Verwendung einer Vorrichtung mit einem akustisch betätigbaren, elektrischen Schalter Es sind Vorrichtungen mit einem akustisch be- tätigbaren, elektrischen Schalter bekannt. Die vor liegende Erfindung betrifft nun eine neue Verwen dung einer derartigen Vorrichtung, und zwar zeichnet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch aus, dass der akustisch betätigbare, elektrische Schalter in einem Stromkreis zur Steuerung mindestens eines Alarm undloder Sicherheitsorgans angeordnet wird, derart, dass im Falle einer Gefahr das genannte Organ durch Schallwellen zur Wirkung bringbar ist.
In der folgenden Beschreibung ist an Hand der beigefügten Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung erläutert.
Eine Maschine 10, z. B. eine Werkzeugmaschine, ist mit einem elektrischen Antriebsmotor 11 gekup pelt, der über ein elektrisches Schaltschütz 12 mit Netzanschlussklemmen 13 in Verbindung steht. Das Schaltschütz 12 weist einen Elektromagnet 14 auf, durch dessen Erregung das Schaltschütz 12 ausgelöst und dadurch der Speisestromkreis des Motors 11 unterbrochen werden kann. Der Elektromagnet 14 ist einerseits direkt und anderseits über einen elektrischen Steuerschalter 15 mit den Anschlussklemmen 13 ver bunden. Der Schalter 15 liegt somit in einem Strom kreis zur Steuerung der Maschine 10.
Ein Mikrophon 16 ist an den Eingang eines Ton frequenzverstärkers 17 angeschlossen, dessen Aus <I>gang</I> mit einem Apparat 18 in Verbindung steht, der verschiedene Ausbildung haben kann und im allge meinen komplexer Natur ist. Der Apparat 18 hat die Aufgabe, von allen im Mikrophon 16 erzeugten und im Verstärker 17 verstärkten tonfrequenten Wechsel strömen eine Auswahl zu treffen gemäss zum voraus festgelegter Kriterien, wie weiter unten noch er läutert wird. Der Ausgang des Apparates 18 ist an ein weiteres Gerät 19 angeschlossen, das den bereits erwähnten Schalter 15 enthält nebst Mitteln zum Betätigen des Schalters 15 durch die vom Apparat 18 gelieferten elektrischen Ströme. Das Gerät 19 kann z. B. ein elektromagnetisches Relais sein, wobei der Schalter 15 ein Arbeitskontakt dieses Relais ist.
Der Schalter 15 braucht jedoch nicht Kontakte im alther gebrachten Sinn aufzuweisen, denn das Gerät 19 könnte ebensogut eine vorzugsweise mit Gas gefüllte Elektronenröhre oder einen Transistor enthalten, welche bzw. welcher die Funktionen eines Relais ausübt. Selbstverständlich ist es auch möglich, im Gerät 19 nochmals einen Verstärker einzubauen, sofern dies aus betriebstechnischen Gründen erfor derlich ist. Die Teile 16 bis 19 bilden zusammen eine Vorrichtung zum akustischen Betätigen des Schal ters 15.
Der Apparat 18 enthält beispielsweise mindestens ein Filter, das nur tonfrequente Wechselströme be stimmter Frequenz durchlässt, die übrigen Tonfre- quenzströme jedoch beträchtlich dämpft, so dass diese auf das nachfolgende Gerät 19 keinen Einfluss aus üben können. Der Schalter 15 spricht dann nur auf die durch das Filter festgelegten Tonfrequenzen an. Durch Verwendung mehrerer, auf bestimmte Fre quenzen abgestimmter Filter lässt sich erreichen, dass der Schalter 15 nur auf vorbestimmte Vokale oder Konsonanten anspricht.
Anstelle von oder zusätzlich zu einem Filter kann der Apparat 18 auch Mittel aufweisen, die bewirken, dass der Schalter nur dann anspricht, wenn die Stärke der vom Verstärker 17 gelieferten Ströme einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, das heisst, wenn die das Mikrophon 16 erreichenden Schallwellen eine gewisse minimale Lautstärke übersteigen. Auf diese Weise lässt sich ein allfälliges Ansprechen des Schalters 15 durch die üblicherweise in der Um gebung des Mikrophones 16 vorhandenen Geräusche vermeiden. Ferner kann der Apparat an sich bekannte Schal tungsmittel zum elektrischen Differenzieren oder Inte grieren der vom Verstärker 17 gelieferten Wechsel ströme enthalten.
Im ersten Fall lässt sich erreichen, dass der Schalter 15 nur bei einer raschen Lautstärke zunahme anspricht, nicht aber bei einem allmählichen Anwachsen des Lautstärkepegels in der Umgebung des Mikrophons 16. Im zweiten Fall kann man er zielen, dass der Schalter 15 nur beim Auftreten eines vorbestimmten Energieinhaltes der das Mikrophon 16 erreichenden Schallwellen anspricht, z. B. bei einer Folge von kurzzeitigen Schallimpulsen, nicht aber beim Auftreten vereinzelter Schallimpulse, selbst wenn deren Amplitude gross ist.
Es ist auch möglich, zu erreichen, dass der Schalter 15 nur auf eine Folge von Schallimpulsen anspricht, die in vorbestimmter Form auf das Mikrophon 16 auftreffen. Ferner besteht die Möglichkeit, den Ap parat 18 so auszubilden, dass der Schalter 15 nur auf zum voraus festgelegte Silben oder Wörter der menschlichen Sprache reagiert.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der dargestell ten und beschriebenen Einrichtung ist wie folgt: Wenn die Maschine 10 im Betrieb ist, sind die Kontakte des Schützes 12 geschlossen, während der Schalter 15 geöffnet ist. Die üblicherweise das Mikrophon 16 erreichenden Schallwellen bleiben ohne Einfluss auf den Schalter 15. Erst wenn der Schall bestimmte Merkmale aufweist, je nach der Ausbildung des Apparates 18, spricht der Schalter 15 an, wobei er den Steuerstromkreis des Elektromagneten 14 schliesst, wodurch die Kontakte des Schützes 12 geöffnet und der Motor 11 und die Maschine 10 ausser Betrieb gesetzt werden.
Zweckmässigerweise ist die Vorrichtung l6-19 mit dem akustisch betätigbaren Schalter 15 derart aus gebildet, dass durch einen Hilferuf im Falle einer Ge fahr die Maschine 10 automatisch stillgesetzt wird.
Selbstverständlich kann das Schaltschütz 12 noch weitere Kontakte aufweisen, mit deren Hilfe z. B. die Maschine 10 augenblicklich gebremst wird, so bald der Magnet 14 erregt und die Stromzufuhr zum Motor 11 unterbrochen wird.
Durch die beschriebene Verwendung einer Vor richtung mit einem akustisch betätigbaren, elektri schen Schalter lassen sich die Gefahren beim Arbeiten an motorisch angetriebenen Maschinen bedeutend ver mindern, da zum Stillsetzen der Maschine keine me- chanische Betätigung eines Schalters mehr nötig ist, sondern ein akustisches Zeichen, z. B. ein Hilferuf, genügt.
Gegebenenfalls können mehrere Maschinen durch einen und denselben Steuerschalter 15 ausser Be trieb gesetzt werden.
Bei einer nicht dargestellten Variante dient der akustisch betätigbare Schalter 15 zum Steuern einer Alarmvorrichtung, die somit im Falle einer Gefahr durch Schallwellen, welche auf das Mikrophon 16 auftreffen, zur Wirkung gebracht werden kann. Bei dieser Verwendung des Schalters 15 wird derselbe z. B. in einem Stromkreis zur Steuerung eines elektro magnetischen Relais angeordnet, das seinerseits die Alarmvorrichtung betätigt. Es wäre aber auch mög lich, den Schalter 15 direkt in einem Stromkreis zur Speisung der Alarmvorrichtung anzuordnen.
Die Ver wendung der Vorrichtung mit dem akustisch betätig- baren Schalter zum Steuern einer Alarmvorrichtung ist beispielsweise für Banken oder Bijo@uterieläden von grossem Vorteil, da es nun möglich ist, die Alarmvorrichtung unabhängig vom Standort des Personals allein durch Schallwellen in Tätigkeit zu setzen.
Gemäss einer andern, ebenfalls nicht dargestellten Variante könnte das Schaltschütz 12 mit einem zu sätzlichen Kontakt versehen sein, der sich beim Erregen des Magneten 14 schliesst und dabei eine Alarmvorrichtung zur Wirkung bringt. Im Falle einer Gefahr kann dann mittels Schallwellen gleichzeitig die Maschine 10 stillgesetzt und die Alarmvorrichtung zur Tätigkeit gebracht werden: