CH357367A - Bohrgestängekupplung, insbesondere für Gesteinbohrmaschinen - Google Patents
Bohrgestängekupplung, insbesondere für GesteinbohrmaschinenInfo
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Description
Bohrgestängekupplung, insbesondere für Gesteinbohrmaschinen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bohr gestängekupplung, die besonders für Gesteinbohr- maschinen im Bergbau Verwendung finden kann und dadurch gekennzeichnet ist, dass der hintere, am vor deren Endteil die eine Kupplungshälfte tragende Gestängeteil eine zentrale Durchbrechung aufweist, in der eine Riegelstange geführt ist, auf welcher die Gestängeteile verschiebbar sind,
dass die Gestänge mindestens in ihrer hinteren Endlage an der Riegel stange feststellbar sind und dass der vordere Gestänge teil am hinteren Endteil die andere Kupplungshälfte sowie eine als Widerlager für die Riegelstange be stimmte, zentrale Aussparung aufweist, wobei die beiden Kupplungshälften in gekuppeltem Zustand in einer gemeinsamen Axialebene aneinanderliegen sowie miteinander durch mindestens eine über diese Be rührungsebene hinaus vorspringende Klaue der einen Kupplungshälfte und eine entsprechende Ausneh- mung der anderen Kupplungshälfte in Eingriff stehen,
das Ganze derart, dass die Riegelstange in der hinte ren, nicht aber in der vorderen Endlage der beiden Gestängeteile ausreichend in die Aussparung des vor deren Gestängeteils hineinragt, um die Kupplungs hälften gegen seitliche gegenseitige Bewegungen zu sichern.
Bei zweckmässiger Ausgestaltung des An triebskopfes für das Bohrgestänge lässt sich die Ge- stängeteilbewegung und Sicherung derselben in der Verschlusslage beim Einsetzen des Bohrgestänges in den Antriebskopf bzw. beim Herausnehmen aus dem selben, selbsttätig durchführen, so dass mit einem Minimum an Handgriffen eine Bohrgestängeverlän- gerung bzw. -verkürzung in einfachster Weise vor genommen werden kann.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt einen Mittellängsschnitt bei ein gerückter Kupplung. Fig. 2 zeigt in derselben Darstellung die Ent- riegelungslage.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen je einen Querschnitt nach den Linien III-III bzw. IV-IV bzw. V-V.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist ein hinterer Ge- stängeteil 1, der in einen Antriebskopf 2 einer nicht dargestellten Bohrmaschine eingesetzt ist, mit einem vorderen Gestängeteil 3 gekuppelt. Dieser ist am nicht dargestellten vorderen Ende in üblicher Weise mit der Bohreinrichtung versehen. Der hintere Gestängeteil 1 weist am vorderen Endteil die eine Kupplungshälfte 4 und der vordere Gestängeteil am hinteren Ende die andere Kupplungshälfte 5 auf. Der hintere Gestänge teil 1 weist eine zentrale Bohrung 6 auf, in der eine Riegelstange 7 geführt ist.
Der vordere Endteil 8 des Riegels 7 ist am Ende abgerundet und ragt bei der in Fig. 1 dargestellten vorderen Endlage der auf der Stange 7 verschiebbaren Gestängeteile 1, 3 in eine zentrale Bohrung 9 des hinteren Endteils des vor deren Gestängeteils 3 so weit hinein, dass beide Ge- stängeteile 1, 3 gegen seitliche gegenseitige Bewegun gen gesichert sind, indem die Bohrung 9 für den Rie- gelendteil 8 ein Widerlager bildet,
welches ausschliess lich axiale gegenseitige Bewegungen der Gestänge teile 1 und 3 gestattet.
Die beiden Kupplungshälften 4, 5 sind gemäss den Fig. 3, 4 im Querschnitt halbkreiszonenförmig mit dem Radius des Riegels 7 entsprechendem Innen radius ausgebildet und weisen an jedem Seitenrand je einen nach aussen vorspringenden Längsflansch 10, 11 bzw. 12, 13 auf. In dem in den Fig. 1, 3, 4 dar gestellten Kupplungszustand liegen die Kupplungs hälften 4, 5 in der durch die einander zugekehrten Seiten der gegenseitigen Längsflansche bestimmten, aus einer Axialebene bestehende Berührungsebene satt aneinander.
Der Längsflansch 13 weist am vor deren Endteil eine Ausnehmung 13' auf, in welche in Fig. 1 eine über die genannte Berührungsebene hinaus vorspringende Klaue 14, die am Flansch 11 sitzt, hineinragt. Durch die mit der Ausnehmung in Eingriff stehende Klaue 14 sind die beiden Kupplungshälften 4, 5 und damit die Gestängeteile 1, 3 an einer gegen seitigen Axialverschiebung voneinander weg gehin dert.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, weist die Riegelstange 7 eine Längsnut 15 auf, die am rück- wärtigen Ende in eine Quernut 16 mündet. Der hin tere Gestängeteil 1 ist durch eine radiale Gewinde bohrung durchbrochen, in welcher eine Schraube 17 eingeschraubt ist, deren Schaftende einen quer zur Riegelstange in das Nutgebilde 15, 16 hineinragenden Zapfen 18 aufweist.
Dieser bildet mit dem Nutgebilde 15, 16 einen Bajonettverschluss. In der in Fig. 1 dar gestellten Verriegelungslage des Bajonettverschlusses sitzt der Zapfen 18 im geschlossenen Endteil der Quernut 16 und sichert dadurch den Teil 1 gegen Verschieben aus der in Fig. 1 dargestellten hinteren Endlage.
Der hintere Endteil der Riegelstange 7 ist als Haken 19 ausgebildet, der mit einem hierzu passenden Haken 20 in Eingriff steht. Der Haken 20 sitzt an einem am Antriebskopf 2 vorne axial vorspringenden kreisrunden Zapfen 21, welcher den gleichen Durch messer aufweist wie die Riegelstange 7 und in der in Fig. 1 dargestellten Kupplungslage koaxial zur Rie gelstange 7 liegt.
In dieser Stellung sind die beiden Haken 19, 20, die in axialer Richtung unverschieb- bar ineinandergreifen, an gegenseitiger Querbewegung in der in Fig. 1 dargestellten Lage des Antriebs kopfes 2 relativ zum Gestänge 1, 3 verhindert. Zu diesem Zwecke ist der Antriebskopf 2 mit einer auf der Vorderseite offenen Aussparung 22 versehen, in welche der hintere Endteil 23 des Gestängeteils 1 axial ein- und ausschiebbar ist. Der Endteil 23 ist gleich gestaltet wie die Kupplungshälfte 5 des Ge- stängeteils 3.
In der in Fig. 1 dargestellten, völlig in die Aussparung 22 eingesteckten Lage des Endteils 23 ist dieser gegen radiales Verschieben nach innen durch einen axialen Wulst 24 des Kopfes 2 und gegen aussen durch eine Klaue 25 gesichert, welche durch die Flanschaussparung 13' des Endteiles 23 hindurch ragt (Fig. 5). Die Klaue 25 ist an beiden peripheren Enden durch je eine Axialnut 26 bzw. 27 begrenzt.
Die Nuten 26 und 27 münden in die Ausnehmung 22 des Kopfes 2 und sind auf der gegenüberlie genden Seite offen. Die Klaue 25 bildet mit den Nuten 26, 27 und der Ausnehmung 22 einen Bajonettverschluss, durch welchen der Endteil 23 in der in den Fig. 1 und 5 dargestellten Lage gegen axiales Herausziehen aus dem Kopf 2 gesichert ist. Während des Bohrvorganges wird der Kopf 2 in der in Fig. 5 angegebenen Pfeilrichtung 28 gedreht.
Diese Drehbewegung überträgt sich auf den Endteil 23 und damit auf das Gestänge, indem der Flansch 12 an der entsprechenden Begrenzung der Nut 27 anliegt. Das vom Kopf 2 auf das Gestänge übertragene Dreh moment hat daher die Tendenz, den Bajonettver- schluss zwischen dem Kopf 2 und dem Endteil 23 zwangläufig in der Schliesslage zu halten.
Zum Abnehmen des Gestänges vom Kopf 2 wird das Gestänge 1, 3 im Sinne des Pfeiles 28 gegenüber dem stillgesetzten Kopf 2 so weit gedreht, bis der Flansch 13 des Endteils 23 ausser Eingriff mit der Klaue 25 gelangt. Da der Zapfen 21 die Riegelstange 7 am Mitd'rehen hindert, wird zugleich der Zapfen 18 aus der Quernut 16 der Riegelstange herausgedreht und gelangt in die Bahn der Längsnut 15. Alsdann kann das Gestänge 1, 3 um den durch die Längsnut 15 der Riegelstange bestimmten Hub aus dem Kopf 2 herausgezogen und in die vordere Endlage gebracht werden.
Dadurch gelangt, wie in Fig. 2 dargestellt ist, der Endteil 23 völlig aus dem Kopf 2 heraus. Beide Bajonettverschlüsse sind zur Gewährleistung dieser Verhältnisse gleich bemessen.
Beim erwähnten Herausziehen des Gestänges aus dem Kopf 2, wobei die Stange 7 nicht verschoben wird, gelangen beide Haken 19, 20 völlig aus der Bohrung 6 des Gestängeteils 1 heraus. so dass sie durch entsprechende gegenseitige Querbewegung von einander lösbar sind. Das Gestänge kann daher in Richtung des Pfeiles 29, gemäss Fig. 2, seitlich vom Zapfen 21 abgezogen werden.
Durch die erfolgte Axialverschiebung der Teile 1, 3 in bezug auf die Stange 7 ist der vordere End- teil 8 derselben so weit aus der Aussparung 9 des Ge- stängeteil:s 3 herausgetreten, dass nun, wie in Fig.2 veranschaulicht ist, durch leichtes Einknicken beider Gestängeteile 1, 3, die Klaue 14 der Kupplungs hälfte 5 aus der entsprechenden Aussparung der Kupp lungshälfte 4 seitlich herausgelangt.
Diese Endlage ist in Fig. 2 dargestellt und gestattet nunmehr durch axiale Verschiebung die Trennung der beiden Gestängeteile 1 und 3 voneinander.
Alsdann kann unter Ausschaltung des Gestänge teils 1 der Gestängeteil 3 nach Drehen um 180 um seine Achse wahlweise anstelle des Gestängeteils 1 unmittelbar in den Kopf 2 eingeschoben und durch Drehen entgegen dem Sinn des Pfeiles 28 gekuppelt werden.
Umgekehrt wird bei der Demontage der nun ein gesetzte Gestängeteil 3, wie vorher für den Gestängc- teil 1 erläutert, wieder vom Kopf 2 abgezogen, wobei der Haken 20 keine Funktion hat, da die Riegelstange fehlt. Soll nun der Gestängeteil 1 als Verlängerung des Gestängeteils 3 wieder eingesetzt werden, dann wird letzterer in umgekehrter Weise, wie bei der Demon tage, vorerst wieder in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht, alsdann durch Kippen in die axiale Lage zum Gestängeteil l eingestellt.
Hierauf wird der Ge- stängeteil 1 durch Querverschiebung entgegen dem Pfeil 29 mit dem Haken 19 der Riegelstange in den Haken 20 des Antriebskopfes 2 in Eingriff gebracht. Alsdann erfolgt das axiale Einschieben des Gestänges mit dem Endteil 23 in die Aussparung 22, wodurch selbsttätig die Riegelstange vermöge des Zapfens 21 in die Bohrung 6 des Gestängeteils 1 eingeschoben wird. Durch Drehen des Gestänges entgegen dem Sinne des Pfeiles 28 werden beide Bajonettverschlüsse betätigt und damit gleichzeitig die Sicherung der Rie gelstange 7 und die Kupplung zwischen Gestänge und Kopf 2 gegen Lösen gesichert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Bohrgestängekupplung, insbesondere für Gestein bohrmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der hin tere, am vorderen Endteil die eine Kupplungshälfte (4) tragende Gestängeteil (1) eine zentrale Durch- brechung (6) aufweist, in der eine Riegelstange (7) geführt ist, auf welcher die Gestängeteile (1, 3) ver schiebbar sind, dass die Gestängeteile (1, 3) mindestens in ihrer hinteren Endlage an der Riegelstange (7) fest stellbar sind und dass der vordere Gestängeteil (3)am hinteren Endteil die andere Kupplungshälfte (5) sowie eine als Widerlager für die Riegelstange (7) bestimmte, zentrale Aussparung (9) aufweist, wobei die beiden Kupplungshälften (4, 5) in gekuppeltem Zustand in einer gemeinsamen Axialebene aneinanderliegen so wie miteinander durch mindestens eine über diese Berührungsebene hinaus vorspringende Klaue (14) der einen Kupplungshälfte (4) und eine entsprechende Ausnehmung der anderen Kupplungshälfte (5) in Ein griff stehen, das Ganze derart, dass die Riegelstange (7) in der hinteren,nicht aber in der vorderen End- lage der beiden Gestängeteile (1, 3) ausreichend in die Aussparung (9) des vorderen Gestängeteils (3) hinein ragt, um die Kupplungshälften (4, 5) gegen seitliche gegenseitige Bewegungen zu sichern.UNTERANSPRÜCHE 1. Bohrgestängekupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kupplungs hälften (4, 5) im Querschnitt halbkreiszonenförmig mit dem Riegelstangenradius entsprechendem Innenradius ausgebildet sind und an jedem Seitenrand einen nach aussen vorspringenden Längsflansch (10, 11;12, 13) aufweisen, und dass sowohl die Klaue (14) als auch die damit zusammenarbeitende Aussparung an in der Kupplungslage (Fig. 1) in der genannten Be rührungsebene satt aneinanderliegender Flanschen (11, 13) angeordnet sind. z. Bohrgestängekupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestängeteile (1, 3) auf der Riegelstange (7) begrenzt längsverschiebbar und drehbar und diese Bewegungen mittels mindestens eines Bajonettverschlusses (15, 16, 17;13, 25, 26) begrenzt sind, durch welchen die Gestängeteile (1, 3) in der hinteren Endlage gegen Vorwärtsschieben fest stellbar sind. 3.Bohrgestängekuppiung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelstange (7) eine in ihrer Länge dem vorbestimmten Hub der Gestänge teile (1, 3) entsprechende Längsnut (15) aufweist, die am rückwärtigen Ende in eine Quernut (16) mündet, und dass der hintere Gestängeteil (1) einen in seine zentrale Durchbrechung (6) hineinragenden Quer zapfen (18) aufweist, der mit den genannten Nuten (15, 16) in Eingriff steht.4. Bohrgestängekupplung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Endteil der Riegelstange (7) als Haken (19) ausgebildet ist, der mit einem hierzu passenden Haken (20) eines An triebskopfes (2) in lösbarem Eingriff steht, welcher mit dem hinteren Endteil (23) des hinteren Gestänge teils (1) lösbar gekuppelt ist. 5. Bohrgestängekupplung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebskopf (2) mit dem hinteren Endteil (23) des hinteren Gestänge teils mittels eines Bajonettverschlusses (13, 25, 26) lösbar gekuppelt ist, dessen Längshub dem Hub der Gestängeteile (1, 3) entspricht.
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