CH360950A - Einrichtung an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen - Google Patents

Einrichtung an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen

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CH360950A
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Heinz Dipl Ing Horak
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Textil Apparatefabrik Ag Huttw
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Publication of CH360950A publication Critical patent/CH360950A/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/20Electrically-operated jacquards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


      Einrichtung    an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrich  tung an einem Webstuhl zum Einweben von Zei  chenfolgen nach dem Patentanspruch des Haupt  patentes, bei welcher die Mustervorrichtungen in  Längs- und     Querreihen    angeordnete Steuermittel und  je einer Querreihe von Steuermitteln zugeordnete       Abtastmittel    besitzen, wobei die     Abtastmittel    von  entsprechenden Querreihen jeder Mustervorrichtung  miteinander und mit der Wicklung eines die einem       Kettfaden    zugeordnete Stossnadel im Bereiche eines  Stosselementes steuernden Steuerrelais elektrisch ver  bunden sind.  



  Bei der Ausführungsform wie sie im Hauptpatent  dargestellt und beschrieben ist, ist das Stosselement  als Stosschiene ausgebildet, wie dies im allgemeinen  bei Webstühlen üblich ist. Es hat sich nun gezeigt,  dass durch eine andere Ausbildung dieses     Stoss-          elementes    sowohl eine Vereinfachung und     Verbilli-          gung    der Einrichtung als auch eine Vermehrung der  mit der Einrichtung webbaren Bindungen erzielt wer  den kann.  



  Die     erfindungsgemässe    Einrichtung ist dadurch  gekennzeichnet, dass das Stosselement als Steuer  prisma ausgebildet ist, dessen Querschnitt ein gleich  seitiges Vieleck ist, dessen Seitenzahl gleich dem  Rapport der bei unwirksamen Mustervorrichtungen  entstehenden Bindung ist.  



  In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausfüh  rungsform des     Erfindungsgegenstandes    dargestellt,  und zwar zeigen       Fig.    1 ein Zusammensetzungsschema für die in  den     Fig.    2-5 dargestellten Vorrichtungen ;       Fig.    2 eine schematische Darstellung des Such  gerätes und des Wählers ;       Fig.    2a einen Schnitt nach der Linie     X-X    in       Fig.    2 ;         Fig.    3 eine schematische Darstellung der Muster  vorrichtungen ;

         Fig.    4 eine schematische Darstellung     einzelner     Teile der Webmaschine sowie der     dazu    gehörenden       Kettfaden-Steuervorrichtung    ;       Fig.    4a eine Ansicht einer     Nockenwalze    ;       Fig.    4b eine Draufsicht auf die     Nockenwalze     unter Weglassung der     Kontaktfedern,    und       Fig.    5 eine schematische Darstellung einer     Ab-          mess-    und     Abstellvorrichtung.     



  Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungs  beispiel der     erfindungsgemässen    Einrichtung besitzt  ein Suchgerät 1, von welchem nur die zum Verständ  nis der Erfindung notwendigen Teile zeichnerisch  dargestellt sind. Solche Teile sind eine Trommel 2  mit einem elektrisch leitenden Mantel 3, auf dessen  Aussenseite Y axial verlaufende Kontaktlamellen  paare 4 an ihrem     einen    Ende befestigt     sind,    wobei  die Länge der Kontaktlamellen so bemessen ist, dass  diese mit ihren freien Enden bis über die eine     Stirn-          fläche    der Trommel 2 hinausreichen.  



  Die Anzahl Y entspricht der Höchstzahl von  Zeichen     einer    Zeichenfolge, wobei die Zeichen Buch  staben, Zahlen oder Satzzeichen sein können. Die  Anzahl Y kann, je nach dem besonderen Verwen  dungszweck der Einrichtung, grundsätzlich beliebig  gewählt werden. Die freien Enden der Lamellen  jedes Paares 4 sind mit gegeneinander gerichteten  Kontaktstücken versehen, welche zusammen     Y-Kon-          takte    5', 5", 5"' usw. bilden.     All    diese Kontakte, von  denen in der Zeichnung nur drei dargestellt     sind,     sind rund um die Trommel 2 angeordnet.

   Auf die  gleiche Weise sind auf der Trommelaussenseite drei  einen     Doppelkontakt    5a bildende Lamellen 4a vor  gesehen und zwar als     letzte    in der Bewegungsrichtung  (Pfeil B) des zusammen mit einer Rolle 7a fest mit  der Trommelachse verbundenen Sucherarmes 7. Die      Länge des Sucherarmes und der Durchmesser der  Rolle sind dabei so bemessen, dass der betr. Kontakt  geschlossen wird, wenn der Arm radial gegen ein       Kontaktlamellenpaar    bzw. gegen die     drei    Lamellen       4a    gerichtet ist.

   Weiter ist auf der Achse 6 ein Klin  kenrad 8 befestigt, welches     mit    einer federnden       Klinke    9     zusammenarbeitet,    wobei der Klinkenarm  10 als ein in 11 drehbar gelagerter Doppelhebel aus  gebildet ist, dessen anderes Ende dem Suchermagne  ten 12 als Anker 13 dient. Unter Einwirkung der  Feder     10a    stützt sich der Klinkenarm 10 gegen den  Anschlag 10b ab. Kommt der Suchermagnet 12 auf,  so schleift die Klinke 9 über den vorderen Zahn des  Klinkenrades 8 bis in die vordere Zahnlücke, wäh  rend nach dem Abfallen des Suchermagneten die Fe  der     lOa    den Klinkenarm 10 wieder in die gezeichnete  Ruhelage bewegt, so dass das Klinkenrad in Rich  tung des Pfeiles B um eine Zahnteilung verdreht  wird.

   Die Abmessungen sind dabei so gewählt, dass  nach jedem Abfallen des Suchermagneten 12 die  Trommel 2 um einen solchen Winkel in Richtung des  Pfeiles B verdreht wird, der dem Winkelabstand  zwischen zwei     benachbarten    Kontakten entspricht,  so dass nach jedem Abfallen des Suchermagneten 12  der folgende Kontakt 5", 5"' usw. bzw. die Kontakte       5c!    geschlossen werden.  



  Die Kontakte 5', 5", 5"' sind einzeln mit Kon  taktstücken eines Wählers 14 verbunden, der im vor  liegenden Ausführungsbeispiel als Stecktafel ausge  bildet ist, ebenso gut aber die Form irgend eines  Wählers haben könnte, wie sie aus der Schwach  stromindustrie bekannt sind (z. B. Scheibenwähler  usw.). Die Stecktafel 14 besteht im     wesentlichen    aus  zwei senkrecht zueinander und im Abstand überein  ander angeordneten Reihen von parallelen, elektrisch  leitenden Schienen. In der Zeichnung sind die beiden  Reihen mit 15 und 16 bezeichnet. Die Zahl der  Schienen 16 entspricht der Zahl der Kontakte 5', 5",  5"'...

   (Y) und die Zahl der Schienen 15 der Anzahl  Zeichen, die für die     Einwebung    überhaupt in Frage  kommen (Alphabet,     evtl.    Zahlen, Satzzeichen usw.)  vermehrt um zwei. Von diesen beiden zusätzlichen  Schienen 15 ist auf später beschriebene Weise die  eine einer     Leerwalze    und die andere Zierwalzen zu  geordnet.  



  Die Schienen 16 sind mit je einem Kontakt des  Suchgerätes 1 elektrisch verbunden, d. h. die Schiene  16' mit dem Kontakt 5', die Schiene 16" mit dem  Kontakt 5", die Schiene 16"' mit dem Kontakt 5"'  usw. An den Kreuzungsstellen der Schienen 15', 15"  ... der obern und der Schienen 16', 16"... der untern  Reihen sind sämtliche Schienen mit Bohrungen 17  versehen, in welche zum Zwecke der elektrischen  Verbindung einer Schiene der oberen Reihe mit einer  solchen der untern Reihe Stecker 18', 18", 18<B>'</B> ein  gesetzt werden können. Die dadurch erreichten elek  trischen Verbindungen sind beispielsweise solche  zwischen den Schienen 16' und 15', 16" und 15"  sowie 16"' und 15"'.

      Das     Schablonengerät    19 besitzt als Mustervor  richtungen eine Reihe von je einem     einzuwebenden     Zeichen zugeordnete Walzen 20', 20", 20"'. Da jede       Walze,    abgesehen von an späterer Stelle behandelten  Unterschieden, gleich aufgebaut ist, beschränkt sich  die zeichnerische Darstellung der Einzelheiten auf  eine der Walzen, die Walze 20"'. Die diesbezüglichen  Ausführungen gelten aber auch für alle anderen.  Jede Walze ist elektrisch leitend und besitzt über  ihre Mantelfläche hinausragende, radial abstehende,  leitende und als Steuermittel dienende     Bolzen    22.

    Diese Bolzen 22 sind auf dem     Walzenmantel    in  Längs- und Querreihen angeordnet, wobei im dar  gestellten Ausführungsbeispiel die Querreihen 23  durch senkrecht zur Walzenachse liegende Kränze  und die Längsreihen 24 durch zur     Walzenachse     parallele Reihen gebildet werden. Aus den später  folgenden Erläuterungen wird sich ergeben, dass, ab  gesehen von zwei noch zu behandelnden Ausnahmen,  jeder Kranz einer Walze einem     Kettfaden    entspricht  und so viele Längsreihen vorgesehen sind, als     zum     Einweben des betr. Zeichens Schüsse notwendig sind.

    Die     Bolzen    sind auf den Walzen derart angeordnet  und auf den Kränzen so verteilt, dass wenn sie in  eine bestimmte Stellung gelangen, pro Schuss die  ihnen zugeordneten     Kettfäden    in eine Lage gebracht  werden, die eine dem einzuwebenden Zeichen entspre  chende Bindung entstehen lässt. Auf später beschrie  bene Weise löst eine volle Umdrehung einer Walze  20 sämtliche Steuervorgänge für das Einweben eines  Zeichens aus, wobei nach erfolgter voller Umdre  hung, wie später erläutert werden wird, die dem fol  genden Zeichen zugeordnete Walze in Umlauf ver  setzt wird.

   Damit nun die Zeichen in einem richtigen  Zwischenraum voneinander eingewoben werden,  einem Zwischenraum, der nicht     zwischen    allen Zei  chen derselbe ist und dessen Bestimmung sich nach  ästhetischen Belangen richtet,     darf    die     Einwebung     eines folgenden Zeichens nicht beginnen, bevor die  ser Zwischenraum gewoben ist. Im beschriebenen  Ausführungsbeispiel ist jedem Zeichen ein Feld zu  geordnet, welches aus der durch das Zeichen selbst  eingenommenen Fläche und beidseitig dieses Zei  chens aus je einer Leerfläche (Randteil) besteht,  deren     Grösse    dem betr. Zeichen angepasst ist. Das  gesamte Zeichenfeld besitzt demnach eine je nach  dem betr.

   Zeichen verschieden grosse Fläche, in  deren Mitte das Zeichen angeordnet ist, wobei vor  und hinter dem Zeichen ein Randteil vorgesehen ist,  so dass die aneinander stossenden Randteile von auf  einanderfolgenden Zeichen den Zwischenraum zwi  schen diesen Zeichen ergeben. Was die Steuerung  des     Webevorganges    angeht, so beschränkt sich die  Wirkung einer Zeichenwalze (20) auf das Einweben  des Zeichens selbst, während das Weben der Rand  teile durch später beschriebene Mittel gesteuert wird.  Da aber nach einer vollen Umdrehung einer     Walze     die den nächstfolgenden Zeichen entsprechende       Walze    wirksam wird, muss dafür gesorgt werden,  dass diese volle Umdrehung nicht beendet ist, bevor      der Randteil gewoben ist.

   Zu diesem Zwecke sind  die Reihen 24 unmittelbar vor und unmittelbar nach  der Ruhelage jeder     Walze    leer, d. h. nicht mit Bolzen  22 versehen. Bei der Walze 20"' ist diejenige Reihe,  welche in der dargestellten Ruhelage den Lamellen  25 gegenübersteht, mit 24a bezeichnet. Wie später  beschrieben werden wird, entspricht jede Reihe 24  einem Schuss. Nimmt man nun an, die Randteile des  der Walze 20"' zugeordneten Zeichens hätten eine  Breite von je vier Schuss, so müssen demzufolge     aus-          ser    der Ruhereihe 24a weiter sieben benachbarte  Reihen leer, d. h. ohne Bolzen sein.  



  Abgesehen von diesen, den     Webevorgang    steuern  den Bolzen 22 sind auf zwei weitern, in der Zeich  nung auf den beiden vordersten Kränzen 23a und  23b Bolzen<I>22a</I> bzw.<I>22b</I> angeordnet, welchen an  dere Funktionen zugedacht sind. Es betrifft dies den       Fortschaltbolzen    22a und die     Synchronisierungsbol-          zen    22b.  



  Von diesen zusätzlichen Bolzen ist der Fort  schaltbolzen 22a auf dem vordersten Kranz und der  in der     Umlaufrichtung    (Pfeil D) in der der Ruhereihe  24a vorhergehenden Reihe 24 angeordnet, während  die     Synchronisierungsbolzen    22b je um vier Reihen  24 versetzt auf dem zweitvordersten Kranz 23b an  geordnet sind.  



  Jedem der Kränze 23 einer jeden Walze ist eine  Kontaktlamelle 25 und den Kränzen 23a bzw. 23b  je eine Kontaktlamelle 25a bzw. 25b zugeordnet.  Die als     Abtastmittel    dienenden Lamellen sind dabei  in bezug auf die Walzen so angeordnet, dass wenn  sie einem Bolzen 22, 22a oder 22b gegenüberstehen,  eine elektrische Verbindung zwischen der betr. La  melle und der Walze hergestellt wird. Eine solche  Verbindung wird in der Folge als     Bolzenkontakt    be  zeichnet werden.  



  Elektrisch sind alle den entsprechenden Kränzen  zugeordneten Kontaktlamellen 25 miteinander und  je mit einem Steuerrelais 47 verbunden. Über sche  matisch angedeutete Verbindungsstellen 21 sind  sämtliche Walzen an den positiven Pol einer Batterie  37 angeschlossen, so dass bei der Schliessung eines       Bolzenkontaktes    das positive Potential auf das betr.  Relais 47 übertragen wird. Gleich wie die Lamellen  25 stehen auch alle Lamellen 25a einerseits und alle  Lamellen 25b andrerseits miteinander in Verbindung,  wobei die Lamellen 25a an je ein Kontaktstück des  Relaiskontaktes 83a und 84b und die Lamellen 25b  an das eine Kontaktstück des     Synchronisierungs-          kontaktes    85 angeschlossen sind.  



  Die schrittweise Verdrehung der Walzen ge  schieht über einen, jeder Walze zugeordneten     Fort-          schaltmagnet    36. Jeder     Fortschaltmagnet    ist einer  seits verbunden mit derjenigen Schiene 15, welche  der betr. Walze des     Fortschaltmagneten    zugeordnet  ist. Jede Schiene 16 steht ihrerseits in     elektrischer     Verbindung mit dem ihr entsprechenden Kontakt  paar 5', 5", 5"' usw. des Suchers.

   Vom Doppelkon  takt     5a    liegt die mittlere Lamelle an einer Steck  tafel 92, und kann so durch das Einstecken eines    Kontaktstöpsels in eine der drei Fassungen 92a wahl  weise mit dem     Fortschaltmagnet    der     einen    oder an  dern von drei nicht dargestellten     Ziermusterwalzen     verbunden werden, deren     Bolzen    so eingesetzt sind,  dass durch die später erklärten Steuervorgänge     ein     Ziermuster gewoben wird. Eine weitere elektrische  Verbindung besteht zwischen der den Ziermuster  walzen zugeordneten Schiene 15 und der Stecktafel  92.

   Die Zuleitungen zu den     Fortschaltmagneten    der       Ziermusterwalzen    sind mit 92b bezeichnet. Der An  ker 40 des     Fortschaltmagneten    36 bildet den einen  Arm eines     doppelschenkligen    Klinkenhebels 41, der  in 42 drehbar gelagert ist, unter Einfluss einer Feder  43 steht und an seinem freien Ende eine Klinke 44  trägt, welche mit einem auf der Achse der betr.  Walze 20 befestigten Klinkenrad 45 zusammenarbei  tet, wobei die Feder 43 den Klinkenhebel 41 gegen  einen entsprechenden Anschlag 41a andrückt.

   Dar  aus ergibt sich, dass jedesmal, wenn ein Magnet 36  aufkommt, die zugeordnete Walze 20 um eine Zahn  teilung des Klinkenrades verdreht wird, wobei der       Verdrehwinkel    so gewählt ist, dass nacheinander die  axialen Reihen 24 von Steuerbolzen 22 in den Be  reich der Kontaktstücke der Kontaktlamellen 25 ge  langen. Wenn demnach die Walze eine volle Umdre  hung ausgeführt hat, so wurden sämtliche Steuer  bolzen durch die entsprechenden Kontaktlamellen 25  abgetastet.  



  Die Betätigungseinrichtung 46 für die Fachbil  dung weist eine der Zahl der     Bolzenkränze    23 ent  sprechende Zahl von Steuerrelais 47 auf, deren Ma=       gnete    47a, 47b usw. mit je einer Lamelle 25 einer  jeden     Walze    verbunden sind. Der drehbar gelagerte  und unter Einwirkung einer Feder 49 stehende An  ker eines jeden Steuerrelais ist als Doppelhebel 48  ausgebildet, dessen einer Arm 48a unter der Ein  wirkung einer Feder 49 steht, während der andere  Arm 48b, dessen Ende zu einer Stützfläche 50 ab  gebogen ist, als Magnetanker ausgebildet ist.

   Ist das  Steuerrelais 47 nicht erregt (in     Fig.    4 gestrichelt),  so befindet sich die Stützfläche 50 dank der Ein  wirkung der Feder 49 in der Bahn einer senkrecht       gleitbar    geführten Suchnadel 51, deren oberes Ende  als Öse ausgebildet ist, durch welche die in 52     ver-          schwenkbar    und verschiebbar gelagerte Stossnadel 53       hindurchtritt.    Das freie Ende der Stossnadel 53 ruht  auf einer Hebeschiene 54, welche, wie dies bei Web  stühlen üblich ist, sich alternierend auf- und ab  bewegt, welche Bewegung so auf die im Bereich     eines     an Stelle der üblichen Stosschiene tretenden,

   aber  wie diese durch bekannte Mittel senkrecht zu den  Suchnadeln hin- und herbewegten Steuerprismas 55  angeordneten Stossnadeln übertragen wird. Das als  Stosselement dienende Steuerprisma 55 ist als, neben  der Hin- und     Herbewegung,    drehbare Walze von  quadratischem Querschnitt ausgebildet und besitzt  auf jeder     Seitenfläche    zwei Reihen von     Durchbre-          chungen    86.

   Die gegenseitige Lage des     Steuerprismas     55, der     Stossnadeln    53 und der Hebeschiene 54 ist  dabei so gewählt, dass die dem     Steuerprisma    zuge-      wendeten Enden der     Stossnadeln,    je nachdem ob  sich die ihnen     zugeordnete    Suchnadel 51 in ihrer  oberen (in     Fig.    4 gestrichelten) oder in ihrer unteren  (in     Fig.    4 ausgezogenen) Stellung befindet, in der  Höhe der oberen oder der unteren Reihe von Durch  brechungen 86 liegen.

   Daraus ergibt sich, dass bei  jeder     Stossbewegung    (in     Fig.    4 nach rechts) des  Steuerprismas 55 all diejenigen     Stossnadeln    53 be  wegt werden, deren dem     Steuerprisma    zugewendete  Enden nicht in eine     Durchbrechung    86 eintreten kön  nen, und so durch die wirksame Seitenwand dieses  Steuerprismas mitgenommen werden. Die Verteilung  der     Durchbrechungen    in der unteren und oberen  Reihe ist eine wechselweise, in dem     Sinne,    dass     in     der unteren Reihe überall da     Durchbrechungen    vor  gesehen sind, wo solche in der oberen Reihe fehlen.

    Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Durch  brechungen so angeordnet, dass jeweils auf eine  kurze, nur einer Stossnadel zugeordnete     Durchbre-          chung    in der oberen Reihe eine lange, drei weiteren  Stossnadeln     zugeordnete        Durchbrechungen    in der  unteren Reihe kommt, so dass, wenn alle Relais 47  stromlos sind und somit sich alle Stossnadeln in der  gestrichelt gezeichneten oberen Stellung befinden, die  erste, fünfte, neunte usw.

   Nadel bei einer     Stossbewe-          gung    des Steuerprismas in     Durchbrechungen    der  oberen Reihe eintreten, während die restlichen     ge-          stossen    werden. Wie aus der nachfolgenden Erklä  rung hervorgehen wird, hat dies zur Folge, dass da  durch von einer     Vierergruppe    von aufeinanderfolgen  den     Kettfäden    nur einer, nämlich der erste, angeho  ben wird, während die andern drei aus der Mittel  lage abgesenkt werden.  



  Das Steuerprisma ist vermittels eines Malteser  kreuzantriebes um Schritte von     90o    drehbar, wobei  die Antriebsscheibe 88 über ein nicht dargestelltes  Zwischentrieb von der     Hauptsteuerwelle    89 her an  getrieben wird, so dass nach jeder     Viertelsdrehung     die nächstfolgende Seitenfläche in die wirksame Stel  lung gegenüber den     Stossnadelenden    gelangt.

   Auf je  der in der Drehrichtung     (Pfeil    E) folgenden Seiten  fläche sind nun die     Durchbrechungen    um eine Tei  lung oder ein Mehrfaches davon in     Fig.    4 nach rechts       versetzt,    so dass bei der nächsten Stossbewegung des  Steuerprismas nunmehr die zweite, sechste, zehnte  usw. Stossnadel in eine     Durchbrechung    einer oberen  Reihe gelangt und so nicht nach vorn geschoben wer  den kann. Bei der nächsten     Viertelsdrehung    treten  die dritte, siebente, elfte usw. Nadel in eine Durch  brechung ein, bis mit der ersten     Seitenfläche    der Zy  klus von neuem beginnt.

   Die     Durchbrechungen    sind  demnach so angeordnet, dass alle jeweils an einem  Bindungsrapport teilnehmenden     Stossnadeln    pro  volle Umdrehung des Steuerprismas einmal in eine       Durchbrechung    eintreten. Im Hinblick auf die er  wähnte Wirkung auf die     Kettfäden    ergibt sich, dass  durch eine solche Steuerung der     Stossnadeln    bei       stromlosem    Steuerrelais 47, d. h. ohne irgend welche  Steuerimpulse der     Steuerwalzen    eine glatte     Köper-          bindung    entsteht.

      Durch entsprechend andere Ausgestaltung des  Steuerprismas     können    natürlich auch andere Bindun  gen erzeugt werden. Wählt man beispielsweise ein  Steuerprisma mit einem regelmässigen     Fünfeckquer-          schnitt,    verdreht es schrittweise um     72o    und ordnet  die     Durchbrechungen    einer     Seitenfläche    so an, dass  auf je eine Fünfergruppe von Stossnadeln eine kurze  in der oberen und eine vier weiteren Nadeln zuge  ordnete lange     Durchbrechung    in der unteren Reihe  liegen, so ergibt sich aus dem vorher beschriebenen  Bewegungsablauf in analoger Weise eine Atlas  bindung.  



  Die untern     Durchbrechungen    spielen im hier be  sprochenen Zusammenhang, wo es darum geht, bei  stromlosen Steuerrelais 47 ein bestimmtes Gewebe  zu erhalten, keine Rolle. Sie dienen ausschliesslich  dazu, um auf hier nicht weiter interessierende Weise  zusammen mit den     Steuerelais    47 jedes beliebige  Muster weben zu können.  



  Das Steuerprisma besitzt weiter einen     kreisring-          sektorförmigen    Nocken 90, in dessen Bahn ein Stift  91 einer federnden Kontaktlamelle des     Synchronisie-          rungskontaktes    85 erreicht, so dass dieser Kontakt  jedesmal geschlossen wird, wenn der Nocken 90 in  den Bereich des     Stiftes    91 gelangt.

   Die betreffende  Kontaktlamelle bildet zusammen mit den     Synchroni-          sierungsbolzen    22b, den     Walzen    und den entspre  chenden Lamellen 25b die     Synchronisierungsmittel.    Sie  liegt über den irgend einer     Abstellvorrichtung    zuge  ordneten     Abstellmagneten    81 am negativen Pol der  Batterie 37.  



  Wie erwähnt, bewegt sich das Steuerprisma 55 in  Richtung der Achse der Stossnadeln 53 hin und her,  so dass diejenigen Nadeln, welche nicht in eine       Durchbrechung    eintreten, wenn sich das Steuer  prisma gegen den Haken 56 zu bewegt, vermittelst des  Kopfes 52a gegen den einen Schenkel     56a    des betr.  Hakens 56 anstossen und so dessen oberes abgebo  genes Ende 56c aus dem Bereich des Messers 57  bringen. Das freie Ende des anderen Hakenschenkels  56b ist ebenfalls umgebogen und liegt im Bereich des  unteren Messers 58.

   Wie üblich sind die Messer 57  und 58 in senkrechter Richtung zu einer Auf- und       Abbewegung    angetrieben, wobei das obere Messer  sich von der dargestellten Mittellage nach der ge  strichelten oberen Stellung und     zurück    bewegt, wäh  rend das untere Messer 58     zwischen    der Mittellage  und einer unteren gestrichelten Stellung beweglich an  geordnet ist. An jedem Haken 56 ist ein     Chorfaden     59 und an diesem die Litze 60 befestigt, durch deren  Schlaufe 60a der     Kettfaden    61     durchgeführt    ist.

   Das  freie Ende der Litze 60 ist über eine Feder 62 mit  einem festen     Gestellteil    verbunden, so dass der Ha  ken stets nach unten gezogen ist und nur durch die  Aufwärtsbewegung der Messer entgegen der Wirkung  der Feder 62 nach oben     mitgenommen    wird.  



  Ausser mit den Kontaktlamellen 25 sind die Re  lais 47 mit dem Schalter 63 elektrisch verbunden,  welcher ebenso wie die Schalter 38 und 64 durch ein       Kontaktlamellenpaar    gebildet wird. Die drei Kontakt-      Lamellen liegen im Bereich einer auf der Hauptsteuer  welle 89 sitzenden     Nockenwalze    66, welche an ihrem  Umfang drei in     axialer    Richtung gegeneinander ver  setzte, radial hervorstehende Nocken 66a, 66b und       66e    besitzt, in deren Bahn sich je eine der Lamellen  jedes Schalters 38, 63 und 64 befinden, so dass wenn  die Nocken 66a bis 66c gegen die betr. Lamellen  anstossen, der entsprechende Schalter geschlossen  wird. Im übrigen ergibt sich die elektrische Schaltung  aus der Zeichnung.  



  Aus der beschriebenen Anordnung geht hervor,  dass jeder     Bolzenkranz    23 durch eine ihm zugeord  nete Kontaktlamelle 25 abgetastet wird. Das Resultat  der     Abtastung    hängt davon ab, ob in der abgetaste  ten Reihe 24 ein der betr. Kontaktlamelle zugeord  neter Steuerbolzen 22 eingesetzt ist oder nicht. Die  Kontaktlamellen für entsprechende     Bolzenkränze    23  der verschiedenen     Walzen    20', 20", 20"'...     sind        mit-          einander    elektrisch verbunden.

   Durch die     Kontakte     zwischen den je einem     Bolzenkranz    jeder     Walze    zu  geordneten Kontaktlamellen und einem     Steuerbolzen     des betr. Kranzes wird über ein Relais 47 und einen  Haken 56 ein     Kettfaden    61 gesteuert, so dass, wie  schon erwähnt, die Anzahl der     Bolzenkränze    der zum  Einweben des betr. Zeichens notwendigen Anzahl  von     Kettfäden    entspricht, während die Anzahl der       Bolzenreihen    24 gleich der notwendigen Schusszahl  ist.  



  Besteht die Aufgabe beispielsweise darin, in  einem Handtuch die Buchstabenfolge     EFG    einzu  weben, so werden in der Stecktafel Stecker 18', 18"  und 18"' so eingesteckt, dass die erste Schiene (16')  der Reihe 16 mit derjenigen Schiene (15') der Reihe  15 verbunden wird (Stecker 18'), welche ihrerseits  mit dem     Fortschaltmagnet    derjenigen     Walze    (20')  verbunden ist, die dem Buchstaben E entspricht. Zur       Erleichterung    der übersieht     sind    die     16er    Schienen  von links nach rechts entsprechend der Zeichenfolge  fortlaufend numeriert, während die     15er    Schienen  von oben nach unten die     Bezeichnung    der betr.

   Zei  chen (E, F, G usw.) tragen. Die     zweite    Schiene 16"  aus der Reihe 16 wird vermittels des nächsten     Stek-          kers    18" mit derjenigen Schiene (15") aus der Reihe  15 verbunden, die der     F-Walze    entspricht, die dritte  (16") mit derjenigen (15 "' ), die der     G-Walze    ent  spricht usw.

   Nimmt man in bezug auf den Sucher  die gezeichnete Lage als Ausgangslage an, so schliesst  der Sucherarm 7 den Kontakt 5', so dass bei ge  schlossenem Hauptschalter 39 und umlaufender       Hauptsteuerwelle    89 und nachdem sich die Nocken  walze 66 so weit verdreht hat, dass der Nocken 66b  den Schalter 64 schliesst, der     Fortschaltmagnet    36  der     E-Walze    20"' einerseits über die Stecktafel 14,  Kontaktpaar 5' und den Mantel der Trommel am       1-Pol,    und andrerseits über den Schalter 64 am  -Pol der Batterie 37 liegt. Der Magnet 36 kommt  so auf und schaltet die     E-Walze    um eine Reihe 24  weiter.

   Wie schon     ausgeführt,    befinden sich aber in  den ersten vier Reihen     keine        Bolzen    22, ausser in der  von der Ruhelage aus zweiten Reihe 24 der Syn-         chronisierungsbolzen    22b. Mangels     Bolzen    22 in die  ser ersten Reihe kommt somit keiner der Steuermagnete  47 auf und     sämtliche        Suchnadeln    51 verbleiben in ihrer  oberen Stellung (in     Fig.    4 gestrichelt).

   Das direkt  durch die     Hauptsteuerwelle    89 sowohl     rotativ    als  auch     translatorisch    in der Richtung der     Stossnadeln     53 hin und her angetriebene     Steuerprisma    55 stösst  nun in der beschriebenen Weise die drei letzten  Stossnadeln je einer Vierergruppe nach vorn.  



  Sobald nun die     Hauptsteuerwelle    89 sich so weit  verdreht hat, dass der Nocken 66b die Öffnung des  Schalters 64 zulässt, fällt der     Fortschaltmagnet    wie  der ab, um bei einer Weiterdrehung der Hauptsteuer  welle erneut die     E-Walze    20"' um     eine    Reihe zu ver  drehen, wobei die neue, sich nunmehr den Lamellen  25 gegenüberliegende Reihe 24 ebenfalls keine Bol  zen besitzt.

   Während dieser Zeit hat sich nun auch  das Steuerprisma auf     bekannte    Weise     in        Fig.    4 nach  links bewegt und gleichzeitig um 900 verdreht, so  dass nunmehr die nächste Seitenfläche mit den um  eine     Teilung    in     Fig.    4 nach rechts verschobenen       Durchbrechungen    86 den     Stossnadeln    53 gegenüber  steht. Wie vorher werden die     Stossnadeln,    nur aber  mit Ausnahme der zweiten jeder     Vierergruppe,    wie  der nach vom gestossen.

   Die gleichen Bewegungen  und Steuerfunktionen wiederholen sich, bis die     E-          Walze    sich so weit verdreht hat, dass der     Synchroni-          sationsbolzen    22b mit seiner Lamelle 25b in Berüh  rung kommt. Dies ist nach zwei Weiterschaltungen  der Walze 20"' der Fall,     während    welcher Zeit das       Steuerprisma    sich ebenfalls um zwei Schritte ver  dreht hat, wodurch der Kontaktstift 91 vom Nocken  90 freigegeben wurde, so dass der     Synchronisierungs-          kontakt    85 sich öffnet. Der Kreis des     Abstellmagne-          ten    81 bleibt so unterbrochen.

   Nach der übernäch  sten Verdrehung der     Walze    20"' stehen nun die La  mellen 25 einer     mit        Bolzen    22 versehenen Reihe 24  gegenüber, und der vordere Randteil des Buchsta  bens E in der Form einer glatten Körperbindung ist  fertiggestellt.  



  Es ist klar, dass der Synchronisierung der Be  wegung der jeweiligen     Walze    20 und     derjenigen    des       Steuerprismas    55 eine grosse Bedeutung zukommt.  Der Überwachung der     Synchronisierung    dienen einer  seits die     Synchronisierungsbolzen    22b und die ent  sprechenden Kontaktlamellen 25b und andererseits  der Nocken 90 und der     Synchronisierungskontakt    85.

    Aus dem     Zentriwinkel    des Nockens 90 von ca. 2700  ergibt sich, dass der Kontakt 85, während einer     Hin-          und        Herbewegung    des     Steuerprismas    offen und wäh  rend drei solcher Bewegungen geschlossen ist. Die       Synchronisierungsbolzen    22b sind, wie schon er  wähnt,     in    jeder vierten Reihe 24 der     Walze    20 an  geordnet und zwar so, dass sie gerade dann mit ihrer  Lamelle 25b in     Berührung    kommen, wenn der Kon  takt 85 offen ist.

   Solange diese     Verhältnisse    und da  mit die     Synchronisierung    bestehen bleiben, ist der  Kreis     ;-Pol    -     Walze    - Bolzen 22b - Lamelle 25b   Kontakt 85 -     Abstelimagnet    81 - -Pol stets offen.

    Fallen die Verdrehunen der Walzen und des Steuer  <B>t></B>           prismas    je ausser Tritt, so tritt früher oder später der  Fall ein, wo der genannte Kreis geschlossen ist und  der     Abstellmagnet        aufkommt.    Dieser Magnet kann  relaisartig die Abstellung des Webstuhles     alternativ     über Kupplung,     Kettfadenwächter,        Schussfadenwäch-          ter,    Antriebsstromkreis des     Webstuhlmotors    oder  sonstige bekannte     Abstellmechanismen    bewirken.  



  Steht nun nach der vierten Weiterschaltung der       Walze    20"' eine mit     Bolzen    22 versehene Reihe 24  den Lamellen 25 gegenüber, so wird zwischen jedem       Bolzen    und der ihm     zugeordneten    Lamelle eine elek  trische Verbindung hergestellt. Dies hat so lange  keine weitere Bedeutung, bis die     Nockenwalze    66  sich so weit verdreht hat, das der Nocken 66a den  Schalter 63 schliesst, was bewirkt, dass überall da,  wo ein     Steuerbolzen    22 einer Kontaktlamelle 25  gegenübersteht, vom negativen Batteriepol aus über  den Hauptschalter 39, den Schalter 63, die Wicklung  des betr. Steuerrelais 47, die betr.

   Kontaktlamelle 25,  den betr.     Bolzen    22, die     Walze    20"' und     zurück    zum  positiven Batteriepol der Stromkreis für die Magnete  <I>47a, b ...</I> geschlossen wird. Die     Verdrehung    der       Walze    bewirkt demnach die Vorbereitung der Schal  tung für die durch die Steuerrelais 47 auszulösende  Bewegung, welche Schaltung erst dann vollständig ist,  wenn die     Nockenwalze    66 bzw. der Nocken 66a den  Schalter 63 schliesst.  



  Das Aufkommen der Steuerrelais 47 hat zur  Folge, dass denjenigen Suchnadeln 51 die Stützfläche  50 entzogen wird, welche den aufkommenden Relais  entsprechen. Die übrigen Funktionen sind abgesehen  vom Ersatz der Stosschiene durch das Steuerprisma  55 denjenigen der bekannten     Einwebmaschinen     gleich. Die Suchnadeln werden durch die Hebe  schiene 54 auf- und     abbewegt.    Die Bewegungen zwi  schen der Hebeschiene 54 und dem Steuerprisma 55  sind so     koordiniert,    dass sich das Steuerprisma 55  in der     Zeichnung    nach rechts bewegt, sobald die  Hebeschiene sich im unteren Teil ihrer Bewegung  befindet.  



  Diejenigen Suchnadeln, denen durch das Auf  kommen ihres     Relais    47 die     Stützfläche    50 entzogen  ist, senken sich der Hebeschiene 54 folgend aus dem  Bereich der oberen Reihe von     Durchbrechungen    86  in den Bereich der unteren     Durchbrechungsreihe.    Ob  nun eine einer Suchnadel entsprechende Stossnadel  durch das Steuerprisma vorgestossen wird oder nicht,  hängt davon ab, ob das dem Steuerprisma zugewen  dete     Stossnadelende    in eine     Durchbrechung    eintritt  oder gegen eine     Steuerprismaseitenwand    ansteht, so  bald die     Stossbewegung    dieses Steuerprismas einsetzt.

    Daraus ergibt sich, dass die Anordnung der     Bolzen     22 auf den Walzen 20 so     gewählt    werden muss, dass  bei der gegebenen Anordnung der     Durchbrechungen     auf den     Steuerprismaseitenwänden    die gewünschte       Bindung    entsteht. Weiter ist aus dieser Abhängig  keit der     Bolzenanordnung    von der Verteilung der       Durchbrechungen        ersichtlich,    dass das gewünschte  Resultat nur durch einen genau synchronisierten Um-    lauf der     Walzen    und des Steuerprismas erreicht wer  den kann.  



  Die Bewegung einer Stossnadel hat wie üblich  zur Folge, dass der betr. Hakenschenkel 55a aus  dem Bereich des Messers 57     verschwenkt    wird (in       Fig.    4 gestrichelt), so dass der betr. Haken die Auf  wärtsbewegung dieses Messers nicht mitmacht und  ausschliesslich dem Messer 58 von der Mittellage in  die untere Lage folgt.  



  Sobald der Nocken     66a    den Bereich der Kontakt  lamellen des Schalters 63 verlassen hat, fallen die  vorher erregten Steuerrelais 47 ab und deren Anker  kehren unter     Einfluss    der Federn 49 in die gestrichelt  gezeichnete Ausgangslage zurück.  



  Durch die Weiterverdrehung der     Nockenwalze     66 wird nun der Schalter 64 wieder geschlossen, wo  durch der     Fortschaltmagnet    36 wieder aufkommt  und die unter Spannung stehende     E-Walze    um den  Winkelabstand zweier     Bolzenreihen    24 verdreht, so  dass nunmehr die nächstfolgende     Steuerbolzenreihe     zur     Abtastung    gelangt. Der Nocken 66a bewirkt  dann erneut die     Schliessung    der Stromkreise der  Steuerrelais 47, welche auf die bereits beschriebene  Art und Weise die entsprechende Steuerung der Ha  ken 56 und damit der     Kettfäden    61 zur Folge hat.

    Es gelingt demnach durch die aufeinanderfolgende       Abtastung    der     Steuerbolzenreihen    der durch den  Wähler 14 ausgewählten und das Suchgerät 1 unter  Spannung gesetzten Walze die     Kettfäden    so zu  steuern, dass grundsätzlich jede beliebige Bindung  hergestellt werden kann, insbesondere eine solche, die  ein eingewobenes Zeichen erscheinen lässt. Sind auf  die beschriebene Weise sämtliche     Steuerbolzenreihen     der     E-Walze    abgetastet, so stehen den Lamellen wie  der nacheinander leere, d. h.     bolzenfreie    Reihen 24  gegenüber, und das Steuerprisma 55 steuert direkt  und ohne Aufkommen der Relais 47 das Weben des  zweiten Randteiles des Buchstabenfeldes E.  



  In der Reihe 24 vor der Ruhestellung befindet  sich nun der     Fortschaltbolzen    22a, der nunmehr mit  der Lamelle     25a    in Berührung kommt. Sobald nun  durch die Verdrehung der     Nockenwalze    66 der  Nocken     66a    den Schalter 63 schliesst, so kommt Re  lais 82 über den Kreis : negativer Batteriepol   Hauptschalter 39 - Schalter 63 - zweite Wicklung  des Relais 82 - Kontakt     83a    - Lamelle     25a    - Fort  schaltbolzen     22n.    - Walze 20"' - positiver Batterie  pol auf und schliesst die Kontakte     82a    und 82b.

   Bei  einer weitern Verdrehung der     Nockenwalze    schliesst  der Nocken 66c den Schalter 38 und     zwar,    wie aus  den aus     Fig.        4ca    und<I>4b</I> ersichtlichen     Zentriwinkeln     dieser Nocken hervorgeht, ohne dass vorerst der  Schalter 63 wieder geöffnet wird.

   Der Schalter 38  schliesst nun den Kreis : negativer Batteriepol   Hauptschalter 39 - Schalter 38 - Kontakt 82b   erste Wicklung des Relais 82 - positiver Batteriepol,  so dass das Relais 82 gehalten bleibt, auch wenn  nunmehr der Schalter 63 sich öffnet, und der Nocken  <I>66b</I> den Schalter 64 schliesst, wodurch einmal der       Fortschaltmagnet    36 der     E-Walze    aufkommt und      diese in die Ruhestellung verdreht.

   Bei aufgekom  menem Relais 82 hat aber die Schliessung des Schal  ters 64 weiter das Aufkommen des     Suchmagneten    12  über den Kreis: negativer Batteriepol - Hauptschal  ter 39 - Schalter 64 - Kontakt     82a    - Suchermagnet  12 - positiver Batteriepol zur Folge, was aber noch  nicht die Verdrehung des Sucherarmes bewirkt, wel  cher der gewählten Klinkenanordnung wegen erst  beim Abfallen des Suchermagneten     verschwenkt     wird. Eine weitere Verdrehung der     Hauptsteuerwelle     89 mit der     Nockenwalze    bringt die Nocken 66b und  66c gleichzeitig ausser Bereich der betr. Kontakt  lamellen, so dass die Schalter 64 und 38 sich gemein  sam öffnen.

   Damit fällt das Relais 82 ab, der Su  chermagnet 12 wird stromlos und der     Sucherarm     wird um den Winkel zweier benachbarter Kontakt  lamellenpaare     verschwenkt.    Beim beschriebenen Aus  führungsbeispiel schliesst der Sucherarm nun den  Kontakt 5", wodurch die     Schiene    16" und mit ihr  durch den Stecker 18" die Schiene 15" aus der     15er     Reihe unter Spannung gesetzt wird, so     dass    an Stelle  des     Fortschaltmagneten    36 der     E-Walze    nun der  jenige der F-Walze unter Spannung kommt, so dass  diese Walze angetrieben und abgetastet wird und  entsprechend der Anordnung ihrer Bolzen die Haken  56 steuert.  



  Die beschriebenen     Steuerungen    wiederholen sich  nun bis die in der Stecktafel 14 gesteckte Buchsta  benfolge     EFG    gewoben ist, indem der Sucherarm 7  in der beschriebenen Weise in den betreffenden  Buchstaben     zugeordneten    Walzen wirksam werden  liess, wobei die     Randteile    der Buchstabenfelder ohne       Relais-Steuerung    mit     Hilfe    des Steuerprismas 55 ge  woben werden.

   Soll nun beispielsweise eine aus meh  reren     \Aorten    bestehende Inschrift eingewoben wer  den, so wird durch Einsetzen eines Steckers 18 die  auf die Schiene 16 des letzten Buchstabens des ersten  Wortes folgende Schiene 16 mit der einer Leerwalze  (nicht dargestellt) zugeordneten Schiene 15 verbun  den, so dass nach Beendigung des ersten Wortes  diese     Leerwalze    wirksam wird.

   Diese     Leerwalze    be  sitzt ausser dem     Fortschaltbolzen        22a    und den     Syn-          chronisierungSbolzen    22b keine     Bolzen    22, so dass  die Steuerung der Stossnadeln gleich wie beim We  ben der Randteile allein durch das Steuerprisma 55  übernommen wird. Sonst arbeitet die     Leerwalze     gleich wie irgend eine     Zeichenwalze,    wobei auch hier  ihr Durchmesser, d. h. die Anzahl   Reihen  , der  gewünschten Breite eines     Leerfeldes    angepasst wer  den muss.  



  Es kann nun ein Bedürfnis bestehen, nach der  eingewobenen Zeichenfolge ein Ziermuster zu we  ben. Zu diesem Zwecke wird durch einen entspre  chenden Stecker in der Stecktafel 14 das nächstfol  gende Kontaktpaar 5 über     eine    Schiene 16 mit der  den früher erwähnten     Ziermusterwalzen    zugeord  neten Schiene 15 verbunden. Die betr. Schiene 15  ist an die Stecktafel 92 angeschlossen, von deren drei  Fassungen     92n.    jede mit dem     Fortschaltmagneten     einer     Ziermusterwalze    verbunden ist. Durch das Ein-    führen eines Steckers in eine der Fassungen 92a     kann     somit die Verbindung der betr.

   Schiene 15     mit    dem       Fortschaltmagneten    einer der     Ziermusterwalzen    her  gestellt werden. Es besteht so die Möglichkeit, aus  einer Reihe von     Ziermustern    ein bestimmtes auszu  wählen.

   In der Umlaufrichtung des     Sucherarmes    7  ist an letzter Stelle auf dem Umfang der Trommel 2  der Doppelkontakt 5a vorgesehen, durch dessen  Schliessung durch den Sucherarm und nach dem Ein  führen des     erwähnten,    nicht dargestellten Steckers  in die Stecktafel 92 das positive Potential des Trom  melmantels direkt auf den     Fortschaltmagneten        einer     der drei     Ziermusterwalzen    gegeben wird, welche  grundsätzlich gleich arbeiten wie die     beschriebenen          Zeichenwalzen    20. Daraus geht     hervor,    dass der Su  cherarm der Reihe nach die Kontakte 5', 5"...

    schliesst, wodurch die     einzelnen        Walzen    wirksam  werden. Ist die einzuwebende Zeichenfolge beendet,  so sind die restlichen, noch nicht in Funktion getre  tenen Schienen 16 durch entsprechendes     Einstecken     von Steckern mit der den     Ziermusterwalzen    entspre  chenden Schiene zu verbinden. Sind     alle    diese Kon  takte 5', 5"... der Reihe durch den Sucherarm be  tätigt worden, so     trifft    dieser Sucherarm als letzten  auf den Kontakt     5a,    durch deren     Schliessung    eine  direkte     Verbindung    zur Stecktafel 92 hergestellt wird.

    Die     Schliessung    des Kontaktes<I>5a</I> hat weiter das Auf  kommen des Relais 83 und damit die Öffnung des  Kontaktes     83a    zur Folge. Die im     einzelnen    später       erklärte    Wirkung des Aufkommens des Relais 83 be  steht nun darin, dass die durch das Einstecken     eines     Steckers in eine der Fassungen 92a der Stecktafel  92 ausgewählte     Ziermusterwalze    beliebig.

   viele Um  drehungen ausführen     kann,    während bei der Speisung  des     Fortschaltmagneten    über eine Schiene 16 der  Sucherarm nach jeder vollen Umdrehung der Zier  musterwalze     weiterschaltet.    Dieses stete Weiterschal  ten ist auch der Grund dafür, dass wenn     ein    Zier  muster gewoben werden will, bevor der Sucherarm  sämtliche Kontaktpaare betätigt hat, durch das Ein  führen von     Steckern    in die Tafel 92 das Weiter  weben des Ziermusters     veranlasst    werden muss.  



  In     Fig.    5 ist eine     Abstell-    und     Messeinrichtung     dargestellt, dank welcher die Trennstellen zwischen  fortlaufend gewobenen     Tüchern    (z. B. Handtüchern)  sowie die Lage der eingewobenen Beschriftung zwi  schen diesen Trennstellen     bestimmt    werden können  und welche es gestattet, nach einer gewissen Anzahl  von     Tüchern    den Webstuhl selbsttätig abzustellen.  



  Die     Abmesseinrichtung    weist zwei     koaxiale     Trommeln 94 und 95 auf, von welchen die Trommel  95 fest auf der gemeinsamen, z. B. vom     Kratzbaum     des Webstuhles angetriebenen Achse sitzt, während  die Trommel 94 nur durch eine vermittels der  Schraube 96 regulierbaren Feder 97 gegen die Stirn  fläche der ersten angedrückt ist und sowohl     antriebs-          mässig    von der ersten Trommel mitgenommen wird,  gegenüber dieser aber auch verdreht werden kann.  Der Antrieb der Trommeln ist dabei so gewählt, dass  einer vollen Umdrehung der     Trommeln    die Länge      z. B. eines herzustellenden Handtuches entspricht.

    Die Trommel 94 besitzt einen radial nach aussen ab  stehenden Kontaktstift 98, welcher bei jeder Umdre  hung dieser Trommel einmal den Doppelkontakt 99  schliesst. Die Schliessung des Kontaktes 99 bewirkt       einmal    das     Aufkommen    des Relais 100, nachdem  dessen Wicklung einerseits am negativen Batteriepol  liegt und andrerseits die innerste Lamelle des Dop  pelkontaktes 99 mit dem positiven Batteriepol ver  bunden ist.

   Der am positiven Batteriepol liegende  Anker 100a des Relais 100 ist nun so ausgebildet,  dass er beim Aufkommen des Relais sämtliche La  mellen 25 kurz schliesst und damit alle Relais 47       zum    Aufkommen     bringt.    Dadurch     verschwenken    sich  alle Stossnadeln in die untere Lage und es werden  nur die unteren Reihen des Steuerprismas wirksam.  Es entstehen so, solange der Kontakt 99 geschlossen  ist, was der Weiterverdrehung der Trommel 94 we  gen nicht lange dauert, Fehlbindungen, welche in der       fertigen    Stoffbahn sichtbar sind und Marken darstel  len, bei welchen die Stoffbahn in     einzelne    z. B. Hand  tücher geschnitten werden kann.

   Sobald der Kontakt  99 sich wieder öffnet, fällt das Relais 100 wieder ab  und der normale Webvorgang geht weiter.  



  Eine weitere Folge der     Schliessung    des Kontaktes  99 ist das Aufkommen des Zählrelais 75, dessen  Anker als     Klinkenhebel    74 ausgebildet ist und bei  jedem Aufkommen des     Zählrelais    75 das Klinkenrad  73 samt einem fest mit ihm verbundenen Zeiger 77  um eine Zahnteilung verdreht. Der Zeiger 77 läuft  über eine Skala 76. Zu Beginn des Webvorganges  wird der Zeiger auf die herzustellende Stückzahl z. B.

    von Handtüchern eingestellt, wobei er sich auf die  beschriebene Weise bei jeder der Länge eines Hand  tuches entsprechenden Umdrehung der Trommel 94  auf die beschriebene Weise um eine der Zahnteilung       gleiche    Skalenteilung der in     Fig.    5 dargestellten     Null-          lage    nähert, in welcher ein am     Klinkenrad    73 be  festigter     Kontaktbolzen    72 den Kontakt 79 schliesst.  Dadurch kommt der     Abstellmagnet    81 auf und legt  den Webstuhl still.  



  Die Trommel 95 besitzt auf drei Kränzen ange  ordnet einen Stift 101 sowie zwei Stiftpaare 102a  und 102b bzw. 103a und 103b, wobei sowohl der  Einzelstift als auch die beiden Stiftpaare je mit der  einen Federlamelle von Kontakten 104 bzw. 105  bzw. 106 zusammenarbeiten. Die betr. Federlamellen  liegen alle am positiven Batteriepol,     während    die  Gegenlamellen dieser Kontakte zu einer Stecktafel  107 geführt sind und durch Einführen eines Steckers  über die zweite Wicklung des Relais 84 an den ne  gativen Batteriepol gelegt werden     können.    An den  gegeneinander gerichteten Enden ihrer     Mantelflächen     ist die Trommel 95 mit einer Skala 108 und die  Trommel 94 mit einer Marke 109 versehen.  



  Stösst der     Stift    101 gegen die ihm zugeordnete       Kontaktfederlamelle,    was bei jeder Umdrehung der  Trommel 95     einmal    der Fall ist, und ist in     Fig.    5 in  der untersten Fassung der Steckdose 107 ein Stecker         eingeführt,    so kommt das Relais 84 über den Kreis  positiver Batteriepol - Stecktafel 107 - zweite Wick  lung des Relais 84 - negativer Batteriepol auf und  schliesst die Kontakte 84a und 84b. Der Kontakt 84a  ist ein     Selbsthaltekontakt    für das Relais 84.

   Der Sinn  der Anordnung dieses     Selbsthaltekontaktes    ist, das  Relais 84 mit Sicherheit so lange unter Strom zu  halten, dass ein     Fortschaltbolzen    der     Ziermusterwalze     wirksam wird,     unbekümmert    darum, ob der Kontakt  104 so lange geschlossen bleibt.

   Die Schliessung des  Kontaktes 84b bewirkt bei geschlossenem Schalter  63, bei geöffnetem Kontakt 83a und     wenn    ein Fort  schaltbolzen 22a mit     seiner    Lamelle 25a in Berüh  rung kommt, das     Aufkommen    des Relais 82 über  den Kreis : negativer Batteriepol - Hauptschalter 39  - Schalter 63 - zweite Wicklung des Relais 82   Kontakt 84b - Lamelle 25a -     Fortschaltbolzen    22a   Walze 20"' - positiver Batteriepol. Dies hat aber,  wie schon früher erwähnt, zur Folge, dass bei ge  schlossenem Schalter 38 der Suchmagnet 12 aufkom  men und der Sucherarm 7 verdreht werden kann.

    Das Schliessen des Kontaktes 104 hat demnach zur  Folge, dass wenn eine     Ziermusterwalze    wirksam und ,  demzufolge durch das     Aufkommen    des Relais 83 der  Kontakt 83a geöffnet ist, d. h. eine     Fortschaltung     des Suchers durch einen     Fortschaltbolzen    nicht ein  treten kann, diese     Fortschaltung    über Relais 84 nun  mehr eingeleitet und mit der     Namenseinwebung    be  gonnen wird.  



  Um nun die einzuwebende Zeichenfolge in die  Mitte des Handtuches, d. h. in die Mitte zwischen  zwei durch den Stift 98 veranlasste Schnittmarken  bringen zu können, ist es notwendig, die Möglichkeit  zu haben, je nach der Länge dieser Zeichenfolge die  relative Stellung der Stifte 98 und 101, d. h. der  Trommeln 94 und 95 zu ändern. Diese Möglichkeit  schafft die     Verdrehbarkeit    der Trommel 94 gegen  über der Trommel 95, wobei das Mass dieser relati  ven Verdrehung der beiden Trommeln vermittels der  Marke 109 auf der Skala 108 festgestellt werden  kann. Es ist dabei zweckmässig, eine tabellarische  Übersicht aufzustellen, aus welcher bei gegebenen  Stücklängen und gegebener Zahl der einzuwebenden  Zeichen der Skalenwert der Verstellung ablesbar ist.

      Die Stifte 102a und 102b des zweiten sowie 103a  und 103b des dritten Kranzes bestimmen, wie der  Stift 101, ebenfalls den Beginn der     Zeicheneinwe-          bung    und zwar in Fällen, wo, im Gegensatz zum Stift  101,     vermittels    dessen nur ein einmaliges Einweben  pro Stücklänge möglich war, die Zeichenfolge zwei  mal eingewoben werden soll. Die Stifte 102a und  102b sind um     180o    gegeneinander versetzt, so dass  die Zeichenfolge in regelmässigen Abständen einge  woben wird.

   Die Stifte 103a und 103b hingegen sind  um einen von     180^    verschiedenen     Winkel    gegenein  ander versetzt, so dass der Abstand zwischen der  ersten und zweiten Zeichenfolge ein kleinerer ist als  derjenige zwischen der zweiten und     dritten    Zeichen  folge.      Diese letzte Anordnung ist bei relativ kurzen  Zeichenfolgen zweckmässig, welche z. B. auf einem  Handtuch gegen die Stückmitte zueinander genähert  sind.  



  Rein elektrisch haben alle Stifte die     gleiche    Wir  kung,     nämlich    den Beginn der     Zeicheneinwebung     einzuleiten. Je nachdem pro Stücklänge eine einzige  Zeichenfolge oder zwei     regelmässig        verteilte    Zei  chenfolgen, oder schliesslich zwei unregelmässig ver  teilte Zeichenfolgen eingewoben werden sollen, wird  ein Stecker in der Stecktafel 107 in der untersten,  der mittleren oder der obersten Fassung eingesteckt.  



  Aus diesem konstruktiven Aufbau ergibt sich,  dass anstelle der zeitraubenden Locharbeit der bis  her verwendeten Lochkarten es genügt, durch ent  sprechende Verbindung der Schiene 15', 15" usw.  und 16', 16" usw., d. h. durch entsprechendes Ein  setzen der Stecker 18', 18" usw., die     gewünschten          Schablonenträger    (Mustervorrichtungen) in einer  wählbaren Reihenfolge wirksam werden zu lassen.  Der dadurch erzielte Zeitgewinn ist     derart    wesent  lich, dass es sich im Gegensatz zu den bekannten  Einrichtungen nunmehr auch lohnt, kleinere Stück  zahlen von beschrifteten Webarbeiten herzustellen.  



  Es ist selbstverständlich, dass die Mustervorrich  tungen auch anders als in Form von     Walzen    ausge  bildet sein können. So wäre es auch denkbar, an  Stelle der Walzen eine Papierrolle oder eine end  lose     Metallfolie    mit     Durchbrechungen    oder eine  Scheibe mit Bolzen zu verwenden, wobei die Durch  brechungen bzw.     Bolzen    in Längs- und Querreihen  angeordnet wären und in beschriebener Weise von  mit den Steuerrelais elektrisch verbundenen     Mitteln     abgetastet würden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, bei welcher die Mustervorrichtungen in Längs- und Querreihen angeordnete Steuermittel und je einer Querreihe von Steuermitteln zugeordnete Abtastmittel besitzen, wobei die Abtastmittel von entsprechenden Querreihen jeder Mustervorrichtung miteinander und je mit der Wicklung eines die einem Kettfaden zugeordnete Stossnadel im Bereiche eines Stosselementes steuernden Steuerrelais elektrisch ver bunden sind, dadurch gekennzeichnet,
    dass das Stoss- element als Steuerprisma (55) ausgebildet ist, dessen Querschnitt ein gleichseitiges Vieleck ist, dessen Sei tenzahl gleich dem Rapport der bei unwirksamen Mustervorrichtungen (20) entstehenden Bindung ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jede Seitenfläche des Steuerpris- mas (55) zwei Reihen von Durchbrechungen (86) be sitzt, wobei die Durchbrechungen in bezug aufeinan der so angeordnet sind, dass alle jeweils an einem Bindungsrapport teilnehmenden Stossnadeln pro volle Umdrehung des Steuerprismas einmal in eine Durchbrechung eintreten. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen des Steuer- prismas (55) zwei entsprechend der Lage der ab gesenkten und angehobenen Stossnadeln übereinan der angeordneten Reihen von Durchbrechungen be sitzen, wobei die Durchbrechungen auf die beiden Reihen verteilt sind. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen von auf einanderfolgenden Seitenflächen des Steuerprismas um den Abstand zweier benachbarter Stossnadeln oder ein Mehrfaches davon versetzt sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass den Mustervorrichtungen und dem Steuerprisma Synchronisierungsmittel zugeord net sind, welche im elektrischen Kreis einer Abstell- vorrichtung Kontakte betätigen können. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Steuerprisma (55), sobald es nach einem vollendeten Stossvorgang wieder in die Ruhestellung zurückgekehrt ist, jeweils um einen sol chen Winkel verdreht wird, dass die in der Umdre hungsrichtung des Steuerprismas nächstfolgende Sei tenfläche in die Stosstellung gelangt.
CH360950D 1957-04-08 1957-04-08 Einrichtung an einem Webstuhl zum Einweben von Zeichenfolgen CH360950A (de)

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