Sicherheitseinrichtung für einmännig geführte Triebfahrzeuge Es sind Sieherbeitseinrichtungen für ein i m- ännig 111 g e führte Triebfahrzeuge bekannt, die nielit nur beim dauernden Loslassen eines ständig zu bedienenden Organs, beispielsweise eines Pedals oder eines Druckknopfes,
eine Absehaltung der Fahrzeugantriebmaschinen und eine Notbremsung bewirken, sondern überdies auch dann, wenn der Fahrzeugführer nicht nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit spanne ein solches Organ vorübergehend los- ].ei, um.
dadureb. die Sicherheitseinriehtung in ihre Ausgangslage zurückzubringen, oder betriebsmässig zu bedienende Apparate, bei- @pif#lsweisc Fahrsehalter oder Bremsventile, nielit innerhalb einer vorbestimmten Zeit spanne betätigt, um mittels dieser Apparate die Sicherheitseinriehtung in. ihre Ausgangs lage zurückzubringen, damit die Kontroll- funktion von neuem beginnen kann.
Die durch ein ständig zu bedienendes Organ, d. h. ein Pedal oder einen Druckknopf, erfolgende Rüek- stellung der Sicherheitseinrichtung wird im nachfolgenden als willkürlich bezeichnet, w < ilirend das betriebsmässige Bedienen von Apparaten wie Bremsventilen und Fahrsehal- tern eine unwillkürliche Art des Zurück stehens der Sicherheitseinriehtung bewirkt.
Wenn infolge Handlungsunfähigkeit des Fahrzeugführers weder eine willkürliche noch eine unwillkürliche Rückstellung der Sicher- heitseInriehtung erfolgt, so bringt diese das Fahrzeug zum Stillstand.
Eine Auslösung der Sicherheitseinrichtung erfolgt beispiels- weise nach einer Zeitspanne von etwa 5 Sekun den oder einer Wegspanne von 100 m (soge- nannter Schnellgang ) bei. losgelassenem Pe dal oder nach 1 bis 2 Minuten bzw. 1 bis 2 km (sogenannter Langsanigang ) bei niederge- drüektein Pedal.
Bei den bekannten Sieherheitseinrichtun- gen dieser Art erfolgen bei länger dauernder Betätigung eines betriebsmässig zu bedienen den Apparates, z. B. bei V ornahme einer Brem sung, im Schnellgang aufeinanderfolgende Rückstellungen der Sicherheitseinrichtung, was deren unnötige Beanspruchung verursacht und bewirkt. da.ss zeitweise die Funktion der Sicherheitseinriehtung (Sehnengang oder Langsamgang) nicht mehr der Stellung des :-,illkürlieh bedienten Organs entspricht.
Bei einer Störung kann dann die Funktion des Langsamganges durch ständige Rückstellun gen des Schnellganges eliminiert werden, was eine Verminderung der Sicherheit, zur Folge hätte.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine solche Sicherheitseinrichtung für einmännig geführte Triebfahrzeuge, mit einer Steuerein richtung, in welcher der Fahrzeugführer durch willkürliches Betätigen wenigstens eines Organs und durch unwillkürliches Betätigen wenigstens eines weiteren Organs mindestens zwei Funktionen auslösen kann, deren Ablauf das Anhalten des Triebfahrzeuges bewirkt, wobei bei vorbestimmten Stellungen minde stens eines willkürlich betätigten Organs je- weils eine vorbestimmte Funktion der Steuer einrichtung ausgelöst wird.
Die Erfindung besteht darin, dass Mittel vorgesehen sind, welche nach erfolgter Aufhebung der Über einstimmung zwischen einer Stellung des will kürlich betätigten Organs und einer zuge hörigen Funktionsstellung der Steuereinrich tung infolge unwillkürlicher Auslösung einer andern Funktion dieser Steuereinrichtung diese selbsttätig in die erste Funktionsstellung zurückbringen.
Es können Mittel verwendet werden; wel che nach erfolgter Herstellung der Überein stimmung zwischen einer Stellung des will kürlieb betätigten Organs und einer zugehöri gen Funktionsstellung der Steuereinrichtung, während einer vorbestimmten Zeitspanne eine unwillkürliche Auslösung einer andern Funk tion der Steuereinrichtung verhindern, und selbsttätig einen Bereitschaftszustand für eine unwillkürliche Auslösung einer Funktion der Steuereinrichtung wieder herstellen. Diese Mittel könnten eine Warnvorrichtung aus lösen und nach einer vorbestimmten Zeit spanne weitere Auslösungen bewirken, wenn die Herstellung des Bereitschaftszustandes für eine unwillkürliche Auslösung einer Funktion der Steuereinrichtung ausgeblieben ist.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 beispiels weise eine Sieherheitseinrichtung gemäss der Erfindung in schematischer Darstellung und Fig.2 eine Variante dieser Einrichtung.
In den Fig.1 und 2 ist mit 1 eine Steuer einrichtung bezeichnet, die bei Handlungs unfähigkeit des Fahrzeugführers das Anhal ten des Zuges bewirkt. Die Steuereinrichtung 1 weist eine Antriebswelle 6 auf, die durch eine Magnetspule 5 hindurch mittels eines Getriebes 4 Kontaktvorrichtungen 7, 8, 9 und 10 antreibt. Bei dieser Steuereinrichtung 1 können zwei Funktionen ausgelöst werden, nämlich eine erste -Funktion, deren durch Pfeil 2 angedeuteter Ablauf den Zug im Schnellgang zum Stillstand bringt, und eine zweite Funktion, deren durch Pfeil 3 ange deuteter Ablauf den Zug im Langsamgang zum Stillstand bringt.
Wenn die Magnetspule 5 stromlos ist, dann werden durch die Welle 6 die Kontaktvorriehtungen 7, 8, 10 Ales Schnellganges 2 angetrieben, und wenn die Magnetspule 5 stromdurchflossen ist, dann werden durch die Welle 6 die Kontaktvor richtungen 8', 9 des Langsamganges 3 ange trieben, und zwar mit gleichbleibender oder von der Fahrgeschwindigkeit abhängiger Dreh zahl, so dass die Arbeitsweise der Steuerein richtung 1 zeitabhängig ist, wobei die Zeit. bei von der Fahrgeschwindigkeit abhängiger Drehzahl variabel ist.
Während des Ablaufs einer der beiden Funktionen der Steuereinriehtung 1. betätigt der Kontakt 7 bzw. der Kontakt 9 eine Warn vorrichtung 1.1, damit gegebenenfalls der Füh rer das ungewollte Anhalten des Zuges noeli verhindern kann. Wurde aber die Warnung nicht beachtet, dann bewirkt der Kontakt 8 bzw. der Kontakt 8' auf nicht. gezeigte Weise das Abschalten der Triebmaschinen und das Abbremsen des Zuges.
Der Führer betätigt willkürlieh einen Fuss schalter "12 oder einen Druckknopfschalter 13 sowie unwillkürlieh, beim betriebsmässigen Be tätigen von nicht gezeigten Apparaten, Kon takte 14. Wenn diese geschlossen sind, dann ist bei Nichtbetätigung eines der Schalter 12, 13 die Spule 5 stromlos, was dem Sehnellgang 2 entspricht, und bei Betätigung eines der Schalter 1.2, 13 ist die Spule 5 stromdureh- flossen, was dem Langsamgang 3 entspricht.
Öffnet nun bei niedergedrüektem Schalter 1.2 oder 13 ein unwillkürlieh betätigter Kon takt 14, so wird die Spule 5 stromlos und es erfolgt eine Umschaltung auf Sehnellgano- 2, so dass die Funktionsstellung der Steuerein- riehtung 1. nicht mehr der Stellung des w ill- kürlich betätigten Organs 12 oder 13 ent spricht. Der Sehnengang 2 darf aber nicht zum Anhalten des Zuges führen, solange eines der Organe 12, 13 niedergedrüekt ist.
Ein Kontakt 10 schliesst daher noch vor der Be tätigung der Warnvorriehtung 11. Wäre der Kontakt 10 direkt mit der Spule 5 verbunden, so würde sofort eine Umsehaltung auf den sich wieder in seiner Ausgangsstellung befind lichen Langsamgang 3 erfolgen und der Schnellgang 2 ginge in seine Ausgangsstellung zurüelz. Das hätte das Öffnen des Kontaktes 1.0 und somit eine Wiederumschaltung auf Schnellgang 2 zur Folge.
Ein solches Umschal ten würde sich fortwährend wiederholen, so lange einer der Kontakte 14 geöffnet bleiben würde, was eine starke Beanspruchung der Mechanik der Sieherheitseinriehtung zur Folge hätte. Um dies zu vermeiden, ist ein Verzöge rungsrelais 15 vorhanden, dessen Verzögerung ungefähr der Zeit entspricht, während wel cher einer der Kontakte 14 offen bleibt.
Das Schliessen des Kontaktes 10 setzt das Relais 15 in Betrieb, so da.ss dieses einen offe nen Kontakt 14 kurzschliesst. Es erfolgt. dann eine Umschaltung auf den Langsamgang 3, die so lange bestehen bleibt, bis der Kontakt des Relais 15 öffnet. Inzwischen erfolgt nor malerweise wieder ein Schliessen eines der Kontakte 14, so dass die Steuereinrichtung 1 im Langsamgang 3 verbleibt.
Wenn infolge einer Störung ein Kontakt 1.1 ständig offen bleibt, erfolgen ebenfalls fort während Rückstellungen des Schnellganges 2, und zwar im Rhvthmus der Verzögerungs zeiten des Relais 15. Um auch dies verhindern zu können, besitzt die Sicherheitseinrichtung nach Fig.2 an Stelle des Verzögerungsrelais 1:
"3 zwei ohne Verzögerung arbeitende Relais 16,<B>17.</B> Bei niedergedrücktem Organ 1.2 oder 13 und geschlossenen Kontakten 14 sind das Relais 16 und die Spule 5 stromdurchflossen, die Steuereinrichtung 1 ist daher auf den Langsamgang 3 eingestellt.. Öffnet aber ein Kontakt 14, so wird das Relais 16 abgeschal tet, die Spule 5 wird stromlos und es erfolgt eine Umschaltung auf den Schnellgang 2, wobei der Kontakt 10 das Relais 17 in Betrieb setzt. Dadurch erhält die Spule 5 wieder Strom und es erfolgt eine Umschaltung auf den Langsamgang 3. Schliesst der offene Kon takt 1.4 wieder, so wird das Relais 16 in Be trieb gesetzt und öffnet den Haltestromkreis des Relais 17.
Die Spule 5 bleibt aber über den "esehlossenen Kontakt des Relais 16 strom.- durebflossen, so dass der Normalzustand wie der erreicht ist.
Bleibt ein Kontakt. 14 infolge einer St.ö- rnng ständig offen, dann wird immer wieder im Langsamgang 3 die Warnvorrichtung 1_1 zum Ansprechen gebracht, auch nach einer allfälligen Rückstellung der Steuereinrich tung 1 durch kurzzeitiges Loslassen des Schal ters 12 oder 13, wobei der Führer auf diese eise die Störung bemerken kann.
Das ( T leiehe geschieht, wenn eines der Relais 16, 17 eine Störung aufweist und der normale Ablauf der Umschaltungen nicht mehr statt findet.
Bei der Anordnung gemäss Fig.2 ist eine ortdatternde Übereinstimmung zwischen der Stellung des willkürlich betätigten Organs und der zugehörigen Funktionsstellung der Steuereinrichtung auch dann gewährleistet, wenn die die Aufhebung der Übereinstim mung bewirkende unwillkürliche Auslösung bestehen bleibt.