CH344516A - Vorrichtung zum Nachlösen von Viskose - Google Patents
Vorrichtung zum Nachlösen von ViskoseInfo
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Description
Vorrichtung zum Nachlösen von Viskose Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Nachlösen von Viskose zur Erzielung eines besseren Auflösungsgrades des Cellulosexanthogenats und zur Verbesserung der Filtrationseigenschaften der Viskose.
Eine bestmögliche Homogenität und gute Filtrier- barkeit von Spinnlösungen ist nicht nur aus wirt schaftlichen Gründen sehr wichtig, sie beeinflusst be kanntlich auch weitgehend die Qualität der Fäden. Eine gut filtrierbare Viskose erhält man aber nur dann, wenn es gelingt, das Cellulosexanthogenat voll ständig in Lösung zu bringen.
Da es bei den bisher bekanntgewordenen Sulfidierverfahren jedoch nicht möglich ist, den Schwefelkohlenstoff derart in der Alkalicellulose zu verteilen, dass keine Knollenbil- dung eintritt, sieht man sich stets vor die Aufgabe gestellt, den chemischen Löseprozess, das heisst die Auflösung des Cellulosexanthogenats in Natron lauge durch mechanisch wirkende Mittel zu unter stützen.
Dies ist um so wichtiger, als das Cellulose- xanthogenat auch chemisch nicht homogen ist, weil die innern Anteile der Knollen ungenügend oder teil weise überhaupt nicht sulfidiert sind. Unter der Einwirkung der Löselauge bildet sich dann an der Oberfläche der Xanthogenatknollen auch noch eine klebrige Schicht, die gegenüber der Lauge recht widerstandsfähig ist und die Auflösung der innern Anteile der Knollen verlangsamt, wenn nicht gar verhindert.
Man hat aus diesen Gründen den Löseprozess in geeigneten Vorrichtungen durchgeführt, die die Aufgabe haben, die Xanthogenatknollen mechanisch zu zerkleinern. Alle diese Vorrichtungen, wie die lange bekannten Zerreiber, Passierzentrifugen usw. arbeiten ebenso wie die neuerdings verwendeten Zer- reiber mit harten Scheiben, nach dem Prinzip, die groben ungelösten Xanthogenatteile zwischen glei- tenden Flächen zu zerreiben.
Es ist verständlich, dass dieser Arbeitsgang auf Grund der knetgummiartigen Beschaffenheit der Knollen häufig wiederholt wer den muss, bis die Viskose keine die Filterpressen verstopfenden Festteile mehr enthält.
Wenn man, wie ebenfalls bereits versucht wurde, den Abstand zwischen den gleitenden Flächen ver ringert, so erreicht man dadurch zwar einen besseren und vor allen Dingen schnelleren Auflösungseffekt, doch steigt durch die höhere Reibung gleichzeitig auch die Temperatur an, und dies ist bei der Emp findlichkeit der Viskose nicht tragbar. In diesem Fall muss für eine Abführung der Reibungswärme gesorgt werden, wodurch zusätzliche Anlagen und Energien erforderlich werden.
Es wurde nun gefunden, dass man in kürzester Zeit eine vollkommen homogene und sofort ohne Schwierigkeiten filtrierbare Viskose erhält, wenn man die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Nachlösen der Viskose einsetzt, die sich dadurch auszeichnet, dass sie ein mit schlitzförmigen Öffnungen versehenes Rohr zum Ausspritzen der Viskose aufweist, welches konzentrisch von mindestens einer Hohltrommel umgeben ist, deren Mantel mit innern spitzen Prall körpern, auf welche die ausgespritzte Viskose auf- trifft, sowie mit zwischen diesen Prallkörpern lie genden Öffnungen für den Durchtritt der Viskose versehen ist,
wobei die Trommel von einem ge schlossenen Behälter mit Bodenauslauf umgeben ist.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Aus führungsbeispiele von Vorrichtungen gemäss der Er findung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Axialschnitt des ersten und Fig. 2 einen Axialschnitt des zweiten Ausfüh rungsbeispiels, Fig. 3 eine Einzelheit aus Fig. 1 in grösserem Massstab und Fig. 4 eine Variante zu Fig. 3.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 mit einer Bodenöffnung 2 auf. Das Ge häuse umschliesst eine Trommel 3 mit einer Welle 4. Durch die Gehäusewand ragt ein Rohr 5, in der Trommelachse liegend, in die Trommel 3 hinein. Innerhalb der Trommel weist das Rohr schlitz- förmige Öffnungen 6 auf, von denen nur eine ge zeichnet ist.
In der Umfangswand der Trommel 3 sind gegen das Trommelinnere ragende, kegelförmige Spitzen 7 und zwischen denselben Öffnungen 8 vorgesehen (Fig. 3 bzw. 4).
In der Zeichnung sind nur die in der Schnitt ebene in Fig. 1 liegenden Spitzen 7 und Öffnungen 8 angegeben.
Im Betrieb der Vorrichtung wird mittels einer nicht gezeichneten Pumpe Viskose mit einem Druck von 5 bis 25 atü durch die schlitzförmigen öffnun- gen 6 im Rohr 5 in die mit einer Geschwindigkeit von 3000 bis 8000 U./min. rotierende Trommel 3 gepresst. Sie trifft auf als Prallkörper wirkende Spitzen 7 auf, wobei die Xanthogenatknollen sowie in diesen evtl. noch vorhandenen gröbere Faser verbände sofort zerschlagen werden.
Die Zentrifugal kraft bewirkt das Herausschleudern der Viskose durch die Öffnungen 8 der Trommel 3 an die Wan dungen des Gehäuses 1, aus dessen Bodenöffnung 2 sie abgezogen werden kann. Die die Vorrichtung ver lassende Viskose ist vollkommen homogen und leicht filtrierbar.
Die Trommel 3 und das Rohr 5 sind aus alkali- beständigem Material zweckmässig aus Edelstahl ge fertigt. Die im Trommelmantel angebrachten Öffnun gen 6 sind nach aussen hin konisch verjüngt (Fig. 3) oder zylindrisch mit einer Ansenkung an der Ein trittsseite (Fig. 4). Es ist wichtig, dass sie an der Innenseite der Trommel schräge Flächen bilden, da sich andernfalls tote Ecken ergeben, in denen sich die Viskose festsetzt. Es muss durch geeignete Regelvorrichtungen dafür gesorgt werden, dass die Austrittsgeschwindig keit der Viskose konstant gehalten wird.
Die Wirkung der Vorrichtung lässt sich noch er höhen, wenn man, gemäss Fig. 2, eine zweite gleich wie die in Fig. 1 dargestellte gestaltete Trommel 9 innerhalb der Trommel 3 derart montiert, dass sie konzentrisch zur Trommel 3 liegt, so dass die aus den Öffnungen 8 der innern Trommel 9 austretende Viskose nochmals die gleiche Behandlung in der Trommel 3 erfährt; gegebenenfalls können die Öff nungen 8 im Zylindermantel der äussern Trommel enger sein. Die Drehrichtung und die Geschwindig keiten der Trommeln 3 und 9 werden zweckmässig verschieden gewählt.
Zu diesem Zweck ist die Trom- niel 9 mittels der Welle 10 und die Trommel 3 über die Hohlwelle 11 und die Zahnräder 12 und 13 von der Welle 14 aus angetrieben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Nachlösen von Viskose, da durch gekennzeichnet, dass sie ein mit schlitzförmi- gen Öffnungen versehenes Rohr zum Ausspritzen der Viskose aufweist, welches konzentrisch von min destens einer umlaufenden Hohltrommel umgeben ist, deren Mantel mit innern spitzen Prallkörpern, auf welche die ausgespritzte Viskose auftrifft, sowie mit zwischen diesen Prallkörpern angeordneten Öffnungen für den Durchtritt der Viskose versehen ist, wobei die Trommel von einem geschlossenen Be hälter mit Bodenauslauf umgeben ist.UNTERANSPRUCH Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass dieselbe mindestens zwei Trom meln aufweist, die konzentrisch ineinander angeord net sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE344516X | 1955-08-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH344516A true CH344516A (de) | 1960-02-15 |
Family
ID=6252487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH344516D CH344516A (de) | 1955-08-08 | 1956-08-08 | Vorrichtung zum Nachlösen von Viskose |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH344516A (de) |
-
1956
- 1956-08-08 CH CH344516D patent/CH344516A/de unknown
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