Verschlussvorrichtung für eine Photokamera, bei der ein drehbarer Versehlufisebirm vorgesehen ist, der einen Kontaktnocken trägt. Bekannt sind Versehlussvorriehtungen für Photokameras, bei denen ein drehbarer, mit einer Öffnung versehener Versehlussschirm vorgesehen ist, der einen Kontaktnoeken trägt. Dieser Kontaktnoeken kann mit einem fest an geordneten Kontakt zusammenwirken, so dass ein Schalter entsteht. Die Bauart kann auch derart sein, dass der Kontaktnocken zwei fest angeordnete Kontaktfedern. gegeneinander drücken kann, wobei die Federn, dann den Schalter bilden.
Der Schalter ist zur Auf nahme in den Zündkreis einer sogenannten Blitzlichtlampe bestimmt, und der Schirm mit der Öffnung dient zum zeitlichen Öffnen eines Liehtweges für die Kamera. Die ganze Vorrichtung wird bisweilen auch als Syn- ehronisierer bezeichnet.
Bei der Bauart solcher Versehlussvorrieh- tungen muss berücksichtigt werden, dass die zwischen dem Schliessen des Sehaltkontaktes und dem Öffnen des Lichtweges verlaufende Zeitdauer und der Zeitverlauf zwischen dem Auftreten des Zündstromes der Blitzlicht- lampe und dem Augenbliek, in dem die Lampe die maximale Lichtmenge ausstrahlt, gleich sein müssen.
In Fig. <B>1</B> der beiliegenden Zeichnung ist dies graphisch dargestellt. Diese Figur zeigt den Zusaminenhang zwischen dein von der Lampe ausgestrahlten Lichtstrom als Ordinate und denZeitverlauf inMillisekunden seitdem Augenblick, in dem der Zündkreis gesehlos- sen wird. Aus der Figur ist ersichtlich, dass nach etwa 20 Millisekunden die Lichtemission anfängt, und dass diese nach etwa<B>30</B> Milli sekunden ihren Höchstwert erreicht.
Bei Kameras mit sehr lichtstarken opti- sehen Systemen ist die Versehlussvorrichtung derart eingestellt, dass nur während einer sehr kurzen Zeitdauer von z. B.<B>3</B> Millisekun- den der Liehtweg freigegeben wird; diese Zeitdauer fällt mitdemHöchstwert derLicht- einission zusammen. In Fig. <B>1</B> ist diese Zeit dauer a durch eine Sehraffierung dargestellt.
ilus der Figur ist ersichtlich, dass, wenn durch eine ungenaue Kontaktbildung diese Zeitdauer verschoben wird, z. B. -um<B>5</B> Milli- sekunden, eine wesentliche Änderung des ,virksamen Lichtstromes auftritt.
Um die zu diesem Zweck erforderliche Ge nauigkeit erzielen zu können, war es üblich, den Kontaktnocken auf dem. Rand bzw. in der Nähe des Randes des drelibaren Schirmes anzubringen, wobei von der Erkenntnis aus gegangen wurde, dass an der Stelle, an der die Geschwindigkeit des Kontaktnoekens ge genüber den mit ihm. zusammenwirkenden Teilen am grössten ist, auch die grösste Ge- halligkeit des Versehlussmomentes erreicht werden kann.
Diese Bauart hat den Nachteil, dass infolge des grossen imaginären liebelarmes, über den sieh der auf dem Schirm befindliehe Kontakt- noeken bewegt, ein verhältnismässig grosses Kräftepaar erforderlich ist, so dass die Drehung des Schirmes wesentlich gebremst wird, es sei denn, dass der Kontaktdruck sehr k].ein gewählt wird. In letzterem Falle besteht aber die Möglichkeit, dass das Schliessen der Kontakte nicht mit Sicherheit erfolgt.
Bei der erfindungsgemässen Verschlussvor- richtung, bei der dieser Nachteil nicht aaf- tritt, befindet sich der Kontaktnocken näher beim Drehpunkt des Schirmes als die Mitte der in diesem Schirm vorhandenen Öffnung. Dieser Verschluss ist besonders für Kameras mit einem wenig lichtstarken optischen System bestimmt, z. B. Kameras mit einer Linse, deren relative Öffnung kleiner ist als <B>1</B> :6,3.
Infolge der erfindu-ngsgemässen Massnahme kann der imaginäre Hebelarm, über den der Kontaktnocken bewegt wird, viel kürzer sein als bei den bekannten Bauarten, so dass der Kontaktdruck in entsprechendem Masse grö sser gewählt werden kann und daher in sehr zuverlässiger Weise Kontakt gemacht wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in der beiliegenden Zeichnung darge stellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Fig. 2 ist eine ähnliche graphische Dar stellung wie Fig. <B>1,</B> und Fig. <B>3</B> ist eine Drauf- sieht einer erlindungsgemässen Verschlussvor- richtung.
In Fig. 2 ist wieder der Verlauf des aus gestrahlten Lichtstromes einer Blitzlichtlampe gegenüber der seit dem Auftreten des Zünd- stromes verlaufenden Zeitdauer als Ordinate wiedergegeben.
Bei der beschriebenen Kamera ist im all gemeinen die Belichtungszeit ziemlich lange, z. B. 20 Millisek-anden. Man wird versuchen, die Verschlassvorrichtung derart einzurichten, dass der Lichtstrom der Lampe möglichst be nutzt wird. Der Verschluss muss dann den Lichtweg während der mit a bezeichneten Zeitdauer freigeben.
Aus der Figur ist ersichtlich, dass, wenn in diesem Falle diese Zeitdauer um<B>5</B> Milli- sekunden verschoben wird, ebenso wie in Fig. <B>1,</B> die relative Änderung des wirksamen Gesamtstromes viel geringer ist. Die Verschlussvorrichtung kann von der in Fig. <B>3</B> dargestellten Bauart sein. Auf einer Montageplatte<B>1</B> mit einer (gestriehelt darge stellten) Öffnung 2, die im Lichtweg der Kamera, z. B. hinter der Linse liegt, ist ein Schirm<B>3</B> auf einer Spindel 4 drehbar be festigt.
In diesem Schirm ist eine längliche Öffnung<B>5</B> vorgesehen, die den Liehtweg beim Passieren der Öffnung 2 freigibt, Der Schirm<B>3</B> wird mittels eines Betäti- g-Lings'hebels <B>6</B> angetrieben, der um eine Spin del<B>7</B> drehbar ist, deren Ende<B>8</B> von Hand, bewegbar ist. Die Bewegung des Schirmes wird dabei durch einen Nocken<B>9</B> begrenzt. Der Hebel<B>6</B> besitzt einen vorspringenden Teil <B>10</B> mit einem Stift<B>11,</B> der mittels einer Feder 12 mit einem am Schirm<B>3</B> befestigten Stift, <B>13</B> verbunden ist.
Die Wirkungsweise dieser an sich bekann <B>"</B> ten Bauart ist derart, dass, wenn der Hebel<B>6</B> so weit in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird, dass die Verbindungslinie der Stifte<B>11</B> und <B>13</B> die Spindel 4 passiert, der Schirm<B>3</B> im Uhrzeigersinn zu drehen anfängt.
Auf der Montageplatte<B>1</B> ist auf einem Iso- lierfuss 14 eine Kontaktfeder<B>15</B> befesiigt, der sich Linterhalb des Schirmes<B>3</B> bis in der Nähe der Spindel 4 erstreckt. Diese Kontaktieder wirkt mit dem am Schirm angebrachten Kon taktnocken<B>16</B> zusammen, der gestrichelt dar gestellt ist. Kurz nachdem der Schirm<B>3</B> ztt drehen anfängt, machen der Nocken<B>16</B> und die Feder<B>15</B> Verbindung miteinander, so dass der nicht dargestellte Kreis für die Zündung der Blitzlichtlampe geschlossen wird.
Einen Augenblick später passiert die Öffnung<B>5</B> im Schirm die Öffnung 2 in der Montageplatte, durch welche die Belichtung erfolgt. In die sem Augenblick muss die Blitzlichtlampe ge zündet sein.
Um den Schirm in seine ursprüngliche Lage zurückführen zu können, ohne dass von neuem eine Belichtung erfolgt, ist der Hebel <B>6</B> mit einem Flügel<B>17</B> versehen, der die öff- nung 2 abdecken kann. Wenn der Hebel<B>6</B> in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt wird, so hat der Flügel<B>17</B> die<B>Öff-</B> nung 2 bereits freigegeben, bevor der Schirm <B>3</B> zu drehen anfängt.
Bewegt sieh der Hebel aber iii entgegengesetzter Richtung, so wird die öffnun- 2 von dem Flügel<B>17</B> bereits ab- n gedeckt, bevor der Schirm<B>3</B> zurüekdreht. Der Hebel<B>6</B> kann durch eine Feder<B>1.8</B> zurüek--e- zoo-en werden.
Es ist einleuchtend, dass bei dieser Bauart, bei weleher der Abstand zwischen dem Kon- taktnoeken <B>16</B> und der Spindel 4 kleiner ist als der Abstand zwischen der Mitte der öff- nung <B>5</B> und dieser Spindel, über eine grosse Kraft zum Sehliessen der Kontakte verfügt werden kann, ohne dass die Drehbewegung des Schirmes im wesentlichen Masse gestört wird.