Verfahren zum Aufspulen von Garn und Spulmaschine zur Ausführung des Verfahrens.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufspulen von Garn mittels einer Spulmaschine zu \NTiekelkörpern, wobei verschiedene Arten von dünnen, lauggezogenen Gebildell, wie Fäden und Schnüre, unter den Sammelnamen Garn fallen sollen. Ferner umfasst die Erfindung eine Spulmasehine zur Ausführung des Verfahrens.
Die Spulmaschine ist von der Gattung, die eine rotierende Spulspindel besitzt sowie Traversiermittel, welche einen Traversierrahmen aufweisen, der gegen die Spindel und von der Spindel weg verschwenkt werden kann, und die einen oszillierenden Fadenführer aufweist, der vom Traversierrahmen getragen wird, und das auflauf ende Garnstüek längs der Spulspindel bewegt, wobei der Fadenführer gegen die Oberfläche des Wiekelkörpers anliegt und beim Anwachsen des Wickelkörpers sieh ans- wärts bewegt. In Maschine dieser Gattung werden die einzelnen Windungen sehr genau auf die Oberfläche des Wicklkörpers verlegt (Präzisionswiddung).
In hekannten Spulmasehinen erfährt das Garn vor der Auflaufstelle eine scharfe Umbiegung beim Fadenführer, um zu ermögliehen, dass das Garn nach unten der Unterseite des Wiekelkölpers zugeführt wird.
Xylit der vorliegenden Erfindung wird angestrebt, das Garn in einer Spulmasehine dem Wickelkörper in einer verbesserten Weise zu- zuführer, so dass die Bildung einer scharfen Umbiegung des Garnes durch den Fadenführer vor der Auflaufstelle verhindert und zugleich eine gleiehmässigere Garnspannung erzielt wird.
Gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung wird Garn derart über einen oszillierenden Fadenführer zur Spulspindel geleitet, dass das auflaufende Garnstück eine Tangente an die Oberfläche des Wickelkörpers bildet, ohne bis zur Auflaufstelle, die nach stehend mit Tangentenberührungspunkt bezeichnet wird, vom Fadenführer aus einer ge gradlinigen Bahn abgelenkt zu werden.
Die Garnspulmaschine zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass unterhalb der Spulspindel Führungsmittel vorgesehen sind, von denen aus das Garn bis zum Tangentenberührungspunkt eine Tangente an die Oberfläche des Wickelkörpers bildet, ohne vom Fadenführer aus einer geradlinigen Bahn abgelenkt zu werden.
Vorzugsweise trägt der Fadenführer, der auf dem Traversierrahmen hin- und herbeweglieh angeordnet ist, einen Schlitz, durch wel chen das Garn, das von der Spannvorrichtung herkommt, tangential zur Oberfläche des Wickelkörpers verläuft.
Zweckmässig hat der Fadenführer einen nach unten ragenden gegabelten Flansch, der einen nach unten offenen Schlitz bildet und so angeordnet ist, dass er gegen den in Wicklung befindlichen Wickelkörper anliegt.
Es kann auch vorgesehen sein, dass ein verschwenkbarer Träger des Traversierrahmens in bezug auf die Drehachse der Spulspindel winklig eingestellt werden kann, um entweder zylindrische Wickelkörper oder konische Wickelkörper mit ebenen Stirnflächen wickeln zu können.
Für den Fall, dass die Traversiermittel eine drehbare Kurventrommel aufweisen, die von der Spiilspindel zmn Hin- und Herfiffiren des Fadenführers angetrieben wird und zum verschwenkbaren Träger in einem Abstand steht, können Mittel zum Einstellen der Trommel in verschiedene, zu der Längsachse des verschwenkbaren Trägers winklig stehende Lagen vorgesehen sein, um konische Wickelkörper mit ebenen Stirnflächen wickeln zu können.
Zweckmässigerweise besitzt der Traversierrahmen zwei zueinander einstellbare Teile, um den Fadenführer in einer Bahn hin- und herzubewegen, welche entweder parallel zur Drehachse der Spulspindel verläuft oder mit der letzteren einen Winkel bildet, um zylindrische Wickllmgen herzustellen oder auch konische Wicklungen mit ebenen Stirnflächen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Spulmaschine ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, an Hand welcher auch Durchführungsbeispiele des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Teils der Spulmaschine, welche zwei Wicklungseinheiten einer Serie solcher Einheiten darstellt,
Fig. 2 eine abgebrochene, mit Schnittdarstellung versehene Seitenansicht einer Wicklungseinheit der Maschine, welche die verschwenkbare Lagerung der Traversiermittel sowie den Antrieb der letzteren erkennen lässt,
Fig. 3 eine Obenansicht, mit Sehnittdarstellung der Traversiermittel, welche zum Wickeln eines zylindrischen Wickelkörpers eingestellt, veransehanlieht sind, und eines drehbaren Nockens zum Hin- und Herführen. des Fadenführers,
Fig. 4 einen der Fig.
3 ähnlichen Grundriss, der die Traversiermittel in der Einstellungslage veransehanlieht, welche zum Wikkeln eines konischen Wickelkörpers mit ebenen Enden notwendig ist,
Fig. 5 einen der Fig. 4 ähnlichen Grundriss, in welchem die Traversiermittel in einer Einstellungslage erscheinen, die zum Wickeln eines konischen Wiekelkörpers mit Enden, von denen das eine zum Wickelkörper konisch nach innen und das andere nach aussen ist, erforderlich ist,
Fig. 6 einen Grundriss mit Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 2, welcher einen verschwenkbaren Träger für die Traversiermittel darstellt, die auf einer einstellbaren Tragplatte gelagert sind, und woraus die relative Lage des verschwenkbaren Trägers zum Wik- keln von zylindrischen Wiekelkörpern bzw.
konisehen Wickelkörpern mit Enden ersichtlich ist, von denen das eine in bezug auf den Wiekelkörper konisch nach innen und das andere nach aussen ist,
Fig. 7 eine Querschnittsansicht nach der Linie 7-7 der Fig. 2, in welchem der Fadenführer und der drehbare Nocken zum Hinund Herbewegen des Fadenführers ersichtlich ist,
Fig. 8 eine der Fig. 6 ähnliche Ansieht, welche Mittel zum Einstellen des verschwenkbaren Trägers für die Traversiermittel in eine beliebige Winkellage zur Achse der Spulspindel darstellt, zwecks Wickelns konischer Wickelkörper mit Enden, von denen das eine konisch nach innen und das andere konisch nach aussen ist.
Fig. 9 eine Querschnittsansieht nach Linie 9-9 der Fig. 2, welche die Mechanismen der Maschine zum Anlaufen und Abstellen der letzteren veranschaulicht, sowie einen Antriebs- bolzen, der mit einer Riemenseheibe an der Spulspindel in Antriebseingriff steht,
Fig. 10 eine der Fig. 9 ähnliche Figur, welche einen von einem Elektromagneten betätigten Abstellriegel darstellt, der zwecks Auslösens des Eingriffes zwischen dem An triebsbolzen und der Riemenscheibe der Spulspindel betätigt worden ist,
Fig. 11 eine Querschnittsansicht nach Linie 14-11 der Fig. 2, welche einen beweg- liegen Bremsschuh darstellt, der ausser Eingriff mit einer Bremsscheibe der Spulspindel gebracht worden ist,
Fig. 12 eine der Fig.
11 ähnliche Ansieht, welche den Bremsschuh darstellt, wenn dieser durch die Abstellmittel in Eingriff mit der Bremsseheibe der Spulspindel gebracht worden ist,
Fig. 13 eine EndaIlsieht eines Zahnradgetriebes zum Antrieb der Traversiermittel durch die Spulspindel, welches einen Mecha- nismus zum Verändern der Geschwindigkeit bildet (Vortriebsmechanismus),
Fig. 14 ein Schaltschema einer naehstehend besehriebenen elektrischen Vorriehtung.
Gleiche Hinweiszahlen bedeuten in den verschiedenen Ansichten gleiche Teile.
Wie ans den Fig. 1 und 2 ersichtlich, sind eine Anzahl Wieklungseinheiten vorhanden, die von einem Bett 2 abgestützt sind, das sich in der Längsriehtung durch die ganze Masehine hindurch erstreckt und seinerseits durch Beine 3 abgestützt ist. Jede Wick- lungseinheit, von denen in Fig. 1 nur zwei dargestellt sind, besitzt einen Lagerbock 4, welcher Lager zur Aufnahme einer drehbaren Spulspindel 5 aufweist. Wie aus Fig. 2 er sichtlich, ist der Lagerbock 4 mit dciii Oberteil einer nach oben ragenden Plattform des Bettes 2 versehraubt und besitzt einen rohrförmigen Teil, der an seinen Enden Kugel- lager hat, in welchen die Spindel 5 drehbar gelagert ist.
Das eine Ende der Spindel 5 ist mit einer Gewindebohrung 9 zur Aufnahme des mit Gewinde versehenen Endes einer Spindelverlängerung 10 versehen, welch letztere einen rohrförmigen Halter darstellt der über das Vorderende der Maschine vorragt, und zur Aufnahme einer zylindrischen Kötzerhülse C dient, auf die der Wickelkörper P gewickelt wird. Es kann aneh an Stelle dieses rohrförmigen Halters ein konischer Halter verwendet werden, der zum Abstützen einer konisehen Kötzerhülse dient. Die Spindel 5 erstreckt sich von ihrem Lager in dem Lagerbock 4 nach hinten und trägt eine mit ihr fest verbundene Riemenscheibe 6.
Zwischen der Riemenscheibe 6 und dem Lagerbock 4 befindet sieh ein genuteten Bremselement 7, das mit der Spindel verkeilt ist, und das äusserste Ende der Spindel trägt ein Zahnrad 8.
Wie dies aus den Fig. 2 und 9 hervorgeht, werden die Spindeln 5 der verschiedenen Einheiten über einen Riemen 12 angetrieben, der in der Längsrichtung des Masehinenrahmens verläuft und in Antriebseingriff mit den Um fängen der Riemenseheibe 6 mittels Leerscheiben 13 gehalten ist. Die Leerseheibe 13 jeder Einheit ist an einem Zapfen am Ende eines Armes 14 drehbar gelagert, der auf einer Schwenkwelle 15 abgestützt ist, die in Lagern 16 und 17 gelagert ist, welche von dem Lagerbock 4 nach oben ragen. Am vordern Ende der Sehwenkwelle 15 ist ein Anlasshandgriff 18 befestigt (Fig. 1), der znm Verschwenken der Leerscheibe 13 in die in Fig. 9 dargestellte Lage, zum Eingriff des Antriebsriemens 12 mit der Riemenscheibe 6 an der Spindel 5 gebracht werden kann.
Vorzugsweise ragt ein ortsfester Handgriff 19 über das Lager 16 hinaus nach oben, um diesen Handgriff mit Fingern der Hand zugleich mit dem Anlasshandgriff 18 halten zu können, so dass der letztere allmählieh gegen den ortsfesten Handgriff gedrückt werden kann, um ein langsames Anlaufen der Spulspindel 5 zu ermöglichen.
Ein Traversiermittel zum Führen und Verlegen des Garnes y auf den sich in Wiek- lung begriffenen Wickelkörper P ist auf einen verschwenkbaren Traversierrahmen, der mit 22 bezeichnet ist, abgestützt, welch letzterer von einem verschwenkbaren Träger in Form eines Rohres 23 getragen ist, welches horizontal unterhalb der Spindel 5 verläuft. Dieser Rahmen 22 weist zwei hohle Gehäuseteile 24 iiiicl 25 auf, welche miteinander durch Sehrau- heu 26 verbunden sind.
Der untere Gehäuseteil 24 besitzt eine seitwärts vorstehende Nabe 97, welche am äussern Ende des verschwenk- baren Trägers 23 durch Aufpressen befestigt ist, so dass die beiden Teile miteinander zai einer verschwenkbaren Einheit verbunden sind. Der untere Teil 24 ist an seinem obern Rand mit einem Flansch 28 versehen, der eine Serie von kreisbogenförmigen Sehlitzen 29 (Fig. 3 und 4) aufweist, durch welche die Schrauben 26 sieh erstrecken. Der untere Teil des obern Gehäuseteils 25 trägt eine Serie von mit Gewinde versehenen Bohrungen 21 zur Aufnahme der Schrauben 26, und am obern Ende ist ein nach vorn verlaufender Arm 30 mit trogförmigem Querschnitt (Fig. 7) und par- allelen Stirnwänden 31 und 32 (Fig. 3) angeordnet.
Ein Blechdeekel 20, wie dieser in den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, umschliesst den auf dem Arm 30 des Rahmens 22 abgestiitzten Mechanismus.
Wie aus Fig. 3 besonders deutlich hervorgeht, besitzen die Traversiermittel, die auf dem Rahmen 22 abgestützt sind, eine drehbare Kurventrommel 33, die auf einer Welle 34, die in einem Abstand vom versehwenkbaren Träger 23 steht, aufgekeilt ist und die in den Stirnwänden 31 und 32 des Armes 30 mittels Kugellagern 35 und 36 drehbar gelagert ist.
Das innere Ende der Welle 34 ragt über die Stirnwand 32 des Armes 30 in das Innere des hohlen Gehäuseteils 25 hinein und trägt ein auf ihr befestigtes Kettenrad 37. Die drehbare Kurvenfromuiel 33 trägt an ihrem Umfang eine Kurvenbahn 38, welche die Form von reversierenden schraubenlinienförmigen Nuten hat, und zum Hin- und Herbewegen eines linsenförmigen Schuhes oder Führungsgliedes 39 dient. Dieser Schuh 39 ist mit einem Stift bzw. Zapfen 40 versehen, der in ein Lager in einem Glied 41 (Fig. 7) eingreift, welches einen Flansch bzw. eine Platte 42 hat, die in Nuten oben und unten an einem Längsschlitz 43, im Vorderteil des Armes 30 gleitbar ist. Über das Glied 41 ragt ein Finger bzw.
Anschlag 44 vor, an welchem ein Fadenführer 45 in Form eines nach unten ragenden, gegabelten Flansches befestigt ist, der gegen den Winkelkörper P zu konvex gewölbt ist. Dieser Flansch besitzt einen unten offenen zentralen Schlitz bzw. eine Kerbe 46, durch welche das Garn y dem Wickelkörper zugeführt wird.
Es wird beim näheren Betrachten der Fig. 1 und 7 verständlich sein, dass, sobald die Spulspindel 5 sich im Uhrzeigersinn dreht, das auflaufende Garnstücky bis zur Auflaufstelle eine Tangente an die Oberfläche des Wiekelkörpers bildet, also in einer geraden Linie verläuft bis zum Be rührungspunkt der Tangente mit dem Wickel- körper, welche Linie gegen den obersten Teil des Wickelkörpers gerichtet ist, ohne durch den oszillierenden Fadenführer 45 aus einer geradlinigen Bahn abgelenkt zu werden, das heisst ohne umgebogen oder aus seinem geradlinigen Kurs abgelenkt zu werden,
während es durch den Fadenführer 45 in der Längsrichtung des in Wiekllmg begriffenen Wickelkörpers hin- nnd herbewegt wird. Der Fadenführer 45 befindet sich selbst am Tan- gentenberührungspunkt. Zufolge dieser Kon- struktion und Anordnung der Teile wird die Spannung des Garnes am Fadenführer nicht so stark verändert, wie dies bisher der Fall war, wenn das Garn nach oben durch eine Kerbe in der obern Kante des Fadenführers und nachher nach unten gegen die Unterseite der Kötzerhülse geführt wurde.
Aus Fig. 2 geht hervor, dass der drehbare Nocken 33 von der Spulspindel 5 durch Antriebsmittel angetrieben wird, welche eine Antriebswelle 50 besitzen, die im rohrförmigen verschwenkbaren Träger 23 drehbar gelagert ist, der den Traversierrahmen 22 abstützt.
Die Enden der Antriebswelle 50 erstrecken sich über die entgegengesetzten Enden des verschwenkbaren Trägers 23 hinaus und tragen Zahnräder 51 und 52, die an ihnen festsitzen. Das Zahnrad 52 wird durch das Zahnrad 8 am Ende der Spulspindel 5, durch ein Zahnrädergetriebe (Fig. 13) angetrieben, welches einen sogenannten Vortriebsmechanismus zum Bewirken einer Bewegung des Fadenführers in bezug auf den in Bildung begriffenen Wicklungskörper bildet, derart, dass die Garuwindungen nahe aneinander verlegt werden und auf diese Weise eine Präzisionswicklung allgemein bekannter Art hergestellt wird.
Das Rädergetriebe enthält ein Zahnrad 53, das mit dem Zahnrad 52 am Ende der Antriebswelle 50 kämmt, sowie Doppelzahnräder 54 und 55, welche mit den entsprechenden Zahnrädern 53 und 8 an der Spulspindel 5 in Eingriff stehen. Das Zahnrad 53 ist an einem Zapfen 49 drehbar gelagert, und die Doppelzahnräder 54 und 55 sind miteinander so verbunden, dass sie sieh um einen Zapfen 56 drehen, der in der Längsrichtung eines radialen Schlitzes 58 in einem mehrseitigen Tragstück einstellbar angeordnet ist. Dieses Traastüek 57 ist am Zapfen 49 verschwcnkbar gelagert und kann in seiner Einstellage am Arm 59 mittels eines Bolzens 60 festgeklemmt werden, wobei der Arm 59 durch den Zapfen 49 und einen Bolzen 61. an der Rückwand eines Gehäuses 62 befestigt ist, welches das Rädergetriebe einschliesst.
Wie es in Fig. 2 und 13 dargestellt ist, ragen der Zapfen 49 und der Bolzen 61 rückwärts durch einen horizontalen Schlitz 63 hindurch, welcher im umgebenden Gehäuse 62 angeordnet ist, um den Arm 59 und das Tragstüek 57 einstellen zu können. Beim Lösen des Bolzens 60 kann das Tragstück 57 um einen Winkel verstellt werden, so dass die Doppelzahnräder 54 und 55 mit den Zahnrädern 8 und 53 in Eingriff gelangen Wie aus Fig.
8 hervorgeht, ist das Gehäuse 62 mit einer Plattform 74 verschraubt, welche sieh auf das Bett 2 des Ma- schinenrahmens abstützt und in der Nähe ihres obersten Teils mit einer Öffnung zur Auf nabine der sieb nach hinten erstreckenden Spulspindel 5 (Fig. 2) versehen ist. Das Ende des rohrförmigen Trägers 23 ragt durch eine längliche öffnung 48 in der Nähe des Bodens des Gehäuses 62 (Fig. 2, 6 und 13) hindurch, das mit einem Flansch versehcn ist, del ein Ölschutzorgan 47 zum Verhüten des Austrittes von Schmiermittel durch die Öffnuiig 48 trägt.
Das Gehäuse 62 ist auch mit einen wegnehmbaren Wandstück 64 versehen, um den Zutritt zum Vortriebmechanismus zu ermöglichen und die Doppelzahnräder 54 und 55 durch solche mit einem andern Übersetzungsverhältnis, zwecks Änderns des Geschwindigkeitsverhältnisses zwischen der Spulspindel und dem Fadenführer in Über- einstimmung mit der Stärke des aufzuwikkelnden Garnes, vertauschen zu können.
Das Zahnrad 51 am entgegengesetzten Ende der Antriebswelle 15 bildet einen Teil eines Planetengetriebes und steht mit einem Zahnrad 68, das um einen Zapfen 69 drehbar ist, in Eingriff, welcher sieh quer über den hohlen obern Teil 25 des Traversierrahmens 22 (Fig. 2) erstreckt. Mit dem Zahnrad 68 ist ein Kettenrad 70 drehbar verbunden, das seinerseits mit dem Kettenrad 37 auf der Nockenwelle 34 mittels einer Kette 71. (Fig. 2 und 3) verbunden ist.
Auf diese Weise wird der drehbare Nocken 33 so verbunden, dass er von der Spulspindel 5 während der Wich- lungsarbeit angetrieben wird und, zufolge der Lage der Antriebswelle 50 in der Achse des verschwenkbaren Trägers 23 des Rahmens 22. wird der letztere befähigt, sieh gegen die Spulspindel 5 zu verschwenken und sieh wieder von ihr zu entfernen, ohne die Antriebsmittel, wie das Zahnrad 68, welches ein Planeten zahnrad bildet und sich um das zentrale Rad 51 dreht, in Mitleidenschaft zu ziehen.
Der Rahmen 22 hat normalerweise das Bestreben, sich nach Fig. 1 im Uhrzeigersinn zu drehen, um den Fadenführer 45 nachgiebig gegen die Oberfläche des Wickelkörpers P anzulegen, zu welchem Zweck ein mit einem Gegengewicht versehener Hebel 65, der in Fig. 1 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, mit einem Lenker 66 mit einem Arm 67 verbunden ist, der radial vom rohrförmigen Träger 23 (Fig. 2) abragt.
Der obere Gehäuseteil 25 des Rahmens 22 kann m bezug auf den Gehäuseteil 24 gedreht werden, und zwar um eine sozusagen vertikale Achse, indem die Verbindungsschrauben 26 gelöst werden; damit der Fa Fadenführer 45 eingestellt werden kann, um eine hin- und hergehende Bewegung entweder parallel oder winklig in bezug auf die Längsachse der Spulspindel 5 auszuführen. Bei Parallellage des verschwenkbaren Trägers 23 des Rahmens 22 zu der Achse der Spulspindel 5 kann mit der Maschine entweder ein zylindri- seher oder ein konischer Wiekdhörper mit ebenen Stirnfläehen gewickelt werden, wie dies in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist.
Wenn der Traversierralmlen 22 in eine Winkellage zur Längsachse des versehwenkbaren Trägers 23 zum Wickeln eines konisehen Wickelkör- pers mit ebenen Enden eingestellt ist, wird ein passendes Sehraubenrad 68a (Fig. 4) statt des Rades 68 zum Wickeln eines zylindrischen Wickelkörpers verwendet. Dieses Ersatzrad dient nun zum Antrieb der Nockenwelle 34 von der Welle 50 aus. Da die konischen Wiekelkörper, wie sie in den verschiedenen Fabriken verwendet werden, üblicherweise verschiedene Abschrägungen aufweisen, sind in der vorliegenden Maschine mehrere passende Sehraubenräder für das richtige Einstellen des Eine und Herführungsmecha- nismus vorgesehen.
Mit der Spulmaschine können auch Wik- kelkörper hergestellt werden, deren eine Stirnfläche konkav und die andere konvex ist, wie dies Fig. 5 veranschanlicht. Zu diesem Zweck wird der versehwenkbare Träger 23 des Traversierrahmens 22 so ausgebildet, dass er in bezug auf die Längsachse der Spulspindel winklig eingestellt werden kann, so dass der Traversierapparat befähigt ist, sich von der Spulspindel in einer Bahn wegzubewegens welche mit der Oberfläche der konischen Hülse, auf welche der Wickelkörper aufgewickelt wird, einen rechten Winkel bildet, statt rechtwinklig zu der Längsachse der Spulspindel zu stehen. Infolge davon erhält der Fuss des Konus eine konvexe Stirnfläche und die Spitze des Konus eine konkave.
Diese Art koniseher Wickelkörper ist für gewisse Zwecke besonders vorteilhaft, weil solche Wickelkörper das Garn ungehindert abzulie- fern imstande sind, ohne dass sieh zufolge der Anwesenheit von vorstehenden oder unrichtig verlegten Windungen, welche etwa auch Stiche genannt werden und sich quer über den Fuss des Konus erstrecken, ein Widerstand einstellt.
In Fig. 2, 6 und 8 ist ersichtlich, dass die Mittel zum Einstellen des versehwenkbaren Trägers 23 in bezug auf die Achse der Spindel 5 ein Tragstück in Form einer vorstehenden Stütze bzw. einer Platte 73 haben, welche nach oben ragende Arme 75 und 76 besitzt, in denen. Lager zur Abstütznng des verschwenkbaren Trägers angeordnet sind. Die Tragplatte 73 ist an einer Plattform 74 befestigt, welche mit dem Bett 2 der Maschine verschraubt ist. Ein Zapfen 77 an der Plattform 74 erstreckt sich nach oben in eine kreisrunde Vertiefung 78 im Boden der Tragplatte zur Bildung eines Drehzapfens hinein, um welchen die Platte schwingbar ist.
Nachdem die Tragplatte 73 an der Plattform 74 so eingestellt ist, dass die Achse des verschwenkbaren Trägers 23 parallel zur Längsachse der Spulspindel 5 (Fig. 6) verläuft bzw. in irgendeiner Winkellage dazu steht (Fig. 8), wird die Platte in ihrer Lage mittels einer Verbindungsvorriehtung festgespannt, welche vier Bolzen 79 aufweist, die sich durch kreisbogenförmige Schlitze 80 in der Plattform erstrecken und in Gewindebohrungen 81 in der Platte eingeschraubt sind, wodurch die Tragplatte 73 an der Plattform 74 festgehalten ist.
Wenn der versehwenk- bare Träger 23 in bezug auf die Spnlspindel 5 ¯ zum Wickeln eines konischen Wickels P (Fig. 5) in eine Winkellage eingestellt ist, sind die Gehäuseteile 24 und 25 des Rahmens 22 so eingestellt, dass die Längsachsen der Nockenwelle 34 und des verschwenkbaren Trägers 23 parallel zueinander verlaufen, wobei ein Schraubenrad 52a passender Form an Stelle des Stirnzahnrades 52 (Fig. 2) eingesetzt wird. Zufolge dieser Konstruktion ist die Maschine zum Wickeln von zylindrischen Wickelkörpern bzw. konischen Wiekelkörpern, beide mit ebenen Stirnflächen, dann befähigt, wenn die Teile 24 und 25 des Rahmens 22 entsprechend zueinander eingestellt sind.
Ausserdem ist die Maschine befähigt, konische Wih- kelkörper, mit Stirnflächen, von denen die eine konkav und die andere konvex ist, zu wickeln, wenn der verschwenkbare Träger 23 in bezug auf die Längsachse der Spnlspindel 5 entspreehend winklig eingestellt ist.
Nach den Fig. 1 und 2 sitzt eine bekannte Spannvorrichtung 85 auf einer vorstehenden Stütze 86, welche von der Tragplatte 73 getragen wird. Die Spannvorriehtlmg enthält zwei zueinander entgegengesetzte, tellerförmige Scheiben 87 und 88, zwischen denen das zugeführte Garn y durchgeht, wenn es sieh auf dem Weg nach oben zum Wickelkörper P befindet. Die Grösse des von den Spannscheiben 87 und 88 ausgeübten Druckes wird von einem Kolben 89, der von einer Feder 90 beeinflusst ist, bestimmt. Das Ende des Kolbens 89 steht mit der schiefen Fläche eines Nockens 91 in Eingriff, der an einem Glied 92 einstellbar gelagert ist, das in einer vor stehenden Stütze 93 in der Vertikal richtung gleiten kann.
Das obere Ende des Schlittens 92 ist rnit einem einstellbaren Arm 94, der am versehwenkbaren Traversierrahmen 22 angeordnet ist, mittels eines Lenkers 95 verbunden. Zufolge dieser Konstruktion wird das Glied 2, beim Versehlvenken des Rahmens 29 im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1), während des Anwachsens des Wickelkörpers P, dadurch einen Kurbelarn' 94 nach unten verschoben, welcher durch einen Lenker 95 bewirkt, dass die schiefe Kante des Nockens 91 den Kolben 89 nach links, entgegen der Wirkung der Feder 90 versehiebt.
Eine Bewegung des Kolbens 89 nach links (Fig. 1.) verringert den Druck der Spannseheiben 87 und 88 auf das Garn y inl Verhältnis der Zunahme seiner linearen Geschwindigkeit, wenn der Durehmesser des Wickel körpers zunimmt, wodurch die Höchst- spannung im Garn bei dessen Zuführung zum Wickelkörper soznsagen konstant gehalten wird.
Es kann auch die auf das Garn durch die Spaunvorriebtung ausgeübte Spannung während aufeinanderfolgenden Stufen des Wicklungsvorganges um zunehmend grö ssere Werte verringert werden, wenn der Nocken 91 so eingestellt wird, dass seine schiefe Kante einen steileren Winkel annimmt.
Zufolge der Zufuhr des Garnes ij zum Wih- kelkörper in einer ge dem Auslösen des Hebels 96 wird eine Feder 102, welche zwischen einem Arm 103, der an der Schwenkwelle 15 festsitzt, und einem ortsfesten Teil des Maschinenrahmens wirksam eingesetzt ist, veranlasst die Leerlaufseheibe 13 aus ihrer in Fig. 9 dargestellten Lage in die in der Fig. 10 ersichtliche Lage, zum Abstellen des Wicklungsvorganges zu bringen.
Wie aus Fig. 14 ersichtlich, ist in den elektrisclien Stromkreis durch das Solenoid 101 ein Quecksilberschalter 106 in Serie eingeschaltet sowie auch zwei Schalter 107 und 108, die zueinander parallel geschaltet sind.
Wenn dann der Queeksilberschalter 106 in seine Schwenklage, die in Fig. 14 ersichtlich ist, gebracht wird, wird durch das Schliessen des einen oder andern Schalters 107 bzw. 108 der Stromkreis geschlossen und das Solenoid 101 demzufolge erregt. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, ist der Quecksilberschaiter 106 auf einem Träger 109, der durch den Arm 96 an der Schwenkwelle 15 abgestützt ist, gelagert.
Daraus folgt, dass durch eine Bewegung der Schwenkwelle 15 in die in Fig. 9 dargestellte Lage, zum Ineingriffbringen des Riemens 12 mit der Riemenscheibe 6 der Spulspindel 5, der Quecksilberschalter 106 so versehwenkt wird, dass seine Kontakte schliessen (Fig. 9), wogegen eine Bewegung der Sehwenkwelle in die in Fig. 10 dargestellte Lage, zum Loslösen des Antriebsriemens von der Riemenseheibe 6, bewirkt, dass der Quecksilberschalter in die Lage verschwenkt wird, in welcher seine Kontakte öffnen. Wenn daher die Spulspindel 5 zum Wickeln eines Wickelkörpers P angetrieben wird, wird der Schalter 106 geschlossen, um den Stromkreis in einen Zustand zu versetzen, dass dieser Stromkreis beim Schlie ssen des einen oder andern Schalters 107 bzw.
108 erregt wird.
Der Schalter 107 (Fig. 1) ist auf dem vorstehenden Tragstück 86 unterhalb des Niveaus der Spannvorrichtung 85 angeordnet und ist mit einem feststehenden Kontaktstück 110 versehen sowie mit einem beweglichen Kontaktstück 111, das am Ende einer Blattfeder 112 angeordnet ist. Diese Blattfeder kann von einem Kolben 113 gebogen werden, welcher im Schaltergehäuse gleitbar angeordnet ist und von einem federnden Hebel 114 betätigt werden kann. Das eine Ende dieses Hebels trägt eine Rolle 115, die mittels eines Anschlages 116, welcher längs einer kreisförmigen Bahn 117 am untern Ende des verschwenkbaren Rahmens 22 einstellbar angeordnet ist, in Eingriff treten kann.
Wenn der Anschlag 116 in einer vorbestimmten Einstelllage an der Bahn 117 festgespannt ist, ver ursacht eine Schwenkbewegung des Rahmens 22 in dessen äusserste Lage nach links, welche rechterhand in Fig. 1 dargestellt ist, zufolge des Anwachsens des Wiekelkörpers P, dass der Anschlag 116 mit der Rolle 115 am federnden Hebel 114 in Eingriff tritt und mittels des Kolbens 113 die Blattfeder 112 zur Bewegung des Kontaktstückes 111 gegen das Kontaktstück 110 zum Schliessen des Stromkreises verbiegt. Demzufolge wird der Schalter 107 nach Beendigung des Wickelns eines Wiekelkörpers P zur Erregung des Stromkreises zwecks In betriebsetzaing der Abstellvorrichtung betätigt.
Der Schalter 108 ist auf einer Konsole 86 abgestützt, so dass er sich über der Spannvorrichtung 85 befindet, und besitzt zwei ortsfeste, in einem Abstand zueinander stehende Kontakte 120 und 121, die in ein passendes Gehäuse eingeschlossen sind, sowie einen bewegliehen Kontakt 122, der dazu bestimmt ist, den Abstand zwischen den erstgenannten Kontakten zu überbrücken (Fig. 1). Der bewegliche Kontakt 122 ist am Ende eines Armes 123 abgestützt, welcher auf einer Welle 124, die im Xehal.tergehäuse eine Sehwenkbewegung ausführen kann, festsitzt. Ein Gewicht 125 ist an der Welle 124 so angeordnet, dass es diese Welle normalerweise ausser Gleichgewicht bringt, so dass der bewegliche Kontakt 122 mit den ortsfesten Kontakten 120 und 121 in Berührung kommt.
Ein Fühler oder Wächter in Form eines Drahtarmes 126, dessen unteres Ende rechtwinklig umgebogen ist und vertikal über der Spannvorriehtung 85 liegt, ragt yom sich nach vorn erstreckenden Ende der Welle 124 nach unten. Das Garnstück ir, welches die Spaunvorrichtung 85 durchläuft, liegt bei seinem Durchlauf zum Wickelkörper P nach oben gegen den Detektor 126 an, um den beweglichen Kontakt 122 in seiner Lage oberhalb der ortsfesten Kontakte 120 und 121 zu halten. Bei entstehendem Fadenbrueh bzw.
Erschöpfung des Gamivorrates wird der Detektor 126 infolge Fehlens der Garnspannung ausgelöst, und die Wolle 124 wird durch das Gewicht 125 gedreht, um den beweglichen Kontakt 122 zu zwingen, mit den in einem Abstand voneinander befindliehen Kontakten 120 und 121 in Berührung zu treten, so dass der Abstand zwischen den letzteren über brückt und dadurch der Stromkreis durch das Solenoid 101 geschlossen wird.
Nach der Erregung des Solenoids 101 und der Sehwenkbewegung des riegelartigen Gliedes 97 zum Auslösen der Sehwenkwelle 15 wird der Quecksilberschalter 106 aus seiner in der Fig. 9 ersichtlichen Lage in diejenige nach Fig. 10 zum Unterbrechen des Stromkreises verschwenkt. Der Stromkreis bleibt dann so lange unterbrochen, bis die Wieklungseinheit durch Verschwenken des Anlasshandgriffes 18 wieder angelassen wird.
In Fig. 11 und 12 ist ersichtlich, dass ein Bremsschuh 128, der mit der genuteten Breins- scheibe 7 an der Spulspindel 5 in Eingriff treten kann, an einem Vorsprung 127 des Armes 14, welcher die Leerseheibe 13 trägt, gelagert ist. Wenn die Leerseheibe 13 in die in Fig. 9 dargestellte Lage verschwenkt worden ist, um den Riemen 12 mit der Riemenscheibe 6 in Antriebsverbindung zu bringen, wird der Bremsschuh 128 von der Bremsscheibe 7 abgehoben. Wenn dagegen die Leerseheibe 13 in ihre Lage in Fig. 10 durch die Wirkung der Feder 102 versehwenkt worden ist, tritt der Bremssehuh mit der Bremsscheibe auf der Spulspindel in Eingriff, um die Drehbewegung der Spindel sofort zu unterbrechen.
Die WiH:ungsweisc der vorbesehriebenen Maschine gestaltet sich wie folgt:
Die Maschine wird zunächst so eingestellt. dass sie befähigt ist, die erwünschten zylindri schen oder konischen Wickelkörper zu wickeln, welche entweder ebene oder kegelige Stirnflächen besitzen. Es ist dazu zu bemerken, dass diese verschiedenen Wiekelkörperarten in versehiedenartigen Fabrikdnriehtungen weiterverarbeitet bzw. andern Verarbeitungsverfahren unterworfen werden. Gewöhnlich wird in den verschiedenen Fabriken jeweils nur eine einzige Wiekelkörperart verwendet.
Die Maschine ist mit den diesbezüglichen auswechselbaren, zum Wickeln dieser Wickel- körper notwendigen Teilen versehen. In Spinnereien, wo für eine Grosszahl verschiedener Kunden Garn herzustellen ist, wird dafür gesorgt, dass die entspreehenden auswechselbaren Teile rasch zur Hand sind, damit sie beim Wechseln der Wickelkörperarten rasch ausgewechselt werden können.
Wenn ein Wickelkörper P von zylindriseher Form verlangt wird, wird der verschwenkbare Träger 23 des Traversierrahmens 22 so eingestellt, dass seine Längsachse parallel zu der Längsachse der Spulspindel 5 verläuft (Fig. 3 und 6). Um dies zu erreichen, werden die Bolzen 79 gelöst und die Druekplatte 73 um den Zapfen 77 als Drehpunkt verschwenkt, bis der verschwenkbare Träger 23 parallel zu der Spulspindel 5 eingestellt ist, wonach die Bolzen zum Festspanneu der Tragplatte in ihrer Einstellungslage angezogen werden. Der obere Teil 25 des Rahmens 22 wird ebenfalls in bezug auf den untern Teil 24 so eingestellt, dass die Längsachse des Hin- und Herführungsnoekens 33 in parallele Lage zu der Längsachse der Spulspindel 5 gelangt.
Diese Einstellung wird durch Lösen der Schrauben 26 und Drehen des obern Teils 25 des Rahmens 22 um einen Winkel zum untern Teil 24 bewerkstelligt, bis die Drehachse des Nockens 33 parallel zur Drehachse der Spulspindel 5 verläuft, wonach die Schrauben angezogen werden. Nachdem diese Einstellung vorgenommen worden ist, wird der Fadenführer 45 durch den Nocken 33 in einer zur Längsachse der Spulspindel 5 parallelen Ebene hin- und herbewegt. Die Kötzerhülse C wird nun zunächst auf die Spindel aufgeschoben (Fig. 3).
Bei fortschreitender Wiekelarbeit verursacht die Zunahme des Durchmessers des Wiekelkörpers eine Weg bewegung des Rahmens 22 und des Fadenführers 45 von der Spulspindel, während der Traversierweg parallel zur Längsachse der Spindel, zur Bildung eines zylindrischen Wik- kelkörpers, wie ein solcher im Längsschnitt in Fig. 3 dargestellt ist, unverändert bleibt.
Wenn die Wicklung eines konischen Wikkelkörpers mit ebenen Stirnflächen erforderlieh ist, wird der verschwenkbare Träger 23 so eingestellt, dass er in Parallellage zu der Spindel 5 gelangt, und der obere Teil 25 des Rahmens 22 wird in bezug auf den intern Teil 24 in eine Lage gedreht, in welcher die Längsachse des Nockens 33 mit der Längsachse der Spulspindel 5, entsprechend der Abschrägung der Oberfläche der Kötzerhülse C', auf welche der Wickelkörper gewickelt wird, einen Winkel bildet. Der obere Teil 25 des Hin- und Herführungsrahmens 22 wird durch Lösen der Schrauben 26 und Drehen des obern Teils um einen Winkel zum untern Teil eingestellt, welches relative Drehen zufolge des Vorhandenseins der kreisbogenförmigen Schlitze 29 im Flansch 28 des untern Teils ermöglicht wird.
An Stelle des Stirnrades 68, das für zylindrische Wickelkörper gebraucht wird, wird ein Sehraubenrad 68a verwendet, um die Winkellage des obern Teils zum untern Teil des Hin- und Herführungsrahmens auszugleiehen.
Nachdem diese Einstellung stattgefunden hat, kann die Maschine zum Wickeln von konisehen Wickelkörpern mit ebenen Stirnflächen (Fig. 4) verwendet werden, der Traversierrahmen schwingt dabei um eine zur Längsachse der Spnlspindel 5 parallele Achse.
Wenn konische Wickelkörper P mit koni schen Stirnfläehen gewickelt werden müssen, wird der obere Teil 25 des Rahmens 22 in bezug auf den intern Teil 24, zwecks Einstellens der Längsachse des Nockens 33 in parallele Lage zur Schwenkachse des Trägers 23, winklig eingestellt, mit andern Worten, in die gleiche relative Einstellage zum Träger 23, wie sie zum Wickeln von zylindrischen Wik- kelkörpern erforderlich ist, gebraeht.
In diesem Fall ist es notwendig, die Schwenkachse 23 des Rahmens 22 winklig zur Längsachse der Spulspindel 5 einzustellen, indem die Bolzen 79 gelöst werden und die Tragplatte 73 um den Zapfen 77 versehwenkt wird, bis die Schwenkachse des Trägers mit der Drehachse der Spnlspindel einen Winkel bildet, der der Absehrägung der Oberfläche des zu wickeln den Konus entspricht (Fig. 8).
Bei den in Fig. 4 und 5 dargestellten Arten von konisehen Wickelkörpern P ist die Abschrägung der Oberfläche der konischen Hiilsen C'als angenähert 30 und 30min betragend dargestellt, und zwar in bezug auf die Längsachse des Wiekelkörpers, wozu jedoeh zu bemerken ist, dass diese Absehrägung weitgehend variiert werden kann. Wenn der versehwenkbare Träger 23 schräg in bezug auf die Längsachse der Spulspindel 5 eingestellt ist, wird ein Sehraubenrad 52" an Stelle des Stirnrades 52 am rechten Ende der Welle 50 verwendet (Fig. 8), um die winklige Lage desselben zum Zahnrad 53 zu kompensieren (Fig. 2).
Nach denn die Maschine in der letztgenannten Weise eingestellt worden ist, verschwenkt sieh der Rahmen 22 von der Spulspindel 5 weg in einer Tangentialebene an die : Kegelfläche, welche zur Oberfläche der konischen Hülse C' recht- winklig verläuft, ungeachtet der Grösse der Absehrägung, im Gegensatz zur rechtwinkligen Einstellung der Verschwenkebene zur Längsachse der Spulspindel 5 gemäss Fig. 3.
Nachdem die Maschine in die Lage zum Wickeln einer besonderen Wickelkörperart eingestellt worden ist, wird der Garnteil y von seiner nicht dargestellten Vorratsquelle abgezogen und zwischen die Scheiben 87 und 88 der Spannvorrichtimg 85 eingeführt und sodann über das rechtwinklige Ende des Detektors 126 geführt. Das Ende des Garnteils g wird an der Kötzerhülse C bzw. C" je nach dem besonderen Fall, befestigt, wonach.. die Maschine zum Wickeln bereit ist. Der Wickeln vorgang wird durch Anpressen des Handhebels 18 an den ortsfesten Handgriff 19 eingeleitet (Fig. 1), so dass die Sehwenkwelle 15 aus ihrer in Fig. 10 dargestellten Lage in diejenige nach Fig. 9 im Uhrzeigersinn gedreht wird.
Dadurch drängt die Leerscheibe 13 den Antriebsriemen 12 nach unten, in Eingriff mit der Riemenscheibe 6 auf der Spulspindel, wonach das riegelartige Glied 97, durch die Feder 98, zum Eingriff mit dem Sperranschlag 99 des Hebels 96 verschwenkt wird, um den Riemen 12 im Antriebseingriff mit der Riemenscheibe 6 zu haltern. Durch die Sehwenkbewegung des Armes 96 wird auch der Quecksilberschalter 106 verschwenkt, wodurch der elektrische Abstellmchanismus für die Betätigung vorbereitet wird.
Zufolge der Drehbewegung der Spulspindel 5 wird das Garn y auf den Umfang der Kötzerhülse C bzw. C' nach dem automatisehen Einziehen des Garnes in den Schlitz bzw. die Kerbe 46 des Fadenführers 45 aufgewikkelt. Dazu wird das Garn in der Längsrichtung des Wickel körpers durch die entsprechende Hin- und Herbewegung des Fadenführers 45 hin- und hergeführt, um das Garn in sehraubenlinienförmige Windungen zu legen, welche durch enges aneinander Anliegen eine Präzisionswicklung, die in Fachkreisen unter dem Namen Universal bekannt ist, bilden.
Der Nocken 33 zum Hin- und Herbewegen des Fadenführers 45 wird von der Spulspindel 5 über ein Rädergetriebe angetrieben, das ein Zahnrad 8 aufweist sowie Doppelzahnräder 54 und 55, ein Zahnrad 53, Zahnräder 52 bzw. 52a, eine Antriebswelle 50, Zahnräder 51 bzw. 5 a und 68, ein Kettenrad 70, eine Kette 71 und ein Kettenrad 37.
Ungeachtet der Form des in Wicklung begriffenen Wiekelkörpers läuft in jedem Fall das zugeführte Garn nach oben durch den Schlitz bzw. die Kerbe 46 an der Unterseite des Fadenführers in einer annähernd geraden Linie hindurch, ohne wesentliche Umbiegung oder Ablenkung von seinem Kurs beim Fadenführer zu erfahren, und wird dann gegen die obere Seite der Kötzerhülse und den auf dieser Hülse befindliehen Wickelkörper in einer Richtung geführt, welche tangential zum Wiekdkörper verläuft, während die Spulspindel in Drehung begriffen ist.
Das auflaufende Gariistück y bildet von den Führungsmitteln 85 und 126 aus bis zum Tangentenberührungs- punkt, an welchem der Fadenführer 45 sieh befindet, eine Tangente an die Oberfläche des Wickelkörpers P, ohne vom Fadenführer 45 aus einer geradlinigen Bahn abgelenkt zu werden. Eine relativ geringe Biegung des Fadens findet vielmehr erst am Tangentenberührungspunkt selber statt.
Die Massnahme des Zuführens des Garnes zum Wickelkörper in einer geraden Linie mit einer relativ geringen Ablenkung des Kurses des Garnes beim Fadenführer erst am Tangentenberührungspunkt hat gegenüber den bis dahin - üblichen spitzwinkligen Urmbiegungen folgende Vorteile: Die Garnspannung wird nach Verlassen der Spannvorriehtung, während das Garn dem in wicklung befindlichen Wickelkörper zuläuft, durch die Wirkung des Fadenführers nicht vergrössert. Demzufo] ge kann die dem Garn erteilte Spannung gleichförmiger gehalten werden, als dies bisher der Fall war.
Dieses Resultat ist für das Wiekeln von gewissen Garnsolten sehr erwünscht, z. B. beim Herstellen von verhältnismässig weichen Kötzern, welche zum Färben und andern Behandlungen des Materials verwendet werden, und auch, wenn empfindliche Garne gewickelt werden müssen, die aufgerauht oder geschürft werden könnten, wenn sie beim Durchlaufen des Fadenführers scharfe Biegungen erleiden würden, bevor sie auf den Wickelkörper auflaufen.
Im Fall, dass das Garn zerrissen oder der Garnvorrat erschöpft werden sollte, wird der Detektor 126 im Uhrzeigersinn versehwenkt, wie dies ans Fig. 1 ersichtlich ist, und zwar zufolge der durch das Gewicht 125 verursaeli- ten Belastung. Diese Bewegung des Detektors 126 hat die Wirkung, dass der bewegliche Kontakt 122 mit den. ortsfesten Kontakten 120 und 121 des Schalters 108 in Eingriff tritt.
Nach dem Schliessen des Stromkreises beim Schalter 108 wird das Solenoid 101 erregt, so dass der Anker 100 aus seiner in Fig. 9 dargestellten Lage in diejenige nach Fig. 10 ge 1 hangt, wodurch das riegelartige Glied 97 verschwenkt und der Hebel 96 an der Schwenkwelle 15 ausgelöst wird. Nach der Auslösung des Hebels 96 wird die Schwenkwelle 15 im Gegenuhrzeigersinn durch die Feder 102 verschwenkt, so dass die Spannseheibe 13 in ihre in Fig. 10 dargestellte Lage angehoben wird, wodurch der Antriebsriemen 12 von der Riemenscheibe 6 abgehoben und der Bremsschuh 128 mit der Bremsscheibe 7 zum Abstellen des Wickelvorganges in Eingriff gebracht wird.
Es werden dann zunächst die Garnenden zusammengeknüpft und hernach das Wickeln durch die Maschine, durch Verschwenken des Handgriffes 18, wieder in Gang gebracht.
Bei der fortschreitenden Wicklung wird der Rahmen 22 im Gegemlhrzeigersinn verschwenkt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, und zwar zufolge des Anwachsens des Durchmessers des Wickelkörpers. Nach der Fertigstellung des Wickelkörpers P auf die vorgeschriebene Grösse bewirkt der Anschlag 116 am Rahmen 22 das Niederdrücken des federnden Hebels 114, mit der Wirkung, dass der Kolben 113 die Blattfeder 112 so verbiegt, dass der Kontakt 111 mit dem Kontakt 110 des Schalters 107 in Berührung gelangt und dadurch das Solenoid 101 zum Abstellen des Wickelvorganges erregt. Nach der Fertigstellung der Wicklung wird der Wiekelkörper vom Kötzerhalter nach vorn von der Spulspindel 5 abgenommen und durch eine leere Kötzerhülse Ü bzw.
C' ersetzt, wonach das Wickeln in der vorstehend erklärten Weise eingeleitet wird.
Aus dem vorstehenden geht hervor, dass die dargestellte Spulmaschine befähigt ist, wahlweise zylindrische Wickelkörper und konische Wickelkörper mit ebenen Stirnflächen und auch mit konischen Stirnflächen zu wikkeln. Es ist auch ersichtlich, dass die dargestellte Spulmaschine die Spannung des auflaufenden Garustückes des in Wicklung be griff enden Wickelkörpers während des ganzen Wickelvorganges sozusagen konstant hält.
Ferner besitzt diese Spulmaschine einen elektrischen Abstellmechanismus zum Abstellen des Wickelvorganges, wenn der Wickelkörper in einer gegebenen Grösse fertiggestellt ist oder Garnbruch oder Erschöpfung des Garnvorrates eintreten sollte.