CH339243A - Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzelachsantrieb - Google Patents

Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzelachsantrieb

Info

Publication number
CH339243A
CH339243A CH339243DA CH339243A CH 339243 A CH339243 A CH 339243A CH 339243D A CH339243D A CH 339243DA CH 339243 A CH339243 A CH 339243A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
chassis
locomotive
force
axle
travel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Grolmus Miroslav
Original Assignee
Z V I Plzen Narodni Podnik
Grolmus Miroslav
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Z V I Plzen Narodni Podnik, Grolmus Miroslav filed Critical Z V I Plzen Narodni Podnik
Publication of CH339243A publication Critical patent/CH339243A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
    • B61C15/04Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels by controlling wheel pressure, e.g. by movable weights or heavy parts or by magnetic devices
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C15/00Maintaining or augmenting the starting or braking power by auxiliary devices and measures; Preventing wheel slippage; Controlling distribution of tractive effort between driving wheels
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B29/00Steam boilers of forced-flow type
    • F22B29/06Steam boilers of forced-flow type of once-through type, i.e. built-up from tubes receiving water at one end and delivering superheated steam at the other end of the tubes
    • F22B29/061Construction of tube walls
    • F22B29/062Construction of tube walls involving vertically-disposed water tubes
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22GSUPERHEATING OF STEAM
    • F22G7/00Steam superheaters characterised by location, arrangement, or disposition
    • F22G7/14Steam superheaters characterised by location, arrangement, or disposition in water-tube boilers, e.g. between banks of water tubes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Retarders (AREA)
  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description


  Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven  mit Einzelachsantrieb    Beim Entwurf neuzeitiger Lokomotiven mit Ein  zelachsantrieb, bei denen das Gesamtgewicht der  Lokomotive Adhäsionsgewicht ist, herrscht das Be  streben vor, die erzielte Zugkraft möglichst gross zu  gestalten, ohne dass es zum Rutschen einiger Trieb  räder kommt, was einerseits die betreffenden Trieb  motoren schädigen und anderseits ein starkes Absin  ken der gesamten Zugkraft der Lokomotive bewirken  würde. Da diese Zugkraft einerseits vom Adhäsions  faktor und anderseits vom Achsdruck abhängt, d. h.  von Faktoren, die sich im gegebenen Falle nicht be  einflussen lassen, muss dafür gesorgt werden, dass  die durch den Einfluss der Lokomotivzugkraft verur  sachten dynamischen Änderungen der Achsdrücke  minimal seien.  



  Das auf die Lösung dieser Aufgabe abzielende  Bestreben, d. h. das Bestreben nach einer besseren  Ausnützung der Adhäsion und damit nach einer  höheren Zugkraft bei bestimmtem Adhäsionsgewicht  der Lokomotive führte zu einer ganzen Reihe von  Vorschlägen, nach denen die Achsdrücke dadurch  ausgeglichen werden, dass zwischen den     einzelnen     Achsen, zwischen Fahrgestellen oder zwischen Fahr  gestellen und Kasten von einer mechanischen oder       Druckluftvorrichtung    ausgehende Kräfte wirken, die  die Wirkung der durch die Lokomotivzugkraft ent  stehenden und Entlastung oder zusätzliche Belastung  bestimmter Achsen bewirkenden dynamischen Au  ssenkräfte kompensieren.

   Nach einem andern Vor  schlag wird die Ausnützung der Adhäsion dadurch  erhöht, dass die Zugkraft der einzelnen Triebräder dem  betreffenden Achsdruck angepasst wird, was jedoch  zu ungleichmässiger Ausnützung der Motoren führt.  



  Das     Wirkungsprinzip    der bestehenden mechani  schen Ausgleichsvorrichtungen und der dadurch er-    zielten Entlastung der Achsen lässt sich veranschau  lichen z. B. bei der Lokomotive nach     Fig.    1 mit  Fahrgestellen, die mit dem Kasten mittels der Kugel  zapfen A und B verbunden sind. Die vom Eigen  gewicht der Lokomotive herrührenden Kräfte werden  nachstehend nicht     erwogen,    wobei vorausgesetzt wird,  dass sich dieselben     gleichmässig    auf die einzelnen  Achsen     verteilen.     



  Wird der Einfluss der     Trägheits-    und passiven  Widerstände vernachlässigt, so muss die von den Zug  motoren am Umfang der Triebräder ausgeübte Kraft  <I>4 V</I> gleich sein dem Zug am in der Höhe<I>h</I> über dem  Schienenscheitel angebrachten Haken. Fliesst durch  alle Motoren der gleiche Strom, so verteilt sich diese  Zugkraft auf alle vier Achsen gleich. Die Triebräder  jeder Achse entwickeln im     Stosspunkt    mit den Schie  nen eine Zugkraft V, welche auf den Kastenrahmen  durch die Kugelzapfen<I>A, B</I> übertragen wird, deren  Wirkungsbereich in der Höhe p über dem Schienen  scheitel liegt.  



  Diese Triebkräfte an jedem Fahrgestell üben ein  Triebmoment<I>2 V - p</I> aus, das eine Entlastung  der     Vorder-    und eine zusätzliche Belastung der Hin  terachsen eines jeden Fahrgestelles     in    der Fahrtrich  tung bewirkt, falls auf der Lokomotive keine Aus  gleichsvorrichtung vorgesehen ist. Alle bekannten  mechanischen Ausgleichsvorrichtungen streben die  Erzielung gleicher Achsdrücke bei demselben Fahr  gestell dadurch an, dass die von der Ausgleichsvor  richtung ausgeübten Momente der Kräfte P die Mo  mente der Triebkräfte V kompensieren.

   Die Zugkraft  4 V am Haken wirkt sodann auf die Lokomotive als  Ganzes mit dem Zugmoment<I>4 V</I>     #   <I>h,</I> das durch ein  gleiches Reaktionsmoment der     im    Abstand g der  Kugelzapfen<I>A</I> und<I>B</I> wirkenden Kräfte aufgefangen      wird und eine Entlastung des vordern und eine zu  sätzliche Entlastung des hintern Fahrgestelles be  wirkt. Bei Verwendung mechanischer Ausgleichsvor  richtungen wird daher die     Hälfte    der Gesamtzahl der  Achsen gleichmässig ebenso entlastet wie die andere  Hälfte derselben gleichmässig zusätzlich belastet wird.

    Im Falle der Lokomotive nach Fig. 1 ist daher bei  dieser Art des Ausgleiches der Achsdrücke bei Ver  nachlässigung des Einflusses der Durchfederung der  Fahrgestelle und des Kastenrahmens die Entlastung  der Achsen des vordern Fahrgestelles  und die Zusatzbelastung
EMI0002.0001  
   der Achsen des     hintern     Fahrgestelles
EMI0002.0003  
    Die für den vollkommenen Ausgleich erforder  lichen dynamischen Änderungen der Achsdrücke und  der Kraft der Ausgleichsvorrichtung sind variabel und  von der Zugkraft abhängig. Trotzdem werden oft  Druckluftausgleichsvorrichungen mit entweder kon  stantem oder von Hand einstellbarem Luftdruck in  den Ausgleichszylindern verwendet, wodurch ein be  friedigender Ausgleich der Achsdrücke nur in einem  verhältnismässig engen Bereich der Zugkräfte erzielt  wird.

   Für einen richtigen Ausgleich der Achsdrücke  im Gesamtbereich der Zugkräfte müsste der Luft  druck in den     Ausgleichszylindern    in Abhängigkeit  von der Lokomotivzugkraft geregelt werden. Diese  Anforderung lässt sich bei Lokomotiven mit elektro  motorischem Einzelachsantrieb erfüllen, bei denen  die Grösse der Zugkraft von der Grösse des Traktions  stromes ist, am einfachsten so erfüllen, dass ein Aus  gleichsventil vorgesehen     wird,    das in den Ausgleichs  zylindern einen solchen Luftdruck zulässt, der einem  bestimmten Traktionsstrom und damit auch einer  bestimmten Zugkraft der Lokomotive entspricht.

    Diese Ausgleichsvorrichtung, bei welcher der Luft  druck in den Ausgleichszylindern automatisch in Ab  hängigkeit von der Zugkraft geregelt wird, stellt die  selbsttätige Druckluftausgleichsvorrichtung dar.  



  Alle bekannten selbsttätigen Ausgleichsvorrich  tungen arbeiten nach dem vorstehend dargelegten  Prinzip, d. h. sie trachten die Achsdrücke desselben  Fahrgestelles auszugleichen, so dass nach Fig. 1 die  Achsen des vordern Fahrgestelles um den gleichen       Wert    entlastet wie     die    Achsen des hintern Fahr  gestelles belastet werden. Es ist belanglos, ob die  Ausgleichskräfte zwischen den einzelnen Achsen,  zwischen den Fahrgestellen oder zwischen den Fahr  gestellen und dem Kasten nur durch eine mechanische  Vorrichtung oder auch durch Druckluftzylinder über  tragen werden.

   Die Entlastung der Achsen, welche  durch alle diese     Ausgleichsvorrichtungen    erreicht  wird, nähert sich mehr oder weniger den Ergebnissen,  welche durch eine automatische     Druckluftausgleichs-          vorrichtung    erzielt     wird,    die mit den gleichen Aus  gleichsmomenten 2 V - p auf alle Fahrgestelle ein  wirkt. Das gleiche Ergebnis wird selbst dann erzielt,  wenn die Wirkung der     Kugelzapfen   <I>A</I> und<I>B</I> auf die    Höhe des Schienenscheitels verlegt wird, demnach  für p = 0.

   Für diesen Fall, der selbst in der Literatur  unrichtig als mechanisches Optimum bezeichnet wird,  sind alle Achsen desselben Fahrgestelles gleich be  lastet, ohne irgendwelche Zusatzvorrichtung, da das  Zugmoment des Fahrgestelles verschwindet, also  2 V - p = 0. Das auf die Lokomotive wirkende Ge  samtmoment<I>4 V - h</I> bewirkt jedoch eine Entlastung  des vordern und eine Belastung des hintern Fahrge  stelles, so dass die erzielten Entlastungen die gleichen  sind wie in den vorhergehenden Fällen.  



  Der gemeinsam allen vorstehend beschriebenen  Ausgleichsvorrichtungen anhaftendes Hauptnachteil  beruht darin, dass dieselben keine     Optimalwerte    des       Achsdruckausgleiches    gestatten, so dass trotz der be  trächtlichen Kompliziertheit mancher Vorrichtungen  die Entlastung der Achsen grösser ist, als dies bei Er  zielung     eines    wirklichen Optimums der Fall wäre.  Das Adhäsionsgewicht der Lokomotive wird nicht  voll ausgenützt, so dass die Lokomotive nur eine sol  che Zugkraft entwickeln kann, welche dem Achs  druck der     meistentlasteten    Achse entspricht. Ent  wickelt dann die Lokomotive eine grosse Zugkraft,  z.

   B. beim Ziehen eines schweren Zuges in Steigung,  so arbeiten die entlasteten Achsen am Grenzwert der  Adhäsion und rutschen leicht durch. Rutschen die  Räder irgendeiner weniger belasteten Achse, so  macht sich dies sehr ungünstig bemerkbar, einerseits  indem die Gesamtzugkraft der Lokomotive stark ab  sinkt, was den Transport hindert und verlangsamt,  und anderseits, indem der Motor der durchrutschen  den Achse eine weit höhere Drehzahl aufweist, als  beim Normalbetrieb zulässig ist, so dass Beschädi  gungsgefahr besteht.

   Der starke Abfall der     Loko-          motivzugkraft    wird dadurch bewirkt, dass die Zug  motoren gewöhnlich in Gruppen hintereinander in  einem gemeinsamen elektrischen Stromkreis gekop  pelt sind, so dass der die Achse mit den durchrut  schenden Rädern antreibende Motor die Leistung  aller übrigen, mit ihm elektrisch seriengeschalteten  Motoren übernimmt. Alle diese Motoren entwickeln  dabei am Umfang der Triebräder praktisch über  haupt keine Zugkraft.  



  Die angeführten Nachteile der bestehenden me  chanischen Vorrichtungen für den Ausgleich der  Achsdrücke bei Lokomotiven mit     Einzelachsantrieb     lassen sich in wesentlichem Masse vermeiden durch  die vorliegende Erfindung, welche die Erzielung wirk  lich optimaler, mechanisch erreichbarer Ausgleichs  werte bei Achsdrücken unter     kleinstmöglicher    Ent  lastung der Achsen ermöglicht. Durch die Verwen  dung der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfin  dung wird die erreichbare Lokomotivzugkraft bei  gleichem Adhäsionsgewicht und bei sonst gleicher  konstruktiver Ausführung der Fahrgestelle und des  Kastens erhöht. Die erzielte bessere Ausnützung der  Adhäsion bedeutet praktisch eine bessere Ausnützung  der ganzen Lokomotive, und somit eine erhöhte  Transportleistung.

        Ein optimaler Ausgleich und damit zusammen  hängende kleinstmögliche Entlastung der Achsen  lässt sich dadurch erzielen, dass das Gesamtzugkraft  moment der Lokomotive auf einem möglichst grossen  Abstand aufgefangen wird, indem nur die letzte  Achse in der Fahrtrichtung belastet wird, wodurch  die übrigen Achsen wenigstens annähernd gleichmä  ssig entlastet werden. Diese Bedingung lässt sich mit  Hilfe einer automatischen Druckausgleichsvorrich  tung erfüllen, wobei die Anordnung und Anbringung  der Druckzylinder den Hauptabmessungen und der  Ausführung der Lokomotive entsprechen müssen.  Beim Beispiel nach Fig. 1 wirkt auf das vordere  Fahrgestell der in der angedeuteten Richtung fahren  den Lokomotive eine Ausgleichskraft P1, die vom  Druckzylinder 1 entwickelt wird, und auf das hintere  Fahrgestell eine vom Druckzylinder 2 entwickelte  Kraft P2.

   Bei umgekehrter Fahrtrichtung arbeiten  identisch die Druckzylinder 3 und 4. Diese Kräfte  werden vom Kastenrahmen auf die Fahrgestellrah  men übertragen und bewirken eine passende Ver  schiebung des Angriffspunktes der Last des auf dem  Fahrgestellrahmen ruhenden Kastens, derart, dass nach  Fig. 1 die ersten drei Achsen in gleichem Masse ent  lastet werden, demnach A Q1 = A Q2 = A Q3.

   Das  Moment<I>4 V</I>     #   <I>h</I> der Zugkraft von den Reaktions  momenten der im Stoss der     Räder    mit den Schienen  wirkenden und die Entlastung oder Belastung der  einzelnen Achsen bewirkenden Kräfte aufgefangen  werden muss, ergibt sich aus     dieser    Bedingung die  Gleichung:  4V³h=AQ3ä+AQ2³g+AQ1(a+g)  demnach die Entlastung der ersten drei Achsen:  
EMI0003.0003     
    und die Belastung der vierten Achse:

    
EMI0003.0004     
    Durch Vergleich der erzielten Achsentlastungen  mittels der vorliegenden Ausgleichsvorrichtung mit  den durch die bisherigen Vorrichtungen erzielten Er  gebnissen ist zu ersehen, dass sich die Entlastung im  Verhältnis des Abstandes g der     Kugelzapfen    zum Ab  stand a + g der zwei äussersten Lokomotivachsen  verringert, demnach im Verhältnis  
EMI0003.0006     
    Die Grössen der erforderlichen Ausgleichskräfte  ergeben sich sodann aus der Bedingung des Gleich  gewichtes der Momente der einzelnen Fahrgestelle.

    So muss beim     vordern    Fahrgestell das Zugmoment  2 V     #    p durch ein gleiches Moment der Ausgleichs  kraft Pl ³ m ausgeglichen werden; die erforderliche  vertikale, auf das vordere Fahrgestell wirkende Aus  gleichskraft beträgt demnach:

    
EMI0003.0009     
    Beim hintern Fahrgestell muss das Zugmoment  <I>2 V</I>     #   <I>p</I> durch die Summe des Momentes     P2        #   <I>n</I> der  Ausgleichskraft und der sich aus den die einzelnen  Achsen entlastenden oder belastenden Kräften erge  benden Momente  
EMI0003.0013     
    kompensiert werden; daher gilt  
EMI0003.0014     
    Daraus folgt die Grösse der auf das hintere Fahr  gestell wirkenden Kraft:

   -  
EMI0003.0015     
    Da die auf die einzelnen Fahrgestelle wirkenden  Ausgleichsmomente P1 ³ m, P2 ³ n beim Erreichen  des optimalen     Achsdruckausgleiches    voneinander be  deutend abweichen und ihr gegenseitiges Verhältnis  nur durch die Abmessungen und die Ausführung der  Lokomotive gegeben     wird,    muss diese Anforderung  auch durch die Ausführung der     Ausgleichszylinder     erfüllt werden.

   Sind die Zylinder 1, 2 vertikal ange  ordnet, so dass die darin entwickelten Kräfte senk  recht auf die Fahrgestelle (nach Fig. 1) einwirken,  und wird in diese Zylinder Luft vom gleichen Druck  eingelassen, der sich nur in Abhängigkeit von der  Zugkraft ändert, so müssen die verschiedenen     Quer-          auch    die verschiedenen Abstände  schnitte  m, n der     Ausgleichszylinder    1, 2 von den betreffen  den Kugelzapfen<I>A, B</I> derart gewählt werden, dass  die Momente der Ausgleichskräfte P1, P2 bezüglich  der betreffenden Kugelzapfen<I>A, B</I> den Anforderun  gen eines optimalen Ausgleiches der Achsdrücke ent  sprechen.

   Das     angeforderte    Verhältnis der auf die       einzelnen        Fahrgestelle    wirkenden Momente  P1³ m:P2.n  kann nach Fig. 2 auch dadurch erzielt werden, dass  die in den     Druckzylindern    5 entwickelten Kräfte auf  die betreffenden Fahrgestelle z. B.     vermittels    Hebel  übersetzungen 6 mit passendem Hebelarmverhältnis  übertragen werden, die mittels Zapfen 7 in demselben  Teil der Lokomotive befestigt     sind    wie der Zylin  der 5.  



       Ein    gleicher optimaler Ausgleich der Achsdrücke  lässt sich z. B. bei der Lokomotive nach     Fig.    1 mit       Hilfe    einer automatischen     Druckluftausgleichsvar-          richtung    auch dadurch erzielen, dass in     der    angedeu  teten Fahrtrichtung nur die vom     Zylinder    1 ausge  übte Ausgleichskraft     P1    auf das vordere Fahrgestell  wirkt, wobei auf das hintere Fahrgestell keine Aus  gleichskraft einwirkt     (P2    = 0).

   Bei     umgekehrter     Fahrtrichtung arbeitet in gleicher Weise nur der Zy  linder 3, so dass sich     innere        Ausgleichszylinder    2, 4  für beide Fahrtrichtungen     erübrigen.    Bei dieser     Aus-          Hauptabmessungen    der     Loko-          gleichsart    müssen  motive der Bedingung entsprechen, dass     eine    kleinst  mögliche Entlastung der Achsen ohne Krafteinwir-      kung auf das hintere Fahrgestell erreicht wird.

   Bei  der Lokomotive nach Fig. 1, zum Beispiel, tritt dies  ein,     wenn    die Gleichung gilt:  
EMI0004.0001     
    was bedeutet, dass das Verhältnis der Hakenhöhe h  zur Höhe p der Drehzapfen über dem Schienenschei  tel gleich sein muss dem Verhältnis der Summe des  Abstandes der     Kugelzapfen    und des Achsstandes zum  doppelten Achsstand der Fahrgestelle.  



  Wird     die    angeführte, für die Lokomotive nach  Fig. 1 geltende Bedingung nicht genau erfüllt, so wer  den dennoch günstige, praktisch verwendbare Achs  entlastungsverhälinsse erzielt. Ausschlaggebend ist  die Entlastung der dritten Achse in der Fahrtrichtung,  die sich bei der vorgeschlagenen Ausführung desto  mehr der Entlastung der ersten und zweiten Achse       annähert,    je genauer die Abmessungen der Lokomo  tive der angeführten Bedingung entsprechen.  



  Diese Entlastung ist     günstiger    als die mit den  bisher bekannten     Ausgleichseinrichtungen    erreich  bare, sofern nach Fig. 1 die Bedingung gilt:  
EMI0004.0007     
    <B>UNTERANSPRÜCHE</B>  was aus einem blossen Vergleich der bei derselben  Lokomotive erzielten Entlastungen hervorgeht.  



  Die     Erfindung    ist nicht auf eine Vorrichtung zur  Erzielung eines optimalen Ausgleiches der Achs  drücke bei Lokomotiven von der Art nach Fig. 1 be  schränkt, sondern eignet sich auch für Ausführungen  mit einer     andern    Anzahl von Achsen und anderer  Anordnung der Fahrgestelle und des Kastenrahmens-,  z. B. auch für Lokomotiven, bei denen die statischen  Achsdrücke nicht     gleichmässig    auf alle Achsen ver  teilt sind. Fig. 3 veranschaulicht ein Beispiel einer  solchen Lokomotive, wo die ungleichmässige Vertei  lung der statischen     Achsdrücke    durch unsymme  trische Anordnung der Achsen in den Fahrgestellen  (Abstände b und c) erzielt ist.

   Wird bei passenden  Abmessungen der Lokomotive erzielt, dass manche  der zur Erzielung eines optimalen Achsdruckausglei  ches erforderliche Ausgleichskräfte konstant oder nur  in geringfügigem Masse von der Grösse der Zugkraft  der Lokomotive abhängig sind, so können in solchen       Sonderfällen    diese Kräfte durch die Wirkung von  Federn 8, 9     einer    bestimmten Charakteristik ersetzt  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzel achsantrieb, mit je Fahrgestell mindestens einem in einem bestimmten Abstand von dem betreffenden Kugelzapfen des Fahrgestelles angeordneten Druck zylinder, welcher eine zusätzliche Kraft entwickelt und dieselbe mittels Kolbenstange zwischen dem be treffenden Fahrgestell und dem Kasten überträgt, um dadurch die durch die Lokomotivzugkraft entstan denen Kraftmomente auszugleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass der bei bestimmter Fahrtrichtung arbei tende Druckzylinder eine solche Kraft zwischen dem betreffenden Fahrgestell und dem Kasten ausübt,
    dass deren Moment bezüglich des betreffenden Kugelzap fens eine gegenüber der Belastung aus der Zugkraft und dem Gewicht der ganzen Lokomotive zusätzliche Belastung nur der bezüglich der Fahrtrichtung letz ten Achse bewirkt, während es eine wenigstens an nähernd gleichmässige Entlastung aller übrigen Ach sen hervorruft. mit 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Querschnitte der bei bestimm ter Fahrtrichtung gleichzeitig arbeitenden Druckzylin der (1, 2) verschieden sind. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Abstände der bei bestimmter Fahrtrichtung gleichzeitig arbeitenden Druckzylinder von den betreffenden Kugelzapfen verschieden sind. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die von mindestens einem Druck zylinder (5) ausgeübte Ausgleichskraft vom Kasten auf das betreffende Fahrgestell vermittels einer me chanischen Übersetzung (6) übertragen wird. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für jede Fahrtrichtung nur ein ein- ziger, seiner Kraft zwischen dem Kastenrahmen und dem jeweils vordern Fahrgestell wirkender Druckzylinder vorgesehen ist. 5.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, für eine Lokomotive, bei der die Anordnung der Achsen in den Fahrgestellen unsymmetrisch zur vertikalen, durch den Mittelpunkt des Kugelzapfens hindurch gehenden Achse ist, dadurch gekennzeichnet, dass von Federn (8, 9) mit bestimmter Charakteristik aus geübte, zwischen dem Kastenrahmen und den Fahr gestellen wirkende Kräfte die Kräfte der Druckluft zylinder ergänzen.
CH339243D 1954-11-23 1955-11-14 Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzelachsantrieb CH339243A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS339243X 1954-11-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH339243A true CH339243A (de) 1959-06-30

Family

ID=96740692

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH339243D CH339243A (de) 1954-11-23 1955-11-14 Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzelachsantrieb

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE543040A (de)
CH (1) CH339243A (de)
FR (1) FR1155859A (de)
GB (1) GB819167A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1161938B (de) * 1959-09-21 1964-01-30 Schweizerische Lokomotiv Vorrichtung an Drehgestell-Schienentriebfahrzeugen mit Einzelachsantrieb zur Verminderung der durch die Zugkraefte hervorgerufenen Achsentlastungen

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2648113C3 (de) * 1976-10-23 1980-04-10 Thyssen Industrie Ag, 4300 Essen Vorrichtung zum Verhindern des Aufbäumens eines Triebdrehgestells unter Zugkrafteinwirkung und zum Dämpfen der Nickbewegungen eines Schienenfahrzeugs

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1161938B (de) * 1959-09-21 1964-01-30 Schweizerische Lokomotiv Vorrichtung an Drehgestell-Schienentriebfahrzeugen mit Einzelachsantrieb zur Verminderung der durch die Zugkraefte hervorgerufenen Achsentlastungen

Also Published As

Publication number Publication date
FR1155859A (fr) 1958-05-09
BE543040A (fr) 1959-09-11
GB819167A (en) 1959-08-26

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2754364C3 (de) Schienentriebfahrzeug
DE2409299C2 (de) Schlepprad-Fahrgestell für ein Flugzeug
DE558036C (de) Fluessigkeitsbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
CH339243A (de) Vorrichtung zum automatischen Ausgleich der Achsdrücke von Fahrgestellokomotiven mit Einzelachsantrieb
DE2837191A1 (de) Fahrgestell fuer anziehungs-magnetschwebefahrzeuge
DE2851324A1 (de) Stuetz- und sicherungsvorrichtung fuer hydraulische achsausgleichzylinder
DE3913070A1 (de) Pruefstand fuer kettenfahrzeuge
DE2903976A1 (de) Belastungsmaschine zur eichung von dehnungsmessgebern
DE678323C (de) Einrichtung zur Schaffung eines Achsdruckausgleichs bei elektrisch betriebenen Drehgestell-Lokomotiven
DE1963704U (de) Kraftwagen.
DE2554047C2 (de) Mehrachsiger, hydraulisch gefederter, aus mehreren Anhängereinheiten zusammensetzbarer Straßenroller
DE2056635C3 (de) Druckmittelfederung mit Niveauregelung für ein Doppelachsaggregat von Fahrzeugen
DE615414C (de) Einrichtung zur AEnderung der Achsdruecke bei Lokomotiven oder Triebwagen mit zwei- oder mehrachsigen Drehgestellen und zwischen dem Oberrahmen und den Drehgestellen angeordneten Ausgleichseinrichtungen
DE533299C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
EP0394766A2 (de) Prüfstand für Fahrzeuge
DE670947C (de) Einrichtung zur AEnderung der bei Ausuebung einer Zugkraft am Zughaken auftretenden Achsdruecke bei Drehgestell-Lokomotiven mit Einzelachsantrieb
DE1175840B (de) Laufkran mit flanschartigen, mit Zentrieransatz versehenen Schraubverbindungen zwischen Kopftraegern und Kranbrueckentraeger
DE706729C (de) Gelaendegaengiges Fahrzeug mit diagonal unterteiltem Fahrgestell
DE696630C (de) Anordnung fuer den Ausgleich der Achsbelastungen bei Gelenklokomotiven
DE689637C (de) Bremsvorrichtung mit selbsttaetiger Regelung des Bremsklotzdruckes nach Massgabe der Belastung
DE592500C (de) Einrichtung zur AEnderung der Achsdruecke bei elektrischen Lokomotiven mit Einzelachsantrieb
AT109444B (de) Achs- und Motoranordnung bei elektrischen Lokomotiven mit Achsvorgelegemotoren.
DD157858A3 (de) Vorrichtung zum ausschalten der federung von radlaufwerken
CH641102A5 (de) Schienentriebfahrzeug mit drehgestellen.
AT123031B (de) Einrichtung zur Veränderung der Übersetzung bei Bremsgestängen für Fahrzeuge.