CH335337A - Einrichtung zur Rundfernsteuerung über grössere Netzgebilde - Google Patents
Einrichtung zur Rundfernsteuerung über grössere NetzgebildeInfo
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Description
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Einrichtung zur Rundfernsteuerung über grössere Netzgebilde Mitunter liegt die Aufgabe vor, Fernsteuerimpulse, z. B. tonfrequente Impulse, in voneinander getrennten elektrischen Energieverteilungsnetzen gleichzeitig zur Aussendung zu bringen. Die Erfindung betrifft eine Einriehtung zur Rundfernsteuerung über grössere Netzgebilde, bei welchen einzelne Netzteile hinsichlich des Netzstromes synchron oder asynchron sein können.
Erfindungsgemäss ist die Einrichtung so ausgestaltet, dass jeder Netzteil eine eigene Impulssendeanlage mit eigenem Kommandogerät aufweist, wobei ein zentrales Hauptkommandogerät vorgesehen ist, welches über Hilfskanäle mit der Impulssendeanlage jedes Netzteils verbunden ist und welches die Aus- senclung der gewünschten Befehle durch das örtliche Kommandogerät in jedem Netzteil veranlasst.
Zweckmässig sind im Kommandogerät der Sendeanlage jedes Netzteils so viele Impulsgeber vorhanden, als Sammelschienen existieren, und jeder Impulsgeber erhält mit Vorteil die zu seinem Betrieb notwendige a0-Hz-Spannung aus dem zugehörigen Sam- nelsrhienenwandler. Das zentrale Hauptkommandogerät und die Sendeanlagen in den einzelnen Netzteilen können durch eine Fernleitung verbunden sein, über welche beispiels- weise eine 50-Hz-Spannung zum Antrieb der in den Sendeanlagen befindlichen Synchron- mutoren, aber auch Gleiehspannungsbefehls- impulse für die Fernsteuerung und tonfrequente Impulse zur Rückmeldung geleitet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Hier ist mit I der Zentralkommandogeber bezeichnet, während II eines von mehreren örtlich getrennten Nebenkommandogeräten darstellt.
In dem Zentralkommandogeber I befindet sich eine Starttaste l, ein Synchronmotor 2, der den Kontaktarm eines Impulswählers 3 und eine Nockenscheibe 4 antreibt. Auf dieser Nockenscheibe liegt ein Kontakt 5 auf. Ferner ist hier eine Siebdrossel 6, eine Siebkapazität 7, ein Relais 8 für die Rückmeldung nebst den Abstimmelementen 9 und 10 vorhanden. Zur Speisung des Zentralkommandogebers dient eine Wechselstromquelle von 50 Hz sowie eine Gleichstromquelle.
In dem Nebenkommandogerät Il befindet sieh eine ähnlich aufgebaute Einrichtung mit dem Synchronmotor 102, der den Kontaktarm eines Impulswählers 103 und eine Nockenscheibe 104 antreibt. Auf dieser Nockenseheibe schleift ein Kontakt 105. Zentralkom- niandogeber und _Nebenkommandogeber sind durch eine Fernleitung ?0 miteinander verbunden.
In dem Nebenkommandogerät befindet sieh ferner ein Befehlsempfangsrelais 120, ein
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Relais 121 nebst vorgesehaltetem Kondensator 122 zur Aufnahme der 50-Hz-Spannung und ein weiteres Relais 123 mit einer vorgeschalteten Siebdrossel 124. Schliesslich ist hier ein Motor 125 vorhanden, der den Tonfrequenzgenerator 726 antreibt. Der Motor 125 wird über einen Kontakt 121' des Relais 121 an Spannung gelegt. Zur Anschaltung des Ton- frequenzgenerators an das Netz dienen Kontakte 129', 129'' eines Relais 129. Die Ankopplung des Tonfrequenzgenerators an das Netz 128 erfolgt mittels üblicher Koppeleinriehtun- gen 127.
Die Einrichtung arbeitet wie folgt: Inn Zentralkommandogeber I wird zunächst die Starttaste 1 gedrückt. Dadurch wird, von der Wechselstromquelle ausgehend, ein Stromkreis für den Synehronmotor 2 hergestellt, der seinen Umlauf beginnt. Nach einer geringen Drehung schliesst sieh der Kontakt 5 und überbrückt die Starttaste, die somit losgelassen werden kann. Der Synchronmotor 2 läuft demzufolge so lange um, bis der von ihm angetriebene Kontaktarm des Impulswählers 3 einen vollen Umlauf ausgeführt bat. Durch die Schliessung des Kontaktes 5 wird gleichzeitig Weehselspannung an die Fernleitung 20 zum Nebenkommandogerät gelegt. Auf diese Wechselspannnng spricht zunächst das Relais 121 an, schliesst seinen Kontakt 121' und legt den Motor 125 an Spannung, so dass dieser und der Tonfrequenzgenerator 126 anlaufen..
Kommt der Kontaktarm des Impulswählers 3 im Zentralkommandogeber I auf den ersten, den sogenannten Startkontakt, so wird jetzt ein Gleichstromimpuls über die Leitung 20 zum Nebenkommandogerät gegeben. Auf diesen Gleichstromimpuls spricht das Relais 123 an, schliesst seinen Kontakt 123', so dass der Synchronmotor 102 anläuft und den Kontaktarm des Impulswählers 103 sowie die Nockenscheibe 104 in umlauf versetzt. Sofort. nach dem Anlaufen schliesst sieh der Kontakt 105 und überbrückt den Kontakt 123', so dass, unabhängig von dem Erregungszustand des Relais 123, der weitere Umlauf . des Motors 102 bis zu einer volleng Umdre hung des Kontaktarmes im Impulswähler 703 gesichert ist.
Der vorhin erwähnte Startimpuls für das Nebenkommandogerät Sowie alle weiteren vom Impulswähler 3 erzeugten Impulse werden ausserdem von dem Befehlsempfangsrelais 120 im Nebenkommandogerät aufgenommen. Es empfiehlt sieh, dem Kontaktarm des Impulswählers 103 ini N ebenkommandogerät eine kleine Phasenverscbiebung gegenüber dem Kontaktarm des Impulswählers 3 im Zentralkommandogeber zu geben, damit eine gerinne zeitliche Verzögerung beim. Eintref- ren der Impulse nicht schädlich wirkt.
Ist nun beispielsweise die Befehlstaste b2, im Zentralkommandogeber I geschlossen, so wird, wenn der Wählerarm diesen Kontakt überstreicht, ein weiterer Gleichstromimpuls über die Leitung 20 zum Nebenkommandogerät übertragen. Auf diesen Impuls spricht erneut das Relais 123 an, was aber wegen der bereits bestellenden Selbsthaltung für den Synchronmotor 102 ohne Wirkung bleibt. Auf diesen Impuls spricht aber auch der Kontroll- empfänger l20 an, schliesst den entsprechenden Kontakt be2, so dass der Wählerarm des Impulswählers 103 an diesem Kontakt be2 einen Stromkreis für das Impulssenderelais 129 schliesst. Dieses Relais spricht beim Überstreichen des entsprechenden Wä hlerkontaktes an, schliesst seinen.
Kontakt 129' und schaltet dadurch den bereits laufenden Tonfrequenzgenerator 126 all das Netz, so dass der ge- wünscbte Tonfrequenzimpuls ausgesandt wird. Ausserdem schliesst das Impulssenderelais 129 auch seinen. Kontakt l29''. An diesem Kontakt wird ein Stromkreis hergestellt, der, vom Ton- r'i@eqtienzgenerator 126 ausgehend, einen Rüek- m.eldeimpuls über die Leitung 20 zum Zen- tralkommandogeber aussendet.
Dieser Impuls wird von dem R,iieknielderelais 8 aufgenom- inen und in einer geeigneten- Weise, optisch oder akustisch, kann die erfolgte Aussendung des Innpulses in das Netz 1229 zur Anzeige gebracht werden.
In der gleichen eise vollzieht sieh die Aussendung weiterer Innpulse, wenn ini Zen-
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tralkommandogeber noch andere Befehlskontakte b1 bis b4 geschlossen sind.
Auf diese Weise ist die Fernsteuerung über örtlich voneinander getrennte Energieverteilungsnetze möglich, und es ist, dafür gesorgt, dass die Impulsaussendung in allen Netzen synchron erfolgt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Rundfernsteuerung über grössere Netzgebilde, bei welchen einzelne Netzteile hinsichtlich des Netzstromes synchron oder asynchron sein können, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Netzteil eine eigene Imnpulssendeanlage mit eigenem Kommandogerät aufweist, wobei ein zentrales Hauptkommandogerät vorgesehen ist, welches über Hilfskanäle mit der Impulssendeanlage jedes Netzteils verbunden ist und welches die Aussendung der gewünsehten Befehle durch das örtliche Kommandogerät in jedem einzelnen. Netzteil veranlasst. UN TERAN SPRÜCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Kommandogerät der Sendeanlage jedes Netzteils so viel Impulsgeber vorhanden sind, als Sammel- sehienen existieren und dass jeder Impulsgeber seine 50-Hz-Spannung aus dem zugehörigen Sammelsehienenspannungswandler erhält. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Inbetriebnahme der örtlichen Kommandogeräte vom Hauptkommandogerät her zum gleiehen Zeitpunkt erfolgt. 3. Einriehtung nach Patentanspruch und Unteran Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um die riehtige Aussendung der Schaltbefehle in ,jedem Netzteil in dem Hauptkommandogerät zu überwachen. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralkommandogeber und das Befehlsgaberelais räumlich entfernt voneinander aufgestellt sind, wobei zwischen ihnen eine Fernleitung angeordnet ist, über welche 50-Hz-Spannung zum Antrieb der in dem Befehlsgaberelais befindlichen Synchronmotoren, Gleichspannungsbefehlsimpulse für die Fernsteuerung und tonfrequente Impulse zur Rückmeldung geleitet werden. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Nebensteuerstation je ein Kontrollempfänger (l20) für jedes Netz (128) angeordnet ist, der entsprechend der empfangenen Programmimpulse die Befehlsschalter (be1, be2. . .) im Hilfskommandogerät schaltet. 6.Einrichtung nach Patentanspruell und Unteransprüchen 1. bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zeitabhängigen Antriebsglieder, vorzugsweise Synchronmotoren, in dem Hilfskommandogerät an dem jeweils aussteuernden Netz (128) liegen, während die Antriebsglieder der Hauptkommandostelle und des Befehlsgaberelais an die gleiche Spannung (Leitung 20) angeschlossen sind. r. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das tonfrequente Sendeaggregat (125, 126) von der Zentrale über das Befehlsgaberelais gestartet und von den Nebenkommandogeräten gesteuert wird. 8.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1. bis i, dadurch gekennzeichnet, dass die von den in den Neben- steuerstationen angeordneten Kontrollemp- fängern eingestellten Befehle durch die Hilfs- kominandogeräte zur Berücksiehtigttng einer möglichen Frequenzabweiehung zwischen den: einzelnen Netzen mit Zeitverzögerung abgetastet werden, beispielsweise durch einen vor die Kontaktbahn gelegten Leerlauf. 9.Einrichtung nach Patentanspruch und I nteransprüehen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet., dass das Impulsrelais in dem Nebenkommandogerät und das dem Steuerschütz für die auf ein Netz zu sendenden Fernsteuerimpulse eine Verbindung zwischen den sen- <Desc/Clms Page number 4> denden Tonfrequenzgenerator und der Leitung zum Zentralkommandogerät zwecks Rückmeldung herstellen, wobei zum Unterscheiden der Rückmeldungen an verschiedenen Netzen je ein intermittierender Schalter, z. B. ein Flackerrelais mit verschiedenen Flackerfrequenzen, angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE335337X | 1954-05-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH335337A true CH335337A (de) | 1958-12-31 |
Family
ID=6219175
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH335337D CH335337A (de) | 1954-05-28 | 1955-05-20 | Einrichtung zur Rundfernsteuerung über grössere Netzgebilde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH335337A (de) |
-
1955
- 1955-05-20 CH CH335337D patent/CH335337A/de unknown
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