CH355488A - Verfahren zur dünnschichtigen, rissfreien, elektrisch isolierenden Ummantelung von Metallen mit Kunstharzmassen - Google Patents

Verfahren zur dünnschichtigen, rissfreien, elektrisch isolierenden Ummantelung von Metallen mit Kunstharzmassen

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CH355488A
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Rueegger Heini
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Ciba Geigy
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
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Description


  Verfahren zur dünnschichtigen,     rissfreien,    elektrisch isolierenden Ummantelung von Metallen  mit     Kunstharzmassen       Die dünnschichtige,     rissfreie,    elektrisch isolierende  Ummantelung von Metallen mit     wärinebeständigen          Kunstharzmassen,    wofür besonders im elektrotech  nischen Apparate- und Motorenbau ein dringendes  Bedürfnis besteht, war bisher nicht in technisch be  friedigender Weise möglich.  



  Man hat zu diesem Zwecke Metallteile schon mit  mit Kunstharz imprägnierten Papieren, Geweben oder  Folien beklebt. Die Herstellung solcher     Ummantehm-          gen    erfordert aber meistens einen grossen Aufwand  an Zeit und Arbeit. Diese Ummantelungen besitzen  zudem den Nachteil,     dass    sie sich oft bei     therinischer     oder mechanischer Beanspruchung von den Metall  teilen ablösen. Auch die Ummantelung von Metallen  durch Umgiessen mit     härtbaren    Kunstharzen hat sich  als ungeeignet erwiesen.

   Die Verwendung von thermo  plastischen Kunstharzen kann für diese Zwecke über  all da nicht in Frage kommen, wo die Ummantelun  gen thermischen Beanspruchungen ausgesetzt sind,  weil die thermoplastischen Kunstharze in der Wärme  erweichen oder sogar schmelzen. Dies trifft vor allem  für     Statoren    und Anker von Elektromotoren, für Ma  gnetkerne,     Relaisspulenkörper    und ähnliche Teile von  elektrischen Apparaten zu.  



  Es wurde nun gefunden,     dass    es gelingt, dünn  schichtige,     rissfreie,    elektrisch isolierende     Ummantehm-          gen    im     Press-    oder     Spritzpressverfahren    mit Hilfe von  in der Hitze härtenden     Epoxyharz-Pressmassen    her  zustellen.

   Dies war äusserst überraschend, da die übli  chen     Pressmassen    auf der Basis von     Phenoplasten,          Aminoplasten    oder     Alkydharzen    zu diesem Zweck  völlig ungeeignet sind, indem mit Hilfe solcher     Press-          massen    hergestellte dünnschichtige Ummantelungen  rasch     Rissbildung    zeigen und dazu neigen, sich un  mittelbar nach der     Entformung,    besonders aber unter    dem     Einfluss    von     Feuchtigkeits-        und/oder    Temperatur  wechsel, vom Metall abzulösen.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun  ein Verfahren zur dünnschichtigen,     rissfreien,    elek  trisch isolierenden Ummantelung von Metallen, wel  ches dadurch gekennzeichnet ist,     dass    man die Metalle  im     Press-    oder     Spritzpressverfahren    mit in der Hitze  härtenden     Epoxyharz-Pressmassen    in dünner Schicht  ummantelt. In der Regel ergeben     füllstoffhaltige          Epoxypressmassen    besonders brauchbare Umman  telungen. Die erfindungsgemäss hergestellten Um  mantelungen von Metallen sind     rissfrei    und gegen  thermische und chemische Einwirkungen sehr wider  standsfähig.

   Ein Vorteil des vorliegenden Verfahrens  liegt darin,     dass    die Dicke der Ummantelungen den<B>je-</B>  weiligen Erfordernissen weitgehend     angepasst    werden  kann. Es können     Umniantelungen    von einer Dicke von  etwa<B>0,1</B> bis<B>10</B> mm hergestellt werden, wobei in der  Regel die Dicke der Ummantelung<B>0,5</B> bis     10114    des  grössten Durchmessers des Metallteiles betragen soll.  



  Im vorliegenden Verfahren können an sich alle in  der Hitze härtenden, unter Verwendung von bekann  ten     Härtungsmitteln,    wie Aminen oder     Polycarbon-          säureanhydriden,    und gegebenenfalls von Füllstoffen  Polyaminen als Härter erhaltenen     Epoxyharz-Press-          massen    verwendet werden.

   Als besonders geeignet  haben sich die unter Verwendung von aromatischen  Polyamiden als Härter erhaltenen     Epoxyharz-Press-          massen    erwiesen, wobei als aromatische Polyamine  vorab     Formaldehydkondensate    von Anilin oder     m-To-          luidin,    die mehr als     501/o    ihres Stickstoffgehaltes in  Form von primären     Aminogruppen    enthalten, sowie       Diaminodiarylalkane,    wie     4,4'-Diaminodiphenyläthan,          4,4'-Diamino-3,31-dirnethyldiphenyh-nethan,        4,

  41-Di-          aminodiphenyldünethylmethan    und vorzugsweise 4,41-           Diaminodiphenylmethan,    in Betracht kommen. Dabei  können die     Pressmassen    durch inniges Vermischen des       Epoxyharzes    mit dem aromatischen Polyamin und  gegebenenfalls Füllstoff hergestellt sein. Besonders  vorteilhaft werden     Pressmassen    verwendet, die da  durch erhalten werden,     dass    das aromatische Poly  amin, z.

   B.     4,41-Diaminodiphenylmethan,    in einem  flüssigen     Epoxyharz    homogen gelöst und die Lösung  nach Zugabe von Füllmitteln durch einen     Reifungs-          prozess    in den festen, schmelzbaren und in der Hitze       härtbaren    Zustand übergeführt wird.  



  Als     Epoxyharze    kommen insbesondere     Poly-          glycidyläther    oder     -ester    in Betracht, wie sie bekanntlich  durch Unisetzung von     Epoxyverbindungen,    insbeson  dere von     Epichlorhydrin,    oder von solche bilden  den Stoffen, wie     Glycerindichlorhydrin,    mit     Poly-          hydroxy-    oder     Polycarboxyverbindungen    in Gegen  wart von Alkalien     bzw.    aus den entsprechenden       Alkalisalzen    erhalten werden können.

   Genannt seien  die aus aromatischen     Dicarbonsäuren,    wie     Phthal-          säure    und     Terephthalsäure,    hergestellten     Polyglycidyl-          ester,    ferner     Glycidyläther    von mehrwertigen Alkoho  len, wie Glykolen oder Glycerin, sowie einfache     Poly-          epoxydverbindun,c"en,    wie     Butadiendioxyd.    Bevorzugt  verwendet man die aus mehrwertigen     Phenolen,    wie       Resorcin,        Hydrochinon,

          Phenol-Forinaldehyd-Konden-          sationsprodukten    oder insbesondere     4,4'u-Dihydroxy-          diphenyldimethylmethan    hergestellten     Polyglycidyl-          äther.    Es können auch Mischungen von solchen       Epoxydverbindungen    verwendet werden.  



  Zur Herstellung der gebrauchsfertigen     Epoxy-          harz-Pressmasse    werden der Harzkomponente ge  wöhnlich ein oder mehrere, vorzugsweise     faser-    oder  pulverförmige Füllmittel wie Gesteinsmehle, H<B>,</B>     olz-          mehle,        Cellulose,    Asbestfasern, Glasfasern, Glimmer,  Kaolin, Quarz, Metalloxyde, Mineralien oder natür  liche     bzw.    synthetische Faserstoffe, zugegeben.

   Die  Zugabe kann beispielsweise gleich nach erfolgter Auf  lösung des Amins     ini        Epoxyharz    durchgeführt werden,  oder die Füllmittel können der bereits gereiften und  fest gewordenen Lösung in geeigneter Weise bei  spielsweise durch Vermahlen in einer     Kuggelmühle,     einverleibt werden. In wirkungsvollen     Mischa,-gre-          gaten,    wie beispielsweise Mischwalzwerken oder<B>be-</B>  stimmten Knetmaschinen, kann die Auflösung des       Aminhärters    gleichzeitig mit der Vermischung mit  dem     Füllmittel    vorgenommen werden.

   Ausser Füll  mitteln können auch farbgebende Stoffe, Gleit- und       Weichmachungsmittel    und andere modifizierende  Stoffe zugegeben werden.     Gewünschtenfalls    kann  man die Massen vor Erreichen des festen,     härtbaren     Zustandes in für die     Befüllung    von     Pressformen     geeignete Formen, wie Plätzchen, Tabletten oder       Granülen    bringen. Im nachfolgenden Beispiel be  deuten Teile Gewichtsteile.  



  <I>Beispiel</I>  <B>103</B> Teile     p,V-Diaminodiphenylmethan    werden  unter Rühren in 400 Teilen eines in Gegenwart  von Alkali aus 4"#g-Dihydroxydiphenyl-dimethyl-         methan    und     Epichlorhydrin    hergestellten, bei Raum  temperatur flüssigen     Epoxyharzes    mit einem     Epoxyd-          ge     <B>g</B> halt von<B>5,2</B>     Mol/kg,    bei<B>60-620 C</B> im Verlauf  von<B>1</B> Stunde gelöst, bei     5011   <B><I>C</I></B> in eine flache Blech  schale ausgegossen und 4 Stunden lang in einen       Wärmesehrank    von<B><I>500 C</I></B> eingestellt.

   Nach<B>Ab-</B>  kühlung auf Raumtemperatur wird ein hellbraunes,  sprödes Kunstharz erhalten, welches einen     Erwei-          chungspunkt    von     66'C    hat (gemessen auf der     Kofler-          Heizbank).    Dieses Harz wird auf einer     Schlagkreuz-          mühle    gemahlen.<B>350</B> Teile des so     gemaWenen    Har  zes werden zwecks Herstellung einer     Pressmasse    mit  <B>650</B> Teilen     Specksteinmehl,

     <B>15</B> Teilen     Glycerinmono-          stearat    und 20 Teilen     Nigrosin   <B>32</B> Stunden lang in  einer     Steinzeugkugelmühle    vermahlen. Die erhaltene  Masse wird zu Ringtabletten komprimiert.  



       Die        dünnschichtige        g        Ummantelung        einer        Metall-          blichse    zwecks Herstellung eines Isolationskörpers  wird anhand der beiliegenden Zeichnungen näher  erläutert.  



       Fig.   <B>1</B> zeigt schematisch eine einfache offene       Pressforin    im Längsschnitt, bestehend aus einer     Ma-          ,trize   <B>1</B> und einem Stempel 2, welche durch Heizkör  per<B>3</B>     bzw.   <B>3'</B> vorgewärmt werden können. In die Ma  trize<B>1</B> ist der Auswerfer 4 eingesetzt, welcher die  zu ummantelnde Messingbüchse<B>5</B> trägt. In den       -ringförrnigen    Zwischenraum zwischen der Messing  büchse<B>5</B> und der Matrize ist eine aus der oben  beschriebenen     Pressmasse    hergestellte     Ringtabl#ette   <B>6</B>  eingelegt.  



  Vor dem eigentlichen     Pressvorgang    werden Stem  pel und Matrize mittels der Heizkörper<B>3</B> und<B>3'</B> auf  etwa     1651>C    vorgewärmt.  



  Bei einem Druck von 120     kg#'CM2    wird sodann  die Form geschlossen. Wie in     Fig.    2 gezeigt ist, wird  dabei die plastisch gewordene     Pressmasse    in den  ringsum ausgesparten Hohlraum     gepresst,    welcher  durch Matrize<B>1,</B> Stempel 2, Auswerfer 4 sowie       Messingbächse   <B>5</B> begrenzt ist. Zusammenhängend  mit der als innere Isolierung dienenden dünnschich  tigen Ummantelung<B>7</B> wird ausserdem ein     becher-          föriniger    äusserer Isolationskörper<B>8</B> geformt.

   Nach  <B>3</B> Minuten wird der     Pressling    heiss     entformt.        Fio".   <B>3</B>  zeigt den erhaltenden ummantelnden Körper im  teilweisen Längsschnitt. Durch die Nut<B>9</B> in der  Messingbüchse<B>5,</B> in welche ein Vorsprung<B>10</B> der       Ununantelung    eingreift, ist die dünnschichtige Um  mantelung<B>7</B> mit der Messingbüchse<B>5</B> fest ver  bunden, trotzdem zwischen der ummantelten me  tallischen Oberfläche der Büchse<B>5</B> und der inneren  Oberfläche der     Unimantelung   <B>7</B> wegen dem in der       Pressmasse    enthaltenen Trennmittel keine Haftung,  besteht.  



  Im vorliegenden Beispiel beträgt der Durchmesser  der als Metalleinlage dienenden Messingbüchse<B>5</B>  <B>30</B> mm, während der Durchmesser der inneren Iso  lation<B>31  </B> 0,2 mm beträgt; dies entspricht einer  Schichtdicke der Ummantelung von<B>0,5<I> </I> 0,1</B> mm.  Selbst bei     langdauemder    thermischer Beanspruchung           (12011   <B>C</B> während<B>72</B> Stunden) und bei     thennischer     Wechselbeanspruchung zwischen<B>- 30</B> und<B>+</B>     l501'   <B>C</B>  tritt keine     Rissbildung    oder Ablösung der     Umman-          tolung   <B>7</B> auf.  



  Im Gegensatz dazu zeigen gleiche ummantelte  Körper, die mit handelsüblicher     Phenolharz-Press-          masse    oder     Melaminharz/Asbest-Pressmasse        gepresst     werden, bereits nach     3tägdger    Lagerung bei Raum  temperatur     Rissbildung.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH 1</B> Verfahren zur dünnschichtigen, rissfreien, elek trisch isolierenden Ummantelung von Metallen, da durch gekennzeichnet, dass man die Metalle im Press- oder Spritzpressverfahren mit in der Hitze härtenden Epoxydharz-Pressmassen in dünner Schicht ummantelt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass eine in der Hitze härtende Füll stoffe enthaltende Epoxyharz-Pressrnasse verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung eine Dicke von<B>0,1</B> bis<B>10</B> mm besitzt, wobei diese Dicke höch- stens 1011/o des grössten Durchmessers des zu um- mantelnden Metalheiles ausmacht. <B>3,</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine Epoxyharz-Pressmasse ver wendet wird, die unter Verwendung eines aroma tischen Polyamins als Härter erhalten wurde. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unter anspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine Epoxy- harz-Pressmasse verwendet wird, die unter Verwen dung eines Diaminodiarylalkans als Härter erhalten wurde.
    <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> -und Unter anspruch<B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass eine Epoxy- harz-Pressmasse verwendet wird, wie sie durch Lö sen eines aromatischen Polyamins in einem flüssigen Epoxyharz und Überführen der Lösung nach Zugabe von Füllmitteln durch einen Reifungsprozess in den festen, schmelzbaren und hitzehärtbaren Zustand erhältlich ist. PATENTANSPRUCHII Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch<B>1</B> mit einer dünnschichtigen, rissfreien, elektrisch isolieren den Ummantelung versehenes Metall.
CH355488D 1957-04-26 1957-04-26 Verfahren zur dünnschichtigen, rissfreien, elektrisch isolierenden Ummantelung von Metallen mit Kunstharzmassen CH355488A (de)

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