CH356259A - Drahtziegelgewebe und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Drahtziegelgewebe und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- E04F13/04—Bases for plaster
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Description
Drahtziegelgewebe und Verfahren zu seiner Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf ein Drahtziegel gewebe sowie auf ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Die bekannten Drahtziegelgewebe bestehen aus einem Stahldrahtgewebe, auf dem an den Kreuzungs stellen des Drahtgewebes gebrannte Tonkörperchen angeordnet sind.
Untersuchungen des Drahtquerschnittes haben nun ergeben, dass der Draht an den Stellen, an denen er nicht mit Ton umgeben ist und zum Teil auch an teilweise freiliegenden Stellen unter der Tonhülle durch das Brennen, welches bei einer Temperatur bis zu rund 1000 C stattfindet, einer Zunderbildung ausgesetzt ist, wodurch es an diesen Stellen zu einer wesentlichen Querschnittverminderung des Drahtes kommt. Ausserdem unterliegen diese freiliegenden Drahtstellen einer dauernden Oxydationsmöglichkeit während der Lagerung und bei verschiedenen Verar beitungsweisen auch im verarbeiteten Zustand.
Eine Querschnittsverringerung des Drahtes an den frei liegenden Stellen führt daher zu einer nachteiligen Festigkeitsverminderung des. Drahtziegelgewebes.
Mit dem Drahtziegelgewebe nach der Erfindung sollen nun diese Nachteile vermieden werden, und zwar dadurch, dass das Gewebe mindestens an den Stel len, an denen keine gebrannten Tonkörperchen an geordnet sind, mit einer korrosionsverhindernden Schutzschicht versehen ist.
Eingehende Versuche haben nun ergeben, dass diese Schutzschicht, die den Draht an den Stellen zwischen den gebrannten Tonkörperchen umgibt, durch Erhitzen mit Wasserglas, also mit Natrium- oder Kaliumsilikat bzw. einem Gemisch aus diesen, oder mit einem Gemenge aus Wasserglas und Alu miniumpulver bzw. einem Gemenge aus Wasserglas und Glaspulver in einfacher Weise erzeugt werden kann. Durch das Erhitzen, das gleichzeitig mit dem Hartbrennen der Tonkörperchen erfolgen kann, bil- det sich auf der Drahtoberfläche eine korrosionsfeste Schicht, die mindestens teilweise in chemischer Bin dung mit der Drahtoberfläche steht.
Diese Schicht schützt den Draht nicht nur vor einer Verzunderung während des Brennens des Drahtziegelgewebes bzw. vor einer weiteren Oxyda tion, sondern ergibt, wie Untersuchungen gezeigt haben, auch an diesen Stellen des Drahtes eine Festig keitserhöhung, wie sie durch die Tonummantelung zustande kommt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf das Verfahren zur Herstellung des erfin dungsgemässen Drahtziegelgewebes. Es besteht darin, dass mindestens die Drahtstellen, an denen keine Tonkörperchen angeordnet sind, mit einem korro sionsverhindernden Überzug versehen werden. Dieses Ziel kann auf verschiedene Weise erreicht werden. So z.
B. kann der Draht vor, während oder nach der Herstellung des Gewebes mit einem durch das nachfolgende Brennen eine korrosions verhindernde Schicht bildenden Überzug versehen werden und dann erst werden in an sich bekannter Weise auf den Kreuzungsstellen des Drahtnetzes die Tonkörperchen aufgepresst und hartgebrannt. Das Aufbringen der korrosionsverhindernden Schicht kann aber auch erst nach dem Aufpressen der Ton körperchen, und zwar mindestens an den freiliegen den Drahtstellen, erfolgen. Als Überzug eignen sich die oben erwähnten Stoffe, ohne dass diese Aufzäh lung als erschöpfend zu betrachten ist.
Als besonders günstig wirkend hat sich ein Gemenge aus 20 Volum- teilen Wasserglas und etwa einem Gewichtsteil Alu miniumpulver ergeben. Das Auftragen des Überzuges geschieht z. B. durch Eintauchen des Drahtes in die Lösung oder durch Aufspritzen, Aufstreichen oder dergleichen.
Die Oxydation der freiliegenden Drahtstellen eines in an sich bekannter Weise hergestellten Drahtziegel gewebes kann auch dadurch verhindert werden, dass der Draht zwischen den gebrannten Tonkörperchen oder auch das ganze Drahtziegelgewebe mit den ge brannten Tonkörperchen mit einer Schicht aus einem bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Tempera tur erhärtenden, anorganischen oder organischen Kor rosionsschutzmittel umgeben wird. In diesem Falle wird also erst das fertige Drahtziegelgewebe behan delt, und zwar werden entweder nur die freiliegen den Drahtstellen bestrichen, besprüht oder derglei chen, oder es wird das ganze Drahtziegelgewebe mit dem Überzug versehen.
Auf diese Weise entsteht ein Produkt, das im ganzen wetterfest und gegen andere schädigende Einflüsse geschützt ist und sich für Wetterschutzanlagen und dergleichen bestens eignet. Als Überzug können verschiedene, den Bedingungen entsprechende, handelsübliche Korrosionsschutzmit tel verwendet werden.
Um einen Schutz des Drahtes während des Bren nens und einen Schutz des ganzen Drahtziegelgewebes gegen äussere, chemische Einflüsse zu erreichen, kann man auch beide Verfahrensarten kombinieren.
Das bekannte Drahtziegelgewebe wird somit hin sichtlich seiner Güte, insbesondere in bezug auf seine Zugfestigkeit verbessert und ausserdem ein Schutz gegen äussere chemische Einflüsse erreicht, wo durch das Anwendungsgebiet der Drahtziegelgewebe erweitert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Drahtziegelgewebe, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe mindestens an den Stellen, an denen keine gebrannten Tonkörperchen angeordnet sind, mit einer korrosionsverhindernden Schutzschicht verse hen ist. PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Drahtziegel gewebes nach Patentanspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens die Drahtstellen, an denen keine Tonkörperchen angeordnet sind, mit einem korrosionsverhindernden Überzug versehen werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Brennen des Tones min destens die Drahtstellen, an denen keine Tonkörper chen angeordnet sind, mit einem durch das nach folgende Brennen eine am Draht festhaftende und eine korrosionsverhindernde Schicht bildenden Über zug versehen werden, worauf dann das Drahtziegel gewebe fertiggestellt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Über zug aus Wasserglas besteht. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Über zug aus einem Gemenge aus Wasserglas und Alu miniumpulver besteht. 4.Verfahren nach Patentanspruch I1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Über zug aus einem Gemenge von Wasserglas und Glas pulver besteht. 5. Verfahren nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtziegelgewebe nach dem Brennen des Tones mindestens an den Draht stellen zwischen den gebrannten Tonkörperchen mit einem Überzug aus einem bei oder mindestens an nähernd bei Raumtemperatur erhärtenden Korro sionsschutzmittel versehen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH356259T | 1961-02-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH356259A true CH356259A (de) | 1961-08-15 |
Family
ID=4511121
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH356259D CH356259A (de) | 1961-02-17 | 1961-02-17 | Drahtziegelgewebe und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH356259A (de) |
-
1961
- 1961-02-17 CH CH356259D patent/CH356259A/de unknown
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