Verfahren zur Herstellung von Mosaik-Parkett-Tafeln und nach diesem Verfahren hergestellte Mosaik-Parkett-Tafel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her stellung von Mosaik-Parkett-Tafeln und eine nach dem Verfahren hergestellte Mosaik-Parkett-Tafel. Das erfindungsgemässe Verfahren zeichnet sich da durch aus, dass einzelne Lamellen zu Gruppen, die Gruppen zu Tafeln und die Tafeln zu Mehrfach tafeln zusammengefügt werden, derart, dass die La mellen benachbarter Gruppen senkrecht zueinander verlaufen.
Die nach diesem Verfahren hergestellte erfin dungsgemässe Mosaik-Parkett-Tafel zeichnet sich da durch aus, dass Mittel vorhanden sind, die die neben einanderliegenden Lamellen miteinander verbinden.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der Zeich nungen an einer Reihe von Ausführungsbeispielen näher erläutert: Fig. 1 zeigt eine Mehrfachtafel, und zwar eine sogenannte Zwillings-Parkett-Tafel, in Ansicht. Fig.2 ist ein Schnitt durch die Zwillingstafel nach Linie 11-1I von Fig. 1.
Fig. 3 zeigt die Zwillingstafel von Fig. 2 um die untere Verbindungskante auseinandergeklappt und lässt so die Innenseite der unmittelbar in gefaltetem Zustand ,einander anliegenden Seiten der beiden Ein zeltafeln erkennen.
Fig.4 ist der Schnitt nach Linie IV-IV von Fig. 3.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie V-V von Fig. 3. Fig. 6 ist eine Variante gemäss Fig. 3.
Fig. 7 ist der Schnitt nach Linie VII-VII von Fig. 6.
Fig. 8 ist der Schnitt nach Linie VIII-VIII von Fig. 6.
Fig. 9 zeigt die untere Hälfte eines Verpackungs kartons mit eingesetzten Zwillingstafeln.
Fig. 10 ist die zugehörige Draufsicht von Fig. 9. Fig. 11 zeigt, wie die beiden Teile der Zwillings- tafel durch Anfügung weiterer Teiltafeln zieharmo- nikaartig erweitert werden können.
Fig. 12 ist die Draufsicht auf die Oberseite von einzelnen Mosaik-Tafeln.
Fig. 13 ist ein Schnitt nach Linie II-11 von Fig. 12.
Fig. 14 zeigt die Unterseite der gleichen Tafel. Fig. 15 ist ein Schnitt nach Linie IV-IV von Fig. 14.
Fig. 16 zeigt in Parallel-Perspektive die zieharmo- nikaartig aneinandergefügten Tafeln so, dass die Ober seite der beiden letzten Tafeln und ihr Aufbau aus einzelnen Lamellen deutlich ersichtlich ist.
Fig. 17 zeigt in Parallel-Perspektive die zieharmo- nikaartig aneinandergefügten Teiltafeln so, dass die Unterseite der letzten Teiltafeln deutlich ersicht lich ist.
Fig. 18 zeigt die Oberfläche einer weiteren Klein- Parkett-Tafel.
Fig. 19 ist ein Schnitt nach Linie II-II von Fig. 18.
Fig. 20 ist ein Schnitt nach Linie III-111 von Fig. 18.
Fig. 21 bis 23 zeigen Einzelheiten.
Wie Fig. 1. in Verbindung mit Fig. 2 im einzelnen erkennen lässt, besteht bei diesem Ausführungsbeispiel die Tafel aus 3 X 3 Gruppen 1 zu je fünf (Holz)- Lamellen 2.
Im besonderen ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass die Gruppen 1 der Tafeln sich so gegenüberliegen, dass die Lamellen 2 der einzelnen Gruppen 1 senkrecht zueinander verlaufen. Die beiden Tafeln können ent weder mit den Unterseiten nach innen oder, wie Fig. 3 und 4 zeigen, in der Mitte mit den Oberseiten nach innen gefaltet werden. Dies letztere hat den Vorzug, dass die beiden Tafeln beim Auseinander falten in die zur Verlegung geeignete Lage von selbst gelangen.
Die Fig. 3 zeigt weiter, dass jede Tafel aus ein heitlichen Gruppen 1 aufgebaut ist, deren Lamellen 2 über ihre Enden hinweg durch einen Streifen 3 mit einander verbunden sind. Die einzelnen Gruppen werden, wie weiter ersichtlich, in der gewünschten Musterung durch als Verbindung wirkende punkt- förmige Verbindungselemente 4 zusammengehalten.
Die linke Tafel der Zwillingstafel von Fig. 2 ist hinsichtlich der Anordnung der einzelnen Gruppen zueinander identisch einerseits mit Fig. 1 und ander seits mit der linken Tafel von Fig. 3; wie ersichtlich, liegen die verschiedenen Gruppen der linken und rechten Tafeln sich so gegenüber, dass die Lamellen der einzelnen sich benachbarten Gruppen senkrecht zueinander verlaufen.
Wie Fig. 6 zeigt, können die einzelnen Gruppen 1 in der richtigen Musterung durch Zusammenlegen ihrer einzelnen Lamellen 2 in einem Hilfsrahmen zu einer Tafel zusammengeschlossen und nunmehr ent lang den Stössen längs und quer mittels durchgehender Streifen 6 miteinander vereinigt werden.
Fig. 9 und 10 zeigen die verpackten Zwillings tafeln in der unteren Hälfte eines Kartons 7.
Die Anzahl der Lamellen jeder Gruppe können ungerade, nämlich 5 wie bei Fig. 1, 3, 6 und 9, oder auch gerade sein; auch die Anzahl der Gruppen kann ungerade, nämlich 9 je Einzeltafel wie bei Fig. 1, 3, 6 und 9, oder auch gerade sein wie bei Fig. 18.
In jedem Fall empfiehlt es sich, dass die einzel nen Gruppen in der genannten Musterung zu einer Tafel in einem Hilfsrahmen zusammengeschlossen und durch Verbindungspunkte und durch Verbin dungspunkte an den aneinanderstossenden Ecken ver einigt werden.
Grundsätzlich können die zur Verbindung die nenden Streifen 3 aus jedem geeigneten Werkstoff, wie Lackstreifen oder Papier, bestehen. Das gleiche gilt für die punktförmigen Verbindungselemente 4. Es ist auch ohne weiteres möglich, dass für die punkt- förmigen Verbindungselemente 4 ein anderer Werk stoff als für die Verbindungsstreifen 3 verwendet wird.
Die Herstellung der Mosaik-Tafeln wird verbilligt durch die Tatsache, dass die Streifen zur Verbindung der einzelnen Lamellen zu Gruppen, der Gruppen zu Tafeln sowie zur Verbindung benachbarter Tafeln durchgehend aufgebracht werden. Beim Ausführungs beispiel nach Fig. 12 liegt eine Tafel von 3 X 3, also 9 Gruppen 1 von je fünf Lamellen 2, zugrunde. Eine Tafel kann aus einer beliebigen Anzahl von Gruppen bestehen.
Wesentlich ist für dieses Ausführungs beispiel, dass die zum Verpacken und Verlegen fertig gestellte Tafel auf der Oberseite parallel den Stoss fugen und nicht auf den Stossfugen selbst, zur Ver bindung der einzelnen Lamellen 2 bzw. der Grup pen 1 Papier- oder gegebenenfalls durchsichtige Kunststoffstreifen 3 besitzt. Die Streifen bilden jeweils um den Schnittpunkt sich kreuzender Stossfugen ein Rähmchen, so dass die Schnittpunkte selbst sichtbar bleiben.
Diese Streifen können mit einer Vorrichtung laufend aufgebracht werden, beispielsweise so, dass auf die mittels eines Förderbandes bewegte Tafel gleichzeitig die sechs (Fig. 12) von je einer Rolle ablaufenden Klebestreifen in der einen Richtung auf gebracht werden, worauf die Tafeln um 90 gedreht werden und nunmehr derselbe Vorgang sich wieder holt.
Ein besonderer Vorzug dieser Ausführungsform der Mosaik-Tafel bzw. des aus Mosaik-Tafeln zusam mengesetzten Parkettbodens besteht darin, dass die Stossfugen und deren Schnittpunkte dem Blick offen liegen und so noch beim Verlegen die Lage der ein zelnen Lamellen leicht kontrolliert werden kann. Fer ner ist die durchgehende Stabilität der Mosaik- Parkett-Tafel und der Zusammenhalt zu einem homo genen Ganzen zu betonen.
Wie Fig. 14 zeigt, kann die Unterseite der Tafel völlig freibleiben, was für den ungehinderten Einfluss des vom Boden her wirkenden Klebers wichtig ist. Es kann aber auch an den Kreuzungspunkten ein Ver bindungselement etwa in Form einer Klebemarke aufgebracht werden, die im vorliegenden Fall gleich zeitig auf der Oberseite eine Schutzmarke trägt.
Aus der Zeichnung ergibt sich noch, dass die Verbindungsstreifen schmal gehalten werden können. Dem weiter in den Fig. 16 und 17 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt eine harmonikaartige Tafel mit 3 X 12, also 36 Gruppen 1 von je fünf Lamel len 2, zugrunde.
Wie Fig. 17 zeigt, wird an den Kreuzungspunkten ein Verbindungselement 5 etwa in Form einer Klebe marke aufgebracht, die gleichzeitig auf der Ober seite eine Schutzmarke tragen kann.
Weiter hat sich nun gezeigt, dass die einzelnen Lamellen oder Gruppen durch Verbindungsstäbe anstelle von Verbindungs- oder Klebestreifen zu einer transportfähigen, stabilen Einheit auf der Ober seite verbunden werden können. Dies hat den beson deren Vorzug, dass das Verbindungselement selbst zur Bereicherung des Mosaik-Bildes der Tafel dient.
In Weiterbildung dieses Verfahrens kann vorge sehen werden, dass die zur Aufnahme der Stäbe vorgesehenen Nuten parallel zu den Stossfugen der einzelnen Gruppen zunächst in der einen Richtung eingefräst werden, worauf die Stäbe eingebracht und hierauf in der senkrechten Richtung parallel zu den anderen Stossfugen die Nuten eingefräst und hierbei die erste Schar von Stäben durchgefräst wird, wonach auch in der zweiten Nutenschar die Stäbe durch gehend eingebracht werden. Auf diese Weise kann man durchgehende Verbindungsstäbe verwenden, die an der oberen Fläche der fertigen Parkett-Tafel liegen und sich kreuzen.
Der Zusammenhalt der einzelnen Lamellen zu Gruppen und der Gruppen zu den Tafeln mittels solcher Verbindungsstäbe kann auf verschiedene Weise erfolgen. So kann beispielsweise eine Tafel geschaffen werden, bei der die Flanken der einge frästen Nuten leicht nach innen geneigt, also schwal- benschwanzförmig sind, so dass die ursprünglich extrem ausgetrockneten Stäbe durch Aufnahme der Feuchtigkeit aus der Umgebung quellen und so die Nute prall ausfüllen, so dass der Stab nicht mehr herausfallen kann und der Zusammenhalt der Tafel gewahrt ist. In diesem Fall werden also in die auf der oberen Fläche der Tafel eingefrästen Nuten von oben her die Stäbe eingelegt.
Den nötigen Zusam menhalt erhält man dann durch die Quellwirkung, wenn die Stäbe vorher stark getrocknet wurden. Be trägt, wie üblich, die Feuchtigkeit der Lamellen etwa 8-10 Oh, so ist in den einzusetzenden Holzstäben vorher die Feuchtigkeit bis auf etwa 1-2 % heraus- zuholen.
Schon aus den bisher erläuterten .Ausführungs beispielen ergibt sich, dass die nach dem genannten Verfahren hergestellten Mosaik-Parkett-Tafeln zu folge ihrer Ausbildung als Mehrfachtafel beim Auf bau aus den Gruppen lineare Verbindungselemente, das heisst schmale Streifen, zu verwenden. gestattet, was den weiteren grundsätzlichen Vorteil bringt, dass die Oberfläche der Tafel für die Sicht freigehalten ist und das Anfeuchten und Abziehen des Halte papiers, das, nach dem bislang üblichen Verfahren die gesamte Oberfläche der Tafel bedeckte, vermie den ist. Hinzu kommt der weitere grundsätzliche Vorteil, dass auch die Unterfläche der Tafeln frei gehalten werden kann, was die völlige Einwirkung des Klebers vom Boden her beim Verlegen der Tafeln gewährleistet.
Wie die Fig. 18 bis 23 im einzelnen erkennen lassen, kann der Verbindungsstreifen als Verbin dungsstab und damit als integrierender Bestandteil der Mosaik-Tafel selbst ausgebildet sein.
Fig. 18 zeigt im einzelnen die Oberfläche einer Mosaik-Parkett- bzw. Klein-Parkett-Tafel mit 4 X 4 Gruppen 1 zu je fünf Lamellen 2. Als Verbindungs elemente werden nunmehr Stäbe 3, 4 verwendet, die einerseits aus Holz bestehen oder aus Kunststoff her gestellt sind, der sich wie Holz bearbeiten bzw. schleifen lässt. Diese Stäbe bilden in der vertikalen Richtung eine Schar von 4 X 2 Stäben 3 und in der horizontalen Richtung eine zweite Schar von 4 X 2 parallelen Stäben 4. Diese aus Holz bestehenden oder aus Kunststoff hergestellten Stäbe 3, 4 können jede zur Musterung der Lamellen 2 passende zusätzliche Farbe erhalten.
Zur gleichzeitigen Einfräsung der beiden Scharen von Nuten für die Stäbe 3, 4 werden die Lamellen, in der richtigen Musterung zusammengesetzt, in eine Form eingespannt, worauf gleichzeitig mittels 4 X 2 Fräsen die eine Schar von Nuten etwa für die Stäbe 3 und nach Wendung der Platte um 90 die zweite Schar von Nuten für die Stäbe 4 eingefräst werden. Diese beiden Vorgänge folgen dann unmittelbar hin tereinander, wenn die Stäbe 3, 4 durch Einbringen von Kunststoff hergestellt werden.
Bestehen die Stäbe dagegen aus Holz, so ist die erste Schar von Stäben, beispielsweise die Schar 3, nach Einfräsen der hierfür bestimmten Nuten einzubringen und da nach die Platte zu drehen, worauf die Nuten für die Schar 4 durchgefräst werden und dann auch diese Stäbe eingebracht werden.
Wie an Hand von Fig. 21, 22 und 23 gezeigt wird, können die Stäbe 3, 4 auf verschiedene Weise in die entsprechend gestalteten Nuten eingebracht werden.
Aus den Fig. 21 und 22 ist ersichtlich, dass die Flanken der eingefrästen Nut leicht nach innen ge neigt sind und so eine schwalbenschwanzförmige Wir kung dergestalt besitzen, dass die ursprünglich extrem ausgetrockneten (übertrockneten) Stäbe 3, 4, wie in Fig. 21 dargestellt, durch Aufnahme der Feuchtigkeit aus der Umgebung quellen und so die Nut prall ausfüllen, wie sich aus Fig. 22 ergibt.
Soll der extreme Trocknungsprozess für die Stäbe 3, 4 vermieden werden, so erhalten dieselben einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt mit grösserer Neigung, wie sie .in Fig. 23 dargestellt ist, und wer den von einem Nutenende aus in diese Nute einge schoben. Eine solche Nut kommt auch für Stäbe in Betracht, die aus Kunststoff hergestellt werden.
Als drittes Beispiel für die Verbindung der ein zelnen Lamellen zu Gruppen und der Gruppen zu Klein-Parkett-Tafeln durch Stäbe kann vorgesehen werden, dass in die einen normalen schwalben- schwanzförmigen Querschnitt besitzenden Nuten eine erhärtende Kunstmasse zur Herstellung der einzelnen Stäbe eingebracht ist.
In allen Fällen hat man den Vorteil, dass unbe schadet einer sicheren und dauerhaften Verbindung der einzelnen Lamellen zu Gruppen und der Gruppen zu Tafeln, das Holz arbeiten kann.
Bei der Verwendung von Verbindungsstäben ist noch sinngemäss zu beachten, dass nach wie vor durch Verbindungsstreifen die Einzeltafeln zu einer Mehr fachtafel, wie beispielsweise einer Zwillingstafel, zu sammengesetzt werden.
Es steht nichts im Wege, den Lamellen für die Mosaik-Parkett-Tafel jede geeignete Grösse zu geben. Zur Normierung der Lamellengrössen wird jedoch vorgeschlagen, die Mehrfach-Mosaik-Parkett-Tafel aus Einzeltafeln bzw. Lamellen zusammenzusetzen, deren Fläche in einem einfachen Verhältnis zu einer bestimmten Flächenmasseinheit steht.
Beispielsweise soll die aus den Lamellen zusam mengesetzte Einzeltafel eine Fläche von 1/,@ m2 = 2500 cm2 haben. Da die mit 'Mosaik-Parkett zu belegenden Flächen in den meisten Ländern in m2 angegeben wird, kann man dann ohne Umrechnung sofort angeben, wieviele Zwillingstafeln oder harmo- nikaartige Mehrfachtafeln für die jeweils in Frage kommende Fläche erforderlich sind.
Die Fläche einer Einzeltafel soll also vorzugs weise
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einer Flächenmasseinheit, z. B. eines Quadrat- meters, eines Quadratfusses und dergleichen betragen, wobei n eine ganze Zahl bedeutet.