CH259494A - Kreiselapparat. - Google Patents

Kreiselapparat.

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CH259494A
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Gen Electric
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Description


  



  Kreiselapparat.



   Vorliegende   Erfindung-bezieht,eich    auf einen Kreiselapparat mit vertikaler Drehaxe und einer   Wirbelstromaufrichtvorrich-    tung mit einem leitenden Organ und einem   Magnetorgan    mit mehreren Magneten, wobei eines dieser Organe auf der Axe des Kreiselrotors montiert ist und sich mit diesem dreht,   währenid das    andere Organ unabhängig vom    Rotorpendelnd,angeordnetIst,sodassesun-      ter dem Einfluss    der Sehwerkraft um das erste Organ schwingen kann.



     Kreiselapparate    mit vertikaler   Drehaxe.    welche manchmal als Standkreisel bezeichnet werden, sind   gewohnlich mit einer    Aufrichtvorrichtung versehen, um die Drehachse des Kreisels ungefahr in   der senkrechten Be-      zugslage    zu halten. Eine gebrauchliche Art solcher   Aufrichtvorrichtungen    besitzt eine auf dem Kreisel angebrachte und mit diesem umlaufende   Wirbelstromscheibe,    welche mit einem permanenten,   Magneten zusammen-    wirkt, der so angeordnet ist, dass er unterhalb der Scheibe pendelartig schwingt.

   In der Seheibe werden Wirbelströme induziert, wodurch sich ein ziehendes Drehmoment ergibt, welches dem Kreisel in Übereinstimmung mit dem   achwerkraftgerichteten    Magneten voreilt, wodurch der Kreisel langsam und   konti-      nuierlich    in die   Bezugsstellung    aufgerichtet und in dieser gehalten wird. Bei einer solchen   Aufriehtvorrichtung    mit einem schwer  kraftgerichteten Organ    tritt ein als     Dreh-    fehler   bezeichneter Fehler ein, wenn der    Kreiselapparat auf einem bewegten Fahrzeub,    wie z.   B.    einem Flugzeug, benützt wird.



  Dieser Fehler wird   dadureh      verursacnt, dass    das Pendel wahrend der Drehung durch die Zentrifugalkraft von der wahren senkrechten Axe weggeschwenkt wird, so dass der Kreisel aus seiner   richtigen Bezugslage herausge-    rückt wird.

   Es hat sich Herausgestellt, dass dieser Fehler unter verschiedenen   bestimm-      tenBetriebsbedingungenzumgrossen    Teil   reduziert oder a. usgeschieden werden    kann, indem man anfänglich die   Drehaxe    des   Krei-    sels in Richtung der Bewegung des Fahrzeu   gesabrücktunddieAufrichtvorrichtungso    ausbildet, dass sich eine bestimmte Beziehung zwisehen der Verstellung des Pendels und der   Voreitlung    des Kreisels ergibt.



   Man hat bereits. eine Aufrichtvorrichtung, für einen Stand. kreisel vorgeschlagen, bei   welcherdie    zur   Wompensation aes Drehfeh-       Jers erwünschte Pendelgegendrehmoment-Ver-      stellcharakteristik    durch eine besondere Ge  staltung    der   Wirbelstromscheibe    erreicht wurde. Durch richtige Gestaltung der Scheibe ist es möglich, einen wirksamen Luftspalt zwischen dem Magnet und der Scheibe zu erzielen, welcher   sic.    der Verstellung des Pendels entsprechend ändert.

   Da die Grosse der induzierten Wirbelströme und somit das re  sultierende      ziehen. de    Drehmoment sich mit dem   Ltuftspalt ändern,    kann die gewünschte   Änderung    des   Dre. hmomentes    mit der Ver  stellungerreichtwerden.    Bei der   Massenher-    stellung von   Kreiselapparaten    hat es sich indessen als schwierig erwiesen, in dieser An ordnung die Aufrichtcharakteristik konstant zu halten, da, die   Aufrichtvorrichtnng gegen-       über der ursprünglichen Luftspalteinstellung zwischen. den Magneten und der'Wirbelstrom-      scheibe'sehrempfindlich    ist.

   Ferner kann    sich. die Form der Scheibe infolge Abnützung    des bei der Herstellung, der Schleibe verwendeten Werkzeuges etwas ändern, woraus sich wiederum Fehler ergeben können. Da sich das Drehmoment mit dem Luftspalt sehr rasch   ändert, kann jeder ursprüngliche Ein-    stellungsfehler eine ziemlich   grole      Abwei-       chung von dem. der Verstellcharakteristik    entgegenstehenden Drehmoment bewirken.



   Der   Kreiselapparat gemäss der Erfindung      istdadurchgekennzeichnet,da    :ssdurch die   relativeDrehbewegung    der Organe zueinander im leitenden Organ Wirbelströme induziert werden, welche Drehmomente mit der Tendenz zur Aufrichtung, des Kreisels erzeugen, wobei die   Magnete des Magnetorgans    so angeordnet sind, dass sich bei einer relativen   Verstellung des Magnetorgans und des    leitenden Organs infolge der Pendelbewegung eines dieser   Organe eine, derart geÅanderte    Überlappung der Magnetpole und des leitenden Organs ergibt,   dass. das Aufrichtd'rehm. o-    ment über einen erweiterten Bereich der relativen Verstellung der Organe   aufrechterhal-    ten wird.



   Ausführungsbeispiele des Erfindungsge  genstan,    des   Variamten von    Einzelheiten sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt :
Fig.   1    eine Seitenansicht eines   Kreisel-      apparabes m*    einer   Aufrichtvorriohtung,   
Fig.   2    einen   Sc'hnitt dureh Iden Appara, t      nach Fig. 1,    in Richtung, der Pfeile AS gesehen, und
Fig.   3    eine Draufsicht der in Fig.   1    und 2 dargestellten Vorrichtung ;
Fig. 4 zeigt die   Aufr. ichtvorrichtung    mit dem während einer Drehung aus dem Zentrum versetzten Pendel und
Fig.   5    ;

   eine ähnliche Ansicht wie Fig. 4 mit einer   nocn    gröBeren Versetzung des Pen  dels vom Zentrum    ;
Fig. 6 zeigt eine graphische Darstellung des Betriebes   des Kreiselapparates    ;
Fig. 7 zeigt eine Variante des Magnetrotors ;
Fig. 8   zeig-t    eine graphische Darstellung des Betriebes der letzteren Variante des   Magnetrotors    ;
Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt einer   Kreiselapparatur    mit einer andern Ausführungsform der   Aufricht-    vorrichtung als in Fig.   1    dargestellt und
Fig. 10 eine Draufsicht der   Aufrichtvor-    richtung nach Fig. 9 ;
Fig. 11 zeigt eine graphische Darstellung.



   Fig.   1    der Zeichnung zeigt einen Kreiselapparat mit vertikaler   Drehaxe, welche    z.   B.    in ein Flugzeuginstrument der unter der Bezeichnung "künstlicher Horizont" bekann-ten Art eingebaut sein kann. Der Kreiselapparat weist einen Rotor auf, welcher in einem Rotortragrahmen 2 gelagert ist, so dass der Rotor sich um die mit der strichpunktierten Lini, C-C bezeichnete Kreiseldrehaxe frei drehen kann. Der Kreisel wird durch   irgend-    einen geeigneten Motor, z.   B.    einen nicht   daw-    gestellten elektrischen oder pneumatischen Motor, angetrieben.

   Der   Rotortragrahmen 2    ist mit horizontalen Lagerzapfen 3 versehen, welche verschwenkbar in einem Bügel 4 ruhen, so dass   d'er Tragrahmen um die durch die       Zapfen3bestamnrtehorizontaleÄseschwin-    gen kann. Der Bügel 4 ist seinerseits mittels Lagerzapfen 6 in Stützen 5 verschwenkbar gelagert, so dass der Bügel um eine durch die Zapfen 6 6 bestimmte horizontale Axe, welche rechtwinklig zur Schwingaxe derLager  zapfen 3-3    liegt, frei schwingen kann.

   Das Ganze bildet somit eine   Cardan-Aufhängung    üblicher Bauart, welche eine   Universalbewe-      gung    des Kreisels in bezug auf die festen Stützen 5 ermöglicht.   Infolge des Kreisel-      beharrungsvermogenshat    der Kreisel die Tendenz, die feste Orientierung seiner Dreh  axe C-C aufrechtzuerhalfen.   



   Infolge einer gewissen Reibung in den   Zapfenlagern und auch infolge.    der   Erdrota-    tion hat der Kreisel die Tendenz, aus seiner Grundstellung   abzuwandern, und    es ist des halb notwendig, zum Festhalten des Kreisels in der   Grundeteilung eine Aufrichtvorrich-    tung vorzusehen.



   Die   dargestellte Aufrichtvorrichtung weist    einen rotierenden Magnetteil 7 und eine mit diesem zusammenwirkende, pendelnd montierte   Wirbelstromscheibe    8 auf. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, besteht das Ma  gnetorgan    7 aus einem   kegelstumpfformigen    Grundteil 9, welches auf einer Verlängerung 10 der den Kreiselrotor   1    tragenden Welle fest   aufbesetzt    ist.

   Infolgedessen dreht sich der Grundteil 9 mit dem Kreiselrotor   1    um die   Drehaxe    des   Kreiselapparates.    Zur Er  zeugung    eines   auf dig Wirhelstromscheibe 8    einwirkenden, eich bewegenden Magnetfeldes sind auf dem Grundteil 9 eine Anzahl bolzenformige, permanente Magnete 11 und 12 angeordnet.

   Zwecks Befestigung sind diese Magnete 11 und   12'inentsprechendeLocher    des Grundteils 9 eingepresst, und, zwar ist die Länge der Magnete derart, dass ihre untern Enden nach unten über die Oberfläehe des Grundteils 9 herausragen   und vor6prin-      gende Polstücke    bilden, wie aus   der Zeich-      nung ersichtlich.    Die Magnete 11 und 12 sind in ihrer Lage durch eine Rückplatte 13 fest  gehalten, welche Ihrerseits durch Überbörteln    des benachbarten Randes des Grundteils 9 in ihrer Lage festgehalten ist.

   Die Rückplatte 13 besteht   zweekmässigerweise,    aber nicht unbedingt aus magnetischem Material, so dass sie einen Rückweg von geringem magnetischem Widerstand für den magnetischen Fluss zwi  solen    den Magneten darstellt. Die Magnete sind mit ihren Axen parallel zur   Drehaxe    des   Magnetorgans    7 montiert, so dass bei Drehung des Magnetorgans ein abwärtsreichendes magnetisches   Drehfeld entsteht, welches    im wesentlichen symmetrisch zur   Drehaxe    des Kreisels verläuft. Die Magnete 11 und 12 sind auf Kreisen von verschiedenem Durchmesser angeordnet, und zwar sind diese Kreise   konzentriseh    zur   Drehaxe    des Magnetorgans 7.

   Die Anzahl, Stärke und der Ab   stand der Magnete 11 und 12 werden so oe-    wählt, dass ein   bestimmter Kraftlinien-    fluss erzielt wird, welcher sich von der untern Oberfläche des   Magnetorgans    7 nach unten erstreckt. Der Grund für die Wahl einer be  stim. mten Form des Kraftlinienflusses    wird im nachstehenden noch erläutert werden.



   Die   Wirbelstromscheibe    8 besteht aus einem   elektriscbleitenden    Material, wie z. B.



  Kupfer oder Aluminium. Die   Wirbelstrom-    scheibe ist so angeordnet, daB sie frei in jeder Richtung in der Nähe der untern Flache des   Magnetorgans    7 unter dem Einfluss der Schwerkraft schwingen kann. Zu diesem Zweck ist die Scheibe 8 mittels einer   Sohraube    15 an einem Pendel 14 befestigt,   um. d die    erstere dient zum Festklemmen einer Schraube 16, welche von der Scheibe aus zwischen zwei Teilen 17 und   18 des untern    Endes des Pendels 14, welche durch einen Schlitz 19 voneinander getrennt sind, abwärts ragt (Fig. 3 und 4).



   Zur Erzielung einer Universalbewegung des Pendels ist der Teil 14 mit Lagerzapfen 20 versehen, mittels deren das Pendel schwenkbar in einem zusätzlichen   Bügel 21    gelagert ist. Der   Bügel 2'1    ist seinerseits verschwenkbar im Tragrahmen 2 mittels La  gerzapfen 22 gelagert.    Die Axen, werden durch die Zapfens 22 und 20 bestimmt und liegen senkrecht zueinander, wodurch sich    die Universalbewegung des Pendels ergibt.   



  Das Pendel 14 muss nicht unbedingt im Ro  tortragrahmeni    2 montiert sein, sondern kann ebensogut an den, festen Stiitzen 5 gelagert sein.



   Wie aus Fig. 3   ersiehtlich,    ist die Wir  belstromseheibe    8 so bemessen, dass, wenn sie sich in der dargestellten neutralen Mittellage befindet, in welcher die Axe der Scheibe mit der   Drehaxe    des   Magnetorgans    7   zusammen-    fällt, der äussere   Rand der S'cheibe    die ab  wärtsragenden Polstücke a. ller Ma. gne.

   tg    11 des innern   Ereises gerade überlappt.    Wenn der Kreisel in   Betrieb-ist, erzeugen    die Magnete 11 ein magnetisches   Drehfeld',    welches   inderScheibe8.Wirbelstrome    induziert, und infolgedessen wird als Reaktion auf das Ma  gnetorgan    7 ein   ziehendes    Drehfeld ausgeübt.



  Wenn sieh die Scheibe 8 in der neutralen Stellung befindet, ist das   Drehmoment sym-      metrisch in bezug auf die Drehaxe    des Kreisels, so dass das resultierende Drehmoment, welches den Kreisel vorzurücken sucht. gleich null ist. Wenn indessen eine relative    Kippbewegung zwischen der Sc. beibe und dem      Magnetorgan    eintritt, werden die Magnete auf   der gegenüber    der   Rieh, tung    der Kippbewegung liegenden Seite abgedeckt, wodurch das Gleichgewicht des ziehenden Drehmo  mentes gestort    wird und sich ein Drehmoment ergibt, welches auf den Kreisel rechtwinklig zur   Kippwirkung    einwirkt.

   Als Ergebnis dieses Drehmomentes wird der Kreisel in einer solchen Richtung vorgerückt, dass er die Übereinstimmung zwisehen dem   Magnetorgan      und der Scheibe-wieder herstellt.    Da die Einstellung des Pendels 14 durch Schwerkraft erfolgt, liegt es auf der Hand, dass in   folge der Aufrichtwirkung der Wirbelstrome    der Kreisel kontinuierlich in eine bestimmte   Grundstellung vorgeriickt wird,    in welcher die Axen des rotierenden Magnetorgans und   der Wirbelstromscheibe miteinander überein-    stimmen.



   Wie bereits erwähnt, tritt bei   Standkrei-      seln    mit einer aus pendelnden Organen be  stehenden Aufrichtvorrichtung    ein Fehler ein, der als Drehfehler bekannt ist, wenn dieselben auf bewegten Fahrzeugen, wie z. B. einem Flugzeug, montiert sind. Dieser Fehler tritt während der Drehung des Flugzeuges ein, wenn   das Penldelorgan durech die    Zentri  fugalkraft    aus der wirklichen Vertikalen   herausgeschwenkt wird.

   Um nun diesen Feh-    ier unter bestimmten Betriebsbedingungen auszuscheiden, wird, das Pendel so   einge-    stellt, dass die Drehaxe des Kreisels normalerweise um einen kleinen Betrag in der   Bewe-      gungsri. ehtung    des Fahrzeuges, in welehem die Kreiselapparatur montiert ist, vorgerückt wird. In Fig. 1 der   Zeichnung ist die Drehaxe      C-C des Kreisels gegeniiber der    wahren Vertikalen   VV    vorgekippt, und der Winkel dieser Vorkippung sei mit B bezeichnet.

   Nor  malerweise betragt der Winkel jss2'%'', und    zwar wird derselbe in einer Ebene parallel zur   Längsaxe. des Fahrzeuges gemessen,    in welchem der Kreiselapparat eingebaut ist, welche Ebene die wahre Vertikale V-V und die   Kreiseldrehaxe B-B enthält.    Die Rich  tung der Verkippung ist derart, dass.    das obere   Ende des Kreiselrahmens sich    in der Pfeil  riehtung    nach vorwärts neigt.

   Diese Vornei  gung der Kreiseldrehaxe in der    normalen Grundstellung wird durch Einstellung des   Pendelausgleiches 14 bewerkstelligt.    So kann in der dargestellten Ausführungsform die Schraube 15 ein entsprechendes Gewicht erhalten, derart, daB bei in Ruhestellung be  findlichem    Pendel das Zentrum der Scheibe 8 etwas hinter der wahren Vertikalen V-V liegt, welche, durch das Zentrum der   Kreisel-    aufhängung geht.



      Wenn die Drehaxe des Kreisels wie dar-      gestellt vorwärtsgekippt    ist, kann die Wirkung des Drehfehlers beseitigt werden, wenn die   Aufrichtvorrichtung    so konstruiert ist. dass beim   Ausschwingen des Pendels wäh-    rend einer Drehung der   Kreisel    in einem   Masse    um die wahre Vertikale vorrückt, welches dem Mass der Drehung des Fahrzeuges, in welchem der   Kreiselapparat    eingebaut ist, entspricht.

   Wenn eine   solehe    Beziehung aufrechterhalten wird, tritt kein sichtlicher Drehfehler in der Stellung des Kreisels ein, da während dieser   Drehung die Orientierun (r    der Kreiseldrehaxe in bezug auf das mit dem Kreisel versehene Fahrzeug unverändert    bleibt.EinerdergrundsätzlichenVorteile    der vorliegenden Aufrichtvorrichtung mit   mehreren, konzentrischen Ringen von Magne-    ten 11 und   1'2 liegt darin, dass die für    eine    DrehfehlerkompensationerwünschteKreisel-      aufrichtcharakteristik    leicht erreicht werden kann, wie nachstehend beschrieben.



   Ein   vollständiger Ausgleich    des Drehfehlers für alle Fahrzeuggeschwindigkeiten und ein bestimmtes   l\Tass8    der Drehung kann er   reicht werden, wenn die Aufrichtvorrichtung    so ausgebildet ist, daB das voreilende Drehmoment und infolgedessen das Voreilungsmass für verschiedene Kippwinkel zwischen dem Pendel und dem Kreisel, welche im normalen Betrieb der Vorrichtung auftreten, praktisch konstant bleibt. Diese   gewünschte Charakte-      ristik ist in der gestrichelten Linie-P des     Diagramms Fig. 6 angegeben, welche die Beziehung zwischen der   Pendelverstellung oder    Kippung und dem auf den Kreisel   ausgeüb-    ten voreilenden Drehmoment, darstellt.

   Die Annäherung an diese Charakteristik kann dadurch erzielt werden, dass man die Wirbel  stromscheibe    in solcher Weise ausbildet, dass sich der Luftspalt   zwischen der Seheibe und    dem Magnet ändert, wenn das Pendel aus der zentralen oder neutralen   Stellung heraus-       schwingt. Diese gewünschte Aufrichtcharak-      teristik    kann hier unabhängig von jeder Än  derung deg    Luftspaltes zwischen der Wirbel  stromscheibe    und dem Magnet erzielt werden, wodurch die Aufrichtvorrichtung in   bezug auf die Anfangseinstellung weit    we  niger empfindlich    ist und bei der   Massen-    'herstellung genauer reguliert werden kann.



   Die   gewünsehte      Aufrichtcharakteristik    wird nun erzielt, indem man Anzahl, Abstand und Stärke der Magnete 11 und 12 so wählt, dass durch das   rotierende Magnetorgan    7 eine   Feldform erzeugt wird, welche die    gewünschte   Aufrichtcharakteristik    ergibt.



  Diese Wirkung kann am besten aus den, Kurven in Fig. 6   ersehenl werden.    Die Kurve E zeigt die Komponente der Aufrichtcharakteristik, welche   von den Magneten 1 : 1    geliefert wird. Es   qlässt    sich daraus er6ehen, dass für Pendelverstellungen über 15  das durch die Magnete 11 erzeugte Drehmoment rasch abfällt, bis es   schlie@lich    den Wert Null bei ungefähr   50"erreicht,    in welchem Punkt praktisch keine Überlappung mehr zwischen den Magneten 11 und der Scheibe 8 besteht.



  Aus einem   Vergleiell    der Kurven D und, E ergibt sich, dass das Drehmoment und das Mass der Kreiselvoreilung   beträehtlich    geringer wäre als das für einen Drehfehlerausgleich für Pendelverstellungen über 17  hinaus erforderliche, wenn nur ein Ring von Magneten benutzt würde. Diese unerwünschte Wirkung wird indessen durch die Wirkung des zweiten Ringes von Magneten 12 verhütet, welche das in der Kurve F angegebene Drehmoment erzeugen. Der Durchmesser des äussern Kreises von Magneten 12 wird so gewählt, dass eine Überlappung zwischen der Scheibe 8   und den Magneten'1    in jenem Punkt einzutreten beginnt wo das vom ersten Ring von Magneten   erzeugte Drehmoment be-      ginnt,    unter den von der Kurve D angegebenen, gewünschten Wert zu sinken.

   Bei der    dargestellten Ausführungsform der Erfin-    dung beginnt diese Wirkung ungefähr bei   einer Pendel Verstellung    von   17  einzutreten,    welche Verstellung in Fig. 4 der Zeichnung dargestellt ist. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, beginnt in dieser Stellung gerade die Uber  lappung zwischen    dem Rand der Scheibe 8 und den Magneten 12 einzutreten. Wie durch die Kurven in Fig. 6 angegeben, werden von dieser Stellung aus durch die erhöhten Pendelverstellunben Drehmomente durch die beiden Ringe von Magneten erzeugt und das re  sultierende    Drehmoment ist in der durch die   ausgezogen, e Linie G dargestellten Kurve    angegeben.

   Die Kurven E   und F sind so ge-    staltet,   dass* die resultierende Kurve    ver   hältnismässig flach ist und sich der gewünsch-    ten Kurve D bis zur maximalen, normalen    PendelversteHung, welche ungefähr 40  be-    trägt, nähert, welche Stellung in Fig. 5 der Zeichnung dargestellt ist.



   Es ist klar, dass die in Fig. 6 dargestellten Verhältnisse nur zur Veranschaulichung dienen und dass   natürlieh    auch andere   Verhält-    nisse gewählt werden können. So kann z.   B.    durch Änderung des Durchmessers des Ringes von Magneten, 12 die Kurve F gegenüber der Kurve E   versehoben werden.    Auch können durch Änderung der Stärke und der Anzahl der Magnete in den   versciüedenen Rin-    gen die Spitzenwerte der beiden Kurven   E    und   F    geändert werden. Es kann. deshalb durch riehtige Wahl dieser Faktoren eine re  sultierende    Kurve G mit jeder gewünschten    Kreiselaufrichtcharakteristik erzielt werden,    wie z.

   B. die in Fig. 6 dargestellte Kurve G, in welcher eine   Drehfehlerkompensation für    alle Fahrzeuggeschwindigkeiten bei einem be  stimmten      DrehungsmaB    erzielt werden kann.



   Anstatt zwei konzentrischen Ringen von Magneten kann man   n natürlich aueh    eine be  liebige    Zahl   sol-cher    Ringe benützen, was von der Genauigkeit und Form der ge   wünschten Aufrichtkurve abhängt. So    ist z. B. in Fig. 7 der Zeichnung eine Variante des Magnetrotors dargestellt, welcher mit vier konzentrischen Ringen von Magneten 23,   24,      25    und   2 ! 6 versehen,    ist, wie sie verwendet werden können, um die in Fig. 8 der Zeichnung dargestellte   Aufrichtkurve    zu erzielen.



  Hier   erzeugen die Ringe. der Magnete 23, 2S,    25 und 26 die Drehmomentkurven H, I, J und   cl    deren Resultierende durch die Kurve L angegeben ist. Wenn eine vollständige    Drehfeh. lerkompensation für alle Drehungs-    masse bei einer bestimmten Geschwindigkeit gewünscht wird, im Gegensatz zu der in   Fig. 1    bis 6 dargestellten Anordnung, bei welcher eine Drehfehlerkompensation für alle Geschwindigkeiten bei einem bestimmten Drehungsmass erzielt wird, muss das Aufrichtsystem so ausgebildet sein, dass das Mass der Kreiselvoreilung sich ungefähr   naoh    der Tangensfunktion des Pendelkippwinkels ändert.

   Eine solche Beziehung ist ungefähr   dural    die Kurve L der Fig. 8 angegeben, und es   gent    klar aus den obenstehenden Erklärungen hervor, dass eine   solche Kurve durch rich-    tige Wahl der Anzahl, Stärke und des Abstandes der Magnete leicht erzielt werden können. Der Teil der Kurve L in der Nähe   desAnfangsderselben    geht von dieser Be  ziehung    aus, indem die Kurve eine Erhebung L'hat. Der sc'harfe Anstieg des   Drehmomen-    tes und des Aufrichtmasses nahe dem Anfang gemäss,   dem Teil. L'der Kurve ist gewohnlich    erwünscht im Interesse einer Erzielung einer empfindlichen Aufrichtwirkung nahe der zentralen oder neutralen Stellung.

   Wenn die Kurve L'bis zum Anfang gemäss der gestri  chelten    Linie L"verlaufen wiirde, wiirde das Aufrichtmoment in der Nahe der Neutralisierung so niedrig sein, dass keine genaue Aufrichtung erzielt würde. Wie aus Fig.   8    er  sichtlich, kann die Erhebung der Kurve    L' sehr leicht erzielt werden, indem man einfach die Anzahl oder Stärke der   Magnete 23    des innern Ringes erhöht.



   Die   Konstruktion. des Magnetrotors nach    Fig. 7 unterscheidet sich von der in Fig.   1    bis 5 dargestellten Konstruktion dadurch,   dass eme Anordnung mit nicht v & rstehendea    Magnetpolen benutzt wird. Eine solche Kon  struktion    ist in manchen Fällen vorteilhaft aus Herstellungsgründen und zur Verringerung von   Spielraumverlusten.   



   Der   Kreiselapparat nach Fig. l bis    4 besitzt, den wichtigen Vorteil, dass die bestimmte   Aufrisshtehara. kberistik,    wie   sie z. B. durch    die Kurven G und L in den Fig. 6 und 8 dargestellt ist, durch Schwankungen in der ursprünglichen Einstellung des Luftspaltes zwischen der   Wirbelstromscheibeund    den Magneten nicht wesentlich beeinflusst wird, da, die Form der   Aufrichtkurve    nicht von den Schwankungen des Luftspaltes abhängt, aber anstatt, dessen durch die Form des von den permanenten Magneten 11 und 12 erzeug  ten Magnetfeldes    bestimmt wird.

     Infolgedes-    sen ist   dieVorrichtungbezüglichderanfäng-      lichen Einstellung    in der Fabrik weit weni   ger empfindlich, und es kann deshalb bei der    Massenherstellung von   Kreiselapparaten    eine gleichförmige Produktion erzielt werden.



   Ein weiterer, wichtiger Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass die Aufrichtwirkung über einen verhältnismässig gro ssen Bereich von Pendelverstellungswinkeln erzielt werden kann, ohne dass die Wirbel  stromscheibe entsprechend gross    sein muss.



  Dieser Vorteil ist darauf zurückzuführen, dass die Magnete aus der Zentralstellung als Folge ein Drehmoment erzeugen. Da bei dieser Anordnung eine verhältnismässig kleine Wirbel  stromscheibe benützt    werden kann,   ers, ben    sioh bedeutend weniger Schwierigkeiten in Verbindung mit dem Problem   der mechani-    schen Interferenz zwischen dem schwingenden Pendel und den übrigen Teilen des Kreisels.



   Ein weiterer Vorteil dieser   Ausführungs-    form ergibt sich aus dem Umstand, dass die Magnete auf dem Kreisel und die Wirbel  stromsc'heibeaufdem    Pendel angebracht sind, anstatt umgekehrt wie bisher. Dank dieser Anordnung können permanente Magnete benützt werden mit einem verhältnismässig    grossen Verhäfitnis der Länge zum Durchmes-    ser, wodurch   si-oh    eine   wirksamere Magnet-      konstruktion ergibt, wobei dieser Vorteil    ohne irgendeine Erhöhung des für die Pendelschwingung erforderlichen Raumes erzielt wird.

   Infolge dieser Anordnung ist ermöglicht worden, die Aufrichtvorrichtung in einem   Flugzeugkreiselgerät    mit künstlichem Horizon von   verringerter Gesamthohe so ein-    zubauen, daB das Gerät in der für andere Instrumente bestimmten Öffnung eines norrnalen Instrumentenbrettes eingebaut werden kann, was bisher nicht möglich gewesen war.



   Ein weiterer Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin,   dass die Aufrichtcharakte-    ristik leicht geändert werden kann, nachdem der Kreisel fertiggestellt ist. Dies kann bewirkt werden, indem man einfach die Stärke der Magnete in einem oder mehreren der Ringe ändert. Wenn man z.

   B. gefunden hat,   dal3    das von den Magneten eines der Ringe erzeugte Drehmoment zu gross ist, kann ein Dauermagnet von entsprechender   Po-      larität    in die Nähe der Magnete in diesem Ring gehalten werden, um während des Betriebes des Kreiselapparates eine Änderung zu bewirken, indem eine teilweise,   aber gleich-    farmige   Demagnetisierung eintritt.    Wenn auf der andern Seite   (las durch    einen gegebenen Ring von Magneten erzeugte Moment zu klein ist, kann die Magnetisierung auf den ge  wünschten Wert erhöht werden durch die    Benützung eines an und für sich bekannten Magnetisierapparates.



   Bei der in Fig. 9 und 10 dargestellten Variante sind die Teile   1    bis 6 ähnlich ausgebildet wie bei der Ausführungsform nach Fig.   1    bis 4. Im Gegensatz zu dieser ist hier aber das Leitorgan drehend und das damit zusammenwirkende Magnetorgan pendelnd angeordnet und beide Organe sind, von etwas verschiedener Konstruktion als die   entspre-      chenden    der ersten Ausführungsform.



   Wie in Fig. 9 und 10 dargestellt, hat das leitende Organ 23 einen Tragteil   2) 5, weleher    starr auf der Welle 10 angebracht ist. Die Welle 10 kann, wie dargestellt, eine Verlän  gerung    der Welle sein, welche den Kreiselrotor   1    trägt, so dass bei laufendem Kreisel der Tragteil 25 dreht. Der untere Teil des Tragteils   25    ist scheibenförmig ausgebildet, dessen untere Fläche gekrümmt ist, und zwar wird der Krümmungsradius durch den    Schwingradius des Magnetorgans 24 : be-    stimmt. Die untere Fläche des Tragteils   25    ist mit Nuten versehen, in welche zwei kreisförmige   Ringe 26'und 27 eingepasst sind.   



  Beide Ringe sind konzentrisch zur Drehaxe des leitenden Organs 213, und zwar hat, wie aus der Zeichnung ersichtlich, der Ring 27 einen   grosseren    Durchmesser als der Ring 26 aus   Gründen,welche    in der nachstehenden   Besehreibung noch auseinandergesetzt    werden. Der   Tragteil 25 besteht aus einem Ma-    terial wie z. B. Messing, welches eine ver   hältnismässig niedrige elektrische Leitfähig-    keit hat, während die Ringe 26 und 27 aus einem Material von   verhältnismäss. io- grosser    elektrischer Leitfähigkeit wie Kupfer oder Aluminium bestehen.



   Da. pendelnde Magnetorgan 24 ist zur Erzeugung eines durch das Leitorgan 23 fliessenden Magnetfeldes eingerichtet. Obwohl die Form der Magneteinrichtung unwesentlich ist, ist hier zur Erklärung eine Magneteinrichtung mit einer Anzahl permanenter Magnete 28 dargestellt, welche in einem Kreis mit ihren Axen in senkrechter Richtung liegend angeordnet sind. Die Magnete 28 sind mittels eines unmagnetischen Stützteils 29 in ihrer kreisförmigen Anordnung im Abstand ; voneinander gehalten. Die ganze Ma  gneteinrichtung ist    in einem Pendel 14 gelagert, das eine offene, kreisförmige, zentrale Öffnung   30    hat und mittels Schrauben 15 auf der   Magneteinriohtung    festgeklemmt ist.



   Zur Erzielung einer Universalbewegung der Magneteinrichtung ist das Pendel   14 mit    Lagerzapfen 20 versehen, mittels weleher dasselbe in einem   horizontalen Bügel 21 ge-    lagert ist. Der Bügel   21    ist seinerseits im Lagerrahmen 2 mittels Lagerzapfen gelagert, von welchen einer bei 22 dargestellt ist. Die durch die Lagerzapfen 20 und   212      bestimm-    ten Schwenkaxen stehen senkrecht   zueinan-    der, wodurch eine   Universalbewegung    des Pendels ermöglicht wird.

   Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass das Pendel   14    im   Rotorlagerrahmen    2 gelagert ist,   sondern'es      könnbe ebensogut    in den festen Stützen 5   ge-    lagert sein.



   Wie aus Fig. 9 und   10    ersichtlich,   befin-      det sich das Auf richtsystem    in einer Stel  lung, welche    als Neutralstellung bezeichnet werden kann. In dieser Stellung fällt die Drehaxe des Leitorgans   23    mit der   Symme-    trieaxe des durch   dzie    permanenten Magnete 28 erzeugten Magnetfeldes zusammen. In dieser Stellung überlappen die permanenten Magnete 28 gerade   noch den Leitring    26, indem dieser und die kreisförmigen, permanenten Magnete 28   annahernd    den gleichen   Krümmungsradius    haben.

   Wenn der Kreiselapparat in Betrieb ist und das Leitorgan 23 sich infolgedessen dreht, bewirkt das durch die permanenten Magnete 28 erzeugte Ma   gnetfeld, dass in den verschiedenen Teilen des    Leitorgans   Wirbelstrome erzeugt werden. Es    wird infolgedessen als Reaktion ein   ziehen-    des Drehmoment auf das Leitorgan und in  folgedessen    auf den Kreisel ausgeübt. Wenn sich das   Magnetorgan    24 in der dargestellten Neutralstellung befindet, ist das ziehende Drehmoment symmetrisch in bezug auf die   Drehaxe d & s Kreisels,    so dass das resultierende Drehmoment, welches ein Vorrücken des Kreisels zu bewirken sucht, gleich Null ist.

   Wenn indessen eine Kippbewegung des   Leitorgans      2'3 gegenüber dem Magnetorgan    24 eintritt, wird der Ausgleich des ziehenden Drehmomentes aufgehoben, und es wird auf   den Kreisel ein Drehmoment o-echtwinklig    zur   Kipprichtung    ausgeübt. Infolge dieses unaus  geglichenen    Drehmomentes wird der Kreisel in einer Richtung vorbewegt, dass er die Übereinstimmung zwischen dem   Magnetorgan    24 und dem Leitorgan 28 wieder herstellt.

   Da die Einstellung des   Magnetorgans      24    durch Schwerkraft erfolgt, ist es klar, dass infolge der   Aufrichtwirkung    der Wirbelströme der Kreisel ständig in eine   bestimmte Grundstel-    lung gedrängt wird, in   welcher die Axen des    Magnetorgans 24 und des Leitorgans 23 miteinander übereinstimmen.



   Wie bereits erwähnt, tritt bei   Standkrei-      seIn    mit einer aus pendelnden Organen bestehend. en Aufrichtvorrichtung ein als Drehfehler bezeichneter Fehler ein, wenn dieselben auf Fahrzeugen, wie z.   B.    Flugzeugen, eingebaut sind. Um diesen Fehler für bestimmte   Betriebsbedingungen auazuscbeiden oder    zu   reduzieren,wirddasPendel    so eingestellt,   dass.    die Drehaxe, des Kreisels normalerweise um einen kleinen Betrag in der   Bewegungs-      richtu. ng des mit dem    Kreisel versehenen Fahrzeuges gekippt wird.

   Wie aus Fig. 9   ersichich, wird'die Kreiseldrehaxe C-C    von der mit V-V bezeichtneten wahren Vertikaiaxe weggekippt, wobei der Kippwinkel mit, B bezeichnet ist, welcher normalerweise 2l/2  beträgt. Der Winkel   @    wird in einer Ebene parallel zur Längsaxe des den   Kreiselappa-    rat tragenden Fahrzeuges gemessen, und diese Ebene enthält die wahre Vertikalaxe V-V und   die Kreiseldrehaxe C-C.    Die Richtung der Kippbewegung ist derart, dass sich das obere Ende des Kreiselrahmens in   Pfeilrich-       tung nach vorwärts neigt.

   Die Neigung der    Kreiseldrehaxe in der normalen Grundstellung wird durch Einstellung des   Gleichge-      wichtes des Pendels bestimmt.    So kann in    der dargestellten Ausführungsform das Ge-      wicht der Klemmschraube 1'5    so gewählt wer  , den, dass    bei in Ruhestellung befindlichem Pendelmagnet das Zentrum der   Magnetein-    richtung etwas aus der wahren Vertikallinie   F-F verschoben    ist, welche durch das Zentrum der   Kreiselaufhängung geht, wie aus    Fig. 9 ersichtlich.



   Wenn die Drehaxe des Kreisels wie dar gestellt gekippt ist, kann die Wirkung des Drehfehlers ausgeschieden werden, wenn die Aufrichtvorrichtung so ausgebildet ist, dass. wenn das Pendel während einer Drehung ausschwingt, der Kreisel um die wahre Vertikale um ein Mass   vorged'rückt wird, welches    gerade gleich dem Mass der Drehung des Fahrzeuges ist, in welchem der   Kreiselappa-    rat eingebaut ist. Wenn eine solche   Bezie-    hung aufrechterhalten wird, wird kein Drehfehler in der Stellung des Kreisels in Erscheinung treten, da die, Orientierung der   Kreiseldrehaxe    in bezug auf das Fahrzeug während der Drehung unverändert bleibt. 



  Einer der hauptsächlichen Vorteile der be  schriebenen    Aufrichtvorrichtung mit   mehre-    ren konzentrischen   Leitringen    26 und 27 liegt darin, daB die für die   Drehfehlerkompensa-    tion   erforderliehe,      gewünschte Kreiselauf-       richtcharakteristik leie, ht erzielt werdlen kann,    wie nachstehend beschrieben.



   Die gewünschte Aufrichtcharakteristik wird erzielt durch eine passende Wahl der Durchmesser und der Querschnittsgrösse der Leitringe   2'6      und 27. Die gegenseitige Wir-    kung der verschiedenen beteiligten Faktoren ist am besten aus den in Fig. 11 dargestellten Kurven ersichtlich. Die Kurve   N    zeigt die Komponente des ziehenden Wirbelstrom  drehmomentes an, welahes    durch den Leitring 26 erzeugt wird, während die Kurve   0    die durch den   Leitring      27    erzeugte Komponente anzeigt. Im Tragteil 25 werden auch einige Wirbelströme induziert ; aber da der Tragteil aus einem Material von   verhältmsmässdg    geringer Leitfähigkeit, wie z. B.

   Messing, besteht, sind die im Tragteil   erzeugtenWirbelstromenicht    so wirksam zur Erzeugung eines ziehenden    Drehmomentes als die Wirbelstrome, welche    in den hochleitenden   Leitringen 26 und 27    erzeugt werden. Die Kurve P stellt   unge-    fähr die Komponente des ziehenden Dreh  momentes    dar, welche durch die zwischen    d.enRingen2ssund27liegendePartiedes    Tragteilst 25 geliefert wird, während die Kurve R ungefähr jene Komponente des ziehenden Drehmomentes darstellt,

   welche durch die im   Tragteil 215    in   grosseren    radialen Abständen vom   Zentrum des Leitorgans alis jener    des äussern   Leitringes 2^7 induzierten    Wirbel  strume    geliefert wird.



   Wie aus der Kurve O ersichtlich, kann das Leitorgan 27 kein ziehendes WiTbelstromdrehmoment   erzeugen, bis das Magnetorgan      24    weit genug aus der Neutralstellung   weg-    geschwungen ist, dass eine Überlappung der Magnete   28    und des Leitringes 27 eintritt.



  Es ist klar, dass   mandurcheinerichtige      Wahl des Durchmessers des Leitringes    27 erzielen kann,   da.    dieser ein Drehmoment bei einer Winkelverstellung des Magnetorgans 24 erzeugt, bei welcher das durch den innern   Leit. ring    26 erzeugte Drehmoment abzufallen beginnt. Es ist ausserdem klar,   dass durcn    richtige Wahl der Querschnittsflächen der   Leitringe    26 und 27 die Spitzenwerte der durch diese Ringe erzeugten Drehmomente   naeh    Wunsch geändert werden können.

   In Fig. 11 stellt die Kurve S die Resultierende oder Summe der Kurven N,   O,    P und B dar, wobei die Durchmesser und   Quersehnitts-    flä hen der Ringe 26 und 217 in der dargestellten Ausführung so gewählt worden sind, dass sich eine resultierende Kurve ergibt, welche der. gewünschten Kurve M über einem verhältnismässig grossen Bereich der Pendelverstellung nahezu   gleichkommt.    Da die Kurve   M      angenäherterreicht    ist, ergibt sich eine Korrektur des   Drehfe'hlers    für alle Fahr  zeuggeschwind'igkeiten und bei einem    bestimmten Drehmass wie oben erwähnt.



   In manchen Fällen kann es erwünscht sein, den Tragteil 25 aus elektrisch nicht   leitendemMaterialherzustellien,sodass    die Wirkung der Kurven P   und R    bei   der Bestim-      mung der Form der    resultierenden Kurve 3 nicht in Betracht gezogen werden muss, Im allgemeinen ist e, indessen mit Rücksicht auf die mechanische Festigkeit erwünscht, den Tragteil 25 aus   metallischem Material herzu-    stellen, und deshalb müssen die im Tragteil induzierten Wirbelströme berücksicht werden.

   Indessen wird durch die Benützung einer zusammengesetzten Konstruktion, in welcher die Rinde 26 und 27 aus Material von einer   verhältnismässig hohen Leitfähig-    keit und   der Tragteil 2'5 aus einem Material    von   verhältnismässig geringer Leitfähigkeit    bestehen, eine passende Regelung der Aufrichtkurve unabhängig von allen   Schwankun-    gen des   Luftraumes    zwischen dem Pendelmagnet 24 und dem Leitorgan 23 erzielt werden.

   Diese   Aufrichtvorrichtung    bietet deshalb den Vorteil, daB, die Form der Aufrichtkurve durch die ursprüngliche   Einstel-    lung des Luftspaltes zwischen dem Magnet und dem Wirbelstromleiter nicht beeinfLusst wird, und des'halb   erleichtert diese Konstruk-    tion die Erzielung gleichförmiger Aufricht kurven bei der Massenproduktion von   Kreisel-    apparaten.



   Eine weitere Regelung der   Aufrichtkurve    kann erzielt werden, indem man die   Leitringe      36    und 27 aus Materialien mit   verschiedenen    elektrischen   Leitungsfahigkeiten herstellt.   



  So kann   esl    sich z.   B.    in einzelnen Fällen herausstellen,   dans,    wenn beide Ringe 26 und   97    aus einem Material   von hoher Leitfahig-    keit, wie Kupfer, hergestellt werden, die Querschnittsfläche des einen dieser Ringe zur Erzielung der gewünschten Charakteristik bis zu einem Punkt. verringert werden muss, wo der Ring mechanisch zu schwach ist und deshalb schwer in seine Lage gebracht werden kann. In einem solchen Falle kann der Ring aus einem Material von verhältnismässig geringerer Leitfähigkeit als Aluminium hergestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Kreiselapparat mit vertikaler Drehaxe und einer Wirbelstromaufrichtvorrichtung mit einem leitenden Organ und einem Magnetorgan mit mehreren Magneten, wobei eines dieser Organe auf der Axe des Kreiselrotors montiert ist und sich gmit diesem dreht, wäh- rend das andere Organ unabhängig vom Rotor pendelnd angeordnet ist, so dass es unter dem Einfluss'der Schwerkraft um da-s erste Organ schwingen kann., dadurch gekennzeichnet, dass durch die relative Drehbewe gung der Organe zueinander im leitenden Or, Wirbelstrome induziert werden, welche Drehmomente mit der Tendenz zur Aufrich- tung des Kreisels erzeugen,
    wobei die Ma gnete des Magnetorgans so angeordnet sind, dass sich bei einer relativen Verstellung des Magnetorgans und des leitenden Organs infolge der Pendelfbewegung eines dieser Organe eine derart geänderte Uberlappung der Magnetpole und des leitenden Organs ergibt dass das Aufrichtdrehmoment tuber einen erweiterten Bereich der relativen Verstellung der Organe aufreehterhaRten wird.
    UNTEBANSPBÜCHE : 1, Kreiselapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete auf dem Magnetorgan in konzentrischen Kreisen von verschiedenen Durchmessern angeordnet sind.
    2. Kreiselapparat nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, daB das Magnet- organ mit dem Kreiselrotor verbunden ist und die Magnete so auf dem lVlagnetorgan befestigt und angeordnet sind, daB sie Magnetfelder erzeugen,welchesichungefähr parallel zur Kreiseldrehaxe erstrecken, wodurch ein magnetisches Drehfeld erzeugt wird, welches symmetrisch zur Drehaxe des Kreisels bei der Drehung deqs Magnetorgans liegt, und das Leitorgan als Universalpendel angebracht ist, so dass es eine normale Ruhestel- lung symmetrisch zur Drehaxe des Kreisels 'hat, wenn sich der Kreisel in der normalen Aufrichtstellung befindet.
    3. Kreiselapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitorgan einen Tragteil und eine Anizahl rings u. m den- selben eingesetzte Leitringe aufweist.
    4. Kreiselapparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, da. ss das Leitorgan aus einer zusammengesetzten Konstruktion besteht, welche eine Anzahl Teile von ver schiedener elektrischer Leitfähigkeit aufweist.
    5. Kreiselapparat nach Patentanspruch un. d Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass das Leitorgan einen Tragteil aus einem : ALaterial von verhältnismässig niedri ger elektrischer Leitfähigkeit und einer Anzahl Ringe von verschiedenen Durchmessern und aus einem Material von höherer Leit fähigkeit aufweisst, welch letztere auf dem Tragteil konzentrisch zur Drehaxe desselben befestigt sind, wobei der Abstand der Ringe derart ist, dass ein Verstelldrehmoment auf den Kreisel ausgeübt wird, welches über einen verhältnismässig grossen Verstellbereich deg Magnetorgans in bezug auf das Leitorgan annähernd konstant ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2400689A1 (fr) * 1977-08-16 1979-03-16 Anschuetz & Co Gmbh Appareil gyroscopique au rotor duquel un dispositif magnetique automatique impose un couple pilote
US4558604A (en) * 1981-02-02 1985-12-17 Teldix Gmbh Directional gyro

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FR2400689A1 (fr) * 1977-08-16 1979-03-16 Anschuetz & Co Gmbh Appareil gyroscopique au rotor duquel un dispositif magnetique automatique impose un couple pilote
US4558604A (en) * 1981-02-02 1985-12-17 Teldix Gmbh Directional gyro

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