Formularsatz zur Verwendung in Buchungsmaschinen mit Vorsteckeinrichtung Bei Buchungsmaschinen werden im Gegen satz zur gewöhnlichen Schreibmaschine, bei. der die zu beschreibenden Bogen von hinten eingewalzt. werden, in der Regel mit Hilfe einer Vorsteckeinrichtung das Kontoblatt oder die Kontoblätter von vorn eingewalzt. Die Vorsteekeinrichtung besitzt dazu entspre- ehende Organe, nach deren Einstellung mit tels einer an ihr angebrachten und derjenigen des Kontoblattes analogen Skala das Konto blatt oder die Kontoblätter sogleich auf die richtige, zu beschreibende Zeile eingewalzt werden können.
Die Vorsteckeinrichtung, die zum Beispiel mit einem Stössel, einer Wähl scheibe oder auch mit einem schwingbaren Hebel arbeitet, lässt in der Regel nur einen bestimmten Hub zu, da sowohl die erwähnte Wählscheibe als auch ein Stössel nur handlich sind, wenn sie im Ausmass eine bestimmte Grösse nicht überschreiten. Dies bedingt wie derum, dass mit diesen Einrichtungen nur eine bestimmte Anzahl von Zeilen, z. B. 25, mit einem vollen Hub eingestellt werden kann. Die Zahl von. etwa 25 hat sich in der Praxis dar aus ergeben, dass in der Maschinen-Buchhal- tung beispielsweise die Kontoblätter in der Regel 25 Zeilen nicht überschreiten. Da beim Vorstecken die Blätter mit der untern Kante eingesetzt, also im Gegensatz zur üblichen.
Schreibmaschine mit ihren Unterkanten zuerst eingewalzt werden, so muss, um z. B. die 1. Zeile einzustellen, der volle Hub des Schalt- werkes ausgenutzt werden. Ist nur noch die letzte Zeile frei und einzustellen, z. B. die 25., dann ist nur der kürzeste Hub für die Vorsteckeinrichtung einzustellen und anzu wenden.
Im Gegensatz zu andern, bekannten Vor steekeinrichtungen, bei denen das Journal wie bei der Schreibmaschine von rückwärts mit dem Kopf nach unten mittels der Schreibwalze eingeführt wird, werden bei einer ebenfalls bekannten Vorsteckeinrichtung nicht nur die Kontenblätter, sondern auch das Journal bzw. der Grundbuchbogen mit derselben Vorsteck- einriehtung um die Schreibwalze in Schreib lage gebracht, obgleich dieses Journal breiter und insbesondere länger ist. als die Konten blätter. Das geschieht in der Weise, dass das Schaltwerk im Leerlauf zurückgeführt und ein zweites Mal in Tätigkeit gesetzt wird, aber bis her ohne Rücksicht auf die Zeilenhöhe.
Um nun das Journal, obwohl es eine grö ssere Höhe hat als das Kontoblatt, in Bu- ehungsmaschinen mit für das Kontoblatt ein gerichteter Vorsteckeinrichtung einwalzen zu können, wird ein Formularsatz verwendet, bei dem gemäss vorliegender Erfindung die Zeilen skala des Journals in ihrem untern Teil der jenigen des Kontoblattes in der Höhenlage vom Fuss beginnend entspricht und der diese Zeilen überschreitende Teil des Journals die Zeilenfolge mit einem zugesetzten Index wie derholt, zum Zwecke, für den obern Teil die -gleiche Vorsteckeinrichtung verwenden zu können.
Der Formularsatz naeh der Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert. Auf dieser zeigt: Fig. 1 eine an sich bekannte Vorsteckein- richtung für Schreibmaschinen unter Verwen dung eines Stössels. Es sind nur die zum Ver ständnis der Erfindung erforderlichen Teile der V orsteckeinrichtung gezeichnet.
Fig. 2 zeigt. die Skalenanordnung eines Journalblattes mit aufliegendem, aber seitlich versetztem Kontoblatt in einem Ausführungs beispiel.
Fig. 3 zeigt dieselbe Anordnung eines zwei ten Ausführungsbeispiels.
Im angenommenen Beispiel besitzt die Vor steckeinrichtung zwei über der Schreibwalze, z. B. in einem Gehäuse a., gelagerte Förder- walzen h und g. Die Walze g kann mittels eines Stössels b unter Zwischenschaltung der Zahnräder<I>e, f</I> und g' durch Einstossen des Stössels b an seinem vordern Knopf c gedreht werden, so dass sie mit der federnd angedrück ten Gegenwalze h zusammen das zwischen letztere eingesetzte Blatt k. vor die Schreib walze der Schreib- oder Buchungsmaschine bringt. Die Gegenwalze h lässt sich gegen Federdruck, z.
B. mittels ihres bei i' gelager ten Hebels<I>i</I> und des Griffes<I>i"</I> von der Walze g abheben, wenn der Stössel b leer vor- oder zurückgestossen werden soll, der ausser dem vordern Knopf c noch einen hintern Anschlag knopf c' trägt und mit seiner unten liegenden Zahnstange b' in das Zahnrad e greift.
Die Kontoblätter k sind wie üblich zeilen mässig durchnumeriert; etwa von 1 bis 25, je nach der vorhandenen Zeilenzahl, so dass sie in üblicher Weise mittels des Vorsteckwerkes auf die gewünsehte Zeile eingewalzt werden können, die auf nicht näher dargestellte Weise am Stössel b eingestellt wird. Für die 1. Zeile ist der Stössel ganz durchzustossen, für die Zeile 7 wird der Stössel b im Leerlauf auf 7 eingestellt und dann bei angedrückter Walze h. bis zum Anschlag c durchgestossen.
In der Regel wird auf der Buchungs maschine vom Kontoblatt auf das Journal durchgesehrieben, also das Journal j sogleich mitbesehriftet. Dazu wird dieses zuerst einge walzt. Da es am untern Rande meist die Addi tionszeilen j' trägt, also nicht so tief herab Buehungszeilen aufweist wie das Kontoblatt k, so läuft seine mit der Skala des Konto blattes k übereinstimmende Skala nur bis Ziffer 21. Andernfalls kann es auch für die Durehsehrift ebenfalls soweit. herahreichen wie das Kontoblatt, also bis Zeile 25.
Man muss also, um die unterste Zeile 21 zu besehriften, den Stössel b auf 21 leer einstellen und dann nach Einlegen des Journals j bis zum Knopf c durchstossen. Ist die in dem Höhenabstand von unten der Zeile 1 des Kontoblattes k entspre chende Zeile 1 auf dem Journal j einzustellen, dann wird der Stössel auf 1 eingestellt nach Einlegen des Journals j, und bei anliegender Walze h bis zum Knopf c durchgestossen. Da durch schaltet sich das Journalblatt j bis zur Zeile 1 ein. Sind darüber hinaus liegende Zei len einzustellen, dann bleibt. nach dem Beispiel nach Fig. 2 das Journal j zunäehst auf Zeile 1 stehen.
Durch einen zweiten Schaltvorgang am Vorsteckwerk wird der Stössel b leer ziuüek- geholt und bei angedrüekter Walze la zum Bei spiel bis zur Ziffer 17 seiner Skala einge- tossen, wodurch entsprechend der obern Zif fernreihe der Doppelskala die oberste Zeile 1--17 des Journals j in die richtige Schreib lage auf der Sehreibwalze der Maschine ge bracht ist.
Bei der zweiten, mit 1-16 bezeich neten Zeile des Journals j wird der Stössel nur bis zu seiner Ziffer 16 bei angedrüekter Walze h, eingestossen usw., bis schliesslich bei der mit 1-2 bezeichneten Zeile der Stössel auf 2 eingestellt und eingedrückt wird.
Ist das Journal auf die gewünschte Zeile auf der Sehreibwalze eingestellt, dann wird es in üblieher Weise aus den Vorsteckwalzen über die Schreibwalze gerollt. und auf dieser mittels eines Bügels festgelegt. Danach kann das Kontoblatt wie üblich eingewalzt werden.
Bei dem Beispiel in Fig. 3 ist die Arbeits weise zu einem Teil umgekehrt. Nachdem zuerst der Stössel auf die Zahl. 10 eingestellt wurde, wird das Journal durch Eindrücken des Stössels bis zum Knopf c eingewalzt. Um die oberste, mit 10-10 bezeichnete Zeile ein zustellen, wird der Stössel b zunächst im Leer lauf bei abgedrückter Walze h bis zur Ziffer 10 eingestellt und danach unter Freigabe der Walze )z bis zum Knopf c' durchgedrückt. wodurch das Journal j bis zur obersten Zeile 10-10 eingewalzt ist.
Bei der zweiten Zeile von oben wird der Stössel b im Leerlauf bis zur Ziffer 10-11 eingestossen und nach Frei gabe der Walze h bis zum Knopf c' durchge drückt usf., bis schliesslich bei der Zeile 10 bis 25 der Stössel b im Leerlauf bis zur Ziffer 25 und dann nach Freigabe der Walze h bis zum Rest durchgestossen wird.