CH289647A - Ausschankfefäss für unter Gasdruck stehende Flüssigkeiten. - Google Patents
Ausschankfefäss für unter Gasdruck stehende Flüssigkeiten.Info
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Description
Ausschankgefäss für unter Gasdruck stehende Flüssigkeiten. Ausschankgefässe für unter Gasdruck ste hende Flüssigkeiten, wie Siphonflaschen oder dergleichen, weisen ein gläsernes Steigrohr auf, durch das die Flüssigkeit, z. B. Sodawas ser, unter dem Druck des Kohlensäuregases dem Aasla.ufventil bei dessen Betätigung zu fliesst.
Das Glasrohr wird mittels eines aus Zinn bestehenden Halteteils zwisehen dem obern Flasehenende und dem Ventilkörper festgehalten. Damit. gesimdheitssehädliche Wirkungen ausgesehlossen werden, mass der Zinngehalt dieses Halteteils mindestens 901/o betragen, so dass seine Beschaffungskosten ver hältnismässig hoch sind.
Wegen der erforder- liehen Dichtheit wird der Halteteil um das obere Glasrohrende herumgegossen. Das in flüssigem Zustande auf das Glas aufgebrachte Zinn löst Spannungen im Glas aus, die dessen Zerstörung zur Folge haben können. Auch hrsehütterungen beim Transport der Flaschen lassen oftmals das Glasrohr, vor allem an der Einspannstelle im Halteteil, brechen.
Alle diese Nachteile können dadurch ver mieden werden, dass sowohl das Steigrohr als auch sein Halteteil aus Polystyrol bestehen. Polvsty rol kommt im Handel beispielsweise unter der Markenbezeichnung Trolitul vor.
Es wurde festgestellt, da.ss von der grossen Zahl der thermoplastischen Kunststoffe ge rade Polystyrol die für den vorliegenden Zweek erforderlichen Eigenschaften besitzt; es wird weder von verdünnten Säuren noch Alkalien angegriffen, ist praktisch unzer- breehlich imd ergibt keinerlei Geschmacks- abweichung der Flüssigkeiten gegenüber sol chen in bisher üblichen Ausschankgefässen mit Glasrohr.
Da diese Teile im Spritzverfahren hergestellt werden können,- kann der Herstel lungsaufwand sehr niedrig gehalten werden. Wegen des Wegfalles des Zinnteils können auch die Materialkosten stark vermindert wer den. Ausserdem kann sieh eine beträchtliche Clewichtsvermhiderimg ergeben.
In der Zeichniuig sind Ausfiihrimgsbei- spiele der Erfindung dargestellt. Fig.1 und 2 zeigen das obere Ende des Steigrohres mit dem Halteteil in zwei Ausführungsformen in Ansicht, und Fig. 3 veranschaulicht eine Si- phonflasche für Sodawasser teilweise im Schnitt imd in Ansicht.
Wie der Fig.1 zu entnehmen ist, besteht das Steigrohr 1 aus einem zylindrischen Teil 2 und einem Halteteil 3, die beide aus dem gleichen glashell durchsichtigen Polystyrol hergestellt sein können. Die Verbindung der beiden Teile kann durch Aufschrumpfen oder durch Verkleben erfolgen. Der Halteteil 3 weist oben eine Ausnehmimg 4 auf.
'lach Fig.2 bestehen die Teile 2 und 3 aus einem einzelnen Stück, so dass nach dem Spritzen keinerlei Arbeitsvorgänge zur Ver- binding der Teile untereinander notwendig sind und eine weitere Vereinfachung und Her absetzung der Herstellungskosten erreicht wird. Das Rohr 2 kann gerade sein, so dass beispielsweise seine Achse mit der Flaschen achse zusammenfällt.
Es ist jedoch auch möglich, das Rohr 2 an seinem untern Ende abzubiegen, wie die Fig.3 erkennen lässt. Der sich dadurch er gebende, schräg verlaufende Teil des Rohres ist mit 5 bezeichnet. Auf diese Weise ist es möglich, praktisch den ganzen Inhalt der Fla sche 6 in der üblichen schrägen Gebrauchslage zu entleeren. Bisher war eine einigermassen zufriedenstellende Entleerung der Flasche nur möglich, wenn das Rohr 2 bis nahe an den Flaschenboden 7 heranreichte und die Flasche so gehalten wurde, da.ss ihre Achse lotrecht war. Auf dem Flaschenhals 8 sitzt das Ventil gehäuse 9, dessen Ausfluss 10 nach der glei chen Seite gerichtet sein soll wie der abgebo gene Teil 5 des Rohres.
Zur Abdichtung be findet sich zwischen dem Flanschteil des Halteteils 3 und dem obern Ende des Fla schenhalses 8 ein vorzugsweise aus Gummi bestehender Dichtungsring 11. Das Ventil gehäuse 9 weist einen am untern Ende mit Innengewinde versehenen Fortsatz 12 auf. Mit diesem Innengewinde wird das Ventil gehäuse am Aussengewinde einer Haltemutter 13 verankert. Diese Mutter ist zweiteilig aus geführt, so dass sie zwischen dem obern, ver- diekten Teil des Flaschenhalses 8 und dem Flaschenkörper 6 angeordnet werden kann.
Der Ventilkörper 15 wird in bekannter Weise durch den Druckhebel 16 betätigt, wenn ein Ausfluss des Sodawassers oder dergleichen ge wünscht wird. Das Ventilgehäuse besitzt noch einen ringförmigen Vorsprung 17, so dass eine ausreichende Abdichtung zustande kommt. Auch bei der Ausführung nach Fig. 3 kön nen das Rohr 2 und der Halteteil 3 aus einem Stück bestehen.
Für aus Glas bestehende Steigrohre ist ein Abbiegen des untern Endes weder üblich noch möglich. Beim Durchströmen des Ge misches von Wasser und Kohlensäuregas durch ein gekrümmtes Glasrohr würde sich nämlich an der Krümmiuigsstelle eine Kraft mit einer zur Achse des geraden Rohrteils senkrechten Komponente ergeben, wodurch ein Biegemoment entsteht. Ein solches Biege moment hätte infolge des starken Gasdruekes von etwa 10 atü den Bruch des Glasrohres nahe seiner Einspannstelle im zinnernen Halteteil zur Folge.
Wenn auch beim abgebo genen Polystyrolrohr praktisch gleich grosse Biegemomente auftreten, so sind diese als un gefährlich anzusehen, weil Polystyrol eine aus reichende Elastizität besitzt.
Wenn auch durchsichtiges, glashelles Poly styrol bevorzugt wird, so kann in Sonderfäl len die Verwendung von gefärbtem Polystyrol zweckmässig sein, insbesondere dann, wenn es sich um farbige Getränke handelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Ausschankgefäss für unter Gasdruck ste liende Flüssigkeiten mit einem Steigrohr, das am obern Ende einen Halteteil aufweist, da durch gekennzeichnet, dass sowohl das Steig rohr als auch der Halteteil aus Polystyrol be stehen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Aussehankgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Steigrohr glashell durchsichtig ist. 2. Aussehankgefäss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil glashell durchsichtig ist. 3. Aussehankgefäss nach Patentanspruch und Unteransprueli 1, dadurch gekennzeich net, dass das Steigrohr und der Halteteil aus einem Stück bestehen.4. Aussehankgefäss nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil auf dem Steigrohr aufgesehrumpft ist. 5. Aussehankgefäss nach Patentansprueli; dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil auf dem Steigrohr verklebt ist. 6. Aussehankgefäss nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende des Steigrohres abgebogen ist.. 7. Aussehankgefäss nach Patentansprueli und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass das untere Ende des Steigrohres nach derselben Seite wie die Auslauföffnung des Gefässventils abgebogen ist.B. Aussehank;-efäss nach Patentansprueli. dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss eine Glasflasche ist.
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1951
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