Werkzeug zum Verputzen von Mauerecken Die Erfindung betrifft ein im Bauhandwerk zum Verputzen von Mauerecken dienendes Werkzeug.
Bisher wurden zum Verputzen von Mauerecken in den meisten Fällen die gleichen Werkzeuge wie zum Verputzen von Flächen verwendet, nämlich ein flaches Brett, Blech oder dergleichen. Diese haben den Nachteil, dass sie beim Verputzen von Ecken in folge ihrer Flachheit kein winkelrechtes Anlegen ermöglichen und demzufolge in ihrer Handhabung erhebliche Sorgfalt und einen grösseren Zeitaufwand erfordern. Trotzdem entstehen auch bei sorgfältiger Handhabung im Eckenputz mitunter Unebenheiten.
Es ist Zweck der Erfindung, ein winkelrecht an zu verputzende Mauerecken anlegbares Werkzeug zu schaffen, das bei einfacher und bequemer Handhabung und mit geringstem Zeitaufwand einen einwandfreien Eckenputz gewährleistet.
Nach der Erfindung ist das Werkzeug als Hobel ausgebildet und weist mindestens eine Winkelprofil schiene auf, die mit mindestens einer Ausnehmung versehen ist, zum Zwecke, dass überschüssiger Putz mörtel durch sie austreten kann und Unebenheiten im Putz mittels ihren Kanten beseitigt werden können. Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Es zeigt: Fig. 1 die Seitenansicht eines Putzhobels, Fig. 2 die zugehörige Aufsicht, Fig. 3 eine Stirnansicht in Richtung A der Fig. 1, Fig. 4 die Seitenansicht eines Putzhobels in anderer Ausführung, Fig. 5 eine Stirnansicht dieses Putzhobels, Fig. 6 die Gebrauchslage eines Putzhobels an einer Innenecke, Fig. 7 die Gebrauchslage eines Putzhobels an einer Aussenecke, Fig. 8 die Seitenansicht eines Putzhobels in einer dritten Ausführung.
Mit 1 ist eine Winkelprofilschiene bezeichnet, die aus einem verhältnismässig dünnen Blech, vorteilhaft aus Stahlblech, besteht, das beispielsweise eine Stärke von 1,2 mm aufweist. Gegebenenfalls kann die Schiene 1 auch aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt werden.
Die Winkelschiene 1 ist als Eckenhobel ausge bildet. Sie ist zu diesem Zweck rechtwinklig gebogen und weist mehrere Ausnehmungen 2 auf. Durch diese Ausnehmungen kann überschüssiger Putz mörtel austreten, wobei gleichzeitig durch die schar fen, messerartig wirkenden Kanten 3 bzw. 4 Uneben heiten im Putz beseitigt werden. Die Winkelschiene 1, die durch die Blechwinkel 20 mit einem Handgriff 5 fest verbunden ist, wird in der Gebrauchslage gemäss Fig. 6 in Richtung B der Vig. 1 bewegt. Wie aus Fig. 1-3 hervorgeht, sind die in der Führungsrich tung B vorn liegenden Kanten 6 etwas nach innen gebogen.
Es wird damit verhindert, dass diese Kanten 6 in den Putz einschneiden. Durch das Zurückbiegen der vordern Kanten 6 entstehen ausserdem Schräg- flächen 7 und 8, mit denen eine Verteilung des Putzes in der Mauerecke erzielt wird.
Die Ausnehmungen 2 des Putzhobels können verschiedene Form haben und sind bei der in Fig. 1 bis 3 gezeigten Ausbildung dreieckig ausgeführt. Es können jedoch gemäss Fig: 4 auch rechteckige Aus- nehmungen 9 vorgesehen sein.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Abstand 10 der letzten Ausnehmung bis zum Ende 11 des Hobels länger als der einzelne Abstand zwischen zwei Ausneh- mungen 2, was ein guter Glattstrich zur Folge hat. Das rückwärtige scharfkantige Ende 11 des Hobels dient zum Ausstechen der Mauerecken an den Enden derselben. Der beschriebene Eckenhobel dient zur Bearbeitung von frischem Putz, und zwar sowohl von Rauhputz als auch Feinputz.
Gemäss Fig. 4 und 5 ist an beiden Enden des Hobels noch ein Messer 12 angebracht, das mit seinen Schneidkanten 13 über die Hobelflächen vorsteht. Mit diesen zusätzlichen Messern kann vorteilhaft Eckenputz, der stark ab gebunden bzw. erhärtet ist, bearbeitet werden, und damit werden zugleich die Kanten 3 und 4 der Aus- nehmungen 2 bzw. 9 geschont.
Die Messer 12, die einen Längsschlitz 21 auf weisen, sind in Richtung C (Fig. 5) verstellbar an geordnet und sind an dem Stirnblech 14 des Hobels mittels einer Flügelmutter 15 befestigt.
Der Putzhobel nach den Fig. 1-5 ermöglicht in einfacher Weise bei geringstem Zeitaufwand die exakte Herstellung geradliniger, scharfer oder ab gerundeter Putzecken. Aus Fig. 6 und 7 geht hervor, dass je nach Ausbildung des Hobels nicht nur Innen ecken (Fig. 6), sondern gemäss Fig. 7 auch Aussen ecken bearbeitet werden können.
Ein Eckenputzhobel kann gegebenenfalls auch nach Fig. 8 ausgebildet sein. Darnach weist er mehrere in Abstand hintereinander angeordnete Winkelprofil schienen 16-18 auf, die mittels der Teile 20 an einer gemeinsamen Griffstange 19 befestigt sind. Die Profil schienen 16-18 sind mit Aussparungen 2 versehen, wobei zumindest die Vorderkante der ersten Profil schiene 16 zur Bildung von Schrägflächen 7, 8 auf gebogen ist. Gegebenenfalls können auch die Vorder kanten der nachfolgenden Profilschienen aufgebogen sein, wie bei 8a angedeutet. Zwischen den einzelnen Teilen 16-18 sind Lücken 22 vorhanden, die ähnlich wie die Aussparungen 2 wirken, so dass auch hier überschüssiger Putzmörtel austreten kann.
Der in Fig. 8 beispielsweise gezeigte Putzhobel ist zur Bearbeitung von gekrümmten, kreisförmig ge bogenen Ecken bestimmt. Die Griffstange 19 kann aus biegsamem Material, beispielsweise auch thermo plastischem Kunststoff, bestehen, so dass der Putz hobel nach Bedarf der Krümmung der Mauerecken angepasst werden kann.
Es ist jedoch auch möglich, bei Verwendung einer geraden Griffstange 19 einen mehrteiligen Putz hobel auch zur Bearbeitung geradliniger Mauerecken zu verwenden.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 bilden die untern Winkelkanten 23 der Profilschiene eine gerade Linie. Bei der praktischen Ausführung ist jedoch diese Kante ein wenig nach unten durchgebogen, wie mit der Linie 24 angedeutet. Die grösste Durchbiegung a dieser Hobelkante beträgt bei einer Gesamthobel länge von beispielsweise 700 mm nur etwa 3 mm. Diese geringe Durchbiegung hat den Vorteil, dass die verschiedenen Kanten 3 und 4 des Hobels gleich mässig schneiden, und ausserdem auch ein besseres Gleiten des Hobels in der Mauerecke erreicht wird.