CH288291A - Elektrische Wechselstromklingel. - Google Patents

Elektrische Wechselstromklingel.

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CH288291A
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Hans Dr Schumacher
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    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems; Audible personal calling systems
    • G08B3/10Audible signalling systems; Audible personal calling systems using electric transmission; using electromagnetic transmission

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Description


  Elektrische     Weehselatromklingel.       Neben den meist üblichen elektrischen  Klingeln, in welche ein Unterbrecher ein  gebaut ist und die daher sowohl mit Wechsel  strom als auch mit Gleichstrom betrieben wer  den können, sind auch ähnliche Signalgeräte  bekannt, welche keinen Unterbrecher besitzen,  sondern einfach aus einem, gegebenenfalls auf  einer Grundplatte montierten Elektromagne  ten und einem ausserhalb des Stromkreises  liegenden, unter Federwirkung stehenden  Anker mit Klöppel und einer Glocke bestehen,  also keinen Unterbrecher aufweisen,. sondern  nur mit Wechselstrom betrieben werden kön  nen und mit jeder Halbwelle des Stromes den  Anker anziehen.

   Diese Geräte sind zwar in  der Herstellung billiger und auch betriebs  sicherer als die mit Unterbrechern aus  gerüsteten Klingeln, besitzen jedoch den  Nachteil, dass ausser bei ganz kleiner Aus  führung eine Glocke wegen der zu hohen  Frequenz (100 Hertz) nicht mehr zum Klingen  gebracht werden kann. Man bezeichnet diese  Geräte daher als Schnarren,     Rasselwecker    oder  dergleichen und verwendet sie zum Beispiel in       Telephonanlagen    und für Signalanlagen, in  welchen ein Glockenton weder erforderlich  noch erwünscht ist.  



  Die Erfindung betrifft nun eine unter  brecherlose     Wechselstromklingel    der vorge  nannten Art, welche jedoch als normale Klin  gel zur Erzeugung eines vollen Glockentones  genau so wie die üblichen,     unterbrecher-          gesteuerten    Klingeln geeignet ist. Dies wird    erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass mit  der Klingel eine mit dem Elektromagneten in  Serie liegende     Stromsperrzelle    zusammen  gebaut ist.  



  Beiliegende Zeichnung zeigt beispielsweise  eine Ausführungsform des Erfindungsgegen  standes und zwei Anwendungsbeispiele.  



       Fig.1    ist eine schematische Ansicht der  elektrischen     Wechselstromklingel.     



       Fig.    2 und 3 sind Schaltanordnungen von  zwei verschiedenen elektrischen Meldeanlagen,  welche die vorliegende Klingel einschliessen.  



  Mit Bezugnahme auf     Fig.1    besteht die  elektrische     Klingel    aus einer Grundplatte 1,  auf der ein     Elektromagnet2    und ein ausserhalb  des Stromkreises liegender Anker 3 montiert  sind. Der Anker 3 sitzt auf einer Feder 4,  welche mittels einer Schraube 5 auf der  Grundplatte 1 befestigt ist. Ein auf dem  Anker 3 montierter Klöppel 6 arbeitet mit  einer Glocke 7 zusammen, die auf der Platte 1  befestigt ist. Eine Sperrzelle 8, zum Beispiel  eine einfache     Trockengleichrichterzelle,    wie       Kupferoxydul-    oder     Selen-Gleichrichterzelle,     ist mit dem Elektromagneten 2 in Serie ge  schaltet.

   Diese Zelle 8 kann, insbesondere     wenn     sie nur ein einfaches Plättchen von etwa 3 cm  Durchmesser darstellt, leicht neben dem  Magneten 2 im Gehäuse ohne Mehrbedarf an  Platz untergebracht werden.  



  Von der Klemme 9 fliesst der Strom durch  die Zelle 8 und die Wicklung des Magneten 2  bis an die Klemme 10, während der Anker 3      vollständig ausserhalb     des    elektrischen Strom  kreises liegt. Der Anker 3 wird durch jede  zweite Halbwelle angezogen     und    mittels der  Feder 4 während der andern Halbwelle       zurückgeführt.     



  Betreibt man eine solche     Klingel    mit dem  üblichen Wechselstrom von 50 Hertz, so  schwingt der Klöppel 6, da nur jede zweite  Halbwelle auf den Magneten 2     wirkt,    nicht  mit 100, sondern nur mit 50 Hertz, was bei  Glocken beliebiger Grösse     einen    hell klingenden  lauten Glockenton ergibt und nicht den  Rassel- oder     Schnarrton,    wie bei 100 Hertz.  Die Sperrzelle 8 bewirkt also eine Halbierung  der Frequenz, welche den Betrieb ohne Unter  brecher ermöglicht.  



  Derartige Klingeln besitzen aber noch einen  weiteren bedeutenden Vorteil, wie dies mit  Bezugnahme auf     Fig.    2 und 3 erklärt werden  soll.  



  In der Anlage von     Fig.    2 werden die  Glocken 11 und     11a    durch die Tasten 12 bzw.       12a    gesteuert, wobei für den Hauptteil der  elektrischen Leitungen, zum Beispiel von  einer Haustür bis zu einer Wohnung, nur ein  Leitungspaar 13 und ein Klingeltransfor  mator 14 nötig sind. Dies wird durch die  Sperrzellen 15,     15a    und 16,     16a    ermöglicht,  welche derart mit den zu den Tasten 12, 12a.  bzw. den Glocken 11, 11a führenden Zweig  leitungen verbunden sind, dass in jedem ge  gebenen Moment nur die eine Halbwelle des  durch den Transformator 14 gelieferten  Wechselstroms gebraucht wird.

   Die Zellen 15,       15a    sowie die Zellen 16,     16a    können von der  selben Art sein wie die mit Bezugnahme auf       Fig.1    beschriebene Sperrzelle B. In Anlagen  dieser Art macht das Leitungspaar 13       meistens        ungefähr        90%        des        gesamten        Lei-          tungsmaterials    aus, während die Länge der  Zweigleitungen für die Tasten     vernachlässig-          bar    ist,

   weil die     Tasten    auf einer gemeinsamen  Platte montiert sind und die zu den Glocken  führenden Zweigleitungen auch meistens    ziemlich kurz sind. Es ist somit ersichtlich,  dass die beschriebene Klingel bedeutende  Mengen von Leitungsmaterial zu sparen  gestattet.  



       Fig.    3 stellt eine Anlage mit je zwei Tasten  17 und     17a    und je zwei Glocken 18 und     18a     dar. Anstatt eines Leitungspaares 13 wie in       Fig.2    sind nun drei Leitungen 19 nötig,  welche gestatten, dass die Tasten 17, 17a die  vier Glocken 18,     18a    mittels des Transforma  tors 20 und acht Sperrzellen 21,     21a,    22 und       22a    steuern. Für vier Glocken sind nur drei  Leitungen von erheblicher Länge nötig. Der  Preis von acht Zellen ist trotzdem     vernach-          lässigbar    im Vergleich mit der Einsparung an       Leitungsmaterial.     



  Es folgt daraus, dass zwei Leitungen ge  statten, zwei voneinander unabhängige Klin  geln zu steuern, drei Leitungen vier Klingeln,  vier Leitungen sechs Klingeln, und so weiter.  In andern Worten: Während in einer Anlage  mit zum Beispiel zehn Klingeln bis anhin  zehn Leitungen und eine Rückleitung nötig  waren, so sind mit der vorliegenden Klingel  nur mehr fünf Leitungen und eine Rück  leitung nötig, das heisst die Anzahl der Lei  tungen ist immer nur die halbe Anzahl der  Klingeln plus eine Rückleitung. Nicht nur bei  nachträglichem Bedarf, sondern auch bei  Neuanlagen können auf diese Weise be  deutende Mengen von Leitungsmaterial ein  gespart werden, demgegenüber die Mehr  kosten, der Sperrzellen nicht ins Gewicht  fallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Wechselstromklingel, die einen Elektromagneten, einen ausserhalb des Strom kreises liegenden, unter Federwirkung stehen den Anker mit Klöppel und eine Glocke auf weist, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Klingel eine mit dem Elektromagneten in Serie liegende Stromsperrzelle zusammen- gebaut ist. .
CH288291D 1950-03-04 1951-01-10 Elektrische Wechselstromklingel. CH288291A (de)

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