CH259408A - Handflechtvorrichtung für Grobgarn. - Google Patents
Handflechtvorrichtung für Grobgarn.Info
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- D04C—BRAIDING OR MANUFACTURE OF LACE, INCLUDING BOBBIN-NET OR CARBONISED LACE; BRAIDING MACHINES; BRAID; LACE
- D04C3/00—Braiding or lacing machines
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Description
Handflechtvorrfchtung für Grobgarn. Bekannte Handflechtvorrichtungen für Grobgarn, welche zur Herstellung von Tep- piehläufern, Vorlagen usw. dienen, weisen eine Anzahl parallel zueinander angeordnete Stäbe auf, die in einen ortsfesten Halter ein gesteckt sind und um die die Kettenfäden aus Grobgarn abwechselnd von zwei Seiten her kreuzweise gelegt werden. Dabei ersetzen die Stäbe vorübergehend die Schussfäden, welch letztere nach erfolgtem Legen der Ketten fäden mittels den Stäben zwischen den Ket tenfäden durchgezogen werden.
Diese bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, dass sie, wenn man längere Stücke Herstellen will, verhältnismässig viel Platz in Anspruch nehmen und dass das Arbeiten an ihnen deshalb unpraktisch ist, weil die die Vorrichtungen bedienenden Personen ihren Platz ständig wechseln und meistens eine un bequeme Körperhaltung beim Arbeiten ein nehmen müssen.
Diesen Übelständen soll durch die vor liegende Erfindung abgeholfen werden. Die selbe bezieht sich auf eine Handflechtvorrich- tung für Grobgarn, insbesondere für Kokos- und Jutegarn, mit in einer Reihe anzuord nenden Stäben, welche die Sehussfäden vor übergehend ersetzen und welche zum Durch ziehen der Schussfäden zwischen die vorher kreuzweise um die Stäbe gelegten Kettenfäden bestimmt sind, und zwar zeichnet.
sich die Vorrichtung dadurch aus, da.ss Mittel vorge sehen sind, die gestatten, eine der Zahl der später einzuziehenden Schussfäden entspre- ehende Zahl Stäbe um eine Achse drehbar anzuordnen.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, nobei nur ein Teil der Stäbe gezeichnet ist, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie c-a von Fig. 1 und Fig. 3 eine Einzelansicht in Draufsicht in grösserem Massstab.
Die gezeichnete Vorrichtung besitzt eine einerends an dem Ständer 1 befestigte ver tikale Achse 2, welche als Schraubenspindel (Fig. 1 und 2) ausgebildet ist. Die Schrau benspindel 2 trägt die beiden Mitnehmer- scheiben 3 und 4, die durch die Wander- m.utter 5 (Fig. 1 und 2) und Distanzstäbe 6 (Fig. 1) miteinander verbunden sind, und die nahe ihren Umfang in. gleichmässigen kurzen Abständen voneinander in einem Kreis an geordnete Löcher 7 zur Aufnahme der Stäbe 8 aufweisen.
Die Stäbe 8 sind beiderends mit Ösen 9 (Fig. 1) versehen, deren Zweck später beschrieben ist.
Über den Hitnehmerscheiben 3 und 4 ist. mittels der Mutter 10 (Fig. 1) die Scheibe 11 drehbar auf der Schraubenspindel 2 an geordnet. Die Scheibe 11 ist von solchem Durchmesser gewählt, dass sie bis zu den Löchern 7 der Mitnehmerscheiben 3 und 4 reicht, so dass sie als Anschlag für die Stäbe 8 dienen kann. Die Scheibe 17. ist an ihrem Umfan; mit in Abständen voneinander an- geordneten, nach aussen offenen, viereckigen Ausnehmimgen 12 versehen, deren Zweck später beschrieben ist.
Die Gebrauchs- und Wirkungsweise der beschriebenen Handflechtvorrichtung ist fol gende: Angenommen, man wolle beispielsweise einen Teppichläufer herstellen, dessen Länge ungefähr dem Umfang des Teilkreises der Löcher 7 entspricht, so steckt man in sämt liche Löcher 7 der Mitnehmerscheiben 3 und 4 je einen Stab 8, nachdem man vorher die Mitnehmerscheiben 3 und 4 in bezug auf die Scheibe 11 so eingestellt hat, dass der zwischen der Mitnehmerscheibe 4 und der Scheibe 17.
vorhandene Abstand -ungefähr der Breite des herzustellenden Läufers entspricht. Alsdann erfasst man das obere Ende eines der Stäbe B. der einer Ausnehmung 12 der Scheibe 11 gegenübersteht, und drückt ihn, wie aus Fig. 3 ersichtlich, in die gegenüberliegende Ausneh- mimg 12 hinein, so dass die Scheiben 11 und 3, 4 miteinander gekuppelt sind.
Hierauf legt man den Kettenfaden 13 um den genannten Stab und führt ihn unter langsamem Dre hen der Scheibe 11 schlangenförmig mit zwei sich kreuzenden Teilen (Fug. 3) um die im Kreis angeordneten Stäbe 8, wobei der Ket tenfaden auf die Scheibe 11 aufzuliegen kommt. Durch das Drehen der Scheibe 11 in dem Uhrzeigersinn wird die Scheibe 11 nach abwärts bewegt, und es können nun weitere Kettenfäden entsprechend der gewünschten Breite des Teppichläufers um die Stäbe 8 gelegt werden. Durch das Drehen der Scheibe 11 werden auch die Scheiben 3 und 4 mit samt den Stäben 8 mitgenommen.
Sobald die Kettenfäden in der gewünschten Breite gelegt sind, legt man, nachdem man vorher die von der Scheibe 11 losgekuppelten Mit nehmerseheiben 3 und 4 durch Drehen um die Schraubenspindel 2 bis nahe an das untere Ende der Schraubenspindel 2 verschoben hat, in die untere Öse 9 des einen Stabes 8 einen Schussfaden -und zieht denselben als dann mit dem Stab zwischen den Kettenfäden 13 hindurch, legt hierauf einen Schussfaden in die untere Öse des benachbarten Stabes, worauf sich das Spiel so lange wiederholt,
bis sämtliche Schussfäden eingezogen und sämtliche Stäbe entfernt sind.
Die auf die beschriebene Weise herge stellten Läufer können durch Spritzen mit entsprechenden Farben oder durch Verwen- diing von verschiedenfarbigen Ketten- bzw. Schussfäden dekorativ wirkungsvoll gestaltet v ,erden.
Die beschriebene Handflechtvorrichtiing besitzt den Vorteil der Einfachheit. Sie er möglicht ein rasches und bequemes Herstellen von Läufern, Vorlagen usw.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Handflechtvorrichtung für Grobgarn, ins besondere für Kokos- und Jutegarn, mit in einer Reihe anzuordnenden Stäben, welche die Schussfäden vorübergehend ersetzen und welche zum Durchziehen der Schussfäden zwischen die vorher kreuzweise um die Stäbe gelegten Kettenfäden bestimmt sind, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, die gestatten, eine der Zahl der später ein zuziehenden Schussfäden entsprechende Zahl. Stäbe um eine Achse drehbar anzuordnen.UN TERANSPRüCHE 1. Handflechtvorrichtimg nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass um eine Achse drehbare und axial verstellbare Mit nehmerorgane vorgesehen sind, welche zur Aufnahme der Stäbe dienen. 2. Handflechtvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Aufnahmeorgane für die Stäbe scheibenförmig ausgebildet sind und über den Umfang gleichmässig verteilte Löcher zur Aufnahme der Stäbe (8) aufweisen.3. Handflechtvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer- organe (3, 4) durch eine Wandermutter (5) miteinander verbunden sind, die mit einer Schraubenspindel (2) in Wirkungsverbindung steht. 4. Handflechtvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den Mit- Lehmerorganen (3, 4) Distanzbolzen (6) an geordnet sind.5. Handflechtvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, da durch gekennzeichnet, dass sie mit einer ver stellbar auf der Schraubenspindel (2) ge lagerten Scheibe (11) ausgerüstet ist, deren Aussendurchmesser so gewählt ist, dass sie als Anschlag für den obern Teil der Stäbe (8) dienen kann. 6. Handflechtv orrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (11) an ihrem Umfang in Abständen voneinander nach aussen offene Ausnehmungen aufweist.7. Handflechtvorrichtung nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 6, da durch gekennzeichnet, dass die Stäbe (8) beiderseits mit Ösen (9) zum Durchziehen des Schussgarnes ausgerüstet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH259408T | 1947-11-24 |
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| CH259408D CH259408A (de) | 1947-11-24 | 1947-11-24 | Handflechtvorrichtung für Grobgarn. |
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1947
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