CH348263A - Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von Ellipsen - Google Patents
Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von EllipsenInfo
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Description
Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von Ellipsen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von Ellipsen, mit einer Kur bel, die über der Längsmittellinie des Geräts gelagert und in ihrer Länge einstellbar ist, deren Kurbel zapfen mit einer fest angeordneten vorderen Quer führung eines entlang einer Längsführung beweg lichen Schlittens und mit dem vorderen Teil eines Lenkstabes in Eingriff steht, welcher mit seinem Hinterende seitlich ausschwenkbar gelagert ist, sowie mit einer hinteren Querführung, die auf dem Schlit ten verstellbar ist,
wobei auf dieser hinteren Quer führung und dem Lenkstab angeordnete Gleitstücke in der Kreuzungsstelle von Querführung und Lenk stab drehbar verbunden sind und darunter eine Schreib- oder Abtastvorrichtung tragen.
Mathematisch genaue Ellipsen mit den Halb achsen a, b entstehen dadurch, dass die Ordinaten der Punkte eines Kreises vom Radius a im Verhält nis b verkürzt und die Abszissen belassen oder sämt- a lieh um die gleiche Konstante geändert werden.
Ein Ellips.enzirkel entspricht den angeführten Be dingungen, wenn die Verhältnisse der Längen des Streckenpaares zwischen der Kurbelmittelachse und der hinteren verstellbaren Querführung, an welcher die Schreibvorrichtung gleitet, und zwischen dieser hinteren Querführung und dem hinteren Gelenk des Lenkstabes, sowie des Streckenpaares zwischen dem Kurbelzapfen und dem Beschreibgelenkstück und diesem und dem hinteren Gelenk des Lenkstabes in jedem Stadium der Bewegung des Gerätes genau dem Halbachsenverhältnis der zu zeichnenden Ellipse entsprechen.
Ein bekannter Ellipsenzirkel der eingangs be schriebenen Bauart kann diesen Bedingungen nicht entsprechen, weil unter Festeinstellung der einstell baren hinteren Querführung auf das gegebene Halb- achsenverhältnis ein in seiner Länge unveränderlicher Lenkstab zur Anwendung kommt und daher zwischen dem auf ihm entstehenden erwähnten zweiten Strek- kenpaar das Halbachsenverhältnis nur ausnahmsweise entstehen kann. Bei dem bekannten Gerät sind für das hintere Ende des Lenkstabs einerseits und die hintere Querführung anderseits zwei voneinander unabhängig bewegliche Längsführungen vorgesehen.
Der aus dieser Bauweise entstandene Fehler wird dadurch zu beseitigen versucht, dass ein vom Lenk- stabgleitstück abwärts ragender zylindrischer Stift sich in einer zur Hauptlängsachse des Ganzen parallelen Nut des darunter in der verstellbaren Querführung laufenden, die Schreibvorrichtung tragenden Gleit- stücks bewegen kann. Da aber unter den genannten baulichen Bedingungen der bekannten Vorrichtung auch die Ordinaten der Ellipsen abweichend von der für sie gegebenen Regel gesteuert werden, genügt dieser Längenausgleich nicht dazu, genaue Ellipsen zu beschreiben.
Der bekannte Ellipsenzirkel hat auch durch die zwei Längsführungen einen zu vielseitigen Aufbau. Seine Einstellung ist schwierig und umständ lich, insbesondere weil die Längsführung des Schlit tens zweispurig zwischen den zwei Längsschenkeln eines Rahmens und unterseitigen Einschnitten an den beiden äusseren Enden der beiden Querführungen gebildet wird, was notwendig ein Ecken dieser weit auseinander liegenden Führungen verursacht.
Ausserdem erlaubt der Bau des bekannten Ellip- senzirkels nicht das Beschreiben von Ellipsen mit extrem gering unterschiedlichem Halbachsenverhält- nis, weil seine beiden Querführungen auf gleicher Ebene und gleichen Einstellstäben gelagert sind,
und daher infolge gegenseitigen Anschlags ihrer Längs seiten die verstellbare Querführung nicht unter die am Schlittenvorderende fest angeordnete Querführung gestellt werden kann. Ausserdem erlaubt die bekannte Ausführung auch nicht das genaue Zeichnen von Ellipsen mit extrem stark unterschiedlichem Halb achsenverhältnis,
weil infolge des längenunveränder lichen Lenkstabs und der Lagerung seines Hinter endes auf einem auf der Hauptlängsschiene beweg liehen Schieber das Lenkstabgelenk gegenüber dem von der Kurbel sinus- oder cosinusförmig bewegten Schlitten und der darauf unter das Gelenk gestellten hinteren Querführung wandert. Ferner- weist der bekannte Ellipsenzirkel nur eine skalenlose und daher umständlich bedienbare Einstellvorrichtung für die Kurbellänge auf, während die Einstellung der kleinen Halbachse nur mittels auf der Zeichnung von Hand aufzubringender Hilfslinien vorgenommen werden kann.
Beim Gerät gemäss Erfindung sind die geschil derten Mängel beseitigt.
Das erfindungsgemässe Gerät ist dadurch gekenn zeichnet, dass in der Längsmittellinie als Längsfüh- rung für den beweglichen Schlitten eine Hauptlängs- schiene vorgesehen ist, welche auf mindestens drei Füssen steht, dass der Lenkstab in einem Schwenk lager am hinteren Ende des Schlittens gelagert ist, und dass die Länge des Lenkstabs von der vorderen Querführung bis zum Schwenklager veränderlich ist.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands be schrieben.
Fig. 1 zeigt das Gerät in Seitenansicht mit seinem vorderen Teil im Axialschnitt.
Fig. 2 zeigt dasselbe Gerät in der Draufsicht, und Fig. 3 in der Stirnansicht. Beim dargestellten Gerät findet eine Lenkstange 6 Verwendung, die an einem ihrer Enden unterhalb dem Kurbelzapfen 7, in dem darauf schwenkbaren Lager 17 längsverschiebbar ist. Von der auf dem hinteren Fuss 1 und den zwei seitlichen vorderen Füssen 2 dreipunktförmig getragenen Hauptlängs- schiene 3 ist der gesamte Mechanismus des Geräts getragen.
Am Vorderende der Hauptlängsschiene 3 ist eine senkrechte Achse 4 drehbar angeordnet. Die Achse 4 trägt an ihrem Unterende eine in ihrer Länge verstellbare Kurbel 5. An einer auf der Hauptlängs- schiene 3 geführten Rollenführung 13 ist ein stab- förmig gestalteter und wie die Hauptlängsschiene 3 gerichteter Schlitten 10 in Richtung von deren Achse beweglich aufgehängt. Dabei befinden sich die vor und hinter der Rollenführung 13 sich erstreckenden Teile des Schlittens 10 senkrecht unter der Unterseite der Hauptlängsschiene 3.
Am Vorderende des Schlit tens 10 ist eine Querführung 9 in der Mitte ihrer Länge fest angesetzt. In dieser vorderen, festen Querführung 9 liegt ein Gleitstein 8, in welchem der Kurbelzapfen 7 eingreift, so dass bei Drehen der Kur bel 5 durch Gleiten des Gleitsteins 8 entlang der Querführung 9 der Schlitten 10 auf der Hauptlängs- schiene 3 hin und her bewegt wird. Durch die Ver- stellbarkeit der Länge der Kurbel 5 kann das Mass der Längsbewegung des Schlittens 10 auf das Mass der Länge der grossen Ellipsenachse eingestellt wer- den.
Hinter der festen Querführung 9 ist eine zweite Querführung 12 mit einem in ihrer Mitte angesetzten Schieber auf einer Unterschiene des Schlittens 10, also gegenüber der vorderen Querführung 9 in der Höhe versetzt, in Richtung der Hauptlängsschiene 3 verschieb- und mittels einer Stellschraube feststellbar. Die beiden Querführungen 9 und 12 ragen also mit je einer halben Länge rechtwinklig von dem Schlit ten 10 frei ab. In dem hinteren Teil des Schlittens 10 ist mittels eines unter der Hauptachse senkrecht an geordneten Zapfens 11 der seitlich ausschwenkbare Lenkstab 6 gelagert. Derselbe ist mit einem aus holenden Endbügel 16 um und unter das Hinterende des Schlittens 10 und unter den beiden Querführun gen 9 und 12 hindurchgeführt.
Bei der vorderen Querführung 9 ist der Lenkstab 6 in einem waage rechten, unteren, hülsenförmigen Teil 17 eines La gers längsbeweglich geführt, welches mit seinem oberen senkrechten Teil 18 auf dem Kurbelzapfen 7 und im Gleitstein 8 der vorderen Querführung 9 seitlich schwenkbar gelagert ist. Die Anordnung der Lagerung der beiden Enden des Lenkstabs 6 kann auch umgekehrt sein, also so, dass er in einem hin teren, auf den Gelenkzapfen 11 schwenkbaren Lager längsbeweglich und mit einem vorderen Bügel auf dem Kurbelzapfen 7 und im Gleitstein 8 seitlich schwenkbar gelagert ist.
In jedem Falle kann sich der Lenkstab 6 selbständig mit seiner Mittelachse genau unter die Kreuzung der Mittelachse der Kurbel 5 und der vorderen Querführung 9 einstellen und seine wirksame Länge zwischen dem Kurbelzapfen 7 und seinem hinteren Gelenkzapfen 11 im Verlauf seiner Ausschwenkungsbewegung ändern. Dabei ste hen der Lenkstab 6 und die verschiebbare Quer führung 12 an ihrer Kreuzungsstelle durch je ein auf ihnen geführtes und aneinander drehbar gelagertes Gelenkstück 19, 20 miteinander in Eingriff, wobei das untere Gelenkstück 20 einen Schreibstift 21 trägt. An Stelle des letzteren kann auch ein Taster oder ein Bearbeitungswerkzeug oder dergleichen angeord net sein.
Da der Kurbelzapfen 7 auf die geschilderte Weise zugleich mit der vorderen Querführung 9 und dem vorderen Teil des Lenkstabs 6 in Eingriff steht, Wird bei Drehen der Kurbel 5 der Schlitten 10 mit seinen Querführungen 9 und 12 und dem Lenkstab 6 auf der Hauptführungsschiene 3 in Richtung der grossen Achse der Ellipse bewegt und das Vorderende des Lenkstabs 6 zugleich auf einem der grossen Ellipsenachse entsprechenden Kreis seitlich ausge schwenkt. Durch Verstellen der einstellbaren Quer führung 12 gegenüber der Mittelachse der festen Querführung 9 wird das Gelenk 19, 20 zwischen Lenkstab 6 und Querführung 12 auf einen Bruchteil des Kurbelradius und der grossen Ellipsenachse ein gestellt.
Dadurch werden die Ordinaten des Kreises der Kurbel im eingestellten Halbachsenverhältnis der Ellipse verkleinert in dieselbe eingetragen.
An der Hauptlängsschiene 3 ist eine von einer Nullmarke nach beiden Richtungen zählende Skala angeordnet. Eine Marke am Schlitten 10 fällt bei rechtwinkliger Stellung der Kurbel 5 zur Hauptachse 3 mit dem Nullstrich der Skala zusammen. Die Marke zeigt bei in Hauptlängsrichtung verstellter Kurbel 5 die grosse Halbachse der Ellipse an. Die Stellung der Kurbel 5 kann dann durch eine in ihrer Schwalben schwanzführung 22 am Unterende der Kurbelachse 4 eingeführte gerändelte Stellschraube 23 gesichert sein. Auf der .einstellbaren Querführung 12 ist eine von der Mitte nach einem oder beiden Enden mes sende Skala und auf dem darin laufenden Gleitstück 19 eine Marke angeordnet, womit, bei Feststellung der Kurbel 5 quer zur Hauptlängsachse, die kleine Halbachse der Ellipse einstellbar ist.
Man hat also mit der zuletzt genannten Einstellvorrichtung die Möglichkeit, die gegebene kleine Halbachse einzu stellen.
Am hinteren Fuss 1 der Hauptlängsschiene 3 ist ein Lineal 14 mit einem Längsführungslager 15 seit lich schwenkbar angeordnet, derart, dass es durch An schlag am Fuss 1 mit der einwärts gerichteten Mess- kante 24 seines vorderen Teils einwärts unter die Hauptachse des Ganzen geschwenkt werden kann. Der vordere Teil des Lineals kann entlang seiner Messkante eine Skala aufweisen.
Mit dem beschriebenen Gerät lassen sich mathe matisch genaue Ellipsen zeichnen, und zwar auch solche mit extrem geringem oder mit extrem grossem Halbachsenverhältnis.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von Ellipsen, mit einer Kurbel (5), die über der Längsmittellinie des Geräts gelagert und in ihrer Länge einstellbar ist, deren Kurbelzapfen mit einer fest angeordneten vorderen Querführung (9) eines entlang einer Längs führung beweglichen Schlittens (10) und mit dem vorderen Teil eines Lenkstabs (6) in Eingriff steht, welcher mit seinem Hinterende seitlich ausschwenk bar gelagert ist, sowie mit einer hinteren Querfüh rung (12), die auf dem Schlitten verstellbar ist, wo bei auf dieser hinteren Querführung und dem Lenk stab angeordnete Gleitstücke (19, 20) in der Kreu zungsstelle von Querführung und Lenkstab drehbar verbunden sind und darunter eine Schreib- oder Ab tastvorrichtung (21) tragen, dadurch gekennzeich net,dass in der Längsmittellinie als Längsführung für den beweglichen Schlitten eine Hauptlängsschiene (3) vorgesehen ist, welche auf mindestens drei Füssen (1, 2) steht, dass der Lenkstab (6) in einem Schwenk- lager (11) am hinteren Ende des Schlittens (10) gelagert ist, und dass die Länge des Lenkstabs (6) von der vorderen Querführung bis zum Schwenk lager veränderlich ist. UNTERANSPRüCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass am Vorderende des Schlittens (10) in gleicher Höhe mit demselben die vordere, mit dem Kurbelzapfen (7) in Eingriff stehende Querführung (9) befestigt ist. 2.Gerät nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der fest am Schlitten (10) angeordneten vorderen Querführung (9) eine mittels eines fest angesetzten Schiebers an der Unterseite des Schlittens (10), also gegenüber der vorderen Querführung (9) in der Höhe versetzte, hintere Querführung (12) angeordnet ist. 3. Gerät nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teil (16) des Lenkstabs (6) und die vor dere Lagerung (17) desselben so tief geführt sind, dass der Lenkstab (6) die Querführungen (9, 12) unterfährt. 4.Gerät nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Endteil des Lenkstabs (6) in .einem waage rechten, hülsenförmigen Teil (17) eines Lagers längs beweglich und mit einem senkrechten Teil (18) des Lagers auf dem Kurbelzapfen (7) in einem Gleit- stein (8) der vorderen Querführung (9) querbeweg lich gelagert ist. 5. Gerät nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Hauptlängsschiene (3) eine von einer Null marke aus nach beiden Richtungen zählende Skala und auf dem Schlitten (10) eine Einstellmarke an geordnet ist. 6.Gerät nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der einstellbaren Querführung (12) eine von der Mitte aus zählende Skala angeordnet ist. 7. Gerät nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Fuss (1) der Hauptschiene (3) ein Lineal (14) derart schwenkbar gelagert ist, dass es bei An schlag am Fuss mit einer an seinem vorderen Teil angeordneten Messkante (24) unter der Hauptachse des Gerätes liegt.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH348263A true CH348263A (de) | 1960-08-15 |
Family
ID=4508306
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH348263D CH348263A (de) | 1956-03-12 | 1956-03-12 | Gerät zum Zeichnen oder Abtasten von Ellipsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH348263A (de) |
-
1956
- 1956-03-12 CH CH348263D patent/CH348263A/de unknown
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