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Planungseinrichtung Planungstafeln, die zur übersichtlichen Darstellung der Belegung von Maschinen, Fabrikationseinrichtungen und Räumen, der Inanspruchnahme von Arbeitskräften und dergleichen dienen, sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Derartige Planungstafeln können mit Vorteil zur Überwachung des Fortschreitens der Ausführung von Aufträgen benützt werden, wobei sie der Betriebsleitung jederzeit einen Überblick über den Stand der Arbeit geben und so die Einhaltung von Terminen wesentlich erleichtern.
Die bekannten Planungstafeln und die in Verbindung mit diesen benützten, die erforderlichen Angaben und Termine enhaltenden Karten, Streifen oder dergleichen haben jedoch den Nachteil, dass zur Darstellung der vorgesehenen Abwicklung eines Auftrages, das heisst der Fortschrittskontrolle verhältnismässig viel Platz erforderlich ist und dass sie nur bei gleichartigen Aufträgen eine klare Übersicht über das Fortschreiten der Erledigung eines Auftrages vermitteln können. Diese Nachteile können durch die vorliegende Erfindung weitgehend behoben werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Planungseinrichtung, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie aus einer oben mit einer über ihre ganze Breite sich erstreckenden Terminskala versehenen Planungstafel, welche aus vertikal übereinander angeordneten, lösbar miteinander verbundenen Schienen gebildet ist, welche Schienen einen rinnenartigen Unterteil, an ihrem mittleren Teil eine nach vorn vorspringende Leiste mit in gleichen Abständen voneinander angeordneten schlitzartigen Öffnungen, welche auf die Termineinheiten der Terminskala ausgerichtet sind, und einen über dieser Leiste sitzenden Oberteil besitzen, und Laufzetteln .mit einer Souche und von dieser abtrennbaren Coupons,
von welchen einer mit der Auftragsnummer und allen Terminen beschrieben und dazu bestimmt ist, nach Massgabe des Fort- schreitens der Erledigung eines Auftrages in eines der durch die Schlitze der Leisten der Schienen der Planungstafel und deren rinnenförmigen Unterteil gebildeten Einsteckfächer gesteckt zu werden, besteht.
Diese Planungseinrichtung wird z. B. wie folgt benützt: Es wird als Beispiel ein Textilveredelungsbetrieb mit den Betriebsabteilungen Sengerei, Bleicherei, Wäscherei, Mercerisation, Druckerei, Kontrolle und Legerei angenommen. Geht ein Auftrag ein, so wird ein Laufzettel für die zu veredelnde Ware, auf welchem alle erforderlichen Angaben vermerkt sind, mit den erforderlichen Kopien für die Registratur erstellt.
Von diesem Laufzettel wird der Coupon, auf welchem die Auftragsnummer und alle Termine, an welchen die Arbeit in den verschiedenen Betriebsabteilungen begonnen werden soll, aufgezeichnet sind, abgetrennt und in das Einsteckfach einer Schiene der Planungstafel, welches senkrecht unter derjenigen Stelle der Terminskala liegt, die das Datum, an welchem die Bearbeitung in der ersten der Betriebsabteilungen, welche die Ware zu durchlaufen hat, beginnen soll, entspricht, eingesteckt. Der Laufzettel selbst wird der Ware in den Betrieb mitgegeben.
Die übrigen, vorerst am Laufzettel verbleibenden Coupons, sind je einer der zu durchlaufenden Betriebsabteilung zugeordnet, und sie tragen die Auftragsnummer und das Datum, an welchem die Bearbeitung des Warenpostens in der betreffenden Betriebsabteilung begonnen werden soll; sie sind zur Rückmeldung an die Organisationsstelle bestimmt. Ist nun die Bearbeitung des Warenpostens in der Sengerei beendigt, so wird dort der dieser Betriebsabteilung zugeordnete Coupon vom Laufzettel abgetrennt, der Organisationsstelle zugestellt und der Warenposten mit dem Laufzettel an die nächste Betriebsabteilung weiter-
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geleitet.
Der die Planungstafel bedienende Angestellte erhält durch den ihm zugestellten Coupon Kenntnis, dass die Arbeit an diesem Auftrag in der Sengerei beendigt ist, und er nimmt den ersterwähnten Coupon aus seinem Einsteckfach und steckt ihn in das Einsteckfach der gleichen Schiene' der Planungstafel, welches unter dem Datum des vorgesehenen Beginnes der Arbeit in der zweiten Betriebsabteilung, im vorliegenden Beispiel also der Bleicherei, liegt. Das Gleiche wiederholt sich in jeder Betriebsabteilung. An Hand der Planungstafel kann somit jederzeit ersehen werden, wie weit die Erledigung des Auftrages fortgeschritten ist, welche Betriebsabteilungen der Warenposten bereits durchlaufen hat und, was besonders wichtig ist, wo sich der Warenposten zur Zeit befindet.
Wenn der letzte Coupon des Laufzettels, das heisst also im vorliegenden Beispiel der der Kontrollabteilung und Legerei zugeordnete Coupon der Organisationsstelle zurückgebracht wird, weiss der die Planungstafel bedienende Angestellte, dass der Auftrag vollständig ausgeführt ist und die Ware zur Auslieferung bereit liegt. Die Planungstafel gibt an der Organisationsstelle somit jederzeit ein Bild über das Fortschreiten der Arbeit und lässt ohne weiteres erkennen, in welcher Betriebsabteilung ein bestimmter Auftragsposten sich gerade befindet. Die Planungstafel lässt aber auch erkennen, ob im Betrieb Engpässe vorhanden sind, das heisst gewisse Betriebsabteilungen überlastet sind.
Diese Planungseinrichtung ist ausserordentlich anpassungsfähig, und ihre Planungstafel kann aus beliebig vielen und beliebige Länge aufweisenden Schienen zusammengesetzt sein. Dafür jeden Auftrag nur ein Coupon, der verhältnismässig klein ist, in ein Einsteckfach der Planungstafel einzustecken und nach Massgabe des Fortschreitens der Arbeit weiterzurücken ist, können auf einer verhältnismässig kleinen Planungstafel sehr viele Aufträge registriert und in ihrer Abwicklung verfolgt werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Planungstafel einer Planungseinrichtung gemäss der Erfindung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht dieser Planungstafel von vorn, Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung eines Teiles dieser Planungstafel und Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch einen Teil dieser Planungstafel.
Die dargestellte Planungstafel ist aus vertikal übereinander angeordneten Schienen 1 zusammengesetzt, welche einen rinnenartigen Unterteil la, an ihrem mittleren Teil eine nach vorn vorspringende, schräg nach unten geneigte Leiste 1b und einen Oberteil 1c besitzen.
An der Unterseite des Unterteiles la ist ein über die ganze Länge der Schiene sich erstreckender, wulstartiger Ansatz 1d vorhanden, in welchem eine nach der Vorderseite offene, runden Querschnitt aufweisende Nut vorgesehen ist, welche dazu bestimmt ist, einen oben am Oberteil 1c sitzenden, entsprechend profilierten Ansatz 1e aufzunehmen.
Die Schienen 1 können in Längsrichtung zusammengeschoben werden und sind dann durch die in den Nuten der Ansätze 1d gehaltenen Ansätze 1e miteinander verhängt zusammengehalten. Über der obersten Schiene 1 ist, in gleicher Weise wie die übrigen Schienen 1 untereinander mit dieser verhängt, eine Schiene 2 angeordnet, welche an der Vorderseite einen über ihre ganze Länge sich erstreckenden Klemmschlitz 2a zum Einstecken einer in der Zeichnung nicht dargestellten Terminskala besitzt. Die Leisten 1 b der Schienen 1 besitzen in gleichen Abständen voneinander angeordnete schlitzartige Öffnungen l f, welche auf die Termineinheiten der genannten Terminskala ausgerichtet sind.
Diese Öffnungen 1 f bilden zusammen mit dem rinnenartigen Unterteil la der betreffenden Schiene 1 Einsteckfächer für Coupons 3, welche von den Laufzetteln abgetrennt werden und in diesen Einsteckfächern seitlich nicht verschiebbar gehalten werden, so dass sie nicht untereinander geraten können.
Die dargestellte Planungstafel besitzt einen aus zwei Seitenteilen und einem Unterteil bestehenden Rahmen 4, wobei oben an den Seitenteilen Ösen 5 zum Aufhängen der Planungstafel an einer Wand vorgesehen sind. Die Planungstafel kann aber auch einen vollständig geschlossenen Rahmen besitzen, oder ihre Schienen können nur zwischen zwei Seitenteilen eingefasst sein.
Die in der Zeichnung nicht dargestellten Laufzettel können vielgestaltig ausgebildet und den jeweiligen Verhältnissen in einem Betriebe angepasst sein.