Bearbeitungsmaschine zum Bohren, Fräsen und Schleifen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eitle Bearbeitungsmaschine zum Bohren, Fräsen und Schleifen, dadurch gekennzeich net, dass eine eine Bohrspindel dauernd an treibende Transmissionsvorrichtung mit um schaltbaren Organen vorgesehen ist, durch de ren Umschaltung eine Frässpindel wahlweise entweder direkt mit der vom Motorantrieb der Transmissionsvorrichtung erteilten Drehge schwindigkeit oder über ein zwischen der Bohr- und der Frässpindel angeordnetes Vor gelege der Transmissionsvorrichtung von der Bohrspindel betätigt werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind Teile eines Ausführungsbeispiels des Erfindungs gegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 den Oberteil des Maschinengestells mit Spindelstock und Reitstock zum Rund schleifen zwischen Spitzen in Ansicht.
Fig. 1a den Bohr- und Frässpindelkopf mit Transmissionsvorrichtung im Aufriss in grösserem Massstab.
Fig. 2 zeigt das Schleifaggregat zum Rundschleifen, wobei die linke Seite nach der Linie A-A in Fig. 3 geschnitten und die rechte Seite in Ansicht. gezeigt ist, und Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie B-B in Fig. 2.
Fig. 4 und 5 veranschaulichen Details zu Fig. 1a bzw. Fig. 2 in grösserem Massstab.
In einem Gehäuse 1 für den in aus der Zeichnung nicht ersichtlicher Weise mit dem Maschinengestell in Fig. 1 zusammenarbeiten den Bohr- und Frässpindelkopf mit Trans- missionsvorrichtung sind parallel zueinander die Frässpindel 2 und die Bohrspindel 3 an geordnet. Deren Antrieb erfolgt von einem (zeichnerisch nicht dargestellten) Motor auf eine Stufenscheibe 4, welche auf der Frässpin- del 2 durch Kugellager 5 drehbar gelagert ist. Die Stufenscheibe 4 bildet somit das an getriebene Organ der Transmissionsvorrich tung für den Antrieb der Spindeln 2 und 3.
Auf der Motorenwelle ist eine zur Scheibe 4 gegengleiche Stufenscheibe vorgesehen, so dass der die beiden Stufenscheiben verbindende Keilriemen stets gleich lang ist, also dass die Stufe mit. dem kleinsten Durchmesser am Mo tor der Stufe mit dem grössten Durchmesser der Scheibe an der Frässpindel entspricht.
Der Motor kann von zwei auf vier Pole umschaltbar sein, so dass er beispielsweise ent weder mit etwa 1450 oder 2900 Touren pro Minute läuft. Ferner können die Durchmesser der Stufensscheiben so dimensioniert sein, dass unter Berücksichtigung der Umschaltbarkeit des Motors der auf der Frässpindel 2 gelager ten Stufenscheibe 4 eine kleinste Tourenzahl von 650 und eine maximale von 6500 Touren pro Minute gegeben werden kann.
Um die auf Kugellagern 5 auf der Fräs spindel 2 leer laufende Stufenscheibe mit die ser Spindel kuppeln zu können, so dass die Spindel 2 von der Stufenscheibe mitgenom men wird, ist eine Klauenkupplung 9 vor gesehen, deren einer Teil an einem Zahnrad 6 gebildet ist, welches an der Unterseite der Stufenscheibe 4 befestigt ist, somit also eben- falls lose auf der Frässpindel 2 sitzt. Die andere Kupplungshälfte ist an der Nabe 7 des Zahnrades 8 gebildet. Die Kupplungs klauen der beiden Teile 9 können durch Ver schiebung des Teils 7, 8 auf der Spindel 2 in axialer Richtung miteinander in Eingriff gebracht werden.
Bei der axialen Verschie bung des Teils 7, 8 mit der untern Kupplungs hälfte 9 gegen die obere gleitet dieser mittels einer durchgehenden Keilnut an einem in der Frässpindel 2 sitzenden Keil 10, wobei zum Verschieben der untern Kupplungshälfte die Nabe 7 ,eine ringsum laufende Nut 7a für den Eingriff einer nicht gezeichneten Gabel auf weist.
Das Zahnrad 6 befindet sich im Eingriff mit einem grösseren Zahnrad 11, welches auf der Bohrspindel 3 befestigt ist, und das Zahn rad 8 zähnt mit einem Zahnkolben 12, welcher ebenfalls auf der Bohrspindel 3 festsitzt. Durch das Einrücken der Kupplungsklauen kommt dass Zahnrad 8 ausser Eingriff mit dem Zahnkolben 12. Nach dem Lösen dieses Ein griffes ergibt sich vorerst eine Mittellage für den Teil 7, 8 mit der untern Kupplungshälfte, in welcher die Kupplungsklauen noch nicht ineinandergreifen, ins der, da der Zahnkolben 12 nicht mehr mit dem Zahnrad 8 im Eingriff ist, die Frässpindel nicht gedreht wird.
Um die Kupplungshälfte am Teil 7, 8 in der Lage festzuhalten, in welcher die Kupplung voll zogen ist, ist eine Arretiervorrichtung vorhan den. Diese besteht aus Kugeln 13 in der Nabe 7, welche durch Federn gegen die Spindel 2 gedrückt werden, und ferner aus in der letz teren vorgesehenen Rasten 14, in welche bei eingeklinkter Kupplung die Kugeln 13 ein schnappen..
Die Bohrspindel besteht aus dem äussern, rohrförmigen, die Zahnräder 11, 12 tragenden Teil 3 und dem innern, in diesem axial ver schiebbaren Teil 3a mit Steckkonus für den Bohrer und einer Kupplung zur Drehverbin dung zwischen diesen beiden Teilen 3 und 3a, welche aus einer Keilnut 3b am innern Teil 3a und einem im Innern des äussern Teils 3 mittels Nieten 3c befestigten Keil 3d besteht (vg1. Fig. 5).
Die beiden Zahnradpaare 6, 11 und 8, 12 der Transmissionsvorrichtung bilden ein Vor gelege zwischen Bohr- lind Frässpindel, wel ches dazu dient, um der Frässpindel 2 von der vom Motor über das Stufenscheibengetriebe und die Räder 6 und 11 dauernd angetriebe nen Bohrspindel aus eine für das Fräsen an gepasste Drehgeschwindigkeit, also eine klei nere als diejenige der vom Motor angetriebe nen Stufenscheibe 4, zu vermitteln. Um jedoch die Spindel 2 beispielsweise mit einer Topf scheibe für Schleifarbeiten bestücken zu kön-, neu, also einem Werkzeug, welches hohe Dreh zahlen erfordert,
wird die Spindel 2 durch die Kupplung 9 direkt mit der Stufenscheibe 4 zusammengeschaltet und erhält dann die der letzteren vom Motor erteilte Drehgeschwin digkeit. In beiden Fällen läuft aber die Bohr spindel 3 mit. Die beiden Vorgelegeräder 6 und 8 mit den Kupplungshälften 9 bilden die umschaltbaren Organe für die wahlweise Um schaltung der Frässpindel-Drehgeschwindig- keit.
Für das Rindschleifen zwischen Spitzen besitzt die Maschine einen Spindelstock 15 und einen Reitstock (Fig. 1). Der Antrieb des er- stern erfolgt dabei über eine flexible Welle 16 von einem Kegelradgetriebe 17 am obern Ende der Frässpindel 2 aus (vgl. Fig. 1 und la).
Für das Rundschleifen ist noch ein beson deres Schleifaggregat vorgesehen (Fig.2, 3), wobei die dazu verwendete Schleifscheibe 18 von einem eigenen Motor 19 angetrieben wird, der, wie der Antriehsmotor der Spindeln 2 und 3, zwei- und vierpolig umschaltbar vor gesehen sein kann.
Ferner ist noch ein weite rer Geschwindigkeitswechsel durch ein zwei stufiges Stufenscheibenpaar 20 zwischen Mo tor und Schleifspindel, welches durch einen Keilriemen 21 verbunden ist, angeordnet, so dass vier verschiedene Geschwindigkeiten für die Schleifscheibe erhältlich sind. An Stelle von Stufenscheiben 20 mit je zwei Rillen, wie in der Zeichnung dargestellt, können auch je drei oder mehr Rillenrollen nebeneinander an geordnet werden.
Damit können entsprechend mehr Drehgeschwindigkeiten der Schleif scheibe 18 erhalten werden. Der Motor 19 und das Lager 22 für die die Schleifscheibe tragende Spindel. 23 sitzen an einem Rahmen 24, welcher einen eine Führungshülse bilden den Rohrstutzen 25 aufweist. Mit diesem Rohr stutzen 25 kann das Schleifaggregat zum. Rundschleifen auf einer zylindrischen, oben mit einem nach unten und nach innen um- gebördelten Flansch 26 versehenen Hülse 2 7 am Lagergehäuse der Bohrspindel 3 koaxial zu letzterer verstellbar befestigt werden..
Zur axialen, bezüglich des Maschinengestelle (Fig. 1) senkrechten Verstellung dieses Rohr stutzens 25 und damit der daran befestigten Teile des Schleifaggregates dient ein in der Umbördelung des Flansches 26 axial gehalte ner Ring 28 auf der Hülse 27 mit einem äussern Gewinde 29, welches mit einem innern im obern Ansatz 30 des Rohrstutzens 25 ge führt ist. Durch Drehen des Ringes 28 wird bei am Mutdrehen verhindertem Schleifaggre gat der Rohrstutzen 25 in axialer Richtung be wegt. In Fig. 4 ist in grösserem Massstab ge zeigt., wie der Zusammenbau :der Teile 26 und 28 erfolgt.
Der äussere, nach unten und nach innen umgebördelte Teil 26a, von 26 be steht, was die Zeichnung nicht zeigt, aus einem zweiteiligen Ring und ist: mit dem Flanschteil an der Hülse 27 durch radial angeordnete Schrauben 26b verbunden. Das Schleifaggregat resp. der vom Rohr stutzen 25 getragene Rahmen 24 mit den i daran befestigten Motor 19 auf der einen Seite und dem Lager 22 mit der die Schleifscheibe 18 tragenden Spindel 23 auf der andern Seite kann auch auf der Hülse 27 verdreht werden. In der jeweiligen Einstellage kann das Schleif aggregat an der Hülse 27 durch eine Klemm schraube 31 festgestellt. werden.
Dadurch kann der Winkel zwischen der Schleifscheiben ebene und der Axe des Spindelstockes 15 ver ändert werden, so dass mit der Maschine z. B. auch Spiralbohrer geschliffen werden können. Durch die Stufenscheiben 20 für den An trieb der Schleifscheibe 18 und die Wahl eines umschaltbaren Motors kann eine ausreichende Zahl von Drehgeschwindigkeiten für Innen- und Aussenschliff vorhanden sein. Die Hülse 27 ist am der Spindellagerung dienenden Teil des Gehäuses 1 durch zeichne risch nicht dargestellte Schrauben befestigt.