Apparat zum elektrischen Löten von Metallbändern. Bis jetzt konnten zum Beispiel Bandsäge blätter elektrisch nicht dauerhaft gelötet wer den. Die bisher gelöteten Bandsägeblätter knickten alle beim Gebrauch aus, was zum Bruch derselben führte. Auf diese Weise ent standen Unfälle und lange Betriebsunter brüche.
Der Versuch, Bandsägeblätter stumpf zu schweissen, isst misslungen. Der Stahl verliert dadurch seine Festigkeit. Er wird kaltbrü chig. Auf diese Weise geschweisste Band sägeblätter :sind unbrauchbar.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zum elektrischen Löten vorn Me tallbändern. Der Apparat besitzt einen Trans formator mit Sekundärwicklung, deren Enden als: Tischhälften zum Auflegen des Werkstückes ausgebildet sind, :die als Pole dienen, zwischen welchen zwei Polen zwei Metallstücke derart beweglich gelagert sind, dass sie ein plötzliches schlagartiges Zusam menpressen der elektrisch erhitzten Stelle des Arbeitsstückes ermöglichen und so gross sind, dass sie gleichzeitig infolge Wärmeableitung das Abschrecken derselben ermöglichen.
Wird ein Metallband auf die Tischhälften aufgelegt, so ist der Sekundärkreis geschlos sen. Beim Durchgang des Stromes bildet das Metallband einen Widerstand, wodurch: es erhitzt wird. Zwischen die aufeinanderliegen den Enden des Metallbandes wird ein Löt- band eingelegt, welches unter dem Einfluss der Wärme schmilzt. Hierauf wird der Strom ausgeschaltet und die beidseitig schlagartig wirkenden Metallstücke halten das Band zu sammen.
Die Masste dieser Mettallstücke ist ge nügend gross gehalten, um eine rasche Wärme ableitung zu gewährleisten. Dies .erübrigt ein Abschrecken im ,Ö(1- oder Wasserbad.
In der beiliegenden Zeichnung ist,der Er- findungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des Apparates. Fig. 2 stellt eine Vorderansicht desselben, teilweise im Schnitt dar.
In :dem Kasten 1 ist der Transformator mit dem Eisenkern 2 fest montiert. Der Transformator besitzt die primäre Draht spule 3, Die sekundäre Wicklung besteht aus einer einzigen Windung 4 aus Aluminium, ,deren Enden als, Tischhälften. :ausgebildet sind, welche die Tischverlängerungen. 6 tra gen. Das ganze Stück (Windung 4 und Tisch- hälften 5) ruht auf Odem Kasten 1. Über den Tischhälften 5 sind die Pressplatten 7 aus Eisen angeordnet.
Diese können mit einer be sonderen (nicht gezeichneten) Vorrichtung auf die Tischhälften gepresst werden, welche als elektrisehe Pole dienen.
Zwischen diesen beiden Polen sind die beiden Metallstücke (Druckbalken) 8 und 9 aus Eisen an den Hebeln 1'0 und 11 beweglich befestigt, :die am Support 12, -der auf dem Kasten 1 mon tiert ist, drehbar gelagert und derart mit einander gelenkig verbunden sind, dass die Druckbalken 8 und 9 mit einem :Sehhag zu- sammengeklappt und zusammengepresst wer den können. Mit der Stellschraube 13 kann .der Ausschlag des: untern Hebels 11 reguliert werden.
Um den Apparat an verschiedene Spannungen anschliessen zu können, ist der Transformator mit den Anzapfspulen 14 ver sehen. Ferner ist die Sekundärspule 15 auf gesetzt, welche eine zum Lichtbogenschwei ssen geeignete Spannung erzeugt.
Zum Löten eines Bandsägeblattes. werden .die Enden :desselben schräg abgeschliffen, so dass die schrägen Enden beim Zusammenlegen desselben genau aufeinander passen. Das Bandsägeblatt wird sodann auf die Tisch hälften 5, gelegt; zwischen ,die :abgeschrägten Enden wird ein Lötband von etwa 1/10 mm Dicke geschoben. Die Pressplatten 7 werden auf das Bandsägeblatt gesenkt, und mit die sen wird dasselbe auf den Tischhälften 5 fest gepresst.
Sobald aderelektrische Strom im Trans formator eingeschaltet ist, erzeugt die Pri märspule 3 desselben in der Sekundär windung einen Induktionsstrom. Da der Stromkreis derselben durch das Bandsäge blatt kurzgeschlossen isst, entsteht z. B. bei einer Leistung von 25 kW in demselben ein elektrischer Strom von 8000 Ampere Stärke. In etwa 30 Sekunden werden die Enden des Bandsägeblattes auf etwa 800 bis <B>950'</B> erwärmt.
Das Lötband schmilzt bei die ser Temperatur und verlötet die beiden Enden des Blattes. In diesem Moment wird der elek trische Strom ausgeschaltet, und gleichzeitig werden mit den Druckhebeln die beiden Druckbalken 8 und 9 zusammengepresst. Durch das schnelle Zusammenpressen der Druckbalken 8, und. 9 wird die Lötstelle so fort kalt. Diese sind so gross dimensioniert, .dass, sie alle Wärme der Lötstelle aufnehmen und diese abkühlen können.
Diese Druck- bal'ken haben gleiche Wirkung wie Wasser und Öl beim Abschrecken des Stahls. Sodann wird die Lötstelle des Bandsägeblattes im Apparat mit einer Drahtbürste gereinigt und poliert. Nachher wird wieder der elektrische Strom im Transformator eingeschaltet, und zwar nur so lange, bis. das Sägeblatt durch Erwärmung eine blaue Anlauffarbe ange nommen hat.. Sodann wird der elektrische Strom sofort wieder ausgeschaltet.
Damit ist das Sägeblatt fertiggelötet; es kann aus dem Apparat herausgenommen werden. Die so her gestellte Lötstelle hat gleiche Festigkeit wie das Bandsägeblatt. Die Festigkeit des Stahls desselben wird nicht durch chemische Ver änderungen ,des Kohlenstoffgehaltes ge schwächt.
Mit der zweiten Sekundärwicklung 15 können z. B. Stromstärken, wie zum Lieht- bogensohweiss.en benötigt; bis zu 3100 Ampere erzeugt werden. Dieser Strom kann mit Kabel an die Schweissstelle geleitet werden.