Stifte 98 und 101, d. h. der Trommeln 94 und 95 zu ändern. Diese Möglichkeit schafft die Verdrehbarkeit der Trommel 94 gegen über der Trommel 95, wobei das Mass dieser relati ven Verdrehung der beiden Trommeln vermittels der Marke 109 auf der Skala 108 festgestellt werden kann. Es ist dabei zweckmässig, eine tabellarische Übersicht aufzustellen, aus welcher bei gegebenen Stücklängen und gegebener Zahl der einzuwebenden Zeichen der Skalenwert der Verstellung ablesbar ist.
Die Stifte 102a und 102b des zweiten sowie 103a und 103b des dritten Kranzes bestimmen, wie der Stift 101, ebenfalls den Beginn der Zeicheneinwe- bung und zwar in Fällen, wo, im Gegensatz zum Stift 101, vermittels dessen nur ein einmaliges Einweben pro Stücklänge möglich war, die Zeichenfolge zwei mal eingewoben werden soll. Die Stifte 102a und 102b sind um 180o gegeneinander versetzt, so dass die Zeichenfolge in regelmässigen Abständen einge woben wird.
Die Stifte 103a und 103b hingegen sind um einen von 180^ verschiedenen Winkel gegenein ander versetzt, so dass der Abstand zwischen der ersten und zweiten Zeichenfolge ein kleinerer ist als derjenige zwischen der zweiten und dritten Zeichen folge. Diese letzte Anordnung ist bei relativ kurzen Zeichenfolgen zweckmässig, welche z. B. auf einem Handtuch gegen die Stückmitte zueinander genähert sind.
Rein elektrisch haben alle Stifte die gleiche Wir kung, nämlich den Beginn der Zeicheneinwebung einzuleiten. Je nachdem pro Stücklänge eine einzige Zeichenfolge oder zwei regelmässig verteilte Zei chenfolgen, oder schliesslich zwei unregelmässig ver teilte Zeichenfolgen eingewoben werden sollen, wird ein Stecker in der Stecktafel 107 in der untersten, der mittleren oder der obersten Fassung eingesteckt.
Aus diesem konstruktiven Aufbau ergibt sich, dass anstelle der zeitraubenden Locharbeit der bis her verwendeten Lochkarten es genügt, durch ent sprechende Verbindung der Schiene 15', 15" usw. und 16', 16" usw., d. h. durch entsprechendes Ein setzen der Stecker 18', 18" usw., die gewünschten Schablonenträger (Mustervorrichtungen) in einer wählbaren Reihenfolge wirksam werden zu lassen. Der dadurch erzielte Zeitgewinn ist derart wesent lich, dass es sich im Gegensatz zu den bekannten Einrichtungen nunmehr auch lohnt, kleinere Stück zahlen von beschrifteten Webarbeiten herzustellen.
Es ist selbstverständlich, dass die Mustervorrich tungen auch anders als in Form von Walzen ausge bildet sein können. So wäre es auch denkbar, an Stelle der Walzen eine Papierrolle oder eine end lose Metallfolie mit Durchbrechungen oder eine Scheibe mit Bolzen zu verwenden, wobei die Durch brechungen bzw. Bolzen in Längs- und Querreihen angeordnet wären und in beschriebener Weise von mit den Steuerrelais elektrisch verbundenen Mitteln abgetastet würden.