Traktorgezogenes Ackerbauaggregat Es sind traktorgezogene Ackerbauaggregate bekannt, bei welchen an der Traktorhinter- seite, beispielsweise am Getriebekasten, beidseits von der Längsmittelebene des Traktors je ein Zuggelenk fest angeordnet ist, welche Gelenke zu einem Gelenkviereck gehören, wobei eine in Normalstellung parallel zum Ver bindungsstück zwischen den beiden genannten Zuggelenkstellen, das heisst quer zur Traktorlängsachse angeordnete Traverse dieses Ge- ienkviereekes, eine senkrecht aus ihrer Mitte nach hinten abstehende Achse trägt, die an zwei Stellen derart mit dem Zuggrendel des Ackerbaugerätes verbunden ist,
dass der Grendel um diese Achse herumgeschwenkt wer- den kann, so dass also die Bodenbearbeitung, beispielsweise das Pflügen mit einem Wendepflug, im Hin-und Hergang durchgeführt werden kann. Das Ackerbaugerät wird dabei stets seitlieh von der Traktorlängsachse ge zogen.
Bekannte traktorgezogene Ackerbauaggre- gate dieser Art konnten in der Regel nieht verhindern, dass bei ungünstigen Terrainver- hältnissen einmal entstandene Abweichungen von der gewünschten Arbeitsrichtung, das heisst Furehenkrümmungen bei den folgenden Durchgängen, statt ausgeglichen verschlim- mert wurden.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, in dieser Hinsieht Abhilfe zu schaffen.
Erfindungsgemäss ist nämlich vorgesehen, dass das Gelenkviereck derart dimensioniert ist, dass das Verhältnis zwisehen der Länge des Verbindungsstückes der beiden Zugge lente und der Traversenlänge dem Wert 1 : (2 0, 3i) und das Verhältnis zwischen der Länge des genannten Verbindungsstückes und den beiden unter sich gleichlangen Zugschienen dem Wert 1 : (1,1 # 0,2) entspricht.
Es ist ferner zweckmässig, wenn die genannte, an der Traverse befestigte Achse hinter der Traverse ein Drehlager für einen Tragarm fester Länge tr#gt, an dessen Ende der Zuggrendel gelenkig angehängt ist, w#h- rend Mittel zur Einstellung der Distanz zwischen dem Ende der Achse und dem Grendel auf einen vorbestimmten Wert vorgesehen sind.
Die Zugvorrichtung nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert Diese zeigt sehematisch in neun Figuren den Grundriss der wichtigsten Teile und deren Verbindungen in versehiedenen Arbeitsstellungen.
In allen Figuren ist mit T die Längsachse des Traktors und mit A das parallel zur Traktorhinterachse am Traktor starr be festigte Verbindungsst#ck zwischen den beiden seitlichen Zuggelenken Zt und Z2 bezeichnet. Dieses Verbindungsstüek A macht also alle Verschwenkungen der Traktorhinter- aehse mit und hat üblicherweise eine Linge von etwa 32 cm.
Die beiden unter sich gleichlangen Zug- schienen, die je einerends in den Zuggelenken Z, und Z2 eingehängt sind und an ihren andern Enden gelenkig die Traverse C tragen, sind mit B1 und 32 bezeichnet. Die Lange der Zugschienen B, und 32 steht zur Länge des Verbindungsstückes A im Verhältnis von 1 : (1,1 0,2), das heisst, sie haben praktisch eine Lange von 30 bis 42 cm bei einem Mit- telwert von 35 bis 36 cm.
Das Längenverhältnis zwischen dem Ver bindungsst#ck A und der Traverse C ent spricht dem Wert 1 : (2 2 # 0,3), das heisst, die Traverse hat eine Länge von etwa 64 em.
Es ergibt sich auf diese Weise ein durch die Teile A, B1, 83 und C gebildetes Gelenk- viereck, welches bei symmetrischer Lage ein Trapez mit dem Parallelseitenverhältnis l : 2 und einem Seitenwinkel von etwa 60 bildet (siehe Fig. 1).
Im rechten Winkel steht von der Mitte der Traverse nach hinten eine Achse D ab.
Dirent hinter der Traverse ist auf der Achse D ein Grendeltragarm E drehbar gelagert, an dessen freiem Ende der Grendel G angelenkt ist.
Die Distanz zwischen dem freien Ende der Achse D und dem Grendel wird dureh Einstellung des Distanzorgans F, beispielsweise einer Zugkette, auf einen vorbestimmten Wert eingestellt.
Dureh die Längeneinstellung dieses Organs F ist eindeutig der Winkel zwisehen dem Grendel G und der Achse D bestimmt.
Es ist nach der Zeichnung angenommen, da# das durch den Traktor T gezogene Arbeits- ger# ein Wendepflug ist, von dem aber nur die Arbeitsspitze Sp und der aus der Boden auflage U und der Wandanlagefl#che V bestehende Führungskorper dargestellt ist.
Es ist noch zu bemerken, dass im Gegen- satz zu bekannten Ausführungsformen die Wandanlage-F#hrungsfl#che V schwertähn- lich naeh hinten über die Bodenauflage F hinaus verlängert ist. F#r Verschwenkungen des Pfluges um seine horizontale Querfläche bildet also die Bodenauflage Zl in normaler Distanz von der Pflugspitze Sp den Drehpunkt, während für Verschwenkungen um die Vertikalrichtung die Hinterkante des Schwertes r die Drehachse bildet. Auf diese Weise ergibt sich eine bedeutend bessere Fiih rung des Pfluges.
Die beim vorangehenden Arbeitsgang ge zogene Grabenwand ist mit Sl bezeichnet, und die beim jetzigen Arbeitsgang durch den Weg der Pflugspitze Sp gezogene Grabenwand ist mit S2 bezeichnet. Die Arbeitsbreite ist durch die Distanz der Linien S1 und S2 gegeben.
In der Fig. 1 ist die Zugvorrichtung auf eine mittlere Arbeitsbreite eingestellt, das heisst, die Länge des Organs F hat einen Mittelwert, so dass der Grendel C parallel zur Achse D steht und das Gelenktrapez A, CB2 symmetrisch ist.
In Fig. 2 ist dargestellt, wie die Arbeits- breite beeinflusst wird, wenn die Zugrichtung des Traktors T naeh reehts abweicht, sei es, weil infolge Ansteigens des Glandes naeh reehts etwas bergan gefahren wird, um das fortwährende Abrutschen nach links zu kompensieren, oder sei es, dass die vorher- gehende Spur S1 an dieser Stelle eine Reehtskrümmung aufweist. Es zeigt sieh aus einem Vergleich von Fig. 1 und 2, dass dadurch die Arbeitsbreite des Pfluges automatisch verringert wird, das hei#t, der Grendel G bleibt in seiner ursprüngliehen Riehtung und folgt der Verdrehung des Verbindungsstüekes nieht.
Die Krümmung der Spur S2 ist also gerin- ger als diejenige der Spur Sl, das heibt, der Fehler wird kompensiert.
In gleieher Weise wird nach Fig. 3 eine Linkssehwenkung des Traktors T kompensiert, indem hier die Arbeitsbreite automatiseh ver- grössert wird.
In Fig. 4 ist die Länge des Organs F auf den Maximalwert eingestellt, und es ergibt sieh die maximale Arbeitsbreite. Gleichzeitig ergibt sich bei dieser Einstellung aueh eine gerade verlaufende Zuglinie vom Zug- gelenk Z #ber die Sehiene 32 zum Grendel C, was im Falle der grössten Arbeitsbreite vorteilhaft ist.
Auch bei dieser Einstellung auf maximale Arbeitsbreite bewirkt eine Reehtsversehwenkung des Traktors s T laut Fig. 5 eine Verklei nerung und eine Linksversehwenkung des Traktors T nach Fig. 6 eine Vergrösserung der Arbeitsbreite, das heisst, auch hier werden Krümmungen der vorhergehenden Spur 81 verkleinert.
Nach Fig. 7 ist die Zugvorrichtung durch Verkürzung des Organs F auf minimale Ar beitsbreite eingestellt, das heil3t, die Pflug- spitze F folgt der alten Grabenwand Si. Hier ist die Zuglinie Z2 -- B2 -- G ung#nstiger gebrochen ; das schadet aber nichts, weil auch keine Pflugarbeit zu leisten ist.
@ Fig. 8 ergibt bei dieser Einstellung eine Rechtsschwenkung des Traktors T ein NVeggehen der Pflugspitze Sp von der alten Grabenwand Sl, während nach Fig. 9 eine Linksversehwenkung des Traktors T ein Eindringen der Spitze e Sp in den ungepflügten Boden bewirkt. Auch in diesen F#llen werden also fehlerhafte Krümmungen ausge- lichen.
Mit einer derartigen Zugvorrichtung ist es also möglich, auch bei ungünstigen Terrain verhältnissen gradlaufende Furchen zu ziehen.