CH258013A - Verfahren zur Herstellung von lacktechnisch verbesserten Ölen mit gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhtem Gehalt an Glyceriden der stärker ungesättigten höheren Fettsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lacktechnisch verbesserten Ölen mit gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhtem Gehalt an Glyceriden der stärker ungesättigten höheren Fettsäuren.

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CH258013A
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Ag Oel-Chemie-Werk
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Oel & Chemie Werk Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     lacktechnisch    verbesserten Ölen mit gegenüber  dem Ausgangsmaterial erhöhtem Gehalt an     Glyceriden    der stärker ungesättigten  höheren Fettsäuren.    Die in .der     Lackindustrie    übliche     Ver-          kochung        versehiedener        Öle    zu     Standöden     nasch den bisher bekannten Methoden besteht  in     einer        längere    Zeit dauernden Erhitzung  des     'Öls        auf    Temperaturen etwa, zwischen  250 und     ä00     C,

   wobei     teilweise    auch Kata  lysatoren zur Anwendung kommen. Es  wurde nun gefunden,     dass    man     bei,0'len,    die       Triglyceiri;de    von Säuren verschiedenen     Sätti-          gungsgrades    enthalten,     eihe        Anreieherung     der     GZyceride    der     stärker        ungesättigten        FEtt-          säuren        erreichen    kann,

   wenn man     aus    soliden  ölen im Vakuum und unter Einleiten von  Wasserdampf bei erhöhter     Temperatur    einen  Teil     abdestilliert.    Das als     Rückstand    ver  bleibende<B>01</B> ist reicher an stärker     ungesät-          tigten        Fettsäuren        und        weist    daher     gegenüber     dem Ausgangsprodukt eine erhöhte Trocken  fähigkeit und     verbesserte        lacktechnische     Eigenschaften auf.

   Diese     überraschende    Er  scheinung ist vermutlich dadurch zu erklä  ren, dass     unter    den     soeben    genannten Bedin  gungen     Triglyceride    teilweise     gespalten    wer  den, und     da;

  ss    zuerst     gesättib        e,    dann Fett  säuren mit einer Doppelbindung und     schliess-          lieh    höher     ungesättigte        überdestillieren.          Monoester    oder     Diester    werden offenbar in  nennenswerten Mengen nicht gebildet, was       aus    den normal liegenden     Verseifungszahlen,          Dichten    und     Brechungs.indeces,    sowie aus  den Acetylenzahlen hervorgeht.

      Wird die     Fett@säurezusammens@etzung     eines Öls auf     rho,danometrisehem    Wege nach  Kaufmann beistimmt und     daraufhin    das  Verfahren     in    Anwendung gebracht, so:     lä.sst     sich eine recht gute     Übereinstimmung    fest  stellen. Auch die     la.cktechniachen    Eigenschaf  ten der erhaltenen     Produkte        la.sÄ,en    sich be  friedigend erklären.  



  Wird     gleichzeitig    das     :Steigen    der     Unge-          sättigtheit    der verbleibenden     Fettsäuren     durch Hydrierung und das Anwachsen der       Viskosität        verfolgt,    so lässt sich für jede;;

   Öl  ein Punkt finden wo der Grad der     Unge-          sättig-theit    nicht mehr     wesentlich    wächst  und     anderseits    ein     starke:.    Steigen der Vis  kosität     einsetzt.    Dadurch ist die Möglichkeit  geboten, in geeigneten Momenten abzubre  chen und Öle zu erhalten, deren     Viskosität     in .der     Grössenordnung    der     Ausgangsprodukte     liegt.

   Diese Produkte weisen gegenüber ihrer  Anfangszusammensetzung ein     Maximum    an       Ungewättibgtheit        a;uf.    Je nachdem, ob das       Ausgangsöl    reich an     Linolsäure,    oder     Linol-          Linolensäuregemisch    war, --so besteht das       Endprodukt    vorwiegend aus     Linolsäure    oder  aus     gemlis-chtsäurigen        Glyceriden        zwischen          Linol-    und     Linolensäure.     



  Nebenbei finden     ferner        Verschiebungen     von isolierten Doppelbindungen; zu     konju-,          gierten,    die     gegebenenfalls    durch an sich be  kannte Stoffe     wie    z. B. Schwefeldioxyd be  einflusst werden können, statt. Bricht mau      die Destillation     vorzeitig    ab, so erhält man       normal    viskose     Öle    oder bei längerer     Ein-          wirkungsüdauer    auch     Standöle.     



  !So lassen !sich .die normal viskosen     Öle     ohne     weiteres    in derselben     Versuchsa#nord-          nung    bei     Gegenwart    von     Wasserdampf    zu       Standöl    verkochen, indem man die     Destilla-          tion        fortsetzt,    bis -der     Rückstand    die     ge-          wünschte    Viskosität aufweist.

   Die erhalte  nen     Standöle        weisen        tiefe    Säurezahlen auf,       sind    sehr hell und     auffallend        glei-chmä-ssig          durchpolymerisiert,        was        [speziell        vermittels          A.cetonfällungen        konsstatiert    werden kann.

         Diese        Standöle    weisen ein     besseres        Trock-          nungsvermögen        auf    als .die lauf normalem  Wege     aus        lacktechnisch    sonst     wertvollen          Ölen,        wie    z. B. Leinöl,     Perillaöl    oder     dehy-          dratisiertem        Rioänuoöl,    gewonnenen     @Standri     öle.  



  Mit dem     @erfindungsgemä.ssen        Verfahren          lässt    sich     die    an sich bekannte Anreiche  rung von     ungesättigten        Glyeerilden        durch          Verseifung,        Fraktionierung    der     Fettsäuren     und     Wiederveresterung        derwelben        wesentlich     vereinfacht und sauberer durchführen.

       Nor-          malerweise        isst        eine        Fraktionierung    von     Fett-          säuren    auf     einigermassen    gleichmässige     Frak-          tionen    nur in     groesso        modo    möglich.  



       Umesterungen        mit    andern     Polyalkoholen          schwerflüchtiger        Nats,or,    wie     Pentaerythrit,          Sorbit        usw.,        sind    möglich und     erweitern          speziell        die        lacktechnische        Verwendung    der       Produkte.     



       Verwendung    finden     können    z. B.     fol.          gende    41e:     Leinöl,        Sonnenblumenöl,        Holzöl,     Sojaöl,     Maisöl,    Sesamöl,     Co@ttonöl,        Fischöl,     Tran,     Rüböl,        Traubenkernöl,        Oiticicaö4,        de-          hydratisiertes        Ricinusöi,        dass    heisst     alle        Gle,

            welche        neben        .gesättigten        Pettsäuren        und     Ölsäuren solche mit zwei und mehr isolierten  bzw.     konjugierten        Doppelbindungen    aufwei  sen. Auch beliebige Mischungen     geeigneter     Öle oder     Fette    können Verwendung finden.

         Beispiel   <I>1:</I>  100     kgg        Maisöl,    welches     etwa        1011o    ge  sättigte !Säuren und 40 %     01säuren    aufwies,    wird bei 280  im Verlaufe von 36 Stunden  im Vakuum mit Dampf behandelt. Es resul  tieren 50 kg     eine-,        b'ls    von einer Viskosität  von     etwa    4000     .e.    P., welches eine,     Säurezahl     von 1,9,     Verseifungsszahl    186,     Acetylzahl    4  aufweist.

   Die übergegangene Fettsäure be  stand zur Hauptsache aus     Palminn-,        Stea-          rin-    und     Ölsäure    (etwa 45 kg). Daneben  wurde ein     Glycerinwasse@r    erhalten, aus  welchem etwa, 5 kg     Glycerin    gewonnen wer  den     konnte.    Die     Fettsäuren        wiesen    eine  Säurezahl von 180 auf.

       Da.,erhaltene    Stand  öl     trocknet    bei Verwendung in einem     ein-          fettigen        Lack    im Verlauf von     etwa    15 bis  20 Stunden.  



       Beispiel   <I>2:</I>  100 kg Sonnenblumenöl werden wie im  1. Beispiel etwa 25     :Stunden    im Vakuum bei  280  im Dampf behandelt.     Es        resultieren,        etwa     70<B>kg</B> eines     !Standöls    von einer Viskosität  von 4000 c.

   P.,     Aoetylzahl    1 und Säurezahl  2,2.     Das        erhaltene    Öl ist sehr hell,     trocknet     in einem     einfettigen    Harzlack     in        etwa;    10       .Stunden.    Die bessere     Trockenfähigkeit        i3t     hier auf     :

  die        gleichzeitige        Anwesenheit    von       Ldnolensäure    zurückzuführen. 27 -kg     Fett-          säuren    und 3 kg Glycerin wurden aus dem       Destillat    gewonnen. Die Fettsäuren     weisen     eine Säurezahl     von    1.89 auf und     bestehen    vor  wiegend aus Ölsäure, neben wenig     Stearin-          säure.     



  <I>Beispiel 3:</I>  100 kg     Sojaöl,    welches folgende     Zueam-          mensetzung        aufwies:          Gesäfibgte    Säuren 15       Öleure   <B>27%</B>       Linolenssssäure    7       Linolsäure    51  werden wie in Beispiel 1 und 2 behandelt  und ergeben 60 kg     Üa    von der Säurezahl 2,9,       A,oetylzahl    1,8,     Verseifungszahl    182.

   An       Fettsäuren        wurden    gewonnen     etwa    36 kg,       die        vorwiegend    aus     Olsäuren    und Stearin  säure     bestanden,        und        .daneben    etwa 4 kg       Glycerin.    Das erhaltene 01     trocknet    in einem       einfettigen        Laok    im Verlauf von 12 bis 13  Stunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von la.ekteeh- n.isch verbesserten, nicht zur Ernährung von Menschen oder Tieren bestimmten Ölen mit gegenüber dem Ausgangsmaterial .erhöhtem Gehalt an Glyceriden der stärker ungesättig- ten höhern Fettsäuren aus Ölen,
    -die Trigly- ceride höherer Fettsäuren verschiedenen Sät- tigungsb ades enthalten, dadurch gekenn- zeichnet, dass man aus solchen Ölen im Va kuum unter Einleiten von Wasserdampf bei erhöhter Temperatur einen Teil abdestilliert. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Destillatibn vorzeitig, das heisst zu einem Zeitpunkt, wo die Viskosität des Rückstandes noch nicht wesentlich über die des Ausgangsmaterials gestiegen isst, abgebrochen wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Destillation so lange weitergeführt wird, bis, der Rück stand die Viskosität von Standöl erreicht hat.
CH258013D 1942-08-19 1942-08-19 Verfahren zur Herstellung von lacktechnisch verbesserten Ölen mit gegenüber dem Ausgangsmaterial erhöhtem Gehalt an Glyceriden der stärker ungesättigten höheren Fettsäuren. CH258013A (de)

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